Montag, 14. November 2016

Ausgerechnet wir - Monika Preetz

Nette Geschichte um einen Mathe-Nerd!

 

Monika Peetz ist bekannt für ihren Roman "Die Dienstagsfrauen", ihr neuester Liebesroman "Ausgerechnet wir" erscheint 2016 im Kiepenheuer & Witsch Verlag

Tom ist Ende 20 und ein echter Nerd, er hat eine mathematische Begabung und Zahlen sind seine Welt. Die sind verlässlich, da errechenbar, was ihm bei Menschen äußerst schwierig vorkommt. Weil Tom sich eine feste Beziehung wünscht, erscheint ihm eine Datingseite interessant, bei der die Kunden durch eine mathematische Formel "errechnet" werden. Die Traumfrau wird schnell präsentiert, sie heißt Lisa. Leider hat die Sache einen Haken, denn unter diesem Namen verbirgt sich Lisas Mutter. Tja, das war ja wohl nichts! Wird er dennoch die richtige Traumfrau finden?






Mir hat diese Liebesgeschichte gefallen und die Besonderheit, hier mal einen Mann als Romanhelden vorzufinden, ist mal etwas anderes.
Tom ist ein ganz besonderer Typ und nicht gerade das, was man einen Womanizer nennt. Seine Suche nach einer Frau gestaltet sich durch sein Nerd-Verhalten als Mathegenie nicht so leicht. Einen Erfolg bei Frauen kann man ihm nicht gerade nachsagen. Trotzdem berechnet er seine Chancen und wie das Erlernen von Speisekarten und die Berechnungen irgendwelcher Tabellen auch humorvoll zu lesen ist, der Erfolg ist fraglich. 


Interessant wird die Handlung, als er sich dem Prinzip verschreibt, anderen Menschen Freude und Glück zu bereiten, in der Hoffnung, dass es dann zu ihm zurück kehrt. Nun, das klappt nicht immer, doch am Ende geht seine Rechnung auf, allerdings ganz anders als man er es erwartet hätte. 


Der Schreibstil ist locker und unterhaltsam, die kurzen Kapitel sind flott zu lesen und zeigen deutlich die Situationswechsel an.

Der Roman ist anfangs sehr charmant und witzig und stellt mit Tom einen speziellen, aber doch sympathischen Charakter vor, den man gern durch seinen Lebensalltag in Berlin folgt.

Jedoch schlug bei mir die anfängliche Begeisterung für diesen Charakter dann doch in etwas Langeweile um. Die Geschichte mit den 28 Karma-Geschenken wurde mit der Zeit immer banaler und Toms Rechnerei schon nervig.

Einige Szenen wirkten sehr konstruiert und nicht sehr realistisch. Wenn auch das Lebens eines Nerds immer etwas speziell ist, so wurde es mir hier doch zuviel. Für einen Mann von fast 30 Jahren war Tom einfach zu lebensfremd. Ständig trat er in irgendwelche Fettnäpfchen und der daraus resultierende witzige Effekt schlug nach einer Weile in Langeweile um. Das Ende hatte man dann so erwartet.

 

Ein leichter Unterhaltungsroman um einen netten Nerd mit witzigen Szenen für zwischendurch.


                   
  

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