Seiten

Sonntag, 24. Mai 2026

Tödliche Hallig - Hendrik Berg

Fesselnder Krimi mit Wattenmeer- und Hallig-Atmosphäre 

Im Goldmann Verlag erscheint mit Tödliche Hallig von Hendrik Berg der 12. Band der Nordsee-Krimireihe. 

Im nordfriesichen Wattenmeer wird vor der Hallig Süderoog eine männliche Leiche gefunden. Theo Krumme und seine Kollegin Pat aus Husum untersuchen den Fall. Wer ist der Mann, wurde er angespült oder hier ermordet? Theo befragt die Bewohner der Hallig, ein junges Paar und eine Gruppe von Archäologiestudenten, die hier nach alten Schiffsspuren suchen.  

 


 

Direkt im Wattenmeer liegt einsam die Hallig Süderoog, die zur Gemeinde Pellworm gehört. Wer hier abgeschieden lebt, ist von den Gezeiten abhängig, nur umgeben von Wasser und den Geräuschen der Vögel und des Meeres. So einsam zu leben, ist nicht einfach und manchmal wohl auch beängstigend, wenn Stürme toben und die Wellen über die Hallig steigen. Hendrik Berg hat diese spezielle Stimmung gut eingefangen und in seinen Krimi eingewoben. 

Der Ermittler Theo Krumme ist ein sympathischer und angenehmer Mensch, der seine Arbeit einfühlsam und mit der nötigen Ruhe erledigt. Mit seiner Kollegin Pat ist er ein eingespieltes Team, die sich gut ergänzen. Der flüssige Erzählstil Hendrik Bergs lässt sich sehr gut lesen, die Figuren werden vor dem Hintergrung der Nordsee-Atmosphäre mit den Gezeiten der Nordsee vorgestellt und man kann sich gut in die Handlung hineinfühlen. Für gruselige Stimmung sorgt die alte Legende um den dunklen Nickels, der aus dem Meer steigt und Menschen holt. Einige Figuren scheinen mit ihren fiesen Charakterzügen direkte Nachfahren dieses Nickels zu sein. Deshalb vermischt sich im wabernden Nebel öfter Legende und Wahrheit. 

Dank der bildhaften Landschafts- und Szenenbeschreibungen war ich mittendrin, spürte die wechselnde Atmosphäre des Meeres und erlebte die Figuren aus nächsten Nähe. Ich rate bei Krimis immer gerne mit, doch es war mir nicht möglich, den Täter selbst zu ermitteln, dafür kamen einige Hinweise erst sehr spät. 
 
Die Spannung baut sich allmählich auf, es gibt eine fesselnde Grundstimmung und einige bedrohliche Szenen sorgen für Nervenkitzel. Die Mischung aus glaubhafter Ermittlertätigkeit, die örtlichen Wechsel zwischen Pellworm und der Hallig und ein Gang durchs Watt wirken sehr authentisch und prägen den Krimi in besonderem Maße.  

Fesselnder Krimi, der mit einem interessanten Fall, echter Nordsee-Atmosphäre und glaubhaften Figuren punktet!

 
***Herzlichen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!***  
 

 
 
  • Berg, Hendrik - Lügengrab 2
  • Berg, Hendrik - Schwarzes Watt 4
  • Berg, Hendrik - Kalte See 5  
  • Berg, Hendrik - Dunkler Grund 7
  • Berg, Hendrik - Tödliche Hallig 12 
  • Wochenrückblick KW 21/2026

     







    Frohe Pfingsten!


     Was war in dieser Woche los?

     
     
    Die Woche verging wie im Fluge, zum Glück wechselte das Wetter von kühl zu sommerlich warm. Noch blühen einige Rhododendren und die blauen Kugeln des Allium, die Rosen beginnen und einige vorgezogene Hortensien sieht man hier und da schon. In meinem Garten ist das Grün der Frühblüher inzwischen verdorrt und konnte gemeinsam mit den verblühten Rhodendronblüten entfernt werden. Nun beginnen die Rosen zu blühen, üppiger denn jeh. Der warme Wetterumschwung verlockt dazu, um draußen zu lesen, doch bei dem täglichen Baulärm geht das erst, wenn die Arbeiter Feierabend machen. Aber jetzt steht das Pfingstwochenende vor der Tür und damit ist Baustopp und die Chance für lärmfreie Lesezeit im Freien!  
     
     
    Gesehen:   
     
    Let´s Dance: 
    Mord bei Nordwest 

    Gelesen:   

  • Windjammer - Gisa Pauly                                           4⭐
  • Es fährt ein Buch durchs ABC - Karsten Teich   5⭐
  • Heimatsommer - Petra Durst-Benning                  3
  •    

    Getan:  
     
    Lesen, Bloggen, Rezensionen schreiben, Haarschnitt beim Friseur, Besuch bei meiner Mutter, Chor-Probe, Let´s Dance gesehen, im Garten gemuckelt und mal wieder Fenster geputzt. 
     
     
    Gefreut:    
     
    Über Buchpost:  
     
    Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die zugeschickten Titel! Ich freue mich schon sehr darauf! 
     




      
    Gegessen: 

    Thunfisch mit Hummersauce und Pommes, dazu Salat; Spargel mit Schinken und Salzkartoffeln; Gemüsesuppe; Pizza mit buntem Salat; Tofu mit Gemüse in Asia-Sauce, dazu Reis; Putengulasch mit Reis und einmal mit Ramen; Erdbeeren; 









    Gedacht:        

    Das Erdbeerfest im Seniorenheim meiner Mutter würde liebevoll vorbereitet. Zu Kaffee und Erdbeerkuchen gab es noch Erdbeer-Bowle und ein Alleinunterhalter verbreitete an der Gitarre mit seinen Liedern gute Stimmung. Es wurde geschunkelt und auch mitgesungen, eine schöne Abwechslung im normalen eintönigen Alltag.  

    Gefeiert: 

    Den bunten Nachmittag beim Erdbeerfest begleitet. 

    Geärgert: 

    Dass mir auf Insta eine Autorin nach einer drei-Sterne-Rezension entfolgt ist. Merke ich mir und sie verliert damit viele Karma-Punkte!

    Gekauft:  

    Erdbeeren, Aprikosen, Paprika und weitere Lebensmittel 

    Geklickt: 

    Wetterbericht 
     

    Ich wünsche euch ein schönes Pfingstwochenende! 

    Herzliche Grüße,

    Eure Sommerlese 

    Freitag, 22. Mai 2026

    Windjammer - Gisa Pauly

    Mamma Carlotta ist Kult!

    Im Piper Verlag erscheint mit Windjammer der 20. Band der Reihe um Mamma Carlotta von Gisa Pauly. 

    Mamma Carlottas Stammkneipe feiert 20. Geburtstag, doch so richtig Zeit zum Mitfeiern hat sie leider nicht, denn Ehepaar Lünnemann glaubt ihr verschwundenes Kind wiedererkannt zu haben, das vor fünf Jahren im Babyalter verschwand. Das berührt Carlottas Herz ganz besonders und auch ihr Schwiegersohn Kriminalhauptkommissar Erik Wolf kümmert sich um den Fall, wird aber in eine Mordermittlung hineingezogen. Ein Bildhauer ist getötet worden und anscheinend hatte er einige Geheimnisse zu verbergen.   


     

    Wer die Reihe kennt, weiß, dass man mit der vorwitzigen und lebensbejahenden Carlotta viel erleben kann und neben ihren kulinarischen Köstlichkeiten auch Krimispannung und Humor erwarten darf. 

    Ich habe mich auf ein Wiedersehen mit Carlotta und ihrer Familie auf Sylt gefreut und auf ihre wunderbaren Gerichte, mit denen sie sie verwöhnt. 

    Dieses Mal darf Carlotta sogar offiziell bei den Ermittlungen um den verschwundenen Jungen mithelfen. Natürlich mischt sie auch im Fall den toten Bildhauers mit und versucht gleichzeitig, es ihrer Familie und ihren Freunden recht zu machen. Der charmante Gastwirt Giovanni versucht sein Glück bei Carlotta, was ihrem Enkel Felix total missfällt, der bei Giovanni eine Kochausbildung erhält. Und Tove Griess, Wirt der Käptn’s Kajüte, möchte Carlotta gerne für sein 20-jähriges Jubiläum anheuern. Es wird nicht langweilig und die quirlige Italienerin ist mit vollem Engagement bei der Sache.

    Durch die parallel laufenden Handlungsstränge wird man über die Ergebnisse der Ermittlungen informiert und in einem rasanten Tempo in Carlottas private Erlebnisse eingebunden. Verschiedene Perspektiven und Szenenwechsel sorgen für Spannung und die personellen Verwicklungen bringen einige Verdachtsmomente mit sich. 

    Wie gewohnt sorgt Carlottas italienische Küche sehr als Appetitanreger und wer Lust auf so ein Gericht bekommt, kann die Rezepte im Anhang nachkochen.  

    Die temperamentvolle Italienerin ermittelt mit ganz viel Herz auf Sylt! Schönes Nordsee-Flair, italienische Küche und ein kniffliger Fall sorgen für gute Unterhaltung.  

     

    ***Herzlichen Dank an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 


     

    Mittwoch, 20. Mai 2026

    Es fährt ein Buch durchs ABC - Karsten Teich

    Eine humorvolle und lehrreiche Reise durch das ABC

    Im Tulipan Verlag erscheint das Bilderbuch Es fährt ein Bus durchs ABC von Karsten Teich.  

    Ein Busfahrer mit blauer Mütze und farblich passender Jacke fährt seine abenteuerliche Tour über Stock und Stein durchs Buchstabenland und sammelt unterschiedliche Tiere und krasse Figuren ein, die bei ihm mitfahren wollen. Den Anfang macht der Alligator mit Antenne, auf dessen Rücken Amsel, Auerhahn und Auerhenne sitzen. Weiter geht es mit dem Bär und dem Barsch mit Bügelbrett, danach folgen Cowboys, Dackel und eine Elefantengruppe. Die reisen sogar mit einem Eimer Erbsensuppe. Na, ob das man gut geht und ob wohl alle Tiere in den Bus passen? Und dann stellt sich ja auch noch die Frage, wohin die Reise überhaupt geht?


     

    Die vierzeiligen Texte sind toll gereimt und auch für kleinere Kinder gut verständlich. Inhaltlich dreht es sich humorvoll um den jeweiligen Buchstaben, nebenbei wird die abenteuerliche Fahrstrecke mit ihren Besonderheiten beschrieben, doch im Vordergrund stehen die speziellen mitreisenden Fahrgäste. Es geht durch einen Wald, der Bus stürzt sogar in einen See aus Apfelmus und fährt durch einen tiefen Tunnel. Und am Ende wartet eine wunderbare Überraschung auf die Mitreisenden, die auch Kindern Freude bereitet.

    Es ist ein großes Vergnügen, die unverwechselbaren Illustrationen von Karsten Teich anzusehen und die dazugehörigen gereimten Texte vorzulesen.  



     

    Die farbenfrohen und witzigen Illustrationen sind der Hit, denn sie wecken die Fantasie. Neben den im Text genannten Figuren kann man bei den Abbildungen weitere Dinge mit den jeweiligen Buchstaben entdecken. Die Texte lassen sich gut vorlesen und die lustigen Details machen das Buch schnell zum Lieblingsbuch. Es bietet Kindern spielerisch einen Zugang zur Welt des ABC. Die gemeinsame Vorlesezeit fördert Nähe und erweitert die sprachliche Ausdrucksfähigkeit.

    Eine fantasievolle Reise durch das ABC mit humorvollen Reimen und lustigen Figuren und Tieren!   

     

    ***Herzlichen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***  

     



    Dienstag, 19. Mai 2026

    Heimatsommer - Petra Durst-Benning

    Heimat ist da, wo sich die Seele wohlfühlt!  

    Bei Blanvalet erscheint der Roman Heimatsommer von Petra Durst-Benning.

    Fleur liebt ihre Heimat Goldberg, doch als ihre Mutter Helene stirbt, droht die Zunkunft des Weinortes auf der Kippe zu stehen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Eleonore macht Fleur Pläne, um Goldberg wieder in der Weinwelt zu etablieren und Gäste anzulocken, die Geld in die knappen Kassen spülen.  In Zum Glück kehrt Jean-Claude, Koch und Weltenbummler aus der Ferne zurück in die Heimat und bringt weitere Ideen ein.  


     

    Der Roman spielt im deutschen Remstal im fiktiven Städtchen Goldberg, wo viele Bewohner vom Weinbau leben. Allgemein geht der Weinkonsum zurück, viele kleine Winzer können die entstandenen Kosten nicht mehr mit ihrem Umsatz decken und hören auf. Dieses Schicksal teilen auch die Winzer in Goldberg. Als Jean-Claude sein Heimatdorf besucht, trauert er um Helene, die die beste Freundin seiner Mutter war. Seit seiner Kindheit verbindet ihn viel mit Helene, wo er mit seiner Schwester Eleonore und Helenes Tochter Fleur gemeinsam Zeit verbrachte. Seine Schwester kennt als Landrätin die Probleme des Ortes und entwickelt die Idee des "Rebenbebens". Dahinter steckt der Plan, dass alle Bewohner mithelfen. sollen, um bis in den Spätherbst Maßnahmen zu ergreifen, um den Ort zu neuer Blüte zu verhelfen.  

    Nach vielen Romanen von Petra Durst-Benning habe ich mich erfreut ans Lesen gemacht. Aus verschiedenen Perspektiven werden die unterschiedlichen Charaktere vorgestellt und zeigen den Wandel der Gemeinschaft und das vermeintliche Winzersterben des Ortes an

    Die Geschichte spielt in der fiktiven Kleinstadt Goldberg im Remstal in Baden-Württemberg, einem idyllischen Ort mit rund 13000 Einwohnern, umgeben von Weinbergen, die oft seit Generationen von Familien bewirtschaftet werden. Fleur liebt ihre Heimat und ist überzeugt, dass es keinen schöneren Ort gibt als Goldberg. Doch als ihre Mutter Helene stirbt, gerät vieles ins Wanken und auch die Zukunft des Weinortes scheint plötzlich unsicher.

    Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Eleonore möchte Fleur nicht tatenlos zusehen und setzt alles daran, Goldberg wieder zum Blühen zu bringen. Neue Hoffnung keimt auf, als Jean-Claude in seine Heimat zurückkehrt. Der Sohn von Agnes, die sich noch immer um den Familienweinberg kümmert, hat ursprünglich Winzer gelernt, sich später aber für den Beruf des Kochs entschieden und ist als Weltenbummler um die Welt gezogen. Als sich die Situation der Winzer im Ort zunehmend verschlechtert und die Stelle des Kellermeisters frei wird, ruhen viele Hoffnungen auf ihm. Doch die Frage bleibt: Ist Jean-Claude bereit, seine Freiheit aufzugeben und sich auf eine Zukunft in Goldberg einzulassen? 

    Ich habe einiges über die Weinherstellung, über die Pflege der Stöcke und über die Entalkoholisierung von Weinen gelernt. Sehr deutlich kommen die Probleme der Winzer und die Abwanderung aus kleinen Gemeinden deutlich zur Sprache und die Bewohner von Goldberg gehen dagegen aktiv dagegen an. Das habe ich bewundert, doch leider habe ich in diesem Roman den Wohlfühlcharakter anderer Reihen von Petra Durst-Benning nicht so intensiv gespürt und eher vermisst. 

    Es gibt zahlreiche Charaktere, die neuen Wind in die Aktionen rund um das Rebenbeben bringen, um den Ort bekannt zu machen und als Weinort wiederzubeleben. Diese Idee hat mir gut gefallen und ich habe die Belange und Gedanken der Hauptprotagonisten gespannt mitverfolgt, konnte mit ihnen mitfühlen, war aber nicht so eng mit ihnen verbunden wie ich es mir gewünscht hätte. Irgendwie ist der Funke in diesem Buch nicht so sehr auf mich übergesprungen. Beim Lesen hatte ich die spezielle Romantik von Goldberg und seiner idyllischen Kulisse vor Augen. Ich wäre gern bei der "Mittsommernacht im Weinberg" mit einem kühlen Glas Wein und kleinen Snacks dabei gewesen und habe mich für die Goldberger gefreut, dass ihre Arbeit, die sie in die verschiedenen Projekte gesteckt haben, auch erfolgreich waren. 

    Für mich ist "Heimatsommer" ein schöner Unterhaltungsroman, der zeigt, dass Menschen etwas bewegen können, wenn sie gemeinsam an einem Strang ziehen. Für sommerlichen Genuss sorgen die angehängten Rezepte und als Urlaubsanreiz dienen die vielen schönen Landschaftsbilder der Weinberge und Rosenstöcke.  

     

     ***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!*** 


     
  • Durst-Benning, Petra - Kräuter der Provinz
  • Durst-Benning, Petra - Das Weihnachtsdorf 2
  • Durst-Benning, Petra - Die Blütensammlerin 3  
  • Durst-Benning, Petra - Spätsommerliebe 4
  • Durst-Benning, Petra - Die Fotografin - Am Anfang des Weges 1 
  • Durst-Benning, Petra - Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung 2
  • Durst-Benning, Petra - Die Fotografin - Die Welt von morgen 3   
  • Durst-Benning, Petra - Die Fotografin - Die Stunde der Sehnsucht4
  • Durst-Benning, Petra - Die Fotografin - Das Ende der Stille 5  
  • Durst-Benning, Petra - Die Köchin 1
  • Durst-Benning, Petra - Heimatsommer 
  • Sonntag, 17. Mai 2026

    Wochenrückblick KW 20/2026

     





     Was war in dieser Woche los?

     
    Der Wonnemonat Mai zeigt sich noch recht kühl, aber überall sehr grün und bunt mit vielen Farbtupfern in der Natur. Ich musste endlich mal wieder meinen geliebten Berggarten besuchen und war voller Freude über die üppige Vegetation und die vielen Blüten überall. Besuch im Berggarten: Mai
     
    Diese Woche hatte meine Mutter Geburtstag und es wurde für sie nicht langweilig, denn sie bekam reichlich Besuch. Ich habe zugesehen, dass sich ihre 16 Besucher auf sieben Tage verteilten, dazu kamen noch Telefonanrufe mit Glückwünschen. Das hat sie sehr gefreut, es machte sie aber nachdenklich, in welcher Situation sie sich gerade befindet. Die Woche über war sie gut drauf, nun kippt die Stimmung wieder. 
     
     
    Gesehen:   
     
    Let´s Dance: Ich hatte befürchtet, dass Jan rausfliegen würde. Schade, er ist ein toller Tänzer, aber so läuft die Sendung. 
     

    Gelesen:   

  • Zwei Frauen - Katja Maybach                                                            4⭐
  • Der Geschmack von Sommer und Karamell - Anne Barns    5⭐
  • Yesteryear - Caro Claire Burke                                                          5⭐
  •       

    Getan:  
     
    Lesen, Bloggen, Rezensionen schreiben, Muttertagsbesuch meiner Kinder, meine Mutter mehrfach besucht, Chor-Probe, beim Optiker Sehtest gemacht und neue Lesebrille bestellt, Let´s Dance gesehen, Besuch von meinem Bruder mit Frau und von meiner Tante und Onkel, Besuch im Berggarten. 
     
     
    Gefreut:    
     
    Über Buchpost:  
     
    Ich bedanke mich beim Team Bloggerportal für die angefragten Titel. Ich freue mich schon sehr darauf! 
     



      
    Gegessen: 

    Spargel mit Schinken und Salzkartoffeln; Spargelsuppe; Schweinefilet mit Pilz-Sauce und Kartoffeln; Nudeln mit Champignon-Schinken-Sauce; bunter Salatteller mit Ei und Thunfisch; Chili con Carne mit Reis 2x; Leber mit Zwiebeln und Pommes; 




    Gedacht:        

    Es ist sehr schwierig, auf die Stimmungsschwankungen und Vorwürfe ruhig und ausgleichend zu reagieren, die aus der Verwirrtheit meiner Mutter stets auf mich abzielen, obwohl ich mich am meisten um sie kümmere.

    Gefeiert: 

    Zum Muttertag besuchten mich meine Kinder, zu meiner Freude! 

    Geärgert: 

    Über Krieg und Gewalt, die scheinbar nicht enden wollen. 

    Gekauft:  

    Spargel, Lebensmittel, Kaffeevorrat 

    Geklickt: 

    Nachrichten 
     

    Ich wünsche euch eine schöne Woche! 

    Herzliche Grüße,

    Eure Sommerlese 

    Samstag, 16. Mai 2026

    Zwei Frauen - Katja Maybach

    Der Kampf für die Gleichberechtigung beginnt!  

    Im Piper Verlag erscheint der Roman Zwei Frauen von Katja Maybach.  

    1912: Als Hannahs Vater stirbt, ist sie 22 Jahre alt, ihr Bruder verzichtet auf den Hof und überschreibt ihn ihr, was im Dorf als Skandal gehandelt wird. Doch darum schert sich die selbstbewusste Hannah nicht und trotz allen Anfeindungen. Sie lernt Julie kennen, die mit dem Notar verheiratet ist, der die Formalitäten der Überschreibung regelt. Julie führt ein privilegiertes Leben, ganz anders als Hannah und ist fasziniert von Hannahs Mut als Frau einen Hof zu führen und von ihrer Eigenständigkeit. Beide Frauen werden zu engen Freundinnen und unterstützen sich in unterschiedlichen Lebensabschnitten bei Freud und Leid oder in Krieg und Frieden.  


     

    Wer schon einmal einen Roman von Katja Maybach gelesen hat, weiß, dass sie sich durch einen einnehmenden Erzählstil auszeichnen. Das ist auch bei diesem Buch der Fall, die fesselnde Story sorgt für unterhaltsame und spannende Lesezeit, denn die beiden Frauen erleben in der von Männern dominierten Welt ihrer Zeit persönliche Einschränkungen, sie sollen sich fügen und ihre Rolle als Frau ausfüllen. 

    Die Geschichte handelt von zwei Frauen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Während Hannah nach dem Tod ihres verhassten Vaters die schwere Arbeit auf ihrem Hof als Chance ergreift, um frei zu leben und sich unabhängig zu machen, lässt sich Julie von ihren Dienstmädchen bedienen und lebt in einem reichen Haushalt. Doch dafür büßt sie ihre persönliche Freiheit ein, denn sie muss sich ihrem Mannes fügen, der für sie entscheidet und dem sie zu Willen sein muss. Wie sehr sie dieser Zustand beeinflusst und krank macht, ahnt sie bei ihrer Eheschließung noch nicht. 

    Im Laufe der Handlung erleben wir, wie die enge Freundschaft beide Frauen prägt und sie gegenseitig verbindet. In dieser Zeit erstarken die Stimmen mutiger Frauen, die für Gleichberechtigung kämpfen und es ihren Vorkämpferinnen aus England nachmachen. Und Hannah und Julie kämpfen gegen ihre eigenen Schwierigkeiten und schicksalshaften Erlebnisse an.  

    In der Geschichte wird der Alltag und das Leben der Frauen beschrieben. Ich mochte es, wie die Autorin  uns die Mode dieser Zeit detailreich vor Augen führt, dafür hat sie ein besonderes Händchen. 

    Es gilt für beide Frauen einiges durch zu stehen, beide werden schwanger, doch unter verschiedenen Vorraussetzungen. Gefesselt habe ich ihre Lebenswege und Entschlüsse mitverfolgt und konnte mich in beide Frauen gut hineinfühlen. Ihre jeweilige Lage wird verständlich beschrieben, mit dem Krieg gehen alte Sicherheiten verloren, ihr Leben ist schwieriger geworden. Es ist bewegend zu sehen, wie sich beide Frauen entwickeln.

    Eine Freundschaft, die über gesellschaftliche Grenzen hinaus reicht und Mut macht für eigene Entscheidungen! 

      

    ***Herzlichen Dank an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***