Montag, 4. Mai 2026

Arrivederci am Lago Maggiore - Alexandra Holenstein

Mord in exklusiver Lage 

Der Krimi "Arrivederci am Lago Maggiore" von Alexandra Holenstein erscheint im Emons Verlag. Es ist der Folgeband von "Mord am Lago Maggiore", jedoch eigenständig lesbar. 

Tabea Kummer ist Lehrerin und wird von ihrem Vermieter gebeten, ihn als Hausdame in den Sommerferien in seinem exklusiven Boutiquehotel in Ascona zu vertreten und sich um die Belange und Wünsche der Gäste zu kümmern. Sie nimmt gerne an, lernt die Hausgäste näher kennen und genießt das Ambiente des Hotels, bis eine junge Influencerin, die Gast im Hotel war, tot aufgefunden wird. Und es wird nicht bei der einen Toten bleiben!

 


Als ermittelnde Hobbydetektivin ist Tabea auf die Informationen von Haushälterin Esmeralda angewiesen, die die Gäste, bzw. deren persönliche Gegenstände bis ins kleinste Detail beäugt und somit sogar ein paar hilfreiche Details beisteuern kann. Sie weiß genau Bescheid, welche Kosmetik oder welchen Duft die Gäste bevorzugen, welche Kleidung sich in ihrem Schrank befindet und was sie vor den Augen der Öffentlichkeit verstecken. 

Beim Lesen war ich umfangen von der herrlichen Atmosphäre des Lago und fühlte mich selbst als Gast des eleganten Hotels, in dem Sonderwünsche auch prompt erfüllt werden. 

Schon nach dem ersten Mord habe ich gespannt mitgerätselt und versucht, zwischen den vielen Verdächtigen und einigen sehr raffinierten Wendungen noch den Überblick zu behalten. Ständig führt uns Alexandra Holenstein in die Irre und bringt neue Opfer, viele Geheimnisse und zahlreiche Verdachtsmomente aufs Parkett des edlen Hotels. Wo liegt das Motiv und warum finden die Morde gerade hier statt? 

Die Dialoge wirken sehr lebendig und enthalten passend zum Lokalkolorit ein paar Aussprüche in italienischer Landessprache, wodurch man sich automatisch an den schönen Lago Maggiore versetzt fühlt. Das habe ich genossen, einige Begriffe musste ich aber nachschlagen, was den Lesefluss etwas hemmt. Die Figuren sind dieses Mal recht zahlreich, zu den Gästen und Hotelangestellten gesellen sich noch Freunde und Familie von Tabea und von Hotelchef Armando. Ein Personenregister wäre da durchaus hilfreich gewesen. 

Die Story überzeugt mit interessanten, vielfältig gezeichneten Charakteren und einem subtilem Wortwitz, der besonders bei Tabea zum Zuge kommt. Die Sprache ist flüssig und ganz in gewohnter Holenstein-Manier, zuweilen etwas eigenwillig. Besonders aus Tabeas Sicht werden die Vorgänge und Fakten ganz genau hinterfragt. Manche Vorgänge und Gedanken werden dadurch ein wenig auf die Spitze getrieben, was meistens mit feinem Humor begleitet ist. 

Die Ermittlungen werden natürlich von der Polizei geleitet, doch Tabea lässt sich nicht beirren und mischt munter mit. Wer den Vorgängerband kennt, darf sich wieder auf ihren treuen Basset Bruno freuen, der träge durch die Spuren tappt. Zum Ende wird es noch einmal besonders spannend, da Tabea vom Täter beim Schnüffeln erwischt wird und sie als nächstes Opfer auserkoren wird. 

 

Dieser Krimi unterhält wunderbar, ist mit einer feinen Spannung durchzogen und besticht durch das unnachahmliche Flair des Lago Maggiores. Herrlich als Urlaubslektüre oder einfach für Daheim! 

 

***Herzlichen Dank an den Emons Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


 
  • Holenstein, Alexandra - Das Heinrich-Problem
  • Holenstein, Alexandra - Auszeit bei den Abendrots   
  • Holenstein, Alexandra - Mord am Lago Maggiore
  • Holenstein, Alexandra - Arrivederci am Lago Maggiore  
  • Keine Kommentare:

    Kommentar veröffentlichen

    Ab dem 25. Mai tritt die neue Verordnung der DSGVO (Datenschutzgrundverordung) in Kraft.
    Mit Absenden eines Kommentars erklärst Du Dich einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) abgespeichert und für Statistiken von Google weiterverarbeitet werden .
    Weitere Informationen von Google und die Datenschutzerklärung findest Du hier :
    https://policies.google.com/privacy?hl=de