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Dienstag, 9. Juli 2024

Gemüse gut, alles gut! - Matthias Gfrörer

Vegetarisch, aber besonders und mit dem speziellen Pfiff!
 
 
Im Südwest Verlag erscheint Matthias Gfrörers vegetarisches Kochbuch "Gemüse gut, alles gut!" Der Sternekoch führt eine Gutsküche auf dem Bioland Gut Wulksfelde bei Hamburg, die mit dem Grünen Stern des Michelin ausgezeichnet ist. 
 
Früher wurde hauptsächlich Gemüse gegessen und nur einmal in der Woche Fleisch, nämlich den üblichen Sonntagsbraten. Inzwischen ist saisonales Gemüse aus der Region wieder angesagt, es bietet viele Vitamine und ist vor allem gut für die Umwelt. Zur Zeit werden wieder viele alte Gemüsesorten neu entdeckt und bieten eine große Auswahl in der Gemüse-Küche.
 
 

Gemüse ist die Hauptgrundlage von Matthias Gfrörers Gerichten, er stellt von seinen Lieblingsgemüsen unterschiedliche Rezepte vor, die zwischen simpel bis kreativ anzusiedeln sind. In einer Einleitung gibt er Informationen zum jeweiligen Gemüse und Tipps für die Zubereitung der folgenden Rezepte.


Die Aufmachung des Buches und die hochwertigen Food-Fotos der perfekt angerichteten Gerichte sind eine Augenweide. Die Anordnung der Rezepte ist von der Aufteilung her bunt gemixt, was mir nicht so gut gefällt. Ich hatte eher eine alphabetische Aufstellung der Gemüsegerichte oder eine jahreszeitliche Abfolge erwartet. Im hilfreichen Register findet man unter den jeweiligen Gemüsen jedoch die einzelnen Rezepte. 
 
- Provenzalische Zucchini
- Zwiebelkuchen
- Deep-Purple Wurzeln (lila Möhren)
- Ochsenherz-Steak 
- Pinsa mit Kirschtomaten und Kapernbeeren 
- Blumenkohl mit Kaviar
- herzhafte Kürbismaultaschen mit Rapa und Schwarzkohl
- Fenchel-Spaghettini (mein Favorit)  
 
Zum Abschluss folgen Rezepte für Trinkschokolade, zum Einkochen, für Gremolata, Tomatenpesto, Nudelteig und Brot.  

Fenchel-Spaghettini


 
Bei diesem Buch hätte ich mir denken können, dass die raffinierte Kochkunst von Matthias Gfrörer weit über meinem Kochhorizont liegt und ausgefallene Gerichte vorstellt und keine normale Alltagsküche bietet. Denn Gfrörer ist ein erfahrener Sternekoch und kocht keine einfachen Standard-Rezepte, sondern er kreiert exklusive Gerichte mit hochwertigen Zutaten, die dem erlesenen Gaumen schmeicheln. 

Die Variationen sehen appetitlich aus und würden mir sicher schmecken, nur für die Zubereitung mit den zahlreichen Komponenten fehlt mir der Sinn und auch die nötige Zeit in der Küche. Und viele Zutaten (lila Möhren, runde Zucchinis oder Knollenziest) gibt es einfach nicht in meinen umliegenden Supermärkten oder Hofläden.
Die Zubereitung ist klar beschrieben, die Gerichte erfordern schon einige Arbeitsschritte mehr als es in der schnellen Küche nötig wäre. Die Zutatenlisten manchmal recht lang, doch wer etwas Besonderes kochen will, nimmt das in Kauf. Was mich aber stört, sind Angabe von Zubereitungszeit und Personenzahl. Das muss man aufgrund der Produktmenge selbst einschätzen und ist für mich definitiv ein Kritikpunkt.
 
Nicht unbedingt mein Kochbuch, aber meine Empfehlung für raffinierte Gemüse-Küche und für alle Hobbyköche, die einem Sternekoch nacheifern wollen!

***Herzlichen Dank an den Südwest Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***
 



Freitag, 9. Februar 2024

Kartoffelauflauf

    




Wenn es im Winter so richtig kalt ist, freut man sich auf ein warmes Gericht, das im Ofen vor sich hin brutzelt und dabei einen herrlichen Duft verbreitet. Der Kartoffelauflauf ist bei uns ein beliebtes Gericht, echtes Soulfood, wenn ihr mich fragt! Außerdem kann man darin wunderbar Reste vom Raclette verarbeiten.


Zutaten:

500 g Kartoffeln

1 Becher Sahne /vegane Kochsahne 

1 Packung Frischkäse (natur oder mit Kräutern/Paprika)

1 Päckchen TK Kräuter Italienische Art oder frische Kräuter

200 g geriebener Käse (Mozzarella, Gouda, Emmentaler)

100 g Schinkenwürfel (optional) 

Pfeffer, Salz, Muskatnuss

 

Zunächst die Kartoffeln schälen und auf einer feinen Reibe in Scheiben hobeln. Danach für 10 Minuten in Salzwasser vorkochen und die Sahne mit dem Frischkäse und den Kräutern/Gewürzen mischen.

Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform mit Butter einfetten, die Kartoffelscheiben in die Form geben, die Schinkenwürfel darauf verteilen und die Sahne/Frischkäse-Mischung darüber gießen. Den geriebenen Käse auf dem Ganzen verteilen und für circa 25-35 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich genug sind. 

Bei diesem Gericht machen sich auch Zwiebelwürfel und Brokkoli/Möhren (auch etwas vorkochen) gut. Eventuelle Gemüsereste sind so gut zu verarbeiten. 
Ich hatte eine Packung Raclettekäse eingefroren, die ich noch obenauf verteilt habe. Das gibt dem Ganzen noch etwas mehr Pfiff und ordentlich Würze.
 
Ein leckeres Wohlfühlgericht für kalte Tage!

                                         

Dienstag, 10. Juli 2018

Kürbis

Ein vielseitiges Kürbiskochbuch auch für Anfänger

Das Kochbuch "Kürbis - Neue Rezepte für das beliebte Gemüse" erscheint seit 2017 im Bassermann Verlag.


Mit Kürbis lassen sich vielfältige und leckere Gerichte zaubern, kombiniert mit verschiedenen anderen Gemüsen, Salaten, Fleisch- und Fischsorten. Der Kreativität ist kaum eine Grenze gesetzt und die Zubereitung ist einfach, gelingsicher und familientauglich. 


Wenn man Kürbis mag, sucht man automatisch nach neuen Rezepten. Jetzt steht der Herbst vor der Tür und damit auch die Kürbiszeit. 
In diesem Buch erhält man nicht nur einen Einblick in die verschiedenen Sorten dieser hübsch anzusehenden Gemüse, man bekommt auch eine kleine Warenkunde mitgeliefert, in der es um die enthaltenden Vitamine, die Lagerung und die Zubereitung geht. 

Kürbis ist eigentlich eine Beere, so der Botaniker, er eignet sich für viele Arten der Zubereitung, ob gebacken, gekocht oder frittiert, alles ist machbar. Im Ganzen ist er dazu noch lange lagerfähig, er enthält Beta-Karotin (daher das leuchtende Orange), die Vitamine B1, B2 und B6, C und E, außerdem Folsäure und Magnesium und reichlich Ballaststoffe. Das macht ihn zum idealen Gemüse. 

Bisher habe ich Kürbis nur als Suppe, gebacken aus dem Ofen und süßsauer eingelegt verarbeitet. 
Dieses Rezeptbuch bietet noch viele andere Möglichkeiten mit ansprechenden Fotos, die zum Nachmachen verlocken. 
Der Rezeptteil gliedert sich in vier Bereiche:
- Suppen, Snacks & Fingerfood 
- Große Salate
- Warme Hauptgerichte
- Desserts, Kuchen & Brot
Auf einer Doppelseite findet ein Rezept mit dem entsprechenden Foto Platz. 
Die Zutaten und die Zubereitung ist übersichtlich angeordnet, die Verarbeitung gut verständlich beschrieben. Dabei wird Step by Step vorgegangen, für Koch-Anfänger sehr gut geeignet. Neben der Portionenangabe, wird auch die Zeit für Zubereitung, fürs Kochen oder Backen angegeben.

Ein Extra-Tipp bietet Hinweise oder Zutatenabwandlungen an.
Neben den Klassikern Kürbissuppe, Grillgemüse und Kürbisbrot werden viele neue Ideen vorgestellt. Für mich sind die Kürbis-Spinat-Lasagne und das Gemüsecurry mit Kokoscreme besonders schmackhaft und der Nudelauflauf mit Kürbis und Käse sowie das Kürbis-Risotto mit Rotwein werde ich bald ausprobieren.

Dieses Kochbuch ist abwischbar, liegt gut in der Hand und bietet für seinen Preis reichlich Rezepte, die neuartig und nicht zu schwierig in der Zubereitung sind. Was mir gefehlt hat, sind Auflistungen der Rezepte nach Sorten. Nicht für alle Kürbisarten gibt es hier Rezepte. 


Wer Kürbis zu seinen Lieblingsgemüsen zählt, sollte sich dieses Buch näher anschauen. Es gibt viele neue Zubereitungsvarianten, die schon allein von den herrlichen Fotos her Lust zum Nachkochen machen. 


***Herzlichen Dank an den Bassermann Verlag und das Bloggerportal für die Überlassung dieses Reziexemplars!***




Donnerstag, 7. Juni 2018

Gemüseküche

Einfache und vielfältige Rezepte für Gemüsefreunde, jedoch nicht unbedingt  vegetarisch!

 

Dieses kleine handliche Buch über "Gemüseküche" erschien 2014 bei Naumann & Göbel.

Von Suppen über Salate bis zu vielfältigen anderen Leckereien gibt es hier Rezepte für alle Gemüsefans. Viele Gemüsevariationen und Zubereitungsarten je nach Jahreszeit.




Dieses Buch ist recht klein, liegt damit gut in der Hand und ist ziemlich günstig. Es bietet eine Vielzahl von tollen Rezepten, die jahreszeitlich aufgestellt werden.

Die Kochideen zeigen Gemüse in Form von Beilagen oder aber auch als Hauptgerichte in roher, gekochter oder auch gedünsteter Verarbeitung. An Auswahl fehlt es nicht, hier gibt es das richtige Rezept für jedes Gemüse und für jeden Geschmack.
Allerdings, und hier kommt meine größte Kritik an diesem Buch, wird hier auch Fisch und Fleisch in die Rezepte eingebaut. Wenn man den Buchtitel liest, könnte man vermuten, dass es sich hier um ein rein vegetarisches Kochbuch handelt. Das ist nicht der Fall, deshalb sollten Interessierte immer auch einen Blick ins Innere eines Buches werfen.

Die über 100 Rezepte nehmen mit dem passenden Foto jeweils eine Doppelseite ein, die Zutatenlisten sind überschaubar, nicht zu speziell und die Anleitungen sind recht einfach und erfolgen Schritt-für-Schritt. Die Anordnung erfolgt wie schon erwähnt nach den Jahreszeiten.

Frühling:
- Wildspargel mit Cocktailtomaten
- Zanderfilet mit Rucola und Kapern
- Möhrencremesupp

Sommer:
- Tortilla
- Tabbouleh mit Minze
- Lachssteak mit Fenchel: super lecker, aber wieder nicht vegetarisch.

 Herbst:
- Farfalle mit Steinpilzen
- Hackfleischpfanne mit Chinakohl
- Fenchelsalat mit frischen Feigen

Winter:
- Wirsingsuppe mit Kochwürstchen
- Chicorée-Schinken-Gratin
- Lauchkuchen mit Käse 
  


Gemüse ist wichtig in der Ernährung, es schmeckt und stckt voller Vitamine. Ich esse gerne Gemüse und das auch gern in Kombination mit Fleisch oder Fisch. Von daher habe ich hier einige verlockende Rezepte gefunden, die mich zum Nachkochen bewegen werden. Das Angebot der Gemüse ist jahreszeitlich bedingt und daher gefällt mir auch dieser Aufbau des Buches sehr. Denn die saisonfrischen Gemüse sind allen anderen vorzuziehen und das nicht nur aus ökologischen Gründen.



Dieses Buch ist ein Preishit, es enthält viele schmackhafte und gut nachzukochende Rezepte, die Lust auf die Gemüse der Saison machen. Für mich ein sehr guter Ratgeber, wenn man mal wieder nicht weiß was man kochen soll.






Samstag, 29. Juli 2017

Pflücksalat & Blattspinat - Yvonne Schwarzinger

Moderne Umsetzung von grünen Klassikern

Grün ist gesund und lecker! 


Yvonne Schwarzinger ist Sterneköchin und Autorin und stellt in ihrem Buch "Pflücksalat & Blattspinat" vegetarische Rezepte mit Gemüse und Salat vor. Das Kochbuch erscheint im österreichischen Löwenzahn Verlag, für die Fotos ist Herbert Lehmann verantwortlich. (Werbung)


Hier werden über 77 abwechslungsreiche Kreationen vorgestellt, dazu gehören neben Suppen und Salaten, die Beilagen und Hauptspeisen und auch Desserts mit den Zutaten aus dem Gemüsegarten. Dem Ideenreichtum der Köchin scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.  




Das Buch ist groß, aber recht handlich und auch optisch ein Hingucker. Die Fotos vorn Herbert Lehmann sind teilweise in Großaufnahme und dadurch sehr schön und im Detail gut zu erkennen, hier kommt der Appetit schon vom Ansehen der hübsch angerichteten Gerichte.

Zu Beginn macht die Autorin in ihrem Vorwort deutlich, wie gesund und inhaltsstoffreich Blattgemüse und auch Salate sind. 

Besonders interessant: Auch das meiste Blattwerk kann man essen. 
 
In sechs Kapiteln stellt Yvonne Schwarzinger mit altbekannten Gemüsen und Salaten neue Kreationen vor, die auch Kochanfänger nicht überfordern. Jedes Rezept zu einem Gericht nimmt mit einem großformatigen Foto eine Doppelseite ein, das macht die Sache sehr übersichtlich. Die Zutatenauflistung und die Zubereitungsschritte sind sehr gut erklärt und um spezielle Tipps mit alternativen Zutaten ergänzt. Die meisten Gemüse sind alle relativ gut im Supermarkt oder auch auf dem Wochenmarkt zu beschaffen, natürlich unterliegen sie dem jahreszeitlich bedingten Angebot, wie z. B. beim Rhabarber, Grünkohl und Pfifferlingen.  


Der Aufbau der Kapitel entspricht wie bei einem Menü die Speisenfolge. Den Beginn machen die grünen Smoothies und die Salate. Mir gefällt davon besonders der grüne Vitalsmoothie mit Mango, Spinat, O-Saft, Limette und Leinöl, ein gesunder Energiespender, der lange sättigt. So kann man den Tag gut beginnen. 


Bei den Salaten ist Omas Endivien-Kartoffel-Salat mein Hit, allerdings in der milderen Variante mit Chinakohl statt Endivien.
Weiter geht es mit drei verschiedenen Pestos auf Kräuterbasis, wenn es wieder frischen Bärlauch gibt, werde ich das als Pesto ausprobieren. 


Es folgen 5 Cremesuppen, alle klingen lecker und sind, passend zum Buchthema, sehr grün. Mein Favorit ist die Mangoldsuppe mit Ziegenfrischkäse, die ich mir besonders im Sommer sehr gut vorstellen kann. 


Bei den Vorspeisen und Snacks sticht für mich das Sandwich mit Blutampfer, Mozzarella und Paprika heraus. Blutampfer kenne ich nur im Salat und ich muss auch noch eine Anbieterquelle dafür finden.  


Im Abschnitt über Beilagen und Hauptgerichte findet sich der altbekannte Cremespinat, natürlich mit Muskatnuss. Das Rezept zum gefüllten Chicoree kann man auch mit Schinken anbieten.
Überrascht hat mich das Omelett mit Salat, dort ist Salat enthalten, nicht daneben angerichtet!
Die Crespelle mit Grünkohl sind auch mal eine Idee, leider gibt es den Grünkohl erst wieder im Winter, aber ich werde mir das Rezept vormerken.
Spinatquiche mit Feta: das ist mein absoluter Favorit und sieht auch noch toll aus. Tagliatelle mit Spinat und Ricotta gibt es bei mir häufig, ich werde dieses Rezept mal ausprobieren. 


Mit Süßem schliesst man das Menü ab, auch hier wird Blattgrün eingesetzt. Die süße Spinattorte mit Himbeeren, Mascarpone-Quark und einem Boden aus Spinat-Biscuit setzt hier neue Maßstäbe und farbliche Akzente.

Zu guter Letzt werden 12 verschiedene Vinaigrettes und Dipps vorgestellt. Da ist garantiert für jeden etwas dabei.
Mit einem übersichtlichen Register schliesst das Buch perfekt ab.

Rucola, Blattspinat, Grünkohl und Mangold gehören zu den grünen Superfoods, in ihnen steckt mehr als nur Blattgrün. Das wird in diesem Buch sehr deutlich gemacht. Wer gesund leben möchte, sollte die grünen Blattgemüse in seine Ernährung einbauen.  


Meiner Meinung nach gibt es in "Pflücksalat & Blattspinat" viele neuartige Ideen zu entdecken, die kochtechnisch leicht umzusetzen sind, lecker schmecken und den Körper mit gesunden Vital- und Nährstoffen versorgen. Einige Zutaten werden vielleicht nicht zu jeder Jahrezeit zur Hand sein oder wie der fertige Strudelteig eher nur in Österreich im Supermarkt erhältlich. Aber man kann die Rezepte auch mal umwandeln. Wichtig ist, überhaupt viel Blattgemüse in der Ernährungsplan einzubauen. Das sollte mit diesem Buch angeregt werden und ich finde, die Umsetzung ist mit den Rezepten auch bestens gelungen. 




Mit "Pflücksalat & Blattspinat" hat Yvonne Schwarzinger ein alltagstaugliches Kochbuch geschrieben, das vielseitige, vegetarische Rezepte bereithält. Hier wird gezeigt, dass man Grünzeug auch mal in neuer Art und Weise auf den Teller zaubern kann.  



 ***Herzlichen Dank an den Löwenzahn Verlag, ich habe dieses Buch über Lovelybooks gewonnen!***