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Samstag, 6. April 2024

Vom Feld auf den Teller - Nancy Castaldo

Umfassende und anschauliche Erklärung zur nachhaltigen Landwirtschaft!

Im Knesebeck Verlag erscheint das Bilderbuch "Vom Feld auf den Teller" von Nancy Castaldo mit Illustrationen von Ginnie Hsu für Kinder ab 8 Jahren.

Wie läuft der Anbau von Gemüse und Getreide und funktioniert Landwirtschaft überall auf der Welt gleich? Wie können Landwirte ökologisch, also im Einklang mit der Natur und dem Klima arbeiten und wie geht nachhaltige Landwirtschaft? Welche Unterschiede gibt es auf Hawaii, England, Schweden und anderswo auf der Welt?



Wie kann man Lebensmittel ökologisch herstellen? Dieser Frage geht das Buch nach und zeigt uns, welche umweltfreundlichen Anbaumethoden angewandt werden können und welche Arbeiten innerhalb eines Jahres auf einem Bauernhof anfallen. Dabei werden die Arbeitsgänge und Vegetationsperioden im Jahreswandel vorgestellt. Es beginnt mit der Bodenpflege im Frühling, danach folgt die Schädlingsbekämpfung und Bewässerung im Sommer, im Herbst wird geerntet und auch im Winter fallen Arbeiten an. Zusätzlich wird die biologische Tierhaltung und der Betrieb von Fischfarmen in nachhaltiger Weise vorgestellt. 

Landwirtschaft bedeutet harte Arbeit, deshalb ist der Einsatz von Hightech-Maschinen und innovativen Anbautechniken hilfreich, um Lebensmittel umweltschonend und kräftesparend zu produzieren. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Stadt-, Indoor- und Dachfarmen, aber auch auf Farmbots, Drohnen und Melkroboter. Wie das in der Praxis aussieht, wird im Buch interessant und verständlich erklärt und mit anschaulichen Bildern sichtbar gemacht. 

Dieses Buch macht deutlich, wie man von altem Saatgut schädlingsresistente Sorten erhalten kann, es zeigt, wie wichtig Frühjahrsfluten sind, wozu man Unkraut bekämpfen muss und wie Gießen, Pflücken, Ernten, Konservieren und Saatgutsparen funktioniert. 
 




 
Farbenfrohe Illustrationen zeigen unterschiedliche Produkte und Szenen der Landwirtschaft aus verschiedenen Ländern der Welt und die Texte informieren über Früchte, Anbaumethoden, Fruchtfolge bis hin zur nachhaltigen Bekämpfung von Schädlingen und Unkräutern.

Für viele Menschen ist es selbstverständlich, das wir einfach unsere Lebensmittel im Supermarkt oder Wochenmarkt kaufen können. Aber welche harte Arbeit dahintersteckt und welche Einflüsse Frost, Hitze oder Überflutung auf die Ernte haben können, wird im Buch gut sichtbar gemacht und damit steigt auch die Achtung vor diesem wichtigen Wirtschaftssektor, der auch den Einfluß auf unser Klima entscheidend prägen kann. 

Ein fesselndes, umfassendes und wichtiges Buch über Herausforderungen und Chancen der nachhaltigen Landwirtschaft!

 

***Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Knesebeck Verlag!*** 



Mittwoch, 11. März 2020

Ab in die Küche! - Franz Keller

Ein aufrüttelndes und überzeugendes Buch über Essverhalten und Massentierhaltung


Selbst Kochen ist die Devise

Im Westend Verlag erscheint das Sachbuch "Ab in die Küche!" von Sternekoch Franz Keller.


Billigfleisch überschwemmt den Markt, Fast-Food-Läden haben immer noch einen regen Zulauf. Franz Keller bringt in diesem Buch überzeugende Argumente, warum der Konsument wieder selbst kochen und was er bei seiner Ernährung beachten sollte, um wieder ein natürliches Gleichgewicht in der Natur erreichen zu können. Die Bevölkerung ist bereit für eine Agrar- und Lebensmittelwende, doch die Politik wird in Deutschland und der EU von den starken Lobbyinteressen ausgebremst.  


Gesund und lecker Kochen kann man mit guten Rohstoffen und einfachen Mitteln, man muss es nur wollen und die Gründe dafür verstehen.  
Franz Keller erklärt in diesem Buch sehr überzeugend seine Kritikpunkte an der Landwirtschafts- und Nahrungsmittelindustrie. Das nicht alle Probleme in der Landwirtschaft mit Geld geregelt werden können, liegt klar auf der Hand. Hier muss ein Wechsel stattfinden, das Umdenken weg von Billigfleisch und hin zu angemessener Tierhaltung, mit Preisen, die die Verbraucher durchaus bereit sind zu zahlen.

Wenn schon Sterneköche auf den Irrsinn unserer Nahrungsmittelindustrie hinweisen und der Landwirtschaft die rote Karten zeigen, ist der Punkt gekommen, wo nicht nur die Politik umdenken und handeln muss, sondern auch der Verbraucher. Denn die Kaufkraft der Verbraucher regelt auch den Markt. Dessen sollte sich jeder einzelne von uns bewusst sein.
Wie in vielen Haushalten mangelt es an Zeit für ausgiebige Kochvorgänge, doch das muss nicht sein. Mit einer gebündelten Vorbereitung verschiedener Grundlagen in der Küche kann man einige Schritte für mehrere Tage vorbereiten und muss nur noch kleine Arbeitsgänge einsetzen.
Brühen, gekochte Gemüse und Fleisch kann man in größeren Mengen vorbereiten, konservieren und die nächsten Tage darauf zurückgreifen. Schon unsere Großmütter waren solche Kochvorgänge gewohnt, wir müssen uns nur darauf zurückbesinnen.

Franz Keller erklärt sehr überzeugend, welche Lebensweisen wir im Umgang mit unseren Nahrungsmitteln überdenken müssen und welchen Weg wir sinnvollerweise einschlagen sollen. Die Tierhaltung und -verwertung läuft auf Billigware hinaus. Das muss sich ändern, dann werden auch die Güllemengen wieder sinken und die Preise zwar höher werden, aber das muss uns gutes Essen wert sein. Denn zusätzlich zu den günstigen Preisen muss man ehrlicherweise auch die Kosten für die Umweltsünden aufaddieren. Langfristig gerechnet ist die Umweltbelastung teurer als kurzfristige Preisanstiege für Biofleisch und Bioprodukte.

Dank seiner anekdotenreichen Geschichten und seiner direkten Sprache mit erschlagenden Argumenten, erkennt man schnell, was die industrielle Lebensmittelproduktion mit diversen Zusatzstoffen für unsere Ernährung bedeutet und was wir damit letztendlich unserer Gesundheit und unserer Umwelt antun. Erschreckend ehrlich stellt Keller die Diagnose, dass wir krank werden, wenn wir weiter so essen wie bisher.

Im Rezeptteil finden sich viele schmackhafte Grundgerichte, die vielfältig sind und die man gut nachkochen kann. 
"Tomatensugo mit Basilikum und Pinienkernen" 
"Gerstenrisotto mit Gemüsewürfeln und geräucherter Forelle"
Die Graupe ist das europäische Superfood statt Chia oder Quinoa. 
"Kartoffelgratin mit Zuccinistreifen und geröstetem Wirsing"
"Kartoffelrösti mit griechischem Joghurt und Seeteufel"
"Kartoffelsalat"
"Gerösteter Rosenkohl mit Alblinsen"


Die Herstellung von eigenen Brühen ist Franz Keller sehr wichtig. Diese Grundlage ermöglicht es, mit Gemüsen später die besten Kochergebnisse zu erzielen. Wie man diese herstellt, erfahren wir im Buch.
Reste von Lebensmitteln machen einen horrenden Anteil an unserem Müll aus, da muss sich ändern. Denn aus Resten lassen sich manchmal die besten Gerichte zaubern, weil man die Zusammenstellung nur einmal ändert. Überhaupt macht selbst Kochen richtig Spaß, nur so wissen wir, welche Produkte wir verwenden und damit auch zu uns nehmen. Je weniger Inhaltsstoffe ein Produkt hat, umso ursprünglicher und unverarbeiteter ist es. Das muss uns klar sein, wenn wir etwas kaufen. 

Einige Geschichten aus Kellers Leben lockern dieses Sachbuch auf und sorgen für unterhaltsame und interessante Fakten. Er erzählt gerne, so scheint es und bringt diese Anekdoten auch gern unters Volk. Das Kochen wurde Keller schon in die Wiege gelegt, seine Mutter war die erste Sterneköchin Deutschlands, dankbar erzählt er von ihr und seiner Großmutter Mathilde. In seinem Restaurant trafen sich auch Politiker wie A. Merkel und W. Putin und Keller macht deutlich, wie ein gemeinsames Essen auf Menschen wirken kann.

Zum Ende des Buches nimmt er die sogenannte Bauernmilliarde aufs Korn. Wie man das Geld sinnvoll einsetzen könnte, dazu hat er eine Meinung und stellt ein Gedankenmodell vor. Was wäre, wenn Deutschland aus der Massentierhaltung ausstiege? 
Statt Billigware sollte mehr Wert auf Qualität gelegt werden, dann kann die Landwirtschaft gesunden. Viele negative Beispiele gibt es bereits im Anbau von Avocado und mit Quinoa, dort wird in manchen Ländern mit allen Mitteln die Produktion angetrieben, am Ende wird abgeholzt, das Trinkwasser verschwendet und den Einheimischen die Lebensgrundlage für ihre Rohstoffe genommen.

Ab in die Küche! setzt eine klare Botschaft gegen die Lebensmittelindustrie und gegen die Massentierhaltung. Wir haben die Kontrolle über unsere Ernährung, wenn wir selbst kochen und manche Dinge überdenken. Ein wichtiges Buch, welches sich auch unsere Politiker für Ernährung und Landwirtschaft mal durchlesen sollten.    



***Vielen Dank an den Westend Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


 

Montag, 12. September 2016

Basisch Fit - Imke Kleinert

Basische Ernährung entgiftet und macht fit


Das E-Book "Basisch Fit für Einsteiger" ist ein Sachbuch von Imke Kleinert. Es erscheint im alea active Verlag.



Wir alle sprechen über Kalorien, die effektivsten Diäten und neusten Sportarten. Wir ernähren uns augenscheinlich gesund, haben die besten Ärzte, die besten Medikamente quälen uns aber trotzdem mit Übergewicht oder Problemzonen und fühlen uns ausgelaugt und erschöpft. Ausgelaugt? Und schon sind wir beim Säure-Basen Thema angelangt.
 





Dieses Buch ist eine übersichtliche Orientierungshilfe, um Säureproduzenten in unserem Alltag zu erkennen und gesunde Alternativen zu finden. Es gibt einen Einblick was eine Übersäuerung im Körper mit sich bringen kann und wie der Basen-Säure-Haushalt funktioniert.

Es wird deutlich gemacht wie Säuren im menschlichen Körper entstehen. 

Wie wirken sie sich auf unser Allgemeinbefinden aus und wie können wir gegen die damit einhergehenden Probleme wie Cellulite, Haarausfall und Abgeschlagenheit angehen? Auch ein hektischer Alltag mit Stress sorgt für einen ungesunden Lebensstil und damit für eine Übersäuerung des Körpers.
Hier wird der Sache detailliert auf den Grund gegangen, es wird  verständlich beschrieben und als Gegenmaßnahme gibt es viele Beispiele für die basische Ernährung, die mit Rezepten und speziellen Lebensmitteln vorgestellt wird.

Man bekommt einen umfangreichen Überblick über die Thematik und erfährt wie jeder Einzelne basische Produkte in seinen Alltag einbauen kann. Denn mit einem basenreichen Lebensstil versorgen wir unseren Körper nicht nur mit nährstoffreichen Lebensmitteln, wir verringern auch die Aufnahme von Säurebildnern. Davon provitiert nicht nur unser Allgemeinzustand, sondern auch die Haut und das Immunsystem.

Das geht zum Einen über die Ernährung, aber auch mit Basentees, basischen Fuss- und Vollbädern zur sogenannten Bade-Osmose, können Säuren bekämpft und ausgeleitet werden.
Wichtig ist der Verzicht von Weißmehlprodukten, Zucker und Frittiertem. Fleisch sollte man nur in geringen Mengen zu sich nehmen, viel Wasser trinken und generell für eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst sorgen. Gerade Fast-Food und Fleisch werden mit hoher Säurebildung verstoffwechselt und man sollte daher auf pflanzliche Proteinquellen umsteigen.

Aus diesem Buch habe ich einige neue Erkenntnisse ziehen können. 


Einige Volkskrankheiten haben ihre Ursache in unserer Ernährung ich werde manche basischen Produkte in meine Ernährung einbauen, auch wenn ich nicht vollständig auf basische Ernährung umstellen werde. 

Öl sollte man nicht mehr in Plastikflaschen kaufen, sondern Glasflaschen bevorzugen. Das halte ich schon lange so, doch eher unbewusst. Auch ist Rohmilchbutter besser als Sauerrahmbutter  und generell sollte man vorwiegend saisonal und regional einkaufen. 

Einige Einkaufstipps für einen basischen Vorratsschrank und Beispiele von Mahlzeiten geben Hilfestellung und der Verzicht auf Zucker ist ein weiteres Thema. Hier kann ich allerdings persönlich nicht zu Stevia raten, denn ich reagiere dagegen höchst allergisch. 


Dieses Sachbuch kann ich jedem empfehlen, der sich über die Zusammenhänge von Säuren und Basen informieren möchte und basischen Lifestyle in seinen Lebensalltag einbauen möchte.



 ***Dieses Buch habe ich auf lovelybooks gewonnen und danke dem Verlag und der Autorin herzlich dafür!***