Donnerstag, 15. April 2021

Wie man die Zeit anhält - Matt Haig

Ein Buch über die Liebe und die Zeit 

Leider einfach nicht mein Buch

"Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig erscheint im DTV.

In diesem Roman geht es um den Einzelgänger Tom Hazard, der aussieht wie Anfang 40, aber wegen einer besonderen Veranlagung, welche sich Anagerie nennt, nur sehr langsam altert. In Wahrheit ist er um die 400 Jahre alt. Alle acht Jahre ändert er seinen Aufenthaltsort, aktuell arbeitet er in London als Geschichtslehrer, dieser Job passt perfekt, schliesslich hat er viele Ereignisse selbst miterlebt. Tom gefällt es in London und mag auch seine Kollegin, die Französischlehrerin Camille sehr. Damit ändert sich sein Leben gewaltig. 



"Die Menschen, die du liebst, sterben nie." Zitat Seite 331 

Toms Leben ist kein Glücksfall, sondern eher ein Fluch, denn um ihn herum sterben alle geliebten Menschen, nur er überlebt und sein Leben verläuft recht einsam.

Dieser Roman ist anders als ich es erwartet habe. Rein vom Sprachstil her lässt er sich flüssig lesen und einige Botschaften sind schön formuliert. Echte angekündigte philosophische Sätze habe ich aber nicht entdecken können und auch die Handlung konnte mich nicht packen. Die Liebesgeschichte mit Rose war für mich der einzige Aspekt, den ich gern gelesen habe. Sie wagt den Schritt, gemeinsam mit Tom diese ungewöhnliche Beziehung zu gehen. Sie bekommen ein Kind und werden ständig von den Blicken anderer Menschen verfolgt. Als Rose stirbt, beschliesst Tom, nie wieder Gefühle für einen anderen Menschen zuzulassen. Doch dann taucht Camille auf.

Eigentlich hätte die Erzählung durch die Zeitwechsel recht spannend werden können, schliesslich springt Matt Haig ständig in eine andere zeitliche Epoche der letzten 450 Jahre und wir sehen von Kapitel zu Kapitel verschiedene historische Ereignisse und Persönlichkeiten wie William Shakespeare oder F. Scott Fitzgerald an uns vorbeiziehen. Doch so richtig tief wird leider nicht auf auf den Zeitgeist oder das Lebensgefühl eingegangen, die Eindrücke sind recht oberflächlich und hangeln sich an Toms Leben und seinem Selbstmitleid entlang. Das wirkt auf mich nicht überzeugend, es deprimiert und zieht sich leider von Szene zu Szene durch das ganze Buch.

 

Obwohl ich den Erzählstil und die Botschaft mit der sinnvoll zu nutzenden Zeit mochte, war das einfach nicht mein Buch.

 


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