Dienstag, 26. Juli 2016

Die Tochter des Salzsieders - U. Schweikert

Tolles Sittengemälde aus dem Mittelalter

 

"Die Tochter des Salzsieders" von Autorin Ulrike Schweikert erschien 2001 im Knaur Verlag.


Schwäbisch Hall im Jahre 1510: Anne Katharina Vogelmann ist die Tochter einer angesehenen Salzsiederfamilie. Ihre Eltern sind verstorben, ihr Brüder führen das Familienunternehmen weiter.
Annes ruhiges und beschauliches Leben ändert sich abrupt, als sie dunkle Geheimnisse und sogar einen Mord entdeckt. Für die Zeit ist sie sehr fortschrittlich und auch neugierig und geht dem Verbrechen auf die Spur. Sie führen in die eigene Familie.  




Dieser historische Roman hat mich sofort in seinen Bann geschlagen und ich bin in die authentisch wirkenden Schilderungen des mittelalterlichen Denkens und Lebens eingetaucht.

Die Protagonistin wird für die damaligen Verhältnisse recht aufgeklärt und neugierig beschrieben. Sie hat einen Wissensdrang, der beeindruckt und ihre rebellische Art wirkt total anziehend.
Der Schreibstil ist äußerst mitreißend gestaltet und man folgt gespannt der Handlung.
Wie hier die herrschenden Ansichten der damaligen Bevölkerung geschildert werden, kann ich auch nur loben. Mord und Betrug, Liebe, Hass und Neid werden etwas übertrieben, aber dennoch sehr unterhaltsam in Szene gesetzt.

Ulrike Schweikerts Schreibstil führt den Leser gekonnt durch den Roman, man erliegt einem Lesefluss und versinkt in den bildhaften Beschreibungen des mittelalterlichen Lebens.


Ein historischer Roman, der von seinen gelungenen Beschreibungen der soziokulturellen Gesellschaft und der bunten Charaktere lebt. Für mich absolut verdiente 5 Sterne.  




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