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Samstag, 13. Juni 2026

Vega Varg – Das Schweigen der Insel - Åsa Hellberg

Komplexer Skandinavien-Krimi mit vielen Beziehungen

Im Heyne Verlag erscheint der Auftaktband Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg.  

Die ruhige Insel Südkoster an der schwedischen Westküste befindet sich nahe der norwegischen Grenze. Der Leichenfund eines jungen Mannes erschüttert die Bewohner, denn er war einer von ihnen. Polizistin Vega Varg, die in Nordkoster wohnt, übernimmt den Fall und tragischerweise kennt sie den Toten seit er ein kleiner Junge war. Er war der Spielgefährte ihrer beiden Söhne, die heute auch bei der Polizei arbeiten und gemeinsam mit Vega auf Spurensuche gehen. Kurz darauf verschwindet eine norwegische Zeugin, deshalb wird Vegas bester Freund und Kollege Leopold Posse aus Oslo hinzugezogen. Bei den Ermittlungen ergeben sich Parallelen zu einem Cold Case aus 1998, als Vegas Mann Peter getötet wurde.  


 

In diesem Krimi lernen wir Vega kennen, eine Frau Anfang 60, die mitten im Leben steht und sich nicht um ihr Erscheinungsbild schert. Nach dem Tod ihres Mannes hat sie ihre drei Kinder allein groß gezogen und nun arbeitet sie Seite an Seite mit ihren Söhnen bei der Polizei. Nur ihre Tochter Moa macht ihr Sorgen. Das Familienleben spielt in diesem Buch eine große Rolle und verleiht der Handlung eine angenehme Atmosphäre, die in wohltuendem Kontrast zu den Mordermittlungen steht. Leopold ist ein eigenwilliger Typ, der Patenonkel von Moa und mit Vega freundschaftlich verbunden. 

Beide kennen sich schon lange und wissen um ihre jeweiligen Stärken und Schwächen, die sie sinnvoll einsetzen, je nachdem was die Befragungen erfordern. Als Tatverdächtige kommen zahlreiche Personen in Frage, der gewalttätige Vater des Toten, aber auch eine Gruppe von norwegischen Immobilienmaklern, die zu einem Teambuilding-Seminar auf die Insel gereist sind und den Toten gefunden haben. Sie versuchen ihren Drogenkonsum und leidenschaftliche Affären zu verbergen, die Vega und Leopold aber schliesslich herausfinden. 

Åsa Hellbergs schlichter, aber nahbarer Erzählstil hat mich schnell gepackt und mir nicht nur die Landschaft und die Witterungsverhältnisse eindrücklich näher gebracht, sondern mich auch tief in den Fall hineingezogen. Einige Personen versuchen etwas zu verbergen, es gibt Rückblenden in die Vergangenheit, die den Tod von Vegas Mann Peter erklären und und Vegas familiäres Leben näher bringen. Diese Erkenntnisse sorgen für zusätzliche Brisanz, doch mehr möchte ich nicht verraten.  

Ich versuchte, den Mörder ausfindig zu machen, doch verschiedene Wendungen und neue Fälle sorgen für ein verwirrendes Bild und das wahre Mordmotiv bleibt bis zum Ende verborgen. Ich war gespannt, wie der Cold Case mit dem neuen Fall zusammen hängt und ob Vega den Täter kennt und freue mich jetzt schon auf den Folgeband.

Ein gelungener Krimiauftakt mit einem interessanten Ermittlerduo, packenden Wendungen und  nordischem Setting. 

 

***Herzlichen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!*** 

 



Freitag, 3. April 2020

Kalte Nacht - Anne Nørdby

Ein grandioser, weil mitreißender und vielschichtiger Thriller

Ein Albtraum zu Mittsommer
 
Der Skandinavien-Thriller "Kalte Nacht" von Autorin Anne Nørdby ist ihr zweiter Band der Tom Skagen-Reihe, die im Gmeiner Verlag erscheint. 

Tom Skagen ist Kommissar bei der Sondereinheit Skanpol in Hamburg. In seiner alten Heimat weckt der Fall der deutschen Familie Nowak sein Interesse und ohne offiziellen Auftrag beteiligt er sich an der Aufklärung. Hier in Schweden muss er sich der Vergangenheit und seinem Trauma stellen. Er trifft seine alte Freundin Maja wieder und die Erinnerungen kehren zurück.  



In Hultsjö/Schweden hat die Familie Nowak ein Ferienhaus gekauft, dort ereignet sich ein tragischer Unfall, bei dem der Vater und eine ältere Tochter tot geborgen werden, die jüngere Tochter überlebt schwer verletzt. Doch von der Mutter fehlt jede Spur. Die zuständige Polizeiassistentin Maja Lövgren bittet ihren deutschen Kollegen Tom Skagen um Mithilfe. Was anfangs wie ein Unfall erscheint, entpuppt sich allmählich als undurchsichtiger Fall, bei dem man ein Familiendrama und einen Racheakt von rechtspopulistischen Bewohnern des kleinen Ortes in Süd-Schweden nicht ausschließen kann. 

Dieser Thriller lässt sich flüssig und sehr spannend lesen, dafür sorgen auch einige geschickt gesetzte Cliffhanger am Ende der vielen kurzen Kapitel. Durch die wechselnden Perspektiven und zeitlichen Rückblenden bekommt der Leser einen vielseitigen Blick in die Seele verschiedener Figuren. Auch wenn man den Täter miterlebt, kann man ihn nicht eindeutig mit Namen benennen. Eine düstere Stimmung in dem kleinen Ort sorgt für ein dauerhaftes Gruseln, hier werden Touristen anscheinend nicht überall gern gesehen.

Tom Skagen ermittelt gemeinsam mit Maja, beide arbeiten bis zur Erschöpfung an diesem Fall und bewähren sich als Team. Die erste Spur führt sie inmitten von Familiengeheimnissen, die bisher eher im Verborgenen geblieben sind. In diesem Ort haben einige Menschen Dreck am Stecken, hinter diese Geheimnisse zu gelangen, ist ein schwieriges Unterfangen für die Ermittler. Neben der Ermittlungsarbeit erfahren wir auch Einblicke in die Vergangenheit von Tom Skagen, das Trauma lässt ihn nicht los. 

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und facettenreich angelegt, die Spannung zieht sich durch die gesamte Handlung wie ein roter Faden, ich konnte kaum aufhören zu lesen. Die Story ist so vielschichtig aufgebaut, viele Einzelteile bilden ein Gerüst, bei dem die Aufklärung dennoch am Ende überrascht. 

Dieser Thriller ist hochspannend und mitreißend, aber auch düster und schockierend, denn er zeigt die dunklen Seiten menschlicher Psyche auf. Dieser besondere Fall ist wieder eine grandiose Leistung der Autorin Anne Nørdby und hoffentlich dürfen wir bald einen weiteren Fall dieser Reihe miterleben.

***Herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


Nørdby, Anne - Kalter Strand 

Sonntag, 20. Oktober 2019

Königin-Maud-Land ist geheim - Line Madsen Simenstad

Melancholisch, ernst und nachhallende Storys über das Leben


Im Mare Verlag erscheint das Kurzgeschichtendebüt "Königin-Maud-Land ist geheim" der Norwegerin Line Madsen Simenstad in einer Übersetzung durch Ilona Zuber.

Mit melancholischer Poesie schreibt Line Madsen Simenstad in den fünf Storys ihres in Norwegen hochgelobten Debüts über die Distanz zwischen Menschen, über ihre Träume und Albträume, über ihre Sehnsucht nach Nähe und Momente voller Schmerz. 



Wenn man die fünf unterschiedlich langen Kurzgeschichten liest, bekommt man in kurzen Momentaufnahmen unterschiedliche Lebensgeschichten erzählt. Es geht um Liebe und Beziehungen und um Trauer, Freundschaft und Schutz des eigenen Kindes. Auch wenn man die Storys leicht weglesen kann, die Hintergründe sind weitaus tiefgründiger als es auf den ersten Blick hin erscheinen mag. Sie regen zum Nachdenken an, zum Zwischen-den-Zeilen-lesen und sie bringen die Gefühle der Leser zum Schwingen.  
Das ungewöhnliche Verhalten der Figuren ist nicht sofort nachvollziehbar, manches kann man nur erahnen. Daran hat auch die sachlich beschreibende Sprache ihren Anteil. Einerseits ist die Sprache fast karg und es geschieht auf den ersten Blick nicht viel und andererseits verbirgt sich gerade dahinter viel mehr und man ahnt die Gefühle, Ängste und Sorgen der ungewöhnlichen Protagonisten. 

Wie schnell kann ein Leben in Unordnung geraten? Was diesen Figuren geschieht, kann jedem von uns passieren und so versteht man erst auf den zweiten Blick die Verzweiflung, Ängste und Nöte der Menschen genauer. In solchen Situationen legen sich Menschen ein Dornenkleid an, ganz wie es das Cover zeigt.
Dieses Buch ist von einer intensiven Wirkung auf den Leser und es macht sehr nachdenklich. Kein Wohlfühlbuch, sondern ein Buch über verletzte Gefühle, ängstliche und sich sorgende Menschen, die mit ihren Problemen allein gelassen sind.
 

Diese Kurzgeschichten sind sehr nüchtern und melancholisch erzählt und enthüllen erst langsam und allmählich die tieferliegenden Dinge des Lebens. Sie zeigen verletzte Seelen und lassen durch das offene Ende viele Schlüsse zu. Für mich eine interessante und sehr eindringliche Geschichtensammlung dieser jungen norwegischen Autorin. 


Dienstag, 5. März 2019

Kalter Strand - Anne Nordby

Ein perfides Thrillerdebüt


Ein sich kontinuierlich steigernder Thriller, der mit einer gut durchdachten Idee glänzt und bis zum Ende fesselt. 

Der Thriller "Kalter Strand" ist der erste Band einer Reihe um den Kommissar Tom Skagen von Anne Nordby, es ist ihr Debüt. Das Buch erscheint am 13.03.2019 im Gmeiner Verlag.

»Und jetzt zu deiner neuen Aufgabe: Kaufe vier Benzinkanister, gehe zu einem Haus in
deiner Nachbarschaft - aber eines, in dem auch Menschen sind! - und schütte das Benzin dort aus. Mit der Fackel zündest du das Haus an! Widersetzt du dich meinem Befehl, bekommst du Stefanies Kopf mit der Post zugeschickt. Du hast nur heute Nacht Zeit!
Und vergiss nicht: Ich sehe alles.
DAS AUGE.«




In "Kalter Strand" entführt uns Anne Nordby gemeinsam mit ihren Ermittlern Tom Skagen und seiner Chefin Jette Vestergaard an Dänemarks Westküste, genauer gesagt an den Ringkøbing Fjord, wo sie den Tod einer deutschen Frau untersuchen sollen. Doch es bleibt nicht bei der Toten, denn ein perfider Killer treibt sein Unwesen unter den deutschen Touristen in der Ferienhaussiedlung.

Das Buch beginnt mit einem brutalen Vorhaben, ein Mann namens Markus bereitet einen Brandanschlag auf ein bewohntes Haus vor. Es gilt das Motto: Tod für Leben. Die Gründe dafür versteht er selbst nicht und er hat Angst. Diesen mörderische Auftrag führt er auf Anweisung eines Unbekannten aus, der sich "Das Auge" nennt.

Dann springt die Handlung eine Woche zurück und die Ermittler von SKANPOL werden vorgestellt. Sie haben einen Einsatz und werden von ihrer Hamburger Basisstation nach Dänemark angefordert. Dort gab es ein Tötungsdelikt einer Deutschen in Verbindung mit Drogen.

Der Ermittler Tom Skagen hat eine bewegte Vergangenheit, er fuhr als Offizier auf Containerschiffen zur See und erlebte im Golf von Aden einen Überfall somalischer Piraten mit. Danach suchte er Veränderung in seinem Leben und bekam einen Job bei SKANPOL, denn seine dänischen Sprachkenntnisse bringen ihm Vorteile in der Bearbeitung grenzüberschreitender Ermittlung.
An den Folgen seiner Traumatisierung leidet er noch immer.

Dieser Thriller ist einer von der gemäßigten Art. Wobei die Vorhaben und Aufforderungen, die das Auge vorschreibt, schon sehr brutal und ohne Skrupel das Töten von Menschen in Kauf nehmen. 

Mehrere Familien hat der Unbekannte im Blick und versucht, sie zu erpressen und zu Straftaten zu manipulieren und damit das eigene Leben oder die eigene Familie zu schützen. 
Kalt und ohne Gefühle für menschliches Leid erlebt man den Täter aus der Perspektive eines stillen Beobachters mit. 

Daneben erlebt man Tom Skagen ebenfalls hautnah bei seinen Ermittlungen, er nimmt detailgenau alles unter die Lupe, hört auf sein Bauchgefühl und stellt eine Verbindung zwischen der getöteten Frau namens Elena und den anderen Verbrechen am Ringkøbingfjord her. Seine Chefin ist anderer Ansicht und möchte der dänischen Polizei nicht im Wege stehen. Sie fühlt sich nur für die deutsche Leiche zuständig.  

Die Handlung ist abwechslungsreich, die personellen Einblicke sorgen für Anteilnahme an den Figuren und gerade mit Tom leidet man besonders mit. Denn er versucht sich seiner Traumatisierung zu stellen und es wird klar, welche Schwierigkeiten er damit hat. Als Leser erlebt man seine Schlafstörungen und Alpträume mit und sieht wie er Schwindelgefühle und Angstattacken bekämpft. 

Auch mit Markus und seiner Familie habe ich gebangt, welche Ängste und Skrupel in seinem Kopf umgingen, ist kaum in Worte zu fassen. Wenn Menschen sich um ihre Liebsten sorgen und sie diese Liebe angreifbar macht und sie manipulativen Tatwerkzeugen benutzt werden, ist das absolut perfide und schrecklich.      

Im letzten Drittel des Buches hatte ich einen Tatverdächtigen ausgemacht, wie das Ganze zusammenhängen könnte und welches Motiv dahinterstecken könnte, war jedoch nicht ersichtlich. 

Hier muss ich der Autorin ein großes Lob aussprechen, sie hat die Spur zum Täter gut verdeckt und die Spannung allmählich und kontinuierlich ansteigen lassen, bis am Ende ein grandioser Showdown den Fall gekonnt beschliesst. Auch die Auflösung ist hieb- und stichfest und das Motiv ist in der Welt der psychisch Gestörten denkbar.


"Kalter Strand" ist ein gelungenes Thrillerdebüt mit einer dauerhaft ansteigenden Spannungskurve und einem interessanten Ermittler. Die Fortsetzung der Reihe erwarte ich mit großer Neugierde. 


***Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***




Werbung gemäß § 2 Nr. 5


Mittwoch, 1. August 2018

Jagdhunde - Jørn Lier Horst

Ein interessant konstruierter norwegischer Krimi mit einer besonderen Sicht auf Vorverurteilungen


"Jagdhunde" ist ein preisgekrönter Ermittler-Krimi der Extraklasse von Skandinaviens Starautor Jørn Lier Horst und erscheint im Droemer Verlag 2018. Es ist der vierte Band einer Krimi-Reihe um William Wisting.

Norwegen: Hauptkommissar William Wisting wird vom Dienst suspendiert, weil ihm vorgeworfen wird, Beweise manipuliert zu haben. 17 Jahre nach dem Fall Cecilia Linde wird der Fall wieder aufgerollt. Die Frau wurde damals nach ihrem Verschwinden ermordet aufgefunden und Wisting konnte den Täter überführen. Mittlerweile steht aber fest, dass Beweise gefälscht wurden. Der Hauptkommissar wird vor Gericht angeklagt und von der öffentlichen Presse verfolgt und setzt nun ohne dienstlichen Weg alles daran, herausfinden, was damals wirklich geschah. Seine Tochter, eine clevere Journalistin, ist ihm dabei eine große Hilfe. Ein weiterer Fall einer verschwundenen Frau zeigt Parallelen zu dem alten Fall auf und macht die Ermittlungen damit umso brisanter.



Bei diesem Krimi von Jørn Lier Horst geht es nach gewohnt skandinavischem Strickmuster zu. Es ist Herbst und es regnet häufig. Diese trübe Grundstimmung bildet einen passendenden Hintergrund für die Ermittlungen in der norwegischen Kleinstadt. Der Krimi wirkt dunkel, finster und recht ruhig, es geht ohne Blutvergießen ab. Die Geschichte ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt, die Sprache ist nüchtern und dennoch anspruchsvoll, weil wortreich beschreibend und man ist schnell in der Handlung gefangen.

Der Hauptfokus liegt auf den akribisch geführten Ermittlungen mit denen der alte Fall erneut untersucht wird. Lag der Fehler auf einer Vorverurteilung des Beklagten und damals verurteilten Täters? Beteiligte und Kontaktpersonen des verurteilten Täters werden nach all den Jahren aufgesucht, um das entscheidende Loch in der Beweiskette zu finden. Wisting wird durch seine Anklage der Pressediffamierung öffentlich ausgesetzt. Diesem Druck muss er standhalten, was ihm zunehmend schwerer fällt. Bei der Ermittlungsarbeit wird Wisting von seiner Tochter Line unterstützt und dank ihrer investigativen Journalistenausbildung kommen sie dem Beweis für Wistings Unschuld auf die Schliche.

Bei den Charakteren erleben wir Wisting als einen erfahrenen, gereiften und damit abgeklärten Menschen. Er vertraut auf solide Polizeiarbeit und als aktiven Gegenpart spielt seine Tochter die impulsive und vordergründig agierende Heldin des Krimis. 
Mit dem verurteilten Täter Rudolf Haglund schauen wir auf eine Figur, bei der lange Zeit nicht klar ist, ob er wirklich schuldig ist. Wisting ist davon überzeugt. Insgesamt erscheinen mir die Charaktere eher etwas zu glatt, blass und zu sachlich beschrieben. Ich mag mehr die besonderen Ermittler. 

Der Krimi ist gut erzählt, wirkt perfekt konstruiert und bringt mit der Zeit immer mehr Zusammenhänge ans Licht. Es wird deutlich, wie sehr auch Polizisten sich bei ihrer Arbeit von ihrer eigenen Meinung leiten lassen, dann die Beweise zur Untermauerung dieser bestimmten These untersuchen und anderen Indizien nicht genügend Bedeutung beimessen. Wie schnell ist die Vorverurteilung schon bei manchen Ermittlungen gegeben?

Die Spannungskurve entwickelt sich gleichzeitig mit den detektivisch ausgeführten Untersuchungen. Hier wird jedes Puzzleteil neu bewertet und bringt damit neue Erkenntnisse und das Zusammenspiel zwischen Vater und Tochter funktioniert einwandfrei. Beide denken logisch und ziehen an einem Strang.

Ein gut konstruierter norwegischer Krimi, der den Blick auf realistische Polizeiarbeit lenkt. Mir hat besonders der ausgereifte Schreibstil gut gefallen und ich würde gern weitere Fälle dieses Ermittlungsgespanns von Vater und Tochter lesen.


***Vielen Dank an den Droemer Taschenbuch Verlag für die Übersendung dieses Reziexemplares!***


Freitag, 6. April 2018

Verblendung: Die Millennium-Trilogie 1 - Stieg Larsson

Ein exquisiter Thriller mit Lesesogwirkung


Der Thriller "Verblendung" war der große Auftakt des schwedischen Schriftstellers Stieg Larsson, der 2004 im Alter von nur 50 Jahren verstarb. Die Millennium-Trilogie wurde ein Riesenerfolg und wird im Heyne Verlag aufgelegt.

Aufhänger des Thrillers ist die Person Harriet Vanger. Ihr mysteriöses Verschwinden während eines Familientreffens bleibt spurlos und 20 Jahre später lässt ihr Onkel, der Fabrikant Henrik Vanger den Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist in dieser Sache recherchieren. Offiziell betreut er Mikael mit dem Schreiben seiner Biografie und verspricht ihm hochbrisantes Material, das Blomkvist für seine investigative Tätigkeit von Nutzen sein kann. Blomkvist zieht die talentierte, aber sehr eigenwillige Hackerin Lisbeth Salander hinzu. Gemeinsam stossen sie auf dunkle Kapitel in der Geschichte der Familie Vanger. Dadurch wird viel Staub aufgewirbelt, der tiefgreifende Folgen hat. 



                                                     Bildergebnis für Verblendung: Die Millennium-Trilogie 1 - Stieg Larsson

"Verblendung" habe ich schon vor einigen Jahren gelesen, das Buch hat mich beim Lesen mitgerissen, es ist ein hochspannender und perfekt aufgebauter Thriller, der eine unbeschreibliche Sogwirkung hat. 
Auch wenn das Buch über 750 Seiten  Auf rund 750 Seiten schafft es Stieg Larsson den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu führen und erläutert dabei noch zusätzlich die Untiefen und Abgründe der Familie Vanger. 
 
Dieser Thriller beeindruckt meiner Meinung nach besonders durch seine speziellen Protagonisten und ihre ausgeklügelte harmonische Zusammenarbeit, die schon regelrechte Überfliegerqualitäten aufweist. Manche Geheimnisse werden allerdings zu übertrieben ausgekundschaftet, so ist keine noch so gesicherte Datenbank vor Lisbeth sicher. Sie ist die Hackerin schlechthin, dabei ist sie eigentlich eine sozial recht inkompetente Person, die traumatische Erlebnisse hinter sich hat und sogar unter Vormundschaft gestellt ist. Durch ihr auffallendes Äußeres mit Tattoos und Piercings hat sie einen großen Wiedererkennungswert. Sie misstraut jedem und ist gnadenlos und kämpferisch und ist trotz ihrer merkwürdigen Art ein sehr interessanter Charakter.

Dagegen wirkt Mikael Blomkvist relativ blass. Er wird zwar als von Frauen umschwärmter Typ dargestellt, doch das wirkt ziemlich unglaubwürdig. Vielmehr gibt er jeder Frau eine Chance und weiß scheinbar nicht, ob er überhaupt eine monogame Dauerbeziehung führen möchte. Als Ermittler punktet er jedoch mit Entschlossenheit und Mut und findet ständig neue Ermittlungsideen.

Aber gerade die speziellen Schwächen der Protagonisten lassen die Ecken und Kanten entstehen, die Personen erst richtig lebendig machen.

Ein recht langer Auftakt führt den Leser in die Handlung ein. Dabei ist manche Ausführung schon sehr gedehnt. Auch die Familiengeschichte der Vangers und die wirtschaftlichen Verknüpfungen sind recht kompliziert und nicht so leicht zu durchschauen. Leider fehlte mir der inhaltliche Bezug des Titels völlig. 

Der Schreibstil ist ziemlich flüssig und klar und man folgt der Geschichte gespannt. Hier wird gut dargestellt, wie die Personen ticken, welche Atmosphäre bestimmte Orte umgibt und wie Handlungen und Ermittlungsergebnisse die Stimmung beeinflussen.  Auch die Spannungskomponente ist gut ausgebaut und steigert sich bis zum Ende.


Ein super spannender Thriller mit ausgefallenem Potential der Charaktere und einer gut durchdachten Geschichte mit unerwarteten Wendungen. Besonders die 007 Qualitäten von Lisbeth Salander muss man gelesen haben. 



[Werbung] Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus freien Stücken veröffentliche.

Ältere Rezi, die ich der Vollständigkeit halber auf meinem Blog posten möchte. 

Mittwoch, 29. November 2017

Elche unterm Weihnachtsbaum - Ebba D. Drolshagen/Regine Elsässer

Unterhaltsame Geschichten und Weihnachtstraditionen aus Skandinavien


Unter dem Titel "Elche unterm Weihnachtsbaum" haben die Übersetzerinnen Ebba D. Drolshagen und Regine Elsässer die schönsten Geschichten aus dem hohen Norden ausgesucht und veröffentlicht. Die Sammlung von Kurzgeschichten erschien erstmals 2010 im Piper Verlag. (Werbung)

Dieses Buch enthält eine bunte Mischung von skandinavischen Kurzgeschichten, die sich um Tannenbäume, Trolle und Wichtel, das berühmte Luciafest und auch um den Weihnachtsmann drehen.


Man erfährt wie die schwedische Weihnachtstradition der Lucia abläuft, bekommt einige Rezepte für Glögg, "Risalamande" (Milchreis) und typisches nordisches Gebäck an die Hand und wird unterhaltsam und informativ über nordische Weihnachten informiert.  

Die Autorennamen sind mir nur teilweise bekannt. So gibt der wunderbare Klassiker "Der Tannenbaum" von Hans Christian Andersen ein Stelldichein, aber auch von Selma Lagerlöf und Anne B. Ragde gibt es Beiträge.

Henrik Valentins "Rudolph mit der roten Nase" war schön amüsant.

Klas Östergrens "Leider nur zur Weihnachtszeit" ist etwas frech und macht neugierig auf seine anderen Werke. 

Und Levi Henriksen geht in "Ein Haus aus Händen" einer Geburt am Weihnachtstag nach. Passender geht es wohl kaum, denn das ist ja der Grund dieses besonderen Weihnachtstages: die Geburt eines Kindes. 

Anne B. Ragdes "Ein Weihnachtsgeschenk von oben" hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Susanne Bjerrehus untersucht in "Weihnachtsleid, Weihnachtsfreud" den Kommerz und die Wahl des richtigen Partners zur Weihnachtszeit.

Ich wurde gut unterhalten, fand allerlei interessante Infos über nordisches Brauchtum.
Ob witzig, nachdenklich machend oder einfach nur unterhaltsam und stimmungsvoll, hier findet sich für jeden Geschmack etwas passendes. Die Texte sind vielfältig, die Schreibstile sehr unterschiedlich, einige Geschichten sind zum Vorlesen geeignet, andere wiederum eher nur für Erwachsene.   

Für Skandinavienfans ein bunter Reigen von weihnachtlichen Geschichten, die die Bräuche und die Kultur des Nordens näher beleuchten und vorstellen. Durch die beigefügten Rezepte bekommt man Ideen für kulinarische Kostproben und kann den nordischen Nachbarn direkt auf den weihnachtlichen Teller schauen.


***Herzlichen Dank für dieses Leseexemplar aus dem Hause Piper!***




Montag, 25. September 2017

Hygge! Das neue Wohnglück - Marion Hellweg

Tolle Tipps für "hyggelige" Wohnmomente


Dank hometours taucht man ein in fremde Wohnungen und erhält tolle Inspirationen um eigene "hyggelige" Wohnmomente" zu schaffen.

"Hygge! Das neue Wohnglück: Rundum wohlfühlen mit nordischen Einrichtungsrezepten" , so lautet der Titel des Wohnbuchs von Marion Hellweg, das in der Deutschen Verlags-Anstalt erscheint.
(Werbung)
 
Im neuen Wohnbuch von Marion Hellweg dreht sich alles um das Lebensgefühl "Hygge", den Wohlfühl-Trend aus Dänemark. Denn wenn wir hinter uns die Haustüre schließen, bleibt der hektische, an uns zehrende Alltag draußen und wir nehmen uns Zeit: Zeit für Schönes, Handgemachtes, für Kochen oder für ein gemütliches Zuhause. Anhand persönlicher hometours zeigen Einrichtungsexperten, darunter viele erfolgreiche Scandi-Blogger, wie sie ihre Wohlfühl-Welt erleben und gestalten.





Dieses Wohnbuch der Interior-Designerin Marion Hellweg ist ein immerwährender Quell an Inspirationen und eine echte Augenweide für Menschen, die sich gerne Inneneinrichtungen ansehen oder nach Tipps und Gestaltungsmöglichkeiten für die eigenen vier Wände suchen.

Hometours durch verschiedene Wohn- und Schlafzimmer, Küchen und Esszimmer, aber auch in Bäder, Dielen und auf Terrassen von skandinavischen Bloggern ermöglichen eine Vielzahl von Einrichtungsmöglichkeiten und Gestaltungsalternativen für ein Wohnen mit nordischem Charme. So wird Wohnen zum glücklichen Lebensgefühl, die Skandinavier nennen es einfach "hyggeliges" Wohnen.

Nordisch mit Charme, helle Räume, viel Licht und weiße Möbel. Etwas Grau, Rosé und Blau. Schon entsteht hyggelige Atmosphäre.  




Wie man seine eigenen Wohnräume hyggelig umgestalten, neu dekorieren kann, kann man in diesem Wohnbuch finden. Es mangelt nicht an Einrichtungstipps, Dekoideen und der perfekten Umgestaltung des skandinavischen Lifestyles. Hier findet jeder anschauliche Beispiele für eine individuelle Anpassung der eigenen Räumlichkeiten und das Ansehen des stylischen Wohnbuches schafft sofort Kaufanreize. Ob ländlich behaglich, frisch und hell oder mit buntem Stilmix, der dänische Wohlfühltrend ist überall anwendbar.
Ob Wandgestaltung mit Farb- und Tapeten-Tipps für farbenfrohen Style oder die Einbindung von Retrostyle in moderne Wohnkonzepte, das Ansehen der Beispiele bringt immer neue Ideen fürs eigene Wohnen mit sich.
Ein paar Rezepte runden das Buch ab, es wird auch auf einige Blogger hingewiesen, was zwar praktisch ist, aber für mich in einem Buch nichts zu suchen hat.

Am Schluss findet sich eine Übersicht über die besten Nordic-Living-Hersteller der insgesamt 8 Kapitel. Auch die Lieblingsshops der Autorin sind beigefügt. Ein Bildnachweis mit Kaufadressen verleitet zum Kaufen.


Die zahlreichen Einrichtungstipps und schönen Foto-Beispiele machen das Buch zum echten Wohlfühl-Bilderbuch. 

***Vielen Dank an den DVA Verlag und an das Bloggerportal Randomhouse für dieses Buch!***


Donnerstag, 24. August 2017

Schaufenstermord - Kjell Ola Dahl

Skandivanische Krimis haben immer wieder ein ganz besonderes Flair


Der skandinavische Krimi "Schaufenstermord" von Kjell Ola Dahl ist der dritte Band einer Reihe um das Ermittlerteam Gunnarstranda und Frølich. Der Krimi erschien 2005 bei Bastei Lübbe. (Werbung)

Antiquitätenhändler Reidar Folke Jespersen scheint ein fieser Charakter zu sein, denn er geht mit seinen Mitmenschen nicht gerade gut um. Er droht seiner Frau, kündigt einem Angestellten und tritt den Hund seines Bruders fast zu Tode. Am Tag darauf wird er im Schaufenster seines Ladens tot aufgefunden. Er ist völlig nackt und auf groteske Weise entstellt.

Doch Jespersens Frau hatte einen jüngeren Geliebten, liegt hier eventuell das Mordmotiv? 





Ich mag skandinavische Krimis und war von K. Ola Dahls erstem Band "Tödliche Investitionen" sehr gefesselt. Vor allem das Ermittlerteam hat es mir angetan. 
Der kauzige Kommissar Gunnarstranda und sein gutmütiger Kollege Frølich sind einfach ein Dreamteam und bei diesem Buch stehen sie vor mehr als einem Rätsel. Die Verdächtigen sind zahlreich und es gibt mehrere Motive, die sich in der Vergangenheit erklären lassen.

Hier geht es wie schon im ersten Band mit recht rüdem Umgangsjargon zur Sache und auch die Vorfälle sind grausam.
Die Kapitel führen von Szene zu Szene und das allein steigert die Spannung immer mehr. Das ganze Buch ist geprägt von einer melancholischen Stimmung, die durch die Beschreibung der herrschenden Eiseskälte noch verstärkt wird.
Dabei machen die realitätsnahen Charakterbeschreibungen aller beteiligten Personen den Hauptreiz des Buches aus.
Ein gut geschriebener Krimi, der nicht oberflächlich ist und in die Tiefe der Charaktere vordringt. Gunnarstranda und Frølich sind ein Dreamteam, ich mag ihre Streitereien und ihre Frauengeschichten sind unterhaltsam, aber besonders ihre aufwändigen Ermittlungen sind sehr professionell.


Der Erzählton gefällt mir gut, es geht hier alles ruhig zu und über der Geschichte liegt der Hauch von Melancholie. Die Dialoge und Ermittlungen ziehen sich allerdings etwas in die Länge. Dennoch fesselt mich das Buch.


Wieder hatte ich einen Krimi vor mir, der mich gefesselt hat, auch wenn dieses Mal die Ermittlungen doch sehr ausführlich geraten sind. Gunnastrada und Frølich müssen in der Vergangenheit zu Kriegszeiten Norwegens wühlen. Dafür führen sie recht detailgenaue Verhöre, die manchmal etwas langwierig erscheinen, aber sie bringen auch einige unerwartete Dinge ans Licht. 


Auf den letzten Seiten erfolgt die Auflösung recht überraschend und sie wirkt logisch konzipiert. Auch wenn die Spannung durch die Ermittlungen etwas leidet, mag ich diese Reihe und die Ermittler.



Ein schwieriger Fall mit vielen Überraschungen und verblüffenden Wendungen, der das gewisse Etwas durch die skandinavische Kälte und die tollen Ermittler bekommt.



Freitag, 30. Oktober 2015

Malin und das weiße Rentier von Ingrid Zellner

Eine märchenhafte Reise für Eltern und Kinder

 

Ingrid Zellner schrieb die Erzählung Malin und das weiße Rentier und entführt damit Erwachsene und Kinder in den Norden Skandinaviens. Das Büchlein erscheint im Magic Buchverlag.
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Hoch im Norden Skandinaviens begegnet das Mädchen Malin in einer sternklaren Winternacht dem weißen sprechenden Rentier Dálvi. Malin trauert um ihre verstorbene Großmutter und die Freundschaft mit Dálvi  spendet ihr Trost und Zuversicht. Das Rentier erzählt über das Leben, die Natur mit den verschiedenen Jahreszeiten, das nordische Polarlicht und auch über Elfen und Trolle.
Es ist eine zauberhafte Fantasiereise, die voller Wahrheit steckt und interessante Themen erklärt.  



Diese Erzählung schafft eine wunderbare Atmosphäre, sie wirkt fast schon märchenhaft.  Diese Traumreise ist für Eltern und Kinder gleichermaßen schön zu erleben und zu geniessen.

Wenn sich Mensch und Tier unterhalten können, dann nur im Traum oder im Märchen. So geht es in dieser Geschichte Malin, die das weiße sprechende Rentier Dálvi trifft und sich mit ihm anfreundet. Diese Freundschaft gibt Malin Mut und Zuversicht in der Trauer um ihre Großmutter. Mit ihr verbindet sie schöne Erlebnisse und Dálvi gelingt es, sie daran zu erinnern und die Gedanken weiterhin zu bewahren. Im Innern leben die Gedanken an Verstorbene weiter. Diese Hoffnung wird sehr schön deutlich gemacht.

Doch die Freundschaft führt noch weiter: Dálvi erklärt Malin in einer lebensbejahenden Weise die Welt, die Natur und die Besonderheiten der nordischen Tundra aus Sicht der Sámi, die mit ihren Rentierherden umherzogen.

Die beiden Freunde erleben die wunderbare Vorstellung eines Polarlichtes und diese seltsame Erscheinung wird kindgerecht vom Rentier erklärt. Auch die gemeinsame Verbindung aller Lebewesen und Geschöpfe auf der Erde und ihre Seelenverwandtschaft wird deutlich gemacht. Selbst dem Regen, dunklen Wolken und Mückenschwärmen werden positive Aspekte abgewonnen und das gibt der Geschichte einen beruhigenden Effekt. Der Leser erlebt eine innere Zufriedenheit, man merkt, man ist nicht allein auf der Erde und diese Zuversicht strahlt in farbenfroh erzählten Bildern wieder.

Ingrid Zellner ist es gelungen, den Leser auf eine zauberhafte Reise mitzunehmen, die Optimismus aufzeigt und neugierig macht auf die Legenden der Sámi, aber auch auf das Leben an sich. Dazu gehören auch Tod und Trauer, aber diese werden überwunden, indem man die Verstorbenen sich im Innern bewahrt und sie so bei sich trägt.

Der Schreibstil ist bildhaft und ruhig und zeigt häufig Dialogform, dadurch fühlt sich der Leser eingebunden, fast schon angesprochen. Man sollte diese Geschichte mit seinen Kindern gemeinsam lesen, denn dann kann man selbst Erklärungen abgeben und sie den Kindern verdeutlichen. Mir fällt es schwer, hier eine Altersangabe zu geben. Es hängt sicherlich sehr vom Kind ab, inwieweit es sich auf diese Themen einstellen kann.
 
Mir hat diese Geschichte richtig gut getan! Ich fühlte mich mitgenommen in den eisigkalten dunklen Winter, erlebte das fröhliche Mittsommerfest und die herbstliche Farbenpracht mit und sah vor meinem inneren Auge ein einzigartiges Polarlicht aufleuchten.   
 

Ein Buch für Kinder und für Erwachsene, zum Vorlesen und zum Reisen in ferne Länder. Es ist wie ein Märchen und beschäftigt sich dennoch mit Trauer, Leben und Tod. Eine schöne Geschichte! 

 
  ***Rezensionsexemplar von lovelybooks
                               Vielen Dank an die Autorin für das Buch!***