Mittwoch, 12. Dezember 2018

Reise durch den Advent

Seid ihr alle schon in Adventsstimmung? Wenn nicht, dann habe ich hier noch eine schöne Bloggeraktion für euch.                                            



24 Bloggerinnen nehmen abwechselnd jeden Tag bei dieser Aktion teil. Jede wird einen weihnachtlichen Beitrag schreiben oder eine andere Idee verwirklichen und unter Niwibos Post verlinken.

Irgendwie habe ich bisher versäumt, euch darüber zu informieren. Die Gründe möchte ich hierfür nicht öffentlich darlegen und noch habt ihr ja auch noch Zeit, euch die Beiträge anzusehen. 
Am 21.12.2018 findet die Aktion auf meinem Blog statt und ich kann euch jetzt schon mal verraten, dass es in meinem Beitrag um Bücher geht. *Lach
Habt ihr euch sicherlich schon gedacht! 

Ich veranstalte auch ein Gewinnspiel, lasst euch überraschen und merkt euch den 21. 12. vor. 


Liebe Grüße und bis dahin eine schöne Adventszeit,
Eure Sommerlese 

Lissabon - Das Kochbuch von Sylvie Da Silva

Eine nicht nur kulinarische Liebeserklärung an Lissabon 



Sylvie Da Silvas Buch "Lissabon - Das Kochbuch" enthält authentische Rezepte und zahlreiche Farbfotos aus Portugals Hauptstadt. Der wunderschöne Band erscheint im Südwest Verlag.

So schmeckt Lissabon
Es geht auf eine kulinarische Reise durch Lissabon. Dort wird Essen groß geschrieben, es wird Wert gelegt auf gemeinsame Mahlzeiten. In den Bars der Stadt gibt es kleine Leckerbissen, in den Cafés serviert man die berühmten Pastéis de nata oder Flan und in feinen Restaurants serbiert man vielfältige Fleisch-, Fisch- und Meeresfrüchtegerichte. Es ist ein kulinarisches Fest, dabei ist die Küche Lissabons eher einfach, doch sie überzeugt mit ihrem einzigartigen, aromatischen Geschmack.





Lissabon, die Stadt auf sieben Hügeln ist nicht nur wunderschön, sie hat auch einiges zu bieten. Es lohnt sich, die Restaurants, die Cafés in Chiado und Bars in Bairro Alto zu besuchen und dort die kulinarische Vielfalt zu entdecken.
Wer einmal in Lissabon gewesen ist, kennt die wunderschönen Wandkacheln, die "Azulejo" genannt werden. Genau an diese Kacheln erinnert das Cover des Buches. Richtig kreativ hat man hier Farbe und Form des Bucheinbands passend genau dargestellt. 

Dieses Buch ist ein Schmuckstück und es enthält neben typischen Rezepten auch einen Gesamteindruck über die Geschichte der Portugiesen, ihre Esskultur, den Fado und über ihre Hauptstadt. Es ist deshalb viel mehr als nur ein Kochbuch. Es ist eine Liebeserklärung an Portugal.
 
Zwischen den Rezeptseiten verstecken sich immer wieder Impressionen von Land und Leuten und Bilder von Lissabon, die das Flair der Stadt aufleben lassen.
Den meisten Menschen ist die portugiesische Küche weniger bekannt, dabei punktet sie mit vielen frischen Zutaten, reichlich Koriander und besonders die karlorienreichen Süßspeisen sind eine Sünde wert.

Die Küche Portugals ist eher einfach und rustikal, verschiedene Fleischsorten, sehr viel Fisch und Meeresfrüchte kommen auf den Tisch. Als Beilagen reicht man generell Reis und Kartoffeln, häufig auch noch Brot.
Wenn man den gezeigten Vorratsschrank mit dem heimischen vergleicht, finden sich viele gleiche Vorräte. Die Ausnahmen sind eventuell Piri-Piri, Koriander, Fischkonserven, Chorizo, Kichererbsen und Portwein.

Das Buch gliedert sich in 5 Kapitel.
Kapitel 1: "Kleine Happen", auch Petiscos genannt, sind für Portugiesen diverse Vorspeisen, die man in geselliger Runde verzehrt. Fischkroketten, Oktopussalat, Kichererbsensalat mit Thunfisch und verschiedene Empadas machen schon vom Anblick her Appetit.

Das nächste Kapitel widmet sich der "Küche der Küste".
Fisch gehört in Portugal auf jeden Tisch, egal ob frisch oder getrocknet und gesalzen wie der landestypische Bacalhau (Kabeljau), der im Buch Klippfisch genannt wird. Bacalhau geht immer, dieser Fisch findet sich in Suppen, Aufläufen oder auch gegrillt. Doch auch Sardinen, Muscheln und andere Meeresfrüchte finden sich auf den Speisekarten.


"Arroz de marisco" heißt das beliebte Reisgericht mit Meeresfrüchten.



Das nächste Kapitel ist die "Landküche", dort wird mit Fleisch, Geflügel und Gemüse gekocht.
Schweinefleisch mir Herzmuscheln, Grillhähnchen mit Piri-Piri und Lammragout gilt es nachzukochen.

Unter "Beilagen" gibt es Rezepte für Reis- und Kartoffelvariationen mit Gemüsen, wie Kohl, Erbsen, Zwiebeln, dicke Bohnen, Spinat und Kichererbsen. 

Zum Abschluß geht es um "Desserts & Backwaren".
Großen Wert legen die Portugiesen aus traditionellen Gründen auf Süßspeisen. Hier geht es sehr süß und sehr kalorienreich zu. Wer einmal die berühmten Pastéis de nata gekostet hat, kann die Portugiesen verstehen. Sie schmecken einmalig gut, bestehen aus knusprigem Blätterteig mit sahniger Puddingfüllung.
Als weitere Besonderheiten gibt es Rezepte für Orangenrolle, Karamellflan und für Kamelspucke (!). Was so gewöhnlich klingt, ist eine zuckersüße Offenbahrung für die Sinne.

Besonders schöne Fotos machen Freude, das Buch nur anzuschauen, dank der übersichtlichen Zutatenlisten und einfachen Anleitungen der Zubereitung werden auch Anfänger keine großen Schwierigkeiten haben, die Rezepte nachzukochen.
Bei einigen Gerichten wird ein Schnellkochtopf verwendet.

Ein paar Adresstipps der Autorin und ein umfangreiches Register beschließen dieses wunderschöne Kochbuch.

"Lissabon - Das Kochbuch" ist ein wundervolles Buch über Küche, Land und Leute Portugals. Es  macht das Leben und Essen in Lissabon sichtbar. Von mir eine ganz große Empfehlung und gleichzeitig ein spezieller Tipp für Weihnachten.


***Herzlichen Dank an den Südwest Verlag und an das Bloggerportal für dieses Buch!***


 

Montag, 10. Dezember 2018

Hauptsache, der Baum brennt - Sina Beerwald

Amüsantes Familien-Chaos mit Weihnachtsmann 


Im Knaur Verlag erscheint der weihnachtliche Roman "Hauptsache, der Baum brennt" von Sina Beerwald.


Der Weihnachtsmann klingelt an einer Tür in München, er glaubt, das Christkind aus Versehen umgebracht zu haben und sucht nun dringend nach passendem Ersatz für das Weihnachtsgeschäft. Was liegt da näher, als sich an Sarah Christkind zu wenden? Sarah ist Psychotherapeutin und gerade völlig im Stress ist. Ihr Mann hat eine Neue und ihre Kinder sind durch die Pubertät ungeniessbar. Sie nimmt sich des attraktiven, aber scheinbar gestörten Manns an und wird ihn nicht wieder los. Der Weihnachtsmann heftet sich an ihre Fersen und Sarah merkt schnell, dass er wirklich nicht von dieser Welt zu sein scheint. Alle möglichen Küchengeräte sind ihm fremd und auch mit Ampeln kann er nichts anfangen. 





In diesem Roman nimmt uns die Autorin nicht wie gewohnt mit nach Sylt, stattdessen erlebt man München in der Vorweihnachtszeit. 

Sarah Christkind trifft den "echten" Weihnachtsmann und wird ihn nicht wieder los. Das Alltagsleben auf der Erde überfordert den guten Mann und Sarah versucht ihm zu helfen. Das sorgt für absurde Situationen und damit zusätzlichen Trubel in ihrem gerade auch sehr stressigen Leben.  

Es gibt einige peinlich, amüsante Szenen mit reichlich Situationskomik, etwas Liebesromanze und die weihnachtlichen Themen wie Hilfe, Vergebung, Hoffnung und Familie spielen ebenfalls eine Rolle. Während Sarah dem Weihnachtsmann München zeigt, spielt sie Reiseführerin und man erfährt nebenbei lehrreiche Informationen über Sehenswürdigkeiten und alteingesessene Familien, die der Geschichte etwas mehr Tiefe verleihen. 

Von dieser etwas chaotischen Geschichte wurde ich humorvoll unterhalten, die weihnachtliche Atmosphäre in München habe ich etwas vermisst und daher konnte mich das Buch nicht völlig überzeugen. Mir erschienen die Gags doch etwas flach, auch die Haushaltsprobleme wie den Badewannenbrand oder die Geschirr-Wäsche in der Waschmaschine fand ich etwas flapsig. 
Es störte mich, dass Sarah den Weihnachtsmann als ihr Problem bezeichnet und dann trotzdem seinem guten Aussehen als Mann erliegt. Und auch er ist merkwürdig, er ist fremd im Umgang mit den Gegebenheiten auf der Erde, aber in Liebesdingen reagiert er wie ein Mensch.

Am Ende kommt die Weihnachtsbotschaft zum Zuge, der Wert von Liebe und Familienharmonie wird betont.  


Eine amüsante und unterhaltsame Geschichte für zwischendurch, von der ich mir mehr Weihnachtsstimmung erhofft habe. 


***Vielen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***





Samstag, 8. Dezember 2018

Makronen, Mistel, Meuchelmord - Eva Almstädt

Mord und Intrigen sorgen für schaurigen Nervenkitzel in der Adventszeit

 

Die weihnachtliche Kurzkrimi-Sammlung "Makronen, Mistel, Meuchelmord" von der Ostsee bis zu den Alpen aus dem Knaur Verlag umfasst 24 hochspannende Geschichten und kann damit sogar als literarischer Adventskalender dienen. 


Diese 24 mörderischen Kurzgeschichten haben es in sich, jetzt wird es blutig und man hat die Möglichkeit, jeden Tag in der Adventszeit eine neue Story mit Schauderfaktor zu lesen. Für mörderisch gute Unterhaltung in der Adventszeit sorgen:
Eva Almstädt, Gert Anhalt, Jean Bagnol, Raoul Biltgen, Monika Bittl, U.L. Brich, Wolfgang Burger und Hilde Artmeier, Petra Busch, Nicola Förg, Thomas Fuchs, Stefan Haenni, Rudi Jagusch, Thomas Kastura, Ivonne Keller, Regine Kölpin, Iny Lorentz, Bodo Manstein, Judith Merchant, Gisa Pauly, Jürgen Seibold, Arno Strobel, Sabine Trinkaus, Tom Zai und Franz Zeller.




Alle Jahre wieder erscheint im Knaur Verlag eine neue Weihnachtskrimi-Anthologie. 
Namhafte Krimiautorinnen und -autoren zeigen hier ein buntes Kaleidoskop ihres schriftstellerischen Könnens. Hier wird gemordet, betrogen und mit sorgsam ausgeklügelten Intrigen eine besondere Spannung geschaffen, die die Adventszeit mal nicht so friedlich werden lässt.
 

Wie es solche Anthologien an sich haben, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Manchmal geht es blutig und skurril zu, mal kann man miträtseln und es gibt auch Geschichten zum Schmunzeln und dann wird es wieder todernst. 
Diese Weihnachtskrimis kann man als spannende Abwechslung zwischendurch lesen oder sie sich als Adventskalender zu Gemüte führen. 

Die kriminelle Reise startet im Norden in Glückstadt mit einer überraschenden Geschichte um einen gemieteten Weihnachtsmann und seinen Einsatz. Weitere Stationen führen in den Kellerwald, nach Berlin, Bonn und München und der letzte Krimi kommt aus Regensburg. Wir begegnen dank Ivonne Keller auf humorvolle Art dem Nikolaus, basteln einen mörderischen Adventskalender mit Monika Bittl und erleben dank Nicola Förg "Explosive Geschenke". Eva Almstädt lässt uns einen Unfall miterleben, der sich zu einem wahren Alptraum auswächst.

Ich wurde von diesen Krimis immer wieder aufs Neue gut unterhalten und durch den Stilmix wird es einfach nicht langweilig. Wenn es mal die eine Geschichte nicht geschafft hat, mich vollständig zu überzeugen, wartet ja schon die nächste und man kann sich weiteren kriminalistischen Stories hingeben. 
Besonders Rudi Jaguschs unnachahmlicher Erzählstil sorgte mit "Edgar tot unter dem Weihnachtsbaum 2018" für Lesespaß. Bei Iny Lorentz verstirbt eine Großmutter unter dem Weihnachtsbaum und es wird bei den eigenen Großkindern knallhart ermittelt.
    


"Makronen, Mistel, Meuchelmord" ist das perfekte Geschenk für Krimi-Liebhaber. Man hat die Wahl, ob es als Weihnachtsgeschenk unter dem Baum oder als Adventskalender herhalten soll. Frei nach dem Motto: Ihr Mörderlein kommet, o kommet doch all‘!



***Vielen herzlichen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***




 

Freitag, 7. Dezember 2018

Winterwundertage - Karen Swan

Unterhaltsame, winterliche Geschichte mit viel Whisky

 

Der Roman "Winterwundertage" der englischen Autorin Karen Swan spielt in Schottland. Das Buch erscheint seit dem 15.Oktober 2018 im Goldmann Verlag.

Die erfolgreiche Unternehmensberaterin Alex Hyde reist kurz vor Weihnachten für einen Auftrag von London nach Schottland. Auf der abgelegenen Insel Islay soll sie die familiengeführte Whisky-Destillerie »Kentallen« wieder zum Erfolg verhelfen. Lockland, der attraktive, aber schwierige Erbe des Betriebs, macht Alex das Leben schwer und verweigert seine Zusammenarbeit.




"Honig ist zwar süß, aber wer leckt ihn schon gerne von einer Distel? Stimmt´s?" Zitat Seite 597


In diesem Buch geht es auf die schottische Atlantikinsel Islay, auf der es tatsächlich mehrere Whisky-Brennereien gibt. Daher baut die Autorin auch einige interessante Informationen über die Whisky-Herstellung und Verkostung mit ein. 

Die fiktive Geschichte führt Alex in eine ebensolche Destillerie unter Familienführung. Ihre Aufgabe ist alles andere als einfach, denn die Vorstandsmitglieder haben verschiedene Vorstellungen und der Erbe Lochlan lässt sich nicht bevormunden und hält auch nichts von Alex Unternehmensstrategien. Deshalb geraten beide auch ständig aneinander und kommen sich erst durch einen Unglücksfall näher. Doch auch das ist nicht von langer Dauer, Alex Neugierde bringt ihre Beziehung dann wieder in Schwierigkeiten.

Die Handlungsstränge verteilen sich auf zwei Zeitebenen, im Jahr 1918 und 2017. Die ziemlich kurzen Rückblenden sind sehr interessant gemacht, dort geht es um die Schicksale von gestrandeten Soldaten, toten wie lebenden. Hier erfahren wir einiges über die schwierige Benachrichtigung der Angehörigen der Toten und von Lochlans Vorfahren. Dagegen plätschert die aktuelle Geschichte eher vor sich hin, sie lässt sich aber dennoch sehr unterhaltsam lesen.

Mit den Protagonisten Alex und Lochlan konnte ich mich zunächst nicht gerade anfreunden, Alex ist sehr erfolgreich, denn sie ist völlig auf ihren Job eingestellt. Soziales Umfeld ist ihr ein Fremdwort. Sie legt Wert auf Designerkleidung und ist es gewohnt, dass ihre Klienten sich von ihr etwas sagen lassen. Sie wird im Laufe der Geschichte dann aber umgänglicher und nimmt auch mit abgelegter Kleidung vorlieb. 

Lochlan ist ein verstockter und unfreundlicher Zeitgenosse, der zur Jagd geht und auch recht grob werden kann. Seine offene Ablehnung Alex gegenüber kann ich nicht verstehen, denn schliesslich geht es um sein Unternehmen. 
Die gemeinsame Romanze beginnt leider erst im zweiten Teil des Buches, wer also eine romantische Geschichte erwartet, sollte das bei der Entscheidung für das Buch im Blick haben. 
Und erst am Ende erfahren wir auch die Gründe warum Alex sich so sehr in ihren Job flüchtet. Auch Lochlan hat eine andere Seite, die sich erst später zeigt.

Bei dieser Geschichte hat mich das Setting sehr erfreut, die winterlich verschneite Insel habe ich direkt vor Augen gehabt und das gemütliche B&B mit der herzlichen Mrs. Peggie würde ich auch gern mal besuchen. Wie sie sich trotz ihres Alters für ihre Gäste abgemüht und immer wieder aufwendige Gerichte gekocht hat, hat mir sehr imponiert. 

Es werden einige Jagdszenen beschrieben, so geht es auch um die schottische Tradition des sogenannten MacNab. Dabei werden Wildvogel, Fischfang und Hirsch innerhalb von 24 Stunden erlegt. Dies finde ich unnötig genau beschrieben und auch recht grausam, man muss aber sagen, dass hier ein gemeinsames Miteinander von Alex und Lochlan ihre Verbindung festigt. 

Alles in allem eine winterlich anmutende Geschichte, die mir die Gegend stimmungsvoll näher gebracht hat und die für Menschen mit Vorliebe für Whisky sicherlich noch viel ansprechender sein wird. Für kalte Winterabende gut geeignet.   


***Vielen Dank an den Goldmann Verlag und an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***





Swan, Karen - Sternenwinternacht 

Freitags-Füller # 115




In der letzten Woche habe ich meine adventlichen Chorauftritte gehabt. Diese stimmungsvollen Eindrücke und schönen Lieder begleiten mich stets in der Adventszeit, denn ansonsten kann mich der Trubel und die Glühweinbuden auf den Weihnachtsmärkten nicht unbedingt in weihnachtliche Vorfreude bringen. Auf dem Weg von einem Auftritt in der Kreuzkirche zum Bahnhof kam ich dann an einem schön aussehenden Weihnachtsmarktstand vorbei. Es war ausgerechnet ein Glühweinstand, der mich mit seinen Lichtern dann doch regelrecht verzaubert hat. Es sind diese Lichter in der Dunkelheit, die für mich so besonders sind. Sie verbreiten auch Glanz in der Seele. In diesem Sinne: Genießt die Adventszeit! 



 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Im Allgemeinen wird es mit der ganzen Schenkerei zu Weihnachten doch immer mehr übertrieben.

 

2. Ich habe überhaupt keine Lust, mich um Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr zu kümmern.

 

3. Bei diesem Wetter brauche ich jeden Tag morgens, bis ich in Gang bin.

 

4. Bestimmte Dekoelemente müssen bei uns jedes Jahr sein, das erinnert mich sehr an Weihnachten in meiner Kindheit.

 

5. Mein Auto fährt zur Zeit hauptsächlich mein Sohn.

 

6. Die Zeit bis zum Weihnachtsfest vergeht definitiv zu schnell.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine nachbarschaftliche Weihnachtsfeier mit Wichteleinlage, morgen habe ich nichts bestimmtes geplant und Sonntag möchte ich vielleicht in den Berggarten gehen, das ist der botanische und auch schönere Teil der Herrenhäuser Gärten in Hannover.

 

Wie sehen eure Pläne für die nächsten Tage aus?   

 

Ich wünsche einen schönen 2. Advent!

Eure Sommerlese 

  

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Vorstadtgeflüster - Abbi Waxman

Für Freundinnen von Vorabend-Soaps genau das richtige Buch. 


Der neue Roman von Abbi Waxman heißt "Vorstadtgeflüster" und spielt in Los Angeles. Das Taschenbuch erscheint am 20.11.2018 im Rowohlt Verlag.

In einem Vorort von Los Angeles leben vier befreundete Familien harmonisch mit- und nebeneinander. Doch wenn man hinter die Fassaden schaut, entdeckt man die Probleme und Sorgen, die die Menschen beschäftigen und nach außen nicht zeigen wollen. 
Die gute Seele der Straße ist Frances Bloom, Hausfrau und Mutter. Sie übernimmt den Fahrdienst für die sieben Kinder der Straße zur Schule oder Kindergarten. Sie entdeckt bei ihrer Nachbarin Anne deren außereheliches Verhältnis und das bringt die vermeintlichte Idylle ins Wanken.




Frances und Michael leben eine glückliche Ehe, die sich dem Alltag angepasst hat. Durch ihre 3 Kinder hat Frances nicht nur täglichen Stress, sondern auch reichlich zugenommen, was aber beide Ehepartner tolerieren. Im Laufe ihrer Ehe ist ihr Liebesleben ziemlich auf der Strecke geblieben. Frances tröstet sich mit Essen über ihre Probleme hinweg. Vor allem ihre pubertäre Tochter Ava treibt sie oft in den nächsten Kalorienexzess. Außerdem kann sie kein Hilfeersuchen ablehnen und lässt sich von ihren Nachbarn zu sehr vereinnahmen.  

Die anderen Bewohner sind bunt gemischt: Es gibt ein Lesbenpaar mit Kind, ein Vorzeigeehepaar, bei dem ein außereheliches Verhältnis besteht und die Ehe auseinanderbrechen lässt und einen Vater mit seinem Sohn, dessen Frau vor kurzem verschwunden ist.   

In Abbi Waxmans Debüt "Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen" hat sie bereits ihr schriftstellerisches Können bewiesen. Sie bringt lockere Unterhaltung lebendig und mit viel Pepp auf den Punkt und scheut sich auch nicht vor vulgären Begriffen. Sie zeigt in ihrem Roman eine Nachbarschaft, die doch nicht so spießig ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. 


Wer das Buch liest, wird sofort an die Serie "Desperate Housewives" erinnert. Auch dort herrscht offiziell einvernehmliche Harmonie unter den Nachbarinnen und in Wahrheit wird übereinander gelästert und getrascht.

Der leichte Schreibstil passt zu diesem Buch, er zeigt die normalen Pflichten des Alltags mit Haushalt, Eheproblemen, Gewichtszunahme, Unterricht und Erziehung der Kinder und Pubertät auf eine teilweise recht direkte und lebendige Art. Diese Probleme treiben die meisten Familien um und die Sicht der Kinder lässt mich immer mal wieder schmunzeln. 


Die Autorin führt ihre Geschichte durch den Ehebruch in eine bestimmte Richtung, sie bringt ihre Leserinnen dazu, über eine gute Ehe nachzudenken oder wie man sie auch nach langer Zeit glücklich weiter führen kann. 
Durch die verschiedenen Familien bietet sich dem Leser ein reichhaltiges Arsenal an Figuren und Charakteren, die ihre vielfältigen Sichtweisen leben und erklären.  
 

Ein leichter Frauenroman für alle Fans von Vorstadt-Serien, der das Ehe- und Alltagsleben von verschiedenen Seiten beleuchtet und zeigt, dass auch hinter perfekter Fassade alle möglichen Wünsche und Sorgen stecken.


***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***




 

Montag, 3. Dezember 2018

Dornenherz - Karen Rose


Sehr langatmiger, überwiegend spannungsarmer Thriller mit vielen Beziehungsanalysen


"Dornenherz" ist der vierte Band der Dornen-Reihe von Karen Rose und auch der Abschluss der Reihe. Die Reihe der Bestseller Autorin erscheint im Knaur Verlag. 


Meredith Fallon betreut Opfer von sexuellem Missbrauch und hilft ihnen, wieder ins Leben zurückzufinden. Sie gerät ins Schussfeld eines Mordanschlags und hat Glück im Unglück. Den Täter sucht man im Umfeld mit ihren Klientinnen, irgendjemand muss sie zutiefst hassen. Die Cops des Cincinnati Police Departments untersuchen den Fall und besonders Detective Adam Kimble wird ihr schützender Bewacher, denn er fühlt sich von Meredith unheimlich angezogen.



Ich hatte einen nervenzerreißender Thriller erwartet, stattdessen bekam ich eine Story mit reichlich Längen vorgesetzt. Es gibt etliche Nebenschauplätzen der Protagonisten, viele Figuren, die vielleicht in Vorgängerbänden eine Rolle gespielt haben und Spannung wurde durch kaum zu zählende Überfälle mit tödlichem Ausgang erzeugt. Dabei kommt die Protagonistin Meredith meistens glimpflich davon. In den Vordergrund rückt die Ermittlungsarbeit, die weitläufig angelegt ist und sich häufig im Kreis dreht, weil das Motiv einfach nicht erkannt wird. Der Leser wird mit Tätergedanken versorgt und erkennt schnell das Doppelspiel dieses Verbrechers. Er schaltet nach und nach alle Personen aus, die ihm als Zeugen schaden könnten. Seine Person wird erst spät erkennbar. Was Karen Rose bis zur völligen Entnervung des Lesers durchgekaut hat, sind die Analysen von klischeehaften Beziehungsgeflechten. Warum können die sich liebenden Protagonisten denn nun nicht miteinander glücklich werden? Im Bett war das übrigens kein Problem.

Die Autorin kann schreiben, keine Frage, aber wie man so viele Überfälle, Mordermittlungen und Liebesgeplänkel in einem Zeitraum von nur zwei Tagen stattfinden lassen kann, ist mir ein Rätsel. 


Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Sie sind alle voller Probleme, haben seelische Traumata erlitten oder sind anderweitig belastet. Alkoholsucht, Drogenabhängigkeit, Missbrauch und sexuelle Übergriffe auf Minderjährige, fast jeder ist hier vorbelastet. Die Heldin, die für Missbrauchsopfer kämpft ist Meredith, sie ist die Heldin, die einen guten Draht zu allen Sorgenfiguren findet, sie ist die große Sympathiefigur im Buch, deren Charme sich nur der Täter widersetzen mag. 

Einen echten Spannungsbogen habe ich vermisst. Es gibt einige fesselnde Momente, wenn es zu Überfällen und zum Schusswechsel kommt, aber ansonsten plätschert die Handlung so vor sich hin. Häufige Unterbrechungen der Handlungsperspektive sorgt für entnervtes Lesen und die Liebesszenen werden unnötig in die Länge gezogen. Auch das Ende ist nicht perfekt, der Täter ist ermittelt, er wird... und dann geht das Buch noch weiter.  



Bei dieser Reihe werde ich mir die ersten Bände nicht noch antun. Ich war ziemlich enttäuscht von diesem Buch, das ich keinesfalls als Thriller bezeichnen würde. Die Überlänge des Buches ist nicht gleichzeitig ein Indiz für die Qualität, manchmal liegt in der Kürze die Würze.


***Dieses Buch wurde mir dankenswerterweise vom Knaur Verlag für eine Leserunde bei Lovelybooks zur Verfügung gestellt!***


  

Lilly mischt die Schule auf - Enid Blyton

Abenteuer im Internat


Humorvolle und doch lehrreiche Geschichte, wie Kinder sich gegenseitig erziehen können

 

Enid Blyton schrieb ihr Kinderbuch "Lilly mischt die Schule auf" bereits im Jahr 1940. Die deutsche Erstveröffentlichung durch den Knesebeck Verlag erscheint 78 Jahre später im August 2018.  

Enid Blyton wurde 1897 in London geboren und verfasste bis zu ihrem Tod am 28.11.1968 über 700 Bücher und mehr als 10.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt.


Elizabeth Allen ist ein verwöhntes und dickköpfiges Mädchen, wenn sie sich einmal etwas vorgenommen hat, kann sie niemand davon abbringen. Mehrere Gouvernanten sind an ihrer Erziehung verzweifelt und so beschließen ihre Eltern, sie auf ein Internat zu schicken. Dort in der Whyteleafe School benimmt sich Lilly bewusst extrem garstig, um möglichst bald hinausgeworfen und wieder nach Hause geschickt zu werden. Doch in Whyteleafe gibt es Erziehungsmethoden, die auch für Lilly sehr lehrreich sind. Als sie dann auch noch Freunde findet, ist es gar nicht mehr leicht, richtig fies zu sein. 



Dass dieses Buch schon 78 Jahre auf dem Buckel hat, merkt man ihm gar nicht an. Schliesslich sind Ausgrenzung und Zickenalarm auch heute aktuell.

Wir lernen Lilly kennen, die als bitterböses Mädchen ihrem Ruf alle Ehre macht. Ihr Wille, dieses Internat so schnell wie möglich wieder zu verlassen, versucht sie mit beharrlicher Garstigkeit zu erreichen. Aber so einfach ist es dann doch nicht, denn Lilly findet Freunde und weil sie eigentlich eine herzensgute Seele hat, tut sie verbotenerweise reichlich Gutes. Sie entdeckt, wie schön es doch sein kann, andere Menschen zu erfreuen und glücklich zu machen. Das Schulleben macht Lilly zunehmend Spaß, das Lernen fällt ihr leicht und sie darf Klavier spielen und reiten. Doch wenn sie gegen die Schulregeln verstößt, werden ihr genau diese Hobbies gestrichen. So lernt sie, sich anzupassen und ihr großes Herz fällt auch ihren Mitschülern schnell auf.
 
In diesem Internat erziehen sich die Kinder gegenseitig, denn in ihren Versammlungen entscheiden sie über die Verteilung von Taschengeld und bestimmte Vergehen ihrer Mitschüler und die nötigen Restriktionen. Das wirkt bei Kindern entschieden wirkungsvoller als vom Lehrerkollegium.

Wenn Kinder auf Internate geschickt werden, ist das für mich aus heutiger Sichtweise immer etwas befremdlich, auch wenn ich als Kind das natürlich als großes Abenteuer angesehen habe.

Enid Blyton macht daraus eine tolle Geschichte. Sie hat einen wunderbar flüssigen Erzählstil, der für Kinder sehr lebendig und humorvoll die Schwächen der kleinen Lilly aufzeigt. Das Buch zeigt die Willenstärke Lillys, aber auch ihre Sturheit und letzendlich erkennt man ihre große Empathie gegenüber Außenseitern, die ihr nicht nur die Herzen ihrer Mitschüler zufliegen lässt, sondern auch die der Leser.

Unter Kindern gibt es immer Streitigkeiten und Zankerei, aber wenn sie gegenseitig über ihr Fehlverhalten urteilen, bringt das ein besseres Gemeinschaftsgefühl und eine höhere Akzeptanz der Betroffenen. Auch diese Kinder wollen einfach nur dazugehören.


Enid Blyton hat mit diesem Kinderbuch ein allzeit aktuelles Thema aufgegriffen und es kindgerecht umgesetzt. Es ist eine humorvolle und doch lehrreiche Geschichte, die ein ganz besonderes Internatsabenteuer erzählt.   




***Herzlichen Dank an den Knesebeck Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***



Samstag, 1. Dezember 2018

Die Rückkehr der Apfelfrauen - Tania Krätschmar

Gelungene Fortsetzung der Apfelfreundinnen-Story

Leichte Wohlfühlunterhaltung mit Naturnähe, interessanten Charakteren und einer Menge Gefühlen.

Tania Krätschmar nimmt uns mit ihrem Roman "Die Rückkehr der Apfelfrauen" in die Mark Brandenburg. Es ist die Fortsetzung ihres Romans "Eva und die Apfelfrauen" und erscheint im Blanvalet Verlag.


Altweibersommer in der brandenburgischen Provinz: Die Apfelbäume auf Danis Streuobstwiese sind brechendvoll mit Äpfeln. Dabei muss sie gerade jetzt verreisen, können ihre Freundinnen für sie die Früchte ernten? Auf diese Freundschaft ist Verlaß und so reisen Eva, Nele, Julika, Marion und Dorothee in Danis Haus und erleben wunderbare Tage mit kulinarischen Köstlichkeiten rund um den Apfel, müssen aber auch einige Probleme aus dem Weg räumen. Denn Danis Traum vom eigenen Baumblütenhotel wird von einem fiesen Nachbarn behindert. Am Ende findet sich eine Lösung in der Natur. 



Auf ein Wiedersehen mit den Freundinnen habe ich mich seit dem ersten Band um "Eva und ihre Apfelfreundinnen" schon sehr gefreut. Erneut konnten mich die Freundinnen mit ihren Lebensvorstellungen in ihren Bann ziehen.

Dieser Roman ist ein recht typischer Frauenroman, bei dem man sich schnell in die Geschichte verliert. Es ist ein Buch zum Eintauchen und Entspannen.

Der Erzählstil von Tania Krätschmar ist flüssig, locker und sehr einnehmend. Man taucht gern in die Szenerie auf dem Apfelhof ein und erlebt auf diese Weise die Ernte hautnah mit.

Die völlig verschiedenen Frauencharaktere sorgen dafür, dass sich jede Leserin mit einer Figur identifizieren kann und man eigene Charakterzüge entdeckt. Trotz der Unterschiede fügen sich die Frauen wie in einer Familie zusammen.
Gerade die Unterschiede machen die Freundinnen auch so gut vorstellbar, man hat schnell von jeder ein Bild vor Augen. Das wirkt sehr lebendig und es ist schön zu beobachten, wie sie sich gegenseitig ergänzen und unterstützen.
Natürlich gibt es besondere Umstände und Schwierigkeiten, die etwas Spannung aufbauen. Als Gegenpart zu diesen Wohlfühlmomenten gibt es den üblen Nachbarn. Dieser bringt mit seinem unliebsamen Vorhaben vom Bau einer Spielhalle Spannung in die Geschichte, bei der man früh ahnt, wie sie ausgeht, aber das Verfolgen macht dennoch viel Spaß. Die dadurch nötigen Wendungen sind das Salz in der "Apfel-Suppe" und sorgen für eine schöne Unterhaltung mit viel Landleben, jeder Menge Gefühle und letzten Endes auch beigefügten Rezepten mit Äpfeln.


Ein Wohlfühlbuch über Freundschaft, Äpfel, die Liebe und die Natur! Eintauchen und Entspannen ist hier angesagt.



***Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***