Mittwoch, 23. September 2015

Absurde Menschheit von Gard Meneberg

Satirisch, kritische Abhandlung über die Besonderheiten der Trockennasenaffen, genannt Menschen!

Gard Meneberg schreibt in seinem Buch über die Absurde Menschheit: oder Was Voyager eigentlich über die Menschheit hätte berichten sollen. Der bunte Mix erscheint im Artegenium Verlag.

 


Die Voyager-Sonden der 70 er Jahre wurden mit Botschaften an außerirdische Zivilisationen versehen. Dabei wurde über die Wahrheit der Rasse Mensch einiges verschwiegen. Gard Meneberg stellt die wichtigsten Absurditäten und Tollheiten der Menschen zusammen. Er zeigt, wie arrogant unsere Spezies sein kann, was uns antreibt und wie wir uns auf der Erde als Herrenrasse aufspielen.
 






Dieses Buch ist nicht einfach nur eine amüsante Satire über die Menschen, es befasst sich auf teilweise ironische Weise mit den wichtigsten Themen des "Menschseins" und wirft einige Fragen auf, die nachdenklich machen.
Der bunte Mix an Themen soll außerirdischen Wesen im Weltall die Menschen näher erklären. Das der Mensch im Buch häufig "Nacktnasenaffe" genannt wird, zeigt schon die besondere Einordnung der Spezies in die Reihe der Lebewesen der Erde.

Meneberg handelt ein breites Spektrum von speziellen Lebensinhalten wie Geburt, Liebe, Freundschaft über das Alltagsleben bis hin zum Alterungsprozess und Tod ab. Dabei ist schon ein Hauptaugenmerk auf die Sexualität gelegt. Hier wird am ehesten die Verwandtschaft zu den Primaten erkennbar.

Der Sprachstil ist nominal gehalten, der Text wirkt eher wie eine Schriftsprache, die einen wissenschaftlichen Inhalt übermitteln soll. Daher ist das Buch auch nicht unbedingt eine leichte satirische Lektüre. Man kommt beim Lesen schon mal ins Grübeln und muss über die philosophisch ausufernden Ansätze nachdenken. Einzelne Kapitel kann man recht flüssig weglesen, als ganzes Buch war es mir etwas zu viel des Guten. Dabei haben mir viele Gedankengänge sehr gut gefallen und die Sicht auf die Menschen ist ironisch und voller Empathie. Man erkennt sich und andere Menschen häufig wieder und stellt daraus viele persönliche Verbindungen her.
Eines ist uns Menschen allen gewiss: wir alle altern und müssen eines Tages sterben. Wie wir uns dagegen sträuben, ist schon interessant zu lesen. 



Der Mensch ist eine kommunkationsbereite Affenrasse, die sich gern als Eroberer sieht. Zitat S.124


Und so gehen die Menschen auch mit ihrer Erde um, sie zerstören, vergiften, berauben die Rohstoffe und hinterlassen viele irreparable Zustände, die Mutter Natur mit großen Folgen für die Zukunft tief treffen.

Dieses Buch ist lesenswert, doch die komplexen Themen fordern den Leser, auch seine eigenen Fehler einzugestehen. Vielleicht ein guter Ansatz, wirklich auf der Erde etwas zu ändern, indem jeder für sich sein Verhalten mal hinterfragt und im Sinne des Erhalts der Erde wandelt.
Der satirische Ton macht hier die Musik und prangert mit einem lachenden Auge die Miss- und Zustände an.
 


                 
       ***Rezensionsexemplar von lovelybooks - 
                               Vielen Dank für das Leseexemplar!*** 



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