Mittwoch, 23. Juni 2021

Das Watt. Erlebt, erforscht und erzählt - Karsten Reise

Ein interessantes und wissensreiches Buch für Naturfreunde und Wattinteressierte

"Das Watt. Erlebt, erforscht und erzählt" von Karsten Reise erscheint im KJM Buchverlag. Herausgeber ist der Schleswig-Holsteinische Heimatbund.
Das Sachbuch enthält Zeichnungen von Karsten Reise und Fotografien von Dennis Williamson.

Wer schon einmal eine Wattwanderung gemacht hat, weiß um das vielfältige Leben dort. Für Menschen ist es ein Abenteuer zur Zeit der Ebbe, während die spezielle Tierwelt der vielfältigen Meereswesen auch bei der Flut mit den Bedingungen unter Wasser leben muss und sich an die Verhältnisse angepasst hat. Sie verkriechen sich, schwimmen weg und leben mit dem ständigen Gezeitenrhythmus.



Karsten Reise ist emeritierter Zoologie-Professor und leitete einige Jahre die Wattenmeerstation des Alfred-Wegener- Instituts für Polar- und Meeresforschung. In diesem Buch nimmt uns mit ins Watt und erzählt von seinen Erkundungen und Forschungen im Watt. Sein Buch ist eine Entdeckungsreise, die auf das Watt neugierig macht und zeigt neben vielen informativen Einblicken auch die Achtsamkeit, die wir Menschen für diese Natur haben müssen. Nicht umsonst ist das deutsche Wattenmeer seit 12 Jahren Weltnaturerbe. 

"Watt kommt von Waten" Zitat Seite 48  

In diesem umfangreichen Sachbuch bekommt man einen umfassenden Einblick in alle möglichen Themen rund um die weltweite Wattnatur. Doch was macht das Watt eigentlich aus? Im Watt verbinden sich die Komponenten Land und Meer. In seinem Watt-ABC beschreibt der Autor die Begriffe rund um das Watt detailreich und verständlich und wenn einige Fachwörter fallen, erklärt er sie näher.

Grundlage des Watts sind Sand, Schlick, Rippel (Wellenform des Sandes) und Priele und deren schiffbare Rinnen, die man Piep, Balje oder Till nennt. 


"Das Leben im Watt ist prall, tiefgründig und vielschichtig." Zitat S. 61  So beschreibt Karsten Reise die Wattnatur. In einem plaudernden Erzählton geht er auf die vielfältigen Themen ein, bringt auch das Watt ferner Länder ins Spiel und erklärt den wichtigen Zusammenhang zwischen gesunder Umwelt und funktionierendem Wattensystem. Die Natur passt sich an bestimmte Bedingungen an, deshalb sollte man nicht an eine starre Ordnung des Systems glauben.

Wir erfahren, warum Garnelen systemrelevant sind und warum die Klimakrise immense Auswirkungen auf den Vogelflug der Knutts, Pfuhlschnepfen u.a. Zugvögel hat.  



Besonders interessant finde ich die Kapitel rund um die Tierwelt mit Meeresvögeln und Meeressäugern. Aber auch die Watterlebnisse, die Reise privat oder als Wissenschaftler nachhaltig beschäftigten. Es geht beispielsweise um die Vorhaben, Flamingos oder Pelikane in bestimmten Gegenden anzusiedeln und welche Probleme sich daraus ergaben. 

Dieses Buch ist inhaltlich sehr umfangreich und erklärt die Materie mit vielen Infos auch für Laien verständlich und interessant. Es ist allerdings kein Buch zum reinen "Durchlesen", eher eines zum Stöbern. Das Hardcover Buch ist erstklassig verarbeitet, die hochwertigen Fotodrucke bringen dem Leser das Watt auch optisch näher. Ich kann es mir gut als Geschenk vorstellen, bei dem 

Am Ende des Buches sorgt ein 17 Seiten umfassendes Quellen- und Literaturverzeichnis für weitere Möglichkeiten, sich mit der Materie näher zu befassen. 

Bei diesem literarischen Spaziergang durch das Watt erhält man neben vielen Fotos und Zeichnungen fundiertes und informatives Wissen vermittelt, welches das Interesse für diesen Lebensraum nur noch schürt. Ein wunderbares Buch für Interessierte und Hobbyforscher. 

 

***Herzlichen Dank an den KJM Buchverlag für dieses Rezensionsexemplar!***


 

Montag, 21. Juni 2021

Der erste letzte Tag - Sebastian Fitzek

Manchmal schon lustig, aber erzwungen und der nötige Tiefgang fehlte

Sebastian Fitzek schrieb mit "Der erste letzte Tag" mal keinen Thriller, das Buch erscheint im Droemer Knaur Verlag

Livius und Lea sind sich völlig fremd, doch sie bilden eine ungewöhnliche Not-Fahrgemeinschaft. Während eines Roadtrips lassen sie sich auf ein ungewöhnliches Experiment ein, das Livius an seine Grenzen bringt. Wie verbringt man einen Tag, wenn es der letzte sein könnte?


Fitzeks Idee einen lustigen Roadtrip schreiben zu wollen, interessierte mich sehr. Die Fahrt wird an einigen Stellen auch sehr lustig, aber es ist auch schwarzer Humor im Spiel. Die Handlung entpuppte sich als zufälliges Aufeinandertreffen zweier fremder Personen, die von A nach B fliegen wollen. Der Flug fällt flach, nun sind sie gemeinsam auf den letzten Leihwagen angewiesen. Nur ein Leihwagen an einem großen Flughafen?? ... Aber nun gut. 

Während ihrer Fahrt machen sie ein Gedankenexperiment: Wenn heute dein letzter Tag wäre, was würdest du tun? Es folgen viele Diskussionen, in denen die unterschiedlichen Meinungen erkennbar werden und man Einblicke in das Seelenleben der Figuren gewinnt. Es ist Lea, die das Experiment immer wieder mit neuen abstrusen Ideen und Vorhaben umsetzt. Dadurch kommt es zu befremdlichen Situationen, die ich zwar mit einem Augenzwinkern lesen mochte, aber im Grunde waren es viele abstruse und skurrile Begebenheiten, die besonders Livius von einer Merkwürdigkeit in die nächste schlittern ließ. So konnte man allerdings Livius und Lea zwar näher kennenlernen, richtig sympathisch wurden sie mir jedoch nicht. Lea scheint ein recht spontaner und selbstsüchtiger Mensch zu sein, im Laufe der Handlung versteht man allerdings die Hintergründe und entwickelt eine Art Verständnis für sie. Livius wirkt wie ein gutmütiger Kerl, den so leicht nichts aus der Ruhe bringen kann, doch das ändert sich dank Leas besonderen Erlebnissen. 

So schlittert man mit ihnen im Auto von einer verrückten zur nächsten skurrilen Szene und wartet auf die große Überraschung. Sehr früh ahnte ich, wobei es sich bei dem ernsten Hintergrund handeln könnte und nur deshalb musste ich das Buch auslesen. Schliesslich wollte ich ja wissen, wie es endet. Leider wurde das Thema nicht so aufgearbeitet, das es mich in seinen Bann gezogen hätte. Ich war weder enttäuscht, noch völlig überzeugt. Es war was es ist, kein Thriller und auch kein emotionaler Roman, in den man versinkt. "Schuster bleib bei deinem Leisten", sagt man so schön, auch Herr Fitzek sollte weiterhin Thriller schreiben, denn damit überzeugt er wesentlich mehr.  

Dieses unterhaltsame Buch lässt sich gut weglesen, mich störten einige abstruse Vorgänge. Kein Thriller und kein Buch mit überzeugendem Tiefgang, aber mal was anderes.

***Herzlichen Dank an den Droemer Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***



Sonntag, 20. Juni 2021

Pia Pustelinchen - Kathleen Freitag

Ein zauberhaftes Abenteuer mit dem Pusteblumenmädchen

Das Bilderbuch "Pia Pustelinchen" von Kathleen Freitag wurde illustriert von Anita Schmidt und erscheint im Dragonfly Verlag. Es wird empfohlen ab 4 Jahren.

Auf einer bunten Blumenwiese im Sommer lebt Pia Pustelinchen, ein allerliebstes Pusteblumenmädchen. Sie liebt die Natur, ist neugierig, voller Tatendrang und hat ein großes Herz. Bei ihrem liebsten Spiel, dem Tautropfenspringen, begegnet sie der Ameise Freddie. Er ist völlig verzweifelt, denn die anderen Ameisen hänseln ihn wegen eines zu kurzen Fühlers und er wünscht sich nichts mehr, als es ihnen zu zeigen und beim jährlichen Beerenrennen zu siegen. Pia und ihr Freund, der Marienkäfer Mario, beschließen ihm zu helfen. 



Pia Pustelinchen ist ein liebenswertes Wesen, zuckersüß und hilfsbereit und in der Geschichte führt sie uns über ihre zauberhafte Blumenwiese und zeigt die schöne Natur. Sie beweist eine Menge Mut und Einfallsreichtumg und erlebt ein Abenteuer, dass einfach nur glücklich macht. Außerdem schert sie sich nicht um Äußerlichkeiten und hilft Freddie, seinem Traum näher zu kommen. 

Die Illustrationen sind einfach zauberhaft schön anzusehen, so farbenfroh, detailgetreu und eine echte Augenweide, die Kinder dazu bringt, das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen. 

Das Beerenrennen wird eine schwierige Aufgabe, erst einmal muss ein Holunderbusch gefunden werden, dafür wagt sich Freddie sogar in die Nähe seines Freßfeindes dem Specht. Dank Pia ist Freddie gut  getarnt und der Specht hilft ihnen weiter. Am Ende gewinnt Freddie zwar nicht das Rennen, dafür aber zwei neue Freunde und das ist viel wichtiger und es macht ihn glücklich.

Farbenfrohe Illustrationen und eine wunderbare Geschichte lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen und zeigen, dass das größte Glück die Freundschaft ist. 


***Herzlichen Dank an Dragonfly Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


Wochenrückblick KW 24/2021

                                                



Was habe ich diese Woche eigentlich gemacht?

Nun haben wir unseren schönen Urlaub an der Nordsee schon wieder hinter uns. Ich träume schon vom nächsten Mal, die Anmeldung ist für September 22 bereits getätigt, im Juni war nichts mehr groß zu bekommen. Hier ist es jetzt so heiß, wie ich es mir an der See nicht vorstellen konnte. Zum Wäschetrocknen natürlich ideal, aber ansonsten wären mir 10 Grad weniger auch lieb. 


Gesehen:  

Expeditionen ins Tierreich - Die Ems / An der Müritz

Gehört/Gesungen:

Kein Chor, ich hatte Urlaub. Aber so langsam trifft sich die Gruppe wieder zum Singen.

Gelesen:

Getan: 
 
Die Wäsche des Urlaubs gewaschen, ein paar Rezis geschrieben und ein paar neue Bücher bekommen, die den Lesestapel jetzt wieder erweitern. Den neuen Fitzek muss ich noch beenden, da hat mich andere Lektüre irgendwie abgehalten. Dabei ist das Buch wirklich gut.
 
Gefreut:  
 
Über einen Igel im Garten, neue Buchpost und meine herrlich erblühten (jetzt aber teilweise wieder verblühten oder verregneten) Rosen.
 


Gegessen:

Garnelen mit mediteranem Gemüse; Salatteller mit Garnelen; Schnitzel mit Käsesauce und Bratkartoffeln; Seelachs mit Salat und Kartoffelwedges; Leber vom Grill mit Pommes (Lieblingsgrieche); Nudeln mit Tomaten-Pesto und Parmesan mit buntem Salatteller; Nudelsalat mit Ei, Thunfisch und Mais; Nudelsalat mit mariniertem Putensteak; Erdbeeren mit Walnußeis;  





 

Gedacht: 

Das Essen hat im Urlaub wunderbar geschmeckt, heißt aber auch, ein Kilo zusätzlich, trotz der vielen Kilometer Bewegung täglich. Egal, ich bereue nichts. *lach

Gefeiert:

Alternativ zur Fußball-EM ein Besuch bei meinem Sohn im Garten.
  
Geärgert:  

Über eine Frau, die mir weismachen wollte, es wäre wissenschaftlich erwiesen, das Masken keinen Schutz vor Infektionen bieten. Ich habe sie reden lassen und trage weiterhin Maske und fühle mich nur damit einigermaßen geschützt. 

Gekauft:

Ganz leckere Erdbeeren, jetzt reifen sie in viel Sonne und werden besonders süß. 

Gefunden:

Im Garten ist mir ein kriechendes Insekt aufgefallen, das ich so noch nie gesehen habe. Kennt ihr "Echte Sackträger", auch Sackfalter genannt? Sie gehören zur Familie der Schmetterlinge und haben nur eine ganz geringe Lebenszeit.

 
Geklickt:

Alles mögliche
 

Ich wünsche euch eine schöne Woche,


Eure Sommerlese

Freitag, 18. Juni 2021

Die Bucht der Lupinen - Johanna Laurin

Ein berührender Roman über die wahre Liebe und gegen das Vergessen

"Die Bucht der Lupinen" ist der Debütroman von Johanna Laurin, er erscheint im Goldmann Verlag.

Der Tod ihrer Großmutter Lou veranlasst Anna und ihre beiden Schwestern Judith und Greta zu einer Reise nach Seaborough, Neufundland. Dort wollen sie Lous Haus ausräumen und die Trauerfeier vorbereiten. Beim Entrümpeln merken sie, wie wenig sie über das Leben ihrer Großmutter wissen. Sie finden ein altes Foto mit Lou und einem ihnen unbekannten Mann, scheinbar Lous großer Liebe. Dieses Foto wurde in den 30er Jahren in Hamburg aufgenommen, dort wuchs Lou auf, als Tochter jüdischer Eltern.

 

In diesem Roman lässt die Autorin zwei Handlungsstränge nebeneinander laufen, sie verteilen sich auf die 1930er Jahre und auf die Zeit nach Lous Tod 2016.

Schnell ist klar, dass Lou in einer schrecklichen Zeit gelebt hat, doch sie hat mit ihren Enkelinnen nie über die Erlebnisse gesprochen. Der Schmerz steckte tief und so blieben diese Dinge unter dem Mantel des Schweigens.

Mit sehr berührenden Szenen und einem eindringlichen und fesselnden Schreibstil erzählt Johanna Laurin eine fiktive, aber vorstellbare Geschichte von einer großen Liebe in der Zeit des Nationalsozialismus, die man emotional betroffen miterlebt. In Lous Leben gab es schlimme Ereignisse, die sie hinter sich lassen musste. Davon erfahren auch ihre Enkelinnent. Auch sie machen in Neufundland neue Entdeckungen, ihre Erlebnisse zeigen drei Frauenbilder, die mit ihrem Leben hadern und ihren Weg finden müssen. 

Besonders eindrucksvoll erlebte ich die Beschreibungen der neufundländischen Küste, man macht in diesem Roman eine Reise in die raue Wildnis, duftet an Lupinen und sieht eine vielfältige Vogelwelt, die hier an der rauen See lebt. 

Ich konnte mir die klar umrissenen Figuren gut vorstellen, mit ihnen fühlen und ihre persönlichen Beziehungen und Lebenspläne nachvollziehen. Die geschichtliche Aufarbeitung zeigt welche Schwierigkeiten Menschen hatten, sich gegen die Verfolgung von Juden aufzulehnen.

Ein wunderbarer, berührender Roman, der mit einer interessanten Story, einem bildgewaltigen Setting und liebenswerten Figuren perfekt unterhält.  

 

***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

 

 

hej organic Augen Creme-Serum

Sanfte Pflege, die man spürt

Bei dem dm-Produkttester hatte ich Glück und wurde ausgelost, ich durfte von hej organic das Sensitive Augen Creme-Serum testen. Es kostet bei DM 10,95 Euro und ist sehr ergiebig. 

Meine Haut ist sensibel und relativ trocken, altersmäßig gehöre ich auch schon zur Gruppe der reifen Haut. Ich nutze regelmäßig Augencreme, weil ich viele Lachfältchen besitze.



So sieht mein Testergebnis nach einigen Wochen aus:

Dieses Serum hat mich angenehm überrascht, denn die Pflegewirkung ist wirklich sehr gut. Die Naturpflege kann oft nicht das leisten, was herkömmliche Produkte können. Aber hier bin ich sehr zufrieden mit der Feuchtigkeit, die meiner Haut gut tut. Das Produkt ist sehr ergiebig und zieht rasch ein, der Pumpspender ist absolut hygienisch und das finde ich bei Augencreme wichtig. Die Haut fühlt sich glatt und gepflegt an und spannt nicht mehr. Genauso wünscht man sich ein Serum.

Vielen Dank für dieses Testmuster!



Freitags-Füller # 243

 

 

Kaum zurück aus dem Urlaub lähmt mich die Hitze und ich vermisse die frische Brise der Nordsee und die erträglichen Temperaturen. Immerhin zeigen mir meine Pflanzen mit herrlichen Blütenpracht, dass sie sich auf mich freuen.


 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

Dies ist ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen von Barbara von  Scrap-Impulse.


1. Vorübergehend ist mir gerade viel zu warm.


2. Bratwurst und Paprika esse ich gerne vom Grill.

 

3.  Ich könnte mal wieder einen Eisbecher essen.

 

4. Abends lese ich, egal wie müde ich bin.

 

5. Mein Rezept für einen Bisquitkuchen mit Obst ist besonders einfach und gelingsicher.

 

6. Auch wenn die Inzidenzen sinken und die Fußball-EM für ausgelassene Stimmung sorgt, ich traue dem Braten noch nicht so ganz und bleibe vorsichtig - trotzdem.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine ruhige Kugel auf dem Sofa mit einem längeren Telefonat mit einer Freundin, morgen habe ich geplant, die Hitze des Tages irgendwie weiter auszuhalten und Sonntag warte ich auf einen erfrischenden Regenschauer. 

 

Habt alle ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße,

Eure Sommerlese