Ein liebenswerter Sommer-Wohlfühlroman zum Genießen!
Anne Barns Roman Der Geschmack von Sommer und Karamell spielt auf Amrum und erscheint im Rowohlt Verlag.
Die Illustratorin Ella begleitet ihre Oma Henny nach Amrum, wo sie in ihrer Jugend eine schöne Zeit verbracht hat. Nachdem Ellas beste Freundin den Kontakt abgebrochen hat, fehlt es ihr an Ideen für ihre Zeichnungen. Da ist ein Ortswechsel sicher genau das Richtige. Henny hat ein kleines Haus hinter den
Dünen gemietet und erzählt Ella aus ihrer Vergangenheit. Es geht um eine unzertrennliche Frauenfreundschaft, um die erste Liebe und jede Menge leckerer Friesenwaffeln. Ella genießt die Zeit auf der Insel und fühlt sich plötzlich wieder frei und voller Lebensfreude. Das könnte auch an dem wortkargen Vogelkundler Jonte liegen, der ihr immer wieder über den Weg läuft.
Die Geschichte erzählt von Ellas und Hennys Urlaub auf Amrum, begleitet von Wind und Wellen, von Inseldialekt und Traditionen und von Liebe und Trauer. Man kann wunderschön in die Erzählung versinken und erfährt in Rückblenden mehr über Hennys Jugend und ihre Zeit auf der Insel.
Die Charaktere werden alle liebenswert, lebendig und nahbar dargestellt und so werden sie beim Lesen zu Menschen, die man schon länger zu kennen scheint.
Vor der bildhaft beschriebenen Kulisse von Dünen, Vogelgezwitscher und Meeresbrise können nicht nur Ella und ihre Oma entspannen, auch bei mir sprang beim Lesen der Wohlfühlmodus an und ich fühlte mich im Urlaubsmodus und hatte eine wunderschöne Lesezeit. Die Themen bezieht Anne Barns aus dem wahren Leben, es geht um die Liebe, um Freundschaft, alte Geheimnisse und Erinnerungen an die Vergangenheit. Auch auf alten Beziehungen kann man neu aufbauen.
Anne Barns unvergleichlich schöner und bildhafter Erzählstil kommt auch in diesem Roman wieder zum Tragen. Sie beschreibt die Landschaft, das Meer und die Charaktere so authentisch und liebenswert, dass man sich in die Geschichte hineinfühlt und sie einfach im Wohlfühlmodus weglesen kann. Ella liebt Karamell und Oma führt sie in die friesische Waffel-Bäckerei ein, beide genießen ihren Urlaub mit allen Sinnen. Dabei werden die Backergebnisse so köstlich beschrieben, dass ich sofort die Rezepte im Anhang studiert habe, um gleich mal mit ein paar Waffeln loszulegen.
Interessant ist auch, das auf der Insel noch von einigen Einheimischen das Amrumer Friesisch, das sogenannte Öömrang, gesprochen wird. Anne Barns baut geschickt einige Begriffe des Dialekts in die Dialoge ein, die auch erklärt werden oder ersichtlich sind, sodass man sich in das Flair der Insel hineinfühlen kann.
Ein liebenswert erzählter Schmöker mit Amrum-Flair, einer Prise Liebe und süßen Appetitanregern!
***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


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