Dienstag, 18. Dezember 2018

Raclette Die besten Rezepte - Carina Mira

Tolle Vorschläge für Raclette und damit für geselliges Schlemmen am Tisch!


Von Carina Mira erscheint seit November 2016 im Basserman Verlag das Buch: "Raclette Die besten Rezepte". 

Wenn man in gemütlicher Runde feiern und essen will, ist ein Raclette genau das Richtige. Die Küchenvorbereitungen beschränken sich aufs Schnippeln und in Schälchen verteilen, Brot schneiden und Kartoffeln kochen. Und schon kann man loslegen, wenn die Gäste kommen. 
Hier werden einige raffinierte Zusammenstellungen gezeigt, die man so vielleicht noch nicht ausprobiert hat. 


Raclette ist gerade zu Weihnachten und Silvester bei vielen Familien eine schöne Tradition. Denn die Vielfalt an Zutaten ermöglicht es jedem Gast, nach eigenen Vorlieben seine Pfännchen zu bestücken. 
Endlich kann auch die Köchin mal entspannt am Tisch sitzen und die gesellige Stimmung am Tisch ist ein weiterer Pluspunkt dieser leckeren Schlemmerei.  

Wer kennt das nicht, verschiedene Essensvorlieben, Allergien und Geschmäcker unter einen Hut zu bringen ist nicht ganz einfach. Deshalb ist Raclette in vielen Familien eine lieb gewordene Tradition und die Zutaten sind so vielfältig wie es ein einzelnes Gericht kaum möglich machen würde. 

Dieses Buch zeigt neben der herkömmlichen Käse- und Kartoffel-Variante viele weitere Vorschläge an Zutaten, Beilagen und Salaten. 

Die jeweiligen Rezepte werden samt Zutaten verständlich erklärt, es gibt neben ansprechenden Fotos Angaben über die Personenzahl, die Zubereitungs- und Garzeit und den entsprechenden Schwierigkeitsgrad. 

Ob ausgefallene Vorschläge wie "Französisches Entenbrust-Trauben-Pfännchen", "Lammfilet, Ananas und Salami" oder das mehr oder weniger bekannte "Schweinefilet-Champignons-Raclette", in diesem Buch gibt es für jeden Geschmack etwas zu entdecken. Für mich war "Thunfisch-Mango mit Teriyaki-Sauce" eine köstliche neue Entdeckung.

Oben auf den Geräten bietet sich häufig eine Grillmöglichkeit und dort können Puten-, Enten- und Lammstreifen wunderbar gegrillt werden. 
Von Langeweile keine Spur, denn Gemüsepfännchen und Fleisch- und Fisch-Varianten lassen viele Möglichkeiten zu. Und neben den herzhaften Mischungen gibt es auch Vorschläge für süße Dinge wie zum Beispiel "Zimtäpfel".  

Bei den Salaten gefällt mir "Orangensalat mit Radicchio und roten Zwiebeln" besonders gut, den gibt es bei uns schon seit einigen Jahren gern im Winter. Aber auch der Möhrensalat mit Mandeln klingt lecker. Drei Dressings stehen zur Auswahl und so fällt die Auswahl aus dieser Menge sicherlich nicht leicht. 

Ein alphabetisches Rezeptverzeichnis und eines nach Zutaten sorgt für eine gute Orientierung im Buch.  

Dieses Kochbuch sorgt für neue Ideen beim Raclette. Was gibt es Schöneres, als gemeinsam und entspannt Brutzeln, Essen und Genießen am Tisch! 


***Vielen lieben Dank für dieses Rezensionsexemplar, das ich vom Bassermann Verlag erhalten habe!***





Die Entführung der Wanderapothekerin - Iny Lorentz

Spannendes höfisches Ränkespiel um Macht, Einfluss und Regentschaft


"Die Entführung der Wanderapothekerin" vom Autoren-Duo Iny Lorentz ist der dritte Teil der historischen Serie aus dem Knaur Verlag

Thüringen, 1723: In Schwarzburg-Friedrichsthal wird mit dem Ableben des kindlichen Reichsgrafen Friedrich gerechnet. Doch seine Großmutter kämpft mit allen Mitteln, um ihn am Leben zu erhalten und zwingt die Wanderapothekerin Klara, den Jungen gesund pflegen. Klara bleibt keine andere Wahl, weil sie und ihre Familie ansonsten mit Strafe und Vertreibung bedroht werden.
Am Hofe herrscht ein Hauen und Stechen um Einfluss und Ansehen und die Intrigen gefährden den jungen Regentenanwärter Friedrich. Aber Klara hat sich auch mit dem unerzogenen und dickköpfigen Jungen zu befassen. 





Gleich vorweg, diese Geschichte liest sich wunderbar flüssig und unterhaltsam. Hier spielen Intrigen und bösartige Ränkespiele um Machteinfluss am Hofe eine tragende Rolle und auch die Einteilung der Figuren in Gut und Böse sorgt für reichlich Abenteuer und Spannung. 


In Klaras Heimat sorgen enorme Steuererhöhungen für Probleme in der Bevölkerung. Immer mehr bereichern sich die Oberen und bringen die Untertanen in Existenzängste. Gerade das traditionelle Thüringer Heilmittelgewerbe gerät in Schwierigkeiten. 
Klaras Ruf als Wanderapothekerin wird ihr zum Verhängnis und sie wird ihrer Familie jäh entrissen, um sich um den neunjährigen Friedrich zu kümmern, der als reichsgräflicher Erbe von seinen Widersachern außer Gefecht gesetzt werden soll. Es geht das Gerücht, dass er bald sterben wird, weil sich sein gesundheitlicher Zustand immer mehr verschlechtert.
Seine Großmutter sucht eine Pflegerin und kennt keine Gnade, sie lässt Klara regelrecht entführen, für sie zählt nur ihr Enkel und sein Überleben. Klara bleibt nichts anderes übrig, als sich zu fügen, und sie nimmt ihren Säugling Hilde mit, was bei Hofe nicht gutgeheißen wird. 
Doch dort hat sie neben den ihr unbekannten höfischen Geflogenheiten auch Probleme mit parteiischen und unwilligen Bediensteten und auch Friedrich, der neunjährige Knabe, ist nicht ganz einfach. Er ist verzogen, überheblich und ihm scheint das ihm gereichte Essen überhaupt nicht zu bekommen. 
Klara nimmt sich der Sache an und sie versucht herauszufinden, wer gegen Friedrich intrigiert.  
Gleichzeitig sorgt sie mit etwas Medizin und einer Ernährungsumstellung für eine allmähliche Gesundung Friedrichs und sie bringt ihm mit viel Weitsicht, fruchtenden Erziehungsmaßnahmen und Überzeugungskraft menschliche Dinge bei, an denen es ihm bisher mangelte. 

Mit einigen abenteuerlichen Wendungen und geschickt dargestellten höfischen Intrigen und Herrschaftsinteressen bringt dieses Buch die damalige Zeit zwar übertrieben, aber doch durchaus so vorstellbar auf den Punkt. Hier versuchten Angehörige des Hofes, ihre eigenen Interessen durchzusetzen, um somit an Macht und Einfluß zu gewinnen. Der kindliche Regent Friedrich selbst wurde so zum Spielball seines eigenen Hofes und mit Klara und anderen Figuren bekam er in der Geschichte Fürsprecher und Mitstreiter an die Seite gestellt, denen man als Leser wohlgesonnen war.

Die Charaktere sind perfekt gezeichnet, es gibt gerissene Intriganten und Menschen, die aufrecht und menschlich korrekt handeln. Die Bedeutung der Heilmittel aus Thüringen und die Arbeit der Laboranten und Buckelapotheker bekommt in der Geschichte einen besonderen Stellenwert, der dem Leser vor Augen führt, wie Heilmittel für die allgemeine Bevölkerung zugänglich wurden. Apothekerwaren waren dagegen unerschwinglich.  

Die gezeigten höfischen Ränkespiele, Fressgelage und ausufernde Hofhaltung macht deutlich, wie das Volk unter dieser aufgebauschten Lebenshaltung mit unzähligen Domestiken und den dadurch benötigten finanziellen Mitteln leiden musste. Wie bei Ludwig dem 14. üblich, wollten auch deutsche Grafen diesen Luxus nachleben. Das Volk war nur Mittel zum Zweck. 


Mit diesem Roman mit seiner gelungenen Mischung aus dargestelltem Zeitgeschehen, höfischen Intrigen und einer resoluten und durchsetzungsfähigen Frauenfigur bekommt man beste Unterhaltung geschenkt. 


***Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***




 

Sonntag, 16. Dezember 2018

Die Melodie der Schatten - Maria W. Peter

Mysteriöse, schaurig schöne Geschichte aus den Schottischen Highlands, die historisch interessante Themen aufdeckt. 


Von Maria W. Peter gibt es bereits einige schöne historische Romane, ihr neues Buch "Die Melodie der Schatten" spielt in den Highlands in Schottland. Es erscheint im Bastei Lübbe Verlag.



Schottland, 1837: Zum Glück entgeht Fiona Hemington auf einer Reise einem brutalen Überfall auf ihre Kutsche, sie flüchtet zu Tode erschrocken und findet in dem abgelegenen Herrenhaus Thirstane Manor Zuflucht. Der Besitzer, Aidan Thirstane, nimmt Fiona als Gast auf, doch er ist Fiona unheimlich und er scheint ein dunkles Geheimnis zu haben. Außerdem wird sie von schaurigen Träumen und seltsamen Geräuschen verfolgt. Liegt auf dem Haus ein Fluch?


Dieser Roman führt den Leser direkt in die nebligen schottischen Highlands mit ihren alten Mythen und damit auch in eine recht düstere Geschichte. Das alte und etwas heruntergekommene Anwesen Thirstane Manor bietet die passende Kulisse für die merkwürdigen mysteriösen Vorgänge, die Fiona vor Ort so zu verfolgen scheinen.  

Die Protagonisten Fiona und Aidan sind Maria W. Peter gut gelungen, sie beschreibt sie mit vielschichtigen Zügen und besonders ihre inneren Probleme werden gut sichtbar. Fiona ist eine junge Lady, die an einer besonderen Krankheit leidet und im Roman eine entscheidende Entwicklung durchmacht. Anfangs noch verschüchtert und unsicher, später dann wesentlich selbstbewusster und auch über ihre Familie werden ihr die Augen geöffnet. 

Sir Aidan Thirstane wirkt anfangs wie ein Unhold, doch er hat einige schwere Dinge durchgemacht, das wird ebenfalls nach und nach deutlich. 

Weil beide Figuren ihr Päckchen zu tragen haben, wuchsen sie mir ans Herz und ich war von der Handlung gebannt. Auch wenn ich mystische Romane sonst eher meide, konnte mich das Buch bis zum Ende mitreißen. 

Die anderen Figuren sind eher Nebenfiguren, die zum besseren Verständnis der Hauptfiguren auftreten, doch auch hier habe ich die Vorgänge und Handlungen gespannt mitverfolgt.

Im Grunde beschreibt der Roman die spezielle Beziehung von Fiona und Aidan, die mich ein wenig an "Die Schöne und das Biest" erinnert.  
Wie ich es von Maria W. Peter gewohnt bin, zeigt sie die historischen Hintergründe sehr detailgenau und baut die Verbindung zwischen Schottland und Australien raffiniert in die Geschichte ein. Vor diesen Vorgängen erklärt sich dann auch so manche Figur und ihr Handeln näher. Es geht hier auch um die Vertreibung von schottischen Siedlern und um Willkür der jeweiligen Landesherren.

Neben dem zur Zeit passenden Umgangs- und Gesprächston sorgen auch einige schottisch-gälische Ausdrücke für sprachliche Übereinstimmung mit den Schauplätzen und im Anhang finden sich dazu nähere Erklärungen.

Manchmal kamen mir die Handlungen der Akteure doch
etwas sehr klischeehaft und ein wenig in die Länge gezogen vor. Doch die Spannung konnte mich immer weiter für sich gewinnen. Dabei war es nicht so sehr das Schaurige was mich angezogen hat, sondern eher die persönlichen Enthüllungen, das Leben in dem Herrenhaus, die Kleidung und die Vorbereitungen zum Ball. Dies alles sorgt für eine stimmige Geschichte, die ein bestimmtes Licht auf die Vergangenheit wirft. Mehr möchte ich an dieser Stelle dazu nicht verraten.   




Dies ist ein atmosphärisch düsterer, aber packender Roman vor der mystisch anmutenden  schottischen Kulisse eines alten Herrenhauses. Wer Geschichten um Halloween mag, findet hier einen historischen Roman mit Spuk und Schatten und dem Grusel von Samhain.  


***Herzlichen Dank an die Autorin Maria W. Peter für dieses Leseexemplar! Es war eine gelungene Überraschung!***




Weitere Romane der Autorin: 

Samstag, 15. Dezember 2018

Die besten Rezepte vom Blech - Isabelle Guerre

Ohne Stress kochen, das geht mit diesem Kochbuch.

 

Einfach alles aufs Backblech geben und den Ofen arbeiten lassen. So kocht man heute!

Isabelle Guerres Kochbuch "Die besten Rezepte vom Blech" erscheint im Bassermann Verlag und enthält 40 Rezepte für komplette Hauptgerichte und Desserts.  


Ob Alltagsküche oder Festtagstafel, hier kommt alles auf einem Blech daher. Vorbereiten, aufs Blech geben und ab in den Ofen. So spart man den Abwasch von Töpfen und Pfannen und bekommt Gerichte gezaubert, die im eigenen Saft schmoren und dabei noch köstlich duften.



Verschiedene Gemüse alleine oder mit Fisch, Fleisch, Ei oder Tofu, hier kommt alles aufs Blech, erhält die nötige Würzung und der Ofen erledigt den Rest. Die wohlschmeckenden Gerichte reichen für vier bis sechs Personen, sie eignen sich für die nächste Party, die tägliche Mahlzeit oder auch mal für eine Festtagstafel.

Wer kennt das nicht, eine Mahlzeit und diverse Töpfe, Pfannen und Schüsseln müssen hinterher gereinigt werden. Wer es sich in der Küche einfach machen möchte, sollte sich dieses Buch näher anschauen. Topf- und Pfannenchaos muss nicht sein, wenn man diese Gerichte zubereitet. Erst wird geschnippelt, das Blech gefüllt, gewürzt und dann nur noch ab in den Ofen damit. Und durch die Farbvielfalt sind die Gerichte auch noch ein echter Augenschmaus. 


Dieses Kochbuch ist erfrischend anders, denn hier wird durch die Ofengarung nicht nur entschleunigt, das Buch ist auch anders aufgebaut. Es gibt pro Doppelseite ein Gericht, ein ganzseitiges Foto und auf der Gegenseite die nötigen Zutaten in Bildern, dazu die entsprechende Zubereitungsangabe, die Personenzahl und die Zubereitungszeit. Die Zutaten sind in einer Einkaufsliste zum jeweiligen Rezept noch einmal auf den letzten Buchseiten aufgeführt. 

Die Zubereitung ist sehr simpel, selbst Kochanfänger können diese geschmackvollen Gerichte zaubern. Die Rezepte sind abwechslungsreich, es gibt reine vegetarische Gemüsegerichte, mal mit Tofu, aber auch mit Fisch und Fleisch und sogar Ente und Garnelen kommen hier aufs Blech. Dabei ist die jeweilige Würzung der entscheidende Clou und ergibt beim Schmoren mit dem Saft aus Gemüse und Fleisch eine wunderbare Sauce. Dazu noch etwas Brot, Kartoffeln, Pasta oder Reis und fertig ist das Essen. 

Während das Gericht im Ofen vor sich hingart, kann man sich mit der Tischdeko beschäftigen oder sich um die Gäste kümmern. Besser und einfacher geht es kaum.

Es gibt 5 Kapitel: Geflügel, Fleisch, Fisch, Vegetarisch und Desserts.  


Um einen Eindruck über die vorhandenen Rezepte zu hinterlassen, führe ich mal meine liebsten Blechrezepte hier auf.

- Hähnchenbrust marokkanisch
- Hähnchen Hawaii
- Putenschnitzel herbstlich
- Schweinebraten mit geröstetem Gemüse 
- Lachsfilet mit Regenbogen-Gemüse (bunter geht´s nicht)
- Garnelen mit Mango
- Omelett vom Blech (toll für Brunch)
- Falafeln mit Gemüsemix
- Tofu indisch (rein vegetarisch)
- Schokoladenkuchen à la Brownie






Neben diversen Gemüsen werden einige gängige Gewürze verwendet, wie Knoblauch, Kräuter der Provence, Salbei, Koriander und Paprikapulver. Aber auch Ras-el-Hanout, Kreuzkümmelsamen und El Zatar sorgen für exotische Würzung und aussergewöhnlichen Geschmack. 
Diese Vielfalt sorgt für allerlei Auswahl diverser Küchen. Mexikanisch, arabisch oder indisch, hier findet jeder sein liebstes Gericht und das bunte Ergebnis auf dem Blech ist immer ein Hingucker. 

Selbst Low Carb oder Vegan ist möglich, wenn man einige Veränderungen an der Zutatenliste vornimmt. 


Einfach alles aufs Backblech geben und den Ofen arbeiten lassen. So kocht man heute! 
Durch die farbenfrohen Fotos, die einfache Zubereitung und den Knüllerpreis (nur 7.99), ist dies ein tolles Buch zum Verschenken oder selbst behalten. 


***Für die Überlassung dieses Rezensionsexemplares bedanke ich mich herzlich beim Bloggerportal und dem Bassermann Verlag.*** 



 

Freitag, 14. Dezember 2018

Freitags-Füller # 116



Die schöne Lichterkugel habe ich schon viele Jahre. Sie verbreitet für mich adventliche Vorfreude und ich mag die Lichter in der Dunkelheit, die in vielen Häusern dekorative Stimmung verbreiten. Man darf es aber auch nicht übertreiben, schliesslich ist Energie kostbar und man sollte sie nicht übermäßig verschwenden. Genießt die Adventszeit! 


 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Diese Woche ist mir eingefallen, das Geschenke völlig überbewertet werden. Gesundheit und Frieden sind das wahre Glück.

 

2. Am schönsten finde ich Kunsthandwerks- und Dekostände auf dem Weihnachtsmarkt.

 

3. Um die Wahrheit zu sagen, echte vorweihnachtliche Stimmung ist dieses Jahr bei mir erst ganz wenig aufgekommen.

 

4. Warme Socken, Wärmflasche und ein heißer Tee sind meine Rezepte für warme Füße.

 

5. Ich habe jedes Jahr mehr die Nase voll von diesem ganzen Kommerz.

 

6. Weihnachten kommt wahrscheinlich wieder am 24. Dezember. :-)

 

7. Was das Wochenende angeht, heute (Abend freue ich mich auf) besuche ich meine Mutter im Krankenhaus, morgen habe ich noch nichts bestimmtes geplant und Sonntag möchte ich wieder zu meiner Mutter.

 

Wie sehen eure Pläne für die nächsten Tage aus?   

 

Ich wünsche einen schönen 3. Advent!

Eure Sommerlese 

 

🎄⛄🎄⛄🎄⛄    🎄⛄🎄⛄🎄⛄

 

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Reise durch den Advent

Seid ihr alle schon in Adventsstimmung? Wenn nicht, dann habe ich hier noch eine schöne Bloggeraktion für euch.                                            



24 Bloggerinnen nehmen abwechselnd jeden Tag bei dieser Aktion teil. Jede wird einen weihnachtlichen Beitrag schreiben oder eine andere Idee verwirklichen und unter Niwibos Post verlinken.

Irgendwie habe ich bisher versäumt, euch darüber zu informieren. Die Gründe möchte ich hierfür nicht öffentlich darlegen und noch habt ihr ja auch noch Zeit, euch die Beiträge anzusehen. 
Am 21.12.2018 findet die Aktion auf meinem Blog statt und ich kann euch jetzt schon mal verraten, dass es in meinem Beitrag um Bücher geht. *Lach
Habt ihr euch sicherlich schon gedacht! 

Ich veranstalte auch ein Gewinnspiel, lasst euch überraschen und merkt euch den 21. 12. vor. 


Liebe Grüße und bis dahin eine schöne Adventszeit,
Eure Sommerlese 

Lissabon - Das Kochbuch von Sylvie Da Silva

Eine nicht nur kulinarische Liebeserklärung an Lissabon 



Sylvie Da Silvas Buch "Lissabon - Das Kochbuch" enthält authentische Rezepte und zahlreiche Farbfotos aus Portugals Hauptstadt. Der wunderschöne Band erscheint im Südwest Verlag.

So schmeckt Lissabon
Es geht auf eine kulinarische Reise durch Lissabon. Dort wird Essen groß geschrieben, es wird Wert gelegt auf gemeinsame Mahlzeiten. In den Bars der Stadt gibt es kleine Leckerbissen, in den Cafés serviert man die berühmten Pastéis de nata oder Flan und in feinen Restaurants serbiert man vielfältige Fleisch-, Fisch- und Meeresfrüchtegerichte. Es ist ein kulinarisches Fest, dabei ist die Küche Lissabons eher einfach, doch sie überzeugt mit ihrem einzigartigen, aromatischen Geschmack.





Lissabon, die Stadt auf sieben Hügeln ist nicht nur wunderschön, sie hat auch einiges zu bieten. Es lohnt sich, die Restaurants, die Cafés in Chiado und Bars in Bairro Alto zu besuchen und dort die kulinarische Vielfalt zu entdecken.
Wer einmal in Lissabon gewesen ist, kennt die wunderschönen Wandkacheln, die "Azulejo" genannt werden. Genau an diese Kacheln erinnert das Cover des Buches. Richtig kreativ hat man hier Farbe und Form des Bucheinbands passend genau dargestellt. 

Dieses Buch ist ein Schmuckstück und es enthält neben typischen Rezepten auch einen Gesamteindruck über die Geschichte der Portugiesen, ihre Esskultur, den Fado und über ihre Hauptstadt. Es ist deshalb viel mehr als nur ein Kochbuch. Es ist eine Liebeserklärung an Portugal.
 
Zwischen den Rezeptseiten verstecken sich immer wieder Impressionen von Land und Leuten und Bilder von Lissabon, die das Flair der Stadt aufleben lassen.
Den meisten Menschen ist die portugiesische Küche weniger bekannt, dabei punktet sie mit vielen frischen Zutaten, reichlich Koriander und besonders die karlorienreichen Süßspeisen sind eine Sünde wert.

Die Küche Portugals ist eher einfach und rustikal, verschiedene Fleischsorten, sehr viel Fisch und Meeresfrüchte kommen auf den Tisch. Als Beilagen reicht man generell Reis und Kartoffeln, häufig auch noch Brot.
Wenn man den gezeigten Vorratsschrank mit dem heimischen vergleicht, finden sich viele gleiche Vorräte. Die Ausnahmen sind eventuell Piri-Piri, Koriander, Fischkonserven, Chorizo, Kichererbsen und Portwein.

Das Buch gliedert sich in 5 Kapitel.
Kapitel 1: "Kleine Happen", auch Petiscos genannt, sind für Portugiesen diverse Vorspeisen, die man in geselliger Runde verzehrt. Fischkroketten, Oktopussalat, Kichererbsensalat mit Thunfisch und verschiedene Empadas machen schon vom Anblick her Appetit.

Das nächste Kapitel widmet sich der "Küche der Küste".
Fisch gehört in Portugal auf jeden Tisch, egal ob frisch oder getrocknet und gesalzen wie der landestypische Bacalhau (Kabeljau), der im Buch Klippfisch genannt wird. Bacalhau geht immer, dieser Fisch findet sich in Suppen, Aufläufen oder auch gegrillt. Doch auch Sardinen, Muscheln und andere Meeresfrüchte finden sich auf den Speisekarten.


"Arroz de marisco" heißt das beliebte Reisgericht mit Meeresfrüchten.



Das nächste Kapitel ist die "Landküche", dort wird mit Fleisch, Geflügel und Gemüse gekocht.
Schweinefleisch mir Herzmuscheln, Grillhähnchen mit Piri-Piri und Lammragout gilt es nachzukochen.

Unter "Beilagen" gibt es Rezepte für Reis- und Kartoffelvariationen mit Gemüsen, wie Kohl, Erbsen, Zwiebeln, dicke Bohnen, Spinat und Kichererbsen. 

Zum Abschluß geht es um "Desserts & Backwaren".
Großen Wert legen die Portugiesen aus traditionellen Gründen auf Süßspeisen. Hier geht es sehr süß und sehr kalorienreich zu. Wer einmal die berühmten Pastéis de nata gekostet hat, kann die Portugiesen verstehen. Sie schmecken einmalig gut, bestehen aus knusprigem Blätterteig mit sahniger Puddingfüllung.
Als weitere Besonderheiten gibt es Rezepte für Orangenrolle, Karamellflan und für Kamelspucke (!). Was so gewöhnlich klingt, ist eine zuckersüße Offenbahrung für die Sinne.

Besonders schöne Fotos machen Freude, das Buch nur anzuschauen, dank der übersichtlichen Zutatenlisten und einfachen Anleitungen der Zubereitung werden auch Anfänger keine großen Schwierigkeiten haben, die Rezepte nachzukochen.
Bei einigen Gerichten wird ein Schnellkochtopf verwendet.

Ein paar Adresstipps der Autorin und ein umfangreiches Register beschließen dieses wunderschöne Kochbuch.

"Lissabon - Das Kochbuch" ist ein wundervolles Buch über Küche, Land und Leute Portugals. Es  macht das Leben und Essen in Lissabon sichtbar. Von mir eine ganz große Empfehlung und gleichzeitig ein spezieller Tipp für Weihnachten.


***Herzlichen Dank an den Südwest Verlag und an das Bloggerportal für dieses Buch!***


 

Montag, 10. Dezember 2018

Hauptsache, der Baum brennt - Sina Beerwald

Amüsantes Familien-Chaos mit Weihnachtsmann 


Im Knaur Verlag erscheint der weihnachtliche Roman "Hauptsache, der Baum brennt" von Sina Beerwald.


Der Weihnachtsmann klingelt an einer Tür in München, er glaubt, das Christkind aus Versehen umgebracht zu haben und sucht nun dringend nach passendem Ersatz für das Weihnachtsgeschäft. Was liegt da näher, als sich an Sarah Christkind zu wenden? Sarah ist Psychotherapeutin und gerade völlig im Stress ist. Ihr Mann hat eine Neue und ihre Kinder sind durch die Pubertät ungeniessbar. Sie nimmt sich des attraktiven, aber scheinbar gestörten Manns an und wird ihn nicht wieder los. Der Weihnachtsmann heftet sich an ihre Fersen und Sarah merkt schnell, dass er wirklich nicht von dieser Welt zu sein scheint. Alle möglichen Küchengeräte sind ihm fremd und auch mit Ampeln kann er nichts anfangen. 





In diesem Roman nimmt uns die Autorin nicht wie gewohnt mit nach Sylt, stattdessen erlebt man München in der Vorweihnachtszeit. 

Sarah Christkind trifft den "echten" Weihnachtsmann und wird ihn nicht wieder los. Das Alltagsleben auf der Erde überfordert den guten Mann und Sarah versucht ihm zu helfen. Das sorgt für absurde Situationen und damit zusätzlichen Trubel in ihrem gerade auch sehr stressigen Leben.  

Es gibt einige peinlich, amüsante Szenen mit reichlich Situationskomik, etwas Liebesromanze und die weihnachtlichen Themen wie Hilfe, Vergebung, Hoffnung und Familie spielen ebenfalls eine Rolle. Während Sarah dem Weihnachtsmann München zeigt, spielt sie Reiseführerin und man erfährt nebenbei lehrreiche Informationen über Sehenswürdigkeiten und alteingesessene Familien, die der Geschichte etwas mehr Tiefe verleihen. 

Von dieser etwas chaotischen Geschichte wurde ich humorvoll unterhalten, die weihnachtliche Atmosphäre in München habe ich etwas vermisst und daher konnte mich das Buch nicht völlig überzeugen. Mir erschienen die Gags doch etwas flach, auch die Haushaltsprobleme wie den Badewannenbrand oder die Geschirr-Wäsche in der Waschmaschine fand ich etwas flapsig. 
Es störte mich, dass Sarah den Weihnachtsmann als ihr Problem bezeichnet und dann trotzdem seinem guten Aussehen als Mann erliegt. Und auch er ist merkwürdig, er ist fremd im Umgang mit den Gegebenheiten auf der Erde, aber in Liebesdingen reagiert er wie ein Mensch.

Am Ende kommt die Weihnachtsbotschaft zum Zuge, der Wert von Liebe und Familienharmonie wird betont.  


Eine amüsante und unterhaltsame Geschichte für zwischendurch, von der ich mir mehr Weihnachtsstimmung erhofft habe. 


***Vielen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***





Samstag, 8. Dezember 2018

Makronen, Mistel, Meuchelmord - Eva Almstädt

Mord und Intrigen sorgen für schaurigen Nervenkitzel in der Adventszeit

 

Die weihnachtliche Kurzkrimi-Sammlung "Makronen, Mistel, Meuchelmord" von der Ostsee bis zu den Alpen aus dem Knaur Verlag umfasst 24 hochspannende Geschichten und kann damit sogar als literarischer Adventskalender dienen. 


Diese 24 mörderischen Kurzgeschichten haben es in sich, jetzt wird es blutig und man hat die Möglichkeit, jeden Tag in der Adventszeit eine neue Story mit Schauderfaktor zu lesen. Für mörderisch gute Unterhaltung in der Adventszeit sorgen:
Eva Almstädt, Gert Anhalt, Jean Bagnol, Raoul Biltgen, Monika Bittl, U.L. Brich, Wolfgang Burger und Hilde Artmeier, Petra Busch, Nicola Förg, Thomas Fuchs, Stefan Haenni, Rudi Jagusch, Thomas Kastura, Ivonne Keller, Regine Kölpin, Iny Lorentz, Bodo Manstein, Judith Merchant, Gisa Pauly, Jürgen Seibold, Arno Strobel, Sabine Trinkaus, Tom Zai und Franz Zeller.




Alle Jahre wieder erscheint im Knaur Verlag eine neue Weihnachtskrimi-Anthologie. 
Namhafte Krimiautorinnen und -autoren zeigen hier ein buntes Kaleidoskop ihres schriftstellerischen Könnens. Hier wird gemordet, betrogen und mit sorgsam ausgeklügelten Intrigen eine besondere Spannung geschaffen, die die Adventszeit mal nicht so friedlich werden lässt.
 

Wie es solche Anthologien an sich haben, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Manchmal geht es blutig und skurril zu, mal kann man miträtseln und es gibt auch Geschichten zum Schmunzeln und dann wird es wieder todernst. 
Diese Weihnachtskrimis kann man als spannende Abwechslung zwischendurch lesen oder sie sich als Adventskalender zu Gemüte führen. 

Die kriminelle Reise startet im Norden in Glückstadt mit einer überraschenden Geschichte um einen gemieteten Weihnachtsmann und seinen Einsatz. Weitere Stationen führen in den Kellerwald, nach Berlin, Bonn und München und der letzte Krimi kommt aus Regensburg. Wir begegnen dank Ivonne Keller auf humorvolle Art dem Nikolaus, basteln einen mörderischen Adventskalender mit Monika Bittl und erleben dank Nicola Förg "Explosive Geschenke". Eva Almstädt lässt uns einen Unfall miterleben, der sich zu einem wahren Alptraum auswächst.

Ich wurde von diesen Krimis immer wieder aufs Neue gut unterhalten und durch den Stilmix wird es einfach nicht langweilig. Wenn es mal die eine Geschichte nicht geschafft hat, mich vollständig zu überzeugen, wartet ja schon die nächste und man kann sich weiteren kriminalistischen Stories hingeben. 
Besonders Rudi Jaguschs unnachahmlicher Erzählstil sorgte mit "Edgar tot unter dem Weihnachtsbaum 2018" für Lesespaß. Bei Iny Lorentz verstirbt eine Großmutter unter dem Weihnachtsbaum und es wird bei den eigenen Großkindern knallhart ermittelt.
    


"Makronen, Mistel, Meuchelmord" ist das perfekte Geschenk für Krimi-Liebhaber. Man hat die Wahl, ob es als Weihnachtsgeschenk unter dem Baum oder als Adventskalender herhalten soll. Frei nach dem Motto: Ihr Mörderlein kommet, o kommet doch all‘!



***Vielen herzlichen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***




 

Freitag, 7. Dezember 2018

Winterwundertage - Karen Swan

Unterhaltsame, winterliche Geschichte mit viel Whisky

 

Der Roman "Winterwundertage" der englischen Autorin Karen Swan spielt in Schottland. Das Buch erscheint seit dem 15.Oktober 2018 im Goldmann Verlag.

Die erfolgreiche Unternehmensberaterin Alex Hyde reist kurz vor Weihnachten für einen Auftrag von London nach Schottland. Auf der abgelegenen Insel Islay soll sie die familiengeführte Whisky-Destillerie »Kentallen« wieder zum Erfolg verhelfen. Lockland, der attraktive, aber schwierige Erbe des Betriebs, macht Alex das Leben schwer und verweigert seine Zusammenarbeit.




"Honig ist zwar süß, aber wer leckt ihn schon gerne von einer Distel? Stimmt´s?" Zitat Seite 597


In diesem Buch geht es auf die schottische Atlantikinsel Islay, auf der es tatsächlich mehrere Whisky-Brennereien gibt. Daher baut die Autorin auch einige interessante Informationen über die Whisky-Herstellung und Verkostung mit ein. 

Die fiktive Geschichte führt Alex in eine ebensolche Destillerie unter Familienführung. Ihre Aufgabe ist alles andere als einfach, denn die Vorstandsmitglieder haben verschiedene Vorstellungen und der Erbe Lochlan lässt sich nicht bevormunden und hält auch nichts von Alex Unternehmensstrategien. Deshalb geraten beide auch ständig aneinander und kommen sich erst durch einen Unglücksfall näher. Doch auch das ist nicht von langer Dauer, Alex Neugierde bringt ihre Beziehung dann wieder in Schwierigkeiten.

Die Handlungsstränge verteilen sich auf zwei Zeitebenen, im Jahr 1918 und 2017. Die ziemlich kurzen Rückblenden sind sehr interessant gemacht, dort geht es um die Schicksale von gestrandeten Soldaten, toten wie lebenden. Hier erfahren wir einiges über die schwierige Benachrichtigung der Angehörigen der Toten und von Lochlans Vorfahren. Dagegen plätschert die aktuelle Geschichte eher vor sich hin, sie lässt sich aber dennoch sehr unterhaltsam lesen.

Mit den Protagonisten Alex und Lochlan konnte ich mich zunächst nicht gerade anfreunden, Alex ist sehr erfolgreich, denn sie ist völlig auf ihren Job eingestellt. Soziales Umfeld ist ihr ein Fremdwort. Sie legt Wert auf Designerkleidung und ist es gewohnt, dass ihre Klienten sich von ihr etwas sagen lassen. Sie wird im Laufe der Geschichte dann aber umgänglicher und nimmt auch mit abgelegter Kleidung vorlieb. 

Lochlan ist ein verstockter und unfreundlicher Zeitgenosse, der zur Jagd geht und auch recht grob werden kann. Seine offene Ablehnung Alex gegenüber kann ich nicht verstehen, denn schliesslich geht es um sein Unternehmen. 
Die gemeinsame Romanze beginnt leider erst im zweiten Teil des Buches, wer also eine romantische Geschichte erwartet, sollte das bei der Entscheidung für das Buch im Blick haben. 
Und erst am Ende erfahren wir auch die Gründe warum Alex sich so sehr in ihren Job flüchtet. Auch Lochlan hat eine andere Seite, die sich erst später zeigt.

Bei dieser Geschichte hat mich das Setting sehr erfreut, die winterlich verschneite Insel habe ich direkt vor Augen gehabt und das gemütliche B&B mit der herzlichen Mrs. Peggie würde ich auch gern mal besuchen. Wie sie sich trotz ihres Alters für ihre Gäste abgemüht und immer wieder aufwendige Gerichte gekocht hat, hat mir sehr imponiert. 

Es werden einige Jagdszenen beschrieben, so geht es auch um die schottische Tradition des sogenannten MacNab. Dabei werden Wildvogel, Fischfang und Hirsch innerhalb von 24 Stunden erlegt. Dies finde ich unnötig genau beschrieben und auch recht grausam, man muss aber sagen, dass hier ein gemeinsames Miteinander von Alex und Lochlan ihre Verbindung festigt. 

Alles in allem eine winterlich anmutende Geschichte, die mir die Gegend stimmungsvoll näher gebracht hat und die für Menschen mit Vorliebe für Whisky sicherlich noch viel ansprechender sein wird. Für kalte Winterabende gut geeignet.   


***Vielen Dank an den Goldmann Verlag und an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***





Swan, Karen - Sternenwinternacht 

Freitags-Füller # 115




In der letzten Woche habe ich meine adventlichen Chorauftritte gehabt. Diese stimmungsvollen Eindrücke und schönen Lieder begleiten mich stets in der Adventszeit, denn ansonsten kann mich der Trubel und die Glühweinbuden auf den Weihnachtsmärkten nicht unbedingt in weihnachtliche Vorfreude bringen. Auf dem Weg von einem Auftritt in der Kreuzkirche zum Bahnhof kam ich dann an einem schön aussehenden Weihnachtsmarktstand vorbei. Es war ausgerechnet ein Glühweinstand, der mich mit seinen Lichtern dann doch regelrecht verzaubert hat. Es sind diese Lichter in der Dunkelheit, die für mich so besonders sind. Sie verbreiten auch Glanz in der Seele. In diesem Sinne: Genießt die Adventszeit! 



 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Im Allgemeinen wird es mit der ganzen Schenkerei zu Weihnachten doch immer mehr übertrieben.

 

2. Ich habe überhaupt keine Lust, mich um Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr zu kümmern.

 

3. Bei diesem Wetter brauche ich jeden Tag morgens, bis ich in Gang bin.

 

4. Bestimmte Dekoelemente müssen bei uns jedes Jahr sein, das erinnert mich sehr an Weihnachten in meiner Kindheit.

 

5. Mein Auto fährt zur Zeit hauptsächlich mein Sohn.

 

6. Die Zeit bis zum Weihnachtsfest vergeht definitiv zu schnell.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine nachbarschaftliche Weihnachtsfeier mit Wichteleinlage, morgen habe ich nichts bestimmtes geplant und Sonntag möchte ich vielleicht in den Berggarten gehen, das ist der botanische und auch schönere Teil der Herrenhäuser Gärten in Hannover.

 

Wie sehen eure Pläne für die nächsten Tage aus?   

 

Ich wünsche einen schönen 2. Advent!

Eure Sommerlese 

  

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Vorstadtgeflüster - Abbi Waxman

Für Freundinnen von Vorabend-Soaps genau das richtige Buch. 


Der neue Roman von Abbi Waxman heißt "Vorstadtgeflüster" und spielt in Los Angeles. Das Taschenbuch erscheint am 20.11.2018 im Rowohlt Verlag.

In einem Vorort von Los Angeles leben vier befreundete Familien harmonisch mit- und nebeneinander. Doch wenn man hinter die Fassaden schaut, entdeckt man die Probleme und Sorgen, die die Menschen beschäftigen und nach außen nicht zeigen wollen. 
Die gute Seele der Straße ist Frances Bloom, Hausfrau und Mutter. Sie übernimmt den Fahrdienst für die sieben Kinder der Straße zur Schule oder Kindergarten. Sie entdeckt bei ihrer Nachbarin Anne deren außereheliches Verhältnis und das bringt die vermeintlichte Idylle ins Wanken.




Frances und Michael leben eine glückliche Ehe, die sich dem Alltag angepasst hat. Durch ihre 3 Kinder hat Frances nicht nur täglichen Stress, sondern auch reichlich zugenommen, was aber beide Ehepartner tolerieren. Im Laufe ihrer Ehe ist ihr Liebesleben ziemlich auf der Strecke geblieben. Frances tröstet sich mit Essen über ihre Probleme hinweg. Vor allem ihre pubertäre Tochter Ava treibt sie oft in den nächsten Kalorienexzess. Außerdem kann sie kein Hilfeersuchen ablehnen und lässt sich von ihren Nachbarn zu sehr vereinnahmen.  

Die anderen Bewohner sind bunt gemischt: Es gibt ein Lesbenpaar mit Kind, ein Vorzeigeehepaar, bei dem ein außereheliches Verhältnis besteht und die Ehe auseinanderbrechen lässt und einen Vater mit seinem Sohn, dessen Frau vor kurzem verschwunden ist.   

In Abbi Waxmans Debüt "Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen" hat sie bereits ihr schriftstellerisches Können bewiesen. Sie bringt lockere Unterhaltung lebendig und mit viel Pepp auf den Punkt und scheut sich auch nicht vor vulgären Begriffen. Sie zeigt in ihrem Roman eine Nachbarschaft, die doch nicht so spießig ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. 


Wer das Buch liest, wird sofort an die Serie "Desperate Housewives" erinnert. Auch dort herrscht offiziell einvernehmliche Harmonie unter den Nachbarinnen und in Wahrheit wird übereinander gelästert und getrascht.

Der leichte Schreibstil passt zu diesem Buch, er zeigt die normalen Pflichten des Alltags mit Haushalt, Eheproblemen, Gewichtszunahme, Unterricht und Erziehung der Kinder und Pubertät auf eine teilweise recht direkte und lebendige Art. Diese Probleme treiben die meisten Familien um und die Sicht der Kinder lässt mich immer mal wieder schmunzeln. 


Die Autorin führt ihre Geschichte durch den Ehebruch in eine bestimmte Richtung, sie bringt ihre Leserinnen dazu, über eine gute Ehe nachzudenken oder wie man sie auch nach langer Zeit glücklich weiter führen kann. 
Durch die verschiedenen Familien bietet sich dem Leser ein reichhaltiges Arsenal an Figuren und Charakteren, die ihre vielfältigen Sichtweisen leben und erklären.  
 

Ein leichter Frauenroman für alle Fans von Vorstadt-Serien, der das Ehe- und Alltagsleben von verschiedenen Seiten beleuchtet und zeigt, dass auch hinter perfekter Fassade alle möglichen Wünsche und Sorgen stecken.


***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***




 

Montag, 3. Dezember 2018

Dornenherz - Karen Rose


Sehr langatmiger, überwiegend spannungsarmer Thriller mit vielen Beziehungsanalysen


"Dornenherz" ist der vierte Band der Dornen-Reihe von Karen Rose und auch der Abschluss der Reihe. Die Reihe der Bestseller Autorin erscheint im Knaur Verlag. 


Meredith Fallon betreut Opfer von sexuellem Missbrauch und hilft ihnen, wieder ins Leben zurückzufinden. Sie gerät ins Schussfeld eines Mordanschlags und hat Glück im Unglück. Den Täter sucht man im Umfeld mit ihren Klientinnen, irgendjemand muss sie zutiefst hassen. Die Cops des Cincinnati Police Departments untersuchen den Fall und besonders Detective Adam Kimble wird ihr schützender Bewacher, denn er fühlt sich von Meredith unheimlich angezogen.



Ich hatte einen nervenzerreißender Thriller erwartet, stattdessen bekam ich eine Story mit reichlich Längen vorgesetzt. Es gibt etliche Nebenschauplätzen der Protagonisten, viele Figuren, die vielleicht in Vorgängerbänden eine Rolle gespielt haben und Spannung wurde durch kaum zu zählende Überfälle mit tödlichem Ausgang erzeugt. Dabei kommt die Protagonistin Meredith meistens glimpflich davon. In den Vordergrund rückt die Ermittlungsarbeit, die weitläufig angelegt ist und sich häufig im Kreis dreht, weil das Motiv einfach nicht erkannt wird. Der Leser wird mit Tätergedanken versorgt und erkennt schnell das Doppelspiel dieses Verbrechers. Er schaltet nach und nach alle Personen aus, die ihm als Zeugen schaden könnten. Seine Person wird erst spät erkennbar. Was Karen Rose bis zur völligen Entnervung des Lesers durchgekaut hat, sind die Analysen von klischeehaften Beziehungsgeflechten. Warum können die sich liebenden Protagonisten denn nun nicht miteinander glücklich werden? Im Bett war das übrigens kein Problem.

Die Autorin kann schreiben, keine Frage, aber wie man so viele Überfälle, Mordermittlungen und Liebesgeplänkel in einem Zeitraum von nur zwei Tagen stattfinden lassen kann, ist mir ein Rätsel. 


Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Sie sind alle voller Probleme, haben seelische Traumata erlitten oder sind anderweitig belastet. Alkoholsucht, Drogenabhängigkeit, Missbrauch und sexuelle Übergriffe auf Minderjährige, fast jeder ist hier vorbelastet. Die Heldin, die für Missbrauchsopfer kämpft ist Meredith, sie ist die Heldin, die einen guten Draht zu allen Sorgenfiguren findet, sie ist die große Sympathiefigur im Buch, deren Charme sich nur der Täter widersetzen mag. 

Einen echten Spannungsbogen habe ich vermisst. Es gibt einige fesselnde Momente, wenn es zu Überfällen und zum Schusswechsel kommt, aber ansonsten plätschert die Handlung so vor sich hin. Häufige Unterbrechungen der Handlungsperspektive sorgt für entnervtes Lesen und die Liebesszenen werden unnötig in die Länge gezogen. Auch das Ende ist nicht perfekt, der Täter ist ermittelt, er wird... und dann geht das Buch noch weiter.  



Bei dieser Reihe werde ich mir die ersten Bände nicht noch antun. Ich war ziemlich enttäuscht von diesem Buch, das ich keinesfalls als Thriller bezeichnen würde. Die Überlänge des Buches ist nicht gleichzeitig ein Indiz für die Qualität, manchmal liegt in der Kürze die Würze.


***Dieses Buch wurde mir dankenswerterweise vom Knaur Verlag für eine Leserunde bei Lovelybooks zur Verfügung gestellt!***


  

Lilly mischt die Schule auf - Enid Blyton

Abenteuer im Internat


Humorvolle und doch lehrreiche Geschichte, wie Kinder sich gegenseitig erziehen können

 

Enid Blyton schrieb ihr Kinderbuch "Lilly mischt die Schule auf" bereits im Jahr 1940. Die deutsche Erstveröffentlichung durch den Knesebeck Verlag erscheint 78 Jahre später im August 2018.  

Enid Blyton wurde 1897 in London geboren und verfasste bis zu ihrem Tod am 28.11.1968 über 700 Bücher und mehr als 10.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt.


Elizabeth Allen ist ein verwöhntes und dickköpfiges Mädchen, wenn sie sich einmal etwas vorgenommen hat, kann sie niemand davon abbringen. Mehrere Gouvernanten sind an ihrer Erziehung verzweifelt und so beschließen ihre Eltern, sie auf ein Internat zu schicken. Dort in der Whyteleafe School benimmt sich Lilly bewusst extrem garstig, um möglichst bald hinausgeworfen und wieder nach Hause geschickt zu werden. Doch in Whyteleafe gibt es Erziehungsmethoden, die auch für Lilly sehr lehrreich sind. Als sie dann auch noch Freunde findet, ist es gar nicht mehr leicht, richtig fies zu sein. 



Dass dieses Buch schon 78 Jahre auf dem Buckel hat, merkt man ihm gar nicht an. Schliesslich sind Ausgrenzung und Zickenalarm auch heute aktuell.

Wir lernen Lilly kennen, die als bitterböses Mädchen ihrem Ruf alle Ehre macht. Ihr Wille, dieses Internat so schnell wie möglich wieder zu verlassen, versucht sie mit beharrlicher Garstigkeit zu erreichen. Aber so einfach ist es dann doch nicht, denn Lilly findet Freunde und weil sie eigentlich eine herzensgute Seele hat, tut sie verbotenerweise reichlich Gutes. Sie entdeckt, wie schön es doch sein kann, andere Menschen zu erfreuen und glücklich zu machen. Das Schulleben macht Lilly zunehmend Spaß, das Lernen fällt ihr leicht und sie darf Klavier spielen und reiten. Doch wenn sie gegen die Schulregeln verstößt, werden ihr genau diese Hobbies gestrichen. So lernt sie, sich anzupassen und ihr großes Herz fällt auch ihren Mitschülern schnell auf.
 
In diesem Internat erziehen sich die Kinder gegenseitig, denn in ihren Versammlungen entscheiden sie über die Verteilung von Taschengeld und bestimmte Vergehen ihrer Mitschüler und die nötigen Restriktionen. Das wirkt bei Kindern entschieden wirkungsvoller als vom Lehrerkollegium.

Wenn Kinder auf Internate geschickt werden, ist das für mich aus heutiger Sichtweise immer etwas befremdlich, auch wenn ich als Kind das natürlich als großes Abenteuer angesehen habe.

Enid Blyton macht daraus eine tolle Geschichte. Sie hat einen wunderbar flüssigen Erzählstil, der für Kinder sehr lebendig und humorvoll die Schwächen der kleinen Lilly aufzeigt. Das Buch zeigt die Willenstärke Lillys, aber auch ihre Sturheit und letzendlich erkennt man ihre große Empathie gegenüber Außenseitern, die ihr nicht nur die Herzen ihrer Mitschüler zufliegen lässt, sondern auch die der Leser.

Unter Kindern gibt es immer Streitigkeiten und Zankerei, aber wenn sie gegenseitig über ihr Fehlverhalten urteilen, bringt das ein besseres Gemeinschaftsgefühl und eine höhere Akzeptanz der Betroffenen. Auch diese Kinder wollen einfach nur dazugehören.


Enid Blyton hat mit diesem Kinderbuch ein allzeit aktuelles Thema aufgegriffen und es kindgerecht umgesetzt. Es ist eine humorvolle und doch lehrreiche Geschichte, die ein ganz besonderes Internatsabenteuer erzählt.   




***Herzlichen Dank an den Knesebeck Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***