Donnerstag, 22. Dezember 2016

Das Walmesser - C.R. Neilson

Furchteinflössender Krimi

  

Der Krimi "Das Walmesser" von C.R. Neilson spielt auf den Färöern und erscheint 2017 im Heyne Verlag.


Dieser Krimi spielt auf den Färöer Inseln, mitten im Nordatlantik. Dort regnet es dreihundert Tage im Jahr und die Menschen leben von Fischfang, Schafzucht und der Jagd auf Grindwale. John Callum ist Schotte und zieht in diese raue Gegend, weil er vor seiner Vergangenheit fliehen will. Nach einer Sauftour erwacht er auf einem Stein im Hafen mit einem blutigen Messer in seiner Tasche und kann sich an nichts mehr erinnern. In Torshavn, der färöischen Hauptstadt gibt es an diesem Tag nur ein Gesprächsthema: den Mord.  


Als Buchflüsterin von buecher.de durfte ich das Buch von C.R. Neilson vorab lesen. Das ist jedes Mal eine Art Überraschungskiste, denn ich bekomme ohne spezielle Bewerbung ein Buch zum Rezensieren zugeschickt. Über einen Krimi aus dieser Gegend habe ich mich sehr gefreut. Die Natur auf den Färöern ist sehr karg und geprägt von unendlicher Weite, Meer, Klippen, Steilküsten und kargen Landschaften.
 
Der Schotte John Callum kommt als Fremder und wird von den Färingern, den Bewohnern kritisch beäugt. Er findet Arbeit in einer Fischfabrik und schon dort bekommt John schnell Feinde. Sein Verhalten ist recht grob, er neigt zu Gewalttätigkeit. Seine Flucht hat einen Grund, er hat ein düsteres Geheimnis, dass ihn regelmäßig in seinen Träumen verfolgt.
John lernt die hübsche Karis Lisberg kennen und lieben. Damit zieht er den Groll von deren Exfreund Aron Dam auf sich. Aron wird ermordet, das Messer bei Jahn gefunden und damit gilt er als Tatverdächtiger Nr. 1. Angeforderte Spezialkräfte der dänischen Polizei unterstützen die ansässigen Ermittler. John kann sich an nichts erinnern und glaubt dennoch an seine Unschuld.
Wie kommt er aus dieser Nummer wieder raus?

Alles scheint sich gegen John verschworen zu haben. Recht düstere Aussichten, auch für den Leser! Denn die Krimihandlung fällt durch  viel Brutalität auf und schreckt teilweise regelrecht ab. Nicht nur die Natur wird hier rau und wild gezeigt, auch die Menschen sind, vielleicht durch den häufigen Genuss von Alkohol, ungehemmt brutal und gewaltätig. Hier ist nicht nur das Land rau, auch die Männer!

Für den Protagonist kann ich kaum Mitleid empfinden, aber mich hat es mit Spannung erfüllt, dass endlich seine Vergangenheit gelüftet wird. Hin und wieder gibt es Szenen aus seinen Albträumen, die erst am Ende dieses 500 Seiten starken Buches geklärt werden.

Mit bildhaft schöner Beschreibung der schroffen Landschaft ist dem Autor C.R. Neilson eine eindrucksvolle Schilderung gelungen, die mich unglaublich fasziniert hat. Auch wie er die Färinger bei ihrer Grindwaljagd zeigt, erscheint zwar grausam, aber detailgenau und realistisch geschildert und man wird augenblicklich davon gebannt. Selbst das Abseilen von den Klippen, bei denen die Vogelfänger Tiere und Eier von Trottellummen und Papageientauchern einsammeln, ist halsbrecherisch und authentisch geschildert und mir blieb fast der Atem stehen als ich davon las.
Man erfährt von Felstürmen, die über 150 m hoch in den Atlantik ragen und seit Jahrtausenden von den Wellen umtost werden, der Macht der Natur seit Ewigkeiten ausgesetzt. Es ist ein unglaubliches Spektakel der Widrigkeiten der Natur. Selten habe ich so beeindruckende Landschaftsschilderungen gelesen. 



Wer vor Brutalität und Schlägereien nicht zurückschreckt und die einzigartige Landschaft der Färöer Inseln erlesen möchte, dem kann ich diesen Krimi empfehlen.  


 ***Leseexemplar von bücher.de aus der Buchflüsterergruppe - Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches!***





1 Kommentar:

  1. Guten Morgen!

    Ich lasse dir ganz liebe Weihnachtsgrüße da und wünsche dir tolle Feiertage mit lieben Menschen ohne Stress und vielen Geschenken! Komm gut ins Neue Jahr mit viel Glück, Gesundheit und Lesezeit für 2017!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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