Mittwoch, 21. Dezember 2016

Ostseetod - Eva Almstädt

Solider Krimi, hat mich aber leider nicht richtig überzeugt!

"Ostseetod" ist der elfte Band der erfolgreichen Krimi-Reihe von Bestsellerautorin Eva Almstädt um ihre Kommissarin Pia Korittki. Der Krimi erscheint 2016 im Bastei Lübbe Verlag.


In einem kleinen Dorf an der Ostsee verschwindet die 11-jährige Lara auf dem Heimweg von einer Freundin spurlos. Auch eine umfangreiche bleibt erfolglos. Die Dorfbewohner werden ängstlich und formieren eine Bürgerwehr. Dann wird im Wald die Leiche eines Mannes gefunden, es war Mord. Für Kommissarin Pia Korittki stellt sich die Frage, wo besteht der Zusammenhang zwischen dem Toten und dem verschwundenen Kind?



Ostseetod ist zwar Teil einer umfangreichen Reihe, kann aber durchaus ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wobei mir bei diesem Teil gerade die lebensnahen personellen Veränderungen der Protagonisten gut gefallen haben, insofern macht die Weiterentwicklung der Figuren sich schon besser mit etwas Vorwissen.

Eva Almstädt gelingt es in ihren Büchern immer wieder, ihre Kommissarin Pia Korittki sehr realistisch und lebendig zu schildern. Ich finde sie sympathisch und fühle mich ihr mit ihren Gedanken und Problemen einer alleinerziehenden Mutter sehr verbunden. Auch ihre Schwierigkeiten mit dem neuen Vorgesetzten und das unerwartete Auftauchen eines früheren Freundes zeigen diesen Charakter als weiter entwickelte Person sehr deutlich und unterhaltsam und das verbindet mich auch weiterhin mit dieser Reihe.

In diesem 11. Band nimmt die Ermittlungsarbeit der Kripo und die Vorstellung der Dorfgemeinschaft einen Großteil des Buches ein. Auch wenn man dadurch viele Täter zur Auswahl hat, ordentlich grübeln kann, war mir das Ganze zu umfangreich erzählt und damit auch leider spannungskillend. Als Regionalkrimi kann dieses Buch auch nicht unbedingt punkten, die Umgebung und die Landschaft spielen keine entscheidende Rolle und sind austauschbar.


Wie immer bei Eva Almstädt sind Sprachstil und Lesefluss durchgängig flüssig und verständlich gehalten.
Mich haben die Befragungen und Ermittlungsszenen leider ohne Spannung lesen lassen. Diese Phasen sind mir einfach zu ausführlich und langatmig. Bei der Auflösung hatte ich keinen wirklichen Überraschungseffekt, sie erscheint logisch und für mich schlüssig.

Für mich ein solider, unterhaltsamer Krimi, der die private Geschichte der Protagonistin Pia weiter erzählt. Für Fans der Reihe dadurch auch interessant!






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