Mittwoch, 20. Juni 2018

Provenzalische Schuld - Sophie Bonnet

Ein toller Krimi mit reichlich Provencestimmung  


Sophie Bonnet hat mit "Provenzalische Schuld" einen weiteren Band ihrer Provence-Krimireihe hinzugefügt. Die Reihe erscheint im Blanvalet Verlag.


Es ist November in Südfrankreich, die Zeit der Olivenernte. Pierre Durand plant einen gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Charlotte. Doch bevor es dazu kommt, wird seine Hilfe in eine Vermisstensache erforderlich. Sein Bekannter, der Bürgermeister Arnaud Rozier, vermisst seine Ehefrau Nanette und wird als Verdächter angesehen. Liegt hier nur ein Ehekrach vor oder steckt mehr hinter dem Verschwinden?


In diesem Vermisstenfall geht man mit Pierre Durand auf eine spannende Reise quer durch die Provence, bis in die einsamen Gegenden der Hochprovence.
Denn Pierre sucht nicht nur die Ehefrau des Bürgermeisters, nebenbei hat er auch noch zwei Morde an Frauen in entlegenen Bergregionen aufzuklären. Sollte auch Nanette dieses Schicksal teilen? 
Pierre Durand stochert in einem Heuhaufen, der immer neue Hinweise hervorbringt, aber nicht die entscheidenden Spuren. Manche Ermittlungen führen ihn in die Irre, andere erweisen sich als hilfreich. Man folgt dem Chef de police gern, denn mit ihm erlebt man das stimmungsvolle Leben und die wunderbare Esskultur der Provence. Denn er arbeitet nicht nur gern, er lebt auch ganz nach französischer Lebensart mit guten Weinen und leckeren Mahlzeiten. 

Die Ermittlungen ziehen sich ziemlich in die Länge, doch am Ende wird es noch einmal richtig spannend. Pierre gerät ebenfalls in große Gefahr, soviel kann ich verraten. Wobei die Auflösung mir etwas zu konstruiert erscheint.

Diese Reihe lebt von ihren Protagonisten und ihrer persönlichen Entwicklung. Zwischen Pierre und seiner Charlotte gibt es Differenzen, immerhin kommt es nicht zum geplanten Urlaub. Pierre selbst hat in diesem Band mit seiner eigenen Vergangenheit und einer alten Beziehung zu kämpfen. Auch hinter der bisher scheinbar glücklichen Ehe-Fassade des Bürgermeisters Arnaud Rozier und seiner Frau gibt es Probleme, von denen man bisher nichts wusste. 
Sophie Bonnet versteht es stimmungsvoll und unterhaltsam, die landschaftlichen Schönheiten der Provence in ihre Geschichte einzubauen. Doch dieses Mal geht sie noch tiefer, sie zeigt finanzielle Sorgen der Bauern auf und die Problematik der sich ausbreitenden Wolfsrudel in dieser Region und damit die Verluste und die Gefahr für Schaf- und Ziegenzüchter der Gegend. Sie gibt lediglich Informationen, über die persönliche Meinung zu dieser Thematik kann man sich selbst Gedanken machen.

Es geht natürlich wieder hinein in die
provenzalische Küche, schliesslich wird hier gut und üppig gegessen und Charlotte ist ebenfalls Köchin aus Leidenschaft. Für Hobbyköche gibt es im Anhang drei Rezepte zu typischen Gerichten dieser Gegend. 
 
Gern bin ich mit dem Chef de police auf der Tätersuche durch die Provence gewandert. Auch im Herbst bietet die Region ungeahnte Ausblicke und gibt den Blick frei auf üppige Lavendelfelder, auf pastelfarbene Häuser im speziellen Licht der Provence. Ein Roman für Urlaubsstunden oder für eine Reise in diese Gegend. 


***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***


                          




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Neuzugänge # 80


Portugal, Kroatien, Deutschland oder auch England? 

Nein, die Rede ist nicht von der Fußball-WM, sondern in den Ländern spielen die Bücher, die ich neu bekommen habe.

Nachdem ich aus der Sommerfrische von der Nordsee wiedergekehrt bin, reißen die Buchzugänge nicht ab! 
Hier sind die letzten Regalzuwächse. Zwei davon habe ich schon gelesen (meine Challenge-Teilnahme beim Blanvalet Verlag ist wie eine Sucht), ich möchte sie euch trotzdem noch kurz vorstellen. 

Erst einmal kommen die Romane an die Reihe! 


Den 3. Band aus der wunderbaren Reihe Valerie Lane von Manuela Inusa um ihre Figur Ruby musste ich gleich verschlingen, schliesslich wollte ich sehen, wie es mit den Freundinnen weitergeht. Die Rezi gibt es HIER
Bei Was liest Du? habe ich meine Prämienpunkte gegen "Die kleine Inselbuchhandlung" von Janne Mommsen aus dem Rowohlt Verlag eingetauscht. Bücher, die am Meer spielen gehen eigentlich immer. 
Und beim Bloggerportal habe ich aus dem Goldmann Verlag "Das Leuchten des Meeres" von Liz Fenwick erfolgreich angefragt. Er spielt in Cornwall und zeigt alte Familien-geheimnisse auf und ist wunderschön geschrieben, soviel kann ich jetzt schon sagen.  


Hier haben sich die Krimis mal zu einem hübschen Gruppenbild zusammengefunden.  

Es sind alles Regionalkrimis, die trotz der kriminellen Hintergründe echtes Urlaubsfeeling versprühen und ich finde, sie passen irgendwie auch rein farblich recht gut zusammen.



"Mord im Olivenhain" von Ranka Nikolic ist der zweite Teil einer Reihe um die Kommissarin Sandra Horvat aus dem Blanvalet Verlag. Die Krimis spielen in Kroatien, bisher mein erstes Buch aus dieser landschaftlich reizvollen Gegend. 

Von Ulrike Busch erreichte mich ihr brandneuer Küstenkrimi mit stimmungsvollem Cover und neongelbem Titel: "Mordsrevanche", den sie nun im Selbstverlag herausbringt. 
Ihre Krimis spielen in Nord- und Ostfriesland und ihre Figuren Fenna und Tammo sind mir schon sehr ans Herz gewachsen, denn sie sind authentisch und echt liebenswerte Menschen. 

Weiter geht es ins Elsaß zum vierten Krimi von Jean Jaques Laurent. In "Elsässer Verfehlungen" gilt es einen geheimnisvollen Mord in einer mystischen Grotte aufzuklären. 

Die Reihe aus dem Blanvalet Verlag von Sophie Bonnet aus der Provence hat ebenfalls Zuwachs bekommen. In "Provenzalische Schuld" ermittelt Pierre Durand im Fall einer verschwundenen Frau in den Bergen der Gegend. 

Mit "Portugiesische Tränen" aus dem Heyne Verlag bringt Luis Sellano seine Leser in die malerischen Gassen von Lissabons Altstadt. Die Ermittlungen führen den deutschen Hendrik Falkner auf japanische Spuren.
Auch dies ist eine Krimireihe, es ist mittlerweile der 3. Band und war bisher immer ein richtiger Urlaubskrimi. 


Vielleicht ist für euch das ein oder andere Buch dabei, was in den Koffer für die Ferien gepackt wird. Ich freue mich auf die Lektüre auch auf der heimischen Terrasse. 



Montag, 18. Juni 2018

Mord im Olivenhain - Ranka Nikolic

Ein interessanter Fall mit sympathischen Ermittlern 

 

Der Krimi "Mord im Olivenhain" von Ranka Nikolic ist der zweite Teil einer Reihe um die Kommissarin Sandra Horvat aus dem Blanvalet Verlag.

Kroatien: nahe Rijeka wurde auf seinem Anwesen der bekannte Wunderheiler Damjan ermordet aufgefunden. Sandra Horvat und ihr Team beginnen zu ermitteln, wobei es viele Personen in Damjans Umfeld zu befragen gilt. Der Wunderheiler hat sich mit seinen falschen Versprechungen nicht nur Freunde gemacht und es gab sogar einen Toten. Doch er war auch ein Wohltäter, einige Bewohner durften kostenlos auf Damjans Anwesen wohnen. 
Sandra hält nichts von Handauflegen oder anderen wundersamen Heilmethoden, daher sieht sie den Fall mit kritischen Augen. Als sie erfährt, dass ein Patient unter Damjans Heilungsversuchen verstarb, wird ihr klar, dass auch Rache das Motiv sein kann. Die Ermittlungen gestalten sich umfangreich und recht schwierig, zusätzlich sorgt noch ihre komplizierte Beziehung mit Kollege Sedlar für Verwirrung. 


Bei diesem Krimi musste ich mich erst einmal an die für mich recht ungewohnten Namen gewöhnen. Es gibt aber vorab ein hilfreiches Personenregister und nach einer Weile hat man die Figuren deutlich vor Augen. Das liegt auch an der guten und ausführlichen Charakterisierung der Figuren durch die Autorin.

Das Team um Sandra Horvat arbeitet gemeinsam Hand in Hand, die Befragungen sind sehr aufwändig und die Verdächtigenliste sehr lang. Da kommt reichlich Arbeit auf die Polizisten zu, eine Hilfe ist auch der neue Kollege in der Gruppe, Danijel Sedlar, der Sandra recht sympathisch ist.
Sedlar ist so etwas wie ein Querdenker, er stellt häufig die entscheidenden Fragen, dennoch ist es für den Leser schwierig, selbst mitzuraten. Zu undeutlich sind die Verbindungen der Personen und zu unklar ihr Verhältnis zu Damjan.

Die Darstellung der kroatischen Landschaft ist ausgesprochen stimmungsvoll und macht auch klar, dass Glaubensfragen hier durchaus noch eine Rolle spielen.

Das Team arbeitet eng zusammen, stets sorgen Dialoge für kleine Witzeleien oder Reibereien, die Stimmung ist meistens recht locker und man kann so die Figuren gut kennenlernen.
Auch die Familie von Sandra spielt eine unterhaltsame Rolle, die den Krimi gut auflockert. Es erstaunt, dass Sandras Mutter bei ihr putzt, die Wäsche macht und bügelt, obwohl sie doch längst erwachsen ist. 

Falsche Versprechen, unbändiger Hass oder die Gier nach dem großen Geld? Die Lösung findet Sandra heraus, der Weg dahin ist spannend und durch den Lokalkolorit und die Ermittlungstruppe interessant gemacht. 


Wen viele kroatische Namen nicht abschrecken, sollte sich diesen Krimi zu Gemüte führen. Als Urlaubslektüre für Kroatien zur Einstimmung auf jeden Fall geeignet.
 

***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***


                          




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Montagsfrage # 77


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Immer wieder am Montag veröffentlicht Buchfresserchen eine Frage auf ihrem Blog, die man dann innerhalb von 7 Tagen beantworten kann. 

 

Welche/n Autor/in würdest du gerne mal treffen?


Eigentlich gibt es da einige, ich interessiere mich für Menschen, lerne gerne neue Leute kennen und da machen Autoren keine Ausnahme. Was ich nicht so mag, sind große Veranstaltungen, dort lernt man die Autoren sicherlich nicht richtig kennen. Es ist eine Art Show, bei denen sie wohl kaum ihre Persönlichkeit zeigen werden.

Ehe ich nun endlose Aufzählungen anstelle, werde ich diejenigen erwähnen, die mir auf Anhieb einfallen und mit denen ich auch online verbunden bin. 

Bereits kennengelernt habe ich Claudia Winter und Andrea Russo auf der Buchmesse in Leipzig. Beides total einnehmende Frauen, mit denen man sofort auf einer Wellenlänge ist und sich ihnen so nahe wie "alten" Freundinnen fühlt. Beide schreiben tolle Romane, die mich einfach begeistern.

Mit Ulrike Busch besteht schon lange ein intensiver Mailkontakt. Wir müssten uns auch endlich mal in natura sehen, die Krimis von ihr habe ich fast alle gelesen und an ihr gefällt mir, dass sie ihre Leserinnen auch stets an ihrer Schreibtätigkeit und den dazugehörigen Problemen teilhaben lässt.
Bisher hat ein echtes Treffen noch nicht stattgefunden, aber irgendwann wird das schon noch klappen. 

Weiterhin möchte ich Maria W. Peter, Franca Bloom, Mina Teichert und Susanna Ernst erwähnen, auch ihre Romane gefallen mir ausgesprochen gut. 

Mit anderen Worten, ich bin ziemlich offen für alle Autoren, bin natürlich umso interessierter, wenn mir auch die Bücher gefallen und meinen Vorzugs-Genres entsprechen.

Wen möchtet ihr gerne treffen? 


Der zauberhafte Trödelladen - Manuela Inusa

Ein weiterer Wohlfühlroman


"Der zauberhafte Trödelladen" ist der dritte Teil der Reihe Valerie Lane von Manuela Inusa aus dem Blanvalet Verlag.


Es geht weiter zu den Bewohnerinnen der einzigartigen Valerie Lane. 

In diesem Band lernen wir Ruby näher kennen, die mit ihrem Vater zusammen lebt und den Antiquitätenladen ihrer verstorbenen Mutter weiterführt. Eigentlich möchte Ruby viel lieber Bücher verkaufen, doch sie führt das Erbe ihrer Mutter klaglos weiter, auch wenn sich das Geschäft kaum noch rentiert. 


In ihrem Laden Ruby´s Antiques bietet Ruby alte, kostbare und auch ausgefallene Dinge an, die sie liebevoll auf Flohmärkten aufstöbert, einkauft, restauriert und dann wieder in ihrem Laden ausstellt. Doch die Kundschaft bleibt immer mehr aus und Ruby hat immer mehr finanzielle Sorgen. Denn sie versorgt auch noch ihren etwas merkwürdigen Vater. Ruby muss an ihren Laden etwas ändern und beschließt einen Neustart mit alten Büchern und seltenen Erstausgaben, bei dem sie von ihren Freundinnen untersützt wird. 
Das Besondere an ihrem Laden ist auch, dass hier die Namensgeberin der Valerie Lane gewohnt hat. Unter alten Dielenbrettern findet Ruby Tagebücher von Valerie Bonham.

Interessant fand ich die Einblicke in das Leben von Valerie Bonham. Hier hatte ich mir noch mehr Verbindung zu Ruby erhofft. 
Als Ruby sich mit dem Obdachlosen Gary anfreundet, führt sie auch die Tatsache zusammen, dass sie beide eine geheimnisvolle Vergangenheit besitzen. Sollte Ruby mit Gary jemanden gefunden haben, der an ihre Seite passt?

Ruby ist ein sehr liebenswürdiger und bescheidener Charakter, sie hat es mit ihrem Vater nicht leicht und geht doch liebevoll mit ihm um, egal welches Chaos er auch anrichtet.


Ich habe mich wieder wohlgefühlt in der Valerie Lane, habe gern an Rubys Leben und der bedingungslosen Freundschaft der Nachbarinnen teilgenommen, aber mir fehlt etwas mehr Dramatik und besondere Spannung.


Wieder ist dieser Band ein Wohlfühlroman mit romantischen Gefühlen, freundschaftlicher Zusammengehörigkeit, Restaurierungs-Tipps und einem Schuß Liebe. Wer einmal in diese Reihe hineingelesen hat, der möchte sie auch gern weiter verfolgen.




***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***


                          



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Die Bände der Valerie Lane Reihe:  

1. Der kleine Teeladen zum Glück 
2. Die Chocolaterie der Träume
3. Der zauberhafte Trödelladen
4. Das wunderbare Wollparadies (erscheint am 17. September 2018)

 

Sonntag, 17. Juni 2018

Möwenalarm - Sina Beerwald


Leichter Gute-Laune-Krimi aus Möwensicht mit Spaßfaktor

Die Lizenz zum Brüten
 
Der Sylt-Krimi "Möwenalarm" von Sina Beerwald ist der zweite Band der Reihe von 2015 aus dem Emons Verlag.


Ahoi ist nun der neue Scheff einer kleinen Möwenbande bei einem Sushi-Stand auf Sylt. Seine Verlobte Suzette hat ihn gerade geheiratet und möchte nun ihr neues Nest beziehen. Doch was ist das? Das Nest ist bereits belegt, mit einem Menschenbaby. Ahoi und seine Bande können erneut auf Ermittlungsflug gehen.



Nachdem Ahoi gerade seinen "Jungmöwenabschied" gefeiert hat und nun seiner Suzette die Treue versprochen hat, gibt es natürlich wieder einige Komplikationen, wie man es von ihm bereits aus dem ersten Band gewohnt ist. Das Fest artet reichlich aus, die "Fuss-Ringe" werden auf den letzten Drücker zur Trauung eingeflogen und dann liegt da auch noch ein Säugling in Ahois Nest. 


Damit ist Ahois Bande erneut gefragt, sie nehmen die Erkundigungen auf und suchen die Eltern des kleinen "Windeldings". Dabei kommen sie einer Entführung auf die Spur, die auch die Polizei auf Sylt beschäftigt. Aber erstmal muss der kleine Schreihals mit Nahrung und frischen Windeln versorgt werden. Das ist auch für die pfiffigen Möwen eine besondere Herausforderung.


Dieser Band knüpft nahtlos an den ersten Band der Reihe "Mordsmöwen" an. Wer die Figuren kennt, weiß, dass es wieder reichlich lustige Szenen und humorvollen Wortwitz aus Möwensicht zu erwarten gibt. Es gibt inzwischen einige Veränderungen bei der Truppe, so unterstützen jetzt ein Storch und "Frau Spatz" als neue Freundin von Alki die Gruppe. 

 


Sina Beerwald merkt man ihre Vorliebe für die schöne Nordsee-Insel Sylt an, denn sie bringt einige Schauplätze und das besondere Flair der Insel gelungen in ihren Krimi mit ein. Auch ihre gefiederten Freunde zeichnet sie erneut mit einigen speziellen Merkmalen in puncto Stärken und Schwächen  menschlichen Figuren in nichts nachstehen. Es geht sogar um recht menschliche Probleme wie Alkoholsucht und Pubertät. Man darf sich auf gute Unterhaltung freuen.  

Auch wenn die Grundlage natürlich eher Spaßcharakter besitzt, so nimmt man den Möwen durch die menschlichen Züge alles ab. Selbst das für Möwen unübliche Windelwechseln wird hier geschickt gelöst. 
Wie die Möwen dieses Baby endlich wieder zu seinen Eltern zurückführen, sorgt für reichlich Lese- und Krimispaß. Und die Auflösung hat am Ende noch eine ganz besondere Überraschung parat, mehr möchte ich hier natürlich nicht verraten.

Ein echter Gute-Laune-Krimi aus Möwensicht, der neben der humorvollen Unterhaltung auch reichlich Urlaubsflair einfließen lässt. Ein Urlaubskrimi für die freien Tage am Meer!
 
 

Freitag, 15. Juni 2018

Der große Zahnputztag im Zoo - Sophie Schoenwald

Zahnputzspaß im Zoo

 Das Bilderbuch "Der große Zahnputztag im Zoo" von Sophie Schoenwald erscheint im Boje Verlag. Die Illustrationen stammen von Günther Jakobs.


Im Zoo bleiben die Besucher aus, denn es liegt ein merkwürdiger Gestank in der Luft. Zoodirektor Alfred Ungestüm fällt der Grund dafür auf, keines der Tiere putzt seine Zähne. Das muss sich ändern, er führt einen Zahnputztag im Zoo ein und der Igel Ignaz Pfefferminz bekommt die waghalsige Aufgabe, mit seinem Rücken den Tieren an die Zähne gehen. Ignaz ist eifrig bei der Sache, er schrubbt, poliert und putzt und erlebt dabei sein größtes Abenteuer. Denn es geht nicht nur hoch hinauf wie bei Frau Giraffe, er wagt sich sogar in den Löwenkäfig oder ins Maul vom weißen Hai Wilhelm.  




Eine erfrischende Geschichte übers Zähneputzen ‑ zum Lachen, Staunen und Mitfiebern. So abenteuerlich wie Karius und Baktus!

In diesem Bilderbuch geht es Karius und Baktus an den Kragen. Kinder bekommen humorvoll und spielerisch gezeigt, wie wichtig Zähneputzen ist. Die "Igelbürste" ist der Hit und sorgt für lustige Szenen. Für mich ist der Zahnputzigel Ignaz der Held der Geschichte.


Die Bilder machen Spaß und lassen Kinder den Sinn hinter der Geschichte schnell verstehen.
Auch für Erwachsene sind die Bilder niedlich anzusehen. Besonders die witzigen Einsätze von Igel Ignaz sind unheimlich lustig gemacht. 
Kinder sehen die Wichtigkeit vielleicht so eher ein, als wenn die Eltern immer nur tagtäglich darauf drängen. Ein beiliegendes Poster zeigt das ideale Zähneputzen. 

Die humorvollen Bilder bringen neben einiger Situationskomik auch die besonderen Charaktere der Tiere gut heraus. Besonders die gefährlichen Einsätze von Ignaz zum Beispiel im Löwenmaul sorgen bei Kindern für Aufregung.

Dieses Bilderbuch ist gut geeignet für Zahnputzmuffel ab 4 Jahren und alle, die gern mal lachen möchten. Die Botschaft kommt deutlich rüber, tägliches Zähneputzen ist wichtig.