Freitag, 20. Februar 2026

Das Salz in der Luft - Janne Mommsen

Ein bewegtes Leben 

Die Fortsetzung von Das Licht in den Wellen ist der Roman Das Salz in der Luft von Janne Mommsen, beide Bücher erscheinen bei Rowohlt Polaris.   

Mit 100 Jahren besucht Inge Martensen und Urenkelin Swantje New York, wohin sie als junge Frau übersiedelte. Nun möchte Inge ihrer Urenkelin die Stadt und die persönlichen Schauplätze ihrer Jugend zeigen und aus ihrem bewegten Leben erzählen. Damals wurde sie mit ihrem «magic potato salad» in Manhattan berühmt und erlebte schillernde Jahre. Sie verliebte sich, gründete eine Familie und musste viel überstehen als ihr Mann Hauke starb. Ende der 1970er-Jahre fand Inge die zweite Liebe ihres Lebens und ging mit ihrem Mann nach Sizilien. Diese Zeit war geprägt von Glück und vielen Emotionen. Nun möchte sie Swantje zu einem Start in New York ermutigen, denn vielleicht wird auch sie hier glücklich.   




Die Fortsetzung der Föhrer Bauerntochter Inge habe ich herbei gesehnt und wurde mitgenommen in ein bewegtes Leben zwischen New York, Föhr und Sizilien. Janne Mommsen erzählt sehr lebendig und unterhaltsam und lässt uns intensiv in Inges Leben eintauchen.

Während Swantje die quirlige Großstadt New York erlebt, hört sie Inges Lebensgeschichte, in der es um Aufbruch in eine neue Heimat geht und um Liebe, Glück und Trauer. 

Damals fand Inge in New York ihr Glück und so wünscht sie es sich auch für Swantje. Wer sich eine neue Existenz aufbauen möchte, braucht Durchhaltevermögen, Mut und kreative Ideen. Diese Fähigkeiten besitzt Inge und auch Swantje mit ihrem Geschick für Mode, Schnitte und Trends hat es im Blut, das spürt Inge. Ihre Vorliebe für traditionelle Föhrer Trachten werden von Janne Mommsen sehr detailliert geschildert und ich habe die modernen Schnitte und verschiedenen Materialien und Farben bildhaft vor mir gesehen.  Das könnte Swantjes Chance auf eine neue Existenz sein, aber kann sie sich ein Leben in New York vorstellen?  

Wir erleben den mühsamen Neustart Inges nach dem Tod ihres Mannes Hauke. Neben dem Verlust macht ihr das Geschäftliche des eigenen Restaurants große Sorgen, doch Inge gibt nicht auf und fängt von Neuem an. 

Mit 100 Jahren möchte Inge noch einmal New York sehen. Ihre Weggefährten leben nicht mehr und für Inge wird es Zeit, sich einiges aus ihrem Leben von der Seele zu reden. Sie weiht Swantje in ein lange gehütetes Familiengeheimnis ein. 

Ich habe bewundert, was für eine tatkräftige Frau Inge darstellt und wie sie es geschafft hat, ihre zweite Beziehung mit der örtlichen Trennung zwischen Föhr und Sizilien aufrecht zu halten. Für mich ist sie der Prototyp einer erfolgreichen Frau, die sich nie unterkriegen ließ und nach neuen Wegen suchte und dann sogar ihr persönliches Glück für ihren Sohn hinten angestellt hat. 

Ein interessantes und ermutigendes Frauenschicksal mit Höhen und Tiefen und einer schön erzählten Kulisse dreier Schauplätze. 

 

***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

                      

  • Mommsen, Janne - Das Licht in den Wellen 
  • Mommsen, Janne - Das Salz in der Luft 
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    Sonntag, 15. Februar 2026

    Wenn die Kraniche nach Süden ziehen - Lisa Ridzén

    Berührende, authentische Schilderung über das Altern!
     
    Im btb Verlag erscheint Lisa Ridzéns Debüt Wenn die Kraniche nach Süden ziehen in einer Übersetzung von Ulla Ackermann.
     
    Das Leben des 89jährigen Bo hat sich verändert, seit seine demente Frau im Pflegeheim lebt. Bisher hat er sie gepflegt, doch nun ist er allein und seine einzigen Lichtblicke sind Besuche im Heim, Telefonate mit seinem Freund Ture und sein treuer Hund Sixten. Sohn Hans kommt selten vorbei und will seinem Vater sogar den geliebten Hund wegnehmen. Das macht Bo zu schaffen und er denkt über sein Leben und die Beziehung zu seinem Sohn nach.  
     


     
     
    "Alle denken, sie könnten über mein Leben bestimmen - nur ich selbst darf es nicht." Zitat S. 194 
     
    Lisa Ridzén erzählt ruhig und einfühlsam eine Geschichte über das Alter, die Einsamkeit und den Verlust der Selbstständigkeit und das Aufbegehren gegen das Übergehen der eigenen Bedürfnisse und Wünsche.
     
    Wir erleben Bos täglichen Kampf mit seinem alternden Körper und dem nachlassenden Gedächtnis. Er wird von mehreren Pflegekräften versorgt, gewaschen und unterstützt und hängt an seinem treuen Hund Sixten. Als Bos Sohn Hans entscheidet, dass er Sixten nicht mehr ausreichend versorgen kann und ihn weggeben will macht das Bo wütend und bricht ihm das Herz. Nun soll er nach seiner Frau auch noch seinen Hund verlieren, der seinen Leben Halt und einen familiären Bezug gibt.   
     
    Die Autorin schafft es mit einer einfachen Erzählweise sehr feinfühlig, dass ich mich Bo sehr nahe fühle, seine Ängste und Nöte nachvollziehen kann. Je mehr ich über sein früheres Leben erfahre, umso mehr hat mich die Vater-Sohn-Beziehung interessiert. Sie ist ein entscheidender Bestandteil der Geschichte, die uns die Problematik der Fürsorge, der Unterstützung und der Entscheidung für den Elternteil deutlich macht und auch diesen Standpunkt miteinbezieht. 
     
    Bei dieser Lektüre kommen viele Gedanken hoch und man fragt sich, wie man in Würde altern kann, wenn über den Kopf hinweg entschieden wird, wenn auch aus guten Grund. Wie ist es, wenn man solche Entscheidungen hinnehmen muss, wenn man alleine leben muss oder im Pflegeheim untergebracht ist, dort aber keine Aufgabe mehr wahrnehmen kann?
     
    Die Darstellung von Bos Gedanken und Aktionen und auch sein spezielles Schraubglas haben mich zu Tränen gerührt. Ich konnte seine Gefühle hautnah miterleben und erkannte, wie ihn Sehnsucht, Scham, Wut und das ohnmächtiges Gefühl umtreiben, sich den Anweisungen seines Sohnes zu beugen und auf Hilfe angewiesen zu sein. Oft folgt Bos Blick den fliegenden Kranichen, die für ihn die Freiheit symbolisieren. Eine Freiheit, die er nicht mehr ausleben kann.    
     
    Zwischen den Kapiteln gibt es Notizen der Pflegekräfte über die Versorgung und den täglichen Zustand Bos. Sie vermitteln sehr eindrücklich, ob Bo einen guten Tag hatte oder nicht. Ob er duschen oder essen wollte und wie sein Gesamtzustand auf die Pfleger gewirkt hat. In diesen kurzen Zeilen erkennt man wie einfühlsam Pflegekräfte mit den Personen umgehen müssen, um die Würde aufrecht zu erhalten.   
     
    Wie können alte Menschen Würde bewahren, wenn sie hilfsbedürftig sind? Was geht in ihnen vor, wenn sie merken, dass sie ihre Selbständigkeit verlieren? Wir kommen diesen Sorgen ganz nah und müssen uns damit beschäftigen, denn Altern gehört zu jedem Leben dazu. 
     
    Ein berührender, leiser Roman über das Alter und über die Dinge, die das Leben sinnvoll und lebenswert machen.  
     
    ***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den btb Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 
     
     
     

    Wochenrückblick KW 07/2026

     

    Was war in dieser Woche los?

     




     
    Der Winter bleibt dieses Jahr hartnäckig und lässt immer wieder Frost und Schnee über das Land gehen. Dabei habe ich schon ein wenig Heuschnupfen und hatte auf Frühlingswetter gehofft. Immerhin ist es heute sonnig und in meinem Wohnzimmer stehen nun ein paar frühlingshafte Tulpen. Etwas Farbe braucht der Mensch und ich ganz besonders. 
    Der wichtigste Termin war eine Untersuchung meiner Mutter beim Neurologen in der MHH. Wie waren schon um 8:40 Uhr bestellt und schafften trotz des Berufsverkehrs und den Widrigkeiten mit dem vollen Parkplatz frühzeitig da zu sein. Insgesamt zog sich das Ganze dann mit viel Warterei und war mit mehreren Anlaufstellen verbunden. Doch zum Glück hat der Arzt anhand der Röntgenaufnahmen an der Wirbelsäule nichts Schlimmes entdeckt und Schmerzen gehören wohl im Alter dazu. Wir sind froh, dass nun nicht doch noch eine Operation ansteht und hoffen, es bleibt auch so. 
    Ansonsten haben wir zwei Mal Freunde getroffen und sind jedes Mal essen gegangen. Bei dem Wetter einfach das Beste was man machen kann. 
     
     
    Gesehen:  
     

    Ein starkes Team: Abgeschleppt

    Olympiade: immer mal reingeschaut, doch Bob, Biathlon, Skisprung und Skeleton interessieren mich auf Dauer nicht. 

     

    Gelesen:    

  • Schwarmzauber - Núria Solsona                              4⭐   
  • Aus klein wird groß. So wächst ein Frosch - Sara F... 5⭐  
  • Ein Zuhause im Frühling - Julie Caplin                      4⭐
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    Getan:  
     
    Gelesen, rezensiert, mit meiner Mutter zu einer Untersuchung in der Medizinischen Hochschule gewesen, Spaziergänge gemacht, Haus geputzt, Kuchen gebacken, mit Freunden beim griechischen Vorspeisen-Abend geschlemmt, Unterkünfte für einen Urlaub gesucht, Freunde zum Griechen eingeladen und beim Chor den Film vom letzten Konzert angesehen. 

     
    Gefreut:   


    Über Buchpost vom Rowohlt Verlag! Vielen herzlichen Dank! 
    Diese humorvolle Krimi-Reihe lese ich schon seit Beginn an und freue mich auf die Lektüre. Mal sehen, was die Protagonisten dieses Mal für einen Fall aufklären müssen und was sie privat so treiben werden. 

                     

    Gegessen:

    geschmorter Chinakohl mit Hacksauce und Salzkartoffeln; griechische Vorspeisen; Rotbarsch mit Kartoffelsalat; Hähnchenkeulen aus dem Airfryer mit Krautsalat; Rosenkohl mit Würstchen und Salzkartoffeln; Schweinefilet in Metaxasauce mit Pommes und Salat; Apfelkuchen; 

                                 

    Vorspeisen-Mix







    Gedacht:                                                                             

    Die Information der Genehmigung meiner Akkreditierung für die Buchmesse in Leipzig ist eingetroffen. Ich freue mich sehr! Wen treffe ich denn dort?

    Gefeiert:

    Keine Feier

    Geärgert: 

    Ich hatte mir eine Unterkunft für die Buchmessen in 2027 rausgesucht, leider erst am nächsten Tag die Reservierung vornehmen wollen. Doch da war der Preis für drei Tage mal eben von 350 auf über 900 Euro hochgeschnellt. Das ist ja Wahnsinn und ich warte lieber mal ab, was sich sonst noch so ergibt. 

    Gekauft: 

    Tulpen, Vorräte und Medikamente
                                    

    Geklickt:

    Unterkünfte für die Leipziger Buchmesse 2027 und für einen Urlaub an der See 
     

    Ich wünsche euch eine schöne Woche!

                                  ❄️❄️❄️❄️


    Herzliche Grüße,

    Eure Sommerlese


    Mittwoch, 11. Februar 2026

    Schwarmzauber - Núria Solsona

    Einzigartige Choreografien der Natur

    Bei Prestel Junior erscheint das XXL-Sachbilderbuch Schwarmzauber: Magische Choreografien der Natur von Núria Solsona. Der Clou sind die großen Ausklapptafeln, es eignet sich für Kinder ab sechs Jahren.

    Wenn sich in der Natur Tiere zu Schwärmen zusammen fügen, ist dieser Anblick magisch und absolut faszinierend. Hinter diesem Schwarmzauber steckt oft ein triftiger Grund. Wie machen die Tiere das und was bezwecken sie mit ihren Formationen?

     


    Der Anblick einer Wolke mit tausenden Staren am Himmel versetzt Menschen in Erstaunen, ihre Wolkengebilde sind ein sehenswerter Anblick. Auch Fische bilden solche Gruppen und schwimmen in einem nicht enden wollenden wirbelnden Tanz durch das Wasser. Viele Tiere bilden solche Schwärme und es scheint, als ob sie das lange einstudiert haben. Doch in Wahrheit dient dieses instinktive Verhalten dem Schutz vor Fressfeinden.  

    Das große, schmale Buch hat ein ungewöhnliches Format, es verbirgt Ausklappseiten, auf denen die einzelnen Choreografien und Formationen von Schwärmen aus der Natur genauer vorgestellt werden. 

    Folgende Themen werden mit naturnahen Illustrationen beschrieben: In V-Formation (Gänse), Akrobaten der Lüfte (Stare), Mit Hüftschwung (Bienen), Spiralförmig (Sardinen-Synchronschwimmen), Vernetzt (Ameisen) und In Reih und Glied (Pinguine). 



     

    Es ist immer ein schöner Anblick, wenn Vogelschwärme am Himmel fliegen und man fragt sich willkürlich, wie sie das schaffen, ohne miteinander zu kollidieren. Der Grund liegt in ihrer Separation und in ihrem Zusammenhalt. Alle streben zum selben Ziel. 

    In diesem Buch wird deutlich, dass es auf jedes einzelne Tier ankommt, jeder Einzelne ist wichtig. Nur so kann die Gemeinschaft als Ganzes funktionieren. Es ist interessant zu erfahren, wie Bienen kommunizieren oder warum sich Gänse im Flug zu einem V formieren. 

    Sehr interessant ist die Beschreibung der unterschiedlichen Themen und entsprechenden Fakten, die schon Sechsjährige verstehen können. Dieses Wissen verbindet sie noch enger mit den Tieren und sie erfahren, wie vielfältig und einzigartig die Wunder der Natur ausgebildet sind. 

    Bei der Beschreibung der verschiedenen Formationen werden bestimmte Fachausdrücke benutzt, die im hinten beigefügten Glossar näher erklärt werden. Es geht um Aerodynamik, Bionik, elektrostatische Ladung, Organismus, Schwarmverhalten und andere Begriffe. Die Aufzählung von Wissenschaftlern und Quellen finde ich hilfreich, für die Altersgruppe ab sechs allerdings noch etwas verfrüht. Aber wer weiß, aus manch einem neugierigen Kind wird einmal ein Forscher.  

    Die beeindruckende Welt der Tiere und ihre Schwärme, Tänze und Formationen wird hilfreich erklärt und anschaulich gezeigt. Ein Buch, das neugierig macht auf die Natur und auf ihren Schutz!

    ***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Prestel Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 

     


     

    Aus klein wird groß. So wächst ein Frosch - Sara Forster

    Vom Froschlaich zum fertigen Frosch!


     
    Im Prestel Verlag erscheint das Sachbilderbuch "Aus klein wird groß. So wächst ein Frosch" von Sara Forster und Bianca Austria. Das Buch richtet sich an die Altersklasse ab drei Jahren.  
     
    Überall auf der Welt gibt es Frösche in verschiedenen Größen, Farben und Ausprägungen. Die kleinen Amphibien sehen niedlich aus, doch Achtung: einige sind absolut giftig!  
     

     
     
    Kinder finden Frösche einfach faszinierend und möchten alles über sie wissen. Dieses Bilderbuch zeigt sehr anschaulich die Entwicklung vom Froschlaich zum fertigen Frosch auf und macht das Leben der Amphibien in ihrem Lebensraum mit vielen farbigen Bildern sichtbar. 
     



     
     
    Die Texte sind kurz und kindgerecht und enthalten dennoch viel Wissenwertes. Kinder erfahren, welche Arten von Fröschen es gibt, wo Frösche leben, laichen, wie aus dem Laich Kaulquappen werden und welche Nahrung sie brauchen. Sie lernen, wozu ihre lange Zunge hervorragend geeignet ist und dass diese Amphibien in ihrem Ökosystem auch Feinde haben.  
     
     
    Wer als kleiner Naturforscher Frösche mag, kommt um dieses niedliche und lebendig gestaltete Bildersachbuch nicht herum! Der Einband ist haptisch ein Genuss und das Buch zeigt kindgerecht die Entwicklung vom Froschlaich bis zum fertigen Frosch. 
     
     
    Lehrreich, toll bebildert und einfach nur schön ist dieses Buch für Kleinkinder. Es informiert auf verständliche Weise über die Entwicklung und den speziellen Lebenszyklus von Fröschen. 
     
     
    ***Herzlichen Dank an den Prestel Verlag und an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!*** 
     

     

    Montag, 9. Februar 2026

    Ein Zuhause im Frühling - Julie Caplin

    Ein Wohlfühlbuch mit Frühlingsgefühlen  

    Julie Caplins Roman Ein Zuhause im Frühling ist der Auftakt ihrer neuen Reihe "Country Escapes", die im Rowohlt Verlag erscheint. 

    Die 29-jährige Ella arbeitet als Kinderbuch-Illustratorin in London und steckt gerade in einer Beziehungskrise. Außerdem stresst sie das Großstadtleben und leidet an einer kreativen Blockade. Da kommt das Angebot ihrer Tante zum Sitten ihres Cottages auf dem Land in Wilsgrave gerade recht. Endlich Landluft atmen, die Natur genießen und zu sich selbst finden ist ihr Plan. Doch die neugierigen Dorfnachbarn lassen sie nicht in Ruhe, sie wollen Ella kennen lernen. Und da ist auch noch die Labradorhündin Tess, um die sich Ella kümmern muss. Dadurch bleibt ihr gar nicht viel Zeit, sich drinnen zu verkriechen und sie entdeckt die Natur und das Frühlingserwachen mit allen Sinnen.  


     

    In diesem Roman geht es um Neuanfang und um das Einfühlen und Genießen der Natur mitsamt romantischer Frühlingsgefühle. Aus Ellas Perspektive sind wir Teil des Geschehens und erleben eine locker zu lesende Geschichte, bei der das eingefügte Dorfflair und die liebenswerten Figuren einfach zum Eintauchen anleiten. 

    Eigentlich will Ella mit sich allein sein und zurückgezogen über ihren Illustrationen brüten. Doch die Dorfbewohner lassen nicht locker und beziehen sie in ihr Leben ein. Tess hat eigentlich gar keine Lust, sich auch noch um die temperamentvolle Hündin Tess zu kümmern, doch dann wachsen beide immer mehr zusammen. Als Ella den Tierarzt Devon kennen lernt, ist das ein holperiger Start. Das häufige Treffen mit ihm sorgt dann aber für einen Stimmungswechsel und Ellas romantische Gefühle beginnen zu tanzen.  

    Ein wenig wundersam deuten die mysteriösen Karten und Briefe von Ellas verreister Tante an, die Ella bei bestimmten Gelegenheiten in die Hände fallen. Die Tante gibt mit ihren Anmerkungen Ellas Leben neue Impulse und lenkt es damit in bestimmte Bahnen. Auch Devon hat so eine Karte, die am Ende den Kreis der Liebenden zusammen fügt. 

    Julie Caplins lebendiger Erzählstil hat eine warmherzige Note und die frühlingshafte Beschreibung der wunderschönen Landschaft kommt automatisch Wohlfühlstimmung auf. Es ist ein Buch zum Genießen der Charaktere, der englischen Countryside und zum Abtauchen in eine unterhaltsame Geschichte, bei der die Seiten beim Lesen nur so dahin fliegen. Julie Caplin zeichnet ihre Figuren mit vielen Facetten, die sie abwechslungsreich und unterhaltsam machen. In diesem Dort würde ich gern mal eine Weile leben. 

    Diese frühlingshafte Wohlfühlgeschichte ist etwas für Romantiker, für Naturfreunde und für Hundeliebhaber, die sich beim britischen Landleben wohlfühlen und in eine locker erzählte Geschichte abtauchen wollen.  

     

     ***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 

     

                              

     Mehr von Julie Caplin:

     

  • Caplin, Julie - Das kleine Café in Kopenhagen1
  • Caplin, Julie - Die kleine Bäckerei in Brooklyn2
  • Caplin, Julie - Die kleine Patisserie in Paris 3  
  • Caplin, Julie - Das kleine Hotel auf Island4
  • Caplin, Julie - Der kleine Teeladen in Tokio5
  • Caplin, Julie - Das kleine Chalet in der Schweiz   
  • Caplin, Julie - Das kleine Cottage in Irland7
  • Caplin, Julie - Ein Zuhause im Frühling  
  • Sonntag, 8. Februar 2026

    Wochenrückblick KW 06/2026

     

    Was war in dieser Woche los?

     




    Gestern sollte man wieder Polarlichter sehen können. 
    Wie sie sehen, sehen sie nichts, nur bedeckten grauen Nachthimmel!
    In städtischen Gebieten gibt es einfach zuviel Lichtverschmutzung. Wobei ich mir bei dem Foto auch einbilden könnte, es gäbe dort ein paar farbige Akzente zu sehen. :-)
     
    Gesehen:  
     

    Eröffnungsfeier der Winter-Olympiade 

    Tatort: Der Tod der Anderen (2021): Ein spannender Fall. Der als Tatort-Kommissar Freddy Schenk bekannt gewordene Schauspieler Dietmar Bär feierte letzte Woche seinen 65. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!  Schenk und Ballauf sind meine liebsten Kommissare und begleiten mich nun schon seit Ewigkeiten. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! 

    Gelesen:    

     Die weiße Nacht - Anne Stern   5⭐ 

     
    Getan:  
     
    Gelesen, gebloggt, rezensiert, fast täglich meine Mutter besucht, Geburtstag von meinem Sohn gefeiert, der Tochter einen Tisch vorbeigebracht, mit Freunden telefoniert, Essen gegangen und für das Pflegeheim aus der Nachbarschaft Wollreste besorgt. 

     
    Gefreut:   

     
    Über neue Buchpost mit zwei Kinderbüchern vom Bloggerportal und über das Bloggerpaket vom Kiwi Verlag zur Aktion #Deutschlandliesteinbuch. 
    Hoffentlich kann mich dieser Bestseller überzeugen! Es war schon mehrfach so wenn Bücher dermaßen gehyped werden, dass sie mir nicht groß gefielen.    
     

      

                                     

    Gegessen: 

    Pide mit Käse und Tomaten; Lachs-Suppe mit Kartoffeln und Dill; Spinat mit Spiegelei und Kartoffeln; geschmorter Chinakohl mit Hacksauce und Salzkartoffeln; Asia-Puten-Gemüse-Pfanne mit Mienudeln 2x; Bifteki mit Pommes und Salat; 







     

    Gedacht:                                                                             

    Ich weiß ja nicht, wer die Kleidung für unsere Olympiade-Sportler ausgesucht hat, aber derjenige war entweder ganz großer Karnevalfan oder er hat ein modisches Problem oder er wollte Deutschland einfach nur "bekloppt" aussehen lassen. 

    Gefeiert:

    Geburtstag meines Sohnes 

    Geärgert: 

    Über Minderjährige, die in der Lage sind, eine Tötung zu planen und zu begehen, aber dafür straffrei davon kommen. Bei der sich verändernden Gesellschaft muss das gesetzlich geändert werden, sonst gibt es keine abschreckende Wirkung.  

    Den Zahnarztbesuch selber zahlen trotz Krankenkasse, also langsam hackt es wirklich!

    Gekauft: 

    Lebensmittel und Narzissen 
                                    

    Geklickt:

    Leipziger Buchmesse  
     

    Ich wünsche euch eine schöne Woche!

                                  ❄️❄️❄️❄️


    Herzliche Grüße,

    Eure Sommerlese