Freitag, 6. November 2015

Der Drachenfisch von Pearl S. Buck

Eine schöne Geschichte über Freundschaft und Anerkennung


Pearl S. Buck studierte in England und lebte in China. Mit ihren China-Romanen wurde sie weltberühmt und erhielt 1938 als erste amerikanische Frau den Nobelpreis für Literatur. Ihr Kinderbuch Der Drachenfisch schrieb sie 1950.

Lan-may weiß, dass Drachenfische Glück bringen. Deswegen freut sie sich, als sie einen Drachenfisch aus grünem Stein aus dem Fluss angelt. Das Glück lässt tatsächlich nicht lange auf sich warten: Lan-may trifft Alice und hat endlich eine Freundin. (Klappentext)





Dieses Buch spielt in den 30er Jahren im vorkommunistischen China und  erzählt von zwei achtjährigen Mädchen , die sich sehnsüchtig eine Schwester oder eine Freundin wünschen. Denn beide haben nur Brüder, die sie häufig ärgern und mit denen sie nicht spielen können. 
Lan- may ist Chinesin, sie stammt aus einer Bauernfamilie und hat drei ältere Brüder. Sie leben am Fluss Jangtse und angeln dort häufig mit einem Netz.
Das andere Mädchen kommt aus Amerika und heißt Alice.
Beide wünschen sich eine Freundin, die sie versteht und nicht nur schikaniert wie die Brüder.
Eines Tages findet Lanmay am Fluss in dem aufgespannten Netz einen ganz merkwürdigen grünen Fisch. Ob das ein Drachenfisch ist? Die sollen nämlich  Glück bringen. 

Dieser Drachenfisch bringt die Mädchen zusammen und  mutig bestehen sie gemeinsam ein Abenteuer, für das sie sogar von ihren Vätern und Brüdern großen Respekt ernten.

Es ist ganz reizend zu lesen, wie hier eine Freundschaft über kulturelle Hürden hinweg geschlossen wird. Auch die Anerkennung der kleinsten Familienmitglieder durch die Brüder und Väter ist so schön und zufriedenstellend.

Das Buch ist mit 96 Seiten gut für Erstleser ab 8 Jahren geeignet und dank der Thematik ist es ein zeitloses Werk, auch wenn es mittlerweile über 70 Jahre alt ist.


Ein bezauberndes Kinderbuch über Verständnis, innige Freundschaft und gemeinsames Handeln über kulturelle Grenzen hinweg. So kann man Kindern tolerantes Benehmen erklären. Wunderschöne Geschichte mit zeitlosem Effekt!  


 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen