Samstag, 28. März 2026

Besuch im Berggarten im März

 

Gestern habe ich nach fast genau einem Monat endlich mal wieder den Berggarten besucht, vom Wetter war alles optimal, der Himmel war Blau, die Luft kühl aber klar. Es ist erstaunlich, wie sich die Natur in einem Monat verändert und wie sehr sich nun der Frühling bemerkbar macht. Es war die letzten Tage richtig kalt, hat auch mal ordentlich gegossen, aber Anfang des Monats war es schon ziemlich warm, da stiegt das Thermometer sogar schon auf 18 Grad. Das war für die Pflanzen und Bäume das Zeichen, sich nun wieder auf das Frühjahr einzustellen. Gleich am Eingang zeigten sich mir dichte Teppiche mit üppig blühenden Osterglocken und gefüllte Narzissen, dazwischen gesellten sich einige Mini-Tulpen.  

                     



  


Weiter hinten im Garten blühen die Hyazinthen und Szilla um die Wette mit Zierkirschen und Magnolien, die zum Teil ein paar Frostschäden haben. Und wie im letzten Jahr stehen auch die Kamelien schon in voller Blüte. Bei den  Pfingstrosen sieht man schon die ersten Triebe und ich habe knallig blühende Azaleen entdeckt. Es ist so schön, wenn nun alles wieder zu blühen anfängt! 

       






 
Das nächste Foto zeigt eine uralte Flügelnuss aus dem Kaukasus, die laut Schild vor 71 Jahren gepflanzt wurde. Der Umfang des Stammes ist gewaltig und wenn der Baum Blätter trägt, bietet er einen noch gewaltigeren Anblick als so mit nackten Ästen.    

Etwas geschützt im Rhododendron-Hain stehen Magnolien, die auf dem Foto abgebildete trägt bereits üppige Blüten, die ich mir unbedingt aus der Nähe ansehen musste. Genauso wie die Kamelie, die zwar von Ferne etwas unscheinbar aussieht, aber von Nahem einfach wunderschön anzusehen ist.  
 


 


Im Moorweiher brütet eine Graugans auf einer Art Insel, sie wurde von ihrem Gänserich gut bewacht. Er beobachtete mich genau und war ganz friedlich als ich mich ihm näherte. Ich hoffe, dass sie dieses Jahr Junge großziehen können, ehe die Bisamratten oder andere Räuber sich über die Eier hermachen. 






  

Das war der März! Ich hoffe, ich konnte euch mit dem frühlingshaften Einblick ein wenig Freude schenken!  

Schon jetzt einmal von mir Frohe Ostern und bis zum nächsten Mal! 

                        

Freitag, 27. März 2026

Der letzte Verrat der Boleyns - Philippa Gregory

Mord, Intrigen und Machtspiele am Tudor-Hof 

Im Harper Collins Verlag erscheint der historische Roman Der letzte Verrat der Boleyns von Philippa Gregory.

Philippa Gregory entführt ihre Leser an den Hof von Heinrich VIII., wo wir Intrigen, brutale Hinrichtungen und politische Ränkespiele erleben. Die Vorgänge erfahren wir von Jane Boleyn, geborene Jane Parker, die als Schwägerin von Anne Boleyn und Cousine von Catherine Howard ihnen als Hofdame diente. Beide Frauen waren Ehefrauen von Heinrich VIII. und wurden hingerichtet.

 


Als Hofdame und Vertraute der Königin war Jane nahe dran an den neuesten Informationen und das Geschehen bei Hofe. Sie war loyal und doch zwiegespalten, schliesslich erlebte sie die Machtkämpfe aus nächster Nähe mit und war unweigerlich im Ränkespiel aus Intrigen und Verrat gefangen. Im Roman spielt sie eine entscheidende Rolle, in der ihre Aussagen zwei Königinnen fallen lassen. Denn auch sie war den Erwartungen bei Hofe unterworfen und musste sich jedes Wort überlegen, das ihr persönliches Überleben sicherte. Wer dem König gegenüber in Ungnade fiel, verlor sein Leben. Heinrich VIII. war ein selbstsüchtiger Tyrann, der zahlreiche unschuldige Menschen auf dem Gewissen hat. 

Der gesamte Roman ist durchdrungen von der gefährlichen Atmosphäre am Tudorhof. Wir erleben rauschende Feste mit üppigen Banketts, versteckte Liebschaften,  geschickt eingefädelte politische Allianzen und einen König, der mit dem Altern nicht klarkommt, in seiner widerwärtigen Art über Leben und Tod entscheidet und keine Gnade kennt. 

Die Figuren bekommen kaum ein erkennbares Gesicht, ihr Innenleben wird nicht offen durchleuchtet, aber in den Dialogen und im Verhalten sichtbar. Es geht um Geltungssucht, Ehrgeiz und die Dekadenz des Adels. Beim Lesen kann man sich ein eigenes Bild machen von der Zeit, in der Loyalität zum König gefordert wurde, obwohl man ihn wegen seiner Brutalität eher abgelehnt hat. Wer dem König diente brauchte viel Ehrgeiz und Intelligenz, um die gefährliche Nähe zur Macht zu überleben.

"Der letzte Verrat der Boleyns" ist ein packender Roman über die Tudor-Zeit und die Intrigen am Hofe.  

***Herzlichen Dank an den Harper Collins Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

 


  

Mittwoch, 25. März 2026

Die Hasenbande auf Eiersuche - Martha Mumford

Fröhlich bunt illustriertes Bilderbuch zu Ostern zum Zählen und Suchen!

  
Im Midas Verlag erscheint das Osterbilderbuch Die Hasenbande auf Eiersuche von Martha Mumford mit Illustrationen von Sarah Jennings, basierend auf den Originalfiguren von Laura Hughes. Das Buch ist für die Altersklasse ab drei Jahren geeignet.
 
Fünf kleine Osterhasen sind unterwegs und suchen Eier, sie klettern auf Bäume und sehen in Nester, ob sich dort ein Ei versteckt hat. Sie erkunden die Natur und begegnen verschiedenen Blumen, Pflanzen, Fröschen und anderen Tieren. Nach und nach finden sie die versteckten Ostereier bis jeder Hase eines gefunden hat. Komm und such mit!
 

 
 
Dieses Buch ist der Auftakt zur neuen Reihe »Hasen-Abenteuer« und versetzt Kinder und Erwachsene schon in helle Vorfreude auf Ostern. Das Suchen von Ostereiern ist nicht nur altes Brauchtum, es ist auch ein großer Spaß und Hühner- oder Schokoeier sind einfach lecker. 
 
Mit der Hasenbande lernen Kinder von fünf auf eins runter zu zählen. Der Text ist kindgerecht und mit wiederkehrenden Aussagen "Hoppel, hoppel, hopp!", die zum Mitsprechen anregen. Die Suche nach den versteckten Eiern und anderen Oster-Überraschungen hinter den Klappen macht Spaß. Die bunten Bilder zeigen Szenen aus der Natur, wo es viel zu entdecken gibt. Beim Öffnen der Klappen finden Kinder nicht nur Eier und freuen sich schon auf die eigene Ostereiersuche. 
 

 

  
Das stabile Papier ist perfekt geeignet für Kinderhände und die bunten Bilder versprühen absolute Frühlingsfreude.  
Der Text basiert auf dem englischen Kinderlied "We're Going on an Egg Hunt", das mir nicht bekannt ist.  
 
Ein fröhlich buntes Oster-Bilderbuch mit interaktiven Klappen und vielen Oster-Überraschungen! 

 ***Herzlichen Dank an den Midas Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

 

 
  

Dienstag, 24. März 2026

Elbland - Claudia Rikl

Vergangenheitsbewältigung 

Im Ullstein Verlag erscheint Claudia Rikls Roman Elbland.  

Nina fällt in ein tiefes Loch als ihre Mutter Irma stirbt. Viele Jahre hat sich Nina um Irma gekümmert, hatte es nicht leicht mir ihr, denn Irma litt unter Depressionen und Einsamkeit. Ihr Vater und ihre Schwester Katja gingen eigene Wege ließen Nina mit dieser Aufgabe allein. Um mehr über ihre Mutter und die Geschichte der Familie zu erfahren, reist Nina ins tschechische Riesengebirge. 

 


Nina Rikl verarbeitet in Elbland die Geschichte ihrer sudetendeutschen Familie und deren Vertreibung. 

Der Roman spielt in drei Zeiteben: Irmas Kindheit und Flucht aus Böhmen ab 1944, das Leben und Zerbrechen der Familie in den späten 80er Jahren und die Gegenwart. Ich war gespannt auf diese Familie und ihr Schicksal, fand die emotionalen Ebenen auch sehr eindringlich beschrieben und konnte mich in die Figuren hineindenken. Ich konnte es fühlen, wie Nina trauert, sah, dass sie Nähe nicht zulassen kann, erlebte Eindrücke aus Irmas Kindheit und von der Vertreibung aus Tschechien miterleben. Doch richtig greifbar wurden mir die Figuren nicht. Warum war Irma so in ihrer Traurigkeit vergraben und warum erzählt sie ihren Töchtern nichts von ihren Erinnerungen? Warum verdrängt sie die Vergangenheit? Es ist nicht nur der Verlust von Heimat, so viel wird beim Lesen klar. 

Gefühlt kommen die Inhalte sehr bruchstückhaft ans Licht und die zeitlichen und inhaltlichen Sprünge fand ich schwierig, sie rissen die Handlung in Stücke. Diese Zerrissenheit passt zwar wunderbar zu Nina, die ihre eigene Traumatisierung nach dem Tod der Mutter überwinden will, doch lieber ist mir eine durchgängige Handlung, die den Weg weist.  

Bei diesem Roman geht es um Flucht und Vertreibung und um eine zerrissene Familie, die ich interessiert verfolgt habe. Meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt.  

 

***Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 

 


Montag, 23. März 2026

Jahreszeitenlesetipps für den Frühling

           
 
 
Pünktlich zum Frühlingsanfang startet wieder die Aktion der Frühlings-Tipps bei Tanja und Leni. Und wie in jedem Jahr überschneidet sich der Beitrag mit der Leipziger Buchmesse. Zum Glück kommt mein Beitrag ja noch rechtzeitig!  

 
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Die Aktion Jahreszeitenlesetipps wird durchgeführt von Leni Meine Welt voller Welten und Tanja Der Duft von Büchern und Kaffee und ich nehme immer gerne daran teil. 

 

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 Moosland Katrin Zipse

 

                               

Dieser Roman hat mir unglaublich gut gefallen und ich durfte die Autorin auf der Buchmesse beim Bloggertreffen von Dumont kennen lernen. 

Es geht um die junge Deutsche Elsa, die 1949 nach Island geht, um dort auf einem Bauernhof zu arbeiten. Sie spricht weder die Sprache, noch hat sie Ahnung von Landwirtschaft und schleppt ihre eigenen Traumata mit. Dennoch findet sie ihren Weg und in Island eine neue Heimat. 

 

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Die unglaublichen Tierhäuser - Constanze Guhr 

 

                         

 

Es erstaunt mich immer wieder, wie geschickte Baumeister in der Tierwelt zu finden sind. Sie fabrizieren geniale Behausungen, ob es ein Schwalbennest unter dem Dach, eine Biberburg im Wasser, ein Vogel- oder Bienennest hoch oben im Baum oder ein Maulwurfshügel auf einer Wiese ist, es sind wahre Meisterwerke.  

Für Kinder ab fünf Jahren bietet dieses Buch jede Menge schöner Bilder und Tierwissen und enthält auch noch interessante Fragen, die über das Gelesene nachdenken lassen. 

 

Spricht euch eines der Bücher an?

 

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Ich wünsche euch einen schönen Frühling!

 

Liebe Grüße,

eure Sommerlese!

 

Meine bisherigen Frühlingstipps:

Frühling 2017

Frühling 2021 

Frühling 2022 

Frühling 2023

Frühling 2024

Frühling 2025 

Sonntag, 22. März 2026

Wochenrückblick KW 12/2026

 





 Was war in dieser Woche los?

 
Die Leipziger Buchmesse bestimmte ganz wesentlich meine letzte Woche! Zu der Messe möchte ich gerne einen separaten Post schreiben und beschränke mich daher heute auf die üblichen Wochenrückblicks-Punkte. Zum Wetter muss ich sagen, dass es öfter mal sonnig und auf jeden Fall besser war, als es oben auf dem Fahnen-Foto den Anschein hat. Leider war es an dem Morgen sehr grau.  
 
 
Gesehen:   
 
Let´s Dance: Die Show gemütlich im Hotelzimmer mit einem Piccolo verfolgt.   
 

Gelesen:   

  • Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wol...  3⭐ 
  • Moosland - Katrin Zipse                                                                   5⭐ 
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    Getan:  
     
    Lesen, Bloggen, Rezensionen schreiben und verlinken, meine Mutter im Seniorenheim besucht und mit ihr und anderen Bewohner:innen gesungen; Besuch der Leipziger Buchmesse. 
     
    Gefreut:    
     
    Über die tolle Zeit auf der Buchmesse, die vielen Treffen und Begegnungen, zahlreiche neue Bücher und interessante und verlockende Programmvorstellungen der Verlage.  

      
    Gegessen: 

    Weiße Bohnensuppe mit Wursteinlage 2x; Frühlingsrolle und Lamm nach Szechuan Art mit Reis; Hähnchen mit Gemüse in Erdnusssauce; Sushi-Mix und weil es so fantastisch geschmeckt hat, am nächsten Abend gleich noch einmal; Vietnamesische Suppe; 
      
     
                                 
     







    Gedacht:        

    Vom Essen her was das dieses Mal eine asiatische Woche und deshalb genau nach meinem Geschmack.                           

    Dass die Buchmesse schon wieder vorbei ist. 

    Gefeiert: 

    Das Bloggertreffen mit Daniel Speck war super. 

     


    Geärgert: 

    Darüber, dass sich manche Bloggertreffen der Verlage zeitlich überschneiden und ich viele Buchstände gar nicht aufgesucht habe. Irgendwie nimmt man sich immer viel mehr vor als man am Ende dann schaffen kann. 

    Gekauft:  

    Obst und Wasser 

    Geklickt: 

    Bahn-Informationen 
     

    Ich wünsche euch allen eine gute Woche! 

    Herzliche Grüße,

    Eure Sommerlese 

    Dienstag, 17. März 2026

    Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte - Werner Holzwarth/ Margarita Sada

    Träume können in Erfüllung gehen

    Im Tulipan Verlag erscheint das Bilderbuch Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte. Der Autor ist Werner Holzwarth, die Illustrationen sind von Margarita Sada und das Buch ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. 

    Genau wie kleine Kinder haben der kleine Spatz, die kleine Amsel und die kleine Taube große Träume. Der Spatz möchte wenn er groß ist, mal eine Amsel sein, die Amsel eine Taube und die Taube eine große Möwe. So geht es weiter über Rabe, Graugans, Storch und Schwan bis hin zum Adlerküken. Das möchte ein Flugzeug werden. Alle hören von ihren Eltern, dass ihre Wünsche niemals in Erfüllung gehen, doch davon lassen sie sich nicht abhalten und träumen weiter.   


     

    Der große Traum ist die Kern-Aussage der Texte, sie wiederholt sich bei jedem weiteren Vogelkind bis zum letzten Vogeljungen. Die Texte sind verständlich und durch die ständige Wiederholung sehr einprägsam und werden von Kindern schnell auswendig mitgesprochen. Die Geschichte lebt von den Wiederholungen und hält am Ende noch eine besondere Überraschung bereit, die ein Traum der Menschheit war und sich dann doch erfüllt hat. 

    Ein Hingucker sind die farbenfrohen und lustigen Bilder, sie gefallen Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. Allerdings muss ich bemängeln, dass die Fantasievögel nicht ihren natürlichen Verwandten ähneln. Kleine Kinder merken das sicher gar nicht so, aber größere erkennen die optischen Unterschiede recht deutlich. Mir gefällt es, dass die Bildseiten viele kleine Details enthalten, die Kindern auffallen und sie zum Sprechen anregen. 



     

    Natürlich wird aus einem kleinen Spatz keine Amsel, doch die Hoffnung auf diesen Traum verleiht ihm Flügel. Genau wie die Vogelküken haben auch Kinder große Träume und ihre Eltern sollten sie darin bestärken, den Traum nicht aufzugeben, auch wenn es vielleicht schon von vornherein unmöglich erscheint. Denn wenn man an etwas glaubt und hofft, wird man selbstsicher und geht seinen Weg. Das Leben hält viele Überraschungen parat und mit Zuversicht, Ideenreichtum und Tatkraft können Ziele auch erreichbar werden.   

    Die Botschaft der Geschichte macht Kindern Mut, an ihre Träume zu glauben, selbst wenn sie nicht in der gewünschten Weise in Erfüllung gehen können.