Posts mit dem Label Wissenschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wissenschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 26. Februar 2024

Bis an den Rand der Welt - Lars Abromeit

 

Einzigartige Fotografien und spannende Reportagen


Im Prestel Verlag erscheint der Bildband "Bis an den Rand der Welt", in dem 
Wissenschaftsjournalist Lars Abromeit seine sensationellsten Forschungsreisen der vergangenen zwanzig Jahre vorstellt. Hinter den Fotos stehen namhafte Fotofograf:innen wie George Steinmetz, Christian Ziegler, Tim Laman und Esther Horvath.
 
"Bis ans Ende der Welt" beschreibt die Vorgänge und wissenschaftlichen Entdeckungen zu zehn außergewöhnlichen Expeditionen, die sich über den ganzen Erdball verteilen. Sensationelle Fotos verschaffen einen monumentalen Eindruck dieser extremen und entlegenen Lebensräume. Die Reportagen wurden bereits von Lars Abromeit im Magazin GEO veröffentlicht. 
 

 
"Von der Tiefsee bis zum Himalaya, von der Antarktis bis zu den Tropen: mit Forschungsteams unterwegs auf der Suche nach Einsichten, die für uns alle von Nutzen sind." Zitat S. 9 Lars Abromeit 

Lars Abromeit berichtet von seinen beeindruckenden Reisen und erklärt in sachbezogenen, interessanten Texten von den Vorhaben, den Untersuchungen und jeweiligen Erkenntnissen der Expeditionen. Durch die großartigen Naturaufnahmen lassen uns die Forschern die einzigartige Natur von spektakulären Orten der Erde miterleben. So bestaunt man Antarktische Trockentäler, erlebt die beeindruckende Welt von Korallenriffen und entdeckt die Quallen von Palau. Man begleitet ein höhenmedizinisches Experiment zu einem 7000 m hohen Gipfel des Himalaya, taucht mit einer Tiefseemission im Atlantik bis zu 1000 Meter tief, bestaunt den artenreichen Archipel von Coiba, erlebt Chinas sagenhafte Höhlen und steigt hinab in Venezuelas Tafelberge zu den lebenden Steinen und begleitet zum Schluss eine Polarexpedition nach Spitzbergen. 
Die einzigartigen Bilder hinterlassen beeindruckende Gefühle, hier vereinen sich großartige Fotos der unterschiedlichsten und entlegensten Orte der Welt. 
 






 
Es ist großartig, was hier an Forschungsberichten und Fotos zusammen getragen wurde. Diese Bilder sind so unterschiedlich wie wunderschön und lassen uns die Welt fernab unseres eigenen kleinen Lebensraums entdecken.
Die Berichte enthüllen die Vorgänge der Expeditionen, sie enthüllen die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse über Flora, Fauna und Bakterien, über das Wasser und die Luft, über Gesteine und Mikroorganismen. Wir erleben die teilnehmenden Wissenschaftler bei ihrer Arbeit und kommen ihren Forschungsaufträgen so ganz nah. Sehr lobenswert finde ich auch die vorgestellten Porträts der Forscher:innen, deren Berufsgruppe die Ichtyologen, Mikro- und Makrobiologen, Höhlen- und Wasserforscher, Tropenbotanikern, Vulkanologen und mehr umfasst.  

Die Texte sind vielfältig und interessant, Lars Abromeit berichtet fesselnd und wissensreich und bringt seinen Lesern mit den zahlreichen Fakten die verschiedenen Expeditionen und ihre Forschungsgruppen näher. Die Lektüre enthüllt vielseitige wissenschaftliche Aufträge, zeigt den Forschergeist und lässt uns diese Abenteuer anhand von sensationellem Bildmaterial hautnah und verständlich miterleben. Eine wunderbare, tiefergehende Lektüre, die mehr will als nur Bilder und Geschichten einer heilen Welt zu erzählen.   

Dieses Buch zeigt Forscher:innen bei ihrer Arbeit und macht mit sensationellen Fotos deutlich, wie vielfältig, schön und zerbrechlich unsere Welt ist. 

***Herzlichen Dank an den Prestel Verlag und an das Bloggerteam für dieses Rezensionsexemplar!***


Freitag, 13. April 2018

Der Augenblick der Zeit - Stephanie Schuster

Ein interessanter Ausflug in die Welt der Künste und der Malerei auf den Spuren Leonardo da Vincis


Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) war ein italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Er gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten. Auf seinen Spuren wandelt der Roman "Der Augenblick der Zeit" von Stephanie Schuster, er erscheint 2018 im Karl Blessing Verlag

Zwei Menschen verbindet ein und dasselbe Frauenportrait, Ida Kosmos entdeckt durch das Gemälde wieder ihr Talent am Malen und Georg Tannstetter, der 500 Jahre vor Ida zur Zeit der Renaissance lebte, erlebt die Entstehung des Bildes und versucht, die abgebildete junge Frau zu finden. 



Ida Kosmos sieht bei einer Kunstauktion ein Gemälde, das Portrait einer jungen Frau und vermutet, dass es sich um ein Werk Leonardo da Vincis handeln könnte. Sie hat selbst Malerei studiert, aber vor Jahren das eigene kreative Ausüben aufgegeben. Dafür fördert sie nun junge Talente. Das Portrait weckt ihre Begeisterung, sie beginnt wieder zu malen und begibt sich auf die Spurensuche des Bildes. Dank Ida erhält der Leser nähere Einblicke über die Herkunft und Besonderheit der vielfältigen Farben, über Maltechniken und über die bezaubernde Wirkung von Farben und Gemälden. 
Fünfhundert Jahre früher erlebt Georg Tannstetter, Sterndeuter und angehender Leibarzt des Kaisers Maximilian I., die Entstehung des Bildes am Mailänder Hof, an dem auch Leonardo da Vinci Hofkünstler ist.
 
Der Roman erzählt in zwei Handlungssträngen von zwei Menschen, deren Leben durch ihre Begabungen und ihr Interesse für Kunst bzw. Medizin geleitet werden. Sie beide verbindet ein einzigartiges Gemälde, das Leonardo da Vinci zuzuschreiben ist. 

Ida ist geblendet von der magischen Wirkung des Portraits, das ähnlich wie die Mona Lisa eine geheimnisvolle Ausstrahlung hat. Idas Schaffensdrang war lange Zeit unterdrückt, dafür gab es persönliche Gründe. Doch nun bringt dieses Bild ihr den nötigen Ehrgeiz zurück und sie führt den Leser in die Welt der Farben und Malkünste ein. 

Georg Tannstetter erforscht die Sterne und die Medizin und wird an den Mailänder Hof geschickt, um ein Portrait der Braut Kaiser Maximilians 1. einzuholen. Tannstetter lernt schnell die Machenschaften am Hofe kennen und landet im Kerker. Es ist Leonardo da Vinci persönlich, der ihn rettet, sie freunden sich an und Tannstetter begleitet einige wissenschaftliche Untersuchungen Leonardos und erkennt in ihm den herausragenden Wissenschaftler und faszinierenden Künstler. Seine Suche nach der Braut ist ein Verwirrspiel sondergleichen, wie es ausgeht ist ein Rätsel.

Stephanie Schuster hat für diesen Roman umfangreiche Recherchen betrieben und gibt dem Leser neben speziellen Farben und ihrer besonderen Herstellung auch detailgenaue Einblicke in die radiometrische Altersbestimmung von Gemälden. Eine interessante Darstellung, die ich so noch nicht in einem Roman gelesen habe. Bislang kannte ich die Autorin eher als Verfasserin von Kriminalromanen unter dem Namen Stephanie Fey, aber dieser Roman macht deutlich, dass sie selbst reichlich künstlerisches Interesse besitzt und wunderbar historische Romane verfassen kann. 

Mir hat der Roman mit seiner Darstellung von unterschiedlichem Zeitebenen, diversen Forschungsdetails und den Schauplätzen in Mailand sehr gut gefallen. Mit den bildhaften Beschreibungen und dem flüssigen Schreibstil kann man dem Roman gut folgen und schaut selbst dem Universalgenie Leonardo bei seinen bahnbrechenden anatomischen Untersuchungen über die Schulter. Dabei ist es sicherlich von Vorteil, wenn man als Leser einiges Interesse für Kunst, Farbenlehre und historische Belange mitbringt.



Wer sich für Kunst und Wissenschaft interessiert und schon lange mal etwas über Leonardos Wirken lesen wollte, sollte sich diesen Roman vornehmen. Er zeigt die bahnbrechenden Gedanken des Genies in einigen Bereichen und kommt dabei einem Geheimnis aus der Renaissance auf die Schliche.


***Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar aus dem Karl Blessing Verlag!***
 


Werbung] Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus freien Stücken veröffentliche.

Samstag, 26. September 2015

Illuminati von Dan Brown

Dan Brown schreibt geniale Thriller, in diesem Buch bringt er auf spannendste Weise Vatikan und Wissenschaft dem Leser näher!

 

Ein Kernforscher wird ermordet im Schweizer CERN-Labor aufgefunden. Auf seiner Brust hat der Mörder merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon entziffern kann. Was er entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Zeichen gehören zu dem legendären Geheimbund der »Illuminati«. Die Illuminati verfolgen einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Forschers wurde Antimaterie entwendet ...
[Werbung]





Illuminati ist der erste Teil der Ermittlerreihe rund um Robert Langdon. Dieser Geheimbund von Wissenschaftlern und Freidenkern verleiht dem Thriller einen unheimlichen Effekt. Vor allem das Vorhaben, mit der hochgefährlichen Antimaterie die Gemeinschaft des Vatikans zu vernichten, setzt dem Thriller einen zeitlichen Druck auf, gilt es doch diesen Plan zu vereiteln. 
Dazu wird Robert Langdon aus Harvard direkt in die Vatikanstadt geholt. Gemeinsam mit Vittoria, der Tochter des getöteten Physikers, ermittelt Langdon und gibt sein Wissen über den Geheimbund an den Leser preis. Es kommt auch zu einer kleinen Liebesgeschichte am Rande.
Doch in erster Linie wird sehr genau über die katholische Kirche, den Vatikan und die Illuminati informiert. Die Einblicke in das Leben eines Papstes sind interessant, die Verschwörung gegen ihn wird spannend erzählt. Man fühlt sich als Leser mitten im Geschehen und erkennt den unheimlichen Zeitdruck, denn die Zündung dieser Antimaterie steht kurz bevor. 

Dan Brown ist ein großartiger Schriftsteller, seine Recherche für diesen Thriller überaus gründlich und das provokante Thema katholische Religion wird in schonungsloser Offenheit auf den Tisch gepackt. Die Darstellung von Abgründen im Vatikan und in der physikalischen Forschung schockieren. Dadurch entsteht ein packender Plot, der mitreißt und die tickende Zeitbombe spürbar macht. 

In der Handlung ist eine Menge Action im Spiel, das wundert nicht, der Autor ist Amerikaner und Hollywood lässt grüßen. Packender kann ein Thriller kaum sein, doch was besonders hervorzuheben ist, ist die gelungene Verbindung zwischen Religion und Wissenschaft, die in diesem Buch auch als
gesellschaftliche Kritik anzusehen ist.

Trotz der wissenschaftlichen Themen, der Geheimbund-Begriffe und der Hierarchie im Vatikan ist dieses Buch gut zu lesen und die unheimliche Atmosphäre ist deutlich spürbar. Der Spannungsbogen wird durchweg gehalten und lässt kaum Atempausen zu.