Freitag, 18. Juni 2021

hej organic Augen Creme-Serum

Sanfte Pflege, die man spürt

Bei dem dm-Produkttester hatte ich Glück und wurde ausgelost, ich durfte von hej organic das Sensitive Augen Creme-Serum testen. Es kostet bei DM 10,95 Euro und ist sehr ergiebig. 

Meine Haut ist sensibel und relativ trocken, altersmäßig gehöre ich auch schon zur Gruppe der reifen Haut. Ich nutze regelmäßig Augencreme, weil ich viele Lachfältchen besitze.



So sieht mein Testergebnis nach einigen Wochen aus:

Dieses Serum hat mich angenehm überrascht, denn die Pflegewirkung ist wirklich sehr gut. Die Naturpflege kann oft nicht das leisten, was herkömmliche Produkte können. Aber hier bin ich sehr zufrieden mit der Feuchtigkeit, die meiner Haut gut tut. Das Produkt ist sehr ergiebig und zieht rasch ein, der Pumpspender ist absolut hygienisch und das finde ich bei Augencreme wichtig. Die Haut fühlt sich glatt und gepflegt an und spannt nicht mehr. Genauso wünscht man sich ein Serum.

Vielen Dank für dieses Testmuster!



Freitags-Füller # 243

 

 

Kaum zurück aus dem Urlaub lähmt mich die Hitze und ich vermisse die frische Brise der Nordsee und die erträglichen Temperaturen. Immerhin zeigen mir meine Pflanzen mit herrlichen Blütenpracht, dass sie sich auf mich freuen.


 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

Dies ist ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen von Barbara von  Scrap-Impulse.


1. Vorübergehend ist mir gerade viel zu warm.


2. Bratwurst und Paprika esse ich gerne vom Grill.

 

3.  Ich könnte mal wieder einen Eisbecher essen.

 

4. Abends lese ich, egal wie müde ich bin.

 

5. Mein Rezept für einen Bisquitkuchen mit Obst ist besonders einfach und gelingsicher.

 

6. Auch wenn die Inzidenzen sinken und die Fußball-EM für ausgelassene Stimmung sorgt, ich traue dem Braten noch nicht so ganz und bleibe vorsichtig - trotzdem.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine ruhige Kugel auf dem Sofa mit einem längeren Telefonat mit einer Freundin, morgen habe ich geplant, die Hitze des Tages irgendwie weiter auszuhalten und Sonntag warte ich auf einen erfrischenden Regenschauer. 

 

Habt alle ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße,

Eure Sommerlese

Donnerstag, 17. Juni 2021

Kahlo - Eckhard Hollmann

Ein wunderbares Buch über die Ikone Frida Kahlo

Lebensgeschichte und künstlerisches Wirken mit reichlich Hintergrundwissen erklärt. Die gezeigten Bilder lassen die Schaffensphasen besser nachspüren. 

"Kahlo" von Eckhard Hollmann ist Band 6 der Paperback-Reihe "Große Meister der Kunst" aus dem Prestel Verlag.

Frida Kahlo (1907-1954) war eine exzentrische Persönlichkeit und Künstlerin von circa 143 Gemälden. In diesem Buch erfahren wir mehr über ihr Leben, ihre frühe Krankheit, ihre schwierige Beziehung zu Diego Rivera, aber auch über ihre unterschiedlichen Liebschaften und den Hang zur mexikanischen Folklore, sowie ihr politisches Engagement ihrer kommunistischen Gesinnung. 

 


Das Buch gliedert sich nach der Einleitung in zwei Hauptkapitel: Leben und Werke. Beginnend mit ihrer Jugend in Mexiko wird Fridas Leben mit all seinen Schattenseiten dargestellt. Abgebildete Fotos ihrer Familie, Weggefährten und Zeitgenossen zeigen einen bildhaften Eindruck der Menschen aus Fridas Leben, in kurzen Abschnitten gibt es nähere Erläuterungen und daneben wird auch Bezug genommen zu ihrem künstlerischen Werk.  

Die Werke Frida Kahlos gehören zu den berühmtesten Bildern des 20. Jahrhunderts. Ihre künstlerische Aussage ist mal exotisch und sinnlich, mal explosiv, aber immer Ausdruck ihres Schmerzes. 
Wenn man sich ihr Leben näher kennt, weiß man waru. Mit 18 erlitt sie einen fast tödlichen Unfall, dazu kamen gesundheitliche Probleme, eine turbulente und abhängige Beziehung und Ehe, Fehlgeburten und Kinderlosigkeit, doch diese Schicksalsschläge verwandelte die Künstlerin in einzigartige Kunst.

Eckhard Hollman widmet sich einer Auswahl ihres künstlerischen Schaffens, das dem Surrealismus zugeordnet werden kann. Die Bildbeschreibungen und näheren Informationen über die Entstehungshintergründe der Werke lassen die Bilder besser verstehen und die ungewöhnliche Faszination dieser Frau aufleben. Man kann den Schmerz in Kahlos Bildern erkennen, es scheint, als hätte sie all ihr körperliches und seelisches Leiden in Schaffenskraft für ihre Kunst verwandelt. Ihre Bilder bringen zum Ausdruck, wie sie ihre Lebenssituation mit ihrem persönlichen Leiden empfunden hat. 



Die Druckqualität ist hervorragend und wirkt sehr hochwertig und das alles zu so einem geringen Preis. Für Bildbände muss man sonst auf dem Buchmarkt viel tiefer in die Tasche greifen.

Dieses umfassende Buch lässt uns einen Blick hinter die Entstehungsgeschichte von Frida Kahlos Werke werfen und mehr über ihr aussergewöhnliches Leben erfahren. In Wort und Bild spürt man die Schaffenskraft der Frida Kahlo, die noch lange nach ihrem Tod als Ikone gilt.

***Herzlichen Dank an den Prestel Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***


Mittwoch, 16. Juni 2021

Wenn Wattwürmer weinen - Christiane Franke

Humorvoller Urlaubskrimi mit schrägen Figuren, einem gut durchdachten Krimifall und leckeren lokalen Spezialitäten

Der Rotweinmörder geht um

"Wenn Wattwürmer weinen" ist der 8. Band der Ostfriesen-Krimireihe von Christiane Franke/Cornelia Kuhnert aus dem Rowohlt Verlag.

Postbote Henner findet am Strand von Neuharlingersiel die Leiche des Marketingmanagers Ulfert Johannsen. Nach der Obduktion steht fest, er wurde vergiftet. Die Kripo vermutet hinter dem Mord eine von Johannsens Frauenbekanntschaften? Das Kult-Trio Rudi, Henner und Rosa steckt wieder mittendrin in einem neuen Fall und besonders Rosa bekommt ihre Infos durch den üblichen Dorfklatsch.  


Das Trio ist mal wieder in seinem Element, Mordfälle aufklären gehört zu ihren liebsten Hobbies. Sie bekommen heraus, dass Johannsen und auch der kürzlich verstorbene Rektor der Grundschule zu einer  Jägerschaft gehören. Was haben beide Fälle miteinander zu tun? 

Rosa bekommt Heiratsavancen und hat eigentlich andere Sorgen als den Mordfall, doch dann wird auch dieser für sie zu einer persönlichen Angelegenheit. Bei ihrem Freund Holger, der bei einem Unfall getötet wird, wird Gift nachgewiesen, wie auch im Fall von Johannsen.  , als auch noch ihr Freund Holger bei einem Unfall ums Leben kommt und bei ihm das gleiche Gift nachgewiesen wird.

In diesem Fall liegen Freud und Leid nah beieinander und es sind eine Menge Emotionen im Spiel. Über die Dialoge und skurrilen Figuren muss man immer schmunzeln, aber der Verlust eines geliebten Menschen ist nicht so einfach. 

Diese Krimireihe punktet wie immer mit einem interessanten Fall, reichlich Humor und der eingestreute Lokalkolorit sorgt für gute Unterhaltung. Einige angehängte Rezepte locken zum Nachkochen. 

Ein humorvoller Urlaubskrimi mit schrägen Figuren, einem gut durchdachten Krimifall und leckeren lokalen Spezialitäten, ein echtes Lesevergnügen!


Anaconda Taschenführer Vögel - Thomas Launois

Richtig klasse! Praktische Bestimmungshilfe der heimischen Vogelwelt   

Im Anaconda Verlag erscheint der "Taschenführer Vögel" von Thomas Launois.

Wer sich für die heimischen Vögel interessiert, bekommt hier die 70 häufigsten Vogelarten als Steckbrief über Erscheinungsbild, Lebensraum, Verhalten, Brutzeit und Vorkommen vorgestellt. Die farbigen Illustrationen lassen jeden Vogel in der Natur wiedererkennen und mithilfe der integrierten QR-Codes lässt sich die Singstimme jedes einzelnen Vogels mit dem Smartphone kostenlos abrufen. 

 


Welcher Vogelfliegt denn da? 

Die Vogelwelt Deutschlands ist vielfältig, mit diesem Buch lernt man die häufigsten Vogelarten in Feld, Wald und Flur näher kennen und erfährt mehr über ihre Besonderheiten und speziellen Lebensräume.

Dank des kleinen Formats ist das Buch perfekt für unterwegs, es passt in jede Jackentasche. 

Sehr hilfreich ist die kurze Einführung über Vögel allgemein, dann werden die Vogelarten nach ihren Lebensräumen zusammengefasst und vorgestellt. Die Einteilung erfolgt nach Parks & Gärten, Wald & Wiese, Gewässer und am Ende werden die Greifvögel gezeigt. 

Die Illustrationen sind sehr originalgetreu, sodass die Wiedererkennung einzelner Vögel nicht schwer fällt. Zu jeder Vogelart werden die wichtigsten Fakten zusammengetragen, wie Größe, Aussehen, Verhalten, Fütterung und andere wissenswerte Infos.  


Ich finde die Aufteilung und die detailgetreuen Zeichnungen sehr gelungen und die kurzen Informationen geben einen kurzen und dennoch umfassenden Einblick in die jeweilige Art, sodaß man schnell die wichtigsten Merkmale und Besonderheiten erfahren kann. 

Ob die allgegenwärtigen Amseln, Sperlinge oder Meisen oder aber besondere Vogelarten wie Bienenfresser oder der seltene Wiedehopf, dieses Buch zeigt sie alle und das sogar in praktischem Format. Das gefällt mir richtig gut. Der gute Überblick über die Vogelwelt und der günstige Preis machen es perfekt als kleines Geschenk, aber auch für Kinder zum Beobachten von Vögeln (Birden) im Urlaub. Richtig klasse sind die QR-Codes, durch die man die passende Singstimme auf dem Smartphone abhören kann. Wer die Stimmen erst einmal kennt, der wird die Vögel immer wieder erkennen.

Die Tipps zur Vogelbeobachtung verraten günstige Stellen und weitere Hinweise, sodaß man mit viel Vorfreude das Buch bei der nächsten Wanderung oder beim Spaziergang einsetzen kann. 

Ein praktischer und handlicher Ratgeber zur Vogelerkennung, der tolles Bildmaterial und viele nützliche Informationen auf kleinstem Raum bereithält.

 ***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Anaconda Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

                                 


Montag, 14. Juni 2021

Hey June - Sonja Rüther

Musik verbindet

Eine tiefgründige Lektüre über ein berührendes Schicksal und die Liebe zur Musik  

Sonja Rüthers Roman "Hey June" erscheint im Knaur Verlag.  

Leah ist Architektin, sie beschließt für ein Großprojekt nach Leipzig zu ziehen. Ihr Freund Peer ist nicht sehr begeistert, möchte Leah am liebsten sofort heiraten, ihr die berufliche Chance aber auch nicht nehmen und akzeptiert zähneknirschend die Wochenendbeziehung. Als Leah dem Antrag zustimmen will, begegnet sie einem Fremden und wartet mit der Zusage. Aus dieser Begegnung entsteht eine musikalische Zusammenarbeit und noch viel mehr...   



Bei diesem Roman zeigt der Prolog schon einen Blick in die Zukunft, der das Drama der Geschichte ein wenig erahnen lässt. Das steigert das Interesse und so verfolgt man gespannt, wie sich Leah und der Komponist Henry in einer Bar kennenlernen, miteinander über tiefgründige Themen ins Gespäch kommen und sich als June und Johnny unvoreingenommen näher kommen. Johnny verzaubert June mit einem selbstkomponierten Musikstück und sie verlieren sich in langen Dialogen. Es sind diese realistischen Gespräche, die dem Buch die entscheidende Würze geben und durch die man die Figuren näher kennenlernt. Dazu gibt es ein wenig Humor, um die Schwere der Dialoge, die manchmal ein wenig ins Pathetische abgleiten, zu mildern. Das Liebesdrama rückt unweigerlich in den Vordergrund, trotzdem ging das Setting und die musikalische Rahmenhandlung nicht unter. Ein wenig mehr Romantik hätte ich mir zwar gewünscht, doch die Geschichte hat dafür andere Punkte, die für den Verlauf entscheidend sind. 

Am meisten hat mir gefallen, wie bildhaft und realistisch die Autorin die Ortsschausplätze in die Handlung einbindet. Durchgängig werden Szenen einer fiktiven Oper, das Leipziger Stadtbild und die Liebe zur Musik als roter Faden in die Geschichte gewebt und bilden das verbindene Element. 

Auf bildhafte Weise beschreibt Sonja Rüther die Musik und die künstlerischen Ideen, die Menschen, Orte und Situationen sehr stimmig und ihrem lockeren und flüssigen Erzählstil folgt man ihr gern.
 

Dieser Roman ist besonders durch die Liebe zu Leipzig, zur Musik und natürlich der Liebe selbst. Musik entwickelt in Menschen ungeahnte Gefühle, die hier gut als Story umgesetzt wurden.

 

***Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

                                           

                                      

Sonntag, 13. Juni 2021

Die Pension der gebrochenen Herzen - Karine Lambert

Klischeehafte Geschichte, reicht nicht an die anderen Bücher der Autorin heran

Im Diana Verlag erscheint Karine Lamberts neuer Roman "Die Pension der gebrochenen Herzen".

Fünf frisch gebackene Single-Männer philosophieren darin über die Liebe, Gefühle und Beziehungen. 



Max hat eine alte Schule gekauft und renoviert sie mühevoll, viel Zeit für seine Partnerschaft mit Louise bleibt da nicht und gefrustet verlässt sie ihn. Nach und nach ziehen vier Männer bei ihm ein, die ebenfalls von ihren Frauen verlassen wurden. Das Zusammenleben läuft nicht ohne Reibereien, es prallt eine Menge Testosteron aufeinander, aber die Männer lernen, miteinander auszukommen. Sie renovieren gemeinsam die Schule und diskutieren über Frauen, Sex und ihre Gefühle. Wie können sie mit ihren Ansichten Frauen gewinnen, oder müssen sie sich verändern und mehr auf die Frauen eingehen? Egal, für die Liebe sind sie zu vielem bereit.  

Max vermisst Louise und leidet unter der Einsamkeit, als großherziger Mensch gibt er vier Männern ein Obdach in der alten Schule. So unterschiedlich die Männer auch sind, sie werden zu Freunden, weil sie sich gegenseitig öffnen und am Ende auch Fehler eingestehen müssen. 

Die Charaktere bergen viele individuelle Einstellungen, die die Sicht von Männern auf die Frauen klischeehaft beschreibt. Als einziger Mann konnte bei mir Max Sympathiepunkte gewinnen, mit allen anderen wurde ich nicht warm. Außerdem fehlte es an Spannungsmomenten, wobei der Erzählstil sehr flüssig, ansprechend und unterhaltsam wirkte. Aber die Renovierungsvorgänge und die jeweiligen Beziehungsgeschichten der Männer fand ich recht langweilig.

Die Frauen kommen bei dieser Geschichte nicht so gut weg, sie werden als Feministinnen beschimpft und als Lustobjekt beschrieben, meistens auch sehr selbstsüchtig dargestellt. Was erwarten diese Männer von ihren Frauen? Darüber machen sie sich in langen Gesprächen ihre einseitigen Überlegungen. Gemeinsam als Paar über ihre Wünsche zu sprechen, dieser Gedanke kommt ihnen scheinbar gar nicht.  

Ein Buch zum Nachdenken über Rollenklischees, über Geschlechter-Wunschdenken und über die Liebe. Die anderen Romane der Autorin haben allerdings mehr Niveau. 

***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den Diana Verlag!***

 

                    

Wochenrückblick KW 23/2021

 




Was habe ich diese Woche eigentlich gemacht?

Urlaub an der Nordsee ist für mich immer wieder ein Erlebnis, weil ich die endlose Weite des Meeres, den langen Sandstrand und die Wellen sehr mag. Und wenn die Sonne mal zu sehr brennt, gehen wir in den Wald, dort ist es angenehm schattig.


Gesehen:  

Kein TV

Gehört/Gesungen:

Straßenmusiker mit Gitarre, zuerst war es ganz schön, dann nach 5 Stunden Dauerbeschallung in Endlosschleife war es aber auch gut.

Gelesen:  
 
Eine Rezi folgt noch... 
 

    Getan: 
     
    Einen Großteil meiner Urlaubslektüre durchgelesen, jetzt fehlt noch der neue Fitzek und Hey June. Viel Rad gefahren, Schafen beim Grasen zugeschaut, Feldlerchen zugehört, wie sie zwitschernd und flatternd in der Höhe jubilieren.
     
    Gefreut:  
     
    Über recht schönes Wetter und Strandspaziergänge an frischer Luft. Bisher hatten wir noch keinen Tag Regen hier an der Nordsee. Es erstaunt mich immer wieder, wie schnell hier windstille Sommertage mit stürmischem Herbstwetter abwechseln. 
     



    Gegessen:

    Schnitzel mit Spargel und Bratkartoffeln; Flusskrebsschwänze mit Salat; Pellkartoffeln mit Nordseekrabben und Tomatensalat; Salat mit Calamaris;  Seelachs mit Salat und Kartoffelwedges; Matjes Hausfrauenart mit Pellkartoffeln; Seelachs mit Bratkartoffeln;   





    Gedacht: 

    Wie lecker der Kuchen hier ist! 


    Gefeiert:

    Keine Feier, dafür jeden Tag hier am Meer genossen.
      
    Geärgert:  

    Kein Ärger  

    Gekauft:

    Deutsche Erdbeeren, total süß und lecker. 


     

    Geklickt:

    Nachrichten
     

    Ich wünsche euch eine schöne Woche,


    Eure Sommerlese

    Samstag, 12. Juni 2021

    Sieben Tage am Meer - Ella Rosen

    Ein nachdenklicher, vergnüglicher und emotionaler Roman, der deutlich macht, wie der veränderte Blickwinkel auch das Leben verändern kann.

    Der Roman "Sieben Tage am Meer" von Ella Rosen erscheint bei Bastei Lübbe.


     "Es ruckelt ein bisschen, wenn das Leben in den nächsten Gang schaltet" Zitat

    Bei einem Mädelswochenende auf Sylt kocht bei den Freundinnen Gitta, Marlies und Cornelia alles hoch was in ihrem Leben nicht nach Wunsch verlaufen ist. Gitta hätte gerne ein Kind bekommen, Cornelia erhoffte sich eine Karriere als Musikerin und Marlies hat zwar drei Kinder, doch ihr Mann hat sie nach langer Ehe für eine Jüngere verlassen. Alle drei ergehen sich in ihrem Jammer, der Gin Tonic fließt reichlich und in der Nacht träumen sie alle von einem Engel, der sie ermahnt, doch dankbarer für die positiven Dinge ihres Lebens zu sein. Was hat das zu bedeuten? 

    Die Freundinnen sind Frauen Anfang 50 und haben alle ihr Päckchen des Lebens zu tragen, nicht alle Dinge erfüllen sich. Das Wochenende und die trügerische Erscheinung des mahnenden Engels bringt sie alle dazu, alles Belastende hinter sich zu lassen und auf neue Dinge zuzugehen. Nach und nach können sie die Schattenseiten ihres Lebens als Teil von sich selbst akzeptieren und sie können die positiven Dinge mehr schätzen. Sie werden offener, sehen die Sorgen und Nöte anderer Menschen und können dank ihrer Lebenserfahrung Unterstützung und Hilfe anbieten, die dankend angenommen wird. Diese Erlebnisse sind erfüllender als die Lebenswünsche, die sie noch zuvor vermisst haben.

    Dieses Buch ist in gewisser Weise ein Wohlfühlbuch, denn ich habe die Freundinnen gerne begleitet.  Hier werden Frauen gezeigt, die die schlechten Seiten ihres Lebens als Teil von sich annehmen und bereit sind, Neues zu wagen. Gespannt und nachdenklich begleitet man die Protagonistinnen und erlebt humorvolle und emotionale Momente, wie sie allmählich ihre Unzufriedenheit überwinden und nicht mehr ihren verpassten Chancen nachtrauern. Dank des Engels, der ihnen im Traum erscheint, bekommen sie den entscheidenden Ruck, ihr Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und sich für das Gute dankbar zu zeigen. Sie ändern den Blickwinkel und ernten Glück, Zufriedenheit und Erfüllung, die sie mit ihrer negativen Sichtweise nie erreicht hätten. 

    Bücher mit Engeln sind mir meistens etwas suspekt, doch hier war das genau im richtigen Maß eingesetzt und nicht zu esotherisch. Anfangs erschienen mir die Frauen sehr jammerhaft und negativ, aber je mehr man ihre Lebensumstände erfährt, umso mehr entwickelt man Verständnis für sie und das weckt Sympathie. 

    Ella Rosen zeichnet reale Frauenbilder, die verpassten Chancen des Lebens nachtrauern. Sie schreibt leicht, humorvoll und mit emotionaler Tiefe und erzählt, welche Dinge im Leben wichtig sind. Wenn man den Blick auf die positiven Dinge lenkt, erscheint das nicht Erreichte nicht mehr so grau und das Leben wieder lebenswert und voller schöner Aussichten. 


    Ein nachdenklich machender Roman, der deutlich macht, wie der veränderte Blickwinkel das Leben zum positiven verändern kann.    Unterhaltsam und voller Emotionen ist das eine Wohlfühllektüre, die das Leben beschreibt mit allen negativen und positiven Seiten. 


                        

    Freitag, 11. Juni 2021

    Freitags-Füller # 242

     


    Das ist keine Aufnahme moderner Kunst, sondern ein Strandfoto mit ganz viel Sand, etwas Wasser und Horizont. Wir genießen unseren Urlaub an der Nordsee. Die Sonne lockt zum Strandspaziergang, die Luft und die Natur sind wieder wunderbar. Getestet wird alle paar Tage und wir fühlen uns mit den nötigen Vorsichtsmaßnahmen recht sicher. Meine mitgebrachte Lektüre schaffe ich wahrscheinlich auch. 


     

    Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

    Dies ist ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen von Barbara von  Scrap-Impulse.


    1. Die Fußball EM interessiert mich überhaupt nicht. Die werden behandelt wie Stars, auch so bezahlt und sind doch im Grunde nur Sportler wie Tausende anderer Menschen auch. Profisport ist meiner Meinung nach eine sehr fragwürdige Sache.


    2. Mein Herz schwankt zwischen Erleichterung wegen der fallenden Inzidenzen und der Sorge vor der nächsten Welle im Herbst.

     

    3. Mein Lieblingseis ist Pistazie, Zitrone, Himbeer und Malaga. Noch Fragen? :-)

     

    4. Sommerlese, so würde mein Leben als Fernsehserie heißen.

     

    5. Du merkst, dass du alt wirst, wenn die ersten Falten kommen, es hier und da im Gebälk knackt und du dich für medizinische Themen interessierst. 

     

    6. Für die Impfung meiner Kinder warte ich immer noch auf eine gute Nachricht.

     

    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die eine lange Runde Lesen auf dem Balkon, morgen habe ich geplant, mir einen schönen Tag zu machen und Sonntag warte ich mal das Wetter ab. 

     

    Habt alle ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße,

    Eure Sommerlese

     

    Montag, 7. Juni 2021

    Petra Durst-Benning - Die Fotografin - Das Ende der Stille

    Ein fesselndes Finale, das die Figuren noch einmal begleitet

    "Die Fotografin - Das Ende der Stille" von Petra Durst-Benning aus dem Blanvalet Verlag ist der 5. und finale Band der Reihe, in der wir Mimi Reventlow von den Anfängen als Wanderfotografin bis zur Stummfilmzeit begleiten.

    Münsingen/Hollywood 1919: Mimi Reventlow und ihr langjähriger Geschäftspartner Anton haben sich endlich ihre Liebe gestanden, aber Mimi will immer noch nicht heiraten. Antons stürzt sich in sein  Engagement für die Kriegsversehrten und stellt Prothesen her. Mimi entscheidet sich für einen neuen Arbeitsauftrag, der sie nach in Hollywood führt, dort soll sie für einen Stummfilmstar einen Bildband mit Fotografien erstellen. Sie ahnt noch nicht, dass die Schauspielerin "Chrystal Kahla" in Wahrheit Christel Merkle ist, die 1911 aus Laichingen spurlos verschwand. Was steckt hinter diesem Auftrag?

      



    "Die Fotografin - Das Ende der Stille" stammt aus der Feder von Petra Durst-Benning und ist der fünfte und abschließende Band ihrer Fotografinnen-Saga. Ein gelungenes Finale, das mir ebenso wie die vier Vorgänger ein paar wunderbare Lesestunden bescherte. 

    Dieser Band zeigt auf spannende Weise die Weiterentwicklung der bisherigen Figuren. Wir erleben Mimis größtes Abenteuer, sie reist nach Amerika, genauer gesagt, nach Hollywood. Dort genießt sie ihre Freiheit und erlebt eine ganz andere Welt als in Münsingen. Der Hauptteil dieses Romans dreht sich um Chrystal und ihr Leben in Amerika.

    Anton wagt nach Mimis Entscheidung, ebenfalls seiner Bestimmung zu folgen, der Bau von Prothesen  ist ihm ein Herzenswunsch, dem er sich ganz und gar verschreibt. Währenddessen wagt Künstler Alexander/Paon in Kreuznach einen Neuanfang und verliebt sich. In Amerika treffen wir auf Chrystal, die sich als Antons Ex-Freundin Christel aus Laichingen entpuppt. Sie ist inzwischen ein gefeierter Stummfilmstar und hat harte Jahre hinter sich. 

    Sehr eindrucksvoll schildert die Autorin die Zeit der Stummfilmära und die Anfänge Hollywoods, es sind Geschichten, die unterhaltsam und mit interessanten Details über das Filmgeschäft informieren.  Dabei werden historische Gegebenheiten eingebaut, die uns echte Filmgeschichte und Drehaufnahmen dieser Zeit näher bringen.

    Wieder einmal gelingt es Petra Durst-Benning mit ihrer eingängigen, flüssigen und lebendigen Erzählweise, mit dieser Geschichte zu fesseln. Die einzelnen Schicksale sind uns im Laufe der Reihe  näher gekommen und so verfolgt man gespannt die persönlichen Lebenswege und -entscheidungen.

    Das Leben in Amerika und besonders in der Stummfilmszene erleben wir Leser, indem wir an Mimis Seite Chrystals Schilderungen folgen. Chrystal hat sich ihren Platz im Filmgeschäft teuer erkauft und so erging es auch vielen anderen Frauen. Mimi bekommt genügend Material für ihre Biografie, sie macht ihre Arbeit, freundet sich mit ihr an, merkt aber, eine Frau wie Chrystal darf man nicht verärgern.

    Am Ende der Reihe finden die Freunde 1930 wieder zusammen und man schliesst zufrieden das Buch. Wir wissen, welche problematischen Zeiten auf sie zukommen. Zu diesem Zeitpunkt sind sie alle zuversichtlich und blicken optimistisch in die Zukunft. So ein Ende wünscht man sich bei einer Reihe. 
     

    "Die Fotografin - Das Ende der Stille" zeigt einmal mehr die erstaunliche Erzählkraft von Petra Durst-Benning und lässt uns diese Zeit aus amerikanischer Perspektive betrachten. Ein Roman, der das Zeitgeschehen und die Protagonisten auf interessante Weise begleitet.

     

    ***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***