Eine emotionale Story und ein bewegendes Leseerlebnis
Lebensträume zwischen Leid und Liebe
Der historische Roman "Die Fabrikantinnen – Schwesternbande" von Sarah Lindberg erscheint bei Rütten & Loening/Aufbau Verlag.
Zwischen Liebe und Leid schwankt die Handlung dieser wunderbar erzählten Geschichte, die von Schicksalsschlägen und Widrigkeiten begleitet wird und damit einer emotionalen Achterbahnfahrt gleicht. Ich habe alles sehr gebannt verfolgt und konnte die schweren Zeiten intensiv mitfühlen.
Es war interessant zu beobachten, dass das Verhältnis der Schwestern trotz ihrer charakterlichen Unterschiede sehr innig und sich gegenseitig verbunden blieb. Das machte sie mir beide sympathisch, wobei mich Annis naive Art doch gestört hat und deshalb auch Emmi meine Lieblingsheldin war. Ständig hat sie ihre eigenen Träume verworfen und mit ihren hilfreichen Ideen und ihrer Tatkraft positive Weichen gesetzt, um ihrer Familie ein Auskommen zu sichern.
Sarah Lindbergs Erzählstil ist einnehmend, flüssig und sie beschreibt den Zeitgeist sehr authentisch. Die Handlung wirkt durch die vielen persönlichen Schwierigkeiten sehr emotional und die Knappheit an Arbeitskräften für den Rübenanbau und in der Zuckerfabrik nach dem Krieg wird sehr realistisch geschildert. Ich konnte gut in die Story eintauchen und habe die Lebensumstände der vielen vom zweiten Weltkrieg betroffenen Menschen ergriffen miterlebt. Und Emmi hat sich von einem intelligenten jungen Mädchen zu einer mutigen und tatkräftigen Frau entwickelt, die Verantwortung für ihre Mitmenschen und insbesondere die Zuckerrübenfabrik übernimmt.
















