Samstag, 14. November 2015

Der Traum des Baders von Beverly Swerling

Interessante Darstellung der Entwicklung der Medizin und der Geschichte New Yorks!

Den historischen Roman Der Traum des Baders schrieb Beverly Swerling im Jahr 2003. Er erscheint im Heyne Verlag.



Lucas Turner und seine Schwester Sally gehen als Einwanderer auf der Insel Manhattan an Land. Sie suchen ihr Glück in der Neuen Welt. Doch in der dicht besiedelten Stadt, die von feindlichem Indianergebiet umgeben ist, warten neue, nie gekannte Gefahren auf sie...





Dieser Roman führt in eine Zeit um 1625, als New York noch eine
kleine holländische Siedlung war. Der Hauptort der Kolonie war Neu-Amsterdam, das spätere New York. Hier landeten die europäischen Auswanderer, die Holländer kauften den Indianern "Manna-hatta" ab und gründeten dort eine Siedlung, das spätere Manhattan.
Die Entwicklung  und räumliche Ausbreitung der Stadt wird im Roman sehr gut beschrieben. Die historischen Einzelheiten erfährt man durch die Schilderung der Nachfahren von Lucas und Sally.

Lucas arbeitet als Bader und Sally findet eine Stelle als Apothekerin. Der Roman geht in großen zeitlichen Sprüngen vor und so erlebt man die nachfolgenden Generationen der Familie, die vielfach im Bereich der Medizin arbeiteten. Die Beschreibung der Personen und ihrer medizinischen Behandlung führt unterhaltsam und sehr deutlich vor Augen, wie die Bader noch ohne Narkose und mit einfachsten Mitteln, den Menschen helfen mussten. Erst allmählich entwickelte sich die Medizin weiter. Diese Schilderungen machen den interessantesten Teil des Buches aus und führen dem Leser grausam erscheinende Behandlungsmethoden vor Augen.
 
Die Sprache ist leicht zu lesen und der Zeit entsprechend mit einigen vulgären Ausdrücken gespickt. Auch Liebesszenen gibt es zuhauf. 


In vier Teilen wird jeweils das Schicksal einer anderen Generation beleuchtet. Dabei hätte ich gern noch über das Leben einiger Personen mehr gelesen. So muss man sich häufig an neue Charaktere gewöhnen und die Familiengeschichte wird eher zur Grundlage für eine fortschreitende medizinische Entwicklung.


Wer Spaß an der historischen Entwicklung New Yorks hat, etwas medizinisches Interesse hat und eine Auswanderergeschichte schätzt, dem kann ich diesen Roman durchaus empfehlen.  


 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen