Dienstag, 1. September 2026

Lesemonat August 2026

 










Der August hielt einen Wechsel aus heißen und kühleren Tagen bereit, es hat ab und zu mal geregnet und so konnte man die Phasen mit sommerlicher Hitze noch ganz gut überstehen. 

Meine Rosen haben erneut geblüht, ich habe zweimal Marmelade eingekocht (Heidelbeer/Nektarine und Mirabelle mit Trauben). Wer das alles essen soll, weiß ich allerdings auch nicht!  

Ich habe einige meiner Buchwünsche erhalten, auf die mich lesefreudig gestürzt habe. Gegenüber des Vormonats habe ich mich gesteigert und das ist bei der etwas eingeschränkten Zeit (ich besuche jeden zweiten Nachmittag meine Mutter im Seniorenheim) ein gutes Ergebnis. 

Wenn man mal allein die hohe Anzahl von 7 Büchern betrachtet, die ich mit 5-Sternen bewertet habe, war es ein richtig guter Lesemonat. Dabei zählt der wunderbare Roman "Ein weites Leben" auf jeden Fall zu meinen Jahreshighlights.  Zwei Bücher haben mich nicht überzeugt, bekamen aber wegen sprachlicher Leistungen noch gerade so drei Sterne. 


Was lag sonst noch an? 
 
Nach den Ferien haben die Chorproben wieder begonnen, wir arbeiten fleißig auf unser Konzert Anfang Oktober hin. Ich hoffe sehr, wir können dann die Songs gut über die Bühne bringen. 
Die Gläser meiner Fernbrille sind neu angepasst, doch eine Stärke ging gar nicht und nun gab es auf Garantie ein neues Glas. So einen Service gibt es nicht bei jedem Optiker.  
Wir haben unserer alljährliches Straßenfest gefeiert, die Familie getroffen, ich habe noch vor September die erste Kürbissuppe gekocht, gebacken, war bei zwei Ärzten zur Vorsorge und nahm froh zur Kenntnis, dass alles in Ordnung ist. Insgesamt hatte im August eine gute Zeit, wenn man mal von einigen Sorgen und Lärmbelästigungen absieht.  

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Monatsübersicht nach Genres 14:

Krimi:                      2
Thriller:                    0 
Roman:                    9
Histor. Roman:          0 
Kochbuch:                0
Sachbuch:                0     
Kinderbuch:              3
Biografie:                  0
Sonstige:                  0


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  • Die Flussfrau - Tanja Weber                                                          5
  • Die Bernsteinfischerin - Lisa Quentin                            5⭐ 
  • Das große Eis - Sonja Sophie Kreis                                           3
  • Hurra, der Herbst ist da! - Maria Höck                                     5
  • Eine Meise geht auf Reise - Anna Taube                                  4
  • Ein weites Leben - M. L. Stedman                                              5
  • Herbstleuchten über dem Möwenhof - Frida Jacobsen       5
  • Wachs - Christine Wunnicke                                                          3
  • Abfahrt ins Jenseits - Salvatore Simonetti                               4
  • Weiterleben - Patrick Charnley                                                      5
  • Ein Samstag im August - Birgit Bachmann                               4⭐
  • Der Geschmack von Marmelade an Regentagen - Ella L... 4⭐
  • Mittsommergrab - Kicki Sehlstedt                                                 5
  • Drei Pudel essen eine Nudel - Elsa Klever                        4⭐
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    Meine Buchlieblinge im August:     

                   
     
                                              
     
    Mein Monatshighlight ist ein wunderbarer Familienroman über eine vom Schicksal gebeutelte Familie, in dem man das Leben im trockenen Westen Australiens kennenlernt und die Emotionen, Probleme und Naturgewalten miterleben kann.  
     
     
                                    
     
    Ich wusste schon allein beim Anblick des Covers, dass mir dieser Roman gefallen würde. Lisa Quentin beschreibt auf berührende Weise viele Facetten des Lebens und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein wunderbarer, tiefgründiger Roman, der mir schöne Lesestunden geschenkt hat und mir viel über Bernstein erzählt hat.     
     

                                   

    Dieser Wohlfühlroman lässt seine Leser in eine herbstliche und warmherzige Geschichte auf der Insel Eiderstedt eintauchen, wobei man mal die alltäglichen Sorgen vergessen kann.  

     

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    Die meistgeklickten Blogbeiträge im August:

    Bei den Top-Ten-Thursday-Themen habe ich bei einer Aufgabe mitgemacht. Auch wenn mir diese Aktion Spaß macht, so bedeutet die Erstellung eines Posts und die Beantwortung der folgenden Kommentare doch sehr viel Zeit, die ich lieber mit Lesen und Leben verbracht habe.  
    Die Wochenrückblicke erstelle ich weiterhin regelmäßig, weil sie mir auch als Überblick über das Gelesene und als Ersatz für private Tagebucheintragungen dienen. 
     
    Insgesamt habe ich 22 Posts erstellt und die Anzahl der Follower bleibt konstant bei, 247 Leserinnen.   
     
    Auf meinem Instagram Account steigt die Anzahl der Follower weiter an, von 2350 im Vormonat stieg die Zahl auf 2357 Ende August.    
     
     

    Beliebte Posts: 

    Das große Eis - Sonja Sophie Kreis 


                                  

    Es ist schon merkwürdig, ausgerechnet ein Roman, der bei mir sehr für Verwirrung gesorgt hat, ist der am meisten gelesene Beitrag des Monats.   

    Das Fest - Lucy Fricke 

                                  

     

    Dieses Buch zeigt, wie wichtig Zufriedenheit über das Erreichte ist und das Wissen um bestimmte Wegbegleiter auf unserem Lebensweg!  
     
     
                            
     
    Ein zehn Jahre alter Beitrag zog das Interesse einiger Leser:innen an und wenn ich mir das Blech auf dem Foto so ansehe, ist es ein Gericht was ganz wunderbar den Sommer widerspiegelt, farbenfroh, vitaminreich und voller Geschmack! So ein Gemüseblech muss ich demnächst mal wieder machen!

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    Im September freue ich mich auf ein paar Tage an der Ostsee und es gibt einen runden Geburtstag zu feiern. 

     

    Ich wünsche euch einen schönen September!

    Liebe Grüße 

    Eure Sommerlese!❤️

    Montag, 31. August 2026

    Die Flussfrau - Tanja Weber

    Die beeindruckende Geschichte einer Binnenschifferin 

    Der Roman Die Flussfrau von Tanja Weber erscheitn im Ullstein Verlag

    Anneliese, genannt Lis, wird als Bauerstochter auf dem Land groß, sie hat drei Brüder und kennt den harten Arbeitsalltag auf dem Hof. Nachdem die Nazis den Vater und zwei Brüder in den Krieg geschickt haben, packt Lis kräftig mit an. Als der Zweite Weltkrieg beendet ist, kehrt der Vater versehrt zurück und plant Lis mit einem anderen Bauern zu verheiraten. Doch zum Glück trifft Lis auf Horst, einen Binnenschiffer, den sie ihren Eltern als "Ersatz" vorstellt. Das Wasser war schon immer ihr Element, deshalb freut sie sich auf ein Leben auf dem Fluss oder Kanal. 


     

    Tanja Weber lässt uns mit diesem Buch verschiedene Zeiten in einem deutschen Dorf durchleben und zu Lande und zu Wasser eintauchen. Sie beschreibt Lis bescheidenes Leben mit all seinen Höhen und Tiefen von Kindesbeinen an bis zu ihrem Tod. Als Kind kennt sie das arbeitsreiche Leben auf dem Bauernhof und wir erfahren vom düsteren Einfluss während der NS-Zeit und von der Not der Nachkriegsjahre, wir tauchen ein in das beengte Leben auf einem Schiff, das Ware über Kanäle, Schleusen und Flüsse transportiert. Und wir erleben eine starke Frau, die nach dem Tod ihres Mannes sein Schiff weiterfahren will, das Kapitänspatent erwirbt und sich damit in der Männerdomäne behauptet und ein selbstbestimmtes Leben führt. Zwischen all den schwierigen Lebensmomenten holt sich Lis Kraft und Ablenkung beim Schwimmen und Betrachten der Flora und Fauna zu verschiedenen Jahreszeiten. Diese wunderschönen Naturbeschreibungen habe ich als Leserin als Ruhepole zum Atemholen genossen und erfreute mich daran. 

    Flüssig und mit sprachlicher Sicherheit unterhält und fesselt Tanja Weber mich mit Lis Geschichte und zeigt eine starke Frau, die tief in ihrem Inneren ein Geheimnis verbirgt. Weber beschreibt die Emotionen eher sachlich und ohne Idealisierung und macht sie trotzdem fühlbar. Lis hat zahlreiche Hürden, Enttäuschungen und Verluste zu überwinden, dennoch verzagt sie nie und bleibt sich treu, indem sie weiter macht. 

    Die Handlung führt quer durch die deutsche Geschichte und zeigt wie Frauen sich ihren selbstbestimmten Weg erkämpfen mussten. Das Buch ist dennoch nicht melancholisch oder bedrückend, ganz im Gegenteil, hier werden Freundschaften und die Glücksmomente im Leben gefeiert und das gefällt mir besonders gut an dieser Geschichte. Ich vergebe 4,5 Sterne für diesen Roman, die ich gerne aufrunde!


    ***Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar!*** 


     

    Sonntag, 30. August 2026

    Wochenrückblick KW 35/2026

     









     Was war in dieser Woche los?

     
    Der Herbst kommt spürbar näher, doch es gab auch noch schöne sommerliche Tage, die ich sehr genossen habe. Mein Mann hatte sich mit einem Freund zu einer Radtour um das Steinhuder Meer verabredet und ich habe die Zeit beim Spazierengehen mit schönem Ausblick aufs Wasser genossen. Es ist so wohltuend, unverhofft raus zu kommen und etwas anderes zu sehen. Das kleine Örtchen Steinhude ist immer wieder idyllisch und es war auch nicht so voll. Die großen Urlauberströme sind abgereist und ich konnte den Tag einfach mal die Seele baumeln lassen, ein leckeres Eis gegessen und mich am Blick auf das "Meer" satt gesehen. So erholsam und stressfrei!
    Gefreut habe ich mich über einen Artikel unseres Wochenblattes, darin wurde über den Rekord von mehr als 200 Weißstorchpaaren berichtet, von denen 147 erfolgreich gebrütet haben. Davon zog ein Paar sogar unglaubliche fünf Jungstörche groß. Das ist doch mal eine Zahl, die Respekt verlangt! 
      
     
    Gesehen:   
     
    Nord bei Nordwest: Das dritte Grab (Ich mag die Serie wegen der Figuren, der leichten Skurrilität und der unterhaltsamen Art und Weise wie hier Kriminalfälle aufgelöst werden.  

    Gelesen:   

  • Die Bernsteinfischerin - Lisa Quentin                                   5⭐
  • Das große Eis - Sonja Sophie Kreis                                      3⭐
  • Hurra, der Herbst ist da! - Maria Höck                                5⭐
  • Eine Meise geht auf Reise - Anna Taube                              4⭐
  • Ein weites Leben - M. L. Stedman                                         5⭐
  • Herbstleuchten über dem Möwenhof - Frida Jacobsen  5⭐
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    Getan:  
     
    Gelesen, Haushalt erledigt, wie gewohnt jeden zweiten Tag bei meiner Mutter  gewesen, zwei Vorsorgeuntersuchungen (Gynäkologin und Augenarzt) erledigt, die erste Kürbissuppe der Saison gekocht, mein Bruder und Frau waren zu Besuch, Chorprobe, mit Freundinnen telefoniert, mich um private Dinge gesorgt und einen Ausflug ans Steinhuder Meer unternommen. 
     
     
    Gefreut:    
     

    Neue Buchpost in Empfang genommen, zwei herbstliche Bilderbücher von arsEdition, den neuen Roman von Lisa Quentin (schon gleich nach Empfang durchgesuchtet) und Die Flussfrau von Tanja Weber, von der ich ja schon viele Bücher gelesen habe. Außerdem bekam ich überraschend vom Kiwi Verlag Woody Browns Roman "Ein ganz normales Wunder", 
    der in einer Blogger-Leseaktion groß beworben wird. Ich bin gespannt und bedanke mit bei allen Beteiligten!  






     
    Gegessen: 

    Gegrillte Thüringer Bratwurst mit restlichem Nudelsalat; Gebackener Saganaki mit Salatbeilage; Kürbissuppe 2x; gebratener Seelachs natur mit Bratkartoffeln; Leber mit Pommes und Röstzwiebeln; cremige Paprikapfanne mit Mienudeln;  






     

    Gedacht:        

    Endlich stellen sich europäische Länder mal gegen die horrenden Forderungen der EU. Von dem erhofften Geld sollten sogar neue Stellen entstehen, wie sehr wollen die sich denn noch selbst verwalten?  
     

    Gefeiert: 

    Keine Feier

    Geärgert: 

    Über verfrühte Ansagen in der Politik wie Erhöhung der Zuckersteuer, die dann doch wieder über den Haufen geworfen werden. Was für ein Kindergarten! 

    Über die Kosten der IGEL-Leistungen bei der Vorsorge, ich habe für zwei Arztbesuche 115 Euro ausgegeben. Das sind zwar Ausgaben für meine eigene Gesundheit, aber angesichts der hohen Krankenkassenbeiträge nochmal zusätzliche Kosten. 

    Gekauft:  

    Lebensmittel: viel Gemüse und Obst, noch ist das Angebot breit gefächert. 
     

    Geklickt: 

    Dies und das...
     

    Ich wünsche euch eine schöne Sommerwoche!

    Liebe Grüße,

    Eure Sommerlese 

    Samstag, 29. August 2026

    Die Bernsteinfischerin - Lisa Quentin

    Ein berührender Roman mit Tiefgang

    Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin erscheint bei Ruetten & Loening.

    Ostpreußen, im Zweiten Weltkrieg: Ebba geht als Kind mit ihrem Vater zum Bernsteinfischen und ist fasziniert von den Steinen und ihren Einschlüssen, genau wir ihr Freund Leo. Doch dann sorgt der Krieg dafür, dass ihre Familie an die Lübecker Ostseeküste fliehen muss und sie nur die Chance hat, in der Pension ihrer Eltern zu arbeiten.  Später trifft sie Leo wieder und zeigt ihm ihre Werke, die sie aus angeschwemmtem Material des Meeres gefertigt hat.  

    Frankfurt: Julika ist 26 und Doktorandin im Bereich der Mineralogie und hat sich auf Bernstein spezialisiert. Sie erhält einen besonderen Stein mit einem eingeschlossenen Insekt und möchte mehr Fakten über den Fundort und das damalige Klima herausfinden und trifft auf Ebba, die ihr aus ihrem Leben erzählt. Aus wissenschaftlichem Ansatz wird eine Reise, die Julika auch über sich nachdenken lässt. 


     

    In diesen Roman bin ich gespannt eingetaucht und konnte mich kaum davon lösen, so sehr hat mich die jeweilige Geschichte der beiden Protagonistinnen gepackt. Beide Frauen sind in ihrem Leben gefangen, beide leben zurückgezogen, haben persönliche Verluste erlitten und können sich nicht so frei entfalten, wie sie es gerne hätten, beide lieben Bernstein. Als junge Frau muss Ebba zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und in der Ferienpension mitarbeiten, dabei würde sie sich viel lieber ihrer Kunst widmen. Julika fühlt sich für ihre erkrankte Mutter zuständig, sie verzichtet gänzlich auf Freizeitaktivitäten und stürzt sich in ihr Studienfach. Für die Nachforschungen nach einem Bernsteinfund begibt sie sich auf eine Reise an die Ostsee und trifft auf Ebba. Beide Frauen verbindet mehr als sie zunächst vermuten.

    Lisa Quentin hat einen einnehmenden und wortreichen Erzählstil, dem ich gerne gefolgt bin. Sie beschreibt die verschiedenen Szenen stimmig und so, dass man Gefühle, Reaktionen und Handlungen gut nachvollziehen kann. Zeitlich lassen sich die Handlungsebenen gut unterscheiden, Ebbas Perspektive reicht von der Vergangenheit bis in die Gegenwart, Julikas Erlebnisse werden aus der Ich-Perspektive dargestellt, sodass man ihr sehr nahe kommt.  

    Es geht um zwei Frauen aus unterschiedlichen Zeiten, die durch familiäres Leid in der Familie gefangen sind, dort ihren Platz einnehmen und auf freie Entfaltung und persönliche Selbstverwirklichung verzichten. Doch beide Frauen entwickeln sich und warten auf ihre Chance. 

    Der Roman wurde interessant aufgelockert durch Einblicke in die Bernsteinfischerei und Forschung, sowie die Entwicklung des Tourismus an der Ostsee. Hier verbinden sich zwei Geschichten zu einer und lassen uns nachdenklich werden über Freud und Leid, über verpasste Chancen und neue Ziele.  

    Die Bernsteinfischerin zeigt auf berührende Weise viele Facetten des Lebens und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein wunderbarer, tiefgründiger Roman, der mir schöne Lesestunden geschenkt hat und mir viel über Bernstein erzählt hat. 

    ***Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***