Freitag, 31. März 2017

Freitags-Füller # 32


Es ist wieder Zeit für den Freitags-Füller! Der Frühling lässt sich jetzt nicht mehr verleugnen, die Mandelbäumchen blühen, die Vögel singen und die Tage werden wieder länger. So kann es weiter gehen, ein schönes Wochenende für euch alle!




 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

  FRÜHLINGS-FREITAGSFÜLLER

 

1. Tief durchatmen und die aufblühende Natur auf der Terrasse mit einem guten Buch geniessen, so kann es Sommer werden! 

 

2. Entgegen aller Vorhaben geht das Leben seine schicksalshaften Wege und darum sagt man : "sag niemals nie"!

 


3. Was ist, wenn die Bienen wirklich aussterben? Was wird dann nur aus all den Obstbäumen, der Natur und den Menschen?



4. Dank der wärmeren Temperaturen und dem herrlichen Sonnenschein steigen meine Eis-Gelüste. 

 


5. Mein Fernseher ist seit gestern umgeschaltet auf HD und die Programme mussten erst einmal neu geordnet werden. 


6. Eine Fahrt ins Blaue ist wunderbar und manchmal so erholsam wie ein Kurzurlaub. 

  

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine schöne Chorprobe, morgen habe ich noch nichts besonderes geplant und Sonntag möchte ich mit meiner Familie grillen. 



 

 

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

Sommerlese! 

 

Donnerstag, 30. März 2017

Top Ten Thursday # 18




Donnerstag ist TTT Top Ten Thursday bei Steffis Bücher Bloggeria. Worum geht es beim TTT? Es geht um Listen, natürlich um Bücherlisten und jeden Donnerstag gibt es eine neue Aufgabe/Frage bei der man seine persönliche Top Ten zusammenstellen kann. Schaut doch einfach mal vorbei!

Das heutige Thema lautet:


  10 Bücher, deren Titel mit einem "G" beginnen:

 Wenn ihr auf das Cover klickt, gelangt ihr zur Rezi!


http://sommerlese.blogspot.de/2017/01/grienockerlaffare-rita-falk.html


http://sommerlese.blogspot.de/2017/02/gestorben-wird-immer-alexandra-frohlich.html

http://sommerlese.blogspot.de/2017/03/gefahrliche-ernte-yann-sola.html




















Klick



http://sommerlese.blogspot.de/2016/07/glitzer-glamour-wasserleiche-tatjana.html

http://sommerlese.blogspot.de/2016/11/grill-den-henssler-steffen-henssler.html

http://sommerlese.blogspot.de/2016/12/geheimnis-in-wei-j-jefferson-farjeon.html

http://sommerlese.blogspot.de/2016/09/grausame-nacht-linda-castillo.html

http://sommerlese.blogspot.de/2015/12/grimmbart-von-klupfelkobr.html


http://sommerlese.blogspot.de/2015/10/gute-tochter.html


Welche Bücher kennt ihr und habt sie bereits gelesen


Liebe Grüße

Sommerlese

Mittwoch, 29. März 2017

Die Festung am Rhein - Maria W. Peter

Ein eindrucksvoller historischer Roman vom Rhein


Passend zum 200. Jubiläum der Festung Ehrenbreitstein erscheint der historische Roman "Die Festung am Rhein" von Autorin Maria W. Peter 2017 im Bastei Lübbe Verlag.


1817 begann der Bau der preußischen Feste Ehrenbreitstein hoch über dem Rhein und der Mosel in Coblenz.
Am Bau beteiligt ist der pflichtbewusste preußische Leutnant Rudolph Harten. Als geheime Baupläne verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Ihm wird der Verkauf der Pläne an die Franzosen vorgeworfen, ihr gemeinsamer Vater war ein französischer Offizier Napoleons.
Franziska will Christians Unschuld beweisen und ersinnt einen gefährlichen Plan, bei dem sie immer wieder auf Rudolph Harten trifft. Auch er sucht den Verräter und langsam aber sicher kommen sie sich dabei näher als ihnen lieb ist. 




 
"Plötzlich war sie wieder da, die alte Feindschaft, die unterschiedlichen Welten, die sie weiter voneinander trennten als der Rhein das eine Ufer vom anderen." Zitat
 
Dieser Roman hat mich gut unterhalten und mitgenommen auf eine spannende Suche nach einem Verräter. Dabei wurde ich auch geschichtlich gut informiert und anschaulich in eine Zeit zurückversetzt, als Verbindungen zwischen Preußen und Franzosen nicht geduldet wurden.
Ich konnte wunderbar in die Handlung eintauchen und wurde einfach mitgerissen von den spannenden Wendungen und der zarten, aber unsäglichen Liebesgeschichte zwischen Franziska und Rudolph.
Diese Verbindung zwischen einem Protestanten und einer Katholikin wurde damals nicht geduldet.


Der Autorin ist es dank ausführlicher Recherche wieder bestens gelungen, die historischen Grundlagen verständlich und authentisch in den Roman einzubinden.
Die traumatischen Erlebnisse der napoleonischen Kriege zeigen sich durch die Person Rudolphs beängstigend nah. Auch die wenigen ärztlichen Möglichkeiten werden aufgezeigt.


Man kann sich ein deutliches Bild davon machen, wie die religiösen und standesmäßigen Unterschiede damals das Leben eines Menschen bestimmten. Aber auch die Lebensumstände der Bewohner am Rhein und ihre finanzielle Situation werden sehr deutlich geschildert. Das Rheinland war tief im Katholizismus verwurzelt und durch die französische Herrschaft eher dem Geist der Revolution verpflichtet, sie standen den konservativen protestantischen Preußen eher feindlich gesonnen gegenüber. Doch die Preußen brachten einige positive Änderungen in diesen Landstrich, die dank Schulreform, neu eingeführte Verwaltung und technische und medizinische Fortschritte der Bevölkerung zugute kam.


Mir hat es gefallen wie sich die Charaktere Franziska und Rudolph im Handlungsverlauf gedanklich mit den religiösen Schwierigkeiten ihrer Verbindung auseinandergesetzt haben. Auch die Unterschiede ihrer Herkunft machten einen großen Teil des Interesses für die Gegend und die Menschen dort aus. Wie sich hier am Rhein alle möglichen Landsleute aus Berlin, Oberschlesien und anderswo verdingen mussten, zeigt Maria W. Peter durch die vielen eingebauten Dialekte. Das bringt eine anschauliche Szenerie mit sich, die sehr lebensnah wirkt.


Meine Vermutung nach dem eigentlichen Verräter hat sich im Roman bestätigt, es war nicht schwer, ihm auf die Schliche zu kommen. Jedoch hat sein spezielles Motiv mich dann doch überrascht.


Dieser Roman hat mit seinem facettenreichen Bild der vielfältig geprägten Bevölkerung und der Darstellung von entgegengesetzten politischen und gesellschaftlichen Strömungen ein eindrucksvolles Sichtfenster dieser Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts gezeichnet.

In einem ausführlichen Nachwort gibt die Autorin noch einen historisch erklärenden Überblick über das Rheinland. Hier kann man versäumtes Geschichtswissen schnell nachholen.


Die Geschichte um Franziska und Rudolph ist spannend zu verfolgen. Wie die Menschen damals am Rhein gelebt haben, kann man im Roman verstehen lernen.
Große Leseempfehlung von mir!



***Herzlichen Dank an Maria W. Peter für das Interesse an meine Meinung zu ihrem Roman! Ich habe mich sehr gefreut, von ihr dieses Buch zugeschickt zu bekommen.***  






PS: Hier gibt es die Rezi zu Die Küsten der Freiheit, einem Epos von Maria W. Peter aus Amerika.


Unsere Seelen bei Nacht - Kent Haruf

Einsamkeit macht krank

 

Der Roman "Unsere Seelen bei Nacht" von Kent Haruf ist sein letzter Roman, er starb im Jahr 2014. Die deutsche Ausgabe erscheint 2017 im Diogenes Verlag.

Holt ist eine Kleinstadt in Colorado. Als Addie bei ihrem Nachbarn Louis klingelt, macht sie ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag: Ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte? Beide sind über 70 und verwitwet. Louis lässt sich darauf ein. Und so liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihre Leben. Doch ihre Beziehung weckt in dem Städtchen Argwohn und Missgunst.






"Ich fürchte, wir werden die ganze Nacht so getrennt liegen. Dann schicke ich dir ein paar warme Gedanken. Aber keine zu anzüglichen. Sie könnten meinen Schlaf stören. Das weiß man nie." Zitat S. 87

Dieses Buch erzählt die späte Liebesgeschichte des verwitweten Louis und seiner verwitweten Nachbarin Addie. Beide sind verwitwet, leben seit Jahren Haus an Haus in Holt und kennen sich dennoch sehr wenig. Solange bis Addie Moore bei Louis Waters klingelte, um ihm ein Angebot zu machen.
Sie fühlt sich in der Nacht häufig allein und möchte das ändern. Dabei geht es ihr nicht um Sex, sondern nur um Gesellschaft und den Wunsch, ihrer Einsamkeit zu entrinnen.
Louis mag Addie und so verbringen sie die Nächte nebeneinander in Addies Bett, während sie sich unterhalten und über ihr Leben, ihre Fehler und Schicksalsschläge berichten. Aber auch tagsüber unternehmen sie gemeinsam etwas, immer missgünstig beäugt von anderen Menschen, die ihre Beziehung intolerant kritisch sehen.   


Die Protagonisten wirken sehr authentisch, dabei sehr ruhig und harmonisch und absolut lebenserfahren. Man merkt, wie die gemeinsame Nähe ihnen wieder mehr Lebensfreude und Energie in ihren Alltag bringt. Dabei scheren sie sich nicht um die Gedanken und Moral anderer, sie trotzen den üblichen Konventionen. Es ist ihnen egal, was andere von ihnen denken.
in diese Situation hinein bekommt Addie Besuch von ihrem Enkel Jamie. Dieser bereichert das Leben der alten Leute und auch sie können ihm viel von sich geben. Sie werden fast wie eine kleine Familie. Es entwickelt sich ein Glücksgefühl, das auf den Leser übergeht.

Man muss das Glück ins Leben lassen, sich auf Abenteuer einlassen, um selbst glücklich werden zu können.

Der Schreibstil von Kent Haruf ist sehr einfach und schlicht, er beschreibt lediglich die wesentlichen Dinge. Alles wird in direkter Rede erzählt, es kommen jedoch keine Emotionen oder Gefühle zum tragen. Dennoch bringt das Buch seine Aussage ganz klar zum Ausdruck. 
Ich hätte mir mehr Selbstreflexion von Addie und Louis gewünscht. Da dieses Buch verfilmt wird, liegt es an den Schauspielern, ob oder wie sie Emotionen sichtbar machen.  



Dieses Buch liest sich gut, es polarisiert, indem es das Zusammensein älterer Menschen zeigt. Aber Einsamkeit macht krank, deswegen berührt mich dieses Buch in besonderer Weise.




Dienstag, 28. März 2017

Gemeinsam Lesen # 6





Diese Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.  




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 


Die Festung am Rhein von Maria W. Peter

Eine gigantische Festung, ein teuflischer Verrat und eine verbotene Liebe Coblenz, 1822: Hoch über der Stadt entsteht die preußische Feste Ehrenbreitstein. Als geheime Baupläne verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Sie versucht, die Sache aufzuklären und seine Unschuld zu beweisen.




2. Der erst Satz auf meiner aktuellen Seite lautet:  
 
Ich bin auf Seite 414


"Ganz sicher hatte sich der Pionier nicht eigenhändig an den Rand des Grabes gebracht."  



3. Was willst du zu deinem aktuellen Buch loswerden?

Man taucht automatisch ein in eine Zeit, die von der Zeit des napoleonischen Kriegs geprägt wurde. Franzosen sind daher nicht so gern gesehen und bei manchen Menschen auch verhasst. Es entspinnt sich eine Liebesgeschichte vor dem historischen Hintergrund.      

4. Hörst du gerne Hörbücher? Und ist Hörbücher Hören für dich gleichwertig wie Lesen?

Eher nicht, muss ich da leider sagen. Wenn es auch einige Ausnahmen gibt, aber bei einem Hörbuch bekomme ich einfach nicht alles mit. Ich bin kein akustischer Typ, ich muss wichtige Sachen geschrieben sehen, um sie mir zu merken. 
Die Hörbücher, die ich bereits gehört habe, enthielten immer wieder Passagen, bei denen mir nicht alles bewusst wurde. Bei leichter Unterhaltung kann das ja noch angehen, aber bei anspruchsvollen Romanen geht das einfach nicht. 
 
Manche Hörbücher habe ich nur wegen der tollen Sprecherstimmen gehört. Besonders liebe ich die Stimmen von: Dietmar Bär, Christian Brückner und Rufus Beck.

Liebe Grüße

Sommerlese

 

Montag, 27. März 2017

Heute leben wir - Emmanuelle Pirotte

Eine ganz besondere Beziehung


"Heute leben wir" ist der erste Roman von Emmanuelle Pirotte und war ein großer Publikumserfolg in Frankreich, er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Autorin wurde von der Geschichte ihrer Großeltern, die im Zweiten Weltkrieg ein jüdisches Kind versteckten, inspiriert. Der Roman erscheint im Fischer Verlag.  


Dezember 1944: Die amerikanischen Truppen sind in den belgischen Ardennen und die SS Truppen Hitlers schlagen verzweifelte Schlachten zu Lasten der Zivilbevölkerung. In einem Dorf fliehen die Einwohner und übergeben die kleine Renée, die als jüdisches Kind versteckt worden ist, dem Pfarrer, der sie zwei Männern in einem amerikanischen Jeep überlässt. Aber die Männer sind keine Amis, sondern SS Soldaten auf Spähfahrt. Das Kind übt eine ganz besondere Wirkung auf Matthias, einen SS-Offizier aus und anstatt es zu erschiessen, tötet  Matthias den anderen Soldaten. Beide sind nun auf der Flucht, er als GI getarnt und Reneé als Christin. 




"Dieses Kind flösste ihm eine Kraft ein, eine Lebensenergie, eine neue Lust aufs Dasein, die ihn mitrissen und stärker beherrschten als alles, was er bis dahin für die Antriebskräfte seiner Existenz gehalten hat..." Zitat Seite 225


Dieser Roman hat mich sehr gefordert, es ist die ernste Kriegsthematik, die Judenverfolgung und all das Leid der Kriegszeit, die hier das dramatische Hintergrundszenario ausmacht. Kein einfaches Thema und so musste ich mich regelrecht überwinden, den Roman zu lesen.

Es geht um den SS-Offizier Matthias und seine Begleitung Reneé, die ein elternloses jüdisches Kind von circa 6-7 Jahren ist. Beide sind im Grunde auf der Flucht und eine innere Verbundenheit schweißt sie zusammen. Es ist ein starkes Band zwischen den Beiden, das man sich kaum erklären kann. Vielleicht fühlt sich Matthias durch das Kind gebraucht und emotional angerührt, sie sucht wahrscheinlich einen Vaterersatz, eine Bezugsperson und einen Menschen, der ihr nahe steht.

Man erfährt, dass Matthias die Judenvernichtung und den Rassenidealismus ablehnt, aber als Soldat ohne Skrupel töten kann. Wie weit er dem Nazi-Regime anhängt, bleibt irgendwie ungewiss. Er scheint sich irgendwie vom Nationalsozialismus zu distanzieren, aber als Soldat handelt er im Sinne seiner Auftraggeber, ohne sich Gedanken über die Folgen zu machen. Das finde ich sehr widersprüchlich.
Als er Reneé trifft, rührt sie sein Herz. Matthias ist kein Sympathieträger und dadurch eine interessante Figur und Reneé hat etwas an sich, was man sich nicht erklären kann. Eine unschuldige Seele, die lebensklug ist und sich Matthias ohne Abscheu anschliesst.   

Die Autorin zeigt die Grausamkeit des Krieges und gleichzeitig die anrührende Kraft, die von einem Kind ausgeht. Das macht dieses Buch zu etwas Besonderem, es entsteht eine fesselnde Odyssee, die Gefühle offenlegt, berührt und mich tief bewegt. Dennoch fehlt mir etwas mehr Klarheit in den Charakteren.
 
Was mir am Roman gut gefällt, ist die Tatsache, das die ernste Thematik von Krieg, Verfolgung und Verbrechen ohne wertende Kritik geschildert wird. Alle Gräueltaten werden fast nüchtern betrachtet gezeigt, auch wenn sie mich erschüttern. 
Deutlich wird aber auch, wie hier manche Menschen den Mut aufbringen, anderen in Not zu helfen und sie den Verfolgern zu entziehen. Dieser Aspekt ist für mich die wichtigste Aussage des Romans und die Hoffnung auf das Gute im Menschen bleibt dadurch bestehen.


Dieser Roman ist sehr speziell, er fesselt, erschüttert und berührt gleichermaßen mit seiner ernsten Thematik.

 
***Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar, das ich als Buchflüsterer von buecher.de erhalten habe!*** 


 

Montagsfrage # 32

 





Jeden Montag veröffentlicht Buchfresserchen eine Frage auf ihrem Blog, die man dann innerhalb von 7 Tagen beantworten kann. So lernt man die jeweiligen Blogger besser kennen! Heute wird das Thema offen gehalten, man darf selbst eine Frage aus dem Fragenkatalog aussuchen oder eine selbst gestellte beantworten.


Wie viele Bücher hast du in diesem Jahr bereits gelesen und welches ist bisher dein Favorit?


Ich habe seit Jahresbeginn 61 Bücher gelesen. 

Für diese Zahl musste ich erst mal bei Lovelybooks in meiner persönlichen Bibliothek nachsehen. Dort gibt es die Möglichkeit, diverse Regale anzubringen und das eigene Leseverhalten genauestens zu protokollieren. 
Ich hatte dieses Jahr schon mehrere Top-Bücher, aber eines ist mir in besonderer Erinnerung geblieben und ich habe es auch schon mehrfach weiter empfohlen.

NUSSSCHALE

Das Buch Nussschale hat mich echt überrascht, ich hatte eher eine schwierige, modern inszenierte Lektüre erwartet und war entgegen meiner Erwartungen hinterher echt angetan von diesem ganz besonderen Buch. 





Hier ist meine gesamte Rezension zu finden.
 

Nussschale ist ein sehr eindringlicher, klug geschriebener Roman, bei dem ein wenig britischer Humor hervorblitzt und der mit seinem ungeborenen Erzähler punktet. Hier wird philosophiert, bissig bemerkt und gesellschaftliche Kritik geübt. Ein wenig "Hamlet to go"!

Wie sieht es bei euch aus, welches Buch würdet ihr von den 2017 gelesenen empfehlen?

Liebe Grüße
Sommerlese!

Sonntag, 26. März 2017

Champignons mal anders

Champignons überbacken

Schmackhaftes aus dem Backofen

 

Wenn es draußen kalt ist, liebe ich Gerichte, die heiß aus dem Backofen kommen und vorher beim Garen und Brutzeln noch ihren unvergleichlichen Duft verströmen. 
Es ist ein schmackhaftes und einfach zuzubereitendes Gericht, dass ich immer wieder gern koche bzw. in diesem Fall ja eher backe, sind überbackene Champignons.  
Man kann es gut vorbereiten, muss es dann nur noch im Ofen überbacken! Es entsteht eine unvergleichliche Sauce, die dem Gericht den besonderen Kick verleiht. Diese Menge reicht für circa 3 Personen, kann aber auch gut als Vorspeise gereicht werden.    


Zutaten: 

- 1 Packung Champignons (nicht zu kleine Köpfe auswählen!)
- 1 rote oder gelbe Paprika 
- 250-350 g Hackfleisch
- 1 Becher Schlagsahne oder 250 ml Milch
- 1 Päckchen Maggi-Jägersauce 
- geriebener Käse (Emmentaler oder Gouda) zum Überbacken




 
Zubereitung:

Aus den Champignons den Stiel herausbrechen, die Köpfe mit Mett füllen und in eine ofenfeste Auflaufform legen.
Die Stiele und die Paprika in kleine Würfel schneiden und ebenfalls in die Form geben.
Die Sahne mit Wasser auf 250 ml auffüllen, mit der Maggi-Jägersauce verquirlen und über die Champignons giessen. Mit geriebenem Käse bestreuen und ab in den vorgeheizten Backofen. Bei 170 °C Umluft oder 200°C Oberhitze circa 20 - 25 Minuten je nach gewünschtem Bräunungsgrad backen.





Dazu etwas Reis oder Baguette/Fladenbrot reichen und lecker geniessen!
Guten Appetit!



Samstag, 25. März 2017

Die Blütensammlerin - Petra Durst-Benning

Schöner Abschluss der Trilogie


"Die Blütensammlerin" heißt der Roman von Autorin Petra Durst-Benning, die vielen Lesern durch ihre historischen Romane bekannt sein wird. Dieses Buch beschliesst die Trilogie aus Maierhofen und erscheint im Blanvalet Verlag.

Der Winter in Maierhofen verabschiedet sich langsam. Christine wurde von ihrem Mann verlassen, fühlt sich einsam und soll aus dem gemeinsamen Haus ausziehen oder die Unterhaltskosten tragen. Deshalb eröffnet sie eine Bed & Breakfast-Pension und plant Single-Wochenenden, bei denen nicht nur das Landleben im Vordergrund steht, sondern auch das gegenseitige Kennenlernen der Besucher. Als im Juni der regionale Kochwettbewerb stattfindet stellt sie ein eigenes Team auf die Beine. 



 

"Neuanfänge sind ein großes Thema hier im Ort, im Großen und im Kleinen." Seite 325

Dieser Roman hätte auch "Die Maierhofener Magie" heißen können. Denn mit viel Charme, schönen Beschreibungen des ländlich-dörflichen Flairs und unterhaltsamen Charakteren bringt Petra Durst-Benning den Leser in eine Wohlfühlstimmung, die einfach glücklich und zufrieden macht.

Es geht um Neuanfänge, um neue und alte Liebe, Beziehungen und neuen Lebensmut für Veränderungen im Leben der Protagonisten, die Teilnehmer an dem regionalen Kochwettbewerb sind.

Neben Christines Pensionsanlauf, lernen wir die Teilnehmer kennen, da hat jeder so seine speziellen Beweggründe für die Anmeldung zum Kochevent. Der Roman zeigt eine gelungene Mischung von zwischenmenschlichen Problemen und den Ideen und Planungen für das Kochevent. Es geht hinaus in die Natur, in die Wiesen zum Kräutersammeln und auf die Alm, um frischen Käse zu kaufen, aber auch die regionalen Gewerbe um Imkerei, Forellenzucht und Likörherstellung werden angesteuert. Es ist so richtig Urlaub und Erholung in der Natur.
Man fühlt sich beim Lesen mittendrin und erlebt ein buntes Spektrum diverser Genüsse des Landlebens hautnah mit. Es ist schön zu beobachten, wie die Gruppe fremder Personen langsam zusammenwächst und sich die einzelnen Teilnehmer entwickeln und wie sie ihre Mitmenschen wahrnehmen.


Natürlich geht es auch um die Liebe. Doch dieser Roman ist kein seichter Frauenroman mit Gefühlsduselei. Man kommt den Figuren sehr nahe, leidet, lacht und geniesst mit ihnen und wünscht sich ebenfalls einen Urlaub in dieser Gemeinschaft und Gegend.

Wie die rein zufällig zusammengewürfelten Personen sich der gemeinsamen Aufgabe, die Teilnahme am Kochevent, stellen und dafür jeder seine persönlichen Fähigkeiten bestens einbringt, macht Spaß zu beobachten.
Mal wieder ein Wohlfühlroman, der positiv ausgeht. Das ist zwar etwas unrealistisch, aber auch total schön. Man klappt das Buch mit einem behaglichen Gefühl zusammen und ist einfach glücklich und zufrieden.

Im Nachwort in Form eines Briefes, informiert die Autorin die Leser zum Thema Single-Börsen und anderen Treffen. Einige Rezepte für Sirup, Bowle und Likör mit Obst und Kräutern runden diesen Landleben-Roman effektvoll ab.

Ich habe mich in Maierhofen wieder richtig wohlgefühlt und dazu hat auch der wunderbar einnehmende Schreibstil von Petra Durst-Benning beigetragen.



Ein schöner Wohlfühlroman mit Urlaubsstimmung, der glücklich und zufrieden stimmt und Hoffnung weckt, wenn es im Leben nicht so glatt läuft.
 

***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***


  

Freitag, 24. März 2017

Freitags-Füller # 31


Heute ist es wieder Zeit für den Freitags-Füller! Die Sonne scheint, die Pollen fliegen und langsam gewöhne ich mich an den Frühling und die Vogelstimmen am Morgen. Ein schönes Wochenende und bleibt gesund!




 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

 

1. Das Leben könnte einfacher sein, wenn die Menschen untereinander mehr Menschlichkeit und Blick fürs Wesentliche ausüben und mehr Zeit füreinander hätten.

 

2. Ein Kaffee auf der Terrasse, ein Eis in der Waffel oder ein frischer bunter Salatteller schmeckt für mich nach Frühling.

 


3. Meine Osterdeko besteht zur Zeit nur aus einem frühlingshaften Kranz an der Haustür, Narzissen im Vorgarten und einem Töpfchen mit Hornveilchen auf der Terrasse.



4. Die vielen Baustellen von Neubauten und die aufgerissenen Strassen sind eine echte Dauerbelästigung und ich frage mich ehrlich, wird es jemals fertig werden?



5. Ich könnte jetzt gerade mal auf ein großes Glas mit erfrischender Rhabarbersaftschorle.


6. Meine braunen Stiefeletten sind superleicht und passen perfekt, es sind meine bequemsten Schuhe. 

   

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Chorprobe, morgen habe ich Fensterputzen und einen Besuch im Blumenladen geplant und Sonntag möchte ich mich wahrscheinlich mit Freunden zum Essen verabreden. 

 

 

 

Dieses Buch mit frühlingshaften Blüten Beigaben erreichte mich gestern. 

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

Sommerlese!

 

Donnerstag, 23. März 2017

Eiszeit - Shelly Kaldunski

Heiß auf Eis? 

Mit diesem Buch und einer Eismaschine, kein Problem!



Shelly Kaldunski hat ihr sommerliches Rezeptbuch "Eiszeit" genannt. Es erschein im Südwest Verlag.

Im Sommer isst man gerne mal etwas Erfrischendes, da kommt ein Eis immer gerade richtig. Wenn es dann noch selbstgemacht ist und keine unerwünschten Zusatzstoffe enthält, umso besser. Ob nun sahnige Eiscremes, erfrischend-fruchtige Sorbets oder köstliche Frozen Yogurts - hier finden Sie die besten Rezepte zu sommerlichen Leckereien. 



Das Buch Eiszeit weckt schon beim ersten Blick auf das Cover mein Interesse und macht gleichzeitig Lust auf ein sommerliches Vergnügen mit einem leckeren Eis. Wie man mit wenigen, dafür aber ausgesuchten Zutaten Eis und andere Leckereien herstellen kann, wird in 4 unterschiedlichen Kapiteln erklärt. 
 
Es überraschen neben gängigen Eisvergnügen auch ausgefallene Sorten wie Salzkaramell-Eiscreme und Orange-Kardamom. Mit diesen speziellen Vorschlägen kann man nicht nur köstliche Sorten kreieren, sondern man beeindruckt damit selbst die anspruchsvollsten Freunde beim Dinner.
Für die Zubereitung wird in allen Rezepten eine Eismaschine eingesetzt, leider eine zwingende Voraussetzung zum Eismachen. 

Nach einer kurzen Einführung über die Unterschiede der verschiedenen Eissorten gibt es ein Eis-ABC über die Zutaten, eine Anleitung zum Herstellen in der Eismaschine und Infos über die Lagerung.

Dann geht es auch schon los mit dem 1. Kapitel. 
Cremeeis und Softeis:

Neben den traditionellen Sorten wie Erdbeereis oder Vanilleeis gibt es tolle Vorschläge, bei denen mir besonders das Kürbiseis aufgefallen ist.
Das Schoko-Kokos-Eis ist sogar eine vegane Variante, die bestimmt allen gut schmecken wird. 


2. Kapitel: Frozen Yogurts und Milchsorbets: 

Eine erfrischende fruchtige Variante bildet der Vanille-Beeren-Frozen Yogurt, bei dem frische Beeren mit Naturjoghurt verarbeitet werden. Die leichte Säure des Joghurts und die Süße der Beeren passen gut zusammen. 

3. Kapitel: Fruchtsorbets und Granitas: 

Hier fallen mir besonders das Melonen-Sorbet, Erdbeer-Minz-Sorbet und die Granitas ins Auge. Granitas sind in der Mittelmeerküche sehr verbreitet und und versprechen ein fruchtig kühles Geschmackserlebnis von sonnengereiften Früchten.



4. Kapitel: Waffeln, Cookies, Saucen und Toppings, Eisshakes:
Doch neben den Eissorten gehört auch das Zubehör in Form von Waffeltüten etc. zum besonderen Eisvergnügen.
Ob Waffeltüte, Waffel-Schälchen oder Crepes-Tüte, alle können mit dem entsprechenden Know-How selbst gemacht werden. 
Auch Brownies, verschiedene Cookies, Saucen und Toppings vervollständigen das pure Eisvergnügen. 

Toppings:
Erdbeertopping, Schokosauce, Karamellsauce und selbstgemachte Zuckerstreusel sind das I-Pünktchen auf jedem Eis. 

TIPP! Eis-Shakes, ganz ungewöhnlich klingt der Matcha-Schoko-Shake.
 
Für jedes Rezept ist eine Doppelseite reserviert, eine Seite zeigt das entsprechende Foto, die andere erklärt in einer Einleitung die benötigten Zutaten und darunter folgt dann die Zubereitungsanleitung und die Zutatenliste. 
 

Die tollen Fotos sorgen für Appetit und man lässt sich gern von den cremig-zartesten Eis-Kreationen verlocken - vom Orangen-Kardamom-Eis bis zum Zitronen-Limoncello-Sorbet! 

Mit eigenem Einsatz, etwas Mühe, einer Eismaschine und leckeren Zutaten ist die Eisherstellung kein Problem. 
Eigentlich kann jetzt die Eissaison beginnen!


Dieses Buch ist genau das Richtige für Eisliebhaber. Man kann alles mit frischen Zutaten selbst herstellen, die Familie oder den Besuch damit verwöhnen oder es einfach selbst aufessen. Es muss allerdings eine Eismaschine vorhanden sein. 


***Herzlichen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***





Mittwoch, 22. März 2017

Hopsgegangen - Erwin Kohl

Tolle Charaktere, ein humorvoll, ironischer Schreibstil und die regionale Stimmung auf dem Campingplatz sorgen für gute Unterhaltung.


Der Regionalkrimi "Hopsgegangen" ist der zweite Band um Privatdetektiv Jukas Born von Autor Erwin Kohl. Der Krimi spielt am Niederrhein und erscheint im Bastei Lübbe Verlag.

Lukas Born ist Privatdetektiv und hat endlich einen lukrativen Fall an Land gezogen. Doch als er seine Auftraggeberin Natascha Feldmann mit ihrem Informanten treffen will, findet er die leblose Natascha am Boden liegend vor. Lukas selbst wird niedergeschlagen. Als er wieder zu sich kommt, ist Natascha verschwunden, deshalb glaubt die Polizei auch nicht an ein Verbrechen. Lukas hingegen schon und so stellt er Nachforschungen an. Schnell steht fest, dass ihn sein Bauchgefühl nicht getäuscht hat und er steckt mitten in einer großen Sache. 




"Zwei Kaninchen sind damit beschäftigt, ihre Art zu erhalten. Morgens um halb fünf. Julia hätte mir was anderes erzählt." Zitat S. 17

Dieser Krimi ist mal etwas anders als die üblichen Regionalkrimis. Ich wurde dank des herrlich humorvollen Erzählstils mit den ironischen Bemerkungen vom Protagonisten gut unterhalten. Die kurzen Kapitel und die spannend aufgebaute Handlung haben mich durch die Seiten fliegen lassen.

Lukas ist ein spezieller Typ, als suspendierter Kommissar seiner Beamtenbesoldung enthoben, lebt er nun relativ mittellos mit seinem Hund Manolo auf einem Campingplatz am Rhein. Er ist spezialisiert auf Alleingänge und daher prädestiniert für den Job als Privatdetektiv. Allerdings hat er mit seiner Ex-Frau eine kompetente Kollegin bei der Kripo und die Beiden schieben sich die Ermittlungsinfos gegenseitig zu.
Natascha Feldmann ist Journalistin und lockt Lukas mit einem lukrativen Auftrag. Sie hat Einblicke in die Machenschaften der Pharmaindustrie und Lukas soll sich dort mal genauer umsehen.
Als sie spurlos verschwindet, ist Lukas Interesse geweckt und er stürzt sich in den Fall. 
Schnell gerät er mit seinen Ermittlungen in ein Dickicht von skrupellosen Medikamentenhändler, die aus dem Ost-Block gefälschte Medikamente in den Markt schleusen und so billigend die gesundheitlichen Folgen für die Patienten in Kauf nehmen. Hauptsache, der Rubel rollt! Hier bereichern sich diverse im medizinischen Bereich tätigen Berufszweige, vom Pharmavertreter, über den Arzt bis in die Pharmaindustrie. 
Neben der Krimihandlung und dem Medikamentenskandal finde ich auch das eingebaute Privatleben des Ermittlers ganz unterhaltsam. Es lockert die Geschichte abwechslungsreich auf und bietet den nötigen Ausgleich zum Krimifall. Dabei bietet die authentische Kulisse auf dem Campingplatz echtes Regionalflair und die dort ansässigen Bewohner und ihr Campingleben passen einfach wunderbar dazu. 

Der Countdown am Ende sorgt für eine Überraschung und gibt dem Krimi ein Spannungserlebnis der besonderen Art.


Wer mal wieder einen lockeren Krimi mit etwas Ironie, humorvollen Bemerkungen und interessanten Charakteren lesen will, wird mit Hopsgegangen sicher gut unterhalten. 




Dienstag, 21. März 2017

Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe - G. Legardinier

Die Liebe ist der Funke, der aus der Dunkelheit führt

 

"Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe" schrieb der französische Autor Gilles Legardinier. Der Roman erscheint 2017 im Goldmann Verlag


Thomas Sellac ist Arzt und hilft den Ärmsten der Armen in Indien, dort erfährt er überraschend von der Existenz seiner 20-jährigen Tochter Emma. Er reist nach Paris, um in ihrer Nähe zu sein und wird Direktor eines kleinen Altenheims mit fünf sonderbaren Senioren und der netten Krankenschwester Pauline. Wird es eine glückliche Familienzusammenführung geben? 






"Wer betet und bewundert, legt die Hände zusammen, doch wer liebt, öffnet sie." Zitat S. 431

Nach "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" habe ich eine Schwäche für Gilles Legardinier. Deswegen war klar, diesen Roman musste ich lesen.

Dieser Roman erzählt von der Liebe zur Familie und den Menschen und hat mir sehr gut gefallen. Man erlebt eine reizende Geschichte, die durch den wunderbaren Erzählstil des Autors und die vielfältigen und liebenswürdigen Charaktere zum Leben erweckt wird. Das Buch zieht mich mit auf eine Reise, bei der mein Herz berührt wird und ich die Figuren des Romans ins Herz schließe.

Thomas ist ein liebenswürdiger Mann, der eigentlich nur Gutes für seine Mitmenschen tun möchte. Als er jedoch erkennt, dass seine Tochter einen Freund hat, wird er eifersüchtig wie wohl jeder Vater es schon einmal erlebt hat. Wie Thomas weiter agiert, ist interessant und unterhaltsam zu beobachten.

Auch wenn das Thema: Vater erfährt von 20-jähriger Tochter und stalkt sie, anstatt sich zu erkennen zu geben, reichlich klischeehaft wirkt, so kann man sich dem Zauber dieser Personen nicht entziehen. Ganz im Gegenteil, in diesem Roman wird man angesteckt von der Sehnsucht Thomas nach seiner Tochter. Man bangt mit ihm und hofft auf einen glücklichen Ausgang seiner Versuche, ihr nahe zu sein. Ein paar humorvoll anmutende Ereignisse und Vorhaben sorgen für einige Überraschungsmomente und gute Unterhaltung. Eine sehr humorvolle Aktion ist der Flohmarktverkauf von Emmas Spielsachen, bei der die "Altentruppe" für ordentlich Furore sorgt.


Besonders der poetische Schreibstil und die liebevoll ausgewählten Charaktere bezaubern und machen den Reiz des Buches aus.
Es sind die kleinen Lebensweisheiten (siehe Zitat oben), die ganz bezaubernd klingen und dem Roman damit Tiefe verleihen.
Solche Anekdoten finden sich überall und beim Lesen muss man kurz innehalten, um sie richtig auf sich wirken zu lassen. Es ist ein echter Glücksroman, bei dem mich dann nur das Auftauchen von Michael ein wenig irritiert hat. Er spielte letztendlich nur eine Nebenfigur, von der ich mir mehr Bedeutung für den Roman erhofft hatte. 

Wer den Schreibstil von Legardinier liebt, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen. Berührende Lebensweisheiten, zauberhaft geschrieben und mit viel Liebe zum Detail, so habe ich diesen Roman sehr genossen! 



***Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***



Gemeinsam Lesen # 5













Diese Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.  




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 


Heute leben wir von Emmanuelle Pirotte aus dem Fischer Verlag

EIN SS-OFFIZIER RETTET JÜDISCHES MÄDCHEN: Renée ist 6 und ein elternloses jüdisches Mädchen, die im letzten Kriegswinter vor den Deutschen versteckt wird – bei den Nonnen, dem Pfarrer, den Bauern in den Ardennen. Bis sie dem SS-Offizier Matthias in die Hände fällt.  



2. Der erst Satz auf meiner aktuellen Seite lautet:  
 
Ich bin auf Seite 180: 


"Im Keller haben sie einen Stall für die Krippe eingerichtet."  



3. Was willst du zu deinem aktuellen Buch loswerden?

Bei diesem Buch wird deutlich, welche Schwierigkeiten erwachsene Christen mit Juden hatten, während die Kinder wie selbstverständlich damit umgingen. Für sie waren sie alle gleich, unschuldig und ohne Makel. 

4. Gibt es ein Buch, das du erst mochtest, mittlerweile aber nicht mehr?

Nein, eigentlich fällt mir da kein Buch ein! 
Die Bücher, die ich mehrfach gelesen habe, waren schon meine absoluten Favoriten und sie haben mir auch erneut wieder gefallen. 

Vielleicht gehören dazu ein paar Kinder- oder Jugendbücher, die ich früher ja mit anderem Hintergrundwissen gelesen habe und vielleicht würde ich heute darüber nun ganz anders unterteilen. 


Liebe Grüße

Sommerlese