Montag, 31. Oktober 2016

Liebe vertagen, Mörder jagen - Vera Nentwich

Lockerer Unterhaltungskrimi

"Liebe vertagen, Mörder jagen" ist ein neuer Fall mit Protagonistin Biene. Geschrieben hat die Krimireihe Vera Nentwich


Eine wilde Liebesnacht, ein toter Hochzeitsplaner und ein Polizist unter Tatverdacht - in Bienes neuem Fall geht es heiß her! Biene kehrt frustriert aus Paris zurück. Aus ihrer heißen Liebesnacht mit Jago wurde leider nichts, denn plötzlich taucht Kimberley, ein gutaussehendes Model auf.
Da stürzt sie sich lieber in den neuen Mordfall und trifft natürlich auf ihren Ex- Freund Jochen, der dort als Polizist ermittelt.  



Die Autorin hat einen lockeren und humorvollen Krimi geschrieben. Auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes hatte ich keine Verständnisprobleme. Der Schreibstil enthält einiges an Situationskomik, es werden aber auch ernste Themen wie Vorurteile angesprochen.

Biene ist eine junge Frau voller Elan und Tatkraft, tritt aber regelmäßig in Fettnäpfchen und ihre Laune hängt sehr von ihrem Erfolg oder Misserfolg ab. Meist handelt sie erst und denkt dann nach. Gerade in Liebesfragen kann sie sich einfach nicht entscheiden und schwankt zwischen Jochen und Jago hin und her. Das schafft natürlich auch zwischen dem Männern ein entsprechendes Konkurrenzgehabe.
Ihre Oma ist da wesentlich entscheidungsfreudiger und natürlich auch lebenserfahrener. Sie ist stets bemüht, mit Essen alle Probleme aus der Welt zu schaffen und ist so etwas wie die gute Seele des Buches.


Der Sprachstil des Buches ist einfach, humorvoll und locker. Die Krimihandlung hat mich nicht so mitgerissen. Biene ist als eine Art Detektivin unterwegs, hat aber so ihre Probleme damit und kämpft auch gegen Vorurteile ihrer Mitmenschen an.
Stets mischt sie sich in Angelegenheiten anderer ein, so kann Herr Törschen gewiss ein Lied davon singen. Ihm vermasselt sie eine gut geplante Überraschung.
Jago unterstützt sie bei der Suche nach dem Mörder von Tim und was als interessante Abwechslung von Bienes Alltag begonnen hat, wird nun bitterer Ernst, denn sie selbst kommt in Gefahr.

Die Personen sind gut charakterisiert. Biene ist nicht so mein Fall und daher bin ich auch nicht so sehr von diesem Krimi überzeugt. Etwas mehr Spannung hätte der Geschichte schon gut getan.


Dieser unblutige und humorvolle Krimi enthält auch emotionale Szenen und sorgt für leichte Unterhaltung.


 

Mörderisches Monaco - Jule Gölsdorf

Wow: hier stimmt einfach alles: Mord, Formel-1, Jetset-Leben und das alles wird stimmungsvoll präsentiert!

Mit ihrem Kriminalroman "Mörderisches Monaco" schrieb die Journalistin Jule Gölsdorf ihr Debüt, der 2015 im Aufbau Verlag erschien. Da ich gerade den Nachfolgeband lese, füge ich diese Rezension aus dem vergangenen Jahr noch hier ein. 

Kriminalkommissarin Coco Dupont verläßt aus privaten Gründen ihre Dienststelle in Toulouse für eine Stelle bei der sûreté publique im mondänen Monaco. Kaum angekommen gibt es schon den ersten Mordfall. Die Opfer sind die Ehefrau, die schwer verletzt im Koma liegt und der getötete Sohn eines berühmten deutschen Formel-1-Piloten. An der Seite von Henri Valeri macht sich Coco auf die Suche nach dem Täter. Dabei führen sie die Ermittlungen direkt hinein in den Renn-Zirkus und in die Welt der Schwerreichen und Schönen. Doch hinter all dem Glamour entdecken sie die Schattenseiten des Luxuslebens.  



In diesem Krimi geht es ins Formel-1- Milieu im Fürstentum Monaco und nebenbei wird das schillernde Jetset-Leben der Promis mit Edelmarken wie Chanel und Prada, Champagner und Delikatessen aus dem Mittelmeerraum gut dargestellt. Dadurch liest sich der Krimi unterhaltsam und flüssig und man erhält noch Informationen aus der Rennwelt dazu. Wie es der Autorin so herrlich leicht gelingt, in diese Atmosphäre die Krimihandlung zu plazieren, hat mich sehr beeindruckt. 

Auch ihre sehr bildhafte Beschreibung der landschaftlichen Schönheit der Küste, aber auch der engen Bebauung Monacos, ja selbst der an Platzmangel leidende Friedhof wird von ihr wunderbar skizziert und dem Leser vor Augen geführt.
Ihre Protagonisten Coco und Valeri arbeiten in diesem Fall erstmalig zusammen und ergänzen sich effektiv. Valeri steht dem Formel 1- Zirkus eher ablehnend gegenüber, während Coco durch Bekannte Einblicke ins   Jetset hat. Häufig sind sie wegen überfüllter Strassen mit dem Motorrad unterwegs und so  erkundet man als Leser gemeinsam mit ihnen den kleinen Stadtstaat. Die ein oder andere Essenspause bringt sommerliches, fast schon Urlaubs-Flair in die Handlung.
Doch allzu schnell wird deutlich: in der Glamour-Welt brodelt es, denn reich sein allein macht noch lange nicht glücklich.

Dieser Kriminalroman hat neben der schon erwähnten tollen Kulisse Monacos einen interessanten Fall zu bieten, enthält raffinierte spannende Wendungen und zeigt das typische Leben von Formel 1-Fahrern, die trotz privater Probleme und Belastungen die Show weiterlaufen lassen müssen.
Hier läuft offen gezeigtes Hintergrundwissen neben einer fiktiven, realistisch wirkenden Handlung ab und damit trifft dieser Krimi genau die richtige Mischung, die ein perfektes Buch ausmacht.


Für dieses Krimidebüt möchte ich meine Empfehlung aussprechen. Hier passt einfach alles zueinander und zum spannenden Krimisetting gesellt sich eine sommerlich anmutende Beschreibung der Gegend um Monaco und der Formel 1-Welt , die außerordentlich gut unterhält.
Gespannt warte ich nun auf weitere Krimis aus der Feder von Jule Gölsdorf um ihr Ermittlerteam Coco und Valeri.



Montagsfrage # 14





 

Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!

 

Diese Woche heißt die Frage:

 

Magst du Bücher mit Gruselfaktor oder Horror und was gefällt dir daran?

 

Also das kann ich ganz klar mit Nein beantworten und das sieht man sicherlich auch schon an meinen Rezis auf dem Blog! Horror und Gruselbücher sind überhaupt nicht mein Genre.

Diese Themen reizen mich einfach nicht, weil sie unrealistisch und häufig übertrieben dargestellt sind. Mich schreckt nicht die gruselige Darstellung, sondern einfach die unechte Art, die mich nicht anspricht.
Sicherlich gibt es auch Horrorbücher, die mit mehr Anspruch geschrieben sind, aber wie gesagt, gruseln ist nicht mein Ding. Es erscheint mir irgendwie langweilig und stumpf.


Habt ihr Buchvorschläge, die mir vielleicht umstimmen werden? 
 

Sonntag, 30. Oktober 2016

Wintergewitter - Angelika Felenda

Lesenswerter, historisch begründeter Krimi 

 

Der zweite Band von Angelika Felenda um Kommissar Reitmeyer heißt "Wintergewitter" und erscheint 2016 im Suhrkamp Verlag.


München 1920: Kommissär Reitmeyer leidet immer noch an Kriegs-Traumata und bekommt Panikattacken.
Beruflich hat er viel zu tun, denn die Geldentwertung und der Nahrungsmangel sorgen für viele Fälle von Diebstahl und Schieber haben Hochkonjunktur.
Reitmeyer ermittelt den Todesfall der jungen Cilly Ortlieb, die als Kleindarstellerin in zwielichtigen Projekten eines Münchner Filmkonzerns gearbeitet hat. Sie wurde mit Morphium getötet. Dieser Fall zieht Reitmeyer inmitten von illegalen Spielclubs, Bars und gemeine Bordelle. Dabei lernt er Gerti Blumfeld kennen, die ihre verschwundene Schwester sucht und ein Mordopfer kannte.
Während dieser Zeit gewinnt die rechte Bevölkerung immer mehr Anhänger.





Der erste Weltkrieg ist vorbei, aber die dramatischen Folgen sind deutlich spürbar. Die Bevölkerung leidet unter der Nahrungsmittelknappheit, den schlechten Wohnbedingungen und echter Armut. Dabei ist es offensichtlich, wir gut der Autorin ihre historische Recherche in diesem Buch gelungen ist. Ihre fundierten geschichtlichen Kenntnisse zeigen sich in authentisch wirkenden Beschreibungen der Lebensbedingungen der Menschen und der gesellschaftlichen und politischen Situation dieser Zeit. Hier sieht der Leser bildhaft die Atmosphäre der 20er Jahre auferstehen.

Vor diesem realistischen Hintergrund erlebt man die klassische Ermittlungsarbeit dieser Zeit, ohne Datenbanken und gut vernetzte Polizeiämter. Reitmeyer arbeitet mit seinem Team Steiger und Rattler ohne technische Raffinessen. Sein Vorgesetzter ist auch nicht gerade eine große Stütze, ganz im Gegenteil.


Dieses Buch habe ich weniger als Krimi, sondern mehr als historischen Roman gesehen. Obwohl hier eine solide spannende Handlung gibt, hat mich die zeitgenössische Darstellung mehr gereizt und sehr gut informiert. Der Aufmarsch der rechtsradikalen Szene war die Grundlage für das kommende Naziregime. Wie sehr selbst die Beamten der Polizei von Menschen mit antisemitischer Ansicht durchsetzt waren, wird hier absolut deutlich gemacht.
Auch die herrschende Kälte dieses Winters und die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich werden so lebhaft geschildert, dass diese Zeit lebendig zu werden scheint. Besonders die Milieustudien sind der Autorin äußerst gelungen.

Sie versteht es geschickt, die Krimihandlung in diese historischen Rahmenbedingungen einzubauen und daraus einen lesenswerten Krimi zu schreiben. Etwas mehr Aufklärung und nicht ganz so verzwickte Zusammenhänge und ich hätte 5 Sterne vergeben.



Diesen historischen Krimi kann ich geschichtsinteressierten Lesern wärmstens empfehlen. Eine klassische Ermittlung, ein interessantes Umfeld und der sympathische Reitmeyer und sein Team machen dieses Buch zu einer interessanten Lektüre.


*** Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar, das ich dank Vorablesen aus dem Suhrkamp Verlag bekommen habe!***



Samstag, 29. Oktober 2016

Bis ans Ende der Geschichte - Jodi Picoult

Die Amerikanerin Jodi Picoult schrieb den Roman "Bis ans Ende der Geschichte" im Jahr 2013. Er erscheint 2016 im Penguin Verlag.


Bei einem Unfall verlor die junge Jüdin Sage Singer ihre Mutter, sie selbst hat seitdem Narben im Gesicht, lebt zurückgezogen und meidet die Öffentlichkeit. Als leidenschaftliche Bäckerin, kann sie in der Dunkelheit arbeiten, doch ihre Schuldgefühle am Tode ihrer Mutter wird sie nicht los.
In einer Trauergruppe lernt sie den über 90-jährigen Josef Weber kennen und es entwickelt sich eine besondere Freundschaft.
Josef erzählt ihr aus seiner Nazi-Vergangenheit, Josef ist Deutscher. Er bittet Sage ihr dabei zu helfen, seinem Leben ein Ende zu bereiten.



Sage ist eine junge Frau mit seelischen Problemen, der Tod ihrer Mutter lässt sie nicht los. Sie gibt sich daran die Schuld. Auch ihr privates Glück lässt sie nicht zu, sie hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann, den sie nicht zu lieben scheint.

Josef ist als Deutscher schon lange in den USA und ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft seines Wohnortes. Er ist ehrenamtlich tätig und gilt als hilfbereit und gutherzig. In der Trauergruppe trifft er auf Sage und sie öffnet ihm ihr verschlossenes Wesen. Später erfährt man, dass Josef Nazi war und als SS-Offizier Aufseher im Konzentrationslager gearbeitet hat. Sages Großmutter Minka ist Holocaust-Überlebende und war in diesem KZ.
Da Josef mit seiner Schuld nicht leben kann, bittet er Sage um Hilfe beim Sterben.

Von Minka erfährt man von ihrer unbeschwerten Kindheit in einem polnischen Dorf, sie will Schriftstellerin werden. Doch dann bricht der zweite Weltkrieg aus und als Juden wird die Familie gezwungen, ins Ghetto zu ziehen.

Leo ist Bundesagent eines Büros für Menschenrechte. Er verfolgt Kriegsverbrecher aus der NS Zeit und sorgt für ihre Abschiebung und Verurteilung.


Die Thematiken dieses Buches sind keine leichte Kost. Es gibt bewegende Schicksale, die erschüttern und aufwühlen. Dabei ist die Recherche der Autorin wirklich authentisch und die Geschichte liefert viele Denkanstösse.

Jodi Picoult hat einen großartigen, einnehmenden Schreibstil, ihre Figuren sind lebendig und vielseitig und als Leser wird man emotional an der Handlung gefesselt. Dabei werden die Themen des Holocaust mit den Folgen wie Schuld, Trauer und Verbrechen sehr sensibel aufgegriffen. Hier wird keine bloße Verurteilung der Personen vorgenommen, sondern aus verschiedenen Perspektiven gezeigt, wie Juden und auch Nazis die Zeit erlebten. Picoult zeigt damit, wie schwierig der Umgang mit dem Thema sich auch heute darstellt.

Meine einzige Kritik besteht darin, dass dieser Roman mit seinen Nebencharakteren überfrachtet ist, die jeweils die Protagonistenrolle einnehmen. Die Einbindung dieser Figuren in die Handlung wirkt durch die vielen Erzählstränge ein wenig konstruiert und ermüdend. Außerdem fehlt dem Ganzen ein Ablauf, der die Emotionen beschreibt, hier geht es eher um Gewissenskonflikte und die Darstellung von Gräueltaten.  ie Charaktere hineinzuversetzen bzw. sie zu verstehen.



"Bis ans Ende der Geschichte" ist ein wirklich bewegendes Buch, das viele Denkanstöße liefert und die Beschäftigung mit den schwierigen Themen Schuld, Vergebung, Gnade und Rache anregt.  


 ***Herzlichen Dank an das Blogger-Portal und den Penguin Verlag!***



...und eine Tasse Tee - Anna Marie Lievert

Einen Ostfriesentee bitte!




Der Gegenwartsroman "...und eine Tasse Tee" ist das Debüt von Autorin "Anna Marie Lievert. Dieser Roman erschien 2014, meine Rezension ist ebenfalls aus dem Erscheinungsjahr. 


Anna Lindberger steht als hart arbeitende Marketingchefin unter Druck. Sie muss sich mit einer fragwürdigen Unternehmenspolitik auseinandersetzen, und Erik bedrängt sie mit seinem Kinderwunsch. Dabei möchte sie ihre eigene Karriere nicht aufgeben, Erik aber auch nicht verlieren und Kinder möchte sie im Moment noch gar nicht haben. Doch der berufliche Stress und ihre fehlende Motivation bringen sie zu einer Auszeit, die sie in einen kleinen Ort Ostfrieslands verschlägt. Dort besinnt sie sich auf sich und ihre Lebenswünsche und entdeckt neue Ziele und Fähigkeiten.



"Voller Tatendrang schwebt sie wie eine Möwe im Wind in die richtige Richtung."

Dieser Roman hat mich gleich begeistert. Er beschreibt das stressige Berufsleben einer Karrierefrau in der heutigen Zeit und zeigt gleichzeitig die Schwierigkeiten auf, die sich durch betriebliche Umstrukturierungen ergeben. Die Entscheidungen von oben sollen von den Mitarbeitern als ihre eigenen ausgegeben werden und natürlich auch von ihnen getragen werden. Anna ist in dieser Situation und fragt sich, ob ihr Leben so weiter gehen soll. Sie steckt in der Karriereleiter fest und möchte das so nicht länger hinnehmen. Auch wünscht sie sich wieder mehr Zeit für ihn Privatleben. So geht es sicher vielen Frauen heute und hier wird ein Weg aufgezeigt,  den sich nicht viele zutrauen.

Indem Anna eine private Auszeit nimmt und nach Ostfriesland zieht, wird ihr Lebenswandel schon sehr deutlich. Sie kommt dort zur Ruhe und besinnt sich auf ihre eigenen Wünsche und Möglichkeiten. Ihre Naturverbundenheit entdeckt sie neu und wünscht sich, etwas ganz anderes zu machen und den Hof ihrer Vorfahren auch zu ihrer Heimat zu machen.

Dabei erfährt man viel über die Mentalität der Menschen, ihre Teezeremonie mit Kluntje und Sahne und die Landschaft an der Nordsee. Das macht den Roman sehr unterhaltsam und man verspürt direkt Lust, ebenfalls dort einen Urlaub zu verbringen. Natürlich ist auch ein wenig Liebe mit im Spiel und schöne Beschreibungen der Natur, die plattdeutsche Sprache und eine Menge Ostfriesentee runden die Geschichte stimmungsvoll ab.


Die einfühlsame Schilderung zeigt die Möglichkeit des Ausbrechens aus dem Berufsalltag auf. Schon die imaginäre Auszeit durch das Lesen dieses Buches kann einen beruhigenden zufriedenstellenden Eindruck hinterlassen. Eine Leseauszeit für die Seele mit einer entspannenden Tasse Tee!



 

Freitag, 28. Oktober 2016

Freitags-Füller # 11

Es ist wieder Zeit für den Freitags-Füller!


 

Dies ist ein Projekt von Barbara auf  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen:

 

1. Kürbisschnitzen habe ich mit meinen Kindern öfter gemacht, jetzt stelle ich mir nur einen ganzen zur Zierde vor die Haustür. 

 

2. Es gibt viele Dinge, die möchte ich unbedingt mal ausprobieren. Dazu gehört eine Lomi-Lomi-Massage, ein spezielles Krimi-Dinner, eine Kosmetikbehandlung mit einer Top-Visagistin, ein Haarschnitt in einem Pariser Friseursalon, ein Besuch in der Metropolitan Opera... (Achtung, dies könnte auch ein Wunschzettel für Weihnachten sein!). 

 

3. Kann man eigentlich mal den Politikern vor Augen halten, wie unsinnig manche Vorschriften eigentlich sind. 

4. Was in Amerika gerade im Wahlkampf zu sehen ist, finde ich lächerlich.  


5 Halloween finde ich übertrieben und auch absolut überflüssig und durch die gruseligen Masken und Verkleidungen schon richtig abartig. 

 

6. Für mein Leben, mein Zuhause, meine Familie und eine nette Nachbarschaft, dafür bin ich dankbar.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine tolle Hochzeitsfeier, morgen habe ich Einkaufen, Stricken und Lesen geplant und Sonntag möchte ich mit meiner Familie zu meiner Mutter fahren! 

 

Ich wünsche euch bis zum nächsten Freitag eine wunderschöne Woche!


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Nordische Nächte - Tania Blixen

"Nordische Nächte" Von Tania Blixen ist eine Sammlung von Kurzgeschichten aus den Jahren von 1905 - 1957, die 2016 im Penguin Verlag erscheinen.


Tania Blixens Kurzgeschichten sind Perlen klassischer Erzählkunst. Zu Recht wurde die Autorin die Scheherazade des Nordens genannt, denn kaum jemand vermag es so wie sie, Leserinnen und Leser in Bann zu ziehen. Diese exklusive Textauswahl versammelt die schönsten Werke aus über fünfzig Schaffensjahren – allen voran das Glanzstück über die Meisterköchin Babette und deren exquisite kulinarische Verführungskünste. Tania Blixens Lebensthemen und bevorzugten Stoffe, das Exotische, Märchen und Legenden, aber auch herausragende Episoden der abendländischen Geschichte wirken dank ihrer sinnlichen Beschreibungskunst heute so lebendig wie eh und je. (Klappentext)

Die Dänin Tania Blixen wurde 1885 in der Nähe von Kopenhagen geboren, wanderte nach dem Studium der Malerei in Kopenhagen, Paris und Rom 1914 nach Kenia aus, wo sie den schwedischen Baron Blixen-Finecke heiratete und zu schreiben begann.



In Blixens Geschichten erlebt man andere Kulturen, sieht fremde Menschen und man taucht ein in eine längst vergangene Zeit. Das merkt man schon am Sprachstil sehr deutlich. So wie Blixen sich ausdrückt, redet oder schreibt heute niemand mehr. Es wird märchenhaft, aber auch abenteuerlich und die Wichtigkeit gesellschaftlicher Schichten wird deutlich aufgezeigt.

Blixen hat die Gabe, auf sprachlich hohem Niveau fantasievoll zu erzählen.
Sie erfindet wunderbare Geschichten und schmückt sie mit inhaltlichem Tiefgang aus, der den Leser in eine längst vergangene Zeit reisen lässt. Hier werden gesellschaftliche Normen und Stellungen aufgezeigt, die man unweigerlich mit Märchen und Geschichten aus der Vergangenheit verbindet. Es gelten andere Maßstäbe von Moral und die Lebensgewohnheiten wirken aus heutiger Sicht etwas altmodisch. Darauf muss man sich einlassen, um zu entdecken, welche Dinge auch heute noch zutreffen und uns genauso berühren wie die Menschen früher.



"Saison in Kopenhagen" zeigt das Leben im Kopenhagen von 1870 in bildhafter Darstellung. Es ist eine ganz besondere Liebesgeschichte, die auf einem Friedhof endet. Mich haben besonders die Sprachwahl in den Dialogen und die Stimmungen der damaligen Zeit durch die Geschichte getragen.

"Babettes Fest" zeigt das Leben einer Köchin, hier gibt es kulinarische Erlebnisse und die Figuren sind sehr lebendig gezeichnet. Mich hat diese Geschichte richtig bezaubert, dabei gibt es keine dramatischen Ereignisse. Es sind die einfachen Freuden des Lebens, wenn die Liebe durch den Magen geht und so in den Menschen Liebe entfacht. Diese Geschichte hat Charme und nimmt den Leser gefangen.


"Onkel Theodore" ist eine richtig schöne Geschichte, die von sozialem Aufstieg erzählt. Der Name oder auch der Adelstitel öffnet hier den Weg in die feine Gesellschaft. Sozialer Aufstieg um jeden Preis und damit Anerkennung und Wohlstand. Auch wenn das Ganze nur fingiert ist, bekommt man als Leser eine packende Story geboten, die Pariser Flair und Savoir Vivre spürbar werden lässt.


"Karneval" möchte ich mal als eine literarische Narrenposse bezeichnen. Hier werden bunte Figuren wie Harlekin und Pierrot lebendig und spielen ihr Spiel, dem Grenzen gesetzt sind.


"Die Königssöhne" hat mich in eine ferne Welt versetzt und wirkt wie Geschichten aus 1001 Nacht. Scheherazade ist in diesem Fall Tania Blixen, aber nicht in einer nordischen Nacht, sondern in Persien... 
Mit Weitsichtigkeit und Mut gegen Gewalt und Macht zeigt sich diese Geschichte fast schon wie eine Fabel.


Es ist diesen Geschichten ein ganz eigener Zauber inne, dem man beim Lesen verfällt. Dabei haben diese Geschichte auch uns modernen Menschen noch durchaus etwas zu sagen. 


***Herzlichen Dank an das Blogger-Portal und den Penguin Verlag!***


 

Top Ten Thursday # 14




Jede Woche wird eine neue Top Ten Liste aus Büchern zusammengestellt. 

Die Themen dazu gibt es bei  Steffis Bücher Bloggeria.


Die Aufgabe für diese Woche lautet:


10 blutrünstige Bücher (Thriller, Horror, Fantasy) 


Das fällt mir ziemlich schwer, denn so etwas mag ich eigentlich überhaupt nicht und lese blutrünstige Bücher erst gar nicht! Horrorbücher sind gar nicht in meiner Lektüre enthalten.
Höchstens ein paar Thriller, die brutale Szenen haben, aber die sind auch wirklich in der Unterzahl. Ich habe gerade mal 6 Bücher unter meinen gelesenen gefunden, die in diese Liste hinein passen.
 

- Abgeschnitten von Sebastian Fitzek:



In diesem Psychothriller wird eine junge Frau gezwungen, eine Obduktion nach telefonischer Anweisung durchzuführen. Für mich eine Horrorvorstellung und daher genau das Buch für diese Liste! 

- Augensammler von Sebastian Fitzek:


Hier fehlt den gefundenen Leichen jeweils das linke Auge! Welch schauderhafte Vorstellung und natürlich ein weiterer Fitzek-Thriller!

- Der Augenjäger von Sebastian Fitzek:


Ein Psychopath schnappt sich Frauen und bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Der zweite Teil der Augen-Reihe! 

- Herzenskälte von Saskia Berwein:


Frisch verheiratet und bereits tot: Als perfekte Braut ausgestellt wird die Leiche einer jungen Frau im Schaufenster eines Hochzeitsplaners gefunden. Ihr Herz wurde entfernt und dient dem Täter scheinbar als Trophäe. 

- Die Chirurgin von Tess Gerritsen:



In Boston dringt ein Unbekannter nachts in die Wohnungen von allein stehenden Frauen ein, unterzieht sie einem gynäkologischen Eingriff und tötet sie. Dieses Buch hat mich schon vor Jahren durch die brutalen Beschreibungen entsetzt, aber auch gefesselt. Rizzoli und Isles sind die Ermittler, die in den 10 darauf folgenden Bänden den Psychopathen das Handwerk legen. Eine unheimlich erfolgreiche Reihe, die immer wieder mit neuen Thrillern die Leser ängstigt.

- Cupido von Jilliane Hoffman: 



Der Albtraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Der Täter lauert unter deinem Fenster und kommt, um dich zu vergewaltigen. 


An dieser Stelle fallen mir keine Bücher mehr zu diesem Thema ein, jedenfalls keine, die ich schon gelesen habe. 

Kennt ihr mehr blutige Bücher? 


Dienstag, 25. Oktober 2016

Im Wald - Nele Neuhaus

Personelle Verwirrung im Taunus

"Im Wald" ist der 8. Band der Bodenstein/Sander Reihe von Nele Neuhaus. Der Kriminalroman spielt im Taunus und erscheint im Ullstein Verlag


Im Wald bei Ruppertshain sucht sich der Junkie Elias ein Versteck auf einem Campingplatz. Dort wähnt er sich sicher, doch wenig später erschüttert eine Explosion mit folgenschwerem Ausgang die dunkle Nacht. Es wird ein Toter gefunden, Oliver von Bodenstein und Pia Sander von der K11 untersuchen den Fall. Ihre Ermittlungen führen sie in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand und das nicht aufgeklärt wurde. 




Der Krimi ist fesselnd und mitnehmend geschrieben, die Autorin versteht ihr Fach wirklich bestens. Was mich gestört hat, sind die vielen involvierten Personen des Dorfes, die durch die Zeitspanne von 40 Jahren auch noch verschiedenste verwandschaftliche Beziehungen eingegangen sind. Hier noch klar durchblicken zu können, erfordert höchste Aufmerksamkeit und Konzentration. Es gibt auch ein Personenregister, das man zu Rate ziehen kann. Dennoch hat mich diese Menge an möglichen Tätern und Motiven durchaus angestrengt. 


Dabei ist die Handlung äußerst interessant, weil die die aktuellen Fälle in Bodensteins Vergangenheit führen. Mit seinen Kindheitsfreunden verbindet ihn ein grausames Ereignis, über das im Dorf nie groß und offen geredet wurde. Wie hängt das Verschwinden des kleinen Arturs mit den neuen Fällen zusammen. Auch die Polizei rätselt lange daran herum, zu verworren sind die Personenkonstellationen und zu verschlossen die Bewohner. Es gibt einige Geheimnisse, die die Dörfler mit sich herum tragen und erst allmählich lichtet sich das Dunkel. 


Natürlich sind wieder die alten bekannten Kollegen mit dabei. Pia und ihr Exmann, der Gerichtspathologe Henning Kirchhoff, Nicola Engel und Cem Altunay sind wieder mit von der Partie und ihre Charaktere gut erkennbar gezeichnet. Doch auch der neuer Kollege Tariq Omari bringt Abwechslung in die Truppe. Er ist ein hochintelligenter Syrer mit einem photografischen Gedächtnis und hat die Dialoge erfrischend bereichert. 


Nele Neuhaus hat ein Händchen dafür, ihre Leser auf die falsche Fährte zu führen. Dank einiger Spurensuche im dunklen Wald und unerwarteten Handlungen und Ereignissen bleibt die Spannung relativ konstant auf einem hohen Level. Auch bleiben das Motiv und der Täter bis zum Ende offen und so kann man gar nicht anders als das Buch durchlesen. Die bildhafte Sprache und die vielseitigen Stimmungsbilder und Personenbefragungen innerhalb der Figuren führen den Leser unterhaltsam durch den Krimi. Doch wie gesagt, man muss schon ein aufmerksamer Leser sein, um das Ganze zu durchschauen.  



"Im Wald" sorgt mit seiner komplexen Handlung und einer gut durchdachten Story für fesselnde Lesestunden. Auch das Ermittlerteam hat mich gut unterhalten, besonders der Neue, Tariq Omari, hat sich gut eingeführt.   

*** Dieses Buch wurde mir von vorablesen als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt! Herzlichen Dank auch an den Verlag!***  




Montag, 24. Oktober 2016

Mordsmäßig verstrickt - Saskia Louis

Humorvoll, spritziger Frauenkrimi

 

Mit "Mordsmäßig verstrickt" schrieb die deutsche Autorin Saskia Louis den zweiten Band ihrer Krimireihe um Louisa Manu. Der Frauenkrimi erscheint bei dp DIGITAL PUBLISHERS.


Louisa Manu, die flotte Blumenladeninhaberin, wird erneut zur Hobbyermittlerin wider Willen. Denn schon wieder ist sie über eine Leiche gestolpert und ihre Neugier, sowie ihr Helfersyndrom lassen sie keine Ruhe geben, bis sie den Täter hautnah aufgespürt hat. Das ist ihrem Freund Josh Rispo natürlich ein Dorn im Auge, schliesslich ist er der Kommissar und möchte Louisa gern aus allen gefährlichen Dingen raushalten. Unweigerlich kommen sie sich immer wieder in die Quere, aber auch privat sprühen die Funken.  




Auch dieses Mal hat mich dieses Buch wieder begeistert und mit vielen spritzigen und schlagfertigen Sprüchen gut unterhalten.

 
Nachdem Louisas Paketbote von ihr tot aufgefunden wurde, wird der Sohn ihrer tüddeligen Mitarbeiterin Trudi als Verdächtiger festgenommen. Das sich Louisa mit ihrem Helfersyndrom jetzt einmischt ist ganz klar. Ihre Trudi ist ihr zu sehr ans Herz gewachsen, um ihren Kummer ertragen zu können.  


Es ist sympathisch, wie Louisa sich mit ihrer liebenswürdigen Art in die Ermittlung stürzt und natürlich gibt das auch wieder Reibereien mit ihrem Schwarm Josh Rispo. Doch genauso gibt es auch romantische Begegnungen, die auf eine engere Beziehung zwischen den beiden Verliebten hoffen lassen. 



Dieses Buch ist wieder genauso toll und erfrischend wie der erste Band. Louisa ist erneut in einen Mordfall geraten und lässt sich um nichts in der Welt davon abhalten, hier ihre Nase in die Ermittlung zu stecken. Das Ganze ist äußerst spannend gemacht, allerdings überwiegt der Chick Lit - Anteil. Die Suche nach dem Täter wurde auf eine kurzweilige Weise zu einem unterhaltsamen Erlebnis, bei dem das Motiv leicht ahnbar war, aber dennoch logisch und gut nachvollziehbar aufgeklärt wurde.

Die Sprüche und die Ironie von Louisa gefallen mir immer besser und die verschiedenen Charaktere lassen gute Unterhaltung zu. Hier sind einige Figuren zu finden, die mit ihren Eigenheiten oder Unarten für Aufregung sorgen.

Der Schreibstil von Saskia Louis ist unerhört locker, erfrischend und mitnehmend. Man kann gar nicht anders, als das Buch in einem Rutsch zu lesen!


Dies ist ein erfrischender 2. Band einer amüsanten Reihe um eine erstaunliche Hobbyermittlerin. Chick-Lit auf höchstem Niveau machen das Lesen zum Vergnügen.



***Leserunde von lovelybooks - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches und an die nette Leserunde mit der Autorin!***



Montagsfrage # 13




 

Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!

 

Diese Woche heißt die Frage: 

 

Welche 5 Eigenarten/Verhaltensweisen zeichnen dich - vom Lesen abgesehen - als Bücherwurm aus?

 

1. Ich gehe mit Büchern äußerst pfleglich um, also ich knicke keine Seiten oder markiere niemals mit Stiften im Buch. Der Schutzumschlag kommt immer sofort ab und wird vorsichtig zur Seite gelegt. Wenn mir mal ein Buch herunter fällt, bin ICH richtig geknickt. Und Eselsohren gehen schon mal gar nicht!!!

2. Wenn ich eine Buchhandlung sehe, muss ich einfach hinein gehen. Das kann dann schon mal dauern, weiß mein Mann ein Lied von zu singen.  

3. In besagten Buchläden gehe ich gerne nach dem Durchstöbern oder Kaufen an den Regalen vorbei und zähle die Bücher, die ich schon gelesen habe und die aktuell zu kaufen sind. Das erfüllt mich mit "Besitzerstolz" und Freude!

4. Wenn ich lese, kann es vorkommen, dass ich die Dinge, die dringend zu erledigen sind, nebenbei mache. Ich versuche zwar, das vollständig voneinander zu trennen, aber finde mich dann doch mal mit dem Buch im Waschkeller wieder.

5. "Nur noch dieses Kapitel!" oder "Ich lese nur noch die nächsten 10, 20 oder auch schon mal 100 Seiten!"

Solche Vorhaben verleiten mich zu immer neuen Kapiteln oder glatten Zahlen.



Habt ihr auch solche Angewohnheiten oder besser gesagt Macken? 
 

Sonntag, 23. Oktober 2016

Neuzugänge # 28

Der erste Nachtfrost zeigte sich heute früh auf den Dächern! Zeit für Aufräumen der Terrasse, Aufziehen der Winterreifen und natürlich für gemütliche Lesezeit im Warmen!   

Da passt es ganz prima, dass der nächste Lesenachschub bei mir eingetroffen ist. 
Während die Frankfurter Buchmesse ihre Tore geöffnet hat, geniesse ich lieber meine Bücher und bleibe dem Gedränge fern. 

Hier seht ihr meine Ausbeute der letzten Woche:





- "Nordische Nächte" von Tanja Blixen: dieses Buch der Autorin von "Jenseits von Afrika" enthält Kurzgeschichten und ich habe es vom Bloggerportal bekommen. 

- Jodi Picoults "Bis ans Ende der Geschichte" ist eine Neuauflage aus dem Penguin Verlag und handelt vom Holocaust. Ich habe schon viele begeisterte Stimmen über dieses Buch gehört. Es ist mir ebenfalls von Bloggerportal zugegangen.

- "Wintergewitter" ist ein Kriminalroman von Angelika Felenda. Es spielt um 1920 in München, "Kommissär Reitmeyer" ist aus dem Krieg zurückgekehrt und hat Traumata erlitten. Gegen seine Panikattacken spielt er Geige. Beruflich hat er alle Hände voll zu tun, denn die Schiebergeschäfte und Diebstähle häufen sich. Dieses Buch habe ich als vorablesen-Exemplar erhalten.

- "Mordmäßig verstrickt" von Saskia Louis ist der zweite Teil einer Frauenkrimi- reihe, zu der es gerade eine Leserunde bei lovelybooks gibt. Ich habe bereits den ersten Teil "Mordsmäßig unverblümt" gelesen und Hier
findet ihr meine Rezension dazu. 

-  Der Krimi "Liebe vertagen, Mörder jagen" ist eine Leihgabe meiner Buchfreundin Sarah. Vera Nentwich schreibt hier einen humorvollen Krimi mit einer herrlich chaotischen Ermittlerin. Ich bin gespannt! Und, danke Sarah! :-)


Kennt ihr eines dieser Bücher? 
Und nun widme ich mich mal meinem leckeren Frühstück! Euch allen einen schönen Sonntag und bis demnächst! 
Sommerlese


 

Samstag, 22. Oktober 2016

Euphoria - Lily King

Von großer Euphorie meinerseits keine Spur!


Der Roman "Euphoria" von Lily King wurde mit dem neu geschaffenen Kirkus Prize ausgezeichnet und von der New York Times unter die fünf besten literarischen Bücher des Jahres 2014 gewählt. Er erschien 2015 im C. H. Beck Verlag.


Neuguinea, Anfang der 1930er Jahre: Drei junge Ethnologen – die schon berühmte Amerikanerin Nell Stone, ihr Mann Fen und der Brite Andrew Bankson – stoßen nach Jahren einsamer Feldforschung aufeinander und entwickeln eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung. Nell und Fen beginnen gemeinsam mit Bankson das Volk der Tam zu erforschen.





Gleich vorab: Lily Kings Schreibstil ist berührend und zeigt tiefe Einblicke in emotionaler und bildhafter Weise von der Beziehung der drei Protagonisten und dem Stammesleben der fremden und faszinierenden Tam in Neu Guinea. Zeitweise fühle ich mich direkt vor diese exotische Kulisse versetzt. Aber leider nur zeitweise! Denn zu sehr erscheint dieser Roman als Beziehungsdrama, bei denen die Akteure mir nicht sonderlich nahe kommen.

Die Geschichte spielt um 1933 und Kings Hauptprotagonistin Nell Stone, lehnt sich an die real existierenden Personen Margaret Mead, Fortune und Bateson an. Mead war eine amerikanische Anthropologin aus den 30er Jahren, die die Salomonen und Neuguinea erforschte und mit ihrem Forschergeist ihrer Zeit weit vor war.

Kings Roman beschreibt einen fiktiven Aufenthalt im Dschungel am Sepik, bei dem das Forschungsziel das Volk der Tam ist, einem weiblich dominierten Stamm.

Die drei Forscher untersuchen die Tam jeder auf seine eigene Art und erkennt man schnell drei völlig verschiedene Charaktere. Sie haben bei ihren Forschungen ganz verschieden Herangehensweisen, was für entsprechend Konfliktpotentiol sorgt.

Nell versucht, die fremden Kulturen zu verstehen, ihre Sprache zu lernen und ihr Handeln in der Gemeinschaft zu begreifen. Sie beobachtet die Stammesmitglieder und hat als Frau starken Bezug zu den Personen.

Fen, Nells Mann taucht dagegen in das Stammesleben regelrecht ein. Er ist ein profitgetriebener Mensch und hat Probleme mit der Berühmtheit seiner Frau. Zu sehr ist er dem Konkurrenzdruck unterlegen.

Andrew Bankson lebt schon lange als Forscher, ist dementsprechend ausgehungert nach menschlicher Gesellschaft und hat einen gescheiterten Selbstmordversuch hinter sich. Er freundet sich mit Nell und Fen an, verliebt sich in Nell und bewundert ihren Tatendrang.


Lily King schafft die zwischenmenschlichen Verhältnisse mit gerade mal unterschwelligen Andeutungen entstehen zu lassen. Vieles wird gar nicht genau beschrieben und dennoch erhält man ein umfassendes Bild, indem man als Leser sich die Zwischenräume zusammenreimt.


Meines Erachtens nach baut sich die Dreiecksgeschichte als Hauptthema auf und drückt die Forschung und den exotischen Hanflungsort in den Hintergrund. Dabei hätte ich gerade über das Stammesleben mehr erfahren. Was anfangs noch lebendig geschildet wird, gerade das Aufeinandertreffen und die Verständnisprobleme durch Sprachbarrieren, verliert sich schliesslich in Floskeln wie dem Willkommensgruß "Baya Ban".

Die Erzählperspektive springt zwischen den Figuren hin und her. Es werden Briefe und Forschungsergebnisse beschrieben und man bekommt einen vagen Eindruck über das Arbeiten von Ethnologen. Leider sind die erwähnten Stämme nur fiktiv, wie King in ihrem Nachwort erwähnt. Hier hatte ich mehr reale Grundlagen erwartet.

Dabei vermag King interessant zu erzählen und zeigt eine Atmosphäre voller Liebe und Leidenschaften. Eine ausgelebte Euphorie, die jedoch im Untergang endet.



Dieses Buch zeigt vordergründig eine Beziehungsgeschichte, die vor dem Hintergrund der Tropen und ihrer Stämme gezeigt wird. Das allerdings auch so in Bruchstücken, das ein einheitliches Bild fehlt.








Freitag, 21. Oktober 2016

Freitags-Füller # 10

Es ist wieder Zeit für den Freitags-Füller!



 

Dies ist ein Projekt von Barbara auf  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen:

 

1.  Muss man eigentlich, wenn man einen Blog hat, an jedem Internet-Aufruf teilnehmen? Nur um der Allgemeinheit zu zeigen, dass man im Trend liegt und wie ein Lemming mitschießt? 

2. Ich konnte in meiner Kindheit unbewacht durch Handy-Ortung oder ständige Kontrolle der Eltern noch richtig schön draußen spielen und durch die Gegend stromern als ich jung war .


3. Der Geruch von gepellten Mandarinen, Äpfeln und im Backofen zubereiteten Gerichten läutet das letzte Jahresdrittel ein.  


4. Als mich heute morgen draußen dichter Nebel begrüßt hat, habe ich gedacht: was soll das? 


5. Meine Mutter sagte bei schwierigen Aufgaben immer, es wird wieder Licht am Ende des Tunnels! 


6. Auch die dunkle Jahreszeit hält viele schöne gemütliche und erlebnisreiche Stunden bereit und wird vorbeigehen .
  

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein gemütliches Chortreffen mit Wein, Weib/Mann und Gesang, morgen habe ich noch gar nichts Spezielles geplant und Sonntag möchte ich mal wieder backen!


Und was geht bei euch so ab?

 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Sizilianische Rache - Ann Baiano

Krimispagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart 


Der Krimi "Sizilianische Rache" ist der zweite Teil einer Reihe um Luca Santangelo von Ann Baiano. Der Krimi erscheint im Goldmann Verlag

Diego, der Sohn des Journalisten Luca Santangelo, wird des Mordes verdächtigt. Mit seiner Freundin Guilia unternimmt er nachts eine Spritztour zur Insel Mozia, wo sich ein archäologisches Museum befindet. Diego findet die Leiche von Giacomo Leoni, ein Studienkollege von ihm. Gleichzeitig wurde der Jüngling von Mozia, eine phönizische Statue, gestohlen. Diego wird des Mordes verdächtigt und Luca bringt sich als Privatermittler ein. Auch sein Freund Silvio unterstützt ihn, doch er kommt wenig später bei einem Autounfall ums Leben. Jetzt wird klar, hier will jemand irgendetwas geheim halten und dazu ist ihm jedes Mittel recht.




"Sizilianische Rache" ist bereits der zweite Band der Reihe um den Ermittler Luca Santangelo. Auch wenn ich den ersten Teil nicht kenne, war ich sofort mitten im Geschehen und hatte keine Verständnisprobleme. Es gibt allerdings einige Handlungsstränge, die verschiedene Familien beschreiben und auch weit in die Vergangenheit ins Jahr 1914 hineinreichen. Hier muss man die Personen für sich etwas ordnen und bekommt im Verlauf der Lektüre einen umfassenden Überblick. 

Luca Santangelo ist eigentlich Journalist, doch jetzt geht es um seinen Sohn und er versucht, entlastende Beweise in diesem Mordfall zu suchen. Luca wirkt recht sympathisch, hat eine intelligente und einnehmende Lebensgefährtin, Ada, und ist froh, wenn ihn seine Ex-Frau, eine ziemlich schwierige Person, in Ruhe lässt. Es beginnt eine aufregende Suche nach dem richtigen Mörder. Luca kennt keine Berührungsängste und fühlt den Leuten auf den Zahn, ungeachtet ihrer Stellung oder ihres Gebahrens.



Ann Baiano merkt man ihre Vorliebe zu Sizilien direkt beim Lesen an. Sie lässt uns teilhaben an der sommerlichen Atmosphäre dieser schönen Landschaft, aber auch an der besonderen Lebensart der Sizilianer. Man fährt Motorroller, trinkt Espresso und Marsala, isst Antipasti und entgeht der mittäglichen Hitze bei einer Siesta. Wir erleben in beschreibenden Rückblenden wie hier an der Küste schon seit Generationen der Thunfischfang durchgeführt wurde und erfahren wie dieser früher die größte Einkommensquelle darstellte.

Ann Baiano schreibt wunderbar flüssig und entspannend, ohne dass die Krimispannung leidet. Außerdem ist die Geschichte Siziliens und insbesondere der Thunfischfang absolut bildhaft dargestellt. Sie zeigt sehr anschaulich die alte Tradition des Thunfischfangs, Mattanza genannt und führt den Leser außerdem ein in eine sagenhafte Welt alter phönizischer Gottheiten und abergläubischer Sagen. 


Das ist nicht immer einfach zu verstehen, gerade die personellen und inhaltlichen Verknüpfungen zwischen früher und heute muss man erst mal begreifen. Sehr besonders sind ihre gut gezeichneten Charakterbeschreibungen, die sie mit Eigenarten, speziellen Wünschen und Lebensvorstellungen ausstattet und die regelrecht zu leben scheinen. Diese Wünsche bringen Menschen mitunter dazu, kriminelle Taten zu begehen, wie Luca Santangelo schliesslich feststellt.


Mich hat dieser vielschichtige Kriminalroman mit seiner spannenden Handlung und mit den sizilianischen Flair mitgenommen und mit der Mattanza, der alten Form des Thunfischfangs, gut unterhalten.


***Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal Randomhouse! ***



Dienstag, 18. Oktober 2016

DNA - Yrsa Sigurdadóttir

Neues isländisches Ermittlerpaar

Tolle Sprache, interessante Thematik, aber nicht als absolut packender Thriller umgesetzt! Mochte ich dennoch!

 

Der Thriller "DNA" von Yrsa Sigurdadóttir bildet den Auftakt einer neuen Krimiserie, die in Island spielt. Das Buch erscheint im btb Verlag.


In Reykjavik wird die kleine Margrét Zeugin, wie ihre Mutter Elísa nachts von einem Mann in ihrer Wohnung brutal ermordet wird. Einige Zeit später kommt eine weitere Frau auf ähnlich grausame Weise ums Leben. Kommissar Huldar vermutet einen Zusammenhang zwischen den Fällen. Das traumatisierte Mädchen wird von der Psychologin Freyja betreut und vorsichtig befragt.
Währenddessen entdeckt der Amateurfunker Karl einen geheimnisvollen isländischen Zahlensender, auf dem zeitweise eine scheinbar sinnlos wirkende Zahlenkolonne gesendet wird. Wie steht das im Zusammenhang zu den Morden? 



Der Thriller beginnt mit einem ergreifenden Prolog, in dem die Trennung von Geschwistern im Jahr 1987 gezeigt wird.
Dann beginnt die Überfallhandlung, bei der die kleine Margrét anwesend ist, als ein gewaltätiger Mann ihre Mutter grausam ermordet. 



Dieser Thriller wird durch den angenehmen Schreibstil zu einem Lesegenuss. Man ist sofort in der Handlung gefangen und versucht die Mordfälle mit dem Prolog in Verbindung zu bringen. 



Die Autorin spielt mit häufigen Perspektivwechseln und baut so die verschiedenen Vorgänge und Sichtweisen zu einem Ganzen zusammen.
Sie benutzt Mordmethoden, die in ihrer Art wirklich außerordentlich grausam sind, aber nur ansatzweise beschrieben werden. Die Beschreibungen empfinde ich als erträglich, das Meiste spielt sich dann allerdings in der eigenen gedanklichen Vorstellung ab.


Huldar und Freyja treffen aufeinander und kennen sich von einer gemeinsam verbrachten Nacht. Doch Freyja kennt Huldar nur unter falschem Namen. Für eine Zusammenarbeit nicht gerade gute Voraussetzungen, aber für eine Krimireihe bietet sich viel Entwicklungspotenzial. 



Huldar leitet die Ermittlungen und Freyja hat als Psychologin die Aufgabe, die Befragung von Margrét durchzuführen. Sie geht sensibel auf das Kind ein und erhält nach und nach wichtige Informationen über den Täter. Freyja ist mir durchweg sympathisch, was ich von Huldar nicht sagen kann. Er wirkt auf mich ständig müde und macht Fehler und ist ohne Gewissensbisse hinter vielen Frauen her, achtet dabei nicht mal die Frauen von Kollegen. Ein echter Unsympath, der sich erst noch seine Lorbeeren verdienen muss. 



Bei den Ermittlungen laufen die Spuren ins Leere. Etliche Personen geraten in den Kreis der Verdächtigen und die gefunkten Zahlencodes bringen dem Leser nicht die gewünschten Informationen. Hier gibt es einige Längen, auch das Umfeld der Personen wird mir zu ausführlich behandelt. 


Der Titel und die drei getrennten Geschwister haben mir dann Anhaltspunkte zum Täter gegeben, ich ahnte die Zusammenhänge, konnte ihn jedoch nicht namentlich benennen. Das ist eine besondere Finte der Autorin und machte für mich den eigentlichen Spannungsmoment aus.


Die Autorin beweist in diesem Buch bei ihren Charakterdarstellungen eine einfühlsame Menschenkenntnis. Das zeigt sich besonders in der Ansicht der kleinen Margrét. Aber auch die anderen Personen sind lebensnah gezeichnet.



Letztendlich hat mir bei diesem Thrillerauftakt die Idee hinter der Handlung und der ansprechende Schreibstil gut gefallen, obwohl mir wie gesagt zwischendurch die Hochspannung fehlte.



*** Dieses Buch wurde mir von Bücher.de als Buchflüsterin zur Verfügung gestellt! Herzlichen Dank dafür!***   





Neuzugänge # 27

Hallo meine liebe Bücherfreunde im goldenen Oktober!  

Ist es nicht schön draußen? So ein wunderschön goldener Oktober, der noch einmal alle Farben der Natur aufs Parkett bringt.
Das ist so schön mit der Laubfärbung und ich geniesse das richtig, auch wenn die Blätter bald wieder ordentlich nerven, wenn man sie zusammen fegen oder harken muss.

Doch nun zu meinem Neuzugängen, jetzt ist mal wieder Krimizeit angesagt und darauf freue ich mich schon sehr! 
Hier sind die beiden neuen Krimis zu sehen und schon die Cover gefallen mir richtig gut. 
 


Ann Baiano hat den zweiten Teil ihrer Krimireihe um Luca Santangelo geschrieben und mit Sizilianischer Rache erlebt man einen lebendigen Ausflug ins pralle italienische Leben mit. Dazu noch den ein oder anderen Mord, Diebstahl und als ganz besonderes Highlight die Besonderheiten der Thunfischjagd als wäre man mittendrin. 
Dieses Buch lese ich gerade, bin fast fertig und ich kann es jetzt schon empfehlen!

Dann erreichte mich der neue Krimi von Nele Neuhaus, es ist der Titel Im Wald. Ich war sehr verwundert, denn es ist ein ordentlicher Wälzer von 553 Seiten, der dieses Mal in Oliver von Bodensteins Vergangenheit führt und ein Kindheitstrauma aufzeigt, das ihn noch heute nicht losgelassen hat. 

Man darf gespannt sein und ich freue mich auf diese Bücher! 

Eine goldene Oktoberzeit wünsche ich euch, 
eure Sommerlese! 

Montag, 17. Oktober 2016

Rost auf dem Fahrrad - Saskia Louis

Einfühlsam, wehmütig und schön geschriebene Kurz-Geschichte!


Der Zahn der Zeit


Der booksnacks.de Verlag verlegt kleine Kurzgeschichten als E-Books. "Rost auf dem Fahrrad" von Saskia Louis ist eine melancholische Geschichte über einen alten Mann und sein altes Rad.


Was haben ein alter Mann und ein rostiges Fahrrad gemeinsam? Sie haben beide eine Geschichte zu erzählen.
 


Ein alter Mann fährt mit seinem Rad und betrachtet es genauer, dabei bemerkt er die Spuren, die das Leben auf ihm hinterlassen hat: Rost, Dellen und Abnutzungserscheinungen.
Er sinniert darüber, vergleicht sich mit dem Rad und findet viel Vergleichbares. Auch bei ihm sind Spuren des Lebens zu finden. Der Verlust seiner Frau macht ihm zu schaffen. Mehr möchte ich nicht zum Inhalt erzählen.  



Diese Geschichte hat mir so gut gefallen, weil sie Stimmungen sehr authentisch wiedergibt, man sofort mitten im Geschehen ist und auch die Emotionen des alten Mannes gut nachfühlbar sind.
Er und sein Rad. Sie haben schon viele Dinge zusammen erlebt. Sind weit zusammen gefahren. Es ist nicht mehr so schön wie es einmal war, aber auch an ihm hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen.

Leider war das Booksnack dann auch schon wieder vorbei. Doch man erlebt einen intensiven Lesegenuss, der noch ein wenig nachhallt und im Innern aufrührt. Man wird nachdenklich und fühlt mit dem Mann tief berührt mit.
Mehr kann eine Geschichte nicht geben!

Gefangen genommen hat mich auch der Schreibstil von Saskia Louis. Sie schreibt wortgewandt, präzise und zeigt intensive, melancholische Beschreibungen, die manchmal in umfangreichen Büchern nicht zu finden sind. Bei ihrer Geschichte ist alles ausgefeilt und die Handlung trotz der Kürze dennoch komplett.


Im Anschluss an den Booksnack findet der Leser noch eine Leseprobe zu einem weiteren buch von Saskia Louis. Wer einmal ihren Stil liebt, wird weitere Bücher lesen wollen. 



Dieser Booksnack lässt den Leser kurz die Welt um sich vergessen, eintauchen und innehalten. Ein Leseerlebnis der kurzen, aber auch der besonderen Art für kurze Pausen. 




Montagsfrage # 12




 

Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!

 

Diese Woche heißt die Frage: 

 

Welcher Einzelband steht bei dir aktuell als nächstes auf dem Leseplan?

Diese Frage muss ich etwas abändern, denn ich lese meistens mehrere Bücher parallel.

Zur Zeit ist das einmal der Krimi Sizilianische Rache von Ann Baiano. Dieser führt auf ein kleines Inselchen namens Mozia direkt vor der Stiefelspitze Italiens. Es wird Marsala getrunken, nach italienischer Lebensart gelebt und der erste Mord ist gerade geschehen. Der Verdächtige Diego ruft seinen Vater Luca, einen Journaisten zu Hilfe. Die Ermittlungen beginnen und führen weit in die Vergangenheit zurück. 

Das zweite Buch ist Euphoria von Lily King. Lange schmorte dieses Buch auf meinem Lesestapel, denn immer waren Leserunden oder andere Bücher vorrangig. Jetzt war eine kleine Pause da, kein Buch rief laut "Hallo!" und ich habe es mir endlich vorgenommen. Ein schöner Roman, der in eine andere Zeit, aber auch in eine andere Welt, nämlich in die von Neuguinea führt. 


Kennt ihr diese Bücher und was lest ihr so? 
Liebe Grüße und eine gute Woche,
Sommerlese!

Sonntag, 16. Oktober 2016

Achtung, Arbeitseinsatz auf dem Blog!!!

Wenn man keine Arbeit hat, macht man sich welche!


Das ist zwar ein blöder Spruch, aber manchmal stimmt er leider.
So wie jetzt bei mir, ich habe versehentlich die komplette Liste der Rezensionen-Übersicht gelöscht. Einfach mal so, aber auch ohne echte Absicht, dass könnt ihr mir glauben!

Jetzt füge ich emsig wie ein Eichhörnchen die ganzen Rezensionen samt Links wieder neu ein. Ein Zeitvertreib, den ich eigentlich nicht brauchte, doch danach fragt ja keiner! :-(

Ich habe im Oktober 2016 begonnen und bin "schon" beim August 2016 angelangt, ihr seht, es kann noch eine ganze Weile dauern.
Bitte habt Geduld, wenn ihr in der Übersicht etwas suchen wollt!

Wenn ich alles wieder aktualisiert habe, starte ich ein Gewinnspiel! 


Es wird einige Reziexemplare geben, die nur einmal von mir gelesen wurden und vielleicht findet ihr ja euer Wunschbuch darunter. 

Also, ich tippe mal lustig weiter... mal sehen, wie weit ich heute noch komme! Geht ja leider alles von meiner Lesezeit ab, doch der Sonntag war dennoch toll. Wir hatten lieben Frühstücksbesuch und haben anschließend beim Spaziergang die Sonne genossen.


Euch noch einen schönen Sonntagabend, 
eure Sommerlese!

Die Akte Zodiac 4 - Linus Geschke

Der Killer wird gefasst 



Der vierte Teil beendet die Kurzthrillerreihe "Die Akte Zodiac" von Linus Geschke aus dem Edel Elements Verlag.



"Der Mensch ist das gefährlichste Wild von uns allen..."

Endlich wird das Rätsel um den Nachahmer des legendären Zodiac aus Amerika aufgelöst und der Täter gefasst. Dabei gibt es eine gefährliche Situation, in der Eva und Marco sich dem Täter nähern, um Philipp zu retten. Das Ende des Buches ist der wahre Höhepunkt der vierteiligen Buchreihe und wird noch einmal richtig spannend.


Profiler Marco Brock hat sich mit allen Fällen des Zodiac und den aktuellen Fällen befasst und nun endlich das Gedankenschema des Täters durchschaut und begibt sich mit Eva in die Grube des Löwen. Es gibt einen rasanten Showdown, in dem der Serienmörder enttarnt wird und für die Folgen seines Handelns büßen muss.  



Mir hat der Schreibstil gut gefallen, er ist sehr flüssig und eindeutig.
Die Handlung zeigt neben viel Spannung einen durchgängig logischen Aufbau und mit den Schauplatzbeschreibungen auch eine nachvollziehbare Atmosphäre.
Gerade die vielfältigen Perspektivwechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart halten dem Leser die brutale Gewalt des legendären Zodiact vor Augen und machen die brisante Thematik alter Fälle auf den gegenwärtigen Killer nur zu deutlich.
Wie viele Menschen hier wegen eines einzigen Mörders Leid und Tod erfuhren, ist unermesslich und absolut unfassbar.

Anfangs hat es mich sehr gestört, hier eine einzige Thrillerhandlung gestückelt in 4 Teile lesen zu müssen. Doch ich war in der Geschichte gefangen und kann die Verkaufsstrategie des Verlages verstehen. Neugier und Spannung verkauft sich gut, auch in Teilen!

Während der Lektüre hatte ich zwei Verdächtige auserkoren, die sich dann aber als Mitbeteiligter und als absolut Unschuldiger herausstellten. Soviel zu der Frage nach dem Täter. Linus Geschke hat hier die Leser an der Nase herum geführt und viele Spuren gelegt. Aber auch die Aufarbeitung der realen Fälle des Zodiac sind ihm gut gelungen. Diesem Buch muss eine umfassende Recherche vorangegangen sein, denn die hinterher aufgetretenen Fragen und Fehler der Policeofficer sind ebenfalls im Buch aufgeführt.
 


Für diesen würdigen Abschluss der Reihe vergebe ich 5 Sterne. Ein unaufgeklärter Fall aus der Vergangenheit ist die Grundlage für diesen Plot, der mich beeindruckt hat.