Donnerstag, 31. August 2023

Lesemonat August 2023

 






Wettermäßig war der August wechselhaft, mal recht warm, aber so schwül, dass es auch nicht schön war, dann wieder regnerisch und irgendwie gar nicht wie ein beständiger Sommermonat. Am heißesten Tag (ist doch klar, oder?) war ich war auf einer tollen Geburtstagsparty mit vielen netten Leuten und gutem Essen, dort konnte ich nach langer Zeit mal wieder ausgiebig tanzen und richtig Spaß haben. 

Einen Ausflug nach Celle habe ich total genossen, die schönen historischen Häuser in der Altstadt bewundert und war mit meinem Mann lecker Sushi essen.

 

Und meine Marmeladenvorräte habe ich weiter aufgestockt, als letztes Obst habe ich Mirabellen verarbeitet. Jetzt ist aber im Keller auch das letzte Regal gefüllt und der Wintervorrat ist gedeckt. 

 
Das Wetter hat auch dafür gesorgt, das ich viel gelesen habe. Es waren einige Wunschbücher dabei, die mich mitgerissen oder wunderbar unterhalten haben, einige Kinderbücher, deshalb ist die Anzahl der gelesenen Bücher auch wieder recht hoch. Und der Monat fing gleich mit einem Highlight (Perlenbach) an. 

Es wurden insgesamt fünf mal fünf Sterne, dreizehn mal vier und vier Bücher bekamen drei Sterne. Ohne einen echten Flop bin ich super zufrieden mit diesem Monatsergebnis!

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Monatsübersicht nach Genres 22:


Krimi:                      5
Thriller:                    1
Roman:                    3
Histor. Roman          2
Kochbuch:                1
Sachbuch:                4      
Kinderbuch:              5
Biografie:                 1


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Meine Buchlieblinge im August:    

  

Perlenbach - Anna Maria Caspari
 
                                       
 
So einen bewegenden, fesselnden und tiefgründigen historischen Roman habe ich lange nicht mehr gelesen. Dieses Buch über die Eifel und ihre Bewohner um 1900 ist interessant und einfach grandios!
 
Sonne über Gudhjem - Michael Kobr
 
                                 

Auf diesen Bornholm-Krimi von Kluftinger-Autoren-Vater Michael Kobr habe ich mich schon lange gefreut, in der Hoffnung, dort eine Person wie Klufti vorzufinden. Das war nicht der Fall, muss es aber auch gar nicht, denn dafür gibt es jede Menge andere sympathische und interessante Figuren, allen voran der Insel-Ermittler Lennart Ipsen, der auf Bornholm zur Ruhe kommen möchte. Für mich hat dieser Wohlfühl-Krimi mal wieder Highlight-Potential. 

Aenne und ihre Brüder - Reinhold Beckmann
 
 
                               
 
 
Auch wenn ich dieses Buch nicht mit fünf Sternen bewertet habe, so war es ebenfalls ein unvergleichliches Buch. Es handelt von der Tragik eines Lebens im Krieg, was einen tödlichem Ausgang für die vier Brüder der Mutter Reihnhold Beckmanns bedeutete. Die Verbindung zwischen persönlicher Familiengeschichte und Einblicken in die politische Entwicklung Deutschlands und in das gesellschaftliche Geschehen mit Kriegsbeschreibungen haben mich sehr betroffen gemacht. Die historischen Hintergründe waren mir im Vergleich zu Aennes Erlebnissen etwas zu ausufernd geraten. Das mag aber anderen Leser:innen eher liegen. 

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Die meistgeklickten Blogbeiträge im August:

Blog-Aufrufe:
10.771 März
  7.074 April
  8.379  Mai
  6.640 Juni 
  6.697 Juli
  4.398 August
 
Der August war somit besuchsärmster Monat in diesem Jahr, die Urlaubszeit lässt grüßen. Es macht sich ein Trend bemerkbar, Blogs sind wohl nicht mehr so angesagt. Dafür geht es auf Instagram richtig rund, meine Followerzahl ist auf über 1800 angewachsen. 
Mittelmäßiges Interesse verzeichnen einzelne Rezensionen, aber die meisten Besucher schauten sich den Lesemonat, die wöchentlichen Rückblicke und die Top-Ten-Thursday-Beiträge an.  
   

Folgende Buch-Rezensionen wurden häufig angesehen:  

Die Bücherjägerin - Elisabeth Beer

                        

Dieser Roman dreht sich um Trauerbewältigung, um alte Bücher und die Suche nach einer Karte. Die speziellen Charaktere und ihre Erlebnisse haben mich berührt und an das Buch gefesselt.  

 
 
                          
 
Gesund, günstig, nachhaltig und dabei noch lecker. So sind die Kochideen mit den Zutaten aus der Gemüseecke. Der kleine Preis bietet sich an, dieses Buch mal als Geschenk mitzubringen. 
             

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Ende des Monats kam unsere Tochter noch ein paar Tage zu Besuch, ein kleiner Umzug musste untergebracht werden und nun geht es für meinen Mann und mich eine Woche an die Ostsee. Der Koffer und die Büchertasche müssen noch gepackt werden und ich hoffe, die Regenkleidung wird nicht unser Dauerbegleiter.  

 

Ich wünsche euch einen schönen September!

Eure Sommerlese! 

Mittwoch, 30. August 2023

Alva und das Leuchten der Erinnerung - Valeria Docampo

Die Besonderheit von persönlichen Erinnerungen

 
Im Mixtvision Verlag erscheint Alexandra Helmigs Bilderbuch "Alva und das Leuchten der Erinnerung" mit Illustrationen von Valeria Docampo.
 
Alva lebt allein auf einer Insel und hütet die Erinnerungen der Menschen, die auf Wolken angeschwebt kommen. Lustige, traurige und schöne Erinnerungen, um die sich Alva kümmert, sie säubert, trocknet und darauf aufpasst, damit sie erhalten bleiben. Als eines Tages keine Erinnerungen mehr auftauchen, ist Alva beunruhigt und macht sich auf den Weg in die Stadt, sie möchte herauszufinden, ob die Menschen sich nicht mehr erinnern.  
 

Alexandra Helmig erzählt eine zauberhafte Geschichte über das Glück, die Kraft und die Wertigkeit von Lebenserinnerungen. Alva findet heraus, dass die Menschen in ihrem hektischen Lebensalltag nur noch wenig Zeit für solche Momente haben und bringt sie dazu, sich wieder an etwas Besonderes zu erinnern.

Die zarte Farbgestaltung dieses schönen Bilderbuches in Beige, Blau und Braun untermalt die Geschichte ganz wunderbar. Die kurzen Texte sind für Kinder und Erwachsene geeignet und rücken die Bedeutung von Erinnerungen unseres Lebens in den Mittelpunkt. Es tut gut, sich an bestimmte Dinge und Menschen zu erinnern.  


 
Wir Menschen tragen unsere persönlichen Erinnerungen tief in uns, viele schöne oder auch traurige Momente, die unser eigenes Leben ausmachen. Dieses farblich sehr harmonisch gestaltete Buch mahnt uns, in unserem Alltag auch mal wieder an vergangene Momente zu denken, die uns am Herzen liegen. Es tut gut, sich an bestimmte Dinge und Menschen zu erinnern.
 

***Herzlichen Dank für diesen Buchgewinn auf Lovelybooks!***




Wir gehen nach Hause, kleiner Tiger - Carolina Búzio

Ein spaßiges Mitmachbuch mit vielen Tieren des Dschungels

 
Im Penguin Junior Verlag erscheint das Bilderbuch "Wir gehen nach Hause, kleiner Tiger" von Carolina Búzio. Für Kinder ab zwei Jahren. 
 
Der kleine Tiger hat sich verlaufen und sucht sein Zuhause, genauso ergeht es anderen Tieren des Dschungels, wie dem kleinen Papagei, dem kleinen Elefant und dem kleinen Krokodil. 
Hilf den Tieren mit dem beweglichen Schiebeelement, ihren Nachhauseweg zu finden.  
 
 

Dieses bunt illustrierte Buch kommt mit wenig Text aus und es können sich schon die Kleinsten ab zwei Jahren aktiv beteiligen und Tiger, Papagei, Elefant und Krokodil den Weg durch den Dschungel zeigen. 
Dank des beweglichen Schiebeelements ist ihr Heimweg vorgezeichnet und führt zu ihrem Zuhause, vorbei an vielen Dingen, die es unterwegs zu entdecken gibt. Diese Details sind separat aufgeführt und können im Wimmelbild mit der Spurrille gesucht und entdeckt werden. Das macht nicht nur Spaß, es fördert das Sprachvermögen und das Erkennen von Dingen aus der Natur. Mango, Baumstamm, Schlange, Schilf oder Fische, auf dem Weg nach Hause kommt man automatisch an ihnen vorbei. 
 

 

Dieses fröhlich bunt illustrierte Pappbilderbuch hat stabile Seiten, denen Kinderhände so schnell nichts anhaben können. Als Bildwörterbuch regt es an, dass kleine Kinder aktiv darüber sprechen und viele Tiere und Dinge kennenlernen. Es fördert die Motorik und ist ein großer Spaß, die kleinen Tierbilder innerhalb der Spurrillen zu schieben und dabei kann man noch einiges erkunden und entdecken. Eignet sich besonders gut als Spiel- und Lesemöglichkeit vor dem Zubettgehen. 


Ein schönes Mitmachbuch mit aktiver Beteiligung durch die Kleinen, das Wortschatz und Motorik fördert und Wissen über die Natur vermittelt. Ein großer Spaß im abenteuerlichen Dschungel!


*** Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Penguin Junior Verlag und das Bloggerportal!***
 


Dienstag, 29. August 2023

Sonne über Gudhjem - Michael Kobr


Neues Krimihighlight mit viel dänischem Lokalkolorit


Der Bornholm-Krimi "Sonne über Gudhjem" von Autor Michael Kobr erscheint im Goldmann Verlag
 
Kriminalpolizist Lennart Ipsen ist Mitte vierzig, hat eine internationale Krimikarriere hinter sich, die er mit einem Burnout beendet hat. Frisch geschieden lässt er sich auf die dänische Urlaubsinsel Bornholm versetzen, um dort wieder zur Ruhe kommen, zu angeln und zu sich selbst finden. Doch auch auf Bornholm wird gemordet, Schweinebauer Kristensen wird tot in der eigenen Räucherkammer aufgefunden und schon steckt Lennart in einer undurchsichtigen Mordermittlung, bei der Kristensens Freunde und Feinde befragt werden müssen. 
 

 
 
Auf diesen Krimi habe ich mich schon gefreut und hoffte insgeheim, einen Charakter im Sinne von Kluftinger vorzufinden. Das kann man nun aber nicht sagen, trotzdem hat mich das Buch absolut gefesselt, wunderbar unterhalten und Insel-Ermittler Ipsen hat mich voll und ganz von sich überzeugt.
 
Lennart ist ein sympathischer Charakter mit Herz und Verstand, der als neuer Insel-Ermittler mit zwei Kolleginnen tief in die Inselgeschichte eintauchen muss. Die tatkräftige Britta, die sich als Künstlerin im Nebenjob kreativ auslebt und die pfiffige Tao, die als Computer-Nerd das Team mit wichtigen Informationen versorgt. 
 
Schnell wird klar, dass der geräucherte Schinkenkönig Kristensen auch Feinde hatte und Lennart stellt sich die Frage, welches Motiv hinter dieser grausamen Tat stecken könnte. Die Freunde des Toten wissen mehr als sie zugeben, doch was verbergen sie?

Lennart fängt an, sein Leben auf der schönen Insel zu genießen und ist mit der Spurensuche gut beschäftigt und schon melden seine zwei pubertären Töchter und auch sein Vater ihren Besuch an. Die Familie ist Lennart wichtig und er möchte ihnen den Aufenthalt so schön wie möglich machen, doch der Fall nimmt ihn weiter unter Beschlag. Der aktiven Mithilfe von Britta und Tao ist es zu verdanken, dass das Familientreffen hyggelig ausfällt und sich alle wohlfühlen. Die Ausflüge und kulinarischen Erlebnisse sorgen für Urlaubsstimmung, die man genießen kann und gleichzeitig etwas über die Insel erfährt und in das Lebensgefühl der Bornholmer eintauchen kann. 
 
Die Ausarbeitung der Charaktere ist Michael Kobr gut gelungen, ich hatte meine Freude mit ein paar schrulligen Typen und sympathischen Figuren wie dem Ermittler-Team und Lennarts Familie. Mir kam übrigens der Verdacht, der Autor konnte sich so gut in seine Hauptfigur einbringen, weil Lennart ähnliche Charakterzüge wie Kobr selbst besitzt. Aber wer weiß das schon so genau?
Auf alle Fälle hat mich dieser Insel-Ermittler mit Herz, Humor und Verstand sofort für sich eingenommen.
 
Die Krimihandlung bringt einige dunkle Geheimnisse ans Tageslicht, insgesamt läuft das Ganze eher mittelmäßig spannend ab, aber die im Buch beschriebene regionale Lage und deutlich gemachte Rolle Bornholms im Kalten Krieg sorgt für einige Gänsehautgefühle, die mich haben schaudern lassen. 

 
Ein neues Krimihighlight mit viel dänischem Lokalkolorit, punktet durch lebendige Charaktere und eine interessante Krimistory, die den Blick auf den Kalten Krieg lenkt und damit auch auf die aktuelle Lage anspielt.
 
***Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***
 


Mähne schneiden? - Katja Frixe

Absolutes Lieblingsbuch von Groß und Klein!


Im Penguin Junior Verlag erscheint das wunderschön gereimte Bilderbuch "Mähne schneiden? Bitte sehr! Komm zu Kalle Tierfrisör" von Katja Frixe mit Illustrationen von Barbara Scholz. Es ist geeignet ab zwei Jahren.
 
 


In Kalle Tierfrisörs Salon bekommt jeder die gewünschte Frisur. Kalle wäscht die Haare seiner Kunden, macht einen Pferdeschwanz oder er nimmt seine Schere und schnipp, schnipp, schnapp sind die Haare geschnitten.
 
Ein Frisörbesuch ist für Kinder manchmal mit etwas Angst verbunden, mit diesem Buch wird diese Angst etwas genommen, denn die Tiere im Buch zeigen überhaupt keine Angst vor Kalle, dem Frisör. 

Mit viel Humor und witzigen Reimen wird hier gezeigt, wie sich Kalle um das Wohl seiner Kunden kümmert und sich ihre Sorgen anhört. Es finden sich Löwe, Waschbär und Igel im Salon ein und nehmen auf dem Frisierstuhl Platz. Es passt zwar nicht jedes Tier auf den Stuhl, aber das müsst ihr selbst entdecken. 




Dieses Buch zeigt eine alltägliche Situation beim Frisör, nur dass dort Tiere frisiert werden. Diese Tatsache regt zum Fragen und Sprechen an und Kinder sehen den Salon als einen harmlosen Ort. Das Pappbilderbuch ist sehr stabil und hält kleine Kinderhände aus. Es enthält tolle bunte Illustrationen, die Ausklappseiten regen zum Mitmachen und Nachschauen an und die witzigen Reime sind einfach nur Klasse! Da möchte man am liebsten auch gleich zum Haareschneiden antreten und das nimmt Kindern ein wenig die Scheu vor dem Frisörbesuch. 
 
 
Humorvolle Reime, viele tolle Illustrationen von Tieren und lustige Ausklappseiten machen dieses Buch zum absoluten Lieblingsbuch von Groß und Klein! 
 

***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Penguin Junior Verlag für das Rezensionsexemplar!***



Montag, 28. August 2023

Aenne und ihre Brüder - Reinhold Beckmann

Von der Tragik eines Lebens im Krieg

 
In seinem Roman "Aenne und ihre Brüder" erzählt Reinhold Beckmann die Geschichte seiner Mutter und ihrer Brüder. Das Buch erscheint im Propyläen Verlag.

Aenne, die Mutter von Reinhold Beckmann, war begleitet von Verlusten, schon früh verlor sie ihre Mutter und später ihren Vater und dann fielen alle vier Brüder im Krieg. Und doch hat sie die Trauer überwunden und ihr Leben gelebt. Sie sprach über ihre Gefühle und dank Gesprächen, Erinnerungen und Fotos blieben ihre Brüder und Eltern stets in ihren Gedanken präsent.  

 



Reinhold Beckmann erzählt die Geschichte seiner Mutter Aenne und ihrer Brüder Franz, Hans, Alfons und Willi. Inhaltlich basiert alles auf den Gesprächen mit seiner Mutter und alten Feldpostbriefen, die Beckmann mit Recherchearbeit gut verständlich in den historischen und gesellschaftlichen Zusammenhang eingebaut hat.

Er beschreibt die Kindheit von Aenne in ihrem Heimatort Wellingholzhausen, wo die katholische Kirche maßgeblich eine Rolle spielte und sich die Familie Haber nach dem Tod von Aennes Mutter neu ordnen musste. Aus Aennes Blickwinkel erfahren wir, wie sich die Naziherrschaft auch nach Wellingholzhausen schlich und die Brüder freiwillig oder unfreiwillig in den Krieg zogen und sich ihre Wesenszüge durch den Krieg veränderten. Ihre Feldpostbriefe wurden sehnsüchtig erwartet und zeigen ansatzweise die Zustände an der Front. Es zeigt sich, wie ohnmächtig viele Familien um den Verbleib ihrer Angehörigen bangten und ungewollt Verluste hinnehmen mussten. 
 
Es macht betroffen, wie sie diese Generation von jungen Menschen von ihren Träumen und Wünschen verabschieden mussten, denn sie wurden in einen aussichtslosen Krieg hinein gezogen und erlebten Ängste und Gewalt, ihre größten Höhepunkte waren Heimaturlaube und Kriegshochzeiten. Den persönlichen Bezug bilden private Fotos der Beckmanns und originale Auszüge von Feldpostbriefen in Sütterlin stellen den realen Bezug her. 
Die familiären Schicksale und Aennes Lebensweg schildert Beckmanm sehr real und er erzählt auch von den lokalen Veränderungen in Wellingholzhausen, wo die Hitlerverehrung durch einen mutigen Pfarrer ein wenig verzögert ankam. Sprachlich bringt Beckmann das Ganze beinah sachlich mit einfachem Erzählstil aufs Papier, richtig brisant erscheinen die Vorkommnisse aber, wenn man sie vor dem Hintergrund des persönlichen Leids, des politischen Geschehens und mit den erlittenen Verlusten der beschriebenen Grausamkeiten des Krieges betrachtet. Die Folgen werden dadurch klar umrissen und die Unsinnigkeit von Krieg und Toten angeprangert.  

Dieses Buch liest sich nicht mal so eben weg, die Mischung aus Biografie und geschichtsbeschreibendem Sachbuch macht es zu einer eindringlichen Lektüre. Die familiäre Geschichte Aennes und ihrer Familie hat mich sehr berührt und ich konnte das gesellschaftliche Leben durch die geschilderten historischen Ereignisse Einbindung gut nachvollziehen. 

Sehr passend erscheint das Buch in einer Zeit, da wieder sinnlose Kriege wüten und man angesichts dieser Grausamkeit einfach nur sprachlos ist. Denn die Menschheit scheint aus allen Kriegen nichts gelernt zu haben.  

Ein beachtenswertes und berührendes Buch mit dem eindringlichen Appell für den Frieden.

***Dieses Buch habe ich mir durch meine Bonuspunkte bei Vorablesen ertauscht!***



Sonntag, 27. August 2023

Wochenrückblick KW 34 /2023

 



Was war in dieser Woche los?


Bei einem Spaziergang im Grüngürtel Hannovers war es so menschenleer, dass uns im Wald sogar ein Reh über den Weg gelaufen ist. Und es war so ruhig und still, das Vogelgezwitscher hat gefehlt, nur ein Specht klopfte noch an einem Baumstamm. Die Paarungszeit ist vorbei, da werden die Vögel ruhig und die Schwalben und Störche sind schon wieder in ihre Überwinterungsgebiete gezogen. Der Herbst kommt immer näher und das merkt man deutlich. 
 

Gesehen:  

Einige Berichte zur Leichtathletik - WM

Gelesen:  

 
Getan: 
 
Gelesen, gemäht, gegrillt, gebloggt, Rezis geschrieben, Fenster geputzt,
 
Gefreut:  
 
Über den Besuch unserer Tochter und den bevorstehenden Urlaub  
 
Über Buchpost von Heyne und DTV
 
Endlich kann ich Die Reporterin von Teresa Simon weiterverfolgen, Band 2 ist eingetroffen.
 
Die langersehnten Erdmännchen sind endlich da. Die Leserunde auf Lovelybooks ist längst gelaufen, aber ich freue mich auf die Lektüre. 

 
 
Gegessen:
 
Grüne Bohnen mit Filet und Pellkartoffeln; Pute mit Champignonsauce und Patatakia; griechischer Kritharakisalat mit Bratwurst (2x); 
Tomatensuppe mit geröstetem Knobi-Brot; Currywurst mit Pommes (VW-Familienfest);
 




Gedacht: 

Die Politiker wollen immer mehr Dinge mit Geld regeln, so wie die geplante Kindergrundsicherung, aber die wird Kinderarmut nicht verändern. Mehr Kinder, mehr Grundsicherung, das kann nicht der richtige Ansatz sein. Da sind die Eltern gefordert, die sich zum Wohl ihrer Kinder engagieren sollten, so wie es nach dem 2. Weltkrieg Generationen von deutschen Familien mit geringem Einkommen auch geschafft haben. Chancen kann man nicht mit Geld regeln, das geht nur über Bildung, privaten Einsatz, Sprachförderung und ein Vorleben von Werten.

Geärgert: 

Über den Verdacht, dass Ukrainer den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines verübt haben. Das wäre ungeheuerlich und sollte klare Konsequenzen haben.

Gekauft:  

Nichts besonderes

Geklickt:

Viele Buchneuheiten
 

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

Liebe Grüße,

Sommerlese