Donnerstag, 30. Juni 2016

Lesemonat Juni 2016

Meine gelesenen Bücher im Juni! 

Anfang des Monats war ich ja im Urlaub an der Nordsee und dort habe ich viel Zeit für meine Lektüre gefunden. Ich hatte bei der Auswahl meines "Leseproviants" dazu meinen neueren SuB durchforstet und das ein oder andere Buch eingepackt. Das Wetter spielte auch einigermaßen mit und so konnte ich draußen entweder auf dem Balkon oder auf der schönen Seebrücke lesen. Ich kann euch verraten, es kam kein Buch wieder ungelesen mit nach Hause! 

 

Danach erreichten mich auch noch einige wunderbare Bücher, die Goldmann-Challenge habe ich mit zwei Exemplaren unterstützt und bei buecher.de gehöre ich nun zu den Buchflüsterern.

Folgendes Gesamtergebnis kam zustande:

Im Juni habe ich insgesamt 21 Bücher gelesen. Dabei bin ich selbst erstaunt, wie viele es doch wieder geworden sind.

Wie immer sind auch Leserunden von lovelybooks dabei, einige Bloggerportalbücher von randomhouse und ein paar Exemplare, die ich schon länger gerne lesen wollte. Gerade für mein Krimi-Team in der Challenge Krimi gegen Thriller von lovelybooks habe ich einiges gelesen.

Hier ist erst einmal die Genre - Übersicht:

Krimi:              9
Thriller:           1
Roman:           7
Sachbuch:       2
Kinderbuch:     1

Hörbuch:         1 

Es gibt 5 Bücher, die ich als 5-Sterne Bücher bewertet habe.


And the winners are:


- Gartenlust: 

Wunderschönes Frühlingsgartenbuch mit Tipps und literarischen Querverweisen. Für Gartenfreunde ein tolles Geschenk!

- Schutzpatron: 

Humorvolles Krimi-Lesevergnügen mit Klufti! Mehr muss man gar nicht sagen, der ist eine Klasse für sich! :-)

- Das Seelenhaus: 

Ein einzigartiger Roman, der auf Island spielt. Kann man gar nicht richtig beschreiben, muss man einfach lesen!

- Honigtot: 

Ein aufwühlender Roman über berührende Schicksale der deutschen Geschichte. 

- Heringsmord 

Ein gemütlicher Sylt-Krimi mit viel Humor und einem netten Rentnerehepaar von Sina Beerwald. Diese Autorin werde ich weiterhin im Auge behalten. 

Der Klick auf den Titel bringt euch auf den entsprechenden Beitrag auf dem Blog!


Für mich machen Blumen den besonderen Reiz des Sommers aus und so verabschiede ich mich heute von euch mit ein paar Aufnahmen, sozusagen als sommerliche Stimmungsbilder!

Ich wünsche euch einen schönen Juli, tolle Ferien und erlebnisreiche Urlaube mit wunderbaren Büchern!

Viele liebe Grüße

Sommerlese!






 



Mittwoch, 29. Juni 2016

Der Todesengel von London - Anne Perry

Dieser historische Krimi ist fesselnd, informativ und wunderbar geschrieben. Man sieht die viktorianische Zeit bildhaft vor Augen!

Die in Schottland lebende englische Autorin Anne Perry schreibt historische Kriminalromane aus dem spätviktorianischen England.
"Der Todesengel von London" ist mittlerweile der 21. Band ihrer Reihe um Inspektor William Monk. Der Krimi erscheint 2016 im Goldmann Verlag


Nachts auf einem Klinikflur im viktorianischen London: Die Krankenschwester Hester Monk wird von einem verängstigten Mädchen um Hilfe angefleht. Das Kind hat sich aus einer geheimen Station davongeschlichen, wo es mit seinem Bruder zum Aderlass liegt – der Junge ist in kritischem Zustand. Zwar kann Hester sein Leben retten, doch andere Patienten sterben unter mysteriösen Umständen. Als klar wird, dass in der Klinik riskante Experimente stattfinden, zieht Hester in den Kampf für Gerechtigkeit – und erkennt zu spät, dass sie ins Visier eines mächtigen Mannes gerät, der über Leichen geht, um das eigene Leben zu retten ... (Klappentext)  


Dies ist mein erster Krimi aus der Feder dieser erfolgreichen Autorin. Es handelt sich beim 21. Band um Inspektor William Monk.
In diesem Fall ist seine Frau Hester bei ihrer Arbeit als Krankenschwester auf eine unfreiwillige Blutentnahme bei Kindern gestossen. Scheinbar ist das Leben der Kinder egal, es gilt nur ihr Blut, das für eine Art Experiment benötigt wird. Es wird einem an Leukämie erkrankten reichen Mann übertragen. Als Hester den Chemiker, der die Behandlung durchführt, auf den schlechten Zustand der Kinder anspricht, wird sie kurzerhand mit den Kindern in ein Privathaus entführt. 

Wir reisen in das viktorianische England, in die Zeit der Regentschaft Königin Victorias (1837 bis 1901).
Es ist eine Zeitspanne, in der es durch Missernten zu Hungersnöten kam, die aufkommende Industrialisierung finanziellen Aufschwung versprach und kolonialer Wettberwerb mit Frankreich und dem Deutschen Reich herrschte.

Die umfangreichen Beschreibungen der damaligen medizinischen Zustände, die gesellschaftlichen Zustände zwischen Arm und Reich und der Erzählstil zeichnen wunderbar ein Bild von dieser Zeitepoche. Ich fühlte mich authentisch zurückversetzt und erlebte, welche medizinischen Möglichkeiten von heute, den Menschen damals noch nicht erschlossen waren.

Doch die Menschen waren genau wie heute. Es gab Egoisten, die ihr Leben auf Kosten von anderen Menschen retten wollten, fanatische Wissenschaftler, die um jeden Preis neue medizinische Wege einschlugen und hilfsbereite Menschen, die jedes einzelne Menschenleben achteten. Mir hat die Vielfalt dieser Charaktere gut gefallen. Es ist natürlich Hester und ihr Mann William, die polarisieren, aber auch ein paar andere liebenswerte Figuren passen sehr gut in die Handlung.

Die Spannung hält Einzug, als Hester entführt wird. Man bangt um ihr Leben und das der Kinder. Es geht im weiteren Verlauf aber auch um die Gerichtsverhandlung, in der die Schuldigen für bestimmte Morde gesucht werden. Hier zieht sich meiner Meinung nach die Handlung etwas in die Länge. 



Mich hat dieser Krimi vor seinem historischen Hintergrund gut unterhalten und der sprachlich gewandte Stil der Autorin gefällt mir gut. Wer gern historische Krimis liest, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.


                   
***Dies ist ein Rezensionsexemplar vom Blogger-Portal - Recht herzlichen Dank an Barbara Henning von Randomhouse für die Bereitstellung des Buches!***




Dienstag, 28. Juni 2016

Rabenherz - Ruby Stein


Eine märchenhafte Erzählung mit einigen Schwächen

"Rabenherz" ist ein Kinderbuch von "Ruby Stein" aus 2015, es umfasst lediglich 35 Seiten und erscheint als e-book im "BookRix Verlag".


Rabenherz 
Dieses Märchen handelt vom Drachenmädchen Sissil, dessen Freund, der Rabe Pan sich in den Fängen eines bösen Zauberers befindet. 
Seine Aufsässigkeit wurde ihm zum Verhängnis. Sissil will ihn retten, doch dazu muss sie den Zauberwald verlassen und in die Menschenwelt reisen. 




Bei diesem e-book handelt es sich um eine Vorlesegeschichte für Kinder, die den Zuhörer in die Welt eines Zauberwaldes führt.

Das kleine Drachenmädchen Sissil ist niedlich, aber etwas naiv und begibt sich auf die Suche nach einem Schlüssel für das Gefängnis des Raben Pan. Sie hört auf die Stimme ihres Herzens und muss den Zauberwald verlassen und sich in die Menschenwelt begeben. 


In diesem Sinne erscheint das wie ein Märchen, aber es wird hervorgehoben, das nur Menschenkinder die Welt retten können. Für Kinder ja erst einmal ermutigend, aber es gibt keine genaue Erklärung in welcher Form diese Rettung erfolgen soll. Die Liebe ist dann der Schlüssel zur Hilfe, aber für Kinder ist dieser Begriff doch noch nicht so recht fassbar. Es steckt eine moralisierende Aussage hinter dem Ganzen und es gibt auch keine große Überraschung, die der Geschichte etwas mehr Spannung verleiht.


Was mir nicht gefallen hat, sind die Rechtschreibfehler. Auch finde ich, dass Kinderbücher in Printform vorliegen müssen. Kinder wollen in dem Alter noch richtige Bilder auf Papier sehen.


   
Eine Vorlesegeschichte, die mir allerdings durch die e-book-Form nicht so recht gefällt. 


Those Girls - Chevy Stevens

Mitreißender Thriller, der unter die Haut geht und sich zum Pageturner entwickelt!

 

Die kanadische Bestsellerautorin Chevy Stevens hat ihren neuesten Thriller "Those Girls - Was dich nicht tötet" 2015 geschrieben. In diesem Jahr erscheint er auf dem deutschen Buchmarkt im Fischer Verlag




Die Schwestern Jess, Courtney und Dani sind 14, 16 und 17 und leben auf einer ärmlichen Farm in Kanada. Seit ihre Mutter verstorben ist, ist das Leben mit ihrem alkoholsüchtigen, gewalttätigen Vater der blanke Horror. Bei einem nächtlichen Streit eskaliert die Situation, es kommt zu einem entsetzlichen Vorfall und die Schwestern fliehen. Mit ihrem Pick-up gelangen sie in ein abgelegenes Dorf, doch auch dort erwartet sie keine Hilfe. Der Albtraum geht weiter.  





Dieser Thriller dreht sich um Misshandlung von Frauen, er zeigt deren Verzweiflung und gegenseitige Hilfestellung und wie aus friedlichen Frauen durch fremde Gewalt auch starke Personen werden, die ebenfalls Gewalt anwenden können. Ihre gegenseitige schwesterliche Verbundenheit ist ein undurchtrennbares Band, das gemeinsam erlittene Leid schweißt sie auf immer zusammen. Diese Verbindung macht sie stark.

Bei Chevy Stevens gefällt mir der angenehme, flüssige Schreibstil und ihre genaue, perfekte Darstellung von Emotionen. In diesem Fall natürlich hauptsächlich von Angst, Hilflosigkeit und Verzweiflung. aber ebenfalls von schwesterlicher Liebe, die auch auf die Nichte Skylar übergeht. Gerade die überwältigenden Muttergefühle nach einer Geburt hat sie fantastisch beschrieben.

An diesem Buch hat mich begeistert, wie die Figuren unterschiedlich mit ihren Ängsten umgehen und wie deren Emotionen geschildert werden. Es geschieht so authentisch und packend, dass man sich wie eine von ihnen fühlt und das macht dieses Buch zu einem Pageturner.

Die Handlung verteilt sich auf drei Abschnitte, in der die Schwestern und Nichte umschichtig erzählen. Es beginnt in der Vergangenheit mit ihrem brutalen Vater, zeigt dann über das erlittende Martyrium mit zwei Männern und geht letzten Endes in einen Rachezug über, der in weitere Angst und Schrecken führt. Man hat kaum Zeit, um zu verschnaufen und die Angst ist allgegenwärtig. 


Dieses Buch zeigt zwar brutale Übergriffe, aber die Geschehnisse werden nicht "blutig" im Detail beschrieben. Dennoch sind die Vorgänge so eindringlich genau, die emotionale Anspannung ist so spürbar real, dass man mit den Protagonistinnen gemeinsam mitleidet.

Der Spannungsbogen ist stetig ansteigend, es gibt allerdings einige Längen, die in der inhaltlichen Beschreibung begründet sind.
Was mich etwas gestört hat, ist der häufige Umgang mit Waffen. Das spiegelt ein typisches Bild der amerikanischen Gesellschaft wider, wo in den meisten Haushalten wie selbstverständlich Waffen zu finden sind. Wer eine Waffe besitzt, gerät aber eher in Versuchung, sie auch zu benutzen.
Ebenso empfand ich die anfängliche Flucht fragwürdig, denn die Tat war unter den gegebenen Umstände absolute Notwehr. Sicherlich gerieten die Mädchen in Panik, aber die authentische rechtliche Situation sollte schon dargestellt werden.  

"Those Girls" ist ein mitreißender Thriller, der die Gefühle der Figuren hautnah miterleben lässt und sich zum Pageturner entwickelt!



     ***Leseexemplar von bücher.de aus der Buchflüsterergruppe - Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches!***

                        

Sonntag, 26. Juni 2016

Wörthersee Mortale - Roland Zingerle

Mal ein ganz anderes Diebesgut in diesem spannenden Krimi vom Wörthersee!

In "Wörthersee Mortale" geht es um Detektiv Heinz Sablatnigs zweiten Fall. Der Kärnten-Krimi von Autor Roland Zingerle erscheint im Haymon Verlag.


Als Guido Raunjak nach 13 Jahren Haft wegen eines Raubüberfalls aus dem Gefängnis entlassen wird, steht er unter Beobachtung von Privatdetektiv Heinz Sablatnik. Denn die wertvolle Beute von damals, eine Kiste echter kubanischer Zigarren von Fidel Castro, ist immer noch verschollen. Wahrscheinlich hat eine Komplizin die Zigarren gut versteckt und Raunjak wird sie sich holen. Die Versicherung setzt Heinz auf die heiße Spur des Kriminellen. Seine Schwester Sabine ist bei der Polizei und ebenfalls an diesem Fall dran, also geben sie sich gegenseitig Schützenhilfe. Eine gefährliche Suche macht den friedlichen Wörthersee zu einem heißen Pflaster.

Dies ist mein erster Fall des Privatdetektivs, das Fehlen des ersten Buches macht sich bei der Lektüre aber nicht bemerkbar. Ich war schnell in der Handlung und von der wilden Verfolgungsjagd rund um den Wörthersee gefangen. 

Nach einer Einführung der Charaktere und deren Umfeld, geht es spannungsmäßig stetig vorwärts. Es entwickelt sich ein Wettrennen zwischen dem Kriminellen Guido Raunjak, der durch seine Gefängniszeit nur noch skrupeloser wurde, und Sablatnik, der die nötigen Informationen polizeilicher Quelle durch seine Schwester erhält. Sie ist es auch, die ihm bei seinen riskanten Einsätzen  personelle Unterstützung schickt. Doch meistens gelingt Sablatnik der Alleingang, auch wenn er in gefährliche Situationen gerät, die nicht ganz ohne sind. Das gemeinsame Ziel ist die verschwundene Beute, eine unglaublich wertvolle Kiste Zigarren mit original Fidel Castro Konterfei auf der Banderole, deren Verschwinden auch die Versicherung aus finanzieller Sicht interessiert. Heinz Sablatnik möchte sich die Bonuszahlung, die sich an dem horrenden Wert der Zigarren orientiert, nicht entgehen lassen. Denn er ist knapp bei Kasse und ein regelmäßiges Einkommen ist in seinem Job selten.

Man bekommt in diesem Krimi einen Einblick in die mondäne Welt der Reichen, die aus Geltungssucht sogar in "alte" Zigarren investieren. Der Besitz von Raritäten gibt ihnen einen gewissen Kick, der im alltäglichen Leben scheinbar fehlt. 

Heinz besucht die High Society des Wörthersees bei der Fête Blanche, steigt in eine Villa ein und erforscht eine alte Werft. immer mit der Gefahr des Kriminellen Raunjaks im Nacken. Dank seines Spürsinns, findet er nach und nach die nötigen Hinweise auf den Verbleib der Zigarren.

Ich wurde gut unterhalten und einzig die Tatsache, dass hier Polizei und Detektiv zusammen arbeiten erschien mir unüblich, aber durchaus denkbar. Wo die gesetzliche Ermittlung unmöglich wurde, musste Heinz mit kleinkrimineller Art und Weise nachhelfen. 
Am Ende bekommt jeder was er verdient oder auch nicht. Das kommt ganz auf die Sichtweise an. 




Ein unterhaltsamer und spannender Krimi vom Wörthersee über eine merkwürdige Beute!


            
  ***Leserunde von lovelybooks - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!***

Samstag, 25. Juni 2016

Die Frau, die allen davonrannte - Carrie Snyder

Die Pionierin

Carrie Snyder ist Kurzgeschichtenautorin und hat mit ihrem Roman "Die Frau, die allen davonrannte" ihren erstes Buch geschrieben. 
Das Buch erscheint 2016 im btb Verlag.


Aganetha Smart gewann als erste erfolgreiche Läuferin 1928 im 800-Meter-Lauf olympisches Gold für Kanada. Heute ist Aggie 104 Jahre alt, lebt in einem Pflegeheim und ist eher geistig fit, ihr Körper hat seine Kraft aufgebraucht. Sie bekommt Besuch von zwei jungen Leuten, die ein Interview mit ihr machen möchten. Dafür fahren sie sie an die Orte ihrer Jugend, dort hat sie viele verstorbene Geschwister hinter sich lassen müssen. Ist sie die letzte Überlebende ihrer großen Familie?



Aganetha ist ein einzigartiger Charakter, sie erzählt aus ihrer bewegten Vergangenheit, von ihrer Familie, ihrem Kampfgeist und ihrem Verzicht für die Läuferkarriere. Wenn man sie als alten Menschen kennen lernt, erkennt man, wie sie durch ihr Leben  geprägt wurde. Man erlebt mit ihr die emotionalen Höhen und Tiefen ihrer Läuferkarriere fast real mit und ist neugierig, wie ihr Leben sich weiter entwickelt.

Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, der die Gefühle der Protagonisten so authentisch einfängt, dass ich begeistert gelesen habe.
Es zeigt die traditonellen Zwängen unterworfene Rolle der Frau in den letzten 100 Jahren, in denen sich Frauen selbst im Sport erst etablieren mussten, um anerkannt zu werden. Die Geschichte baut dabei auf der ersten Olympiade mit weiblichen Teilnehmerinnen in den Leichtathletikdisziplinen 1928 in Amsterdam auf. Aganetha ist allerdings eine fiktive Figur. Doch dank ihr wird anschaulich gemacht, welchen Kampfgeist und welch hartes Leben diese Karriere erforderte.

Neben der interessanten Lebensgeschichte hat mich der Schreibstil mitgerissen und auch inhaltlich wurde ich nicht enttäuscht. Wie sich hier Spannung entwickelt, die vielen Figuren zu leben beginnen und es dann noch eine große Überraschung am Ende gibt, ist schon für ein Debüt meisterlich!  

Man muss sich diesem Buch schon intensiv widmen, sonst sind die zeitlichen Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart nicht nachvollziehbar. Gerade diese Zeitwechsel geben dem Buch seinen dynamischen Fluss. Hier geht es um die Freundschaft, Familie, Erfolg und den Tod. Davon kann Aganetha viel erzählen, denn ihr langes Leben ist geprägt vom Abschied von geliebten Menschen und ihren Opfern für sportlichen Erfolg.

Was aber am meisten berührt, steht mehr oder weniger zwischen den Zeilen. Es ist das Vergessen, wie man die eigene Vergangenheit verdrängt, aber auch von der Nachwelt vergessen wird. Das gibt der Geschichte einen melancholischen Anklang. 

Mir erschien dieser Charakter der Aggie sehr lebendig und der Autorin ist es gelungen, ihn so in die Handlung und den geschichtlichen Hintergrund einzubauen, dass es ein stimmiges Ganzes ergibt. Man glaubt, die echte erste Goldmedaillen-Gewinnerin vor sich zu haben.

Eine interessante Figur, die das Rollenbild der Frau im Sport zeigt, aber auch die familiären Zwänge deutlich macht.


Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise und zeigt eine Frau, die ihren Weg geht, egal welche Schwierigkeiten sich ihr in den Weg stellen.  


      ***Rezensionsexemplar von vorablesen - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!***



Donnerstag, 23. Juni 2016

Der Susan-Effekt - Peter Høeg

Intelligentes Hörbuch, bei dem physikalische Erklärungen, Politik und Krimihandlung aufeinandertreffen. Sprachlich der Wahnsinn!


"Der Susan-Effekt" von Peter Høeg wird in der Hörbuchversion von Sandra Schwittau gesprochen. Die Buchvorlage aus dem Carl Hanser Verlag erschien 2015 und das Hörbuch wurde vom Hörverlag produziert.


Susan ist eine analytisch denkende Experimental-physikerin und hat ein besonderes Talent. Jeder, der mit ihr spricht, sagt die Wahrheit. Diese Gabe macht sich ein hoher Justizbeamter zu nutze. Als ihre Kinder ein Verbrechen begehen, hilft er Susan und ihrer Familie. Sie soll dafür ein geheimes Protokoll der Zukunftskommission beschaffen. Während Susan danach sucht, kommen die wissenschaftlichen Teilnehmer der Konferenz nach und nach auf schreckliche Weise um.  


Dieses Buch dreht sich um die Ausnahmefamilie Svendsen, alle sind hochintelligent und zeigen ein Familienleben, das so anders ist als in einer Mainstream-Familie üblich. Selbst die Gespräche mit den 16-jährigen Zwillingen erfolgen auf einem ganz anderen Level. Hier wird mit physikalischen Formeln das Leben beschrieben, selbst für die Liebe gilt für Susan eine wissenschaftliche Erklärung. 

Diese abgehobene Position macht die Familie für mich zu einer irrealen Familie, die auch in einem Science Fiction Film spielen könnte. Daher kam ich zu den einzelnen Personen auch keine Beziehung aufbauen.

Auch Susans Ehemann, Laban Svendsen, hat dieses besondere Talent. Gemeinsam verstärkt sich durch ihre Verbindung der "Effekt". Was im Alltag auch ein Fluch sein kann, wird der Familie ein Rettungsanker, indem sie für einen hohen Politiker ein geheimes Protokoll der Zukunftskommission beschaffen soll. Im Gegenzug wird die Familie von verübten Verbrechen während eines Aufenthaltes in Indien rehabilitiert. 

Es gestaltet sich gefährlich und schwierig und Susan erscheint als eine Art weiblicher James Bond. Die gesamte Familie steht vor Mordversuchen und man fragt sich, was an dieser Kommission so brisant sein könnte. Was Susan beim Ermitteln herausfindet, ist ein Geflecht aus weltweiten politischen Intrigen, Einflussnahme und Machtdenken und finanziellen Gründen. Was zunächst fiktiv erscheint, wird immer mehr real und existent in unserer globalen Existenz.

Peter Høeg stellt in diesem Roman die Frage, wozu die Wissenschaft fähig ist und was sie erreichen darf, auch welche Grenzen sie nicht überschreiten darf. Sein sprachliches Talent macht aus diesen Themen einen spannenden Roman, der mit einigen physikalischen Erklärungen überrascht. Genauso wie seine speziellen Ausnahmecharaktere.
Dabei löst er zum Ende zwar die Verschwörung auf, die Situation der Familie klärt sich jedoch nicht völlig auf.

Dieses Buch ist meisterhaft geschrieben, ich hatte aber so meine Schwierigkeiten mit dem Verständnis der Zusammenhänge. Auch die wissenschaftlichen Erklärungen sind nicht mein Interessengebiet, ich habe ihnen dennoch interessiert gelauscht.
Bei der Hörbuchversion hatte ich Probleme, die Personen richtig einzuordnen. Auch wenn die Sprecherin hier einen hervorragenden Job macht. Ihr ruhiger, voller Stimmklang ist angenehm zu hören und bringt ein gefälliges Hörerlebnis mit sich.


Wer sich auf ein etwas schwieriges Buch einstellen möchte, dem kann ich zu diesem Wissenschaftsthriller mit Zukunftsvisionen raten. Sprachlich ist es ein Genuss!


 ***Dies ist ein Rezensionsexemplar vom Blogger-Portal - Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches!***


Mein Garten, mein Paradies - Susanne Wiborg

Ein Garten ist Bereicherung für die Seele

 

In ihrem Buch Mein Garten, mein Paradies erzählt Susanne Wiborg über ein Jahr in ihrem Garten. Dieses schmucke Kleinod trägt eine entzückende Umschlagsillustration von Rotraut Susanne Berger und erscheint 2016 im Insel Verlag.

Susanne Wiborg schreibt Gartenkolumnen. 
Ihr Buch ist eine geschriebene Liebeserklärung an ihren eigenen Garten, sozusagen ihr zweites Wohnzimmer. 
Welche Freuden und Widrigkeiten ihr in einem Gartenjahr so zu Herzen gehen, hat sie auf wunderbare Weise mit viel Liebe und Humor zusammengefasst.





Wer selbst einen Garten hat, kann dieses Buch so richtig genießen und versteht die Begeisterung von Susanne Wiborg. 

Sie läßt den Leser Anteil nehmen an ihren Streifzügen durch ihr persönliches Gartenjahr und beschreibt so manche Pflanze mit ihren Eigenheiten und Vorlieben näher, erzählt aber auch einige Anekdoten über die dort lebenden Tiere wie Eichhörnchen und Rotkehlchen und nicht zu vergessen: ihr kleiner Terrier Erbse, der wie ein Derwisch durch den Garten fegt und buddelt, was das Hundeherz hergibt.

Ihr Garten ist ihr zweites Wohnzimmer, ein kleines Paradies. Dort hat sie neben Clematis und Stockrosen auch Wein angepflanzt und freut sich über die Pracht ihrer Rosen. Sie gibt einige nützliche Tipps für Gartenfreunde, zeigt aber auch die negativen Seiten, ihren Kummer über die riesigen schattenspendenden Fichten des Nachbarn, die auf ihrem Grundstück vielen Pflanzen schlicht das Licht zum Atmen nehmen. 

Wie sich ihr Garten im Laufe eines Jahres entwickelt, welche Arbeit zu tun ist und welche tierischen Gäste er beherbergt, weiß sie im wunderschönen Plauderton zu erzählen. Man erlebt mit ihr die ersten Frühlingsboten, erfreut sich an der Rosenzeit mit ihren Blush Ramblers und ihrer Tuscany Rose und sieht im Sommer die Mauersegler am azurblauen Himmel langsausen. Sogar dem wilden Efeu weiß sie positive Seiten abzugewinnen.  

Dieser Garten steckt voller Leben, was ihrem Terrier Erbse wie Fernsehen für Hunde erscheinen muss. Schliesslich ziehen auch noch Hühner ein und bringen sich mit ihren lustigen Bewegungen und Blicken zusätzlich ein. Das weckt Interesse und man möchte am liebsten gleich mal dort vorbeischauen und alles ansehen.  



Dieses wunderschöne Büchlein ist ein echter Genuss für jeden Gartenfreund. Einige gelungene Illustrationen erfreuen zusätzlich und neben der spürbaren Freude der Autorin gibt es noch nützliche Tipps und Anregungen für Hobbygärtner.


       *** Herzlichen Dank für dieses schöne Buch, ich habe es auf der 
             Facebook-Seite des Insel Verlags gewonen!*** 



Mittwoch, 22. Juni 2016

Gartenlust im Frühling - J. Roth

Dieses wunderschöne Gartenbuch geht auch literarisch in die Tiefe!

 

In "Gartenlust im Frühling" beschäftigt sich Johannes Roth mit dem Garten, farblich bereichern Fotografien von Marion Nickig das Büchlein aus dem Insel Verlag.

Gartenlust im Frühling: 

endlich wieder Rasen mähen! Und zu Ostern Narzissen verschenken oder den ersten Rhabarberkuchen backen. Vor Pfingsten sehnsüchtig auf das Öffnen der roten Knospen der Päonie warten? Die wichtigste von Johannes Roths legendären Miniaturen aus dem Garten eines »unverdrossenen Liebhabers« gilt im Frühjahr aber dem Maiglöckchen. (Klapptext)





Wenn die ersten Frühblüher sich im Garten zeigen, dann ist die dunkle Jahreszeit überstanden und der Winterblues ist vorbei, es beginnt die Zeit für die intensive Gartenarbeit. Denn wer im Sommer einen schönen Garten haben will, muss sich früh im Jahr die Ärmel hochkrempeln und anpacken. Da wird gegraben, vertikutiert, Pflanzen gesetzt, aber sich auch über die ersten Blüten gefreut.

Johannes Roth unternimmt in diesem Büchlein einen frühlingshaften Gartenspaziergang und zeigt zu 17 Themenbereichen die gärtnerischen Besonderheiten. Dabei taucht er auch ein in literarische Abhandlungen von Ovid bis Goethe, die die Natur in schönster Weise verewigten.

Er beginnt mit der Magnolie, zeigt ihre bevorzugten Standplätze und geht vorbei an Maiglöckchen und Flieder, die mit ihrem unvergleichlichen Duft die Parfumgeschäfte der Natur darstellen.
Auch Rhabarber, der sich hervorragend zum Backen eignet, wird in einem eigenen Kapitel  gehuldigt.
Weiter geht es mit der Grundlage vieler Gärten: dem Rasen. Was liebt er und wieviel davon, damit er immer frisch, voll und grün aussieht. Selbst dem meist so ungeliebten Klee widmet sich Roth, um dann von einzigartigen Päonien, schöner Azaleenpracht und Steingartenbesonderheiten zu schwärmen. Dabei gibt er immer wieder nützliche Tipps aus dem Gärtnerhandwerk zum besten, die man ruhig befolgen sollte. Als Abschluss werden zwei kleine Racker vorgestellt, die aus Gärtnersicht keine Freude auslösen. Die Rede ist von Maulwurf und Wühlmaus und was sie so treiben und vor allem, wie man sie vertreibt!

Man hat so seine wahre Freude an den einzelnen Abschnitten, es sind vor allem die literarischen Anklänge, die bezaubern und die Ewigkeit der Natur in den Vordergrund stellen.

Die gelungenen Farbfotos von Marion Nickig unterstreichen den zauberhaften Charme dieses Büchleins und sorgen für Freude beim Betrachter.


Mit diesem Frühlingsbuch kann man Gartenliebhabern eine große Freude machen. Durch die schönen Fotos wirken die einzelnen Miniaturen noch lange nach und man nimmt dieses Buch immer wieder gern zur Hand, um noch einmal Besonderheiten in der Pflege nachzulesen. Richtig schön und sehr handlich!



 

Der kaukasische Kreidekreis - Bertholt Brecht

Verzicht aus Liebe


Bertholt Brecht schrieb 1944 sein Theaterstück "Der kaukasische Kreidekreis".


Die Handlung führt zu einer Kolchose von Ziegenbauern im Kaukasus, die der benachbarten Obstbauernkolchose ein fruchtbares Stück Land überlässt. Um sich dafür zu bedanken führen die Obstbauern ein Theaterstück auf.

Ein Kind aus reichem Haus wird von seiner leiblichen Mutter inmitten von Kriegswirren verlassen. Die arme Magd Grusche kümmert sich um das Kind, beschützt es, weil sie es wirklich liebt. Als die Mutter nach Kriegsende zurückkehrt, will sie das Kind zurückhaben, um an sein Erbe zu kommen. Der Streit um das Kind wird im Kreidekreis vom Dorfschreiber und damit Armeleuterichter Azdak entschieden.




Bertholt Brecht ist ein begnadeter Autor, der seine Leser oder das Theaterpublikum durch seine erzählenden Stücke zum Nachdenken bringen wollte. Ihn zeichnet eine überaus einnehmende Erzählkunst aus, die menschliche Fehler aufzeigt, den Eigennutz und die Selbstsucht anprangert und dennoch ein großartiges Stück Literaturgeschichte ist, dem man inhaltlich verfällt.

Die fremd klingenden Eigennamen sind anfangs schwer zu fassen, man gewöhnt sich jedoch schnell daran und wird mit ihnen bekannt. Der einzigartigen Erzählung kann man sich nicht entziehen, sie ist das Herzstück dieses gelungenen Theaterstückes, das Emotionen weckt, aufwühlt und die Tragweite der menschlichen Art erkennen lässt. 
Die Charaktere stellen sich als Beispiele der menschlichen Gesellschaft dar, den Zuschauern wird regelrecht der Spiegel vorgehalten.
In der Rahmenhandlung versteckt sich ebenfalls die Geschichte des Richters Azdak.

Brecht bringt in diesem Stück seinen Wunsch zum Ausdruck, humanes Verhalten zur gesellschaftlichen Realität werden zu lassen. Wer wirklich liebt, verzichtet auf eigene Vorteile und gibt der geliebten Person Freiraum und auch Schutz.


Ein unvergessliches Theaterstück, welches durch seine epische Form typisch für Brecht ist und mich immer wieder begeistert. 

  


Montag, 20. Juni 2016

Schutzpatron - Klüpfel/Kobr

Klufti ist Kult, aber auch eine Figur wie von Loriot

 

"Schutzpatron" ist der sechste Fall für Kommissar Kluftinger des Schreiberduos Klüpfel/Kobr. Der Band erschien 2011 im Piper Verlag.


Der Altusrieder Burgschatz mit einer Monstranz von unschätzbarem Wert, die Knochensplitter des heiligen Magnus enthält, soll nach einer weltweiten Ausstellung nun ins Allgäu zurückkehren. Kommissar Kluftinger höchstpersönlich soll für die Sicherungsmaßnahmen zuständig sein. Schmarrn!, denkt er sich, aber schneller als gedacht, hängt er durch den Mord an einer alten Frau mittendrin im Geschehen. Dabei hat er ganz andere Sorgen, sein treuer alter Passat wurde gestohlen!  





"Himmelarsch!" Zitat Seite 17.

Es beginnt mit einem mysteriösen Prolog über eine Gruppierung von Kriminellen mit Heiligennamen, die ihren nächsten großen Coup planen.
Mit dem oben genannten Zitat, einem für den Kemptener Kommissar Kluftinger typischen Ausspruch, springt die Handlung in die Gegenwart von Klufti. Es ist eine Krux, er findet keinen Parkplatz für seinen geliebten grauen Passat, der mittlerweile 390.000 km auf dem Tacho hat und von allen belächelt wird. Als das in Diebesaugen nicht gerade luxuriöse Auto gestohlen wird, verheimlicht er das vor seinen Kollegen und der Familie. Es wäre doch zu peinlich, dass gerade sein Auto geklaut wäre. Nun hält er die Augen offen nach möglichen Autodieben und muss ein wenig tricksen, um Mittel und Wege zu finden, immer einen fahrbaren Ersatz zu finden.
Vom ehemaligen Autoverkäufer erfährt Klufti vom sagenhaften Burgschatz, der nun in seiner Allgäuer Heimat ins Museum kommen soll.
Zufällig teilt sein Chef ihn genau für diesen Schatz als Leiter einer Sicherheits-Sondergruppe ein. 



Bei diesem Krimi habe ich wieder viel gelacht, es gibt etliche komische und sonderbar gezeichnete Charakter, allen voran natürlich Kluftinger, der von einem Fettnäpfchen ins andere tritt. Unglaublich, dass gerade dieser trottelig wirkende Mann in seinen Ermittlungen in den entscheidenden Momenten den richtigen Riecher hat und die Täter dingfest macht. Er hat außerdem das Herz am rechten Fleck und so kann ihm eigentlich niemand böse sein, wenn er mal wieder verbal über die Stränge schlägt und Gerüchte in die Welt setzt, die vorne und hinten nicht stimmen.
Seine Mitarbeiter kennen das und nehmen seine Äußerungen und Ansichten Augen rollend hin.

Trotz der manchmal unseriös wirkenden Ermittlungstruppe, verbinden die Autoren ihre Figuren unterhaltsam und durchaus logisch in einen Fall, der die verschiedenen Vorgänge geschickt eint.
 

Dieser Krimi zeigt viel Allgäuer Atmosphäre, unglaublichen Humor und einen authenisch konstruierten Fall. Man hat die Personen bildhaft vor Augen und meint im Fall von Kluftis erstem Flug oder seinen Golferlebnissen, einem Sketch von Loriot zu folgen. 
 



Klüpfel und Kobr haben mal wieder ein echtes Lesevergnügen geschrieben, bei dem sich Humor und Krimihandlung großartig  ergänzen. Klufti bleibt sich selbst wunderbar treu und das ist ein toller Verdienst der Autoren.




Sonntag, 19. Juni 2016

Gewinnerbekanntgabe 2. Gewinnspiel

Trommelwirbel...

Die Gewinner der 2. Buchverlosung sind nun ermittelt!

Es haben 15 interessierte Leser mitgemacht und ich habe mich über eure rege Teilnahme sehr gefreut, auch einige neue Follower habe ich gewonnen und das ist toll!

Es konnten leider nur drei von euch gewinnen, aber vielleicht ist es euch ein Trost, dass ich schon bald wieder eine neue Gewinnaktion starte! So mache ich euch eine Freude und bekomme selbst wieder neuen Platz für Buchnachschub.


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  Doch nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen!

 

 ♥ HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ♥

 

an die Gewinnerin von "Märchenblut"  

 

♥  sunshine (Ira)

 

 an die Gewinnerin von "Hugo & Leberkäs"

 

♥  Bambisusuu

 

an die Gewinnerin von "Als meine Schwestern das Blaue..."

 

♥  Susanne Weinsanto

 

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Ich gratuliere und wünsche euch viel Spaß mit eurem Buch!

Bitte meldet euch bei mir per Kommentar und teilt mir eure Adresse mit! 

Das jeweilige Buch macht sich dann auf den Weg zu euch.

 

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag,

♥ herzlichst Sommerlese!

Samstag, 18. Juni 2016

Die Eismacher - Ernest van der Kwast

Tiefgründiger Roman zwischen Familientradition und Moderne

Der Roman "Die Eismacher" von Ernest van der Kwast erscheint 2016 im btb Verlag.


In den Dolomiten liegt das Tal der Eismacher. Seit Generationen wird hier dieses Handwerk und seine speziellen Rezepte gepflegt und in den Familien weitergegeben.
Im Frühjahr ziehen die Eismacher dann fort und erleben harte und lange Arbeitstage bei der Eisherstellung und im Verkauf im jeweiligen Sommerquartier. So zieht auch Guiseppe Talamini mit seiner Familie Jahr für Jahr nach Rotterdam, wo sie ein kleines Eiscafé betreiben. 

 



Eigentlich soll der älteste Sohn der Talaminis, Giovanni, den Betrieb übernehmen, doch er bricht mit der Familientradition, studiert lieber Literatur und wird ein berühmter Poetry Festival Direktor.
Sein kleiner Bruder Luca aber, hält dafür pflichtbewusst die Familientradition aufrecht und übernimmt den Betrieb.   


"Es gibt Dichter, die in die dunkelsten Regionen ihrer Seele hinabsteigen und nicht zurückkehren, und es gibt Dichter, die dem Licht zustreben, dem wahren Glück." Zitat Seite 272



Dieser Roman unterhält, überrascht und erzählt. Dabei gibt es humorvolle Szenen, nachdenklich machende Begebenheiten und auch Überraschungen, die dem Inhalt eine spannende Note verleihen.
Der Grundgedanke dreht sich um Giovannis Leben. Er beschreibt seine Familie, erklärt seine Gedanken und Beweggründe und sucht zwischen Familientradition und Moderne Protagonist seinen Weg. Als er sich für eine literarische Karriere entscheidet, ist das auch mit dem Verlust seiner Jugendliebe verbunden. Von nun an gilt seine Liebe einzig den Büchern und der Poesie. Er jettet durch die Welt der poetry festivals und sein Vater und Luca verzeihen ihm seinen Ausbruch aus dem Familienbetrieb nicht.

Das Familienleben der Talaminis wird im Roman mit einigen Zeit- und Handlungssprüngen abgehandelt.
Es beginnt mit der fraglichen Demenz des Vaters Guiseppe, der sich im TV in eine deutsche Hammerwerferin verliebt. Trotz all der Tragik wirkt in diesem Abschnitt eine Art von Humor mit, der aber im weiteren Verlauf einer schwermütigen Stimmung weicht.

Die liebevolle und ausführliche Beschreibung der Zubereitung von Eis,
der Geschmack und das Schmelzen auf der Zunge und die Aufzählung der vielfältigen Sorten sind besonders gut gelungen. Es wird deutlich, wie viel Ideenreichtum, Probiereifer und Arbeitskraft für die Herstellung und die Verfeinerung der Rezepte nötig ist. Luca revolutioniert die althergebrachte Eismacherszene, indem er neuartige Eissorten kreiert. Von altbekannter Vanille und Zitrone geht er über zu Grappasorbet und anderen ausgefallenen Sorten.
Giovanni beschreibt das Eis als Schneekristalle von bezaubernder Schönheit. Das ist aus seiner Sicht die poetische Umschreibung, der man seine Liebe zur Sprache anmerkt.

Wir begleiten Giovanni zu seinen Literatur-Festivals. Sein Lebensweg macht deutlich, Lyrik und Dichtkunst gehören mehr zu seinem Leben als die Eismacherei seines Bruders. Er zeigt die Welt der Verlage, den großen Druck auf Erfolg im Literaturwesen und die Schwierigkeit, auf diesem Markt Bestseller abzuliefern. 
Giovanni und sein Bruder leben in zwei völlig verschiedenen Welten und so distanzieren sie sich immer mehr voneinander, auch verbal herrscht zwischen ihnen Funkstille.
Im Zitat Seite 180 sagt Giovanni über Luca: "Seine Welt war das Eiscafé, meine begann dort, wo die Terrasse aufhörte."



So dreht der Roman seine Runden, bezieht sich auf familiäre Themen wir Liebe, Leid und Alltagsleben, bis ein völlig überraschendes Anliegen von Luca an Giovanni den Leser aufrüttelt. Diese Wendung bringt neuen Schwung in die Handlung. Es wird spannend und man wird neugierig, wie dieses Problem familiär gelöst wird.


Mich haben die Einblicke in diese Familie und besonders in die Eisherstellung sehr interessiert, ich hatte dabei die Eisdynastie meiner Kindheit vor Augen. Auch hier kamen Jahr für Jahr immer wieder junge, neue Familienmitglieder im Sommer hinzu, die sich alles sehr ähnlich sahen.

Die Ausarbeitung des poetischen Teile zeigt einige Einblicke in die Welt der Dichter und Poeten. Es zeigt sich eine ganz eigene Welt, die so fern und entrückt ist vom harten Alltag der Eismacher.


Dieser Roman verspricht beim Anblick des Covers eine leichte Sommerlektüre, man erhält jedoch ein poetisches und recht tiefgründiges Buch mit vielen Facetten. Ein Werk mit vielen schönen Bemerkungen und der umfassenden Ansicht einer italienischen Familie.
 



    ***Rezensionsexemplar von vorablesen - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!***


 

Freitag, 17. Juni 2016

Ein Baby und zwei Opas - Angela Ochel

Witzig, unterhaltsam und herrlich, wie Opas und Enkel eine positive Symbiose eingehen!

 

"Ein Baby und zwei Opas" ist der Debütroman von "Angela Ochel", der im "Aufbau Taschenbuchverlag" erscheint.

Wilhelm (73) ist total überfordert, das sieht Finn (1 1/4) sofort. Weder wusste sein Opa, dass er einen Enkel hat, noch scheint ihn die Aussicht, auf ein Baby aufpassen zu müssen, sonderlich zu freuen. Finn dagegen findet's prima. Als dann noch der Opa väterlicherseits, Alt-Hippie Gunnar, anreist und helfen will, ist das Chaos vorprogrammiert und der Wettstreit eröffnet: preußisch-korrekt gegen bio, Stadt gegen Land, Frühförderung gegen Selbstverwirklichung. Doch dann machen Finns Eltern Ärger, und plötzlich müssen alle zusammenhalten. Ob das gut geht? (Klappentext)  



Dieses Buch ist eine heitere, vielleicht etwas überzogene Geschichte aus dem Alltag eines Babys und seiner Aufpasser. Wer selbst Kinder hat, wird bei vielen Szenen vergnügt schmunzeln und sich dabei an eigene Erlebnisse erinnern. Wer selbst Enkelkinder hat, wird eine ganz besondere Freude daran haben.

In diesem Buch ist der kleine Finn der Erzähler, das macht die Sache sehr lustig. Man sieht die Welt ein wenig aus der Kinderperspektive, wobei Finn allerdings schon sehr reif für sein Alter zu sein scheint.

Es wird schnell klar, dieser Enkel tut seinen Großvätern einfach nur gut. Zwar geraten sie in einen Wettstreit, wer den Kleinen mehr verwöhnt oder ihm die größere Freude macht, doch das ist total witzig und man muss es auch als realistisch einstufen. Schließlich sind die Großeltern immer diejenigen, die die Enkel am meisten verwöhnen. Dabei gefällt mir die Tatsache, dass die Opas durch Finn am Leben wieder intensiv teilnehmen. Für Finn vergessen sie ihr sogar ihr Alter, ihr Rückenleiden und aus der Eifersucht auf den anderen Opa wird schliesslich eine innige Freundschaft. Denn es ist eine neue Liebe ist in ihr Leben getreten: ihr gemeinsames Enkelkind. Dabei werden sie von Kinder-erfahrenen-Frauen unterstützt, die Haushälterinnen der Opas sorgen für eine angemessene Versorgung des Kleinkindes und sie versuchen die Männern mit Babyschwimmen und Kinderturnen zu beschäftigen.

Finn erscheint wie gesagt manchmal etwas überreif, aber dennoch sind seine Bemerkungen niedlich und was er alles beobachtet und begreift, macht Spaß zu lesen. Gerade das Verhalten der Erwachsenen kommentiert er aus seiner kindlichen Sichtweise mit erstaunlichen Bemerkungen.

Schön ist an dieser Geschichte, dass hier nicht nur die heile Welt vorgegaukelt wird, sondern auch Probleme in der Familie aufziehen, die nur durch einen engen Zusammenhalt der Mitglieder gelöst werden.
Zum Abschluss des Buches gibt es 10 "Pflegetipps für werdende Opas“, die zeigen, wie man Opas sinnvoll pflegt und nutzt. Diese Tipps und Tricks sind ebenfalls sehr lustig angelegt.



Dieses Buch ist etwas schräg, humorvoll und eine lockere Lektüre, die die Welt ein wenig aus Kinderaugen betrachten lässt. Man kann schmunzeln, einiges wiedererkennen und sich an die eigene Zeit mit Kleinkindern zurückerinnern. Großeltern werden vielleicht die meiste Freude an diesem Buch haben.


     
***Buchverlosung auf lovelybooks - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!***

Mittwoch, 15. Juni 2016

Neuzugänge und Urlaub

Bücherpost und Urlaubsbilder


Als ich vom Nordseeurlaub aus Sankt Peter-Ording heimkehrte, erwartete mich ein Stapel Umschläge, die mein Leseherz natürlich höher hüpfen ließen. Buchpost ist doch die schönste Post!


Auf den Krimi "Fränkische Vergeltung" hatte ich schon vor meinem Urlaub gehofft, nun ist er auch schon gelesen und meine Rezension habe ich heute eingestellt. 

Das Debüt von Angela Ochel ist aus der Sicht des Babys Finn geschrieben. Zum Lachen das Ganze, das kann ich jetzt schon mal versprechen.





Diese beiden gebundenen Bücher aus dem btb Verlag habe ich schon mit Freude und Spannung erwartet. "Die Eismacher" sind ein Rezensionsexemplar von vorablesen, dass sich ewig Zeit gelassen hat. Vielleicht war es für Eis schlicht zu kalt! *grins In Wahrheit war es ein Fehler des Verlages, dort ist beim Versand etwas schief gegangen. Doch nun ist dieses schöne Buch ja endlich bei mir angekommen und ich lese auch schon fleissig darin.

Den Roman von Carrie Snyder habe ich mir als Monatsleserin bei vorablesen ausgesucht. Dieses Buch muss sich jetzt in die Warteschleife einreihen.   

Nun noch zum Abschluß ein paar Urlaubsimpressionen. Es war doch zu schön an der See und da sollt ihr auch etwas zu sehen bekommen.

 






                                          Sehen die Rosen nicht wunderschön aus?

Ich bin immer wieder erstaunt, wie Wolken, Licht und Sonneneinstrahlung die Schatten und Sandfarbe an der Nordsee unterschiedlich wirken lassen. Es erinnert mich an den Roman "Das Meer in Gold und Grau" von Veronika Peters. Vielleicht stelle ich euch mal die Rezension dieses Buches noch ein. Ich habe es vor ein paar Jahren geliebt.




Seehunde haben wir natürlich auch gesehen. Diese Tiere liegen ganz friedlich im Hafen von Tönning und erfreuen große und kleine Besucher. 

Moin, moin, meine Lieben! 

 

Herzliche Grüße 

eure Sommerlese!


PS: An meinem Gewinnspiel kann man noch bis Samstag teilnehmen. Wer noch ein Buch für seinen Urlaub gewinnen möchte, schaut bitte hier mal rein! 

Anmerkung: Die Skulpturen der Seehunde sind als Auftragsarbeit zum 60jährigen Bestehen des Vereins „Runder Tisch Tönning e. V.“ vom Künstler und Bildhauer Ernst Paulduro geschaffen worden. 

Fränkische Vergeltung - J. Lochmüller

Mysteriöse Morde in Franken 

"Fränkische Vergeltung" ist bereits der zweite Krimi von Jacqueline Lochmüller, der 2016 im Emons Verlag erscheint.  

Hanno Reichert, ein unscheinbarer Einzelgänger, kommt auf seltsame Weise zu Tode. Er stirbt bei einem Autounfall, allerdings nicht an den Folgen seiner Verletzungen. Kommissarin Benita Luengo ermittelt in diesem Fall und findet über diesen harmlos wirkenden Mann einige kriminelle Aktivitäten heraus.
Als sie nebenbei noch eine Vemisstenanzeige des Stadtrates Dennis Meyer bearbeiten muss, bemerkt sie eine Verbindung der Fälle.  





Jacqueline Lochmüller begibt sich mit ihrem Krimi "Fränkische Vergeltung" nach Bayreuth. 
Ihre Protagonistin Benita Luengo ist ein interessanter, wenn auch nicht wirklich sympathischer Charakter. Sie wirkt äußerlich recht tough und selbstbewusst, ist eine tolle Ermittlerin, hat beruflichen Erfolg, aber privat hat sie so ihre Probleme. Denn nach Feierabend wirft sie sich in Schale, um sich Männer für ein sexuelles Abenteuer zu suchen. Das wirkt auf mich schon regelrecht nymphomanisch. Im Verlauf des Buches erkennt man die Gründe, die in ihrer schwierigen Jugend liegen. Deshalb hat sie auch ein angespanntes Verhältnis zu ihrer Schwester und Mutter. Man kann sagen, dass die Autorin auf Benitas Privatleben ein Hauptaugenmerk gelegt hat. Gut gefällt mir ihr Kollege Julius, der locker und umgänglich ist und Benita mit viel Einsatzkraft geschickt zur Seite steht.

Zu Beginn des Krimis wird man förmlich in eine äußerst spannende Situation geworfen. Daraus ergeben sich dann die Recherchearbeit der Mordkommission Bayreuth, die man mit wachsender Spannung verfolgt. Denn hier kommt schnell eins zum andern. Recht unverhofft kommt jede Menge krimineller Energie ans Licht. 
Die Spurensuche gestaltet sich schwierig und verbindet sich mit den geschilderten privaten Einzelheiten der Kommissare zu einer unterhaltsamen Lektüre, die man wie im Lesesog verschlingt. 

Die Autorin charakterisiert ihre Personen sehr genau und man bekommt ein klares Bild der verschiedenen Charaktere, ob es der Geige spielende und damit nervende Nachbar Müggemann ist oder die trauernde alte Else Reichert. Auch die schwierigen Gespräche zwischen Benita und ihrer Mutter bzw. Schwester spielen eine wichtige Rolle, um Benitas Probleme näher zu erläutern. 

Der Schreibstil ist locker und flüssig, eingestreute Straßennamen und Örtlichkeiten von Bayreuth sowie kleine Gespräche im Dialekt zeigen den regionalen Charakter auf.
Mich interessieren die ineinander verflochtenen Fälle auf besondere Weise. Den Täter kristallisiert sich langsam heraus, die verschiedenen Beweggründe sind sehr unerwartet und speziell ausgearbeitet. Mich hat bei diesem Krimi besonders die außergewöhnliche Art der Tötung erstaunt. 



Ein Krimi, der mit ungewöhnlichen Morden erstaunt und mit einem bunten Privatleben der Kommissarin unterhält. Für Bayreuth-Liebhaber mal ein ganz anderes, kriminelles Bild dieser Stadt!



     ***Leserunde von lovelybooks - Vielen Dank an die Autorin für die Leserundenbegleitung und an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!***

                           
 

Dienstag, 14. Juni 2016

Jeder Mann ein Treffer - Tatjana Kruse

Ein witziger und sehr unterhaltsamer Roman zum Verschlingen!

 

"Jeder Mann ein Treffer" ist der humorvolle Roman der Autorin "Tatjana Kruse", der 2012 im "Droemer Verlag" erschien.



Mara, 44 Jahre alt, startet nach dem Ende ihrer Beziehung einen radikalen Neuanfang und zieht nach Hamburg. In dieser Großstadt wird sich ja wohl neben einem neuen Job auch ein neuer Mann finden. Sie beendet ir langweiliges Kleinstadtleben und zieht zum ersten Mal in eine WG. Dort tummeln sich wahrlich schräge Vögel, die ihr aber bald schon ans Herz wachsen. Ob sie wohl ihre große Liebe findet? Auf jeden Fall erlebt sie so einige bunte Abenteuer!





Tatjana Kruse mag ich als Krimiautorin sehr gern und auch mit diesem Roman ist ihr eine lustige Lektüre gelungen. Es ist mittlerweile mein 4. Buch dieser Autorin.
Sie hat einfach einen Erzählstil, der mit spitzen Bemerkungen und flotten Beschreibungen den Leser zum Lachen oder Schmunzeln bringt.

In "Jeder Mann ein Treffer" erlebt ihre Protagonistin Mara einen Neuanfang und lernt nach ihrem biederen Kleinstadtleben viele neue Leute und andere Lebensweisen kennen. Sie kommt mir manchmal vor, als wenn sie erst aus der Schule entlassen wäre, scheinbar waren die letzten 20 Jahre an ihr ohne große Erlebnisse vorbei gegangen. Die Enttäuschung, von ihrer Jugendliebe gegen eine jüngere Frau ausgetauscht zu werden, steckt ihr noch in den Knochen. Doch da ist sie in der turbulenten WG genau richtig. Sie bringen sie dazu, sich in das Großstadtleben zu werfen und von nun an wird kein Trübsal geblasen. 


Sie macht einige Männerbekanntschaften, die soviel darf ich schon verraten, auch nicht gerade das Gelbe vom Ei sind. Sogar amoröse Abenteuer der besonderen Art erlebt sie und das ist für ihr gewohntes eintöniges Landei-Sexleben schon echt gewagt.

Auf alle Fälle lebt Mara richtig auf, wird unternehmungslustig, wagt alle möglichen Dinge und macht Mut, nach einer Trennung nicht die Flinte ins Korn zu werfen, sondern lebenslustig durchzustarten. Egal, was da kommt, oder in diesem Fall wer da ihr alles in den Weg tritt.


Der typische trockene Humor Tatjana Kruses sorgt auf jeder Seite für lustige Episoden aus Maras neuem Leben und damit folgt ein Lachknaller dem nächsten. Sie ist manchmal herrlich unbeholfen, hat das Herz auf dem rechten Fleck und findet auf einmal wieder richtig Spaß am Leben. Sie wird selbstsicher, weiß auf einmal was sie will und wird ihren weiteren Weg schon erfolgreich machen.
Auch wenn ihre Männerbekanntschaften hier eher Nieten waren, hat mir das Buch gefallen.


Wer sich gut von einem Frauenroman gut unterhalten lassen möchte, dem kann ich dieses Buch gern empfehlen. Ich geniesse den bissigen Humor der Autorin immer sehr!