Donnerstag, 13. August 2026

Abfahrt ins Jenseits - Salvatore Simonetti

Kurzweiliger Krimi mit schrulligen Figuren und reichlich Dolce Vita! 

Im EMF Verlag erscheint der Italien-Krimi "Abfahrt ins Jenseits" von Salvatore Simonetti. Es ist der 1. Band der Reihe "Mamma Marcella ermittelt". 

Das pittoreske Dolceacqua ist eine kleine Gemeinde in den Bergen Liguriens, nicht weit vom Meer entfernt. Es ist die Heimat von Marcella, in die sie nach der Trennung von ihrem Mann Beppo zurückgekehrt ist. Bei Marcella lebt ihr Sohn Domenico, der als Carabiniere im Ort arbeitet und eine neue Freundin hat. Unter dem Dach wohnt ihr Untermieter Harry, ein deutscher Alt-Hippie und Künstler, mit dem sie befreundet ist. Als im Bergdort mehrere rüstige Bewohner in Marcellas Alter unerwartet sterben, wittert sie ein Verbrechen und macht sich auf die Suche. 



 

Protagonistin Marcella ist eine typische italienische Mamma, die leidenschaftlich gern kocht, sich um ihren erwachsenen Sohn sorgt und kritisch seine neue Freundin beäugt. Als sie merkt, dass im Dorf überproportional viel gestorben wird, geht sie der Sache nach. Dabei schreckt sie auch nicht vor gefährlichen Kriminellen zurück.   

Der Fall nimmt allmählich Fahrt auf, Marcella schaut und hört sich um und kommt an Informationen, die ihren Verdacht erhärte. Sie unternimmt waghalsige Verfolgungsfahrten, bei denen ihren Freunden Angst und Bange wird. Sie ist pfiffig, mutig und lässt sich nichts vormachen, leider scheint ihr Sohn nicht ihr Miss-Marple-Gen geerbt zu haben. Mir ist Marcella direkt ans Herz gewachsen und auch die anderen leicht schrulligen Figuren konnten mich gut unterhalten.

Das Buch vermittelt Einblick in die italienische Lebensart, beschreibt die malerische Landschaft Liguriens und unterhält mit einer kurzweiligen Krimihandlung. Wer Cosy Crime mag, ist hier bestens bedient und bei den erwähnten italienischen Speisen läuft jedem das Wasser im Mund zusammen.  

Diese Reihe werde ich gern weiter verfolgen und freue mich schon auf ein Wiederlesen mit Marcella und ihren Freunden. 

 

***Herzlichen Dank an den EMF Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 


 

Dienstag, 11. August 2026

Weiterleben - Patrick Charnley

Eine bewegende und bemerkenswerte Geschichte 

Im Dumont Verlag erscheint Patrick Charnleys Roman Weiterleben.

Der 20-jährige Jago Trevarno war nach einem Herzstillstand vierzig Minuten klinisch tot und wurde gerettet, doch sein Leben ist ein anderes als vorher. Er hat eine dauerhafte Hirnschädigung erlitten, ist schnell überfordert, muss sich seine Kräfte einteilen und zurück ins Leben finden. Jago zieht auf den Hof seines Onkels Jacob an der Küste in Cornwall, wo er in der einfachen, ländlichen Umgebung zur Ruhe kommt und versucht, wieder im Leben anzukommen. Arbeit gibt es genug und die Natur gibt den Rythmus vor. Jago melkt die Kühe, verteilt das Stroh im Stall, er repariert Zäune und reitet zum Meer. Er fühlt sich wohl bei seinem Onkel, wäre da nicht der böse Bill Sligo, der es auf das Grundstück Jacobs abgesehen hat. Doch genau hier möchte Jago weiterleben und muss Sligo das Handwerk legen. 


 

Der Autor Patrick Charnley hat einen Herzstillstand überlebt und lässt die eigenen Erfahrungen in die Geschichte einfließen.  

Bücher mit realem Bezug finde ich immer besonders spannend und nach der Ankündigung auf der Leipziger Buchmesse war ich schon sehr gespannt auf diesen Titel. Ich kann es gleich vorweg nehmen, das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte den ruhigen Erzählstil, der zeigt, wie sich Jago wieder ins Leben zurück kämpft und auf dem Hof seines Onkels Aufgaben übernimmt, sie in seinem eigenen Tempo erledigt und wieder zur Ruhe kommt.  

Der Erzählton ist schlicht, einfach und bedächtig und passt damit perfekt zu der Stimme des Ich-Erzählers Jago, der seinen Weg zurück ins Leben beschreibt. Als Folge seiner Krankheit hat Jago Konzentrationsschwierigkeiten und ist nicht mehr multitaskingfähig und emotionslos. Bei Überforderung bekommt er Kopfschmerzen und braucht viel Schlaf, das Sehen, Lesen und Schreiben bereitet ihm Schwierigkeiten. Doch damit muss er von nun an leben und es akzeptieren. Der abgelegene Hof im malerischen Cornwall ist die Chance, um im Rythmus der Natur und bei der täglichen Arbeit mit den Tieren neuen Lebensmut zu entwickeln. Die gegenseitige Fürsorge mit seinem Onkel bestärkt ihn täglich aufs Neue und Jago fühlt sich angekommen und möchte genau so weiterleben. Andere Erwartungen hat er nicht an sein Leben. Doch da kommt der kriminelle Nachbar Bill Sligo ins Spiel.  

Dieser Roman hat mich gefesselt und sehr berührt! Das liegt vor allem am hoffnungsvollen Lebensmotto Jagos, der den Augenblick und die Jahreszeiten in der Natur genießen kann und sich auf die wichtigen Dinge im Leben beschränkt. 

Wer Schicksalsschläge erleidet und viel durchmachen muss und dann den Mut hat, das neue Leben anzunehmen, dann ist das wahre Stärke! 

 ***Herzlichen Dank an den Dumont Verlag für diesen Roman!***

 


  

Ein Samstag im August - Birgit Bachmann

Familie ist eine Flickendecke

Bei btb erscheint der Roman Ein Samstag im August von Birgit Bachmann.

An einem heißen Augustwochenende treffen Elvira und Jobst auf der Heimreise aus dem Urlaub an einer Raststätte ein junges Paar und bringen sie nach einer Wagenpanne an ihren Zielort. Noch ahnen sie nicht, welches Familiendrama sie damit herauf beschwören. Zuhause sieht sich Elviras 85-jährige Mutter Sigrid alte Fotos an und erzählt von einem Familiengeheimnis, das besonders ihre jüngste Tochter Mona betrifft.   


 

"Familie ist eine Flickendecke, sie kratzt auf der Haut, wo die Fäden ... schlampig vernäht sind."  Zitat Seite 5

"Ein Samstag im August" erzählt von einem Wochenende der Familie Wortmann und beschreibt in dialogreichen Konflikten das Familiengefüge und einzelne Charaktere, sowie die norddeutsche Landschaft. Dabei werden verbindende und trennende Elemente aufgezeigt, die das Familiengefüge auf die Probe stellen. Die Geschichte liest sich durch die authentisch angelegten Charakterstudien unterhaltsam und taucht hinter die Fassade dieser Personen.

Der ruhige Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, bildhaft und intensiv kommt man den Figuren nahe und wird in die jeweilige Stimmung der Szenen versetzt. Der kapitelweise Personenwechsel setzt den Fokus auf die  verschiedenen Figuren und gibt Einblick in ihre speziellen Gedanken, Gefühle, Ansichten und persönlichen Erlebnisse der Frauenfiguren und ihre Entscheidungen. Von dem Bruder Milian erfahren wir nur wenig und da hätte ich mir definitiv mehr gewünscht. 

Die Geschichten der Figuren werden in kurzen Abschnitten (einzelne Flicken) erzählt und verknüpfen sich nach und nach miteinander, bis eine ganze Flickendecke sie umfasst.So entsteht allmählich ein Gesamtbild von dieser Familie und es wird klar, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte mit Gefühlen und Geheimnissen besitzt, die nicht immer offen zu Tage treten. 

Ein ruhige und doch tiefgründige Familiengeschichte, bei der die gut skizzierten, lebensnahen Charaktere für Bewegung und Spannung sorgen. 

 

***Herzlichen Dank an den btb Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!*** 


 

Sonntag, 9. August 2026

Wochenrückblick KW 32/2026

  













 Was war in dieser Woche los?

 
Die Woche verging wie im Flug! Nach ein paar heißen Tagen kühlte es sogar mal auf 16 Grad ab, was richtig erholsam war. Da konnte man es gut aushalten und besser schlafen. 
Wir haben gute Freunde zum Tapas essen getroffen und uns mal wieder gründlich ausgetauscht über Gott und die Welt!  
  
 
Gesehen:   
 
Nichts Besonderes

Gelesen:   

 

  • Der Geschmack von Marmelade an Regentagen - Ella L...  4⭐
  • Mittsommergrab - Kicki Sehlstedt                                    5⭐
  • Drei Pudel essen eine Nudel - Elsa Klever                                  4⭐                         
  •  
    Getan:  
     
    Gelesen, gebloggt, Haushalt erledigt, eingekauft, Gartenpflege, mehrfach meine Mutter besucht, kleiner Gang in den Garten und danach Kreuzworträtsel gelöst, Rezensionen geschrieben, Marmelade eingekocht, Freunde zum Essen getroffen, mit meinem Bruder telefoniert, meinem Onkel zum Geburtstag gratuliert und beim Friseur Haare schneiden lassen. 
     
     
    Gefreut:    
     

    Vom Rowohltverlag bekam ich "Das große Eis" und vom Diogenes Verlag "Wachs". 
    Vielen lieben Dank dafür! 




     
    Gegessen: 

    Tagliatelle mit Lachs; Fischstäbchen mit Kohlrabi und Salzkartoffeln; bunter Salatteller mit Thunfisch und Schafskäse; Gemüsepfanne mit Zucchini, Paprika und Möhren, dazu Mienudeln 2x; Tapas-Teller beim Lieblings-Spanier;



     

    Gedacht:        

    Es ist kaum zu glauben, aber jetzt werden die Tage schon wieder rapide kürzer. Sonnenuntergang war gestern um 21:01, Aufgang um kurz vor 6 Uhr. Dabei habe ich mich gerade erst an die schönen Abende gewöhnt und fand es toll, noch draußen zu lesen!  

    Gefeiert: 

    Keine Feier  

    Geärgert: 

    Dass in der Presse keine weiteren Informationen zum Fall des Sechsfachmordes von Stade erscheinen. Die Verwicklung der Schwiegermutter eines SPD-Abgeordneten sollte doch aufgeklärt werden oder stört das vor den anstehenden Wahlen im September?

    Gekauft:  

    Kleinigkeiten zum Geburtstag meiner Tochter
    Nochmal 68 Grillwürste fürs Straßenfest, das sollte nun reichen! 
     

    Geklickt: 

    Alles Mögliche ...
     

    Ich wünsche euch eine schöne Sommerwoche!

    Liebe Grüße,

    Eure Sommerlese 

    Samstag, 8. August 2026

    Heidelbeer-Aprikosen-Marmelade

    Selbstgekochte Marmelade ist für mich konservierter Sommer für die kalte Jahreszeit! Gerade gibt es Obst in Hülle und Fülle und ich kann gar nicht alle Früchte frisch essen, die ich so kaufe. Da ich immer gern etwas experimentiere, kamen zu den Heidelbeeren einfach noch Aprikosen und Limettensaft plus etwas Rosmarin hinzu. 

    Was soll ich sagen, das Ergebnis schmeckt gut ausgewogen mit reichlich Aroma und die Farbe ist der Knaller, der Fruchtaufstrich ist dunkelrot geworden. Das hätte ich bei dem geringen Anteil von Heidelbeeren gar nicht erwartet. Den Rosmarin schmecken ich nicht raus, da könnte ich beim nächsten Mal noch etwas mehr hinzugeben. 

     

    Zutaten:

    350 g Heidelbeeren

    650 g Aprikosen

    2 - 3 Limetten (Saft) 

    1 Pck Gelierzucker 1:2 

    ein paar Rosmarinnadeln

     


     

    Zubereitung: 

    Beeren abbrausen, Aprikosen entkernen und zerkleinern, Limetten auspressen und abwiegen. Alles in einen großen Topf füllen, pürieren, den Gelierzucken und den Rosmarin hinzugeben und aufkochen. 4 Minuten sprudelnd kochen und dann in ausgespülte Marmeladengläser füllen, fertig! 

     


     

    Freitag, 7. August 2026

    Aprikosenkuchen

    Sommerzeit ist Aprikosenzeit

    Ich liebe Aprikosen und verarbeite sie gerne zu Marmelade. Sie schmecken aber auch im Kuchen sehr gut und selbst etwas unreife oder nicht ganz so saftige Früchte werden darin einfach nur köstlich. Sie kommen in einen bisquitähnlichen Teig nach einem alten Familienrezept, das man wunderbar auch mit Äpfeln, Pflaumen oder Johannisbeeren zubereiten kann. 

                                                 


    Zutaten:

    2/4 Eier  

    2/4 Eßl. Wasser     

    150/300 g Zucker

    1 P. Vanillezucker

    150/300 g Mehl
    2/4  Teel. Backpulver

    evtl. Zitronen- oder Vanillearoma

    400 - 800 g Aprikosen 

    Mandelblättchen, etwas Butter und Honig   


    Zubereitung:

    Die Eier mit dem Wasser schaumig schlagen, Zucker dazugeben, rühren bis es eine weißliche Masse ergibt. 

    Nun das Mehl mit dem Backpulver hinzugeben. In eine gefettete, mit Paniermehl ausgestäubte Form geben (das geht mit der doppelten Menge gut in einer Springform, die kleine Menge reicht auch für eine Auflaufform). 

    Die Aprikosen halbieren und entkernen, auf dem Teig verteilen und den Kuchen 45-55 Minuten bei Mittelhitze backen. 

    10 Minuten vor Ende der Garzeit den Kuchen mit in Butter und Honig karamelisierten Mandelblättchen bestreuen und fertig backen.

     

                                                                 

                                               

                                                                                   


                                                           

    Donnerstag, 6. August 2026

    Der Geschmack von Marmelade an Regentagen - Ella Larsen

    Warmherzige Story über die Kraft von Freundschaft und Zusammenhalt 

    Ella Larsens Roman Der Geschmack von Marmelade an Regentagen erscheint im Knaur Verlag

    Heidi trauert um ihren verstorbenen Ehemann und fühlt sich einsam in ihrem großen Stadthaus in Flensburg und weiß nicht, wie es mit dem Plattengeschäft ihres Mannes weiter gehen soll. Ihre Untermieterin Nele hadert mit ihrem Leben, denn sie hatte sich so sehr eine Familie gewünscht. Uwe ist Stammkunde im Plattenladen und hat seiner Frau gestanden, dass er homosexuell ist und muss sich nun eine neue Bleibe suchen. Ein Schicksalswink führt die drei Personen in Heidis heimeliger Küche zusammen, wo sie gemeinsame Pläne über ihre Zukunft machen. Können sie jetzt ihre Sorgen hinter sich lassen? Als sie den kleinen Kater Tiny bei sich aufnehmen, sorgt er für reichlich Chaos.  



     

    In dieser Geschichte treffen drei sympathische Menschen aufeinander, die über ihre persönlichen Sorgen und Nöte sprechen und an dieser Gemeinschaft Halt finden. Ganz nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid! Sie unterstützen sich gegenseitig, fassen neuen Mut, haben Ideen und Vorstellungen, wie sie den Plattenladen nach ihren Wünschen nutzen können und nur Dinge anbieten, die sie alle mögen. Diese gemeinsame Aktion schweißt sie zusammen.  

    Ella Larsen erzählt bildhaft und locker eine liebenswerte und warmherzige Geschichte über Neuanfänge und über den Mut, seine Träume zu verwirklichen. Zwar werden den drei Hauptfiguren mehrere Hindernisse in den Weg gelegt, doch gemeinsam und mit der Kraft ihrer Freundschaft, gelingt es ihnen, diese zu überwinden. Ein schöner Frauenroman über die Freundschaft, über Handarbeiten, Kleidung und Chutneys und über einen übermütigen Kater, der seinen Besitzern trotz seiner chaotischen Art ans Herz wächst. 

    Katzenfreunde werden sich an den emotionalen und lustigen Szenen aus der Sicht des Katers Tiny erfreuen und können tief in die Gedankenwelt des Tieres eintauchen. Für mich war das insgesamt etwas zuviel Katzenkontent. 

    Vermisst habe ich die im Titel erwähnte Marmelade, denn eigentlich kocht Uwe Kompott und Chutneys, die am Ende des Buches auch mit zwei passenden Rezepten vorgestellt werden. Beide Rezepte sind recht einfach und das Chutney werde ich unbedingt ausprobieren.   

    Es ist ein Buch über den Zusammenhalt von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, füreinander da sind und so zusammen wachsen. Wie wunderbar, wenn aus einer zufälligen Begegnung so eine tiefe Gemeinschaft entsteht. Der Hoffnungsschimmer überträgt sich beim Lesen und am Ende bleibt ein warmherziges Gefühl.  

     


    Top Ten Thursday #227

     

                                                

                      

    Blogger:innen erstellen Listen mit Buchtiteln beim TTT Top Ten Thursday bei Weltenwanderer. Hier ist meine persönliche Top Ten Liste.

    Zeige uns 10 Bücher, deren Titel unterschiedliche Farben haben 

     
    Solche Aufgaben finde ich sehr umfangreich, weil man sich so quer durch die Bibliothek scrollen muss und dann wieder reine Entscheidungskraft gefragt ist. Das ist bei mir immer ein langer, umständlicher Prozess. Deshalb habe ich mal nach Farben in den Titeln gesucht und auch die Farben auf dem Cover gefunden. Schwarz und Grau habe ich ausgelassen, Braun gab es nicht. Ansonsten sehr viel Blau in allen Schattierungen. 
     
    Rot:
     
    Abendrot - Kent Haruf

                                           
     
    Eines meiner All-Time-Favorits: Ein melancholischer Roman, der bewegend von Menschlichkeit, Einsamkeit und von Liebe erzählt. 
     
       
    Blutrot - Lilja Sigurðardóttir    


                                           
     
    Spannender Island-Krimi um eine entführte Frau, der sich im Bereich der Wirtschaftskriminalität bewegt.
      
    Rosa:
     
    Rosa kocht vegan - Rosa Roderigo 


                                           
     
    Krasses Kochbuch für einfache, aber genussvolle vegane Küche mit Hipstercharakter 
      

    Blau:

    Der blaue Salamander - Luca Ventura

     
                                   

     

    Ein lesenswerter Krimi, der mit dem sommerlichen Zauber Capris sehr gut unterhält und interessante Informationen zur Lederherstellung unterbreitet.
      
     
                                             


    Ein entschleunigender Wohlfühlroman, der mit viel Natur in einen verwilderten Garten entführt und einfach gut unterhält.

    In blaukalter TiefeKristina Hauff            

     
                                              
     
    Ein traumhafter Segeltörn durch die schwedischen Schären entwickelt sich zum Psychodrama!   
     
    Sommer in AtlantikblauMiriam Covi
     
                                   

     

    Ein romantischer Sommer-Roman zum Träumen!

    Grün:

    Nimmergrün - Elinor Bicks

                                           
     
     
    Ein spannender Gartenkrimi, der es in sich hat: informativ, unterhaltsam und mit Tiefgang.  

    Orange:
     
                   
     
                                              
     
    Der Roman spielt in Italien und zeigt wunderschönes Wohlfühl-Sommerfeeling mit Amore 
     
    Weiß: 
     
    Das weiße Nashorn - Markus Lutteman  
     
                                        
     
    Temporeich, aufregend und absolut fesselnd. Meine Thrillerentdeckung 2018! 
     

                                           
     
    Der Monat begann positiv mit einem richtig lesenwerten Krimi-Auftakt, der in der Nachkriegszeit in Berlin spielt. Wo Anne Stern drauf steht, kann man sich drauf verlassen, dass Inhalt, Handlung und Figuren einfach gut zusammen passen und es ein gelungenes Leseerlebnis wird. 

    Purpur:
     
    Der König der purpurnen Stadt - Rebecca Gablé   
      
                                           
      
     
    Ein unterhaltsamer Roman über Londons Kaufleute im Mittelalter während der Regentschaft König Edwards und seiner Frau Philippa.
     
    Welche Farb-Titel habt ihr ausgewählt?

    Montag, 3. August 2026

    Mittsommergrab - Kicki Sehlstedt

    Absolut fesselnder Schwedenkrimi

    Im Goldmann Verlag erscheint der Schwedenkrimi Mittsommergrab von Kicki Sehlstedt. 

    Vor der schwedischen Westküste wird von Tauchern ein Koffer mit menschlichen Knochen entdeckt. Als die Journalistin und True‑Crime‑Podcasterin Julia Järvskog davon hört, ist sie an der Geschichte interessiert, außerdem kennt sie die Gegend um Hunnebostrand gut, denn als Kind verbrachte sie dort ihre Sommer bei ihren Großeltern. Ihre Jugendliebe Kalle ist Polizist geworden, auch er untersucht den Fall und sie tauchen ein in einen Fall, der gut dreißig Jahre zurück liegt. In dieser Zeit veränderte sich auch Julias Leben für immer.   

     




    Ein Koffer mit Leichenteilen wird von Tauchern geborgen, die Nachforschungen bringen ans Licht, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt, das vor mehr als dreißig Jahren stattgefunden hat. In den Fall verwickelt ist auch die Mutter der True‑Crime‑Podcasterin Julia Järvskog. Julia beginnt mit den Befragungen alter Nachbarn und Leuten, die den Toten gekannt haben und sie kommt hinter ein Gemeinnis, über das damals einfach geschwiegen wurde, obwohl viele Leute davon betroffen waren. 

    Als Julia nach Hunnebostrand zurück kehrt, kommen die Erinnerungen an ihre Kindheit und die Treffen mit alten Freunden zurück. Sie hat gerade den neu aufgerollten Prozeß um den wegen Raubmordes zu lebenslänglicher Haft verurteilten Ronnie Roos untersucht und Fakten zu seiner Unschuld gesammel. Nun wird er entlassen und sie hat Zeit für die Untersuchungen rund um den Kofferfund. 

    Anfänglich hat mich diese doppelte Fallführung etwas verwirrt, doch mit der Zeit fand ich das sehr interessant und bin in beide Fälle gleichermaßen eingetaucht. 

    Der flüssige Erzählstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen und führte mich flott durch die Geschichte. Die Handlung erzählt vom Alltagsgeschehen mitsamt Schilderungen von Land und Leuten, dazu kommt natürlich die Ermittlungsarbeit, sowie Einblicke in das Privatleben der Ermittler und zeigt in Rückblenden, was sie sich vor dreißig Jahren erlebt haben. So bekommt man mit der Zeit ein umfassendes Bild über die Betroffen, die Verdächtigen und die Ermittler und wird in deren Gefühle und Stimmungen eingeweiht. 

    Der Mord gibt zahlreiche Rätsel auf und es werden einige Tatverdächtige aufgedeckt. Doch so richtig durchschauen konnte ich das Ganze nicht, denn Kicki Sehlstedt gelingt es mit geschickten Wendungen, die Verdachtsmomente immer neu zu streuen. Ich war von Anfang bis Ende gefesselt und wollte unbedingt wissen, wer den Toten zu verantworten hat und worin das wahre Motiv lag. 

    Die Charaktere haben Ecken und Kanten, werden facettenreich dargestellt und die Ermittelnden Julia und Kalle wirken recht sympathisch. Ihre berufliche Zusammenarbeit verläuft eher nach Absprache, denn jeder ermittelt für sich, sie tauschen sich aber über ihre Erkenntnisse aus und damit wird der Fall aus verschiedenen Sichtweisen untersucht. Ihr Privatleben sorgt für unterhaltsame Momente und man kann sich gut vorstellen, dass sie in Zukunft weitere Fälle zusammen lösen werden. Ich hoffe jedenfalls auf einen weiteren Band dieser Reihe.    

    Ein fesselnder Krimi, der mit seinen vielschichtigen Figuren gut unterhält und bei dem ein Leichenfund viele Dinge aus der Vergangenheit wieder ans Tageslicht bringt. Sehr spannend und einfach gut geschrieben!

    ***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


     

    Sonntag, 2. August 2026

    Drei Pudel essen eine Nudel - Elsa Klever

    Kunterbunter und humorvoller Zählspaß! 

    Im Tulipan Verlag erscheint das Zahlen-Bilderbuch Drei Pudel essen eine Nudel von Elsa Klever

    Ein Wurm baut einen Turm, zwei Hasen bemalen Vasen, sieben Katzen ziehen wilde Fratzen...

     


    In diesem Zahlenbuch geht es witzig und tierisch zu! Auf jeder Doppelseite wird eine Zahl von 1 bis 10 gezeigt und durch unterschiedliche Tiere vertreten. Ob Wurm, Hasen, Ratten oder Bären, sie alle werden mit lustigen Reimen begleitet und werden bei unterschiedlichen Aktionen gezeigt, die lustig anzusehen sind. Spielerisch werden Kinder damit durch die Zahlenwelt bis 10 geführt und nach mehrfachem Vorlesen können sie die eingängigen und einfachen Reime schon auswendig mitsprechen und kennen schon bald die Zahlen, die auf den Seiten übergroß abgebildet werden. 


     

    Die bunten Illustrationen sind einfach schön anzusehen und zeigen verschiedene Emotionen der Tiere, die Kinder schnell erkennen.     

    Dieses Buch eignet sich für Kinder, die gerade die Zahlenwelt entdecken. Dank der humorvollen Reime und tierischen Figuren fördert es gleichzeitig die Sprachförderung. 

     

    ***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Tulipan Verlag für das Rezensionsexemplar!***   

      

    Wochenrückblick KW 31/2026

     








     Was war in dieser Woche los?

     
    Der Juli verabschiedete sich mit einigen Hitzetagen und für mich mit einer schönen Woche. Das angekündigte Unwetter am Donnerstag verlief ganz friedlich mit reichlich Regen und unspektakulärem Blitz und Donner. Und Regen braucht die Natur gerade sehr, das mindert auch die Waldbrandgefahr um einiges. 
     
    Nachdem ich meine Vorräte weggelesen hatte, stieg mein Verlangen nach Rezensionsexemplaren sprunghaft an (man könnte boshaft auch von Gier sprechen). Das hatte einige Buchanfragen zur Folge und die trudeln nun peu á peu bei mir ein. 
    Auf Instagram habe ich Glück bei der Verlosung von Ella Larsen und gewann ihren aktuellen Krimi. Der Titel passt perfekt für mich: "Der Geschmack von Marmelade an Regentagen". Auch in dieser Woche habe ich wieder Marmelade gekocht, dieses Mal ist es eine Mischung aus Heidelbeeren und Aprikosen mit Limettensaft und etwas Rosmarin. Das Ergebnis schmeckt fruchtig lecker und wenn ihr wollt, schreibe ich euch mal das Rezept als Beitrag. 
    Einen Zwetschgen-Kuchen habe ich auch gebacken. Und ich habe mich gewundert, denn so früh waren die doch sonst noch nie reif, oder?

    Damit wir uns in der Sommerchorpause nicht aus den Augen verlieren, fand ein Treffen mit einigen Mitsänger:innen in der BarCelona statt, wo wir einen lauen und gemütlichen Sommerabend verlebten. 
     
     
    Gesehen:   
     
    Nichts Großartiges

    Gelesen:   

     

  • Ist doch schön hier - Miriam Burdelski   4⭐
  • Tschikago - Alexandra Stahl                        2⭐
  •  

    Getan:  
     
    Gelesen, gebloggt, Haushalt erledigt, gebacken, eingekauft, Gartenpflege, mehrfach meine Mutter besucht und wie immer mit ihr in den Garten gegangen und danach Kreuzworträtsel gelöst, Rezensionen geschrieben, Marmelade eingekocht, Zwetschgen-Kuchen gebacken, Essen gegangen, Chortreffen im Restaurant und Besuch beim Optiker und bei einer der neuen Brillen ein Glas nachjustieren lassen. 
     
     
    Gefreut:    
     

    Diese Woche traf das Zahlen-Bilderbuch aus dem Tulipan Verlag ein und mein Gewinn von 
    Ella Larsen. Vielen lieben Dank dafür! 




      
    Gegessen: 

    Couscous-Salat und Spiegelei; Blumenkohl mit Kartoffeln und Käsesauce; halbe Pizza Greek Style (BarCelona); Krabbenbrötchen; Tortelloni mit Käsefüllung, dazu Brokkoli und Schinken-Sahnesauce; Tapas-Teller beim Liebelings-Spanier; restlicher Brokkoli und Tortelloni mit Chili con Carne; 









    Gedacht:        

    Im Sechsfachmord von Stade sind noch einige Fragen offen, der Tatverdächtige hatte keine Aufenthaltserlaubnis, lebte aber in Deutschland und hat sich in seiner Zelle erhängt. Was es mit der Beteiligung der Fahrerin des Fluchtwagens auf sich hat, ist noch nicht strafrechtlich geklärt. Sie arbeitete als Familien- und Migrationsberaterin in dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften in Bremen. Also da drängt sich doch der Verdacht auf, dass hier gutgläubig oder verblendet Hilfe gewährt wurde. 

    Gefeiert: 

    Ein sommerliches Chortreffen in einer spanischen Location. 

    Geärgert: 

    Vor der Kommunalwahl im September zieren wieder zahlreiche Wahlplakate die Laternenpfähle (im Stadtteil fast ausschließlich von der SPD!!!) und ein Slogan heißt hanebüchen: „VW. Finger weg vom Werk“.  Dabei war es ausgerechnet unser SPD-Bürgermeister Weil, der als Mitglied im Aufsichtsrat der Auslagerung des T5 in die Türkei zugestimmt hat und damit dem hiesigen Werk das Hauptprodukt abgezogen hat. Nun steht der Standort auf dem Schleudersitz.  

    Gekauft:  

    Obst: Kirschen, Heidelbeeren, Aprikosen, Limetten, Blumenkohl, Brokkoli, Paprika, Lauchzwiebeln, Tomaten, Gurken. Eine violette Hahnenkamm-Pflanze für meine Mutter. 100 Grillwürstchen fürs Straßenfest, die nächsten 100 Stück hole ich nächste Woche. 
     

    Geklickt: 

    Alles Mögliche ...
     

    Ich wünsche euch eine schöne Sommerwoche!

    Liebe Grüße,

    Eure Sommerlese