Mittwoch, 9. Dezember 2015

Die komischen Gedichte des Marco Tschirpke

Erheiternde Comedy in Gedichtform: eine gelungene Aufmischung von Altbekanntem mit neuen Gedanken!


Die komischen Gedichte des Marco Tschirpke erscheinen im Ullstein Verlag.  

 

Frühling, Sommer, Herbst und Günther


Der vorliegende Band versammelt 136 Gedichte des Autors. Er hat sie in liebevoller Hirntätigkeit ersonnen. Die Aufgabe der Kunst, sagt der Dramatiker Peter Hacks, bestehe darin, erschöpfte Menschen auf nichtekelhafte Weise zu zerstreuen. (Klappentext)




Am Pult der Zeit

Ein Fliegenschiß war so placiert,
Daß er den Maestro irritiert:

Die Note da hat keinen Sinn,
Die ganze Harmonie ist hin.

Beschließt, den Mozart hinzuknalln.
Bei Schönberg wär´s nicht aufgefalln.   



Mit witzigen und hintergründigen Pointen unterhält Marco Tschirpke aus Beste. Dabei wirken die Verse so leicht und überhaupt nicht mühselig gereimt und erdacht. Es geht um die Musik, alte und neue Meister der Kunstszene, historische Persönlichkeiten, aber auch ganz banale Alltagsgedanken werden zum zentralen Thema seiner Gedichte.
 
Seine Lyrik zerstreut und erheitert Stück für Stück. Tschirpke hat einen genialen Blick, er schaut tiefer hinter die äußeren Kulissen und entdeckt immer wieder neu eine interessante Spur hinter alten Redewendungen. Es scheint ihm leicht zu fallen, mit neuen Reimen den alten Sprüchen eine Spur von Komik zu verleihen.

Er ist ein Meister des schrägen Wortes, er verdreht es oder bildet es geschickt um zu einem völlig neuen Wort: Oder kennen Sie Algenhumor oder das Komasutra?
 
Mir haben diese Gedichte sehr viel Spaß bereitet und ich habe herzlich gelacht und häufig geschmunzelt.
Auf jeden Fall sorgt dieses Buch für gute Unterhaltung und für beste Laune. Eine moderne Lyrik, die wieder Lust macht auf Gedichte. Es muss nicht immer Comedy sein, wenn man lacht!  



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