Mittwoch, 26. April 2017

Harry Potter und der Gefangene von Askaban - J.K. Rowling

Das Geheimnis von Sirius Black


"Harry Potter und der Gefangene von Askaban" ist der dritte Teil der Reihe von Joanne K. Rowling aus dem Jahr 1999 aus dem Carlsen Verlag.
 

Obwohl Harry weiß, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis!





Dieser Band ist wie alle Bücher der Autorin spannend geschrieben, allerdings ist mir das Ganze zu düster und durch die Thematik der Zeitumkehr auch unlogisch gestaltet.
Wenn man Vorgänge rückgängig machen kann, das besagt die Zeitumkehr, dann ginge das auch für sämtliche Vorgänge im Buch und damit liegt meiner Meinung nach ein Logikfehler vor.


Inhaltlich gesehen, begegnet Harry Potter hier seinem Paten Sirius Black zum ersten Mal und erfährt Neuigkeiten über seinen Vater. Auch wird deutlich gemacht, warum Snape Harry hasst. Aber hasst er ihn wirklich oder warum hat er ihm dann in Teil 1 das Leben gerettet?
Die Glaubwürdigkeit bekommt dadurch einen Kratzer.


Trotzdem habe ich diesen Band gern gelesen und bin wieder gern in die Zauberwelt abgetaucht. Mit den Figuren Seidenschnabel und Pettigrew sind wieder interessante Zauberwesen hinzugekommen und konnten mich gut unterhalten. Die Grundstimmung in diesem Buch ist jedoch nicht mehr so heiter wie bisher und die dunkle Seite kommt mehr zum Ausdruck als sonst.
 


Dieser Band bringt die dunkle Seite mehr als bisher zum Ausdruck. Für Fans dieser Reihe unbedingt zu empfehlen, die Figuren muss man kennen lernen. 


Harry Potter und der Feuerkelch - J.K. Rowling

Der beste Band der Reihe bietet Spannung und Abenteuer für alte und junge Leute, dieses Mal begeistert das fantastische Trimagische Turnier!



"Harry Potter und der Feuerkelch" heißt der vierte Teil der Reihe von J.K.Rowling, der im Jahr 2000 im Carlsen Verlag erschien.

Harrys viertes Schuljahr beginnt auf Hogwarts, doch zuvor gibt es noch die Quidditch-Weltmeisterschaft zu erleben. Und dann wird die ganze Breite der magischen Schulen sichtbar: das Trimagische Turnier findet statt und dabei übernimmt Harry eine bedeutende Rolle. Dahinter steckt natürlich das Böse in Person von Lord Voldemort. Aber Harrys Freunde lassen ihn auch in schwierigen Situationen nicht im Stich.





Vor 17 Jahren habe ich diesen Band zum ersten Mal gelesen, inzwischen im Kino und TV bildhaft erlebt und jetzt erneut gelesen. Wieder hat mich wieder die Zauberwelt mit diesem Buch in ihren Bann geschlagen und J.K. Rowlings fantasiereiche Schreibkunst überzeugt.

Im Vordergrund von Band 4 steht natürlich das sportliche Ereignis der Quidditch-Spiele, bei denen der Feuerkelch von Hogwarts eine wichtige Rolle spielt und Harrys Namen herausspuckt.

Doch den Höhepunkt bildet das Trimagische Turnier, dazu reisen andere magische Schulen aus dem noblen Beauxbatons und dem abgelegenen Durmstrang an und besonders die landestypischen Unterschiede stellt die Autorin gut heraus. Victor Krum und die hübschen Französinnen bieten einen tollen Kontrast zur üblichen Zauberwelt. Jetzt gilt es geheimnisvolle Wesen zu besiegen und große Zauberaufgaben zu meistern.

Es wird wieder sehr spannend und die Abenteuer von Harry und seinen Freunden werden immer größer, gefährlicher und entscheidender, die dunklen Mächte immer stärker spürbar. Dabei merkt man den Hauptfiguren an, dass sie langsam erwachsen werden. Beim abschliessenden Ball des Turniers zeigt sich deutlich die Eifersucht von Harry und Ron auf Hermines Begleitung. Die Gefühle spielen in diesem Buch eine große Rolle.

Ein wunderbar flüssiger und lebendiger Schreibstil führt auch dieses Mal durch das Buch und einige magische Neulinge unterhalten ganz wunderbar mit ihren fantasiereichen Charakteren. Cho Chang, Cedric Diggory, Professor Moody und Snape haben in diesem Band ihre ganz besonderen Auftritte. 



Wer sich gern in eine magische Zauberwelt hineinträumen möchte, sollte dieses Buch lesen.  





Dienstag, 25. April 2017

Wolfstanz - Ursula Hahnenberg

Böser Wolf


"Wolfstanz" ist der zweite Band der Krimireihe von Ursula Hahnenberg um die Försterin Julia Sommer. Das Buch erscheint im Goldmann Verlag.

Das Verschwinden eines jungen Mädchens im Ebersberger Forst versetzt die Dorfgemeinschaft von Grafenried in helle Aufregung. Gerüchten zufolge wurde gleichzeitig ein freilaufender Wolf im Wald gesehen, das heizt die Gemüter natürlich an. Als dann tatsächlich die Leiche der jungen Leonie mit verdächtigen Bissspuren gefunden wird, ergreift Panik und Wut die Bewohner und sie wollen dem Tier ans Fell. Försterin Julia Sommer ist skeptisch, denn Wölfe sind normalerweise sehr scheu und vergreifen sich nicht an Menschen. 



Försterin Julia Sommer, Sohn Florian und Oma Martha fühlen sich wohl im alten Forsthaus. Sie bilden eine harmonische und familiäre Wohngemeinschaft, die für alle von Vorteil ist. Dieses Privatleben sorgt für durchgängige Unterhaltung in diesem Buch, es gibt Veränderungen, auf die ich hier nicht eingehen möchte.
Als die Babysitterin tot im Wald gefunden wird, wird der gesichtete Wolf schnell als Verursacher abgestempelt.

Sehr gelungen
schildert die Autorin Ursula Hahnenberg die dörfliche Gemeinschaft und deren aufkommende Angst vor dem Tier. Schnell werden hier sämtliche Vorurteile des "bösen Wolfs" aufgegriffen, die Angst geht um und die Jagd auf den Wolf beginnt. Es ist immer schwierig, wenn Große Beutegreifer durch menschliche Gebiete streifen. Einerseits ist die Angst verständlich, denn der Kindergarten liegt nahe am Wald. Aber andererseits sind Wölfe eher scheue Tiere und meiden Menschen. Julia zieht Fachleute hinzu, um diesen Wolf näher zu erforschen. Ist er wirklich eine Gefahr und vergriff sich an Leonie?
 
Autorin Ursula Hahnenberg führt den Leser als studierte Forstwissenschaftlerin mitten in den Wald. Bei diesem Krimi finde ich besonders die eingestreuten Informationen über Wölfe interessant. Allerdings hätte da noch mehr Hintergrundwissen kommen können. 


Der Krimi liest sich flüssig, die Dialoge wirken jedoch etwas hölzern und die Sprache ist recht einfach gehalten. Eine Art Tagebuch führt den Leser nebenbei in die Vergangenheit der Großmutter Martha. Schwierige Lebensumstände und schicksalshafte Wendungen zeigen Familiengeheimnisse auf, die sich mit dem aktuellen Geschehen inhaltlich verbinden. Wie diese beiden Handlungsstränge zueinander finden, sorgt für Abwechslung und macht einfach neugierig.  
Zur Krimihandlung passend, steigert sich der Spannungsbogen bis zum Ende und wird durch die Nachforschungen zum Verhalten des Wolfes noch unterstützt. 

Die Auflösung war für mich keine Überraschung, denn beim Täter hatte ich schon früh einen Verdacht, der sich dann auch bestätigt hat. Die Tatgründe erschienen mir nicht sehr überzeugend, aber das ist auch Ansichtssache.
Die Charaktere wirkten stimmig, sie hätten aber noch ausgereiftere Merkmale haben können. Julia Sommer war jedoch sehr gut gezeichnet. Sie ist ein Familienmensch und stets um ihren Sohn und ihre Großmutter bemüht und das merkt man sehr deutlich, dennoch ist sie mit als Hauptperson nicht unbedingt sympathisch.  

Ein durchschnittlicher Krimi, bei dem Informationen über Wölfe und deren Verhalten für lehrreiche und interessante Momente im Buch sorgen.
Ursula Hahnenberg zeigt in ihrem Krimi sehr anschaulich die Angst des Menschen vor Wölfen. Der "böse Wolf" ist seit jeher ein feststehender Begriff und schon sein Auftauchen birgt Gefahr. Doch erst die Gewöhnung an den Menschen lässt den Wolf zu einer Gefahr werden.

Ein solider Krimi, der ohne blutige Szenen auskommt und dennoch damit punktet, indem das Thema Wolf eingebunden wird. 


***Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag und das Blogger-Portal für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!***


  


Gemeinsam Lesen # 10






Diese Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.  


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Im Moment lese ich den Krimi Wolfstanz von Ursula Hahnenberg.  




Dabei bin auf Seite 330.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


"Als Julia zu sich kam und die Augen öffnete, war es immer noch dunkel. In ihrem Kopf pochte ein heftiger Schmerz."  



3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ursula Hahnenberg zeigt in ihrem Krimi sehr anschaulich die Angst der Menschen vor Wölfen. Der "böse Wolf" ist seit jeher ein feststehender Begriff und schon sein Auftauchen
birgt eine Gefahr. Dabei sind Wölfe eher scheue Tiere und meiden den Menschen. Erst wenn sie diese Scheu verlieren, können sie Menschen gefährlich werden.
Ich interessiere mich für Tiere und habe gerade über Wölfe bereits einige Dokumentationen gesehen und kenne die Problematik mit den herumstreifenden Wölfen für die Schafhalter. Auch Spaziergänger oder Hundehalter haben schon  Wölfen gegenüber gestanden. Doch das an sich ist ja noch keine Gefahr, man muss den Wolf mit lauten Rufen und großer Körperhaltung verscheuchen. 

Es ist immer schwierig, wenn Tiere ihre Reviere in menschliche Wohngebiete ausdehnen. Aber es sollte möglich sein, hier nicht gleich von Abschuss zu reden.


4. Hast du ein buchiges Herzensprojekt oder ein Lieblingsbuch für das du keine Gelegenheit verstreichen lässt um es präsent zu machen, weil du denkst dass jeder es kennen sollte? Erzähle uns davon!

Zuerst einmal: ich habe sehr viele Lieblingsbücher und bei jahreszeitlichen Lesetipps weise ich immer mal wieder auf das ein oder andere Buch hin.  
Aber ansonsten zeige ich eher aktuelle Neuerscheinungen, um den Bücherdschungel etwas transparenter zu machen.  

Eine schöne Lesezeit,
Sommerlese!
   
 

Montag, 24. April 2017

Montagsfrage # 35






Jeden Montag veröffentlicht Buchfresserchen eine Frage auf ihrem Blog, die man dann innerhalb von 7 Tagen beantworten kann. So lernt man die jeweiligen Blogger besser kennen!


Das erste Quartal des Jahres ist fast vorüber, wie viel hast du schon gelesen und welche Bücher sind dir besonders im Gedächtnis geblieben?

 

Seit Jahresbeginn habe ich 62 Bücher gelesen. Das ist auch für mich sehr viel. Diese Zahl werde ich wohl auch nicht mehr toppen können, denn diese Zeit ist für mich die ruhigste des ganzen Jahres. Bald geht es in den Urlaub, die kommende Gartensaison bringt dort Beschäftigung mit sich und ich verbringe mehr Zeit mit Freunden und in der freien Natur. 
 
Meine Best-of-Bücher waren auf jeden Fall ein paar Krimis, zum Teil gehörten sie zu Reihen, andere waren Romane und ein Kinderbuch hat mir auch noch gut gefallen.   

- "Hohes Tier" ist der zweite Band der Regionalkrimireihe um Lilo Gondorf von Autorin Nadja Quint. Die Krimireihe erscheint im btb Verlag.

- "Zwetschgendatschikomplott" ist der 6. Teil der Provinzkrimireihe von Autorin Rita Falk um ihren Kommissar Franz Eberhofer. Die Reihe erscheint im DTV.  


- der historische Roman "Die Festung am Rhein" von Autorin Maria W. Peter 2017 aus dem Bastei Lübbe Verlag.

 

- Von Sandra Lüpkes Inselreihe hat es der vierte Band "Inselfrühling" auch zu 5 Sternen gebracht, er erscheint im Rowohlt Verlag.

 

- Von Ian McEwan hat mir der Roman "Nussschale" aus dem Diogenes Verlag besonders gut gefallen. 


Welche Bücher haben euch besonders gut gefallen?



Sonntag, 23. April 2017

Shopaholic & Family - Sophie Kinsella

Sehr seichte Kost und für mich leider Zeitverschwendung!

"Shopaholic & Family" ist der 8. Teil einer Reihe von Autorin Sophie Kinsella aus dem Goldmann Verlag.

Becky, Rebecca Brandon geb. Bloomwood, reist nach Nevada um ihren Dad zu finden, der gemeinsam mit Tarquin nach Las Vegas verschwunden ist. Bei diesem Roadtrip ist sie nicht allein, im Kleinbus begleitet sie ihr Mann Luke, Tochter Minnie, ihre Mutter und deren beste Freundin, Freundin Suze und Beckys Erzfeindin Alicia. Alle wollen wissen, was Beckys Dad zu dieser Aktion bewegt hat. Was gibt es so wichtiges in Las Vegas? Und warum ist Tarkie ebenfalls verschwunden?

Wer ist diese Rebecca Bloomwood? Da ich mit Band 8 eingestiegen bin, ist das vielleicht nicht die beste Vorrausssetzung, denn die Bände bauen aufeinander auf. Mich hat aber diese Reihe interessiert und ich habe auch die Figuren gut kennen gelernt. Doch nach diesem Buch ist es für mich Gewissheit, Sophie Kinsella und ich passen wohl nicht zusammen. 



Dieses Buch liest sich ein wenig wie ein Roadtrip, denn Becky reist mit Kind und Kegel nach Las Vegas, um ihren Vater aufzuspüren. 
Das hätte eine tolle Geschichte werden können, sie hat mich allerdings eher an eine Soap-Doku oder ein seichtes Filmchen erinnert und ich habe mich ziemlich gelangweilt.
Viele Teile erscheinen mir realitätsfern und ich finde sie richtig weichgespült, von guter Unterhaltung keine Spur. Aber da ich selten ein Buch abbreche, habe ich mich auch hier durchgequält. 

Der Reihe sagt man nach, sie enthält einigen Humor und die Protagonistin ist eine witzige Person, die ziemlich verrückt ist, in allerhand Fettnäpfchen tritt und liebenswürdig sein soll. Davon kann ich nichts bestätigen. Ich empfinde hier wirklich nur eine Frau, die nervig ist, durch die Gegend gurkt und dazu auch noch eine Gruppe anderer flacher Charaktere benötigt. 

Was sollte hier witzig oder interessant sein? Das Ende wartet mit einem nichtssagenden Geheimnis des Vaters auf, auch hier kann ich nur gähnen. Es gibt keine triftigen Gründe, die Vater und Mutter nicht hätten besprechen können. Die Reise ist also in Wahrheit eine Farce. 


Auch wenn ich mal gern Shoppen gehe, die Leidenschaft für diese Buchreihe kann ich nicht teilen. Sorry, Sophie Kinsella! Ich habe es versucht, doch es hat nicht geklappt!


 


Neuzugänge # 50

Hallöchen meine Lieben!

 

Am Freitag bekam ich ein ganz spezielles Päckchen: über den Inhalt habe ich mich riesig gefreut, schaut doch mal!






Ich habe bei der lieben Tina auf ihrem Blog Tinaliestvor an ihrem Gewinnspiel teilgenommen und dabei ganz großes Glück gehabt. 

Zu dem wunderbaren Buch "Die Geschichte der Bienen" gab es zusätzlich ein Glas mit leckerem Honig zu gewinnen.
Es ist so, dass mit dieses Buch schon mehrfach auf Community-Seiten positiv aufgefallen war und auf meiner Wunschbuchliste gelandet ist. Honig liebe ich total, also war das für mich schon ein richtig großer Gewinntreffer, über den ich mich sehr freue. 
Vielen herzlichen Dank, liebe Tina, gleich nochmal an dieser Stelle!   

Schaut doch mal auf ihrem Blog vorbei, sie hat nicht nur Bücherrezensionen am Start, sondern postet auch immer einige leckere Rezepte.  

"Die Geschichte der Bienen" stammt von Maja Lunde und erscheint am 20. März 2017 im btb Verlag. Das gebundene Buch kostet 20,00 Euro und so lautet der Klappentext Quelle Amazon:

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.


Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.


China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.


Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?
 

 
Ich schicke euch liebe Grüße 💗 zum Welttag des Buches und wünsche euch noch einen wunderschönen Rest-Sonntag!

Samstag, 22. April 2017

Fisch und fertig - Ute Haese

Gemächliche Ermittlung vor schöner Ostseeatmosphäre, dafür humorvoll ausgearbeitet.

 

"Fisch und fertig" heißt der fünfte Band dieser Küsten Krimi Reihe von Autorin Ute Haese aus dem Emons Verlag, der 2015 erschien.

Selbstmord oder Mord? Das soll Privatdetektivin Hanna Hemlokk nun herausfinden. Ihre Liebesgeschichten schreibt sie weiterhin, aber zum Lebensunterhalt braucht sie halt noch diesen Job als Private Eye. Als ihre Freundin und Restaurantbesitzerin Inge immer mehr Dekogegenstände von den Tischen gestohlen werden, überlegt sich Hanna auch dafür einen Plan, der für schnelle Abhilfe sorgt.  





"Natürlich hatte es einen Höllenärger gegeben. Der Reiseleiter hatte getobt wie Rumpelstilzchen auf Droge, während die Diebin bleich wie ein Grottenolm in sich zusammengesackt war." Zitat Seite 160

Nachdem ich gerade den vierten Band dieser Krimireihe gelesen habe, waren mir die Personen inzwischen sehr vertraut. Es ist jedoch ein eigenständiger Band, für Neueinsteiger werden die personellen Verknüpfungen im Buch gut deutlich.

Wieder sind es die humorvoll bissigen Sprüche und die lockeren Wortspiele, die mir gut gefallen haben. Auch wenn ich die sehr gemächliche Ermittlung der Detektivin als zu kostenintensiv ansehe, so steht doch das Zwischenmenschliche eher im Fokus der Handlung. Miss Private Eye Hanna Hemlokk ist schon etwas speziell, aber sehr sympathisch. Auch ihre Schildkröten sorgen wieder für unterhaltsame Neuigkeiten. 

Hanna Hemlokk ist nicht gerade eine Ermittlerin, die man auf gefährliche Fälle ansetzen würde. Sie beschäftigt sich auch eher mit kleinen Delikten.  Doch mit diesem Todesfall geht sie sogar auf Mörderjagd. Dabei hat sie schon so ihre eigenen, etwas speziellen Methoden, bei denen man als Leser die Augen verdreht und auf guten Erfolg hofft. Ihre Internetrecherche hätte jedes Kind mit PC ebenso erledigen können. Auch schiebt sie ihre Nachforschungen immer wieder auf und verfängt sich in Nebensächlichkeiten oder geht erstmal einer Mahlzeit nach. Doch am Ende findet sie des Rätsels Lösung und enttarnt den Täter. Ein wenig Glück und Mithilfe ihrer Freunde ist da auf jeden Fall hilfreich.

Deswegen ist die Ermittlung auch eher unspektakulär und schon fast nebengleisig. Die Handlung führt durch die schöne Gegend nahe der Ostsee und zeigt die Essleidenschaft der Protagonistin. Dorsch, Aal und Maräne sind die schmackhaften Ergebnisse der Küstennähe und auch sonst ist der Tisch bei Hanna immer reich gedeckt. Das wissen auch ihre Freunde, die ebenso nette Typen sind und genauso zur Beschaulichkeit der Situation beitragen.

Einige Szenen erschienen mir etwas langatmig, die Spannung ist nicht sehr ausgeprägt, doch bei dieser Reihe darf das den Leser nicht stören.  


"Fisch und fertig" hat mich humorvoll unterhalten und daher vergebe ich gute 3 Sterne. Für eine Strandkorblektüre an der See eine geeignete Lektüre, die Appetit auf diverse Fischgerichte macht. 





Freitag, 21. April 2017

Freitags-Füller # 35



 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. "Ich lese, also bin ich". So könnte man mein Motto wirklich nennen, denn ich habe immer aktuelle Lektüre am Start. Zur Zeit Harry Potter Band 4, einen Küsten Krimi und einen Schinken von Sophie Kinsella.  

 

2. Salat, Gemüse und Reis vom Sonntagsessen und hinterher noch Himbeertorte, Reste können nicht nur satt machen sondern auch gut schmecken, ich bin ausgesprochen für Resteverwertung. Siehe Bild unten!

 

3. Am Montag steht ein routinemäßiger Arzttermin auf dem Programm. Gesundheitliche Vorsorge finde ich sehr wichtig.



4. Bald geht es in den Urlaub, ich freue mich schon total, denn diese italienische Insel ist so schön wie ein Traum.


5. Im übrigen ist es dort sicherlich wärmer als hier! Wenn nicht, tauche ich ins Thermalbecken und wärme mich dort auf.  


6. Italienisches Essen finde ich köstlich. Antipasti, Risotto, Vino und Gelatti oder Capucchino sind besonders für mich.

  

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine flotte Chorprobe, morgen habe ich eine kleine Auszeit in Form einer Chorfreizeit geplant und Sonntag (möchte ich) geht es erst wieder zurück.  


 

 

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende, eure

Sommerlese 

 

Donnerstag, 20. April 2017

Grätenschlank - Ute Haese

Zwischen Schampus und Fischbulette


"Grätenschlank" heißt der vierte Band der Küsten Krimi Reihe von Ute Haese um ihre Privatermittlerin Hanna Hemlokk. Dieser Krimi erschien 2014 im Emons Verlag.

Die schöne Daphne Merkenthal starb während einer Betriebsfeier
der "FettKillerKompagnie" durch einen Champagnersäbel. War es
wirklich nur ein Unfall, der dort im Herrenhaus Hollbakken geschah? Zweifellos ein mysteriöser Fall für Hanna Hemlokk, die selbst ernannte Privatdetektivin und Liebesgeschichtenautorin aus dem hohen Norden. 





"Mit dem richtigen Trommelfeuer an Marketing lässt sich eben alles verkaufen. Auch ein Fettzellenkillergel mit integriertem Hautstraffungsmodul für die jung gebliebene Frau im allerbesten Alter." Zitat Seite 64

Dieser Krimi hat mich anfangs mit seinen kauzigen Figuren, vielen humorvoll bissigen Sprüchen und lockeren Wortspielen sehr für sich eingenommen. Miss Private Eye Hanna Hemlokk ist eine ganz besondere Frau, deren Gedanken man dank innerer Monologe gut mitverfolgen kann. Sie ist häufig ironisch und zeigt ihre Sicht auf hormongesteuerte Männer, diätsüchtige Frauen und andere Unsympathen.

Hinter der Story steckt die ausgefallene Idee, ein weibliches Opfer auf einer Betriebsfeier des FKK durch einen Champagnersäbel umbringen zu lassen. Ob Unfall oder Mord, das muss erst noch geprüft werden.
Die Ermittlungen führen Hanna in das Herrenhaus Hollbakken, in dem sich die FettKillerKompagnie getroffen hat. Es geht jedoch nicht nur um Gewichtsprobleme, sondern auch um andere Vorlieben, die die Teilnehmer hier ausüben.
Ich musste häufig schmunzeln, denn die Autorin legt ihren Figuren schon sehr amüsante Worte in den Mund. Im Ganzen wurde das aber schliesslich auch ermüdend und einfach zuviel des Guten. Ein paar weniger Geschwätzigkeiten bei den Befragungen hätten der Handlung gut getan.

Bei den Charakteren ist eine breite Palette aller Wesenszüge vertreten, ob Dandy, Callboy, blonde Hausfrau oder fürsorgliche Eltern, alles ist vertreten.  
Die Krimiermittlung glänzt nicht durch hohe Spannung oder schwierige Täterfindung, dafür erlebt man aber die Schleswig-Holsteinische Gegend aus nächster Nähe mit, Ostsee, Fischbrötchen, Tee und Bootstour inbegriffen.

Mir haben die unnötigen Nebenhandlungen in Form von Schildkrötenentführung oder Mordversuch durch eine Gräte in einer Fischbulette ein wenig die Lust am Buch genommen, auch wenn ich es eigentlich gern gelesen habe.


 
Als Strandkorblektüre kann ich dieses Buch mit hohen Unterhaltungswert und reichlich Humor empfehlen, als reiner Krimi jedoch eher zu schräg.  



Mittwoch, 19. April 2017

Silberregen - Elinor Bicks

Gartenkrimi, der es in sich hat! Wie Ingrid Noll lässt auch Elinor Bicks hier Frauen morden!


Elinor Bicks Gartenkrimireihe bekam mit "Silberregen" im Jahr 2016 den zweiten Teil. Das Buch erscheint im "Gmeiner Verlag".

Eine Einbruchserie hält die Gemeinde Otzberg in Atem. Kommissar Roland Otto und sein Kollege Brenneisen tappen im Dunkeln. Lore
Kukuk spielt den Lockvogel und gerät prompt ins Visier skrupelloser Schmuggler. Als hätte sie mit einer Bienenplage und einem fragwürdigen Verwandten, der sich bei ihr einnistet, nicht schon genug zu tun. Bei den gemeinsamen Ermittlungen kommen Otto und Lore sich näher. Bis Lore auf eigene Faust für Gerechtigkeit sorgt. Mit Hilfe eines heimtückischen Pilzes und des hochgiftigen Silberregens, der auf dem Nachbargrundstück blüht.




Nun habe ich alle drei Bände dieser Krimireihe gelesen und wurde wieder spannend und gut unterhalten.
Lore Kukuk ist um die 60, besitzt heilkundliches Wissen und steht mit der modernen Technik auf Kriegsfuss. Doch deshalb besucht sie mit ihrem Bekannten Erich einen Computerkurs. Doch auch Handys sind ihr völlig fremd. Als die Spur einiger Einbrüche in Lores Umgebung zu einem Reiseunternehmen mit Seniorenfahrten führt, spielt Lore für Kommissar Roland Otto und dessen Assistenten Brenneisen den Lockvogel.

Die Charaktere sind wieder mit viel Sinn für Besonderheiten und mit spürbaren Emotionen beschrieben. Lore, Otto und Brenneisen kennt man schon vom ersten Band Lavendelbitter. Nun gesellen sich noch ein paar spezielle Typen hinzu. Völlig unerwartet, nistet sich das dürre Menchen Opa Gersprenz bei Lore ein. Sie bewirtet und bemuttert ihn, obwohl sie ihn nie zuvor gesehen hat. Außerdem hat sie einen neuen Gärtner, der in ihrem Garten wahre Wunder bewirkt.

Die Krimihandlung in diesem Buch dreht sich auch um das Privatleben der Hauptfiguren und entwickelt sich eher beschaulich, aber dennoch interessant. Denn hinter der Fassade so einiger harmloser Personen verbirgt sich so manche böse Seele.
Auch Lore ist nicht ohne, sie vermag mit ihrem Wissen über Heilpflanzen nicht nur zu helfen. Hier darf man besonders gespannt sein.

Auch dieses Mal werden Heilpflanzen vorgestellt und es gefallen mir die Informationen über die Wirkung von bestimmten Pflanzen, die je nach Dosierung heilend oder vergiftend ausfallen können.
Man kann doch immer noch dazulernen.



Unterhaltsam, witzig und gut geschrieben, so kann man es kurz zusammenfassen. Dabei sind die Todesfälle die eigentlichen Knaller der Handlung.





1. Lavendelbitter Rezi
2. Silberregen
3. Nimmergrün Rezi

 

Dienstag, 18. April 2017

Neuzugänge # 49

Hallöchen meine Lieben!


Ich hoffe, ihr habe die Feiertage gut verlebt und auch ein wenig lesen können!
Bei mir war es ein schönes Osterfest mit gutem Essen und kurzen Spaziergängen mit der Familie. Dabei habe ich euch noch gar nicht meine neusten Bücher vorgestellt! 
Dabei ist eines schon gelesen und morgen gibt es die Rezi! 

Ich mache es mal kurz, denn ich will euch nicht langweilen und Bilder sagen manchmal mehr als Worte! 



Ich verzichte mal auf Inhaltsangaben, denn die Besprechungen folgen schon bald. 

Liebe Grüße, 
eure Sommerlese!

Gemeinsam Lesen # 9






Diese Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.  


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Nachdem ich letzte Woche den Gartenkrimi Nimmergrün gelesen habe, musste ich mir noch unbedingt den zweiten Teil der Reihe von Elinor Bicks über Lore Kukuk zulegen. Das war sozusagen mein Ostergeschenk an mich selbst! *GRINS

Es handelt sich um das Buch Silberregen. Dort bin ich gestern Abend auf den letzten Seiten angekommen. Ich bin auf Seite 321.






2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? (Weil er sehr kurz ist, erweitere ich mal etwas.)


"Ein Gewitter war aufgezogen, Regen und Wind peitschten die Zweige und Blätter. Für Lore wirkte es, als klatschten die dürren Pflanzen Beifall über den unerwarteten Regen."


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Dieser Krimi zeigt eine Einbruchserie, bei der die Hauptfigur Lore den Lockvogel spielt. Es gibt viele Figuren, denen man die Taten zutrauen würde, es gibt eine Bienenplage und einen merkwürdigen Verwandten, der sich bei Lore einnistet. Die Autorin Elinor Bicks schreibt sehr unterhaltsam und gibt besonders die Natur gut wieder. Dabei ist das Besondere, dass ihre Protagonistin Lore gern selbst für Gerechtigkeit sorgt, indem sie mit Pflanzengift nachhilft. Dieses Mal ist es ein giftiger Pilz und der hochgiftige Silberregen.


4. Planst du gemeinsam Lesen gerne vor oder beantwortest du die Fragen an dem Tag spontan?

Das mache ich spontan, heute Morgen war mir erst gar nicht sofort bewusst, dass nach den Feiertagen schon wieder ein Dienstag ist. 
Aber ich sollte es wohl besser planen, denn eigentlich habe ich heute noch einen Friseurbesuch und bin deshalb etwas knapp in der Zeit. Wäsche waschen und einkaufen liegt auch noch an. Ich muss mich also sputen! 



Liebe Grüße und lasst euch nicht vom Aprilwetter verdrießen!

Sommerlese



Montag, 17. April 2017

Aktion Jahreszeiten-Lesetipp Frühling

Blogger-Aktion* Mein Lesetipp für den Frühling

 

 

 

Heute mache ich bei der Aktion Jahreszeiten-Lesetipp mit!

 

Verantwortlich sind Leni von Meine Welt voller Welten und Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee.

Im Frühling lese ich gern Bücher, die von der Natur erzählen, die mich an den Strand oder in die Berge versetzen und den Beginn von blühenden und grünenden Pflanzen zeigen. Aber auch einen interessanten Krimi habe ich für euch ausgesucht und eine Familiengeschichte auf einer stürmischen Nordseeinsel. 
 

Die Blütensammlerin 

Ein Urlaub auf dem Land in Bayern von Petra Durst-Benning. 
Dabei geht es um einen regionalen Kochwettbewerb in Maierhofen und interessante Teilnehmer, die sich immer besser kennen lernen und gemeinsam viel erleben. 
 Nimmergrün

Ein interessanter Gartenkrimi von Elinor Bicks mit ihrer Kräuterhexe Lore Kukuk. 
Lore geht einer seltsamen Krankheit auf die Spur, die Pflanzen und Bäumen den Garaus macht.  Spannende Unterhaltung für die ersten Sonnenstrahlen auf dem Balkon. 



Inselfrühling 

Im Frühling auf einer Nordseeinsel, das klingt nach einsamen Stränden und frischer Luft und damit Erholung. Für Urlauber ist das sicherlich auch so, aber für die Inselbewohner bedeutet das auch Stürme in Orkanstärken und das Abbrechen von Küstenabschnitten. Dieses Buch zeigt das Leben der Inselbewohner mit einer Hochzeit und anderen Ereignissen.







Hier könnt ihr meinen Wintertipp nachlesen. Dort habe ich mich auf ein Buch beschränkt, dieses Mal war ich etwas großzügiger und ihr habt die Qual der Wahl, aber auch mehr Entscheidungsmöglichkeiten! Viel Spaß beim Lesen!


Frühlingshafte Grüße

eure Sommerlese!  


 

Sonntag, 16. April 2017

Make-Up - Xelly van Kasbergen

Tolle Beauty-Geheimnisse über Grundlagen für ein gelungenes Make-up durch Step-by-Step-Vorschläge


Xelly Cabau van Kasbergen ist Make-up-Artistin und Autorin des Buches "Make-up" aus dem Südwest Verlag. Dort verrät sie ihre Beauty-Tipps.

Xelly zeigt in diesem Buch Grundlagen und Beauty-Geheimnisse, mit denen sie auch prominente Kundinnen wie Sylvie Meis begeistert. In vielen Step-by-Step-Fotos erfahren die Leserinnen, wobei es beim Make-Up und der Frisur ankommt, um mit kleinem Einsatz große Wirkung zu erzielen.





Das Tolle an diesem Buch sind die Schritt-für-Schritt-Anleitungen für ein perfektes Make-up.


Xelly ist Make-Up-Artistin, sie stellt sich mit ein paar einführenden Worten zu ihrer Person vor und dann geht es auch schon los. Sie gibt Grundinformationen über die verschiedenen Hauttypen, deren Pflege mit Tages- und Nachtcremes, über Fältchen, Poren, Nägel, Haare und Zähne. Halt alles, was den Körper äußerlich ausmacht.


Zuerst wird erklärt, wie man seine Vorzüge ins Licht setzt, kleine Makel verdeckt und das Erscheinungsbild natürlich hervorhebt. Xelly verdeutlicht, wie wichtig Bewegung, gesunde Ernährung, genügend Flüssigkeit für den Körper und ein stressfreier Lebensstil ist, um gesund und frisch auszusehen. Besonders gut gefällt mir ihr Rauchverbot zugunsten einer schönen Haut. Es ist wichtig, die Haut regelmäßig zu pflegen, den Körper gesund und fit zu halten, denn eine optimal versorgte Haut ist die Grundlage für jedes Make-Up. 



"Schönheit beginnt in dem Moment, in dem du beschließt, du selbst zu sein. " Zitat Coco Chanel


Mit diesem Motto startet die Schmink-Schulung.


Es folgt informatives Basiswissen zu Foundation, Concealer, Puder, Blush etc. Wie erfolgt der Auftrag, wie setze ich Highlights? Wie schminke ich meine Lippen und Augen? Dazu gibt es viele Modelbeispiele in Form von Vorher- Nachher-Bildern, die die Anwendung bildhaft verdeutlichen. Es wird auch auf Fehler hingewiesen, was man vermeiden sollte und wie man kleine Patzer einfach beheben kann. Die Hinweise zu möglichen Make-up Fehlern finde ich hilfreich.


Was muss ich bei meiner Gesichtsform beachten, wie trage ich Wimperntusche auf und wie lang sollte ein Lidstrich sein? Welche Form können Augenbrauen haben und wie sieht die perfekte Form aus? Dazu gibt es ein anschauliches Bild.


Dieses Buch gibt Grundlagenwissen zur Haut, aber auch zu den einzelnen Make-up-Produkten und gibt mit speziellen Schminktipps Vorschläge, die insgesamt sehr natürlich wirken und die Vorteile der Models ins rechte Licht setzen. Die Ausstrahlung ist das Entscheidende.


Die Vorstellung der von Xelly geschminkten Celebrities finde ich ganz witzig, doch die Nachvollziehbarkeit ist sicherlich für jede einzelne Frau etwas schwierig.


Mit diesem Buch erhält man Basiswissen über Make-up, es spricht eher die jüngere Generation von Frauen an, die Models sind auch sehr jung. Dabei finde ich es klasse, wie entschieden Xelly verdeutlicht, wie wichtig ein gesunder Körper ist. Man muss mit sich selbst im Reinen sein und kleine Makel im Aussehen einfach akzeptieren. Manches kann man durch Make-up verdecken, viele Vorzüge hervorheben. Schminke soll unterstützen, nicht völlig verändern.

 

Dieses Buch eignet sich wunderbar für Schminkanfängerinnen, denn es lädt ein zum Informieren und Nachschminken. Mit vielen Beauty-Tipps erfährt man Grundlagenwissen für ein gelungenes Make-up durch Step-by-Step-Vorschläge. 




***Herzlichen Dank an den Südwest Verlag und an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für dieses tolle Sachbuch zum Thema Schminken!***

Samstag, 15. April 2017

Passagier 23 - Sebastian Fitzek

Schade, dieses Buch konnte mich nicht überzeugen!


Sebastian Fitzek ist ein Garant für Bestsellerthriller. Sein Buch "Passagier 23" erschien 2014 im Knaur Verlag.

Der Polizei-Psychologe Martin Schwartz hat vor fünf Jahren seine Frau und seinen Sohn verloren. Beide verschwanden spurlos während der Überfahrt des Kreuzfahrtschiffs „Sultan of the seas‘‘ von Hamburg nach New York. Mit der Erklärung der Reederei, es handelte sich um „erweiterten Suizid“, kann und will Schwartz sich nicht abfinden. Martin ist seitdem ein psychisches Wrack und arbeitet inzwischen als verdeckter Ermittler. Als eine ältere Dame, die Autorin und Dauergast auf der Sultan ist, ihm Hinweise zum Verbleib seiner Familie verspricht, geht er an Bord des Ozeanriesen und kommt weiteren Fällen auf die Spur. Dabei setzt er sein Leben aufs Spiel.



Wieder einmal hat mich ein Fitzek nur mittelmäßig zufriedengestellt. Es wird in diesem Buch mit wilden Ideen einfach zu sehr übertrieben. Besonders der Ermittler macht auf mich einen grenzwertigen Eindruck mit seinen fragwürdigen Aktivitäten. 


Die Grundthematik ist hervorragend für einen Thriller geeignet, es geht um spurlos verschwundene Menschen, Passagiere an Bord von Kreuzfahrtschiffen. Diese Vermissten gehören mit einer jährlichen Durchschnittszahl von 23 Personen inzwischen zur Realität dieser gigantischen Cruiseliner und werden aus enormen Kostengründen zu Suiziden erklärt. Eine polizeiliche Untersuchung würde das Urlaubsleben auf dem Schiff erheblich mindern und das Weiterfahren blockieren. Eigentlich ein Unding des Vertuschens, doch nur wenn eine verschwundene Person wiederauftaucht, fällt das auf. Hier im Thriller ist das der Fall. 


Martin Schwartz begibt sich auf den Luxusliner Sultan, erfährt vom Fall eines Mädchens, das vor Monaten verschwand und plötzlich wieder aufgetaucht ist. Sie hatte den Teddy seines Sohnes bei sich. Zu seinem Entsetzen wurde sie auf dem Schiff versteckt gehalten, damit die Öffentlichkeit nichts erfährt. Soweit so gut, aber dann kommen immer mehr Vorgänge, die schlicht und einfach unrealistisch klingen. Freiwillige Aidsinfizierung zum Beispiel. 


Die Handlung wird zunehmend unglaubwürdiger, auch konnte ich mich nicht wirklich in die Personen hineinversetzen. Was als realistisch wirkender Thriller begann, entwickelte sich zu einer Geschichte, der in meinen Augen eine authentische Handlung fehlte und die durch Effekthascherei nicht punkten konnte. Es gibt fesselnde Szenen, ohne Frage, aber irgendwie wirken die auf mich doch extrem konstruiert, so als ob dem Leser hier in bestimmten Mengen "Thrill" geboten werden sollte. 

Der Schreibstil Fitzeks ist wie gewohnt fesselnd. Man ist schnell im Geschehen mittendrin. Die kurzen Kapitel mit häufig wechselnden Personen und Schauplätzen sorgen zudem für Spannungsaufbau. Interessant finde ich die Beschreibung von Decks und Kabinen, die nicht für Passagiere zugänglich sind. Erst allmählich wird die Handlung dem Leser verständlicher und fügt sich zu einem rätselhaften Ganzen. Die vielzähligen Charaktere haben mich nicht überzeugt, sie bleiben wie auf einem Kreuzfahrtschiff blass und annonym. Immer hatte ich die Frage im Hinterkopf, welche Motive diese Personen zu ihren Taten treibt, wer der Entführer ist. Immer mehr rätselhafte Ereignisse liessen die Geschichte immer mysteriöser erscheinen. 



Am Ende gipfelt alles in einer Auflösung, die anders ist als vorher gedacht. Doch damit nicht genug, es gibt erneut eine neue Auflösung. Für mich bleibt am Ende ein Gefühl der Unlogik zurück, Motive und Handlungen einiger Figuren lassen auf psychopathische Züge schliessen.




Dieser Thriller ist mir zu übertrieben, zu durchgeknallt und schlicht und einfach unglaubwürdig. Wo ist der Fitzek, den ich so gern gelesen habe?