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Dienstag, 9. Juli 2024

Gemüse gut, alles gut! - Matthias Gfrörer

Vegetarisch, aber besonders und mit dem speziellen Pfiff!
 
 
Im Südwest Verlag erscheint Matthias Gfrörers vegetarisches Kochbuch "Gemüse gut, alles gut!" Der Sternekoch führt eine Gutsküche auf dem Bioland Gut Wulksfelde bei Hamburg, die mit dem Grünen Stern des Michelin ausgezeichnet ist. 
 
Früher wurde hauptsächlich Gemüse gegessen und nur einmal in der Woche Fleisch, nämlich den üblichen Sonntagsbraten. Inzwischen ist saisonales Gemüse aus der Region wieder angesagt, es bietet viele Vitamine und ist vor allem gut für die Umwelt. Zur Zeit werden wieder viele alte Gemüsesorten neu entdeckt und bieten eine große Auswahl in der Gemüse-Küche.
 
 

Gemüse ist die Hauptgrundlage von Matthias Gfrörers Gerichten, er stellt von seinen Lieblingsgemüsen unterschiedliche Rezepte vor, die zwischen simpel bis kreativ anzusiedeln sind. In einer Einleitung gibt er Informationen zum jeweiligen Gemüse und Tipps für die Zubereitung der folgenden Rezepte.


Die Aufmachung des Buches und die hochwertigen Food-Fotos der perfekt angerichteten Gerichte sind eine Augenweide. Die Anordnung der Rezepte ist von der Aufteilung her bunt gemixt, was mir nicht so gut gefällt. Ich hatte eher eine alphabetische Aufstellung der Gemüsegerichte oder eine jahreszeitliche Abfolge erwartet. Im hilfreichen Register findet man unter den jeweiligen Gemüsen jedoch die einzelnen Rezepte. 
 
- Provenzalische Zucchini
- Zwiebelkuchen
- Deep-Purple Wurzeln (lila Möhren)
- Ochsenherz-Steak 
- Pinsa mit Kirschtomaten und Kapernbeeren 
- Blumenkohl mit Kaviar
- herzhafte Kürbismaultaschen mit Rapa und Schwarzkohl
- Fenchel-Spaghettini (mein Favorit)  
 
Zum Abschluss folgen Rezepte für Trinkschokolade, zum Einkochen, für Gremolata, Tomatenpesto, Nudelteig und Brot.  

Fenchel-Spaghettini


 
Bei diesem Buch hätte ich mir denken können, dass die raffinierte Kochkunst von Matthias Gfrörer weit über meinem Kochhorizont liegt und ausgefallene Gerichte vorstellt und keine normale Alltagsküche bietet. Denn Gfrörer ist ein erfahrener Sternekoch und kocht keine einfachen Standard-Rezepte, sondern er kreiert exklusive Gerichte mit hochwertigen Zutaten, die dem erlesenen Gaumen schmeicheln. 

Die Variationen sehen appetitlich aus und würden mir sicher schmecken, nur für die Zubereitung mit den zahlreichen Komponenten fehlt mir der Sinn und auch die nötige Zeit in der Küche. Und viele Zutaten (lila Möhren, runde Zucchinis oder Knollenziest) gibt es einfach nicht in meinen umliegenden Supermärkten oder Hofläden.
Die Zubereitung ist klar beschrieben, die Gerichte erfordern schon einige Arbeitsschritte mehr als es in der schnellen Küche nötig wäre. Die Zutatenlisten manchmal recht lang, doch wer etwas Besonderes kochen will, nimmt das in Kauf. Was mich aber stört, sind Angabe von Zubereitungszeit und Personenzahl. Das muss man aufgrund der Produktmenge selbst einschätzen und ist für mich definitiv ein Kritikpunkt.
 
Nicht unbedingt mein Kochbuch, aber meine Empfehlung für raffinierte Gemüse-Küche und für alle Hobbyköche, die einem Sternekoch nacheifern wollen!

***Herzlichen Dank an den Südwest Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***
 



Donnerstag, 14. September 2023

Lecker vegetarisch mit nur 5 Zutaten - Sophia Young

Ein gutes Veggie-Kochbuch mit gesunden Rezepten

 
Im Bassermann Verlag erscheint das Kochbuch "Lecker vegetarisch mit nur 5 Zutaten" von Sophia Young
 
Dieses Buch stellt kreative und einfallsreiche Rezepte für einfache und leckere vegetarische Gerichte mit nur mit fünf Hauptzutaten vor. Die Speisen umfassen Vor- und Hauptgerichten und schmecken nicht nur VegetarierInnen. Von vitaminreichen Suppen, selbstgemachten Ravioli oder cremiger Pasta, hier wird jeder fündig. 
 

 
Mit nur fünf Hauptzutaten lecker zu kochen, das klingt optimal. Denn günstig und gesund zu kochen und dabei nur wenig Zeit zu benötigen ist eine ideale Vorstellung für die Zubereitung der täglichen Mahlzeiten. Das Buch wirbt mit dem Versprechen, Zeit und Geld zu sparen und weniger Stress mit dem Kochen zu haben. Schauen wir mal, ob das auch stimmt. 
 
Positiv finde ich die kurzen Einkaufslisten mit wenigen Zutaten, je weniger man im Geschäft besorgen muss, umso schneller ist der Einkauf erledigt. Die Preise der gängigen Zutaten wie Zucchini, Tomaten, Möhren, Lauch, Bohnen etc. sind in der Regel erschwinglich, man sollte aber schon auf Angebote achten. 
Die Zubereitungszeit der Gerichte beträgt zwischen fünfzehn Minuten bis zu einer Stunde mit Vorbereitung und Kochzeit. Das ist nicht unbedingt schnelle Küche und selbst gemachte Ravioli dauern halt eine Weile, aber wenn ein Gericht im Ofen vor sich hin gart, kann man in der Zwischenzeit auch andere Dinge erledigen. Insofern sind hier schnelle Gerichte vertreten.
 
Die über 30 Rezepte umfassen Vor- und Hauptspeisen, die sehr lecker aussehen und auch recht einfach zuzubereiten sind. Von Salaten, Suppen, Bratlingen über Teigtaschen und Ravioli geht es zu verschiedenen Omeletts, Wraps und Aufläufen. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein!

Erwähnen möchte ich den leckeren sommerlichen Griechischen Zucchinisalat (für den man einen Spiralschneider benötigt), die Kichererbsenbällchen (auch gut zum Mitnehmen), Bruschetta mit Erbsenpesto (einfach und lecker), die Tomaten-Mozzarella-Tarte (sehr effektvoll) und die Herbstpasta mit Pilzen.  
 


 
Zu den einzelnen Rezepten gibt es teilweise die Anmerkung "PREP IT", "MAKE IT SIX", "SAVE IT", "SWAP IT". Darin werden Erweiterungen der Zutaten erwähnt, sowie Vorbereitungstipps und Ersatzprodukte erwähnt. Das sind recht hilfreiche Tipps, die man beachten sollte.
 
Umständlich finde ich, dass man für den gebratenen Reis mit Tofu & Kimchi einen asiatischen Supermarkt besuchen muss. Und für einige Gerichte werden geringe Mengen an Grünkohl benötigt, den es frisch aber meistens in Kilopaketen zu kaufen gibt. Das ist dann eher unpraktisch.

Leider wurde in diesem Buch kein einziges Nachtischrezept gezeigt, das fehlt mir wirklich. 

Ein gutes Veggie-Kochbuch mit vielseitigen, gesunden Rezepten für die ausgewogene Ernährung der ganzen Familie!

***Herzlichen Dank an den Bassermann Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***



Mittwoch, 16. August 2023

Preiswert & nachhaltig kochen - vegetarisch

Vielseitige vegetarische Kochideen, gesund und günstig! 

 
Im Bassermann Verlag erscheint das Kochbuch "Preiswert & nachhaltig kochen - vegetarisch" .
 
Wie kann man günstig und gesund kochen und das auf eine nachhaltige Art und Weise? Ganz einfach, indem man weitgehend auf tierische Lebensmittel verzichtet, regionale Zutaten verwendet und energiesparend kocht. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel und ist gut für die Gesundheit.  


Dieses handliche Buch enthält über 30 saisonale, regionale, gesunde, preiswerte und auch noch leckere Rezepte, mit denen man Geld sparen und Ressourcen nachhaltig nutzen kann.  
In der Einleitung wird auf die Vorteile vegetarischer Küche, auf schmackhafte,saisonale Produkte und das Einkaufsverhalten eingegangen. Es gilt die Devise: Kochen soll Spaß machen, gesund sein und schmecken! Ein Saisonkalender für Obst und Gemüse gibt einen Überblick über das jahreszeitliche nachhaltige Angebot. Und saisonale Produkte sind oft preiswerter als andere.
 
Der Rezeptteil gliedert sich in folgende Kapitel: 
 
Für den kleinen Hunger:
Linsensuppe mit Joghurt und Koriander, Grünkohlsalat, Couscoussalat mit Erbsen, Tofu-Reispapierröllchen mit Dipp

Lunchbox:
Mandel-Blumenkohl-Suppe, Gegrilltes Halloumi-Sandwich, Brokkoli-Penne mit Joghurt-Pesto, Reissalat, Gebratener Reis mit Erbsen, Artischocken und Paprika
 
Ran an den Herd:
Rote Bete-Risotto mit panierten Feta-Würfel, Kürbis-Pastinaken-Gulasch, Rigatoni mit Linsen und Pilz-Ragu, Shakshuka mit Naan-Brot, Wirsingroulade mit Pilz-Quinoa-Füllung 

Rein in den Ofen:
Kürbiskuchen mit Grünkohl und Feta, Gemüse-Rösti mit Pilzen, Spinat-Ricotta-Conchiglin-Auflauf (müsste wohl eher Conchiglie heißen!), Honig-Senf-Kartoffel-Auflauf mit Pastinaken, Vegane Winterlasagne mit Grünkohl und Rote Bete
 
Ein hilfreiches alphabetisches Register beschließt das Buch. 
 
Die Rezepte sind vielfältig, in der Zubereitung nicht schwierig und die Zutaten sind noch übersichtlich. Entsprechende Symbole zeigen, ob das Rezept vegetarisch oder vegan ist. Mir gefällt die übersichtliche Anordnung, die pro Doppelseite die Rezeptbeschreibung und ein ganzseitiges Foodfoto zeigt. Hilfreich sind auch die Angaben zur Personenzahl und der benötigten Koch-/Backzeit und die Jahreszeitenangabe zur saisonalen Erhältlichkeit der Zutaten. 
Bei vielen Rezepten gibt es Tipps, die für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln sorgen.
 
Ofengebackene Rote Bete mit Feta/Walnüssen
 
 
Kürbiskuchen mit Grünkohl und Feta

Rotes Gemüsecurry auf Reis

Positiv fällt mir auf, dass die Rezepte viele verschiedene Gemüse umfassen. Auf dem Cover wurde damit geworben, dass die Rezepte mit wenigen Zutaten auskommen, das mag für die Gemüse zutreffen, an weiteren Zutaten kann das durchaus mal bis zu 19 unterschiedliche Produkte (Öle, Salz, Limettensaft, verschiedene Gewürze, Brühe, passierte Tomaten) erreichen. Wobei man manches davon in einem gut sortierten Vorrat zu Hause hat und fehlendes beim nächsten Supermarkt erhält. Die Rezeptauswahl ist vielfältig, aber das Shakshuka (im Register fälschlicherweise Shaksuka genannt) kommt gefühlt mittlerweile in jedem vegetarischen Kochbuch vor.

Das Rote Gemüsecurry auf Reis habe ich nachgekocht und für lecker befunden. Weitere Rezepte werde ich gerne ausprobieren.
 
Die vegetarische Küche wird hier schmackhaft und vielseitig in gesunden und günstigen Rezepten umgesetzt, die sich auch für Anfänger eignen.
 
***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und Penguin Bücher für dieses Rezensionsexemplar!***
 
 

 

Donnerstag, 2. März 2023

Nachhaltig Kochen: die 40€-Woche - Hanna Olvenmark

 
Nachhaltige, abwechslungsreiche und günstige Rezepte
 
Im Südwest Verlag erscheint das Kochbuch von Hanna Olvenmark "Nachhaltig Kochen: die 40€-Woche".
 
Ernährungsberaterin und Food-Bloggerin Hanna Olvenmark zeigt 50 vegetarische oder vegane Gerichte, die sich auf zwölf Wochenmenüs aufteilen und ungefähr vierzig Euro pro Woche kosten und dabei auch noch klimaneutral und damit umweltschonend sind. Die Art der Gerichte ist durchaus vielseitig und abwechslungsreich, sie sind kochtechnisch auch für Anfänger zu bewältigen und sind häufig sogar vegan.
 


Die Autorin beginnt ihr Buch mit Gedanken zum Einkauf von saisonalen und regionalen Waren, erklärt die Vorteile von Tiefkühltruhen und stellt als Übersicht in einem Saisonkalender die verschiedenen saisonalen Produkte vor. Zu den Wochenmenüs gibt es abgestimmte Einkaufslisten, die sich aus günstigen und gesunden Grundzutaten zusammen setzen. Einige Gerichte eignen sich auch wunderbar für eine Lunchbox oder für ein Outdoor-Essen.

Die Motivation für dieses Buch gilt vor allem der Erstellung von klimafreundlichen Rezepten. Zu allen Rezepten wird die jeweilige Co2 Angabe pro Portion genannt, außerdem die Zubereitungzeit, ob vegan oder vegetarisch und die Personenanzahl der Rezepte.



Karotten-Linsen-Suppe


Garam Masala Curry


Spaghetti mit Paprikapesto und Kichererbsen

Der Rezeptteil ist übersichtlich, es gibt pro Doppelseite das Rezept mit appetitanregendem Foto. 

Die Fotos sind sehr appetitanregend und die Zubereitung wird verständlich erklärt. Generell finde ich, dass es recht viele Gerichte mit Hülsenfrüchten gibt. Trotzdem kommt eine bunte Vielfalt zusammen, die abwechslungsreich erscheint und bei einigen Rezepten gibt es vegane Varianten
 
Folgende Rezepte sind meine Favoriten: 
Wärmendes Kartoffelgulasch (Januar) Leckerer Eintopf!
Linsensuppe mit Wurzelgemüse und Paprika (Februar) 
Mexikanischer One Pot (März)
Tandoori mit Linsen (April)
Buchweizenrisotto mit Champignons und Spinat (Mai)
Vegane Köttbullar mit Spaghetti und Tomatensauce (Juni)
Brokkoli-Kartoffel-Suppe mit weißen Bohnen (Juli)
Karotten-Zucchini-Bratlinge (August)
Spinatpasta mit Tomaten-Topping (September) Habe ich nachgekocht und fand sie lecker!

Das Konzept des Buches gibt vor, dass nur an sechs Tagen die Woche gekocht wird, an einem Tag gibt es ein sogenanntes Großgericht, das für den Sonntag reichen soll. Diese Möglichkeit muss man aber individuell entscheiden, weil oft am Wochenende ja mehr Zeit zum Kochen zur Verfügung steht. Bei einigen Gemüsesorten ist die Preissteigerung vielleicht doch größer als hier im Buch errechnet, man sollte auf Angebote setzen, um einen Vier-Personen-Haushalt damit versorgen zu können. 

Die nachhaltige Küche wird hier vielfältig umgesetzt und eignet sich gut für eine gesunde und günstige Küche, die auch noch schmeckt. 

***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Südwest Verlag für dieses Rezesionsexemplar!***

 

Nachhaltig kochen unter 1 Euro

Dienstag, 25. Oktober 2022

Die grüne Küche - David Frenkiel/Luise Vindahl

Gesunde Veggie-Küche für jeden Tag
 
 
David Frenkiel und Luise Vindahl sind das Bloggerpaar hinter dem Food-Blog "Green Kitchen Stories". Ihr Blog steht für eine gesunde Esskultur mit vegetarischen Rezepte für die ganze Familie und das Buch erscheint im Knesebeck Verlag. 

Die Autoren haben hier einen vielseitigen grünen Mix vorgestellt, wo sich einfache, schnelle Alltagsgerichte und aufwändigere Festmahlzeiten abwechseln. Für letztere steht man auch schon gerne mal etwas länger in der Küche und feiert den Kochvorgang vielleicht auch schon gemeinsam mit den Gästen. 


Diesem Buch merkt man seinen modernen Touch an, so tragen die einzelnen Kapitel solche reißerischen Bezeichnungen wie Grundzutaten mit Wumms, Morgenstund, Quick-Auf die Schnelle, Slow-Ruhige Momente, Coole Kombis und Süßes. Gemeint sind damit nichts anderes als Frühstücksideen, Salate, schnelle Gerichte für zwischendurch, Suppen, Hauptgerichte und Süßes.

Die unterschiedlichen Zubereitungen machen deutlich, hier kommt es grundsätzlich auf die gute Vorbereitung der Grundzutaten an und auf Meal Prep, damit man zum eigentlichen Kochen wenig Zeit im Alltag benötigt. Die Gerichte lassen sich häufig mit bestimmten Upgrades oder Toppings geschmacklich verändern und an verschiedene Vorlieben anpassen. Es gibt auch einige Varianten für vegane Formen.  



Das Buch hat einen festen Einband und eine handliche Größe, was mir in der Küche immer sehr wichtig ist. Mir gefällt die geschmackvolle Aufmachung zwischen Text und Bild und die wunderbaren Foodfotos. Zusätzlich eingestreute Familienbilder sorgen für eine persönliche Note aus dem Leben der Autoren-Kochfamilie.
Meine Favoriten sind: Vier-Jahreszeiten-Buchweizen-Poridge; Luftige Kokos-Pfannkuchen; Tomatensalat mit Kichererbsen und Feta; Schwedische Ofen-Pfannkuchen; Rigatoni mit Harissa, Tomaten und Zitronenjoghurt; Kürbisquiche; Fächerkartoffeln und Grünkohl in Safran-Dhal (hier benötigt man die oben erwähnten drei Blätter). 





 
Nicht so gut finde ich, dass für manche Gerichte viele verschiedene Zutaten nötig sind, häufig auch nur in kleinen Mengen. Als Beispiel: Drei Blätter Grünkohl bekomme ich aus dem eigenen Garten, aber im Supermarkt ist das eher eine unübliche Menge. Außerdem muss man wissen, dass einige Zutaten auch nicht überall erhältlich sind, wie bestimmte Gewürze und Mehlsorten. Ebenso sieht es mit Zatar und Sumach aus, deren Zubereitung aber mit Rezept im Buch vorgestellt werden. Manchmal muss man vor dem Kochen einen Einkauf im nächsten Asia-Markt oder im türkischen Supermarkt einplanen. 
Für mich waren nicht alle Rezepte alltagstauglich, weil  Das fand ich sehr schade, denn es schmälert die Lust am Ausprobieren und Nachkochen ein klein wenig.

Bei der häufig im Buch erwähnten Granola-Butter kann ich den Hype nicht nachvollziehen, weil ich Geschmack nichts abgewinnen kann. Und auch wenn Röstkaroffeln mit Chili-Butter und Wassermelonen-Feta-Salat sicherlich gut schmecken, benötige ich dafür kein spezielles Rezept. 

Bei den Gerichten, die mit dem Zusatz SLOW gekennzeichnet sind, sollte man vor der Zubereitung genau hinsehen, wie lange die Fermentier-, Rühr-, Ruhe- oder Koch-Zeit insgesamt beträgt. Diese Zeitangabe befindet sich seitlich am Rand des jeweiligen Rezeptes. Ich habe es eher zufällig entdeckt.

 
Unter dieser Auswahl findet sich bestimmt einiges, was man gerne nachkochen möchte, ich hatte einfach mehr Hauptgerichte erwartet. Die Umsetzung von schmackhafter, vegetarischer Küche ist auf alle Fälle gegeben. Vielseitige Veggie-Küche, mal schnell, mal aufwändiger zubereitet.
 

***Herzlichen Dank an den Knesebeck Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***
 



Donnerstag, 23. Juni 2022

Nachhaltig kochen unter 1 Euro - Hanna Olvenmark

Günstig, nachhaltig und lecker kochen ist keine Hexerei!

Im Südwest Verlag erscheint Hanna Olvenmarks Buch "Nachhaltig kochen unter 1 Euro".
 
Gesundes Essen ist oft zeitaufwändig und gute Zutaten sind teuer. Jetzt steigen die Preise und trotzdem möchte man sich gesund und lecker ernähren und dabei den Geldbeutel schonen! Das ist möglich, wenn man geplant einkauft, etwas Vorratshaltung betreibt und die Reste sinnvoll verwertet. Ernährungsberaterin und Food-Bloggerin Hanna Olvenmark zeigt 50 vegetarische Gerichte, die jeweils unter einem Euro kosten und auch noch klimaneutral und damit umweltschonend sind.
 


 
Bei diesem Buch war ich zunächst skeptisch, ob mich jetzt fünfzig verschiedene Rezepte zu Eintopf mit Hülsenfrüchten, Pellkartoffeln mit Quark und Nudeln mit Tomatensauce erwarten werden. Doch dem ist nicht so! Die Art der Gerichte ist durchaus vielseitig und abwechslungsreich, sie sind kochtechnisch auch für Anfänger zu bewältigen und bringen sogar viele vegane Möglichkeiten mit. 

Die Autorin beginnt ihr Buch mit Gedanken zur Vorratshaltung, stellt günstige und gesunde Grundzutaten und eine perfekte Einkaufsliste vor. Sie erklärt, wie man mit Lunchboxen sparen kann und welcher Reiseproviant sich für Outdoor-Gerichte eignet.
Als Motivation für günstiges Kochen erklärt sie ihre persönlichen Hintergründe und gibt mit einigen Rechenbeispielen auch praktische Spartipps an die Hand. Dann folgt der übersichtliche und mit appetitanregenden Fotos versehene Rezeptteil.
 
Nudeln mit Zucchini-Pilz-Sauce

Bohnen-Chili mit Maiscreme
 
 
Es geht los mit Grünkohlpasta, Rote-Bete-Bratlinge mit Zwiebelsauce und Kartoffelpüree und Erbsencurry mit Asia-Nudeln. 
Nachgekocht und für gut befunden habe ich das Pilzrisotto aus Milchreis und die Nudeln mit Erbsenpesto. Ebenfalls noch auf dem Kochplan stehen die Tomatensuppe mit Feta und Bohnen, Nudeln mit Zucchini-Pilz-Sauce, die Moussaka und das Erdnuss-Gemüse-Curry mit Tofu. 
Wie in vielen veganen Kochbüchern gibt es auch hier ein Rezept zu Chili sin carne und zu veganer Spaghetti Bolognese.
Besonders interessant sind noch die Kerneknäcke, Bananenballen, fünf Aufstriche aus Gemüse, verschiedene Porridges und Smoothies.
 
Danach folgen vier jahreszeitliche Einkaufslisten für den Wocheneinkauf unter 30 Euro zu sechs Gerichten, weil die Reste eines Gericht der Woche am Sonntag aufgewärmt werden sollen. Das erscheint mir etwas fraglich, Reste wird es geben, aber sicher nicht für eine volle Hauptmahlzeit.
 
Die Fotos sind appetitanregend, die Rezepte sind verständlich erklärt und die bunte Mischung der Rezepte finde ich sehr abwechslungsreich. Allerdings gibt es eine Häufung von Hülsenfrüchten und Nudelgerichten, doch das hatte ich auch erwartet. Alle Rezepte sind einfach, manchmal etwas aufwändig durch vorheriges Garen, Pürieren und dann Braten, aber es hält sich im zeitlichen Rahmen. Ob die Gerichte wirklich alle pro Person unter 1 Euro liegen, hängt davon ab, wieviel man isst und ob man für mehrere Personen kocht. Ich würde es aber, wenn man es auf eine Woche berechnet, so einschätzen.
 
Besonders praktisch finde ich, dass sich viele Rezepte abändern lassen, vegane Varianten sind angegeben und auch Fleischesser können hier etwas umarbeiten.  
 
Es ist keine Hexerei preiswert und nachhaltig zu kochen! In diesem vielfältigen Buch gibt es viele Anregungen für gesunde und leckere Küche.


 
***Herzlichen Dank an den Südwest Verlag und an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Wirbelkuchen - Virginie Garnier

Raffinierte Optik weckt Appetit


Das Buch "Wirbelkuchen" von Virginie Garnier in der Übersetzung durch Lisa Heilig erscheint im Südwest Verlag.

Wirbelkuchen, das sind 30 Rezepte für Kuchen, Tartes und Törtchen mit dem besonderen Dreh. Die süßen und herzhaften Versuchungen schmecken nicht nur, sie überzeugen auch durch raffinierte Spiral-Optik. Mit klassischem Kartoffelgratin kann man mittags punkten, danach vielleicht einen fruchtigen  Erdbeerkuchen. Die Auswahl fällt dank der appetitlichen Fotos nicht leicht.



Mich hat die Idee der spiralförmigen oder rosettenartigen Anordnung der Zutaten bei diesen Wirbelkuchen sofort begeistert. Was so raffiniert und effektvoll aussieht, scheint gar nicht so schwer zu sein. 
Das Buch startet mit dem Inhaltsverzeichnis und einer kurzen Einleitung, im Rezeptteil machen die süßen Varianten den Anfang, die herzhaften folgen. 
Bis auf zwei Ausnahmen wird jedes Rezept auf einer Doppelseite mit Foto vorgestellt. Dazu gibt es Infos über die Personenzahl, die Vorbereitungszeit, Ruhezeit, Zubereitungszeit und Backzeit, sowie Größe der Backform. Die Zutaten sind übersichtlich angeordnet und die Arbeitsschritte sind verständlich erklärt.     

Süße Varianten:
- Cheesecake mit Erdbeeren 
- Mandeltarte (etwas fummelige Angelegenheit mit den Apfelscheiben)
- Himbeer-Litchi-Tarte mit weißer Schokolade (Boden gebacken, Obst auf kaltem Wege) siehe Foto
- Milchreistorte mit karamellisierten Birnen
- Bunte Obsttorte (mit Mürbeteigboden)
- Zitrustarte 

Herzhafte Wirbelkuchen:
- Bunte Gartenquiche (mit vorgedämpften Zucchini- und Karottenstreifen) Foto
- Pizzaschnecke Margherita
- Zucchinitarte mit Schafskäse und Honig 
- Süßkartoffeltarte mit Ziegenkäse und roten Zwiebeln
- Auberginentarte
- Bunte Karottentarte Foto
- Tarte Tatin mit Äpfeln und Brie
- Avocadotarte (mit Gurke, Ricotta und Ziegenkäse)



Die Auswahl ist groß, die Fotos sind verführerisch und man muss sich nur entscheiden, worauf man Appetit hat.  

Das Buch wirbt in der Überschrift mit dem Titel: 30 schnelle Kuchen mit dem besonderen Dreh. Der Dreh und die besondere Optik ist bei allen Rezepten gelungen, schnell sind sie jedoch nicht alle. Bei der Karottentarte für 6-8 Personen benötigt man 20 Minuten für die Vorbereitung und noch einmal 45 Minuten für die Zubereitung, dazu kommt noch die Ruhezeit für den Teig. Ähnlich sieht es bei der Zucchinitarte aus. Diese Zeit muss man einplanen und es ist nicht gerade ein Rezept auf den letzten Drücker. 

Allerdings hat mich die bunte Mischung und Vielseitigkeit an Rezepten positiv gestimmt und auch die Optik der Varianten ist sehr ansprechend.

Am besten hat mir die Blätterteigschnecke mit Knoblauch gefallen, sie hat gut geschmeckt, geht relativ schnell durch Fertigblätterteig und ist für eine Party bestens geeignet. 


Durch den richtigen Dreh ergeben sich tolle Effekte für herzhafte und süße Kuchen und Tartes. Es ist aber teilweise auch eine Fummelarbeit. Wenn man sich genügend Zeit zum Vorbereiten einteilt, wird man seine Gäste sicher gut verwöhnen können. 


***Herzlichen Dank an den Südwest Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 




Samstag, 7. Dezember 2019

Vegetarisch - Martina Kittler

Veggie Küche von Snack bis Hauptgericht


Der Küchenratgeber "Vegetarisch" von Martina Kittler erscheint im Gräfe und Unzer Verlag.

Vegetarisches Essen ist ein Foodtrend, der sich immer weiter ausbreitet. Mit diesem Buch bekommen auch ungeübte Köche kreative Rezepte an die Hand, die ihnen gelingen werden. Mit einfachen Anleitungen zur Gemüse-Vorbereitung und den besten Produkt-Kombis wird das nötige Know-how erklärt.  



Die Küchenratgeber von Gräfe und Unzer mag ich sehr gern, sie sind sehr handlich und übersichtlich gestaltet und die Rezepte sind allgemein immer gut nachkochbar.  
Das Buch startet mit Martina Kittlers Gründen für vegetarische Kost und gliedert sich in drei Kapitel.
 
Für jeden Tag:
- Wirsingpasta mit Käse
- Scharfe Erdnuss-Bratnudeln 
- Kartoffel-Kürbis-Puffer
- Eintopf mit Ricotta-Klösschen
- Rote-Bete-Tomaten-Crumble
 Lunch to go:
- Mexiko-Salat im Glas (Foto)
- Linsen-Auberginen-Salat
- Kürbis-Curry-Aufstrich
- Pizzawaffeln mit Tomatensalat
- Pikante Hirse-Möhren-Muffins 


Wochenend-Küche:
- Gemüse-Curry mit Tofu-Hack
- Gnocci mit Kürbis und Feta
- Spinat-Mandel-Tarte mit Feta (Foto)


Die Rezepte sind jeweils für 4 Personen ausgelegt, die Gerichte wechseln zwischen schneller Alltagskost, Essen für unterwegs oder bei der Arbeit und werden zum Wochenende etwas aufwändiger.  
Einige Rezepte enthalten zusätzliche mit Tipps in Form von GU-Clous.

Neben den Rezepten erhält man Tipps zu praktischen Küchenhelfern (was wohl für Kochanfänger nützlich ist) und bekommt auf einen Blick die Lebensmittel vorgestellt, die als Eiweißlieferanten wichtig sind. Auf den praktischen Ausklappseiten bekommt man Infos zu allen wichtigen Bausteinen der vegetarischen Küche, zum richtigen Lagern bis hin zur gekonnten Verarbeitung von Gemüse. Außerdem erfährt man die perfekte Kombination bestimmter Zutaten im Sommer, Frühling und Herbst. Warum der Winter hier ausgeschlossen wird, ist mir unerklärlich.



Fleischlose Küche ist mit dieser Rezeptsammlung abwechslungsreich möglich. Die Zubereitungszeit liegt zwischen 25 - 80 Minuten. Die Auswahl der Zutaten stellt verschiedene Geschmacksrichtungen zufrieden und zeigt die Vielfältigkeit vegetarischen Essens.

Mithilfe der ansprechenden Illustrationen bekommt man die fertigen Gerichte appetitanregend dargeboten, dank der "GU Kochen Plus" App bekommt man beim Scannen des Fotos die Einkaufsliste und den Rezeptplaner aufs Handy. 

Nicht alle Rezepte sprechen mich an, einige würde ich auch ohne Rezept zubereiten, einfach den Zutaten aus meinen Vorräten folgend. Wem es an Ideen fehlt und wer genaue Anweisungen benötigt, findet hier empfehlenswerte Rezepte, die nicht sehr schwierig sind.


***Herzlichen Dank an GU Verlag und an vorablesen für dieses Rezensionsexemplar!***

Samstag, 29. Juli 2017

Pflücksalat & Blattspinat - Yvonne Schwarzinger

Moderne Umsetzung von grünen Klassikern

Grün ist gesund und lecker! 


Yvonne Schwarzinger ist Sterneköchin und Autorin und stellt in ihrem Buch "Pflücksalat & Blattspinat" vegetarische Rezepte mit Gemüse und Salat vor. Das Kochbuch erscheint im österreichischen Löwenzahn Verlag, für die Fotos ist Herbert Lehmann verantwortlich. (Werbung)


Hier werden über 77 abwechslungsreiche Kreationen vorgestellt, dazu gehören neben Suppen und Salaten, die Beilagen und Hauptspeisen und auch Desserts mit den Zutaten aus dem Gemüsegarten. Dem Ideenreichtum der Köchin scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.  




Das Buch ist groß, aber recht handlich und auch optisch ein Hingucker. Die Fotos vorn Herbert Lehmann sind teilweise in Großaufnahme und dadurch sehr schön und im Detail gut zu erkennen, hier kommt der Appetit schon vom Ansehen der hübsch angerichteten Gerichte.

Zu Beginn macht die Autorin in ihrem Vorwort deutlich, wie gesund und inhaltsstoffreich Blattgemüse und auch Salate sind. 

Besonders interessant: Auch das meiste Blattwerk kann man essen. 
 
In sechs Kapiteln stellt Yvonne Schwarzinger mit altbekannten Gemüsen und Salaten neue Kreationen vor, die auch Kochanfänger nicht überfordern. Jedes Rezept zu einem Gericht nimmt mit einem großformatigen Foto eine Doppelseite ein, das macht die Sache sehr übersichtlich. Die Zutatenauflistung und die Zubereitungsschritte sind sehr gut erklärt und um spezielle Tipps mit alternativen Zutaten ergänzt. Die meisten Gemüse sind alle relativ gut im Supermarkt oder auch auf dem Wochenmarkt zu beschaffen, natürlich unterliegen sie dem jahreszeitlich bedingten Angebot, wie z. B. beim Rhabarber, Grünkohl und Pfifferlingen.  


Der Aufbau der Kapitel entspricht wie bei einem Menü die Speisenfolge. Den Beginn machen die grünen Smoothies und die Salate. Mir gefällt davon besonders der grüne Vitalsmoothie mit Mango, Spinat, O-Saft, Limette und Leinöl, ein gesunder Energiespender, der lange sättigt. So kann man den Tag gut beginnen. 


Bei den Salaten ist Omas Endivien-Kartoffel-Salat mein Hit, allerdings in der milderen Variante mit Chinakohl statt Endivien.
Weiter geht es mit drei verschiedenen Pestos auf Kräuterbasis, wenn es wieder frischen Bärlauch gibt, werde ich das als Pesto ausprobieren. 


Es folgen 5 Cremesuppen, alle klingen lecker und sind, passend zum Buchthema, sehr grün. Mein Favorit ist die Mangoldsuppe mit Ziegenfrischkäse, die ich mir besonders im Sommer sehr gut vorstellen kann. 


Bei den Vorspeisen und Snacks sticht für mich das Sandwich mit Blutampfer, Mozzarella und Paprika heraus. Blutampfer kenne ich nur im Salat und ich muss auch noch eine Anbieterquelle dafür finden.  


Im Abschnitt über Beilagen und Hauptgerichte findet sich der altbekannte Cremespinat, natürlich mit Muskatnuss. Das Rezept zum gefüllten Chicoree kann man auch mit Schinken anbieten.
Überrascht hat mich das Omelett mit Salat, dort ist Salat enthalten, nicht daneben angerichtet!
Die Crespelle mit Grünkohl sind auch mal eine Idee, leider gibt es den Grünkohl erst wieder im Winter, aber ich werde mir das Rezept vormerken.
Spinatquiche mit Feta: das ist mein absoluter Favorit und sieht auch noch toll aus. Tagliatelle mit Spinat und Ricotta gibt es bei mir häufig, ich werde dieses Rezept mal ausprobieren. 


Mit Süßem schliesst man das Menü ab, auch hier wird Blattgrün eingesetzt. Die süße Spinattorte mit Himbeeren, Mascarpone-Quark und einem Boden aus Spinat-Biscuit setzt hier neue Maßstäbe und farbliche Akzente.

Zu guter Letzt werden 12 verschiedene Vinaigrettes und Dipps vorgestellt. Da ist garantiert für jeden etwas dabei.
Mit einem übersichtlichen Register schliesst das Buch perfekt ab.

Rucola, Blattspinat, Grünkohl und Mangold gehören zu den grünen Superfoods, in ihnen steckt mehr als nur Blattgrün. Das wird in diesem Buch sehr deutlich gemacht. Wer gesund leben möchte, sollte die grünen Blattgemüse in seine Ernährung einbauen.  


Meiner Meinung nach gibt es in "Pflücksalat & Blattspinat" viele neuartige Ideen zu entdecken, die kochtechnisch leicht umzusetzen sind, lecker schmecken und den Körper mit gesunden Vital- und Nährstoffen versorgen. Einige Zutaten werden vielleicht nicht zu jeder Jahrezeit zur Hand sein oder wie der fertige Strudelteig eher nur in Österreich im Supermarkt erhältlich. Aber man kann die Rezepte auch mal umwandeln. Wichtig ist, überhaupt viel Blattgemüse in der Ernährungsplan einzubauen. Das sollte mit diesem Buch angeregt werden und ich finde, die Umsetzung ist mit den Rezepten auch bestens gelungen. 




Mit "Pflücksalat & Blattspinat" hat Yvonne Schwarzinger ein alltagstaugliches Kochbuch geschrieben, das vielseitige, vegetarische Rezepte bereithält. Hier wird gezeigt, dass man Grünzeug auch mal in neuer Art und Weise auf den Teller zaubern kann.  



 ***Herzlichen Dank an den Löwenzahn Verlag, ich habe dieses Buch über Lovelybooks gewonnen!***



Montag, 20. März 2017

Last Minute Vegetarisch - Anne-Katrin Weber

Schnelle Schlemmerküche, vegetarisch und mit Geschmack


In ihrem Kochbuch "Last Minute vegetarisch" verspricht Anne-Katrin Weber leckere Gerichte, die in nur 10 bis 20 Minuten zubereitet sind. Das Buch erscheint im Becker Joest Volk Verlag. [Werbung]

Schnell, schneller, veggie!
Sie möchten sich bewusst, frisch und gesund ernähren, aber nicht den halben Abend in der Küche verbringen? Anne-Katrin Weber, bekannte Autorin erfolgreicher Kochbücher, zeigt Ihnen in diesem Buch, wie Sie dies auch mit vegetarischer Küche wunderbar hinbekommen. Über 90 leckere köstliche Quick-and-easy-Rezepte stellt Frau Weber in diesem Buch vor.






Zuallererst, das Buch ist recht groß, sehr kompakt und nicht gerade ein Leichtgewicht. Der Buchdeckel ist leider nicht aus abwischbarem Glanzpapier, also muss man beim Kochen damit etwas aufpassen. Die hochwertige Aufmachung und die geschmackvollen Fotos im Shabby-Look wirken jedoch sehr edel. Insgesamt sind die Rezepte sehr variantenreich und man benötigt nur wenige Zutaten. Hier wurde sich perfekt auf das Wesentliche und die Frische der Produkte beschränkt.

Ich bin ja immer auf der Suche nach guten Kochbüchern und dieses gehört definitiv zu meinen Lieblingen. 
Bei diesen leckeren Rezepten werden auch Nicht-Vegetarier schwach, Fleischesser können die Gerichte aber auch ganz einfach mit Fleisch oder Fisch kombinieren.

Anne-Katrin Weber führt als Grund für die schnelle Küche eine gute Planung und eine durchdachte Vorratshaltung an. Sie gibt Speed-Tipps für die Einbindung von fertigen Teigen, Pestos, Fertignudeln und Tiefkühl-Obst und Gemüse. Damit kann man enorm Zeit einsparen und dennoch gesund und vitaminreich kochen.

Der Aufbau des Buches ist nach 9 Kapiteln geordnet, ich stelle mal meine Favoriten jeweils dahinter vor.

Schnell mal was Knackiges: 
Couscous-Fenchel-Salat, mediteraner Linsensalat, Hirsesalat mit Datteln, Nudelsalat mit Pestodressing

Schnelle Aufstriche:
Grüne Olivenpaste, Rote-Bete-Creme
  
Schnell mal was Leichtes:
Zucchini-Frittata, Pasta mit Avocadopesto, Wokgemüse mit Erdnusssauce 

Schnelle Pestos:


Schnell mal was Deftiges:
Ofen-Kürbis mit Kräuterkruste und Mayo, Zitronenpasta mit Erbsen und Ricotta, Käsespätzle mit gebratenen Apfelringen

Schnelle Stullen:
Überbackenes Ziegenkäsebrot, Wrap mit Karotte und Käse

Schnell mal was Knuspriges:
Tomaten-Ricotta-Tartes (siehe Foto unten), Zucchini-Toast-Muffins, Spargeltarte

Schnelle Smoothies:
Beeren-Joghurt-Smoothie, Mango-Smoothie

Schnell mal was Süßes:
Polentaschmarren, Kokosmilchreis mit Erdbeeren, Apfelpfannkuchen aus dem Ofen, Schokoladenpudding 



Die Rezepte sind übersichtlich angeordnet, die Fotos sehr ansprechend und die Zubereitung scheint auch für Kochanfänger nicht zu schwer zu sein. Nährwertangaben fehlen im Buch, sie können aber auf einer bestimmten Internetseite abgerufen werden, ebenso die Mengenrechner für andere Personenzahlen. 
Bei der Zubereitungszeit wurde natürlich etwas getrickst, auch wenn die Zubereitung weniger als 20 Minuten beträgt, so muss bei einigen Gerichten dazu noch die Gar- oder Backzeit aufgeschlagen werden und dann braucht man insgesamt mehr als 20 Minuten. Aber es gibt schon flotte Gerichte, die den Zeitrahmen einhalten.
Ein Rezept- sowie Zutatenregister und sinnvolle Kapiteleinteilungen lassen schnell das passende Rezept finden.

Mir gefällt, wie hier mit wenigen Zutaten vielfältige Gerichte entstehen, auch die Einbindung von fertigem Blätterteig oder Nudeln ist praktisch.


Dieses Kochbuch enthält viele leckere und praktikable Rezeptvorschläge für vegetarische, aber auch für vegane Gerichte und die Schwierigkeit der Zubereitung sollte kein Problem darstellen. Ich werde wohl noch einige Gerichte nachkochen und vergeben deshalb glatte 5 Sterne, wenn auch keine von Michelin.


***Herzlichen Dank an den Verlag und an Vorablesen für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!***