Die drei starken Frauen hinter Henry Matisse
Im Leben des berühmten Malers Henri Matisse gab es drei Frauen, die eine besondere Rolle in seinem Leben gespielt haben: Amélie als langjährige Ehefrau des Künstlers war die unterstützende Kraft zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn. Die russische Lydia war seine Muse und spätere Geliebte und Marguerite, die Tochter.
In Sophie Haydocks packenden Roman bin ich tief eingetaucht. Sie beschreibt die Lebensumstände der Frauen und des Künstlers sehr einfühlsam und zeigt den herrschenden Zeitgeist auf nachvollziehbare Weise. Ich habe erfahren, was der Einfluss der Frauen im Leben des Künstlers Henri Matisse für seine Kunst bedeutet haben.
Henry Matisse lebte für seine Kunst und das bis zu seinem Ende. Vielleicht wäre er nie so erfolgreich gewesen, wenn es in seinem Leben nicht starke Frauen gegeben hätte, die in auf seinem Lebensweg und bei der künstlerischen Laufbahn in großem Maße unterstützt hätten. Diese drei Frauen hat er geliebt, jede auf seine eigene Weise. Die große Liebe zu seiner Frau Amélie, die väterliche Liebe zu seiner Tochter Marguerite und die späte Verbindung zu seiner russischen Assistentin Lydia.
Sophie Haydock stellt uns in ihrem Roman die Lebensumstände des Künstlers Matisse vor, die Schwierigkeiten und zahlreichen Versuche, von seiner Kunst leben zu können, die Einflüsse des Krieges auf die Familie und den Blick auf die Liebe, die Entscheidungen erfordert und zeigt, was Menschen bereit zu tun sind, wenn sie lieben.
Das Buch ist kein Liebesroman im herkömmlichen Sinne, auch wenn die Liebe das tragende Element der Geschichte ist. Es ist eine Kombination von künstlerischer Entwicklung, verschiedenen Lebensbedingungen und Schicksalen vor dem authentischen Hintergrund der beiden Weltkriege und macht sehr greifbar die Schrecken der Gewalt und Verfolgung deutlich. Mitglieder von Matisse Familie schlossen sich der Résistance an und kämpften für ihre Mitmenschen.
Die Darstellung der Figuren mit ihren charakterlichen Zügen zeigt die Hoffnungen, Fehler und Realitäten im Leben jeder einzelnen Person. Die Schilderung erfolgt in einer gewissen sachlichen Betrachtungsweise, die mich als Leserin informiert, emotional aber nicht ganz so stark involviert. Das erlaubt es, allen drei Frauen eine neutrale Sichtweise entgegen zu bringen und sie verstehen zu wollen.
Dieser mitreißende Roman bildet vor dem historischen Hintergrund Henri Matisse künstlerische Laufbahn und die unterschiedlichen Facetten der Liebe ab. Ein interessanter Blick auf die Frauen und das persönliche Umfeld hinter dem Künstler, dass die Entstehungsgeschichte seiner Werke neu überdenken lässt.
***Herzlichen Dank an den Hoffmann & Campe Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


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