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Donnerstag, 3. November 2022

Astrid Lindgren - Susanne Lieder

Eine wunderbare Romanbiografie über die berühmte Kinderbuchautorin
 
Im Aufbau Verlag erscheint in der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" die Romanbiografie "Astrid Lindgren" von Susanne Lieder.  

Astrid Lindgren wird früh und unverheiratet Mutter und gibt ihren Sohn Lasse zu Pflegeeltern. Als sie Lasse 1929 zu sich holt, beginnt für sie eine schwere Zeit, doch sie liebt ihren Sohn und kämpft sich durch. Sie lernt Sture Lindgren kennen, beide heiraten und ihre Tochter Karin wird geboren. Als Karin später erkrankt, denkt sich Astrid für sie die Geschichte um Pippi Langstrumpf aus, die später zu ihrem Durchbruch wird.   



"Ich tauge genauso wenig zum Bücher schreiben wie eine Kuh zum Eislaufen." Zitat Seite 100

Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren (1907-2002) wurde mit Büchern "Pippi Langstrumpf", "Kalle Blomquist", "Die Kinder aus Bullerbü" und "Michel aus Lönneberga" weltbekannt und sie wollte damit Kinder glücklich machen. Das ist ihr gelungen, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Denn mit Pippi Langstrumpf hatte ich meine ersten Leseerlebnisse und auch Madita, Michel und die Bullermü-Kinder prägten meine Kindheit. Astrid Lindgren ist es zu verdanken, dass mir die Welt der Geschichten und Bücher so wichtig wurde.    
 
Astrid Lindgren war eine starke Frau, die Kinder liebte, aus Leidenschaft schrieb und sich für die Gleichberechtigung und für Rechte von Kindern einsetzte. Hauptberuflich arbeitete sie als Lektorin, nach Feierabend schrieb sie ihre Geschichten und war immer für ihre Familie und ihre kleinen Fans da. Sie beantwortete sogar ihre Fanpost persönlich. 
 
Susanne Lieder erzählt lebendig und auf einfühlsame Weise aus dem bewegten Leben Astrid Lindgrens und das auf so interessante Art und Weise, dass ich von Anfang an gefesselt war und nicht wollte, dass die Geschichte endet. Sie hält sich an die realen Fakten und erzählt aus den wichtigen Stationen im Leben der Autorin. Die Zeit umfasst zunächst die Zeit als Alleinerziehende, dann die Höhen und Tiefen ihrer Ehe mit Sture und das Leben als Familie, das sie nicht ausfüllt. Erst als Astrid ihre Geschichten zu Papier bringt, beginnt ihre schriftstellerische Karriere, die für Astrid völlig nebensächlich war. Sie schrieb, weil sie ihre Fantasie ausleben und Geschichten schreiben und damit Kinder erfreuen wollte.  
Aber auch die Zeit und den Blick auf den zweiten Weltkrieg erleben wir aus der Sicht der Schwedischen Autorin.

Es wird deutlich, wie wichtig für Astrid ihre Familie war. Sie machte ihr Privatleben nicht publik, sie erlebte immer wieder melancholische Lebensphasen und blieb im Inneren ein Kind. Wahrscheinlich gehen deshalb ihre Geschichten um die Welt und begeistern noch immer. 
Mir wurde nach der Lektüre deutlich, dass sich Astrid Lindgren in schwierigen Lebenslagen nicht entmutigen ließ, sondern einfach weiter machte. 
 
Diese Romanbiographie zeigt uns Astrid Lindgren als Frau, Mutter und Liebende und hat mir sehr gut gefallen, ich vergebe eine volle Leseempfehlung.
 
***Herzlichen Dank an die Aufbau Verlage für dieses Rezensionsexemplar!***
 
 

 
  

Dienstag, 1. September 2015

Ferien auf Saltkrokan von Astrid Lindgren

Astrid Lindgren führt uns mit diesem Buch auf die sommerliche Schäreninsel Saltkrokan in Schweden. [Werbung]
 


Ferien auf Saltkrokan! Pelle, seine große Schwester Malin und seine beiden Brüder entdecken auf der kleinen Insel die unberührte Natur der schwedischen Schären. Sie baden im Meer, fangen Fische, sammeln Pfifferlinge und feiern Mittsommer. Nichts aber ist schöner für Pelle, als gemeinsam mit Tjorven, dem Inselmädchen, und ihrem großen Bernhardinerhund Bootsmann über die Felsen und durch den Wald zu streifen und dabei von einem Abenteuer ins nächste zu stolpern …





Ferien auf Saltkrokan, dieser Buchtitel bedeutet für mich Ferienzeit. Denn dieses Buch habe ich in meinen Schulferien gelesen. Auch die tolle Verfilmung lief damals im Ferien-TV. 

Man erlebt mit der Familie Melcherson das sonnige Ferienleben auf der kleinen Insel und taucht in die kleinen Abenteuer der Inselkinder mit ein.
Dabei passiert eigentlich nicht viel, die Idylle ist perfekt und doch zieht dieses Buch den Leser in seinen Bann. Zu gern wäre man mit Tjorven und ihrem bulligen Bernhardiner unterwegs oder würde mit Tierfreund Pelle am Wasser angeln gehen, ohne Wurm am Angelhaken, versteht sich. Denn man will ja eigentlich keine Fische fangen.


Diese freie Zeit inmitten in der Natur ist im Buch so spürbar echt beschrieben und begeistert kleine und große Leser immer wieder neu.
Da soll Vater Melcher mal auf seine Enkelin Skrollan aufpassen und prompt schläft er ein und sie verschwindet. Auch die Szene, wie er die Küche streicht ist lustig. Dann gehen Kinder im Nebel verloren und vielleicht sind ja Geister dafür verantwortlich. 


Doch letztendlich lösen sich alle kleinen Problemchen in Wohlgefallen auf und die Familie geniesst die Sommersonne bei einem Bad in den Schären.
So müssen Ferien sein, einfach in den Tag hineinleben und die Natur geniessen. Dieses Gefühl kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn ich das Buch lese.

Astrid Lindgren ist mit diesem Buch ein echtes Ferienbuch gelungen, das auch heute noch nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Ein wunderschönes Lese-Erlebnis für Kinder ab 10 Jahren und Vorleseerlebnis für Kinder ab 5 Jahren.