Sonntag, 30. August 2026

Wochenrückblick KW 35/2026

 









 Was war in dieser Woche los?

 
Der Herbst kommt spürbar näher, doch es gab auch noch schöne sommerliche Tage, die ich sehr genossen habe. Mein Mann hatte sich mit einem Freund zu einer Radtour um das Steinhuder Meer verabredet und ich habe die Zeit beim Spazierengehen mit schönem Ausblick aufs Wasser genossen. Es ist so wohltuend, unverhofft raus zu kommen und etwas anderes zu sehen. Das kleine Örtchen Steinhude ist immer wieder idyllisch und es war auch nicht so voll. Die großen Urlauberströme sind abgereist und ich konnte den Tag einfach mal die Seele baumeln lassen, ein leckeres Eis gegessen und mich am Blick auf das "Meer" satt gesehen. So erholsam und stressfrei!
Gefreut habe ich mich über einen Artikel unseres Wochenblattes, darin wurde über den Rekord von mehr als 200 Weißstorchpaaren berichtet, von denen 147 erfolgreich gebrütet haben. Davon zog ein Paar sogar unglaubliche fünf Jungstörche groß. Das ist doch mal eine Zahl, die Respekt verlangt! 
  
 
Gesehen:   
 
Nord bei Nordwest: Das dritte Grab (Ich mag die Serie wegen der Figuren, der leichten Skurrilität und der unterhaltsamen Art und Weise wie hier Kriminalfälle aufgelöst werden.  

Gelesen:   

  • Die Bernsteinfischerin - Lisa Quentin                                   5⭐
  • Das große Eis - Sonja Sophie Kreis                                      3⭐
  • Hurra, der Herbst ist da! - Maria Höck                                5⭐
  • Eine Meise geht auf Reise - Anna Taube                              4⭐
  • Ein weites Leben - M. L. Stedman                                         5⭐
  • Herbstleuchten über dem Möwenhof - Frida Jacobsen  5⭐
  •  
    Getan:  
     
    Gelesen, Haushalt erledigt, wie gewohnt jeden zweiten Tag bei meiner Mutter  gewesen, zwei Vorsorgeuntersuchungen (Gynäkologin und Augenarzt) erledigt, die erste Kürbissuppe der Saison gekocht, mein Bruder und Frau waren zu Besuch, Chorprobe, mit Freundinnen telefoniert, mich um private Dinge gesorgt und einen Ausflug ans Steinhuder Meer unternommen. 
     
     
    Gefreut:    
     

    Neue Buchpost in Empfang genommen, zwei herbstliche Bilderbücher von arsEdition, den neuen Roman von Lisa Quentin (schon gleich nach Empfang durchgesuchtet) und Die Flussfrau von Tanja Weber, von der ich ja schon viele Bücher gelesen habe. Außerdem bekam ich überraschend vom Kiwi Verlag Woody Browns Roman "Ein ganz normales Wunder", 
    der in einer Blogger-Leseaktion groß beworben wird. Ich bin gespannt und bedanke mit bei allen Beteiligten!  






     
    Gegessen: 

    Gegrillte Thüringer Bratwurst mit restlichem Nudelsalat; Gebackener Saganaki mit Salatbeilage; Kürbissuppe 2x; gebratener Seelachs natur mit Bratkartoffeln; Leber mit Pommes und Röstzwiebeln; cremige Paprikapfanne mit Mienudeln;  






     

    Gedacht:        

    Endlich stellen sich europäische Länder mal gegen die horrenden Forderungen der EU. Von dem erhofften Geld sollten sogar neue Stellen entstehen, wie sehr wollen die sich denn noch selbst verwalten?  
     

    Gefeiert: 

    Keine Feier

    Geärgert: 

    Über verfrühte Ansagen in der Politik wie Erhöhung der Zuckersteuer, die dann doch wieder über den Haufen geworfen werden. Was für ein Kindergarten! 

    Über die Kosten der IGEL-Leistungen bei der Vorsorge, ich habe für zwei Arztbesuche 115 Euro ausgegeben. Das sind zwar Ausgaben für meine eigene Gesundheit, aber angesichts der hohen Krankenkassenbeiträge nochmal zusätzliche Kosten. 

    Gekauft:  

    Lebensmittel: viel Gemüse und Obst, noch ist das Angebot breit gefächert. 
     

    Geklickt: 

    Dies und das...
     

    Ich wünsche euch eine schöne Sommerwoche!

    Liebe Grüße,

    Eure Sommerlese 

    Samstag, 29. August 2026

    Die Bernsteinfischerin - Lisa Quentin

    Ein berührender Roman mit Tiefgang

    Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin erscheint bei Ruetten & Loening.

    Ostpreußen, im Zweiten Weltkrieg: Ebba geht als Kind mit ihrem Vater zum Bernsteinfischen und ist fasziniert von den Steinen und ihren Einschlüssen, genau wir ihr Freund Leo. Doch dann sorgt der Krieg dafür, dass ihre Familie an die Lübecker Ostseeküste fliehen muss und sie nur die Chance hat, in der Pension ihrer Eltern zu arbeiten.  Später trifft sie Leo wieder und zeigt ihm ihre Werke, die sie aus angeschwemmtem Material des Meeres gefertigt hat.  

    Frankfurt: Julika ist 26 und Doktorandin im Bereich der Mineralogie und hat sich auf Bernstein spezialisiert. Sie erhält einen besonderen Stein mit einem eingeschlossenen Insekt und möchte mehr Fakten über den Fundort und das damalige Klima herausfinden und trifft auf Ebba, die ihr aus ihrem Leben erzählt. Aus wissenschaftlichem Ansatz wird eine Reise, die Julika auch über sich nachdenken lässt. 


     

    In diesen Roman bin ich gespannt eingetaucht und konnte mich kaum davon lösen, so sehr hat mich die jeweilige Geschichte der beiden Protagonistinnen gepackt. Beide Frauen sind in ihrem Leben gefangen, beide leben zurückgezogen, haben persönliche Verluste erlitten und können sich nicht so frei entfalten, wie sie es gerne hätten, beide lieben Bernstein. Als junge Frau muss Ebba zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und in der Ferienpension mitarbeiten, dabei würde sie sich viel lieber ihrer Kunst widmen. Julika fühlt sich für ihre erkrankte Mutter zuständig, sie verzichtet gänzlich auf Freizeitaktivitäten und stürzt sich in ihr Studienfach. Für die Nachforschungen nach einem Bernsteinfund begibt sie sich auf eine Reise an die Ostsee und trifft auf Ebba. Beide Frauen verbindet mehr als sie zunächst vermuten.

    Lisa Quentin hat einen einnehmenden und wortreichen Erzählstil, dem ich gerne gefolgt bin. Sie beschreibt die verschiedenen Szenen stimmig und so, dass man Gefühle, Reaktionen und Handlungen gut nachvollziehen kann. Zeitlich lassen sich die Handlungsebenen gut unterscheiden, Ebbas Perspektive reicht von der Vergangenheit bis in die Gegenwart, Julikas Erlebnisse werden aus der Ich-Perspektive dargestellt, sodass man ihr sehr nahe kommt.  

    Es geht um zwei Frauen aus unterschiedlichen Zeiten, die durch familiäres Leid in der Familie gefangen sind, dort ihren Platz einnehmen und auf freie Entfaltung und persönliche Selbstverwirklichung verzichten. Doch beide Frauen entwickeln sich und warten auf ihre Chance. 

    Der Roman wurde interessant aufgelockert durch Einblicke in die Bernsteinfischerei und Forschung, sowie die Entwicklung des Tourismus an der Ostsee. Hier verbinden sich zwei Geschichten zu einer und lassen uns nachdenklich werden über Freud und Leid, über verpasste Chancen und neue Ziele.  

    Die Bernsteinfischerin zeigt auf berührende Weise viele Facetten des Lebens und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein wunderbarer, tiefgründiger Roman, der mir schöne Lesestunden geschenkt hat und mir viel über Bernstein erzählt hat. 

    ***Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

     


     

    Freitag, 28. August 2026

    Das große Eis - Sonja Sophie Kreis

    Verwirrende Geschichte im arktischem Eis

     
    Der Roman Das große Eis von Sonja Sophie Kreis erscheint bei Rowohlt Berlin
     
    Annas deutsch-schweizer Familie stammt vom Bodensee, ihr Bruder Alex lebt zurückgezogen auf Grönland, denn ihn faszinieren das Eis und die Einsamkeit der Arktis. Als Erbe ihrer verstorbenen Eltern möchte Anna Alex ein Gemälde bringen, an dem er sehr hing. Auf der Suche nach Alex erlebt Anna das ewige Eis und deckt Geheimnisse ihrer Familie auf. Dazu gehören die Kriegserfahrungen mit Nazis und verschiedene familiäre Krisen. 
     

     
     
    Dieser Roman hat es mir nicht leicht gemacht und ich habe ernsthaft ans Abbrechen gedacht. Es geht um eine Familie mit interessanten Charakteren, die mir trotz näherer Einblicke nicht sehr nahe kamen. Die Geschichten sind durcheinander gewürfelt, werden aus verschiedenen Sichtweise erzählt, es gibt zeitliche Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sowie verschiedenene Kapitel, die ich beim Lesen einfach nicht gut einordnen konnte. 
    Sprachlich hat mir das Buch gefallen, besonders fasziniert haben mich die Beschreibungen von Eis und Schnee in der Arktis, wie es die Inuit seit Urzeiten kennen und vielfach unterscheiden. Sie differenzieren Packeis, Meereis, Süßwassereis, geschmolzener Schnee und Eisberge, weil jede Variante eine spezielle Dichte und eventuell Gefahr bedeutet. 
    Für die Figuren hätte ich mir ein Personenregister gewünscht, um mich besser zurechtzufinden und eine chronologische Erzählweise hätte der Geschichte einen besseren Fluss verliehen. 
     
    Die Familiengeschichte bildet sich Stück für Stück aus Erinnerungen und Erlebtem heraus. Dabei haben einige Figuren ihr persönliches Päckchen zu tragen und leiden unter ihren seelischen Wunden.  

    Die wechselnden Schauplätze zwischen dem Bodensee und Grönland bilden einen eisigen Hintergrund, vor dem Krieg, Naziverfolgung und Fremdheit besonders deutlich werden. 

    Zwischen Schnee und Eis fühlte ich mich bei dieser Geschichte wie in einem Film, der mir den Inhalt nicht wirklich offen legt.  
     
    ***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!*** 
     

     

    Hurra, der Herbst ist da! - Maria Höck

    Niedliches interaktives Bilderbuch mit Herbststimmung 

    Das bei arsEdition erscheinende Puste-Bilderbuch "Hurra, der Herbst ist da!" ist für Kinder ab 18 Monate. Die Autorin ist Maria Höck, die Illustrationen stammen von Joanne Partis. 

    Wenn im Herbst die bunten Blätter im Wald herab fallen, beginnt für die Mäusekinder ihre liebste Zeit im Jahr. Dann laufen sie durch den Wald und rascheln durch das Laub und sie sammeln Eicheln und Beeren. Frische Herbstwinde sind toll zum Drachensteigen und nach diesem Spaß freuen sie sich  auf die leckere Kürbissuppe von Mama Maus. 


     

    Mit seinen stabilen Pappseiten ist das Bilderbuch schon für die kleinsten Kinderhände gut geeignet. Die niedliche Geschichte begleitet im Wald die Mäusefamilie, die sich mit zum Herbst passenden Aktivitäten beschäftigen und dabei großen Spaß haben. Der verständliche Text kommt mit gereimten einfachen Worten aus und verführt nach mehrfachem Vorlesen ganz prima zum Mitsprechen. Wenn man auf die Pustestelle pustet, erscheinen leuchtende Lichtpunkte, die den Seiten einen besonderen Effekt verleihen. Das Pusten trainiert die Mundmotorik und Kinder freuen sich, wenn die Lichtpunkte erscheinen. 


     

    Dieses Buch entzückt durch die niedlichen Illustrationen der Tiere und der Natur in warmen, herbstlichen Farben. Es ist allerliebst, die Mäusefamilie bei ihren Vorhaben im Herbst zu begleiten und verleitet dazu, selbst im Wald durch tiefes Blattwerk zu rascheln, Drachen steigen zu lassen und hinterher eine heiße Kürbissuppe zu genießen. 

    Die Bilder regen Kinder an über die Handlungen der Tiere zu sprechen und sie üben das Pusten, um die die Lichteffekte hervorzurufen. 

    Dieses niedliche Bilderbuch stellt Kindern herbstliche Ansichten und Aktivitäten vor und lässt den Herbst leuchten. 

    ***Herzlichen Dank an den ArsEdition Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***



    Eine Meise geht auf Reise - Anna Taube

    Ein liebenswert gereimtes, herbstliches Bilderbuch

    Eine Meise geht auf Reise von Anna Taube und Illustratorin Julia Reyelt erscheint bei arsEdition und richtet sich an Kinder ab 24 Monaten. 

    Hans Meise sieht zu, wie die Zugvögel in den Süden ziehen und träumt von der Sonne und dem Duft von Meisenknödeln. Denn nun bringt der Herbst kühlere und kürzere Tage mit sich und die Nahrung wird knapper. Dafür färbt sich die Natur in den schönsten Farben. Hans, Ruth Rotkehlchen, Franzi Fink und ihre Freunde machen sich auch auf eine Reise und sie finden den perfekten Ort, der näher liegt als gedacht.  


     

    Der gereimte Text erzählt eine kleine, lustige Geschichte, die sich gut vorlesen lässt und selbst für kleine Kinder verständlich ist. Dabei werden einige heimische Vogelarten vorgestellt und Kinder lernen den Unterschied zwischen Zug- und Standvogel und erfahren, dass das Naheliegende manchmal auch das Beste sein kann. 

    Für Kinder ist dieses aus stabilen Pappseiten bestehende Buch eine schöne Einstimmung auf den Herbst. Sie lernen, dass einige Vögel in den wärmeren Süden ziehen, andere aber bei uns bleiben und im Winter gefüttert werden müssen, um eisige Kälte zu überstehen. Wenn wir es uns drinnen behaglich machen dürfen, ist es schön, die Standvögel am Futterhaus beobachten zu können.  


     

    Das Besondere an diesem Buch sind die Verwandlungsseiten, die mit unterschiedlichen Längen zum Umblättern verleiten. Die niedlichen Illustrationen sind in warmen Farben gehalten und passen gut zur Herbststimmung, es gibt viele kleine Details zu entdecken und die Darstellung der Vögel lässt eine Artenerkennung zu.  


     

    Diese schöne, in warmen Farben illustrierte Geschichte stimmt lustig auf den Herbst ein!

     

    ***Herzlichen Dank an den ArsEdition Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


     

    Mittwoch, 26. August 2026

    Ein weites Leben - M. L. Stedman

    Einfach ein großartiges Leseerlebnis! 

    Der Roman Ein weites Leben von M. L. Stedman erscheint bei Blanvalet

    1958: Auf der entlegenen Schaffarm Meredith Downs im trockenen Westen Australiens lebt die Familie der MacBrides. Ihr tägliches Leben ist geprägt von harter Arbeit, weiten Fahrten zu den Schafherden, extreme Trockenheit und Hitze und dem ständigen Kampf gegen die Naturgewalten im australischen Outback. Vater Phil kümmert sich um die Farm und den Verkauf von Wolle und Tieren, Mutter Lorna um den Haushalt und ihre Kinder Warren, Rosie und Matthew. Ein tragischer Unfall reißt eine große Lücke in die Familie und verändert die Familie von Grundauf.


     

    "Wir glauben, zu wissen, wer wir sind und dass wir jeden Morgen, wenn wir die Augen aufschlagen, mehr oder weniger dieselbe Person sind. Doch so wie selbst ein Felsen nach und nach verwittert, werden auch wir vom Lauf der Zeit und von dem, was wir erleben, geformt und verändert, bis wir diese Welt schliesslich verlassen..." Zitat S. 86 

    Bei manchen Büchern weiß man schon nach dem ersten Kapitel, dass es ein ganz besonderes und echtes Leseerlebnis sein wird. Dies ist so ein Roman, den ich in ungewöhnlich langsamem Tempo gelesen habe, um die Geschichte möglichst lange auszukosten. Die schicksalshafte Geschichte der Familie hat mich tief berührt, ich bin eingetaucht in das australische Outback und lernte viel über die Arbeit mit Schafen und welche Risiken der Markt für Wolle birgt.  

    Der Familienroman startet 1958 und zeigt das abgeschiedene, aber zufriedene Leben der MacBrides inmitten ihrer Schaffarm. Dann geschieht ein tragischer Unfall dessen Folgen das weitere Leben der Familie maßgeblich beeinflusst und mich immer tiefer in die Geschichte hinein gezogen hat. Vater und Sohn Warren versterben bei dem Unfall, während Sohn Matt schwerverletzt und mit Folgen seiner Kopfverletzung überlebt. Von nun an übernehmen Lorna und Rosie für die Farm Verantwortung.  

    Die Zeit vergeht und in den 60er Jahren suchen Bergbauunternehmen nach Rohstoffen unter der Erde, die den Farmern nicht gehört. Dadurch stoßen weitere Figuren ins Handlungsgeschehen, lernen die Familie kennen und sorgen für herzzerreißende Momente, aber auch für Glück und Freundschaft.   

    Ganze zehn Jahre hat die Autorin an diesem Werk gearbeitet und besondere Schicksale, Familienglück, Tragödien und Naturschilderungen in einer bildhaften, flüssigen Sprache zu einem großartigen Ganzen verknüpft. Die Zeichnung der Charaktere mit ihren jeweiligen Eigenarten, die Abgründe der menschlichen Psyche und die persönliche Entwicklung der Figuren sind der Autorin ganz hervorragend gelungen. Sie schildert absolut nachvollziehbar und völlig wertungsfrei die Gefühle und Emotionen wie Hass, Schuld und Vergebung, sodass mir die Personen sehr vertraut wurden und ich Anteil nahm an den Leben von Lorna, Rosie, Matt und Andy und weiteren Nebenfiguren. Der kleine Andy hat in diesem Buch eine tragende Rolle, er hält die Familie zusammen und übernimmt  

    Ein großartiger Roman über eine vom Schicksal gebeutelte Familie, die uns das Leben im trockenen Westen Australiens vor Augen hält.  

    ***Herzlichen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***



    Montag, 24. August 2026

    Herbstleuchten über dem Möwenhof - Frida Jacobsen

    Warmherziger Roman für herbstliche Wohlfühl-Lesezeit!  

     
    Der Roman Herbstleuchten über dem Möwenhof von Frida Jacobsen ist der Folgeband von Sommerhimmel über dem Möwenhof und erscheint im Aufbau Taschenbuch Verlag
     
    Ole Paulsen ist Koch aus Leidenschaft und betreibt sein Pfahlrestaurant Strandkrabbe in St. Peter-Ording. Die Gäste besuchen lieber die Konkurrenz und Oles Geschäfte laufen schlecht. Neben den finanziellen Sorgen treiben ihn auch private Sorgen um. Doch dann verändert seine Teilname an einer Fernsehkochshow sein Leben und er verliert sein Herz an Allegra.  
     

     
     
    Ole hat finanzielle Sorgen, sein Restaurant läuft schlecht und um das Geschäft zu retten, stellt er seine privaten Interessen zurück. Als er sein Zuhause verliert, bietet ihm sein Freund Henning auf dem Möwenhof eine Unterkunft an. Er möchte Oles Glück etwas nachhelfen und meldet ihn zu einem Casting bei einer Fernsehkochshow in Hamburg an. Allerdings müssen die Kandidaten eine Familie haben und mit ihren Kindern kochen, doch dafür bekommt Ole von Henning eine Ersatz-Familie gestellt. 

    Bei der Kochshow trifft Ole auf Allegra und zwischen beiden sind sofort Gefühle vorhanden. Aber einen Familienvater sucht Allegra eher nicht und Ole kann ihr nicht die Wahrheit sagen, weil sonst seine Teilnahme an der Kochshow erledigt ist.   

    Mit humorvollen Szenen und atmosphärisch schönen Beschreibungen der Natur nimmt uns Frida Jacobsen mit an die Nordsee nach Sankt Peter-Ording und sorgt dafür, dass man beim Lesen gedanklich das Rauschen des Meeres hört und genussvoll mitten in diese Urlaubsgegend eintauchen kann. Der Erzählstil ist stimmungsvoll, bildhaft und zeigt auf lebendige Weise das Leben der Menschen auf dem Möwenhof. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und wirken alle sehr sympathisch, sodass man am liebsten gleich auch dort einziehen möchte. Es gibt einige humorvolle Momente, über die ich schmunzeln musste und die Kinder sind mir mit ihrer lebensechten Art ans Herz gewachsen. 
     
    Es geht um Freundschaft, um Liebe und Vertrauen und darum, was Familie ausmacht. Ganz nebenbei bekommt man viele kulinarische Genüsse vor die Nase gesetzt, die Appetit machten und die Küche an der Nordsee gut abbilden. 
     
     
    Die Geschichte könnte sich genau so im echten Leben abspielen und lässt sich schön lesen. Ein kurzweiliger, warmherzig erzählter Roman für herbstliche Lesestunden, bei dem man die liebenswerten Figuren und die wunderschöne Nordsee einfach nur genießen kann.  
     
     
    ***Herzlichen Dank an die Autorin für die Übersendung des Rezensionsexemplars!***