Freitag, 16. Oktober 2026

Das Weihnachtskänguru - Bettina Obrecht

Humorvolle und abenteuerliche Geschichte mit Känguru

Das Weihnachtskänguru von Bettina Obrecht erscheint im Knesebeck Verlag, die Illustrationen stammen von Katja Jäger und die Geschichte eignet sich für Kinder ab acht Jahren. 

Es ist kurz vor Weihnachten und Mara verbringt diese Zeit gerne bei Oma und Opa, doch dieses Jahr ist auch ihr doofer Cousin Theo zum Übernachten eingeladen. Oma hat für ihn sogar einen Begrüßungskuchen gebacken. Und es gibt noch einen heimlichen Gast, der sich als echtes Känguru herausstellt. Weihnachtskänguru Mathilde kommt direkt aus Australien, um zu Weihnachten die Geschenke im eingebauten Transportbeutel zu den Kindern zu bringen. Da braucht man keinen Rentierschlitten mehr. Als Mara und Thea Mathilde kennen lernen, ist sie total sympathisch und sie besitzt einige magische Dinge, die ihren Aufenthalt zu einem großen Abenteuer werden lassen. Denn Mara und Theo nutzen den Mikronisator für einen irrtümlichen Zweck und nicht dazu, um Geschenke so zu schrumpfen, dass sie besser in den Beutel passen. Jetzt hat Mathilde ein Problem und kann die Geschenke nicht mehr rechtzeitig ausliefern. Doch mit Maras und Theos Hilfe können sie Weihnachten vielleicht doch noch retten.


 

Als Mara hört, dass ihr Cousin Theo (der tolle Theo sagen Oma und Opa immer) zu Besuch kommt, ist sie erst mal sauer. Schliesslich wollte sie mit den Großeltern allein Zeit verbringen, das ist vor Weihnachten immer besonders schön. Doch dann kommt alles anders, denn mit dem Überraschungsgast Mathilde haben weder Mara noch Theo gerechnet und sie bringt ordentlich Schwung und Chaos in die Familie. 

Diese Geschichte enthält tierische Abenteuer, die dafür sorgen, dass sich die Kinder Mara und Theo besser kennen lernen, zusammen halten und am Ende richtig gut verstehen. 

Die Schriftgröße ist perfekt für Kinder, die das Buch selber lesen wollen und die siebzehn Kapitel sind von der Länge her genau passend für eine abendliche Leseeinheit vor dem Schlafengehen. Die kunterbunten Illustrationen sind wunderschön anzusehen, sie untermalen auf lebendige Weise, was gerade in der Handlung geschieht. 




 

Wer wünscht sich nicht Großeltern, die ein echtes Weihnachtskänguru zu Besuch haben? Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, der Erzählstil ist toll zu lesen und die Figuren sorgen mit humorvollen Bermerkungen für viele Lacher. Hier geschehen viele spannende Dinge, es kommt noch mehr tierischer Besuch an und wer wissen will, wofür man einen Mikronisator benutzt und was man mit magischem Sternenstaub anfangen kann, der muss dieses Buch unbedingt lesen. 

Ein humorvolles Weihnachtsabenteuer mit tierischen Darstellern und zwei Kindern, die sich anfangs gar nicht so sehr mögen und am Ende echte Freunde werden. 

 

***Herzlichen Dank an den Knesebeck Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


Mittwoch, 14. Oktober 2026

Rauhnachttage - Ina Bhatter

Einfach nur magisch schön zu lesen! 

Rauhnachttage ist der zweite Roman von Ina Bhatter der im Kiepenheuer & Witsch Verlag erscheint.

Nach dem Tod ihres besten Freundes Felix gerät das Leben der jungen Ärztin Luise ins Wanken. Um zur Ruhe zu kommen, verbringt sie die Feiertage zwischen Weihnachten und Silvester in der Wohnung ihrer Freundin Linh, die am Meer liegt. Linh hat für Luise einen Plan mit Aufgaben vorbereitet, der sie mittels bestimmter Rituale durch die zwölf Tage der Rauhnächte führen soll. Doch als Wissenschaftlerin steht Luise diesen uralten Winterritualen eher abweisend gegenüber. Kann sie sich darauf einlassen und werden diese Tage und Nächte etwas bewirken? 


 

"Die Rauhnächte wollen uns daran erinnern, diese Phase des Rückzugs zu nutzen, um innezuhalten, neue Kraft zu schöpfen und uns so auf das neue Jahr vorzubereiten." Zitat S. 74 

Luise hat Linhs Angebot angenommen und macht eine Auszeit über die Feiertage in der Wohnung am Meer. Als sie die Aufgaben bezüglich der Rauhnächte entdeckt, ist sie zunächst sehr skeptisch, denn in ihrer wissenschaftliche Denkweise kann sie mit dem Ausräuchern und dem Verbrennen von Wünschen nicht viel anfangen. Doch sie lässt sich auf dieses Experiment ein und entdeckt einen neuen Blick auf bestimmte Vorgänge, die ihr helfen, loszulassen und über Erlebtes eine andere Perspektive wahrzunehmen.  

Dieses kleine, aber feine Buch ist wie eine Anleitung für die Zeit der Rauhnächte und es ist mir leicht gefallen, mich an Luises Seite auf die Rituale der Rauhnächte einzulassen und zu erleben, wie sie innehält, ihre Ängste und Sorgen reflektiert und sie annimmt, wieder Glück spüren kann und neue Hoffnung schöpft und ihr Lebensmut wieder erwacht. Altes abstreifen und sich dem Neuen hinwenden und dabei sich selbst und anderen Fehler vergeben, das ist für mich die Quintessens aus dieser Geschichte. Es war für mich ein besonderes Lesevergnügen, denn Luises Erfahrungen sind so nachfühlbar, authentisch und nahe geschildert, dass ich das Gefühl hatte, die Vorgänge alle mitzuerleben. Besonders die Naturschilderungen habe ich genossen und fühlte mich dem Meer sehr nahe. 

Der Erzählstil von Ina Bhatter ist einfach nur schön zu lesen, sie schreibt bildhaft und informativ. Dabei verknüpft sie Luises Geschichte mit den Riten der Rauhnächte und zeigt fühlbar auf, wie die einzelnen Tage/Nächte Luises Bewusstsein erweitern und sie wieder Glück und Zuversicht entwickelt, trotz aller Traumata, die sie mit sich trägt. Gleichzeitig werden Themen wie Langlebigkeit und der Umgang mit Kranken diskutiert, die zum Nachdenken anregen. 

Dieses Buch ist für mich ein interessantes Leseerlebnis, weil es mir die Rituale der Rauhnächte näher brachte und sich beim Leben ein befreiendes Gefühl breit machte, das von Hoffnung und Zuversicht erzählt.  

 

***Herzlichen Dank an den Kiwi Verlag für dieses Überraschungsbuch!***  

 

  • Bhatter, Ina - Drei Tage im Schnee 
  • Bhatter, Ina - Rauhnachttage  
  • Montag, 12. Oktober 2026

    Das Museum der Vögel - Dominic Couzens

    Ein Museum für Zuhause 

    "Das Museum der Vögel" von Dominic Couzens mit Illustrationen von Teagan White erscheint im Prestel Verlag.  

    Über 11000 Vogelarten leben auf der Welt, ihre Vielfalt ist erstaunlich, es gibt rund 50 Milliarden Exemplare und sie haben sich den Bedingungen der unterschiedlichsten Klimazonen angepasst und sind für den Erhalt der Ökosysteme systemrelavant. 

    Man unterscheidet flugunfähige von fliegenden Vögeln, es gibt häufige oder vom Aussterben bedrohte Arten und Fleisch- oder Pflanzenfresser. 


     

    Dieses ist eines der schönsten Sachbücher, die ich in meiner großen Sammlung besitze. Wie alle Bände der Museums-Reihe kommt das Buch in großem Format daher und bietet mit einer Einteilung in neun Kapitel (Säle) einen guten Überblick über die gesammte Vogelwelt. 

    Jeder Saal behandelt ein bestimmtes Thema, wie z. B. Seevögel, Greifvögel, Bodenvögel, Tropenvögel usw., welches dann jeweils in Unterarten aufgegliedert wird. Pro Seite gibt es rechts die Illustrationen und links den dazu gehörigen Text mit Informationen zur Vogelgruppe, sowie einer Aufzählung der abgebildeten Vögel, sowie näheren Angaben zu lateinischerm Namen, Größe und speziellen Fakten.


     

    Die großartigen Illustrationen von Teagan White sind das Highlight, einfach wunderschön anzusehen, absolut naturgetreu und sie zeigen die Vögel in lebendigen Situationen beim Fliegen, Fressen, Picken und auch mal im gewohnten Habitat.

     



    Dieses Buch bietet viel Wissen und einen interessanten Einblick in die Fähigkeiten von Vögeln, die zum Staunen verleiten. Durch die einzelnen Säle kann man sich der Vogelwelt vielseitig annähern und auch nur bestimmte Themen ansehen. Insgesamt wird durch die Vielzahl an Vogelarten und Lebensräumen gut sichtbar gemacht, wie wichtig Vögel für funktionierende Ökosysteme sind. 

    Großartige Präsentation durch die interessante Vogelwelt mit Wissen für die ganze Familie. Es ist eine empfehlenswerte Erfahrung und ein Museum für Zuhause.  

    ***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den Prestel Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

    Das Museum des Körpers

    Sonntag, 11. Oktober 2026

    Wolkenberührpunkt - Christoph Kramer

    Eher als Jugendroman geeignet! 

    Christoph Kramers zweiter Roman Wolkenberührpunkt erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.  

    Nachdem Christoph Kramers seine Fussballkarriere bei Borussia Mönchengladbach an den Nagel gehängt hat, schreibt er sein erstes Buch "Das Leben fing im Sommer an". In einer Buchhandlung trifft er auf Roman, der dieses Buch kauft und ihm aus seinem Leben erzählt. Romans Schicksal lässt Kramer nicht los und er erzählt von dessen Enttäuschungen im Leben, von der Suche nach dem eigenen Glück und Themen, die Kramer mit Erfahrungen aus dem eigenen Leben verbindet. 



    "Lieber Fussball, meine große Liebe. Lebe wohl! Mein ganzes Leben warst du immer bei mir. Hast mich weinen und lachen lass. Feiern und fluchen. ... Ich werde nie traurig sein, dass du vorbei bist. Sondern immer glücklich, stolz und dankbar, dass ich dich leben durfte. Danke!" Zitat Seit 277   

    Roman und Christoph begegnen sich und es prallen zwei Welten aufeinander, denn die Leben der Männer verliefen und entwickelten sich völlig unterschiedlich. 

    Da ist der junge Chris, der in einem liebevollen Elternhaus umsorgt aufwächst, dessen sportliches Talent gefördert wird und eine erfolgreiche Fussballkarriere ihm das weitere Leben finanziell absichert. Und da ist Roman, der adoptiert wurde und schon früh die Orientierung an ein geordnetes Leben verloren hat. 

    Es hat mich interessiert, welche Wege Personen mit unterschiedlichen Entwicklungen in ihrem Leben einschlagen und was ihr Aufeinandertreffen auslöst. Außerdem war ich nach dem ersten Roman von Chris Kramer darauf gespannt, inwieweit sich sein Erzählstil entwickelt hat. 

    Sprachlich hat er dazugelernt, er erzählt verständlich und empathisch von Gefühlen und fängt bestimmte Situationen nachfühlbar ein. Dennoch hatte ich öfter mal den Eindruck, dass mir etwas in einfachen Worten erklärt wird, was mir bereits bewusst ist. Das betrifft den Bereich wo es um Privilegien geht und ich denke mal, das könnte eher im Segment der Jugendliteratur so vermittelt werden. 

    Diese Coming-of-Age-Geschichte umfasst die Themen Suche nach der eigenen Identität, Liebe und familiäres Umfeld und vergleicht dabei zwei Leben miteinander, die sehr unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen bieten. Eigentlich hatte ich eine Geschichte erwartet, in der sich Roman und Chris annähern. Die Kernfrage danach, was echtes Glück bedeutet wurde mit dem "Wolkenberührpunkt" gut eingefangen. 

    Chris Kramer setzt die Eindrücke zu Roman in Beziehung zu seinem eigenen Leben und berichtet, was er selbst erlebt hat. Das wird mehrfach als Stilmittel genutzt und war mir insgesamt zu häufig eingesetzt und hat meinen Lesefluss ziemlich unterbrochen. Auf Dauer fand ich manche Passagen auch eher langatmig und es entwickelte leider keinen Lesesog. Allerdings gehöre ich auch zur Altersgruppe, die weit über das Jugendalter hinaus geht.   

    Dieses Buch ist definitiv etwas für die junge Leserschaft, die sich einem Entwicklungsroman eher verbunden fühlen. Coming-of-Age-Geschichte, die gut als Jugendroman funktioniert

    ***Herzlichen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag für dieses Überraschungsbuch!***   

     


    Wochenrückblick KW 41/2026

     







     Was war in dieser Woche los?

     
    Das herbstliche Wetter hat mich dazu veranlasst, meine Sommerkleidung im Schrank jetzt wieder gegen wärmere auszutauschen. Unsere Heizung haben wir bisher nicht eingeschaltet, noch ist es im Haus warm genug und abends reicht eine leichte Decke gegen kühle Körperteile. 
    Die Woche war gefüllt mit Arztterminen, dazu liefen die Vorbereitungen auf das Chor-Konzert und meine Mutter hatte sich irgendetwas eingefangen, was sie total geschwächt hat. Nun ist sie aber wieder etwas stabiler und darüber bin ich heilfroh. 
    Das Konzert hatte eine tolle Stimmung und bescherte mir einen schönen Abschluss der Woche 
     
    Gesehen:   
      
    Wer wird Millionär? (Lief ja die Woche mehrfach, ich habe immer mal eine halbe Stunde reingeschaut)
     

    Gelesen:   

     

  • Die Bienenfrau - Eva Fretheim                                                    3⭐                       
  • Hilda Hasenherz. Das Abenteuer bei den Winterwölfe...  5⭐
  • Wale – Rena Ortega                                                                         4⭐
  • Aprikosenkind - Judith Merchant                                                5⭐
  • Getan:  
     
    Gelesen, gebloggt, Sonntags-Sonderprobe und Generalprobe fürs Konzert, das dann (trotz einiger Wackler) ganz erfolgreich über die Bühne, Wäsche gewaschen, eingekauft, zwei Arztbesuche absolviert, meine Mutter 4 mal besucht (und ich war froh, als ihre kurzfristige Schwäche wieder gebessert hat).  
     
     
    Gefreut:     
     
    Über Buchpost vom Kiwi Verlag, der neue Roman von Ina B. Hatter ist eingezogen. Und vom Bloggerportal erhielt ich den angefragten Krimi von Sophie Bonnet und bin schon gespannt wie die Reihe weiter geht. Ganz herzlichen Dank an beide Verlage!
     


     
    Gegessen: 

    Gefülltes Thunfischsteak mit Pommes und grünen Bohnen; gebackene Ente mit Currysauce, dazu Reis und Frühlingsrolle; Blumenkohl mit Salzkartoffeln, Bratwurst (Rest aus der Kühltruhe) mit Ei; Möhren-Kartoffel-Suppe 3x; Gemüse-Putenhack-Pfanne mit Dinkel-Nudeln;   
      





     

    Gedacht:        

    Die SPD gräbt sich mit ihren Mitgliedern ihr eigenes Grab. Zuerst die 
    verwandschaftliche Verbindung der Flucht-Wagenfahrerin (NGO-Mitarbeiterin) bei den Stade Mordfällen, dann der Verdacht gegen den ehemaligen Regionspräsidenten Steffen Kracht und SPD‑Chef Adis Ahmetovic wegen der Klinikaffäre Lehrte. Was sind das alles für Leute?
    Und das erschütterndste kommt noch, Ex-Kanzler G. Schröder besucht einen alten Freund, der für tausende Morde verantwortlich ist. Das hat mich echt erschüttert. Passenderweise wurde er von Strack-Zimmermann  als "Deutschlands frechster Rentner" bezeichnet und ich glaube kaum, dass seine "Freundschaft" irgendetwas im Krieg gegen die Ukraine bewirken kann.  

    Gefeiert: 

    Chor-Konzert: Dream on

    Geärgert: 

    Dass die Entwertungsautomaten der Üstra/Bahn die noch gültigen Fahrscheine nicht erfassen, weil die Karten zu groß sind. Was ist denn das schon wieder für ein Irrsinn? 

    Gekauft:  

    Lebensmittel, besonders viel Gemüse und Obst
      

    Geklickt: 

    Wettervorhersagen 
     

    Liebe Grüße und eine schöne Woche,

    Eure Sommerlese 

    Donnerstag, 8. Oktober 2026

    Die Bienenfrau - Eva Fretheim

    Atmosphärischer Krimi, der mich leider nicht ganz überzeugt hat!

    Die Bienenfrau (Vigdis Malmstrøm ermittelt) heißt der Kriminalroman von Eva Fretheim, der bei Rowohlt Polaris erscheint.  

    Polizeioberkommissarin Vigdis Malmstrøm wurde von ihrem Leitungsposten degradiert und nach Nordbygda versetzt. Als sie vom vermeintlichen Unfalltod der Kindergärtnerin May-Britt Lange erfährt, sagt ihr das Bauchgefühl, dass hier kein Unfall vorliegt, außerdem sprechen die Spuren am Unfallort ebenfalls dagegen. May-Britt wurde nur 42 Jahre alt und raste mit ihrem Wagen in einer Kurve gegen einen Berghang. Sollte ihr jemand nach dem Leben getrachtet haben?  


     

    Vigdis ist eine engagierte Kommissarin, die mit ihren Ermittlungen tief in den Fall eintaucht und nicht aufgibt, so verzwickt der Fall aus sein mag. Sie untersucht das Umfeld der Toten und stösst auf einen älteren Fall, als vor zwei Jahren die 19-jährige Iris Bjerkan spurlos versschwand. Wie hängt dieses Verschwinden mit dem Tod von May-Britt zusammen? Um die Figuren besser verstehen zu können, versucht Vigdis das Beziehungsgeflecht aller Beteiligter einzusehen. Doch ihr begegnen viele Ungereimtheiten und auch einige Lügen. 

    Der Erzählstil zeigt auf wunderbare atmosphärische Weise die Natur Norwegens, der Krimi liest sich flüssig und durch die situationsbeschreibenden Vorgänge auch sehr lebhaft. Ich wurde beim Lesen in eine unheimliche Stimmung hinein gezogen, die für eine gewisse Grundspannung gesorgt hat. Neben der Ermittlungsvorgängen und einigen privaten Einblicken in Vigdis Leben schildert auch eine Einzelgängerin namens Unn ihre Eindrücke. Sie ist Imkerin und lässt uns an den Vorgängen in der Bienenbeute und am Leben und Arbeiten der Bienen teilhaben. Diese Informationen haben mich interessiert und erklären die Position von Bienenköniginnen, die von den Arbeiterinnen umsorgt werden. Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Person im Krimi die Königin sein soll, um den inhaltlichen Bezug zu verstehen. Doch leider hat sich mir die Erkenntnis nicht erschlossen und insgesamt hat mich der Krimi auch nicht so gepackt wie erhofft, zumal die Spannung eher auf einem niedrigen Level blieb.  

    Die Aufklärung bringt dann ans Licht, was wirklich vorgefallen ist. Ich mag es eher, wenn ich miträtseln kann und hier fehlten mir einfach einige Verbindungen.   

    Insgesamt ist es ein eher ruhiger, gut erzählter Krimi, der als Reihenauftakt durchaus auf die weiteren Bände neugierig macht. 

    ***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

                                                        


     

    Mittwoch, 7. Oktober 2026

    Hilda Hasenherz. Das Abenteuer bei den Winterwölfen - Tobias Goldfarb

    Hildas abenteuerliche Suche im hohen Norden

    Im Schneiderbuch Verlag erscheint das Kinderbuch Hilda Hasenherz. Das Abenteuer bei den Winterwölfen von Tobias Goldfarb mit Illustrationen von Verena Körting. Es ist der vierte Band der Reihe um Hilda Hasenherz. 

    Hilda sucht weiter mit ihren Freunden nach ihren Eltern und Geschwistern. Endlich hat sie eine Spur, die in den hohen Norden führt, zur Burg Schneefeste. Auf dem Weg durch die verschneite Tundra treffen sie auf Wölfe, die sie nicht kennen, sie hoffen, dass sie ihnen helfen werden. 


     

    Hilda, Robinius und Eicho starten ihre abenteuerliche Reise mit einem Heißluftballon und obwohl Igromir Igel lieber Winterschlaf halten würde, begleitet er seine Freunde in den kalten Norden.  

    Tobias Goldfarb erzählt mit Humor und hat wieder einige spannende Abenteuer in die Geschichte eingebaut und lässt seine liebenswerten Figuren dieses Mal sogar Wölfe treffen. Zu den bekannten 'Tierfiguren gesellen sich weitere Charaktere, die Hilda und ihre Freunde unterstützen und sich mutig und hilfsbereit jeder Gefahr stellen.  Obwohl es auch böse Wölfe gibt, ist der Kontakt mit den Wölfen kein brutales Aufeinandertreffen, denn auch unter ihnen gibt es Tiere, die sich für andere einsetzen. 




     

    Die Handlung spielt im Winter und verteilt sich auf 23 Kapitel, die sich perfekt zum Vorlesen als abendliche Lektüre eignet. Die schönen Illustrationen bilden die verschiedenen Tiere und die Landschaft anschaulich ab und sorgen dafür, dann man noch intensiver in die Geschichte eintauchen kann. Ich kann verraten, dass es wie gewohnt bei Hilda ein gutes Ende gibt und wir wohl einen weiteren Band erwarten dürfen. 

    Auch in diesem Buch ist die Verbundenheit zwischen Hilda und ihre Freunden spürbar und es wird deutlich, was Freundschaft bewirken kann.   
    In diesem humorvollen und liebenswerten Vorlesebuch erleben verschiedene Tierarten spannende Abenteuer.

    ***Herzlichen Dank an den Schneiderbuch Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***