Dienstag, 26. Oktober 2021

Die gestohlene Weihnachtsgans - Johanna Lindemann

Ein zauberhaftes Bilderbuch über die Freude an Weihnachten und ein Plädoyer für Toleranz, Vielfalt und Gemeinschaft.

 
Das Bilderbuch "Die gestohlene Weihnachtsgans" mit dem Text von Johanna Lindemann und Bildern von Andrea Stegmaier erscheint im Annette Betz Verlag.
 
Emma freut sich schon sehr auf das Weihnachtsfest, doch dann gibt es einige Schwierigkeiten, die den üblichen Ablauf des Festes zu bedrohen scheinen. Die Weihnachtsgans verschwindet und es gibt keinen Ersatz, die Nachbarn können sich die Sache auch nicht erklären. Was kommt denn jetzt auf den Tisch? Ein festliches Essen wäre doch so schön gewesen. Da klingelt es an der Tür, wer das wohl sein mag?

 
Das Weihnachtsfest soll in Emmas Familie immer perfekt sein. Doch was für ein Ärger, erst passt die Gans nicht in den Bräter und dann wird sie auch noch gestohlen. Gerade jetzt hat kein Geschäft mehr geöffnet. Und kein Nachbar hat etwas gesehen.
Wir erleben Emmas große Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Wie wohl der Baum aussieht und was sie geschenkt bekommen mag? Sie ist ganz gespannt. Doch dann ist die Gans weg und Emmas Eltern in großer Panik. Dabei kommt es doch gar nicht so sehr auf den Braten an.
 
In diesem Weihnachtsbuch lassen uns die schönen und aussagekräftigen Illustrationen in die Wohnungen verschiedener Familien schauen. Wie feiern sie wohl Weihnachten? Das Männerpaar ist mit Weihnachtsbäckerei beschäftigt, die indische Familie möchte gleich essen  und Oma Engele im Erdgeschoß traut sich kaum die Tür ganz zu öffnen. Doch Emmas Eltern wollen unbedingt einen Gänsebraten zum Fest haben. Leider lässt sie um diese Zeit kein Geschäft mehr hinein, auch sie wollen endlich Weihnachten mit ihren Familien feiern. Das ist ja fast wie bei Maria und Josef!


Weihnachten ist das Fest der Liebe und nicht das Fest der perfekten Weihnachtsgans. Und wahre Weihnachtsfreude ist, wenn aus einem unperfekten Weihnachten noch ein richtig tolles Fest wird! Das wird hier sehr eindeutig gezeigt. Emma freut sich auch über Spaghetti und die größte Freude ist sowieso eine Feier mit vielen fröhlichen Menschen. 
 
Ein kunterbuntes Plädoyer für Vielfalt und Toleranz und ein wunderbares Weihnachtsbuch, das am Ende ein wunderschönes Weihnachtsfest zeigt.  


***Vielen lieben Dank an Johanna Lindemann für dieses tolle Rezensionsexemplar!*** 


Montag, 25. Oktober 2021

Ein Cottage in Cornwall - Elisabeth Kabatek

Eine schöne Herbstlektüre  

 

Der Roman "Ein Cottage in Cornwall" von Elisabeth Kabatek erscheint im Droemer Verlag.

Die 50-jährige Schwäbin Margarete zieht für ihre große Liebe Chris nach Cornwall. Obwohl das ihr großer Traum ist, muss sie sich erst eingewöhnen und ihre Mutter und die Noch-Frau von Chris mischen sich auch noch in Maggies Leben ein. Außerdem ist das Landleben auf dem Hof ja doch etwas anderes als ihr bisheriges Leben in einer Großstadt. Wird sie hier glücklich werden?  



Bei diesem witzig geschriebenen Roman konnte ich gut eintauchen in das neue Leben von Maggie. Ich habe mit ihr gelitten und gelacht, ihre Sorgen verstanden und mit ihr gehofft, dass sich alles zum Guten wendet.

Elisabeth Kabatek hat einen bildhaften und eingängigen Schreibstil, sie hat ihre Figuren vielfältig gezeichnet, mit Ecken und Kanten, nicht alle kommen sympathisch daher. Dadurch wirken sie sehr lebensnah und bringen auf unterhaltsame Art Glück und Leid, Ärger und Gefühle mit sich. Am liebsten habe ich Maggie und Chris begleitet, sie haben einige Hürden zu meistern, doch gemeinsam sind sie dazu in der Lage. Wenn da nicht die zickige Ex-Frau wäre. 

Das Buch wird wechselweise aus der Sicht von Margarete und der Expunkerin Lori erzählt und so erlebt man gleich zwei Frauenschicksale in einem Buch. Das klappt hier sehr gut, denn beide haben viel miteinander zu tun und wenn man Loris Vergangenheit erfährt, erkennt man, was sie alles schon erlebt hat. Wer die englische Tea-Time kennt, wird besonders die Szenen in Loris Küche bei Tee und Scones mit Wohlgefühl miterleben. Ich habe mich für Lori gefreut, dass sich nun Liam kennengelernt hat. Denn bisher konnte nie ein Mann in ihrem Leben Platz finden. 

Das gezeigte Setting in Cornwall sorgt für eine schöne Atmosphäre und man sehnt sich beim Lesen dorthin. Überhaupt haben die Einbindung von schwäbischer Mundart, die gezeigten Mentalitätsunterschiede zwischen Engländern und Deutschen und das Landleben auf dem Bio-Hof mit viel Humor für gute Unterhaltung gesorgt. Solche Romane sind genau richtig für dunkle Herbsttage, wo man sich mit einer Tasse Tee aufs Sofa zurückzieht. Übrigens gibt es ein landestypisches Rezept zu Gemüsepasteten (Cornish Pasty) es im Anhang und die Autorin erklärt im Nachwort weshalb diese Pasteten so gut in die Gegend passen.

Mir machte die Geschichte eines bewusst: Wenn sich im Leben auch so manche Hoffnung zerschlägt, sollte man doch nie aufhören an sein Glück zu glauben und fest darum zu kämpfen.

Auch wenn ich mich wiederhole, dieser Roman passt perfekt in die Herbstzeit. Mit Cornish Pasty und einer Tasse Tee ist hier unterhaltsame Lesezeit garantiert.  

 

***Herzlichen Dank an den Droemer Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


Sonntag, 24. Oktober 2021

El Mismo Sol - Unter derselben Sonne - Alvaro Soler

Ein sympathischer Musiker, der trotz Erfolg bodenständig geblieben ist


El Mismo Sol - Unter derselben Sonne von Alvaro Soler und Christine Dohler erscheint im Penguin Verlag.

Ob Magia, La Cintura oder El mismo sol: Diese stimmungsvollen Hits kennen wir alle aus dem Radio. Sie bringen mit der wohltönenden Stimme von Alvaro Soler echte Sommerlaune und machten ihn weltweit bekannt. Alvaro wurde in Barcelona geboren, wuchs in Japan auf, beendete seine Schulzeit in Spanien und lebt in Madrid und Berlin. Seine Einblicke in verschiedene Kulturen lässt ihn den Begriff Heimat neu erfinden. Er ist ein Weltbürger und spricht sieben Sprachen und fühlt sich überall zu Hause. Mit Musik verbindet er Menschen und Kulturen und wurde durch seiner Teilnahme an »Sing meinen Song« deutschlandweit bekannt. 

 



"Es ist nicht gleich das Ende, wenn mal etwas schiefläuft. Es kann sogar der Anfang von etwas ganz Großartigem sein." Zitat Seite 27

Alvaro Soler hat schon in frühester Kindheit viele Kulturkreise erlebt. Doch was ist für sein Leben bisher prägend und wichtig gewesen? Er erzählt seine prägenden Erlebnisse und lässt uns mit persönlichen Fotos an seinem Leben teilhaben. Von der Fahrt im Tourbus bis zum Unwohlsein eines Künstlers, das manchmal wunderbare künstlerische Blüten erschafft.

Biografien von jungen Menschen stehe ich im allgemeinen immer sehr kritisch gegenüber. Alvaro Soler ist zwar jung, aber er hat schon eine Menge in seinem Leben gesehen und das aus verschiedenen Kulturkreisen. Seine sympathische und natürliche Art spricht an, er ist ein Sonnyboy, der mit seinen flotten Songs zum Mitsingen animiert und einfach gute Laune verbreitet. Dabei ist er eher ein nachdenklicher Mensch und lebt nachhaltig, engagiert sich für den Schutz unserer Umwelt und unterstützt Kinder in Not. 

In diesem Buch erzählt Alvaro wie er seine Kindheit in Spanien und Japan erlebte, was ihn prägte und ihm an seiner Familie wichtig sind und wie er das Musikbusiness erlebt. Seinen musikalischen Durchbruch erlebte er durch den Auftritt mit Jennifer Lopez, das war sein Eintritt in die weltweite Musikszene. Sehr offen erzählt er, was diese Bekannheit und das Leben in der Öffentlichkeit mit ihm gemacht haben. Denn für ihn zählt nicht der Erfolg, für ihn zählt die Musik und die positive Wirkung, wie Musik Menschen verbindet. Aber auch, wie er gutes Essen liebt und das für ihn allgemeine Lebensfreude und Gemeinschaft verkörpert. Auch die Zubereitung seiner Spezialität einer Gazpacho Salmorejo-Variante bekommt man im Buch erklärt.

Er lässt uns hinter die Kulissen der Showbühnen blicken, berichtet von seinen Banderfahrungen und Leben im Tourbus und lässt Alltagsszenen sichtbar werden. Hier erlebt man lustige, ernste, traurige und tiefsinnige Erlebnisse, Ansichten und Gedanken und durch diese authentischen Erfahrungen fühlt man sich Alvaro sehr nah. Er ist ein liebenswürdiger Mensch, den man einfach nur mögen kann. Ein Musiker, guter Kumpel und Freund des Zelebrierens von Kochen und Essen in Gemeinschaft.

Doch nicht nur Musik gehört zu Alvaros Leben, es ist sein Sinn für Nachhaltigkeit und es hat mir auch  imponiert, wie er sich in Kenia für Kinder in Not engagiert und seinen Bekanntheitsgrad dafür einsetzt. 

Sprachlich gesehen wird alles im lockeren und einfachen Erzählstil nahegebracht, doch dadurch wirkt das Buch auch nicht übertrieben oder aufgesetzt, sondern sehr natürlich und authentisch. Es scheint so, als ob Alvaro persönlich neben mir sitzt und erzählt. Das finde ich sehr nahbar und muss dafür ich auch seine Co-Autorin Christine Dohler sehr loben, die diese Biografie maßgeblich mitgestaltet hat.

Alle Fans des Musikers werden sich an den vielen persönlichen Fotos Alvaros erfreuen, er ist wirklich ein Sonnenschein und hübscher Anblick, der auch Nichtfans positiv beeindruckt. 


Diese Biografie ist keine literarische Empfehlung, dafür aber eine überzeugte positive Meinung zu einem sympahtischen Mann, der trotz seiner musikalischen Erfolge auf dem Boden geblieben ist und mit seinen Ansichten für seine Generation ein Vorbild ist.


***Herzlichen Dank an den Penguin Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***


Wochenrückblick KW 42/2021

 



Was habe ich diese Woche eigentlich gemacht?

In der letzten Woche jährte sich mein Hochzeitstag, was wir immer zum Anlaß nehmen, Essen zu gehen und das Wetter erlaubte auch einen schönen Spaziergang um einen See. Ich staune jedes Jahr wieder, wie die Jahre bisher vergangen sind. Natürlich gab es einen hübschen Rosenstrauß, die Farbe der Rosen kommt aber auf dem Bild nicht realistisch rüber. Sie haben noch einen viel stärkeren grünen Blütenrand und ich finde, der violette Strandflieder passt farblich sehr schön dazu.


Gesehen:  

The Masked Singer: Den Fußballer hätte ich nicht erwartet, eher Matthias Schweighöfer.


Gelesen:  5⭐
 
     

    Getan: 
     
    Meine Mutter besucht und mit Lebensmitteln versorgt, täglich Spaziergänge unternommen und meine warme Jacke wieder hervorgeholt.

    Gefreut:  
      
    Überraschungsbuchpost ist doch die schönste Post! 
    Beim Anfragen auf Harper Collins habe ich den Titel Goldmädchen vom Dragonfly Verlag gar nicht angeklickt, aber der Computer zuckte auf einmal und zack war dieses Buch eingewählt. Das war ein glücklicher Zufall, ein Jugendbuch hätte ich mir nämlich nicht selbst ausgesucht.

     
    Aus dem Knesebeck Verlag liebe ich diese wunderbare Foto-Bildbandreihe! Ich habe mich total gefreut, dass ich mal wieder einen Titel lesen durfte. 
     
     
    Gegessen:
     

    Miesmuscheln à la "Barbara"; Hühnerfleisch mit Asia-Gemüse und Reis (scharf); Obstsalat; Spaghetti Carbonara; Seelachs mit Kartoffelsalat; einmal Spaghetti und einmal Maccaroni mit Bolognese; Schlesische Weißbratwurst mit Sauerkraut und Salzkartoffeln;






    Gedacht: 

    Was für ein Glück, dass die Forschung inzwischen unheimlich weit ist und die Medizin heute auf viele Krankheiten eine Antwort hat.

    Obstsalat muss ich wieder öfter machen, vor allem mit gehackten Cashewnüssen und Cranberries war das crunchy und lecker!

    Gefeiert:

    Unseren Hochzeitstag, die Blumen seht ihr oben. Einen kleinen See umrundet, ehe der nächste Regenguß den Himmel verdunkelte. Kaum waren wir im Auto, prasselte ein kräftiges Schauer los. 
     
    Geärgert: 

    Die steigenden Zahlen an InfiziertenWirtschaft bricht ein durch die fehlenden Halbleiter und andere Bauteile, die Inflation steigt um 4 %, die Energiepreise gehen durch die Decke und die Regierung scheint den Ernst der Lage gar nicht zu registrieren. Sie sondieren die Lage und glauben, das Geld wird schon von irgendwo kommen.

    Gekauft:

    Einen Schuhanzieher und einen Adventskalender von Ikea.


    Geklickt:

    Alles rund um die Buchmesse.

    Ich wünsche euch eine schöne Woche,

    Eure Sommerlese

    Freitag, 22. Oktober 2021

    Freitags-Füller # 261

     


    Die leuchtend roten Hagebutten haben mich sofort angelacht, sie wuchsen in einem privaten Garten mit Sonnenblumen und anderen schönen Pflanzen. Mir fiel sofort Hagebuttenmarmelade bei ihrem Anblick ein. Wir haben den letzten schönen Tag der Woche am Mittwoch noch zu einem Ausflug ans Steinhuder Meer genutzt. Es wurde noch einmal richtig warm und sonnig. Und gestern ist der angekündigte Sturm mit Brausen und Heulen über uns hinweggezogen, reichlich Regen gab es auch noch. 
     

     

    Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

    Dies ist ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen von Barbara von  Scrap-Impulse.


    1. Muss man eigentlich jeden Trend mitmachen und immer alles neu kaufen? Warum nicht mal die alten Sachen auftragen? 

     

    2. Zweimal die Woche ging es zum Sport und dauerhaft in Bewegung war ich als ich jung war.

     

    3. Den Geschmack von manchen Kuchen meiner Großmütter werde ich immer in Erinnerung haben und vermissen.  


    4. Als ich in den Nachrichten gehört habe, wie Minister Spahn die epidemische Lage aufheben will, habe ich gedacht: was soll das? Das kann nur eines heißen: Die wirtschaftliche Kraft des Landes muss ohne Lockdowns klarkommen, egal, wie hoch die Zahlen der Corona-Kranken sind. 


    5. Meine Mutter sagte mir gestern am Telefon, dass der Klempner neue Ventile an zwei Heizkörper angebracht hat. Allerdings klappte das Entlüften erst bei einem dritten Besuch. Die Anfahrtskosten werden dementsprechen hoch sein, aber die Hauptsache ist, sie hat es wieder schön warm. 

     

    6. Jeden Abend lese ich noch im Bett, ohne kann ich gar nicht einschlafen.

     

    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein lustiges Buch von Günter Habicht, Nachfolger von Renate Bergmann, morgen habe ich geplant, meine Mutter zu besuchen, für sie einzukaufen und einige Dinge zu erledigen und Sonntag unternehme ich mit meinem Mann eine Fahrt ins Grüne. Hoffentlich ist der Sturm dann erst mal wieder vorbei.   

     

    Euch allen ein wunderschönes Wochenende!

    Viele liebe Grüße,

    Eure Sommerlese

     

    Donnerstag, 21. Oktober 2021

    Goldmädchen - Jennifer Iacopelli

    Spannender Traum von Olympia

    Spannendes Buch über das Kunstturnen, bei dem die Sportwettkämpfe im Vordergrund stehen.  

    Im Dragonfly Verlag erscheint der Jugendroman "Goldmädchen" von Jennifer Iacopelli

    Als Leistungsturnerin fiebert Audrey seit Kindesbeinen an auf die Chance einer Teilnahme bei den olympischen Spielen hin. Mit ihrer Freundin Emma gehört sie zur amerikanischen Nationalmannschaft und dann sorgt ein Skandal für ein Desaster. Ihr Trainer wird wegen Missbrauchsverdacht an einer anderen Athletin verhaftet. Das Team steht vor einer wichtigen Entscheidung, wer darf mit zur Olympiade und was wissen die Mädchen näheres zu dem Vorwurf?  



    Jennifer Iacopelli war selbst Sport-Berichterstatterin zum Thema Kunstturnen und bringt ihre Kenntnisse durchaus interessant in die Handlung ein. 

    Audrey Lee trainiert seit ihrer Kindheit mit ihrer Freundin Emma. Der Handstützüberschlag, zweieinhalbfache Schrauben und Rückwärtssalto gehören zum vielfach geübten Repertoire, aber eine Verletzungspause nach einer Operation am Rücken erfordert Audreys ganze Kraft und Ausdauer, um dann mit 17 zurück ins Elite-Team zu gelangen. Nun steht die Qualifikation für die Olympischen Spiele an, sie muss es schaffen, denn es ist ihre letzte Chance, eine weitere Turnsaison wird es für sie nicht geben. Zu stark sind die Rückenschmerzen. Aber sie möchte ihre Turnerzeit mit einer Medaille beenden. Als dann aber ihr Trainer wegen Missbrauchsverdachts ausfällt, gerät ihr Traum ins Wanken. 

    In diesem Roman werfen wir aus Audreys Sicht einen Blick in ihr Leben als Kunstturnerin. Es geht dabei um Freundschaft, Teamgeist, großen Konkurrenzdruck und ein Leben für den Leistungssport, was Jennifer Iacopelli sehr kenntnisreich und detailliert beschreibt. Unzählige intensive Übungsstunden des Trainings werden absolviert, häufig von Schmerzen begleitet und unter dem Druck eines Diätplans, um dem großen Traum einer Medaille näher zu kommen. Ich konnte von Beginn an mit der sympathischen und kameradschaftlichen Audrey mitfühlen, mitfiebern und ihre Sorgen und Nöte miterleben. Denn als ihr Trainer ausfällt, zerfällt die Turngruppe in zwei Lager und auch ihre langjährige Freundin Emma wechselt zur Gegenseite. Trotzdem lässt sich Audrey nicht unterkriegen und startet mit reichlich Kampfgeist und Durchhaltevermögen noch einmal richtig durch.

    Jennifer Iacopelli überzeugt mit ihrem flüssigen Schreibstil und dem eingebundenen Wissen über den Turnsport. Auch für Laien wird verständlich beschrieben, wie die täglichen Übungseinheiten des Trainings ablaufen und welche Punkte bei diesem Sport entscheidend sind. Das ist schon recht ausführlich und intensiv, aber so läuft nun mal ein Leben von jungen Turnerinnen im Turnsport ab. Iacopellis tiefen Einblicke in diesen Sport und in die Wettkämpfe in Tokio haben mich an das Buch gefesselt und sie machen sehr deutlich, wie hart der Trainingsdruck ist und wie groß der Traum von einer Teilnahme an der Olympiade. Das Buch spricht sicherlich Turninteressierte und ganz besonders Turnerinnen an, weil sie dieses Wettkampfleben aus eigener Erfahrung her kennen. Der Missbrauchsvorwurf wird sehr einfühlsam im Buch behandelt, das Thema ist in Sportgruppen immer häufiger ein Problem.

    Bei den spannenden Wettkampfszenen konnte ich regelrecht mitfiebern und fühlte mich als heimliche Zuschauerin persönlich bei Olympia dabei. Und ich habe Audrey und Emma für ihr couragiertes Handeln bewundert und konnte auch die anderen Figuren gut kennenlernen. Ganz nebenbei entspinnt sich noch eine Liebesgeschichte, die aber den Wettkampfszenen nicht den Rang abläuft.

    Dieses interessante Jugendbuch spricht alle Altersklassen an, die sich für das Leben von Kunstturnerinnen interessieren. Etwas Interesse für Profisport im Allgemeinen sollte man als Leser/in aber schon mitbringen.

     ***Herzlichen Dank an den Dragonfly Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***



    Mittwoch, 20. Oktober 2021

    Wildlife Fotografien des Jahres Portfolio 31 - Ulrike Kretschmer

    Faszinierend, künstlerisch und aufrüttelnd: Naturfotografie at its best!

    Im Knesebeck Verlag erscheint jedes Jahr eine neue Ausgabe des Bildbandes "Wildlife Fotografien des Jahres". In diesem Jahr gibt es das PORTFOLIO 31 des Natural History Museum von Ulrike Kretschmer.

    In diesem Bildband versammeln sich die 100 besten Bilder der Sieger des Foto-Wettbewerbs »Wildlife Photographer of the Year«. Die Begleittexte informieren über den jeweiligen Fotografen und seine Kameradaten, sowie über das abgebildete Motiv und die Entstehung der Aufnahme. 

     

    Wer die Buchreihe kennt, weiß, es sind einzigartige Bände für alle Naturliebhaber. Es gibt viele spezielle und unerwartete Natureindrücke zu entdecken, manche Aufnahmen sind in exzellenten Macro-Nahaufnahmen entstanden, einige zeigen Tiere in bestimmten Situationen und andere sind Momentaufnahmen, die Missstände aufzeigen und damit ihre besondere Aussage für den Umwelt- und Naturschutz erzeugen. Dabei gibt es Tierfotos, die man so noch nie gesehen hat und die seltene Tierbeobachtungen zeigen.

    Dieser hochwertig gearbeitete und prächtige Bildband legt uns mit einzigartigen, aussagekräftigen und beeindruckenden Naturfotografien die Schönheit und Fragilität der Natur unserer Erde ans Herz. Die einzigartigen Tier- und Landschaftsaufnahmen zeigen die Welt aus einer besonderen Perspektive und hinterlassen bleibende Eindrücke beim Betrachter. Kann sich die Natur weiterhin ihre Schönheit bewahren oder zerstört der Mensch weiter und verdrängt die Tiere immer mehr aus ihren natürlichen Lebensräumen? 





    Durch die Texte kann man sich gut auf die Hintergründe der Fotos einstellen und mehr über die Tiere, Menschen oder Lebensräume erfahren. Die lehrreichen Informationen erklären, warum Tiere oder Landschaften bedroht sind, wie der Mensch die Natur ausbeutet und unter welchen Umständen die sensationellen Momentaufnahmen entstanden sind. 

    Mit diesem Buch kann man vielen Menschen eine Freude bereiten, ob Hobbyfotograf, Naturliebhaber oder Tierfreund, sie alle finden hier ihr viele Motive, die interessant und spektakulär zugleich sind. Solche Bilder zeigen uns, wie wichtig es ist, unsere Natur zu schützen.    


    ***Herzlichen Dank an den Knesebeck Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

     


    Portfolio 29