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Dienstag, 6. August 2024

Der kleine Hirtenjunge - Regina Linke

Wunderschön illustrierte philosophische Lebensbetrachtung 


Im Kösel Verlag erscheint "Der kleine Hirtenjunge", eine philosophische Erzählung von Regina Linke, die sie mit Illustrationen im Stil der traditionellen Gongbi-Malerei versehen hat.   
 
"Manchmal braucht man nur ganz kleine Dinge tun. Und das kann alles verändern." Zitat S. 51
 


Ein kleiner Junge fühlt sich wie ein winziges Element in einer riesengroßen Welt. Doch dann entdeckt er mit seinen Freunden, dem Ochsen und dem Kaninchen, die wichtigen Dinge des Lebens. Diese Figuren stehen als Symbol für Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus und stellen die drei Säulen der chinesischen Philosophie dar. In Gesprächen tauschen sich die drei Hauptfiguren über die Liebe, Verbundenheit und Mitgefühl aus und strahlen damit Glück, Lebensfreude und Harmonie aus, die auch traurige Momente als Teil des menschlichen Lebens einschließen. Denn zum Glück gehören alle menschlichen Gefühle hinzu. 

Regina Linke startet mit einem erklärenden Vorwort, sie hat das Buch wunderschön illustriert und zeigt traditionelle asiatische Landschaften, deren Anblicke einfach verzaubern. In ihren Bildern stellt sie die Freundschaft zwischen Kind, Ochse und Kaninchen dar und lässt die Liebe und Zusammengehörigkeit zwischen Großvater und Enkel sichtbar werden und die liebevolle Hilfe und Unterstützung zwischen Jung und Alt. 





Inhaltlich rankt sich die fernöstlich wirkende Erzählung um Lebensfreude, Freundschaft, Mitgefühl und Verbundenheit. Wer diese Dinge für sich erkennt und lebt, führt ein glückliches Leben. Das sind die Grundpfeiler der Liebe und der Menschlichkeit.

Durch die fernöstlichen Lebensweisheiten ist das Buch sehr tiefgründig und auch wenn manches offensichtlich ist, ist es eher für Erwachsene geeignet als für Kinder.
 
Meisterhaft illustrierte philosophische Lebensbetrachtung über ein harmonisches Miteinander. Denn Glück kann man verdoppeln und sogar vervielfältigen, wenn man es teilt.
 
 
Ein zauberhaft illustriertes Buch zum Betrachten, Nachdenken und Innehalten.
 
 
***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Kösel Verlag!***
 

 

Freitag, 2. August 2019

In Hütten und Palästen - Rolf Seelmann-Eggebert

Gut zu lesen - interessante Einblicke in das Leben eines Journalisten


Rolf Seelmann-Eggebert erzählt in seinem Buch "In Hütten und Palästen" aus dem Kösel Verlag über sein Leben, beginnend mit seiner Kindheit und der Entwicklung seiner beruflichen Laufbahn als Journalist.

Die Berichterstattung von Ereignissen in europäischen Königshäusern hat Rolf Seelmann-Eggebert maßgebend mit seiner Stimme geprägt. Er hatte Zugang zu den Adelshäusern Europas und  
kam ihnen in etlichen Interviews sehr nahe. Dabei begann seine journalistische Karriere als Reporter noch mit dem Leitbild des Radios als Informationsquelle. Die ARD ging gerade erst auf Sendung.  Rolf Seelmann-Eggebert wurde 1968 aus Interesse an Afrika Korrespondent in Abidjan, dann in Nairobi.  



"Faire Handelsbeziehungen zwischen Nord und Süd sind jedenfalls ein besserer Entwicklungsmotor als die Milliarden, die angeblich in den nächsten Jahren in die Entwicklungshilfe fließen sollen." Zitat Seite 132

Wenn ich an Rolf Seelmann-Eggebert denke, fällt mir seine ruhige und angenehme Stimme ein, die ich von Berichterstattungen von königlichen Hochzeiten und der Geburtstagsparade von Queen Elizabeth von England kenne. Ich verbinde ihn deshalb auch sehr mit den europäischen Königshäusern, was ihm wohl auch den Namen "Königsfritze" einbrachte. Er ist ein profilierter deutscher Journalist, der sich mit der Etikette bei Hofe auskennt, den Menschen offen und höflich begegnet und seinen Beruf überzeugend ausübt. 

In seiner Biografie berichtet er von seiner Kindheit in der Nachkriegszeit, von seiner Arbeit als Korrespondent in Afrika und seinem Wunsch, die Probleme der afrikanischen Bevölkerung den Menschen in Europa näher aufzuzeigen. 
Sein Berufsleben begann, als man noch hauptsächlich Radio hörte, das Fernsehen steckte noch in den Anfängen. 1990 sorgte der Film "Der Marsch" für Aufregung, es ist eine Reportage über Flüchtlinge aus Afrika.
Es werden einige private Erlebnisse und Informationen zu seiner Familie erzählt, die er gerne preis gibt und die einen Blick auf den Vater und Ehemann werfen. Auch dieser Rolle wurde er gerecht. 

Diesem Buch merkt man Rolf Seelmann-Eggeberts Hingabe und seinen Sachverstand für die Journalismus an, auch seine Kontakte mit den Adelshäusern machten ihn zu einem zuverlässigen Berichterstatter, den man auch als Zuschauer zu schätzen weiß. 

Diese Biografie berichtet vielseitige Inhalte aus dem Privat- und Arbeitsleben des deutschen Journalisten und lässt seine Sicht auf viele Dinge in der Welt zu. Eine interessante und gut zu lesende Lektüre, die Zeitgeschichte und mehr zum Inhalt hat und diesem Mann zur Ehre gereicht. 





***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Kösel Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***