Sonntag, 19. April 2026
Mirabellentage - Martina Bogdahn
Wochenrückblick KW 16/2026
Was war in dieser Woche los?
Gedacht:
Wie schnell diese Woche verflogen ist!
Gefeiert:
Unser Chorkonzert, das wir als Gäste von KroSecco bestritten haben und bei dem wir mit einem tollen Buffet verköstigt wurden.
Über eine Kandidatin für das Amt als Bezirksbürgermeisterin in Berlin, die zwei Jahre krankgeschrieben ist und trotzdem ihren Wahlkampf bestritt. Erst nach dem Bekanntwerden dieser Ungeheuerlichkeit in den Medien und Gegenwind von Genossen trat sie zurück.
Gekauft:
Geklickt:
Ich wünsche euch eine schöne Woche!
Herzliche Grüße,
Eure Sommerlese
Samstag, 18. April 2026
JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
Wunderbarer Einblick ins Land der aufgehenden Sonne
Das Sachbuch JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai erscheint im EMF Verlag.
Japan ist für viele Menschen ein Traumziel, das futuristische Metropolen wie Tokio mit jahrhundertealter Tradition, Zen-Gärten und einer einzigartigen Lebenskultur verbindet. Es zeichnet sich aus durch Kulinarik, Sicherheit und Sauberkeit.
"Wabi-Sabi ist eine Denkweise, die Schönheit im Vergänglichen und Unvolkommenen sieht. Ein welkes Blatt im Herbstwind... oder deine Lieblingstasse, die längst einen Sprung hat - Wabi-Sabi lädt dazu ein, die kleinen Unvolkommenheiten des Lebens zu lieben und zu feiern." Zitat S. 127
Habt ihr Lust auf eine magische Reise durch Japan mit dem Anblick von zauberhaften Kirschblüten, majestätischen Bergen und heiligen Schreinen? Dann ist dieses Buch genau richtig, es führt uns in alle Regionen Japans, zeigt Besonderheiten der Kultur und Lebensphilosophie auf und bringt uns Land und Leute näher.
In der japanischen Kultur besitzen Einfachheit, Natürlichkeit und Wertschätzung einen hohen Stellenwert. Die Jahreszeiten haben in Japan eine besondere Bedeutung und man unterteilt das Jahr in 24 Unterjahreszeiten (Sekki).
Dieses hochwertige, wundervoll bebilderte und mit interessanten Texten versehene Buch ist nicht nur für Japan-Fans ein Highlight, auch Menschen, die sich für fremde Kulturen und schöne Reiseberichte erwärmen können, werden hier mit ausreichend Bildmaterial und Infos versorgt.
Mit ansprechenden Fotos werden Lebensphilosophie, landestypische Gerichte, Kultur, zahlreiche Traditionen, Landschaftsansichten, Bauwerke, sowie Städte bzw. Regionen vorgestellt und interessant erklärt. Die Kirschblüte und die Herbstlaubfärbung werden in Japan groß gefeiert und aufgrund der geografischen Gegebenheiten kann man das Farbspektakel der Blätter sogar von Nord bis Süd über einen Zeitraum von drei Monaten miterleben, wenn man von Region zu Region reist. Die im Buch enthaltenen fantastischen Bilder bringen uns die wunderschöne Natur näher.
Nach Jahreszeiten geordnet werden landestypische Rezepte vorgestellt, dazu gehören herzhafte Pfannkuchen, Sushi, Ramen, Gemüse-Tempura und Tiramisu mit Matcha.
Japan ist vielfältig, hier treffen sich Tradition und Moderne, Samurai und Streetstyle, Zen und Popkultur. In kaum einem Land kommen sich modernste Technik und klassische Tradition so nah. Im Buch wird deutlich, als Tourist sollte man bestimmte Verhaltensweisen kennen, um der japanischen Seele respektvoll zu begegnen. Denn das hohe touristische Aufkommen in manchen Gegenden macht eine entsprechende Achtsamkeit den Einheimischen gegenüber nötig.
Sehr aufschlussreich finde ich die Erklärungen zu den unterschiedlichen Komponenten der japanischen Lebensphilosophie wie Ikigai, Shinrin Yoku, Wabi-Sabi und Kintsugi. Sie verdeutlichen, dass Glück im Alltag zu finden ist und wie wichtig die Freude am Leben ist.
Für die Planung einer Reise nach Japan erhält man umfangreiche Reisetipps und Inspirationen zu verlockenden Zielen. Das Buch ist eine Augenweide und lässt den Traum Japan auch für Zuhause wahr werden.
***Herzlichen Dank an den EMF Verlag und an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar!***
Donnerstag, 16. April 2026
Meeresdunkel - Till Raether
Eher Spannungsroman als Thriller
Im Rowohlt Verlag erscheint der Thriller Meeresdunkel von Till Raether.
Henrike plant für ihren Mann Hans, Bruder Freddy und die Zwillinge eine Urlaubsreise nach Mallorca und bucht eine Finca mit grandiosem Blick über die Bucht. Ausspannen und als Familie wieder näher zusammen rücken, das ist ihr Wunsch. Doch kurz nach ihrer Ankunft reist eine dreiköpfige Familie, die ebenfalls die Finca gebucht hat. Keine der Familien ist sonderlich erfreut über die Doppelbuchung, doch die Finca bietet genügend Platz für alle und die beiden Familien ziehen ein und arrangieren sich mit der Situation. Noch ahnen sie nicht, dass sie eine Leiche finden werden und ein Unwetter aufzieht und das friedliche Urlaubsparadies in ein gruseliges Inferno verwandelt.
Dieser Thriller beginnt ruhig, die großartige Finca entpuppt sich als renovierungsbedürftig und nach der ersten Überraschung der Doppelbelegung verbringen zwei Familien gemeinsam die Urlaubstage. Aber sind sie wirklich zufällig gemeinsam an diesem Ort? Später sorgt ein Leichenfund für Aufregung und jeder verdächtigt jeden.
Till Raether zeigt anfangs noch ein friedliches Bild der Ferieninsel mit Marktstimmung und herrlichem Ausblick auf das blaue Meer, doch dann kippt die Stimmung zwischen den Familien und ein Sturmtief über der Ferieninsel verstärkt gleichzeitig die bedrohliche Atmosphäre.Wenn zwei fremde Familien zufällig im Urlaub zusammen kommen und unter einem Dach wohnen müssen, kann das nur schwierig werden.
Die Vorgänge werden aus der Perspektive von Henrike, Samuel und seinem 8-jährigen Sohn Juri erzählt, wobei sich banale Alltagsszenen mit persönlichen Eindrücken oder Gedanken mischen. Hinzu kommen noch einige Passagen aus der Vergangenheit, die weitere Informationen der Figuren bereit halten. Die Vorstellung der Urlauber ist sehr ausführlich und lässt uns einige Konflikte miterleben, wobei sich mir die Frage stellte, was davon für die weitere Handlung wichtig sein könnte. Nach dem Fund des Toten steigt die Spannung etwas an und das Erscheinen einer alten verwirrten Frau sorgt für gruselige Stimmung.
Die Handlung lässt sich gut lesen, die vielen Protagonisten konnte ich erst nach einiger Lesezeit den einzelnen Familien zuordnen. Die Erwachsenen blieben mir trotz der Einblicke in ihre Beziehung und ihr Seelenleben relativ fremd und manche Entscheidung konnte ich nicht nachvollziehen. Lange Zeit haderte ich mit Juri und seiner Puppe Hedwig, denn er wird sprachlich gesehen nicht kindgerecht dargestellt. Die Handlung wird immer verworrener, als man erfährt, dass es Personen gibt, die mehr über die anderen wissen. Unrealistisch war für mich, dass der Todesfall bei der Familie nur für kurze Bestürzung sorgt und sich die Trauer in Grenzen hält.
Die Auflösung und was die Figuren wirklich verbindet hat mich überrascht, doch insgesamt fand ich die Geschichte sehr wirr und zu konstruiert und hätte mir mehr thrillermäßige Spannung gewünscht.
Sonntag, 12. April 2026
Wochenrückblick KW 15/2026
Was war in dieser Woche los?
Gelesen:
Gedacht:
Dass ich diese Woche mehrere Buchangebote bekommen habe und leider gar nicht alle annehmen kann und will. Manche Bücher gehen voll an meinem Geschmack vorbei, andere würde ich schon gerne lesen, schaffe es aber zeitlich gar nicht.
Gefeiert:
Mein neues Fahrrad, das ich als Spontankauf erstanden habe. Mein Mann suchte ein neues Rad, ich fuhr mit und fand mein perfektes Rad. Die Probe hat das Rad schon bestanden, es fährt leichtgängig und ist für mich einfach passgenau.
Für einen Arztbesuch musste ich in die Innenstadt und war froh, als ich wieder raus war. Es ist einfach kein Wohlgefühl, wenn man sich dort aufhält und ich habe keine Lust dort Shoppen oder Bummeln zu gehen. Viel Leerstand, Dreck aller Art, Baustellenwirrwarr und bettelnde Straßenpunks.
Gekauft:
Geklickt:
Ich wünsche euch eine schöne Woche!
Herzliche Grüße,
Eure Sommerlese
Samstag, 11. April 2026
Spielverderberin - Marie Menke
Bleibt nicht in meiner Erinnerung haften!
Marie Menkes Debüt Spielverderberin erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.
Marie
Menke beschreibt in wechselnden Zeitebenen das Aufwachsen und Erwachsenwerden der drei befreundeten jungen Frauen. Sie zeigt auch die Diskrepanz zwischen Dorfleben und der Annonymität der Großstadt mit verschiedenen Zukunftschancen auf und deutet ein düsteres Geheimnis an, dass die Frauen-Freundschaft in ihren Grundfesten erschüttert hat.
Als reiches Stadtkind erscheint Romy das Leben auf dem Land langweilig, während es für Sophie und Lotte gewohnter Alltag darstellt und sie gar nichts vermissen. Die Vor- und Nachteile zwischen Groß- und Kleinstadt werden im Buch indirekt angerissen und wir erfahren in der Gegenwart von Sophies Lehramtsstudium und der Liebesbeziehung zu Milan, die jedoch ziemlich im Hintergrund bleibt. Viel mehr steht die Dreierfreundschaft der Frauen im Fokus, die sich mal mehr, mal weniger eng verbunden fühlen. Sie haben unterschiedliche Ansprüche an ihre Zukunft und leben sich mit der Zeit auseinander. Als Romy verschwindet, besteht nur noch der Kontakt über Instagram, wo sie von ihren Reisen und Erlebnissen berichtet.
Was führte zu einem Bruch der Freundschaft und warum hat Lotte Schrauben auf der Stirm?




































