Freitag, 29. November 2019

Freitags-Füller # 165


Noch zwei Tage und die erste Kerze erleuchtet den Adventskranz. Ab Samstag startet für mich eine schöne, aber auch mit zahlreichen Chorauftritten gefüllte Woche. Am meisten freue ich mich auf eine besinnliche Andacht in unserer Kirche und ganz besonders auf die anschliessende Weihnachtsfeier vom Chor. Doch bis dahin sind noch drei andere Termine zu bestehen.



 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Duftende Kerzen mag ich ganz gern, aber am liebsten sind mir naturbelassene Kerzen aus Bienenwachs. Ich ziehe jedes Jahr mit meiner Nachbarin meine Leuchterkerzen.

 

2. Am Adventskranz hält es leider nicht sehr lange frisch und wird schnell trocken, das Tannengrün. 

 

3. Wenn nix mehr geht, kommt von irgendwo ein Lichtblick her. Erst mal tief durchatmen und nicht so schnell resignieren, das ist mein Motto.  

 

4. Ein schönes Fußbad hilft zur Durchblutung, es ist gut für warme Füße.

 

5. In der Küche geht es zur Adventszeit bei vielen Menschen rund, mal sehen, was ich so alles kochen werde.  

 

6. Ich bin eher Stirnbandtyp als Mützentyp.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Chorprobe mit Weihnachtsliedern, morgen habe ich einen Chorauftritt im Freien (geplant) und Sonntag geht es schon weiter mit einer weihnachtlichen Andacht in einer Kirche und vorherigem Kaffee und Kuchen.

 

Ein schönes 1. Adventswochenende wünsche ich euch,

  eure Sommerlese

Donnerstag, 28. November 2019

Lavendel-Gift - Carine Bernard

Wohlfühlstimmung und Spannung verknüpfen sich in diesem Provence-Krimi


Die im Knaur Verlag erschienene Krimireihe von Carine Bernard aus der Provence bekommt nach "Lavendel-Tod" Zuwachs von "Lavendel-Gift".

Im provenzalischen Städtchen Carpentras absolviert Lilou Braque ihr letztes Praktikum für die Ausbildung zur Commissaire, als sie ihren Nachbar Frédéric Benoit tot auffindet. Sie ist betroffen, denn dieser alte Mann hat ihr netterweise ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Commissaire Demoireau macht sie sich an die Ermittlungen. Die Spur eines alten Familienkochbuchs der Benoits scheint für Lilou eine Schlüsselrolle zu spielen.

Dieser Krimi hat mich wunderbar unterhalten, er ist spannend, kulinarisch und auch ein wenig emotional. Und das Schönste sind die Einblicke in die herrliche Landschaft dieser Gegend, man ahnt den Duft der Lavendelfelder und taucht genussvoll in die zubereiteten Gerichte ein.
Mit Lilou erleben wir eine Krimiermittlung, die sie am liebsten selbst in die Hand nehmen würde, doch sie macht nur ein Praktikum und ist von ihrem Vorgesetzten abhängig. Grundsätzlich nimmt sie hier niemand so richtig ernst in ihrer Aufgabe als zukünftige Commissaire und sie wird von Kollegen als bessere Schreibkraft ausgenutzt. Doch sie beißt sich tapfer durch und entdeckt die entscheidenden Puzzleteile in dieser Ermittlung.

Der für diese Gegend so typische Lavendel zieht sich durch das ganze Buch. Die Landschaft wird beschrieben, es wird viel gekocht und gegessen und natürlich kommt auch immer mal ein Glas französischer Wein auf den Tisch. Man kann dieses Lebensgefühl von savoir-vivre wunderbar genießen.
Dennoch ist auch die Ermittlung spannend zu beobachten und alles logisch nachzuvollziehen. 

Die handelnden Figuren bekommen mit den besonderen Charakterzügen und vielen Facetten ein Eigenleben, die sie erkennbar machen.
Die Mordaufklärung erfordert viele Befragungen, bei denen sich Lilou sehr gewitzt anstellt und ihre eigenen Theorien entwickelt. Mehrfach hatte ich eine Lösung vor Augen gehabt, die sich durch raffinierte Wendungen wieder zerschlugen. Das Ende ließ mich als Leserin zufrieden das Buch zuklappen und auf weitere Krimifolgen hoffen.


Ein sowohl unterhaltsamer als auch spannender Provence-Krimi, der mit seiner sympathischen Ermittlerin und dem Flair der Gegend punkten kann.


***Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplare!***



Lavendel-Tod1

Dienstag, 26. November 2019

Draussen - Volker Klüpfel & Michael Kobr

Actionreich und spannend, grundsolide, aber nicht ausdrucksstark genug

Überlebenskampf im Wald


Der Ullstein Verlag präsentiert den Thriller "Draussen" vom Bestsellerduo Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Mitten im Brandenburger Wald lebt fernab der Zivilisation ein Trio und trainiert Nahkampftechniken und Überleben in der Wildnis. Der Anführer ist Stephan, ein durchtrainierter und undurchsichtiger
Mann, der die Geschwister Cayenne und Joshuah beschützen will und wie eine kleine Familie durch den Wald führt. Über ihnen scheint eine tödliche Bedrohung zu schweben, sie werden verfolgt und später auch angegriffen. Doch warum? Besonders Teenagerin Cayenne sehnt sich nach Gesellschaft mit anderen Menschen und spielt dieses Prepper-Spiel im Wald dennoch perfekt mit. 


"Das ist die Männerschmiede der Legion. Hier machen wir aus Gesindel Soldaten." Zitat Seite 125

Erstmalig schreiben Klüpfel und Kobr nun auch Thriller und wagen sich dabei auf dünnes Eis, schliesslich kennt man von ihnen den regionalen Krimi mit Kultfigur Kluftinger, der für humorvolle Unterhaltung sorgt.

Dieses Buch beginnt mit einem wirklich fesselnden und übergriffigen Prolog, der mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat. Und es geht spannend und actionreich weiter.

Neben der Stephans Gruppe im Wald, erzählt ein weiterer Handlungsstrang aus dem Leben von Jürgen Wagner, Lobbyist der Energiewirtschaft, der seine Interessen skrupellos in die Berliner Politik einbringt und vor Verbrechen nicht Halt macht. 
Zusätzlich bringt ein unbekannter Tagebuchschreiber Einblicke in sein Leben bei der Fremdenlegion.

Man kann sich lange Zeit keinen Reim auf die Zusammenhänge und den Grund von Stephans verborgenem Leben im Wald machen. Einige Übergriffe und ständige Kampfszenen deuten auf einen wichtigen Grund hin, der ihn zu diesem Handeln getrieben hat. Auch Cayenne scheint ihr Leben im Wald satt zu haben und sehnt sich nach Gesellschaft von Gleichaltrigen. Ihre Fragen prallen an Stephan ab und ehe sie sich versieht, wird sie von einem Unbekannten angegriffen und muss um ihr Leben kämpfen.

Mir hat dieser neue, brutale und actionreiche Erzählton des Autoren-Duos gefallen, ich konnte mich in die jeweiligen Szenarien hineindenken und war wirklich gefesselt. Allerdings werden zuviele Problemsituationen und Fragen aufgeworfen, die Inhalte werden immer wieder mit Actionszenen überladen, ohne erklärend zu wirken. Zusätzlich wird mit einem totalen Stromausfall eine Weltuntergangsstimmung beschrieben, die einen Super-Gau andeutet oder ein Endzeit-Szenario. Die Prepper sind mit ihrem Überlebenstraining auf solche Szenarien vorbereitet. Die Politik leider nicht.
Diese zusätzlichen Vorgänge beschweren meiner Meinung nach den Plot und wären doch gar nicht nötig. Die Waldfamilie und ihre Verfolger bieten eigentlich schon ausreichend Thrill.

Thrillermäßig laufen am Ende die Handlungsstränge zusammen und erklären sich in einem aufreibenden Showdown.

Insgesamt ist dieser Thriller spannend und unterhaltend, aber auch reichlich überkonstruiert und mit zuvielen Actionsszenen überladen. Manchmal ist weniger mehr, der bescheidene Kluftinger könnte den Autoren da sicherlich Tipps geben. 


***Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag und an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar!***



Montag, 25. November 2019

Fächergemüse aus dem Ofen - Stéphanie de Turckheim

Gefülltes Obst und Gemüse wird hier durch die Fächeroptik zum Augen- und Gaumenschmaus 

Der neueste Trend mit Ofengemüse

   
Im Bassermann Verlag erscheint das Kochbuch "Fächergemüse aus dem Ofen", Stéphanie de Turckheim stellt einfache Rezepte vor, die selbst harte Gemüsemuffel weich werden lassen.

Fächergemüse ist eine einfache und abwechslungsreiche Art, Gemüse auf den Tisch zu bringen. Es wurde ein großer Erfolg, als das schwedische Restaurant Hasselback sie als erste präsentierte. Als Hasselbackgemüse ging diese Form der Zubereitung in die Kochgeschichte ein. Gemüse und Kartoffeln werden im Ofen gegart und werden damit zum aromatischen Geschmackserlebnis und sind auch optisch ein Hingucker.



Es ist egal, ob mit Zucchinis, Auberginen, Tomaten, Kartoffeln oder Äpfeln: Fächergemüse-Rezepte lassen sich aus fast jedem größeren Obst oder Gemüse zubereiten. Einfach einschneiden, füllen oder mit Öl bepinseln, ab in den Ofen und schon steht ein Augen- und Gaumenschmaus auf dem Tisch. Außerdem bleiben durch die schonende Zubereitung im Ofen die Vitamine und Nährstoffe erhalten und man hat mal etwas anderes auf dem Speiseplan als üblich. Dank unterschiedlicher Gemüsesorten und der vielfältigen Variation an Füllungen, gelingt immer wieder ein neues Geschmackserlebnis, mit dem man es auch vielen Esstypen recht machen kann. Das Gemüse eignet sich je nach Kombination als Hauptspeise oder als Beilage.

Nach einer kurzen Einleitung wird erklärt, was man beim Einschneiden des Gemüses beachten muss, wonach man das Obst und Gemüse auswählen sollte und welche Füllungen sich anbieten. Auch die idealen Kombinationen werden aufgeführt, um unkomplizierte und geschmacklich harmonierende Ergebnisse zu erzielen.
Der Rezeptteil gliedert sich in drei Kapitel:

Fleischlos glücklich:
Kartoffeln mit Äpfeln und Thymian
Aubergine mit Olivenöl und Zatar (Foto)
Zucchini mit Zwiebeln und Tomaten
Birnen mit Gorgonzola und Walnuss 




Mit Speck, Wurst & Co.:
Kartoffeln mit Wurst, Käse und Meerrettichsauce
Kartoffeln mit Raclettekäse, Bündnerfleisch, Gürkchen und Zwiebeln
Süsskartoffeln mit Bacon, Ahornsirup und Pekannuss (Foto)
Kürbis mit Räucherspeck, Käse und Muskatnuss (Foto)
Ananas mit Chorizo und Garnelen 





Desserts:
Äpfel mit Marzipan und Orangenblütensirup
Mango mit Honig
Flambierte Ananas mit Ingwersirup
Feigen mit Honig und Thymian

Bei den einzelnen Rezepten werden stets nur wenige Zutaten verwendet. Es findet sich eine verständliche Anleitung, die Personenzahl, die Dauer der Zubereitung und die Garzeit im Ofen. Auch gibt es Angaben über den Schwierigkeitsgrad und über das nötige Budget. Besondere Hinweise erklären spezielle Zutaten, wie beispielsweise Zatar und sie geben auch Ersatzmöglichkeiten an. Weiterhin gibt es Variationsmöglichkeiten und besondere Tipps.


Ein nach Zutaten geordnetes Register schliesst dieses Buch übersichtlich ab.

Schneiden, füllen, backen, schon steht ein köstliches Essen auf dem Tisch.
Eine leckere Idee, die einfach und gut vorzubereiten ist, im Ofen fertiggestellt wird, wunderbar aussieht und auch noch herrlich schmeckt. Wann bereitet ihr Fächergemüse zu? 

***Herzlichen Dank an den Bassermann Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***




Gebrannte Mandeln

Gebrannte Mandeln

Was passt besser in die Adventszeit als gebrannte Mandeln?
Schon von weitem duften die gebrannten Nüsse und Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt und locken damit klein und groß an!
Dabei kann man sie ganz einfach selbst zubereiten und sie eignen sich auch hübsch verpackt in Papiertüten gut als Geschenk. Hier verrate ich euch das Rezept, bei dem weniger Zucker verwendet wird als bei den Weihnachtsbuden.



Zutaten: 
200 g Mandelkerne
110 g Zucker 
100 ml Wasser
1 Teel. Zimt 
1 Prise Salz 
1 Teel. Butter

Zubereitung: 
In einer beschichteten Pfanne das Wasser mit Zucker, Zimt und Butter aufkochen, die Mandeln dazugeben. Unter ständigem Rühren etwa 5-8 Minuten einkochen, bis die ganze Flüssigkeit verdampft ist.




Jetzt wird der Zucker trocken und bröselig. Danach solange weitererhitzen und rühren, bis der Zucker flüssig wird und zu karamellisieren beginnt, dann bekommt er einen feinen Glanz und legt sich um die Mandeln. Hat er die Mandel komplett eingehüllt, sind sie fertig. Das vollständige Karamellisieren kann weitere 5-8 Minuten dauern. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst ist die Zuckerschicht bitter. Die Mandeln auf einem Backblech oder Backpapier abkühlen lassen. Die ausgekühlten Mandeln in einem Glas oder einer Dose aufbewahren.


Ganz wichtig ist das Rühren! Und die Mandeln nicht zu früh herausnehmen, sie werden sonst nicht glänzend und knackig. 


Vielleicht probiert ihr es ja mal selbst aus. 
Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit und leckere Zucker-Mandeln!


 

Sonntag, 24. November 2019

Wochenrückblick KW 47/2019

Was habe ich diese Woche eigentlich gemacht?



Vorbei ist die Zeit mit Sonnenschein, nun ist der dunkle November wohl oder übel angekommen. Die bunten Blumen gibt es nun nur auf der Decke und mit wohlduftenden Kerzen, heißem Tee oder Kaffee kann man sich jetzt stimmungsvolle Wärme herbei zaubern und in den Büchern in wärmere Gefilde träumen.

Gesehen:   

TV: Die Schneekugel: Weihnachtliche Unterhaltung, leicht romantischer Film, der vor allem mit schönen Bildern in Erinnerung bleibt.
 

Gehört:
Radiogedudel

Gelesen:
Getan: 

Meine Mutter besucht und mit ihr einen schönen Tag verbracht. 
Außerdem den Post für die Blogtour zu Tannenduft mit Todesfolge veröffentlicht. Noch könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen, wenn ihr das Lösungswort erratet. 

https://sommerlese.blogspot.com/2019/11/tannenduft-mit-todesfolge-tatjana-kruse.html
  
Gegessen: 
  
Hawai-Schnitzel mit Pommes und Salatteller; Tortellini mit Spinat-Ricotta-Füllung und Gorgonzola-Sauce; Brokkoli-Kartoffel-Auflauf; China-Büfett; Maultaschenpfanne mit Paprika, Tomaten und Ei-Käse-Haube; Frühstücksbüfett; Chili con Carne mit Reis; Johannisbeer-Baiser-Kuchen


                                                               
Gedacht: 

Wahnsinn, noch eine Woche und schon ist wieder Advent.

Gefeiert:  
 
Die Geburtstage von zwei Nachbarinnen mit einer Frühstückseinladung.
 
Gestaunt: 

Wieviele Termine im Moment für die nächste Zeit ins Haus flattern. 
 
Gefreut: 

Über wunderbare Buchpost von der lieben Kerstin alias Buchraettin.

Geärgert:  

Über dies und das.
                    
Gekauft:

Ein paar Zimmerpflanzen und Lebensmittel.

Geklickt:

Die Blogtourdaten abgeklappert.
 

Ich wünsche euch eine schöne Woche,

Eure Sommerlese

Samstag, 23. November 2019

Ich: Elton John - Autobiografie

Intime Einblicke in sieben Jahrzehnte voller Höhen und Tiefen 


Die Autobiografie "Ich: Elton John" wurde in einer Übersetzung von Harriet Fricke, Stephan Glietsch und Torsten Groß im Oktober 2019 im Heyne Verlag veröffentlicht.


Sir Elton John, geboren 1947 als Reginald Kenneth Dwight, ist mit über 450 Millionen verkauften Tonträgern einer der erfolgreichsten Musiker der Welt. 

Er ist Singer-Songwriter, ein begnadeter Klavierspieler und wurde als absoluter Paradiesvogel ein Liebling der Titelseiten. Seine Karriere ging über Höhen und Tiefen, seine Erfolge spielten Millionen Dollar ein und seine Bekanntschaften wechselten zwischen Musik- und Promiwelt.  
 


Seine Kindheit im Londoner Vorort Pinner wurde überschattet von der schwierigen Beziehung zu seinen Eltern. Er träumte von einer Karriere als Popstar, gemeinsam mit Partner Bernie Taupin machte er seine ersten musikalischen Erfahrungen und mit 23 Jahren hatte er seinen ersten Auftritt in den USA und wurde umjubelt, damit war er angekommen in der Musikwelt.

Wie Elton John, der Paradiesvogel der Musikszene, schillert auch der Einband in bunten Farben und passt damit perfekt zu diesem Ausnahmemusiker. 

Diese Biografie enthüllt sehr offen, ehrlich, schonungslos gegen sich und gegen andere und nicht ohne Humor Stationen aus Elton Johns Leben. Es geht um die Namensfindung, Eindrücke seiner Kindheit, Erlebnisse in der Musikerszene, seine Drogensucht und Homosexualität, die Gründung seiner AIDS-Stifung, den Verlust von Freunden, sein Wunsch einer Vaterrolle, seine Partnerschaften und seine Auftritte und Auseinandersetzungen mit anderen Musikern. 
Es wird emotional, launisch, auch ein wenig exzentrisch, man verzeiht es ihm, weil man auch einen nach Liebe suchenden Menschen entdeckt, der sich für andere einsetzt. 
Seine Tiefpunkte verschweigt Elton John nicht, er hat manche Erfahrungen mit Kokain und Alkohol gemacht, die er anderen Menschen lieber ersparen möchte. Er berichtet auch offen von Streitigkeiten mit anderen Musikern, von Enttäuschungen und späten Einsichten.


Dabei kann man dem Buch viele unterhaltsame Informationen entnehmen, den Entstehungsprozeß bestimmter Songs miterleben und die Freunde und Bekanntschaften des Musikers kennenlernen. Zahlreiche Prominente wie Rod Stewart, John Lennon, Richard Gere, Sylvester Stallone, Steve Rubell, Andy Warhol, Gianni Versace oder Lady Diana tauchen in Episoden seines Lebens auf. Das seitenstarke Buch wird anschaulich aufgelockert durch mehrere Fotostrecken auf Kunstdruckpapier. 

Manche Dinge werden akribisch genau beschrieben, es ist ein recht umfassender Rückblick, 70 Jahre sind schon eine lange Zeit, die bei diesem intensiv gelebten Rockstarleben auch für viele Songs, unzählige Eindrücke und extreme Höhen und Tiefen gesorgt hat. 

Ich kann die vielen Songs, die ich von Elton John kenne und die mich begeistert haben, gar nicht alle zählen. Er ist ein Ausnahmekünstler, ein Sänger, ein Musiker, der jahrelang im Rampenlicht stand und mit seinen schrillen Bühnenoutfits und Eskapaden für Auffallen sorgte. Scheinbar ist er jetzt im Alter von 70 Jahren endlich mit seiner Familie in einem erfüllten Leben angekommen, am Ende zählt nur die Liebe. 

Ein tiefer Blick hinter die schillernde Fassade des Menschen Elton John, sowohl für Fans als auch für Musikinteressierte sehr interessant, unterhaltsam und beeindruckend selbstkritisch geschrieben.


***Herzlichen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***