Ein raffinierter Fall
Im Rowohlt Verlag erscheint Frank Goldammers Krimi Strandopfer.
Ein raffinierter Fall des deutsch-polnischen Ermittlerduos, der mich gefesselt hat und einige Vorurteile offenlegt!
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Im Rowohlt Verlag erscheint Frank Goldammers Krimi Strandopfer.
Ein raffinierter Fall des deutsch-polnischen Ermittlerduos, der mich gefesselt hat und einige Vorurteile offenlegt!
Im Eichborn Verlag erschien 2021 Zoe Brisbys Roman Reise mit zwei Unbekannten.
Student Alex hat Liebeskummer, leidet unter Depressionen und um seinem Leben neuen Input zu verleihen, plant er eine Reise nach Brüssel. Doch ihm fehlt das Geld für die Fahrt und so bietet er eine Mitfahrgelegenheit an. Die ist schnell gefunden, es ist die über 90-jährige Maxine, die in einem Seniorenheim lebt und glaubt, dass sie Alzheimer hat. Sie will nach Belgien, um dort Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. In dem uralten Twingo von Alex machen sich beide auf eine außergewöhnliche Reise und vertrauen sich Dinge an, die sie vorher niemandem erzählt haben. Die Tatsache, dass Maxine von der Polizei gesucht wird, sorgt für aufregende Abenteuer, die das ungleiche Paar zusammen wachsen lässt.
"Ich bin nicht alt, ich bin vintage! Und wie alles, was vintage ist, bin ich absolut auf der Höhe der Zeit!" Zitat Seite 385
Was für ein großartiger Roadtrip, in dem uns Zoe Brisby das ungleiche Paar mit viel Humor und gleichzeitig auch ernsthafter Tiefe beschrieben hat. Alex und Maxine misstrauen sich anfangs, durch ihre gemeinsamen Gespräche öffnen sie sich, freunden sich an und lernen voneinander. Ich mochte die energische Maxine, die zeigt, dass auch alte Menschen Mut haben und vor allem über jede Menge Lebenserfahrung verfügen. Maxine erkennt schnell, wie schüchtern Alex ist und bringt ihn dazu, mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Denn ihre gemeinsamen Abenteuer haben es in sich, sie werden sogar von der Polizei verfolgt und Alex muss sich beweisen. Diese Fahrt schweißt sie enger zusammen, als beide anfangs noch ahnen.
Der Erzählstil ist wunderbar locker und enthält lebendige Dialoge, die auf verschiedene ernste Themen im Leben eingehen. Darin bieten sich Maxine und Alex gegenseitig Paroli und ich musste häufig schmunzeln, denn trotz der ernsten Themen gehen die Protagonisten humorvoll und unverblümt aufeinander ein. Einige Szenen fand ich etwas überzogen, doch das zufriedenstellende Ende konnte mich dann versöhnen.
Ein kurzweiliger Roadtrip mit liebenswerten Charakteren, Humor und Fragen des Lebens!
Der Krimi "Arrivederci am Lago Maggiore" von Alexandra Holenstein erscheint im Emons Verlag. Es ist der Folgeband von "Mord am Lago Maggiore", jedoch eigenständig lesbar.
Tabea Kummer ist Lehrerin und wird von ihrem Vermieter gebeten, ihn als Hausdame in den Sommerferien in seinem exklusiven Boutiquehotel in Ascona zu vertreten und sich um die Belange und Wünsche der Gäste zu kümmern. Sie nimmt gerne an, lernt die Hausgäste näher kennen und genießt das Ambiente des Hotels, bis eine junge Influencerin, die Gast im Hotel war, tot aufgefunden wird. Und es wird nicht bei der einen Toten bleiben!
Beim Lesen war ich umfangen von der herrlichen Atmosphäre des Lago und fühlte mich selbst als Gast des eleganten Hotels, in dem Sonderwünsche auch prompt erfüllt werden.
Schon nach dem ersten Mord habe ich gespannt mitgerätselt und versucht, zwischen den vielen Verdächtigen und einigen sehr raffinierten Wendungen noch den Überblick zu behalten. Ständig führt uns Alexandra Holenstein in die Irre und bringt neue Opfer, viele Geheimnisse und zahlreiche Verdachtsmomente aufs Parkett des edlen Hotels. Wo liegt das Motiv und warum finden die Morde gerade hier statt?
Die Dialoge wirken sehr lebendig und enthalten passend zum Lokalkolorit ein paar Aussprüche in italienischer Landessprache, wodurch man sich automatisch an den schönen Lago Maggiore versetzt fühlt. Das habe ich genossen, einige Begriffe musste ich aber nachschlagen, was den Lesefluss etwas hemmt. Die Figuren sind dieses Mal recht zahlreich, zu den Gästen und Hotelangestellten gesellen sich noch Freunde und Familie von Tabea und von Hotelchef Armando. Ein Personenregister wäre da durchaus hilfreich gewesen.
Die Story überzeugt mit interessanten, vielfältig gezeichneten Charakteren und einem subtilem Wortwitz, der besonders bei Tabea zum Zuge kommt. Die Sprache ist flüssig und ganz in gewohnter Holenstein-Manier, zuweilen etwas eigenwillig. Besonders aus Tabeas Sicht werden die Vorgänge und Fakten ganz genau hinterfragt. Manche Vorgänge und Gedanken werden dadurch ein wenig auf die Spitze getrieben, was meistens mit feinem Humor begleitet ist.
Die Ermittlungen werden natürlich von der Polizei geleitet, doch Tabea lässt sich nicht beirren und mischt munter mit. Wer den Vorgängerband kennt, darf sich wieder auf ihren treuen Basset Bruno freuen, der träge durch die Spuren tappt. Zum Ende wird es noch einmal besonders spannend, da Tabea vom Täter beim Schnüffeln erwischt wird und sie als nächstes Opfer auserkoren wird.
Dieser Krimi unterhält wunderbar, ist mit einer feinen Spannung durchzogen und besticht durch das unnachahmliche Flair des Lago Maggiores. Herrlich als Urlaubslektüre oder einfach für Daheim!
***Herzlichen Dank an den Emons Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***
Gelesen:
Gedacht:
Bei uns brüten Türkentauben unter dem Carport, nach drei Wochen Dauersitzen scheint es aber immer noch nicht mit dem Nachwuchs geklappt zu haben. Dafür ist alles vollgeschissen und sie starten wohl gerade einen zweiten Versuch. Nicht unbedingt die optimale Wohnlage, denn wenn die Eier oder Jungen aus dem Nest fallen, landen sie auf Steinplatten und es wäre um sie geschehen. Aber wie sagt man das den neuen Untermietern?Gefeiert:
In einer Eisdiele mit meiner Tochter das erste italienische Eis des Jahres gegessen
Bei einem insolventen Integrationsverein kamen Vorwürfe der Untreue und des Subventionsbetrugs gegen eine Ex-SPD-Ratsfrau auf. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Ich möchte nicht wissen, wieviele solcher krummen Geschäfte mit bestimmten Vereinen betrieben werden.
Gekauft:
Geklickt:
Der April war gefüllt mit einigen Pflichten und verschiedenen Terminen bei Ärzten und beim Friseur, aber auch mit gemütlichen Osterfeiertagen, einem Konzert mit meinem Chor und sonniger Zeit im Garten. Der für April übliche Regen fand gerade mal an zwei Tagen statt und überwiegend war häufig sonnig, dafür aber noch recht kalt.
Meine Lektüre bestand zum Teil aus Neuzugängen und den Büchern, die ich von der Leipziger Buchmesse mitgebracht habe. Von den sieben Titeln habe ich bis auf eines alle gelesen und das ist "Die Riesinnen" von Hannah Häffner. Es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit, wenn die Bücher nicht auf dem SuB landen. :-))


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Beliebte Buch-Rezensionen:
Ich bin dann mal weg - Hape Kerkeling (Alte
Rezension aus 2017)
Der Weg ist das Ziel! Das wird jedem Leser schnell klar. Die Probleme
des Pilgerns kommen rasch zum Vorschein, trotzdem macht dieser
Erfahrungsbericht Lust auf so eine Wanderung. Daran ist natürlich Hape
Schuld, denn niemand sonst kann so natürlich, lebendig und, er wäre
sonst nicht Komiker geworden, natürlich saulustig erzählen.
Wie viele Menschen haben sich wohl nach der Lektüre auf eine Pilgerreise gemacht? Hapes Bericht motiviert auf jeden Fall!

Nach einer Buchvorstellung auf der LBM habe ich diesen Roman eher mit geringen Erwartungen angefangen. Das ist immer eine gute Voraussetzung, um dann von einem Buch voll überrascht zu werden. Es geht um die Gedanken und Erlebnisse der jungen Ärztin Mira, die aus der Ukraine stammt und nun in Deutschland ihren Landsleuten bei der Arbeit begegnet, die sich von ihr Hilfe und Zuversicht erhoffen.
Ich wünsche euch einen schönen Mai!
Eure Sommerlese! 💙🌷