Sonntag, 3. Juli 2016

Rosenblütengelee selbstgemacht


„Der Rose süßer Duft genügt,
man braucht sie nicht zu brechen.
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
den wird ihr Dorn nicht stechen.”

Friedrich von Bodenstedt 1819 - 1892 deutscher Philologe, Meiningen



Meine schöne Duftrose William Shakespeare blüht in diesem Jahr besonders üppig und weil die Blütenköpfe so schwer sind, hängen die schönen Blüten immer nach unten und finden nicht die Beachtung, die sie verdienen. 
Außerdem braucht es nur ein kräftiges Regenschauer und die rote Blütenpracht liegt verstreut am Boden. Das ist wirklich zu schade und so kam mir die Idee, mal Rosengelee zu kochen. Ich habe es schon einmal bei einer Freundin gekostet und fand es köstlich. Man benötigt nur Gelierzucker im Verhältnis 1:1, duftende Rosenblüten und eine Zitrone. 

Los geht es mit den Rosenblütenblättern.
Ich pflücke die Köpfe der Rosen, wenn sie vollkommen geöffnet und trocken sind und gerade etwas Sonne genossen haben, dann verbreiten sie ihren Duft am schönsten. 

Dazu fülle ich einen Messbecher bis zur 1-Liter-Marke locker mit Rosenblüten, bitte nicht stopfen! Ich zupfe die Blütenblätter ab, achte darauf, dass keine Tierchen enthalten sind und werfe verwelkte und damit trockene äußere Blütenblätter weg. Die Herzblätter auf dem Blütenboden enthalten das meiste Duftaroma, also nicht wegwerfen! 
  
Zutaten für mein Rezept:
800 ml Wasser
1 l duftende Rosenblüten 
Saft von 1 großen Zitrone  ( 50 ml)
1 kg Gelierzucker 1 : 1

 
Die Farbe der Rosen spielt übrigens keine Rolle, auch bei zartrosa Blüten wird durch den Zitronensaft das Gelee rötlich.  
Die gesammelten Blütenblätter gebe ich in einen Kochtopf, übergieße sie mit 800 ml kaltem Wasser, rühre kurz um und lasse den Topf bei Raumtemperatur zugedeckt über Nacht stehen. Die Blüten schwimmen zwar oben auf, geben aber über Nacht ihren Duft an das Wasser ab.  
  


Am nächsten Tag koche ich das Ganze auf, der Sud mit den Blütenblättern wird nun rosafarben und die Blüten verblassen. Etwas abkühlen lassen, dann über ein Sieb in einen Messbecher abseihen. Die Blüten drücke ich etwas aus, sie werden nicht mehr benötigt. Es duftet schon herrlich!  




Man benötigt davon 750 ml Flüssigkeit, inclusive dem Zitronensaft. 
In einen Kochtopf geben, den Gelierzucker hinzu und unter Rühren aufkochen. Vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Gelierprobe machen. 

Tipp: Lieber mit weniger Rosenwasser beginnen und noch Flüssigkeit zufügen! Unbedingt Gelierzucker 1:1 verwenden!
Die Masse in vorbereitete Gläser füllen und schon ist das rote Gelee fertig.

Damit habe ich den unvergleichlich schönen Duft eingefangen und die Rose erfreut mich auch noch im tiefsten Winter!


  

Wenn ihr nun auf den Geschmack gekommen seid, schreibt mir doch mal wie euer Rosen-Gelee geworden ist. Ich würde mich freuen! 


Eure Sommerlese



Kommentare:

  1. Wow....ich rieche es bis hierher ;) Gegessen habe ich sowas noch nie....wie schmeckt es????? Auf jeden Fall halte ich das Rezept mal im Auge...
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Ach Martina, ich wünschte es gäbe Riech-Internet! :-) Dann könntest du mal eine Prise Rosenduft nehmen! Heute morgen habe ich es auf meinem Brötchen probiert! Es schmeckt himmlisch, süß und riecht wie Rosen riechen müssen!
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
    Barbara

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    1. Hallo Barbara.

      Jetzt habe ich Appetit auf ein Brötchen mit Rosenblütengelee. Gibt es das auch zu kaufen? Ich besitze keinen Rosengarten.

      Liebe Grüße, Gisela

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    2. Versuch es doch einmal bei Hof- oder Bioläden!
      Ich habe allerdings auch nur eine Rose, die reicht mit ihren vielen Blüten aber völlig aus! :-)
      LG Barbara

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  3. Das sieht richtig toll und lecker aus! Das Rezept werde ich sicherlich auch mal ausprobieren :-)
    Liebe Grüße Sarah

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  4. Hallo Barbara,
    was für ein wundervolles Rezept. Vielen Dank dafür :o) Bei deinen Worten möchte man am liebsten gleich kosten. Ich habe in meinem Garten nur Pfingstrosen. Die sind allerdings schon abgeblüht. Kann man die auch für das Rezept nutzen?
    Ich muss auch sagen, dass ich so ungerne Blumen abschneide, weil ich sie so hübsch finde. Auch in der Vase verblühen sie viel zu schnell. Allerdings ist die Versuchung bei deinem Gelee wirklich sehr groß!

    Ganz liebe Grüße Tanja

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  5. Hallo Tanja,
    ich weiß nicht, ob Pfingstrosenblüten essbar sind! Das müsstest du mal googeln, aber sie duften ja auch nicht so stark wie Rosen.
    Mir tat es auch erst leid, die Blüten abzuschneiden, aber bei der dauernden Regnerei halten sie am Busch leider auch nicht lange. So habe ich mit dem Gelee etwas Sommer eingefangen!

    LG Barbara

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    1. Huhu Barbara,
      ich habe das mal flott gegoogelt. Dabei bin ich auf einen Beitrag gestoßen, der besagte, dass die Blätter giftig sind. Also besser nicht ausprobieren ;o)
      Meine Pfingstrose duftet sehr stark.

      Ganz liebe Grüße Tanja :o)

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    2. Ach, doch giftig, das habe ich mir schon gedacht!
      Aber meine Rosen blühen schon wieder, vielleicht koche ich noch einmal Gelee! Habe schon 3 Gläschen verschenkt! :-)

      Alles Liebe, Barbara!

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  6. Das ist ja mal eine gute Idee was man mit Rosen machen kann die ihre Köpfchen hängen lassen. Vielen Dank für die Anregung und das Rezept. Sobald ich auf dem Land Gartenurlaub mache wird das umgesetzt. Ich klicke mich da jetzt mal bissl durch bei Dir - vielleicht finde ich ja noch das ein oder andere Rezept *g*

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    1. Wenn dir die Idee mit dem Gelee gefällt, freut mich! Andere Rezepte habe ich den Labels Kochen und Backen abgelegt. Ich muss wohl mal ein neues Thema im Header einfügen. Eigentlich wollte ich ja nur über Bücher bloggen! :-)
      Liebe Grüße
      Barbara!

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  7. Liebe Barbara,
    das klingt wirklich sehr einfach und vor allem köstlich!
    Jetzt habe ich Rosenduft in der Nase auch wenn es hier auf Mallorca nur selten Rosen gibt. Hier blühen eher Oleander in ihrer ganzen Pracht :-)
    Hast Du schon das Buch "Sonnensegeln" gelesen? Da ist mir kürzlich das Rosenblütengelee auch begegnet.
    Liebe Urlaubsgrüße
    Conny

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    1. Genieße deinen Urlaub, liebe Conny und vielleicht mal eine leckere Sangria! Sonnensegeln kenne ich noch nicht! Guter Tipp von dir, danke!

      Sonnige Grüße
      Barbara!

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