Sonntag, 18. April 2021

Der Möwenschiss-Mord - Regine Kölpin

Hier läuft der friesische Küsten-Krimi-Kompass auf Urlaubsmodus

Humorvoller Krimi mit Friesen-Flair, ganz auf Urlaubsmodus und gute Unterhaltung angelegt. 

"Der Möwenschiss-Mord" ist der zweite Band der Reihe "Ino Tjarks & Co ermitteln" von Regine Kölpin aus dem Knaur Verlag. Der Küsten-Krimi spielt in Friesland.

Das kuriose Rentner-Trio hat einen Spionageauftrag erhalten, sie sollen für Falko von Walde herausfinden, ob seine Frau mit ihrem Campingnachbarn Traugott ein Verhältnis hat. Doch ehe sie sich für ihren Auftraggeber ins Zeug legen können, ist Falko tot, erschlagen mit Traugotts Markisenkurbel. Nun ermittelt das Trio undercover auf dem Campingplatz. 


Regine Kölpin hat mit ihrem friesischen Rentnertrio in Horumersiel ein besonderes Ermittlerteam antreten lassen. Der Eigenbrödler Ino Tjarks, seine Haushälterin Gerda, die ein heimlicher Fan von Miss-Marple ist, und die Bäckerin Theda haben immer ein offenes Ohr für die Neuigkeiten ihrer Mitbewohner und nach ihrem letzten Ermittlungserfolg werden sie von Camping-Urlauber Falko von Walde zur Überwachung seiner Frau gebucht. Leider wird aus diesem Auftrag nichts, denn Falko wird kurze Zeit später tot aufgefunden. Doch damit ist der Fall für das Trio noch lange nicht zu Ende, zur Ermittlung müssen sie sich undercover an den Mordschauplatz begeben, den nahe gelegenen Campingplatz namens "Möwenschiss". Zunächst müssen sie aber Sturkopf Ino überzeugen, der weigert sich partout, seine gemütliche Kornmühle mit einem Wohnwagen zu tauschen. Aber das Trio findet einen Weg. Bei ihrer Spurensuche findet Gerda ein mögliches Beweisstück am Tatort, ein Bonbonpapier. Ob das ihnen im Fall weiterhilft, wird man sehen.  

Das kuriose Trio sorgt mal wieder mit lustigen Sprüchen und speziellen Ermittlungsmethoden für kurzweilige und gute Unterhaltung. Der humorvolle Ton zieht sich durch die ganze Geschichte und die drei Friesen-Rentner wachsen mir immer mehr ans Herz und sich selbst auch. Da darf man gespannt sein. 

Diese Krimihandlung stellt leichte Unterhaltung ohne Blutvergießen dar, die Spannungskurve ist moderat mit friesischem Küstenkompass auf Urlaubsmodus eingestellt. Da es recht viele Verdächtige gibt, kann man sich selbst als Ermittler betätigen und lustig mitraten. Für Nordsee 

Ein vergnüglicher, leichter Krimi mit passendem Friesen-Flair für kurzweilige Wohlfühlstimmung. Meine Wertung von 4,5 Sternen runde ich gerne auf.     

 

***Herzlichen Dank an Regine Kölpin für dieses Rezensionsexemplar!***

 


Wochenrückblick KW 15/2021

 

Was habe ich diese Woche eigentlich gemacht?


Die Woche verlief mit wiederkehrenden Vorgängen sehr ähnlich wie die Vorwochen. Einkaufen, Kochen, Essen, Haushalt und Lesen/Bloggen sind sich wiederholende Murmeltieraktionen, die immer stattfinden. Immerhin gab es mit einer Zoomprobe vom Chor und einer tollen Aktion vom Gmeiner Verlag auch etwas Abwechslung. Bei einem Bloggertalk mit Silke Böschen konnten einige Bloggerinnen über ihren neuen historischen Roman
Träume von Freiheit eine kleine Lesung miterleben. So konnten wir online mal ein bißchen Lesungs-Feeling mitnehmen und die Autorin mit Fragen löchern. Vielen Dank an dieser Stelle an die liebe Petra fürs Organisieren!


Gesehen:  

Let´s Dance

I can see your Voice

Gehört/Gesungen:

Zoom-Chorprobe: Sweet Dreams, For the longest time

Gelesen/rezensiert: 

Getan: 
 
Rasen gemäht, ein Geburtstagsgeschenk überreicht, eine Brille per Post auf den Weg zu meiner Tochter gebracht und ein paar Bücher aussortiert. 


Gefreut:  
 
Über diese Buchzugänge 

 

So langsam kommt der Frühling in Gang, jedenfalls setzt meine Rose schon reichlich frische Blätter an. 



Gegessen:

Kartoffelsalat mit Schnitzel; Schnitzel mit Möhrengemüse und Salzkartoffeln; Spinat mit Rührei; Bratkartoffeln mit Leberkäse und Tomatensalat; Entenkeule mit Rotkohl; Brokkolisuppe; Hähnchenbrust mit Gemüse und Salzkartoffeln; Himbeerquark; 



Gedacht: 

Wann werden wohl endlich die berufstätigen jungen Menschen geimpft?  

Gefeiert:
 
Keine Feier, aber zu einem 70. Geburtstag ein paar Präsente vorbei gebracht.
  
Geärgert:  

... über die weiter ansteigende Zahl an Infektionen. Ob sich wohl vermehrt Bürger bei Demos anstecken? Das interessiert mich mehr als die Interviews mit den merkwürdigen Ansichten dieser verquer Denkenden.

Gekauft:

Einige Lebensmittel, aber nichts besonderes.     


Geklickt:

Seiten zur Vergabe von Impfterminen, Buchverlagsseiten 
 

Ich wünsche euch eine gute Woche und bleibt gesund! 

Eure Sommerlese



Samstag, 17. April 2021

Lady Churchill - Marie Benedict

Die starke Frau hinter Winston Churchill

Die Romanbiografie "Lady Churchill" von Marie Benedict erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.

Die Französischlehrerin Clementine Hozier trifft 1906 auf Winston Churchill, zwei Jahre später heiratet sie den Abgeordneten des britischen Unterhauses. Sie gehen als "power couple" in die Geschichte ein und bekommen fünf Kinder. Als politisch interessierte Frau hält Clementine ihrem Ehemann nicht nur den Rücken frei, sie bespricht mit ihm seine Entscheidungen und liest seine Reden und hat damit maßgeblichen Einfluß auf seine politische Karriere. Außerdem engagiert sie sich für das Frauenwahlrecht und muss sich mit diesem Thema auch mit ihrem Mann auseinander setzen.  Clementine Churchill war die treibende Kraft hinter dem späteren zweimaligen Premierminister Churchill. 


Marie Benedict verbindet in ihrer Romanbiografie fiktive und biografische Fakten zu einer interessanten Geschichte, die uns hinter die Kulissen im Hause Churchill bis 1965 blicken lässt. Winston Churchill ist weithin bekannt, doch wie war die Frau an seiner Seite?

Die Autorin lässt das private Leben des Ehepaares vor den historischen Vorgängen ablaufen und man erlebt die Beziehung mit ihren schönen, wie schwierigen Phasen sehr detailliert mit. 

Schon zu Beginn ihrer Ehe ist Clementine klar, dass sie einen ehrgeizigen und nicht ganz einfachen  Mann heiratet. Doch sie weiß mit seiner Art umzugehen, möchte mit ihrer Kraft die Beziehung stützen und lässt sich auf eine Ehe mit politischer Entwicklung ein. 

Aus Clementines Perspektive erleben wir eine kämpferische Frau, die ihre eigenen Interessen hinter die ihres Mannes stellt und dennoch die Kraft hat, sich als seine Beraterin seinem politischen Leben zu verschreiben. Durch die erzählte Sichtweise hat man den Eindruck, Clementine persönlich zu erleben und wird mitgenommen auf eine gut recherchierte Reise im Leben dieser beeindruckenden Frau. Geschickt beeinflusst sie Winston bei politischen Entscheidungen, glättet Unstimmigkeiten und hat so großen Einfluß auf die Außenwirkung ihres Mannes, was sicherlich zu mehr Besonnenheit und ausgewogenem Handeln sorgte. Auch setzt sie ihre Interessen und Vorstellungen gekonnt und diplomatisch durch, was mich sehr beeindruckt hat, eine Sympathieträgerin wurde sie für mich allerdings nicht. Es fehlte mir auch die Sichtweise von außen durch eine andere Person auf Clementine.

Der einnehmende und flüssige Schreibstil führt uns durch die Geschichte, lässt uns die Ehe, viele Entscheidungen und den Zweiten Weltkrieg miterleben und zeigt diese Zeit aus der Sicht der Briten. 

Auf Dauer hat mich die ständige Wiederholung von Clementines Selbstreflektion etwas ermüdet. Sie war eine starke Frau und hatte großen Einfluß, doch das wird hier etwas zu häufig erwähnt. Ich kann mir eher vorstellen, dass Clementine ihr Licht unter den Scheffel gestellt hat, wie man so schön sagt. Es werden aber auch Zweifel an diesem Eheleben aufgezeigt, als Clementine sich fragt, ob sie den richtigen Platz an der Seite ihres Mannes eingenommen hat. Doch diese kurze Episode geht schnell wieder vorüber.

Das Buch liest sich interessant und wirkt mit den vielen eingebauten Vorgängen und geschichtlichen Hintergründen umfangreich und sehr gut recherchiert. Man bekommt einen Eindruck, welches Engagement diese Frau aufbringen musste, um sich ihrer Ehe mit der Politik zu verschreiben und spürt auch ihr Gewissen, sich nicht genügend um ihre Kinder gekümmert zu haben.  

Ich empfehle diesen Roman allen, die sich für Geschichte aus dem Blickwinkel der Briten interessieren und mehr über diese außergewöhnliche Frau erfahren möchten. 

 

***Herzlichen Dank an Vorablesen und den KiWi Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 

 



Jahreszeitenlesetipps für den Frühling

 


Es wird langsam, aber sicher Frühling! Die Tage werden länger, am Morgen zwitschern schon die ersten Vögel, hier und da sprießt das Grün und die Osterglocken und Forsythien blühen in strahlendem Gelb. Und wenn sich die Sonne mal durch das Einheitsgrau hindurch kämpft, kann man die wärmenden Strahlen schon genießen. 

 
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Die Aktion Jahreszeitenlesetipps wird initiiert von „Meine Welt voller Welten“ und „Der Duft von Büchern und Kaffee“ und ich nehme immer gerne daran teil. 

 

Zum Frühling passen fröhliche Liebesromane, humorvolle Unterhaltung und Bücher über Flora und Fauna, die Lust machen, wieder das Erwachen der Natur draußen mitzuerleben. Und das wollen wir jetzt genießen, deshalb stelle ich dieses Mal alles Bücher vor, die das Thema Flora zum Inhalt haben.

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Als erstes möchte ich euch dieses Buch vorstellen: 

 

Gartenlust im Frühling - Johannes Roth /Insel Verlag

                             

Wenn die ersten Frühblüher sich im Garten zeigen, dann ist die dunkle Jahreszeit überstanden, es beginnt die Zeit für die intensive Gartenarbeit. Denn wer im Sommer einen schönen Garten haben will, muss rüh im Jahr die Ärmel hochkrempeln und anpacken. Da wird gegraben, vertikutiert, Pflanzen gesetzt, aber sich auch über die ersten Blüten gefreut.

Johannes Roth unternimmt in diesem Büchlein einen frühlingshaften Gartenspaziergang und zeigt zu 17 Themenbereichen die gärtnerischen Besonderheiten. Dabei taucht er auch ein in literarische Abhandlungen von Ovid bis Goethe, die die Natur in schönster Weise verewigten. Und schöne Fotografien bereichern dieses Buch farblich und frühlingshaft.

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Frühlingszauber in der Valerie Lane - Manuela Inusa /Süd West Verlag  


                              

Dieses zauberhafte Buch lädt zum Schmökern ein! 
Passend zur Valerie-Lane-Romanreihe findet man hier ein wunderbares Geschenkbuch, in dem frühlingshafte Ideen vorgestellt werden, die man gut umsetzen kann. Die Inspirationen mit Osterbasteleien, Rezepten und Dekoideen sind ein kleiner Anstoß, um selbst mal aktiv zu werden.

 

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Tulpen - Jane Eastoe   Fotos Rachel Warne /Prestel Verlag 


                             

Zum Frühling gehören Tulpen einfach dazu! Wer sich für diese Zwiebelgewächse begeistern kann, sollte sich dieses edle Buch einmal näher ansehen. Es ist ein kostbares Tablebook, einfach großartig anzusehen und enthält wunderschöne 50 unterschiedliche Tulpen in allen Farben und Formen, die perfekt in Szene gesetzt sind. Die Autorin gibt tolle Tipps zu Zucht und Pflege und geht auch auf die geschichtliche Entwicklung des Tulpenhandels ein. Ein faszinierendes Buch über Tulpen!


Vielleicht spricht euch eines der Bücher an und es darf bei euch einziehen.

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Frühlingshafte Grüße,

eure Sommerlese!

Freitag, 16. April 2021

Der Tod setzt Segel - Robin Stevens

Etwas skurriles Thema, aber toll gelöst

"Der Tod setzt Segel" von Robin Stevens ist der neunte und letzte Band der Krimireihe "Ein Fall für Wells & Wong" aus dem Knesebeck Verlag.

Die Detektivinnen Daisy Wells und Hazel Wong werden von ihrer Freundin Amina nach Ägypten eingeladen und gehen gemeinsam mit Hazels Geschwistern und Vater Mr Wong und ihren Freunden George und Alexander auf eine Nil-Kreuzfahrt. Sie möchten die antiken Tempel bestaunen und hoffentlich sehen sie auch ein paar Mumien. Doch dann ereignet sich auf dieser Reise ein Mordfall an Bord, der den Detektivclub mit den Ermittlungen beschäftigt.

Ebenfalls an Bord befindet sich eine Reisegruppe mit mysteriösen Eng­ländern, die sich "Der Atem des Lebens" nennt. Völlig durchgeknallte Menschen, die sich für Reinkarnationen der alten Pharaonen halten. Als die Anführerin, die sich für die Pharaonin Hatschepsut hält, ermordet wird, wird ihre schlafwandelnde Tochter mit einem blutigen Messer in der Hand bei der Leiche angetroffen. Aber ist sie auch die Mörderin?

Diese Krimireihe aus dem Jugendbereich untersucht einen Fall von klassischem Kammerspiel, denn der Mörder kann nur jemand vom Schiff sein. 

Auf dem Schiff geschieht ein Mord, ausgerechnet eine Frau aus der Gruppe, die sich "Hauch des Lebens" nennt. 

Hazel ist als Erzählerin eingesetzt, sie berichtet alles was auf dem Schiff vor sich geht und fasst ihre Ermittlungsergebnisse immer zusammen, sodaß man als Leser immer auf dem Laufenden gehalten wird. Hier darf mitgerätselt werden, die Auflösung war für mich eine Überraschung und auch der angekündigte Tod von Daisy wird am Ende erklärt. 

Vom flüssigen Erzählstil und den besonderen Mordumständen her hat dieses Buch alles was ein spannendes Buch ausmacht. Mir hat allerdings die Idee mit den Reinkarnationen dieser skurrilen englischen Reisegruppe nicht gefallen, solche mystischen Gedanken und Ideologien finde ich irreal und hätte mir für die Gruppe ein anderes "Hobby" gewünscht.  

Sehr realistisch und unterhaltsam werden die Szenen dieser Reise um 1930 in Ägypten beschrieben, es wird erklärend auf die Kultur und auch auf die Geschichte eingegangen und so lernt man ein wenig Wissen dazu. Denn bis der Mord geschieht, dauert es etwas und so wird diese Zeit informativ gefüllt. Die zwei Detektivgruppen von Mädchen und Jungen müssen sich auch erst zusammenraufen, doch mit der Tat ergibt sich das fast von allein und alle ziehen an einem Strang. Auch die kleine May darf dieses Mal als kleiner Spion mitmachen, das hat mir sehr gefallen. 

Es wird recht spannend, weil sich die Detektive sogar in fremde Kabinen schleichen, um Beweismaterial oder Erkenntnisse zu sichern. Das sorgt für reichlich Aufregung und lässt den Leser gespannt mitfiebern. 


Ein spannender und interessanter letzter Fall für die Detektive, der auch Erwachsene in der Mordaufklärung mitraten lässt.  


***Herzlichen Dank an den Knesebeckverlag für dieses Rezensionsexemplar!***

 



Stevens, Robin - Tödliches Spiel in Hongkong 6

Freitags-Füller # 234

 


Andere Jahre war es um diese Zeit schon viel milder, auch wenn es hier und da in der Natur grüner wird, müssen wir wohl noch etwas auf einen warmen Frühling warten. Steigende Infektionszahlen dämpfen die Aussicht auf Lockerungen und es gibt wieder Ausgangssperren, dafür wechseln sich die Impfversprechen und Impfstoffverbote ständig in den Nachrichten ab. Das sorgt natürlich in der Bevölkerung für Unmut. Ich lasse alles auf mich zukommen, meide Kontakte und lese einfach weiter, denn der Buchzuwachs läuft allem zum Trotz wie geschmiert. Immerhin eine positive Entwicklung in diesem Land.  



 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

Dies ist ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen von Barbara von  Scrap-Impulse.



1. Es ist mir viel zu kompliziert zu verstehen, warum die Steuererklärung nicht endlich wirklich mal vereinfacht wird.


2. Ich mag keine übertriebenen Nagellooks und brauche kein Nagelstudio.

 

3. Ob man aus dieser Pandemie wohl noch einmal ohne Infektion hervorgehen wird, ist fraglich. Die Mutationen verbreiten sich ja leider sehr schnell.

 

4. Wie wichtig in dieser Zeit Mund-Nasen-Schutz sind, ist ja nun langsam wohl jedem Dulli klar, trotzdem laufen die Demos weiter, das ist schier unfassbar.

 

5. Das Leben ist ein Geschenk, das sollten wir uns öfter mal vor Augen halten.

 

6. Ich lasse mich gerne mit Büchern unterhalten und tauche in andere Leben, Situationen und Zeiten ein. Romane, Krimis und Sach- oder auch Kinderbücher  lese ich gerne.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die nächste Folge von Let´s Dance, morgen habe ich geplant, einen Drogerieeinkauf zu machen und Sonntag habe ich noch keine Idee, wie ich den Tag verbringen werde.

 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende mit viel Frühlingssonne!

Liebe Grüße,

Sommerlese

Donnerstag, 15. April 2021

Wie man die Zeit anhält - Matt Haig

Ein Buch über die Liebe und die Zeit 

Leider einfach nicht mein Buch

"Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig erscheint im DTV.

In diesem Roman geht es um den Einzelgänger Tom Hazard, der aussieht wie Anfang 40, aber wegen einer besonderen Veranlagung, welche sich Anagerie nennt, nur sehr langsam altert. In Wahrheit ist er um die 400 Jahre alt. Alle acht Jahre ändert er seinen Aufenthaltsort, aktuell arbeitet er in London als Geschichtslehrer, dieser Job passt perfekt, schliesslich hat er viele Ereignisse selbst miterlebt. Tom gefällt es in London und mag auch seine Kollegin, die Französischlehrerin Camille sehr. Damit ändert sich sein Leben gewaltig. 



"Die Menschen, die du liebst, sterben nie." Zitat Seite 331 

Toms Leben ist kein Glücksfall, sondern eher ein Fluch, denn um ihn herum sterben alle geliebten Menschen, nur er überlebt und sein Leben verläuft recht einsam.

Dieser Roman ist anders als ich es erwartet habe. Rein vom Sprachstil her lässt er sich flüssig lesen und einige Botschaften sind schön formuliert. Echte angekündigte philosophische Sätze habe ich aber nicht entdecken können und auch die Handlung konnte mich nicht packen. Die Liebesgeschichte mit Rose war für mich der einzige Aspekt, den ich gern gelesen habe. Sie wagt den Schritt, gemeinsam mit Tom diese ungewöhnliche Beziehung zu gehen. Sie bekommen ein Kind und werden ständig von den Blicken anderer Menschen verfolgt. Als Rose stirbt, beschliesst Tom, nie wieder Gefühle für einen anderen Menschen zuzulassen. Doch dann taucht Camille auf.

Eigentlich hätte die Erzählung durch die Zeitwechsel recht spannend werden können, schliesslich springt Matt Haig ständig in eine andere zeitliche Epoche der letzten 450 Jahre und wir sehen von Kapitel zu Kapitel verschiedene historische Ereignisse und Persönlichkeiten wie William Shakespeare oder F. Scott Fitzgerald an uns vorbeiziehen. Doch so richtig tief wird leider nicht auf auf den Zeitgeist oder das Lebensgefühl eingegangen, die Eindrücke sind recht oberflächlich und hangeln sich an Toms Leben und seinem Selbstmitleid entlang. Das wirkt auf mich nicht überzeugend, es deprimiert und zieht sich leider von Szene zu Szene durch das ganze Buch.

 

Obwohl ich den Erzählstil und die Botschaft mit der sinnvoll zu nutzenden Zeit mochte, war das einfach nicht mein Buch.

 


Mittwoch, 14. April 2021

Träume von Freiheit - Silke Böschen

Interessantes Sittenbild dieser Zeit

Der Scheidungsprozeß einer Amerikanerin macht sie zur Vorreiterin ihrer Zeit

Silke Böschens historischer Roman "Träume von Freiheit - Ferner Horizont" erscheint im Gmeiner Verlag.   

1875: Florence de Meli gehört zur High Society der amerikanischen Kolonie in Dresden, sie führt ein Leben in Wohlstand und nimmt am gesellschaftlichen Leben teil. Doch glücklich ist sie nicht, denn ihr Mann Henry kann mit ihrer quirligen und lebensfrohen Art nicht mithalten und wacht eifersüchtig über sie. Außerdem steht er unter der Fuchtel seiner biestigen Mutter, die Florence ständig daran erinnert, wem sie ihre finanzielle Absicherung zu verdanken hat. Als Henry Florence in eine Irrenanstalt einweisen lässt, bleibt Florence nicht anderes übrig, als diese Beziehung beenden zu wollen und für ihre Kinder und Gerechtigkeit zu kämpfen. Es beginnt ein Scheidungskrieg, der quer durch Europa führt und so zum Blickfang der Öffentlichkeit wird. 
 

Die hübsche Florence heiratet sehr jung den 11 Jahre älteren Henry, nach anfänglicher Zuneigung zu ihrem nicht gerade sympathischen Mann ist sie immer mehr in ihrer Ehe gefangen. Henry ist Privatier, finanziert von seiner reichen Mutter, die diesen Umstand ihrer Schwiegertochter auch ständig vorwirft und kein gutes Haar an ihr lässt. Und Henry lässt das zu, denn er steht auch als erwachsener Mann noch unter dem Pantoffel seiner Mutter. Seine zweite Abhängigkeit ist sein Alkohol-Problem, ohne berufliche Aufgaben lässt er sich gehen und wird gegenüber seinem Sohn handgreiflich. Das bringt Florence in eine ziemlich schwierige Lage. Als sie gegen ihren Willen in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wird, ist sie abhängiger denn je von ihrem Mann. Doch ihre Lage ist hoffnungslos, eine Frau mit "Hysterie" wird nicht ernst genommen. Es bleibt ihr nur die Flucht und die führt Florence zu einer Bekannten nach Paris. 
 
Dieser fiktiven Geschichte liegen reale Figuren zugrunde, Silke Böschen erzählt von einer spannenden Scheidungsschlacht, die zu dieser Zeit erstmalig von einer Frau ausgeht. Scheidungen waren in dieser Gesellschaftsschicht verpöhnt, es wurde sich arrangiert. Doch damit kann sich Florence nicht zufrieden geben, denn sie möchte ihre Freiheit zurück und ihre Kinder nicht bei Henry lassen. Deshalb flieht sie vor Henry und möchte zurück nach Amerika, um dort die Scheidung rechtskräftig werden zu lassen. 
 
Rein sprachlich ist der Roman wunderbar zu lesen, schnell ist man eingenommen von Florence und erbost über das ihr angetane Unrecht mit der Einweisung in die Heilanstalt. Zeitlich kann man alle Vorgänge gut zuordnen, die Kapitel enthalten hilfreiche Zeit- und Ortsangaben. Mit einigen persönlichen Briefen wird die Handlung persönlicher und man bekommt die Gedanken der Figuren so hautnah mit. Einige Szenen gehen sehr ins Detail, sie sorgen damit für einen zeitbeschreibenden und unterhaltsamen Charakter der Geschichte und zeigen auch die Moralvorstellungen der damaligen Zeit.
 
Florence erscheint auf den ersten Blick hin mutig, ihr Handeln kann man gut verstehen, doch ihr blieb auch nicht viel anderes übrig. Sie hat großes Glück, dass sie einflussreiche Freundinnen hat, die ihr auf ihrer Flucht hilfreich zur Seite stehen. Allerdings bringt sie sich mit ihrer Reise nach Amerika in eine weitere Abhängigkeit, denn sie muss bei ihrem Onkel und ihrer Tante unterkommen. Sie finanzieren ihr ihren Unterhalt, den Streit vor Gericht und auch Fahrten nach Europa, damit sie ihre Kinder wiedersehen kann.

Mich haben besonders die drastischen Schilderungen in der Heilanstalt Prina Sonnenstein interessiert, dort waren Anwendungen mit Hydrotherapie ein probates Mittel, um die Patienten ruhig zu stellen. Anschließend kam Florence in das Sanatorium für Nervenkranke nach Bad Kreischa, wo ihr die Flucht gelang. Beide Kliniken gab es wirklich und auch die Behandlung wird in der beschriebenen Art und Weise stattgefunden haben, denn hilfreiche Medikamente waren damals noch nicht weit entwickelt. 

Im dritten Teil lernen wir Florence Freundin Clara Jenkins kennen. Sie ist ein starker Charakter, über den ich gern mehr erfahren hätte.  
Lobend erwähnen möchte ich noch das umfangreiche Personenregister, in dem die zahlreichen realen Figuren mit ihren wichtigsten Eckdaten und Lebensumständen aufgeführt werden. Der ganze Roman baut auf einer umfangreichen Recherche auf, der diese Zeit deutlich widerspiegelt. 

Dieser interessante Roman zeichnet eine Epoche wieder, als Amerikaner zum Stadtbild Dresdens gehörten. Es entsteht ein lebendiges Bild über die Anfänge von weiblicher Emanzipation und zeigt eine Frau, die für ihre Freiheit zu kämpfen wagt. 


***Herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 
 

So viele liebe Lachgesichter - Dawn McNiff

Hilfreiches Mitmachbuch

Entdecke die Lachgesichter hinter den bunten Masken

"So viele liebe Lachgesichter" von Dawn McNiff und Zoe Waring erscheint im Penguin Junior Verlag für die Altersklasse ab 2 Jahren.

Überall tragen nun alle Menschen Masken und verdecken damit Mund und Nase, nur die Augen schauen noch heraus. Wie sehen sie wohl unter der Maske aus, sind sie fröhlich oder vielleicht eher grimmig? Bei manchen Augen sieht man das Lachen auch mit Maske, die Augen strahlen. Schau doch mal genau hin.  


Dieses robuste Pappbilderbuch zeigt Gesichter und anstelle der Masken gibt es bunte Klappen. Diese sollen Kinder einladen, dahinter zu blicken. Wer versteckt sich hinter der Maske, zum Vorschein kommen ein dunkelhäutiger Arzt, eine Busfahrerin und eine Verkäuferin. Es sind alles fröhliche Lachgesichter und diese Erfahrung soll Kindern die Angst nehmen. Am Ende sorgt eine Spiegelfolie für den Überraschungseffekt, wenn das Kind sich selbst erkennt.  



Es ist ein tolles Pappbilderbuch, das die soziale Entwicklung fördert und Kinder zum Mitmachen animiert. So lernen sie, mit der veränderten Situation im Alltag umzugehen und den Maskengesichtern ohne Angst zu begegnen. Alle Gesichter im Buch lächeln, was für eine schöne Erkenntnis.

Größeren Kindern kann man erklären, dass die Augen auch eine Sprache sprechen und man die Stimmung der Person auch ohne Mund und Nase zu sehen, einschätzen kann.

Es gibt nur wenig Text, der zum Teil gereimt ist und sich in einigen Sätzen wiederholt. Das ist für kleine Kinder genau richtig. 

Gut gefallen hat mir auch die Diversität der abgebildeten Menschen, ein dunkelhäutiger Arzt und eine Busfahrerin sieht man ja auch im Alltag. So wird es für Kinder auch völlig selbstverständlich, sie hier zu sehen.

Dieses sehr robuste Buch ist hilfreich, um Kindern spielerisch unseren derzeitigen Alltag näherzubringen und ihnen Ängste zu nehmen.


***Herzlichen Dank an den Penguin Junior Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***




Dienstag, 13. April 2021

Die Perlenprinzessin. Rivalen - Iny Lorentz

Toller Schmöker mit Intrigen und Seefahrer-Abenteuern 

Die Perlenprinzessin. Rivalen ist der Auftaktband der spannenden Südsee-Saga des Autorenpaars Iny Lorentz, die Reihe erscheint im Knaur Verlag.

Die Seemänner Simon und Jörgen stürzen sich in einen gefährlichen Wettstreit, um die schöne Minna zu heiraten. Der Wettbewerb endet mit einer Lüge, die zu einer erbitterten Feindschaft führt und Generationen überdauert.


Hamburg 1771: Die Seemänner Simon Simonsen und Jörgen Mensing kämpfen um die Hand der Reederstochter Mina Thadde und erhoffen sie auch einen beruflichen Aufstieg zum Kapitän. Sie starten mit ihren Schiffen zu einer Fahrt in die Karibik. Simons Fahrt glück, aber Jörgen Mensing riskiert Kopf und Kragen und erleidet Schiffbruch. Mit einer infamen Lüge gelingt es ihm jedoch, Simon die Schuld zuzuschreiben und Mina als Braut zu gewinnen. Simon Simonsen wird von allen gemieden, damit beginnt eine langfristige Fehde der Handelsfamilien, die mehrere Generationen überdauern soll.

Der Hamburger Hafen ist um 1770 bereits ein wichtiger Handelsplatz für Waren wie Zucker, Stoffe, Tabak, Kaffee, Wein und Gewürze. Wir lernen Erna Lüders kennen, Tochter eines kleinen Reeders, die gerade die neuesten Heiratsgerüchte auf dem Markt erhascht. Auch die hübsche Mina Thadde soll bald verheiratet werden. Ihr Vater strebt für sie eine Ehe an, die ihm und seiner Reederei zugute kommt und stimmt einem Wettstreit zweier Seeleute um die Hand von Mina zu. 

Bei der Charaktereinführung verteilen sich sofort die Sympathiepunkte und einige Figuren bekommen ihren negativen Stempel aufgedrückt, den sie auch in der weiteren Handlung nicht ablegen. Aber es kommen viele Personen nach, dadurch wirkt diese Geschichte auch etwas überladen.

Es beginnt eine opulent geschilderte Geschichte, die das damalige Leben in Altona bildhaft beschreibt, außerdem abenteuerliche Szenen auf hoher See, in der Karibik und in London zeigt und die Handels- und Arbeitssituation von Reedern und Seemännern klar aufzeigt. In diesem Fall startet die Story mit zwei Heiratskandidaten, die sich nicht nur nach einer schönen Frau, sondern auch nach gesellschaftlichem Aufstieg sehnen. In diesem Ehedebakel erdulden die Frauen ihre untergeordnete Position, eine hat mehr Glück mit ihrem Ehemann, die andere weniger. 

Iny Lorentz sind Meister ihres Erzählfachs, sie lassen Bilder im Kopf entstehen, die den Leser in die damalige Zeit eintauchen und gefesselt die Intrigen und Machtspielchen miterleben lässt. 
Die Zeit vergeht, die nächste Generation reift heran, zu den bisherigen Figuren kommen die Kinder und Enkel. Doch dann wird Hamburg unter Napoleon von den Franzosen besetzt und die Bevölkerung erleidet eine schwere Zeit, auch die Buch-Familien werden in neue Schwierigkeiten gebracht. Hier wird die Spannung weiterhin hoch gehalten, die historischen Eckdaten sind gut in die Handlung eingebaut und die Figuren unterhalten mit ihren Erlebnissen bis zum etwas offenen Ende. Es gibt eine Fortsetzung! 

Ein bildgewaltiger Auftakt der Familiensaga mit interessantem Einblick in die historische Entwicklung der Hafenstadt Hamburg. Für Freunde historischer Romane sehr zu empfehlen.  


***Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

 

Sonntag, 11. April 2021

Wochenrückblick KW 14/2021

 



Was habe ich diese Woche eigentlich gemacht?


Bei einem morgendlichen Spaziergang im Wald war der ganze Waldboden voll mit blühendem Lerchensporn, dessen violette und weiße Blütchen in sonniges Licht getaucht wurden. Das sah so schön aus und hat mich sehr erfreut. Scheinbar haben wir den richtigen Moment abgepasst, denn bei dunklem Himmel fällt es kaum auf.


Gesehen:  

Let´s Dance

I can see your Voice

Gehört/Gesungen:

Zoom-Plauderei mit einer Freundin

Gelesen/rezensiert: 

Getan: 
 
Etwas ausgemistet und Dinge neu sortiert, keine große Aktion, schiebt man aber auch gerne vor sich her.   


Gefreut:  
 
Über den Impfstart bei den Hausärzten, damit rückt hoffentlich auch meine Impfung ein Stück näher. 

Es steht ein Pferd auf dem Flur...:-)




Gegessen:

Lachsfilet mit Kräuterkruste und Möhren; Lachs dazu Bulgursalat mit Oliven und Tomaten und Linsennudeln; Paprikagulasch mit Spätzle; Gemüsesuppe; Spaghetti mit Schafskäse und Kirschtomaten; Suppe und Nudelreste und hinterher Schokopudding; Spinattortellini mit Käsespinatsauce;    






Gedacht: 

Ich bin gespannt, wie die Testphasen der Küstenorte mit Öffnung des Tourismus verlaufen werden. Einige Orte in Schleswig-Holstein preschen da ja jetzt vor. 

Gefeiert:
 
Keine Feier in Sicht
  
Geärgert:  

Nur über die weiter ansteigende Infektionszahl. Auch wüsste ich gerne, ob sich vermehrt auch Bürger bei Demos anstecken. Darüber gibt es aber keine Auskunft, dafür aber Interviews mit den merkwürdigen Ansichten dieser verquer Denkenden.

Gekauft:

Einige Lebensmittel, aber nichts besonderes.     


Geklickt:

Buchverlagsseiten 
 

Ich wünsche euch eine gute Woche und bleibt gesund! 

Eure Sommerlese