Montag, 2. November 2015

Mord ist schlecht fürs Geschäft von Jean G. Goodhind

Netter Krimi mit tollem Titel, leider flacht die Spannung schnell ab!


Die britische Autorin Jean G. Goodhind schrieb 2009 Mord ist schlecht fürs Geschäft, den ersten Teil einer Krimireihe um ihre Hobbyermittlerin Honey Driver. Die Reihe umfasst inzwischen 12 Bände und erscheint im Aufbau Taschenbuch Verlag.


Honey Driver ist verwitwet, hat eine 18jährige Tochter und leitet ihr eigenes kleines Hotel in Bath. Sie ist die neue Verbindungsfrau des Hotelverbands zur Polizei. Als ein amerikanischer Tourist spurlos verschwindet, ist Honeys Ermittlerinstinkt geweckt. Mit Mut und Engagement geht sie dem Fall nach.  



Dieser Krimi fällt durch sein britisches Flair auf, durch abwechslungsreiche Charaktere und eine sympathische Protagonistin mit trockenem Humor.
Es gibt einen Hausgeist Sir Cedric, den machohaften Detectiv Steve Doherty, auf den Honey ein Auge geworfen hat und natürlich Honeys Mutter, die nichts unversucht lässt, um Honey endlich wieder einen Mann zu vermitteln. Es kommt natürlich nur eine gute Partie in Frage. Folglich ist Honey ständig auf der Flucht vor ihrer Mutter, um nicht genervt zu werden.

Mit Doherty gibt es ständig Reibereien und Wortgefechte. "Was sich liebt, das neckt sich" - könnte man meinen. Dabei ist Honey die treibende Kraft bei den Ermittlungen und erst ihre Hinweise bringen der Polizei den wahren Täter.
Diese Aktionen haben mich schmunzeln lassen und die Beschreibung von  britisch anmutender Einrichtung und Lebensart und typischem Lokalkolorit  haben mir gut gefallen. Eine unterhaltsame Lektüre, für ein paar schöne Lesestunden.

Die Krimihandlung ist leider nicht so tiefgründig und spannend angelegt, es wird mit der Zeit relativ langatmig und manchmal etwas verwirrend, weil viele Leute befragt werden und in die Handlung involviert sind.
Vielleicht ging es in diesem Band 1 vordergründig um die Einführung der Personen und die Spannung kann sich in den folgenden Bänden entfalten.


Eine vergnügliche unterhaltsame Lektüre, für ein paar schöne Lesestunden. Mehr ein Roman mit britischem Lokalkolorit als ein echter Krimi.  


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