Donnerstag, 11. Januar 2018

Gegenwind - Gisa Pauly

Mit Mamma Carlotta auf Verbrecherjagd


Gisa Pauly hat eine Fangemeinde, die ihren Krimis über Mamma Carlotta auf Sylt bedingungslos folgt. Ihr 10. Band der Reihe "Gegenwind" erschien 2016 im Piper Verlag.

Die sizilianische Mamma Carlotta Capella, Schwiegermutter des Sylter Kommissars Erik Wolf, ist zufällig an Ort und Stelle, als ein 17-jähriger Läufer in ihren Armen stirbt. Sport ist Mord, so ihr Motto, deswegen hält sie auch nichts davon. Da sie eine echte Spürnase hat, ihre Kontakte gewieft befragt, kommt sie dem Fall schnell auf die Spur und mischt sich damit natürlich mal wieder in die Ermittlungen ihres Schwiegersohns und dessen Team. Nebenbei bekocht sie die halbe Sylter Insel, denn an ihrem Tisch geht es stets gewohnt italienisch und besonders kulinarisch zu.   


Mal wieder hat mich Mamma Carlotta mit ihrer liebenswürdigen Art begeistert. Sie ist eine Seele von Mensch, versteht ihre friesischen Freunde mittlerweile hervorragend und kann sich perfekt in andere Menschen eindenken. 

Die Krimihandlung ist jedoch nicht nur schmückendes Beiwerk, der Fall wirkt authentisch und lässt auch das Spannungsmoment nicht außer Acht. Einige geschickte Wendungen sorgen für mehrere Tätervermutungen und man kann bis zum Schluss miträtseln.

Mir gefällt es, wenn Carlotta vor Aufregung stets italienisch redet und ihr Wortschwall sich über die Anwesenden ergießt. Ihre Enkel liebt sie abgöttisch und auch für ihren Gast Ida hat sie immer Verständnis. Selbst für die vielen Pflegetiere, die Ida immer ins Heim der Familie Wolf schleppt. Die Tiere sorgen für zusätzliche Aufregung im Haus Wolf, denn nicht nur Eriks Katzenhaarallergie ist ein Problem, auch die Tiere passen nicht immer harmonisch zusammen.

Gisa Pauly beschreibt alle Protagonisten mit Ecken und Kanten und zeigt damit ein genaues Bild der Personen. Als Regionalkrimi erlebt man nicht nur einige reale Schauplätze wie Carlottas Feinkost Meyer, sondern auch die familiäre Atmosphäre am Esstisch der Familie Wolf. Dort bietet Mamma allerlei italienische Leckerbissen in mehreren Gängen an, bei deren Erwähnung man richtig Appetit bekommt. Zum Nachkochen finden sich im Anhang dann diverse Rezepte, z. B. für Ribollita, Spinatlasagne und Tapenade (Olivenpaste). Schon dafür lohnt es sich, das Buch zu kaufen.


Dieser Sylt-Krimi besticht durch den italienischen Touch der ermittelnden und kochenden Großmutter Carlotta. Man kann hier lockere Unterhaltung mit spannender Krimihandlung verbinden und erlebt schöne Lesestunden.




Kommentare:

  1. Liebe Barbara,

    Mamma Carlotta, die steht gleich hinter Kluftinger auf der Leseliste. Aber auch dazu bin ich leider noch nicht gekommen.
    Ach Menno, ich habe viel zu wenig Lesezeit :-)
    Aber schön zu wissen, dass die Bücher lesenswert sind.

    Liebe Grüße
    Conny

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    1. Liebe Conny,

      ich habe auch noch viele Bände der Reihe vor mir. Aber das sehe ich nicht als Zwang an. Was ich noch bekomme, lese ich, alles andere lasse ich halt. :-)
      Magst du es haben? Ich schicke es dir gern.

      Lesezeit lege ich einfach mit ins Buch! :-)

      LG und einen schönen Abend, jetzt habe ich einen steifen Nacken vom vielen Schreiben und Lesen. Bravo! :-(

      LG Barbara

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    2. Liebe Barbara,

      danke für das Angebot!
      Aber wenn, würde ich die Reihe gerne in der richtigen Reihenfolge lesen. Die ersten 3 Bände habe ich sogar schon als eBook :-)

      Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag!

      Conny

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  2. Ich liebe Krimi´s :))Aktuell lese ich ein witziges Buch zumindest verspricht das das Cover. Ich warte gerade auf das witzige *gg
    LG und ein schönes WE für Dich
    Von Heidi

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    1. Liebe Heidi,

      welcher Krimi ist das denn?
      Und nicht jedes Buch hält leider was das Cover verspricht.

      Auch für dich ein tolles WE,
      mach es gut, Barbara

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