Freitag, 14. April 2017

Vergessen - Elke Pistor

Spannend umgesetzter Krimi, der menschliche Probleme und Krankheiten aufzeigt!


Der Kriminalroman "Vergessen" ist der erste Band einer Reihe von  Autorin Elke Pistor um ihre Kommissarin Verena Erlenbusch. Der Krimi erschien 2014 im Ullstein Verlag.


Eine mysteriöse Mordserie und eine Kindesentführung beschäftigen Kommissarin Verena Irlenbusch und ihren neuen Kollegen Christoph Todt. Die Zusammenarbeit zwischen ihnen klappt noch nicht so reibungslos, denn Christoph hat einen schwierigen Charakter und ist sehr dominant. Außerdem steht Verena auch privat unter großem Druck, sie sorgt sich um ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter. Dann lernt Verena den Neurologen Harald Enzinger kennen, der sie von ihren Problemen ablenken kann.




"Erinnerung ist wie ein Spiegel, in dem wir die erblicken, die nicht mehr bei uns sind." Zitat

 
Dieser Kriminalroman hat mich neben der spannenden Suche nach einem psychopathischen Entführer besonders mit der Tatsache beeindruckt, wie hier die Alzheimer-Erkrankung der Großmutter Ruth beschrieben wird. Der Thematik nähert sich Elke Pistor sehr feinfühlig und verdeutlicht eindringlich den Spagat, dem Verena neben ihrer Arbeit im privaten Umgang mit Ruth ausgesetzt ist.

Die Krimihandlung ist spannend aufgebaut, es beginnt mit einem fesselnden Prolog über die Entführung der kleinen Mia. Aus Mias Sicht erfährt der Leser von Zeit zu Zeit neue Einblicke, die ihr schlimmes Schicksal deutzlich machen.

Generell ist der Krimi gut aufgebaut, die Todesfälle sind mysteriös und der Plot wird unterhaltsam mit Privatem der Kommissare aufgefüllt. Auch wenn man alsgeübter Krimileser schon ahnen kann, wer hinter allem steckt, so gibt es doch interessante Aspekte, die den Fall näher durchleuchten.

Verena Irlenbusch erscheint mir sehr sympathisch, sie kümmert sich rührend um ihre Großmutter. Die Probleme mit einer schleichenden Alzheimererkrankung kann man als Leser nahe miterleben. Aber auch ihr neuer Kollege Christoph durchlebt gerade eine schwere Zeit, daher gestaltet sich ihre Zusammenarbeit nicht ganz einfach. Im Verlauf der Handlung wachsen sie aber näher zusammen, das lässt auf weitere Teamarbeit hoffen.
Das Mordmotiv hat krankhafte Gründe, diese erklärt Elke Pistor in ihrem Nachwort.

"Vergessen" kann ich allen empfehlen, die unblutige Krimis mögen, gern in Privates der Ermittler eintauchen und spannende Unterhaltung lieben.  



Wer noch mehr von der Autorin lesen möchte, der sollte den zweiten Band lesen. Ihr könnt ja mal in meine Rezension reinlesen.

Pistor, Elke - Treuetat 2

 

Kommentare:

  1. Hi Barbara, das klingt interessant. Ich werde mir den Namen der Autorin mal merken. Ich wünsche dir ein schönes Osterwochenende mit viel Lesezeit.
    Liebe Grüße Walli

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    1. Hi Walli,

      wenn wir uns beim nächsten Mal treffen, bringe ich dir das Buch mit! Erinnere mich aber bitte dran! ;-)

      Liebe Grüße und ein frohes Osterfest für dich,
      Barbara

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