Mittwoch, 24. Mai 2017

Mörderischer Freitag - Nicci French

Leider eine echte Enttäuschung

 

"Mörderischer Freitag" ist der 5. Band der Thriller-Reihe von Autoren-Duo Nicci French. Die Reihe erscheint im Penguin Verlag.

Frieda Kleins Ex-Lebensgefährte Sandy wird ermordet in der Themse aufgefunden. An seinem Handgelenk trägt er ein Patientenarmband mit ihrem Namen. Frieda ist tief getroffen und wird Tatverdächtige angesehen. Doch bevor es zur Anklage kommt, hat Frieda Klein sich abgesetzt und ermittelt auf eigene Faust.


Bei dieser Buchreihe bin ich mit diesem Band, immerhin Nr. 5,  sozusagen als Quereinsteiger eingestiegen. Keine gute Idee, wie sich beim Lesen herausgestellt hat. 

Aber von vorn. Der Thriller beginnt mit einem grandiosen Prolog, in dem das Kind Kitty die Hauptrolle spielt. Leider ist im folgenden Buch nie wieder die Rede von dieser Kitty. 

Der erste Mordfall geschieht und die Spuren des Ermittelnden Detectives Hussein und Bryant führen zu Dr. Frieda Klein. Sie war vor einiger Zeit mit dem Toten liiert, hatte sich aber von ihm getrennt. War sie wirklich die Täterin?
Bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch voll bei der Sache und der Thriller zog mich mit sich. Doch dann begann Frieda Klein, die von der Polizei für schuldig gehalten wird, selbst zu recherchieren. Sie taucht unter und irrt scheinbar ziellos durch London, sucht Bekannte des Toten auf, die sie befragt. 

Diese Frieda Klein ist für mich eine merkwürdige Person, sie wird in diesem Buch leider nicht näher beschrieben, aber sie nahm wie selbstverständlich den Platz der Protagonistin ein. Eine Figur, die auf mich so unbeschrieben wirkt wie ein leeres Blatt. Hier stellte sich mir die Frage, ob man diesen Band ohne Vorkenntnisse überhaupt lesen kann. Ich widmete mich weiter Friedas Ermittlungen, nebenbei hätte ich gerne selbst mitgerätselt, aber die weiteren Figuren erschienen wie aus dem Hut gezaubert und so verwirrte mich das Ganze mehr und mehr. Wer ist diese ominöse Figur von Dean Reeve? Leider muss die Lösung dieser Frage in Teil 1-4 versteckt sein. 

Erschwerend kam noch die Geschichte mit Frieda als Kindermädchen hinzu, dort gibt es den 2-jährigen Ethan, dessen Reifezustand leider so gar nicht seiner Altersklasse entspricht. Hier fehlt den Autoren wohl der echte Vergleich mit Kindern diesen Alters. 


Ich konnte weder Lesespaß, geschweige denn echten Thrill bei diesem Buch fühlen. Daher vergebe ich nur zwei Sterne, denn ehrlich gesagt, ich bin richtig enttäuscht. 

***Ich bedanke mich beim Verlag und beim Blogger-Portal für dieses Buch, auch wenn es mich leider nicht überzeugen konnte.***


Kommentare:

  1. Hallo Barbara, das ist dann immer schade um die eingebrachte Lesezeit. Zwei Sterne bei DIR beeindrucken mich sehr. Ich dachte Nick French wär so eine Gute Thriller-Schriftstellerin,,,den letzten Teil einer Reihe zu lesen ist immer schwierig, so ging es mir ja mit Zafon,,,
    LG Angela

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    1. Liebe Angela,

      ich vergebe ja selten nur zwei Sterne, daher kannst du dir vorstellen, wie unspannend ich dieses Buch finde.
      Der Schrebstil ist in Ordnung, aber von der Handlung her, konnte ich leider die Reihe und den Sinn dahinter nicht verstehen. Zafon ist übrigens auch überhaupt nihct mein Fall.

      Liebe Grüße und einen schönen Himmelfahrtstag,
      Barbara!

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    2. Was ich noch vergessen habe:
      Mit diesem Band ist ja das Ende der Reihe noch gar nicht erreicht! Es geht noch weiter, ohne mich wahrscheinlich!

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  2. Versteh ich gut. Tu Dir das bloss nicht an- wenn es geht.

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