Donnerstag, 8. Oktober 2026

Die Bienenfrau - Eva Fretheim

Atmosphärischer Krimi, der mich leider nicht ganz überzeugt hat!

Die Bienenfrau (Vigdis Malmstrøm ermittelt) heißt der Kriminalroman von Eva Fretheim, der bei Rowohlt Polaris erscheint.  

Polizeioberkommissarin Vigdis Malmstrøm wurde von ihrem Leitungsposten degradiert und nach Nordbygda versetzt. Als sie vom vermeintlichen Unfalltod der Kindergärtnerin May-Britt Lange erfährt, sagt ihr das Bauchgefühl, dass hier kein Unfall vorliegt, außerdem sprechen die Spuren am Unfallort ebenfalls dagegen. May-Britt wurde nur 42 Jahre alt und raste mit ihrem Wagen in einer Kurve gegen einen Berghang. Sollte ihr jemand nach dem Leben getrachtet haben?  


 

Vigdis ist eine engagierte Kommissarin, die mit ihren Ermittlungen tief in den Fall eintaucht und nicht aufgibt, so verzwickt der Fall aus sein mag. Sie untersucht das Umfeld der Toten und stösst auf einen älteren Fall, als vor zwei Jahren die 19-jährige Iris Bjerkan spurlos versschwand. Wie hängt dieses Verschwinden mit dem Tod von May-Britt zusammen? Um die Figuren besser verstehen zu können, versucht Vigdis das Beziehungsgeflecht aller Beteiligter einzusehen. Doch ihr begegnen viele Ungereimtheiten und auch einige Lügen. 

Der Erzählstil zeigt auf wunderbare atmosphärische Weise die Natur Norwegens, der Krimi liest sich flüssig und durch die situationsbeschreibenden Vorgänge auch sehr lebhaft. Ich wurde beim Lesen in eine unheimliche Stimmung hinein gezogen, die für eine gewisse Grundspannung gesorgt hat. Neben der Ermittlungsvorgängen und einigen privaten Einblicken in Vigdis Leben schildert auch eine Einzelgängerin namens Unn ihre Eindrücke. Sie ist Imkerin und lässt uns an den Vorgängen in der Bienenbeute und am Leben und Arbeiten der Bienen teilhaben. Diese Informationen haben mich interessiert und erklären die Position von Bienenköniginnen, die von den Arbeiterinnen umsorgt werden. Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Person im Krimi die Königin sein soll, um den inhaltlichen Bezug zu verstehen. Doch leider hat sich mir die Erkenntnis nicht erschlossen und insgesamt hat mich der Krimi auch nicht so gepackt wie erhofft, zumal die Spannung eher auf einem niedrigen Level blieb.  

Die Aufklärung bringt dann ans Licht, was wirklich vorgefallen ist. Ich mag es eher, wenn ich miträtseln kann und hier fehlten mir einfach einige Verbindungen.   

Insgesamt ist es ein eher ruhiger, gut erzählter Krimi, der als Reihenauftakt durchaus auf die weiteren Bände neugierig macht. 

***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

                                                    


 

1 Kommentar:

  1. Servus Barbara,
    diesen Krimi hatte ich auch ins Visier genommen, weil mein Mann ja Imker ist und ich generell gerne Bücher betreffend Bienen lese. Allerdings ist das jetzt schon die zweite eher durchschnittliche Rezension. Somit kommt das Buch gar nicht auf die Wunschliste. Danke!
    Liebe Grüße
    Martina

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