Montag, 31. August 2015

Immer dieser Michel - Astrid Lindgren

Auch wenn ich schon lange nicht mehr zu der Altersklasse zähle, liebe ich immer noch Kinderbücher. Dabei ist dieser Sammelband eines meiner liebsten Bücher, das ich mit viel Freude meinen Kindern vorgelesen habe und auch die Verfilmungen habe wir gemeinsam begeistert gesehen. 
Die Rede ist vom Frechdachs Michel aus Lönneberga.  

Immer dieser Michel ist die Gesamtausgabe der Geschichten aus dem Oetinger Verlag um die Romanfigur Michel aus Lönneberga, die Astrid Lindgren ab 1963 veröffentlichte und Anfang der 1970er Jahre verfilmt wurde.

Michel ist gerade mal fünf Jahre alt, aber stark wie ein kleiner Ochse, lebt auf dem Hof Katthult in Lönneberga, einem Dorf in Småland in Südschweden. Er ist ein niedlicher Junge mit großen blauen Augen und hellblonden Haaren, doch so engelhaft wie er aussieht ist er nicht. Denn er hat mehr Unsinn im Kopf als alle anderen Jungen zusammen. Dabei ist er gar nicht böse, er meint es nur gut und ist stets neugierig und will den Dingen auf den Grund gehen.
 




Die Gesamtausgabe enthält die Einzelbände Michel in der Suppenschüssel, Michel muss mehr Männchen machen und Michel bringt die Welt in Ordnung.


Michel lebt gemeinsam mit Mutter Alma und Vater Anton Svensson, seiner kleinen Schwester Ida, dem Knecht Alfred und der Magd Lina auf dem Katthulthof in Lönneberga. Seine Streiche sind weithin bekannt und berüchtigt, auch die Nachbarn fühlen mit Mutter Alma und sammeln sogar Geld, um den missratenen Sohn nach Amerika zu schicken. Aber Alma liebt ihren Michel und verteidigt ihn immer wieder, schliesslich hat er ein großes Herz und meint es immer gut.

Wie gern habe ich doch die Geschichten von Michel gelesen. Ich habe gelacht und mich schadenfroh über seine Streiche amüsiert. Aber er tat mir auch immer leid, wenn er sich nach seinen Missetaten vor Vater Anton im Tischlerschuppen in Sicherheit bringen musste. Dort schnitzte er dann seine Holzmännchen und dachte sich neue Streiche aus.

Mal verschluckt er ein Geldstück und muss zum Arzt, nicht ohne ein gutes Geschäft gemacht zu haben oder er steckt den Kopf zu tief in eine Suppenschüssel.   
Als er die Rattenfalle aufstellt, erwischt er leider nur seinen Vater. Doch auch seine gut gemeinten Taten sind erwähnenswert. Er verhilft den Menschen aus dem Armenhaus zu einem wunderbaren Weihnachtessen oder fährt mit seinem eigenen Pferd den kranken Knecht Alfred im Schlitten zum Arzt.

Diesen fröhlichen unbekümmerten Jungen muss man einfach gern haben, egal was er alles so anstellt. Da kann man Mutter Alma auch gut verstehen, auch wenn sie es ehrlich gesagt nicht leicht hat mit ihrem Michel.
Doch auch aus diesem Schlingel wurde als Erwachsener ein anständiger Kerl und so wollen wir hoffen, dass auch heute noch Streiche verübt werden!

Ein lustiges Buch über Kinderstreiche mit einem tollen Hauptdarsteller, dem man nichts übel nehmen kann.   


                              

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