Samstag, 8. August 2015

Meine wundervolle Buchhandlung



Schöne Beschreibung einer zwar erfüllenden, aber auch arbeitsintensiven Lebensaufgabe einer bibliophilen Familie!


Petra Hartlieb erzählt in Meine wundervolle Buchhandlung aus ihrem eigenen Leben. Das Buch erschien 2014 im DuMont Verlag.[Werbung]

Petra Hartlieb und ihr Mann leben in Hamburg, lieben Bücher und führen dort ein ruhiges angenehmes Familienleben. Die Leidenschaft für Bücher war allerdings ausschlaggebend für ein großes Wagnis. Aus einer Laune heraus bieten sie bei einer Versteigerung im Internet auf eine zum Verkauf stehende ältere Traditionsbuchhandlung in Wien. Sie bekommen den Zuschlag und stehen plötzlich vor ungeahnten Problemen, aber auch vor ihrer eigenen Buchhandlung. Sie kündigen ihre Jobs, ziehen nach Wien und wohnen erst provisorisch bei Freunden, später über der Buchhandlung. Doch was so einfach klingt, ist mit Krediten, Trennungsschmerz vom Sohn, unternehmerischen Sorgen und ganz viel Arbeit verbunden.

Petra Hartlieb berichtet mit einer lebendigen, ehrlich klingenden Art von ihrem Traum von der Verwirklichung einer eigenen Buchhandlung. Dabei ist sie durchaus selbstkritisch und stellt mit einigen Anekdoten positive als auch negative Erlebnisse ihres Traumes realistisch dar. Denn dieser Sprung ins kalte Wasser hat schon ein wenig Abenteuercharakter und war für ihre Familie ein anstrengender Weg. Im Umfeld ihres Ladens hat sie viele Freunde und Buchliebhaber getroffen und kennen gelernt, die hilfsbereit und uneigennützig häufig zur Stelle waren, wenn sie gebraucht wurden. Diese Tatsache hat mir sehr gut gefallen und mich durch das ganze Buch hindurch mit einem zufriedenen Gefühl begleitet.  
Bei diesem Buch kann man keine spannende Unterhaltung erwarten, es ist vielmehr eine Hommage an die Welt der Bücher und ein Beispiel dafür, dass man mit viel Herzblut auch unmöglich wirkende Dinge schaffen kann. Hier wird deutlich aufgezeigt, wie schwierig es kleine private Unternehmen im bibliophilen Umfeld zur Zeit der großen Online-Buchhändler haben. Der Konkurrenzkampf ist groß, die Bequemlichkeit spielt eine Rolle, aber die persönliche Ansprache und die Empfehlungen von echten Buchhändlern vor Ort sind immer noch Gold wert. So hat es auch Petra Hartlieb erfolgreich geschafft, sich mit ihrer Buchhandlung erfolgreich zu etablieren.
Sie leben in und über dem Geschäft und dieses bestimmt von Beginn an nun ihr Leben als Familie. Es gibt keine gemeinsamen Ferien, die Kinder müssen sich unterordnen und Familienleben findet häufig im Laden statt.

Der Leser bekommt einen Eindruck von den vielen Schwierigkeiten, die das Geschäft mit den Büchern begleitet. Hier wird keine gemütliche Lesezeit mit Leseexemplaren und Neuerscheinungen im eigenen Geschäft beschrieben, es gibt Unmengen von angelieferten Büchern zu bearbeiten, Bestellchaos, stressige Weihnachtsgeschäfte, Probleme mit Computersystemen und auch schwierige Kunden. Das Alles ist mit viel Arbeitseinsatz und Stress verbunden.
Die Hartliebs haben allerdings mit viel Eifer und Herzblut diese Aufgabe angenommen und die Schwierigkeiten gemeistert. Es ist schlicht und einfach ihr Leben als bibliophile Lebensaufgabe. Nur so können sie Rückschläge und finanzielle Durststrecken überstehen und auf lange Frist hin ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen, das sie sogar noch auf ein weiteres Geschäft ausweiten.
 
Dieses Buch ist eine wundervolle Lektüre für Bücherfreunde. Auch macht es sehr deutlich wie wichtig persönliche Ansprache oder Beratung im Buchgeschäft vielen Menschen noch heute ist. Es ist damit auch eine Mahnung an alle Online-Käufer, die damit den Erhalt kleiner Buchhandlungen sehr gefährden.  


                       

Donnerstag, 6. August 2015

So friedlich, das Meer - Brigitte Beil

So friedlich das Meer ist der neue Roman von Autorin Brigitte Beil. Er erscheint im Mai 2015 im btb Verlag. [Werbung]

 

Nach der Lektüre von Das Ende der Regenzeit und Eiswinter bin ich ein Fan der Autorin und musste dieses Buch unbedingt lesen. Ich wurde nicht enttäuscht und fand ihren unnachahmlichen Erzählstil wieder ganz wunderschön.

 

Eifersucht ist Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

 

Camilla Costa ist 24, lebt im italienischen Vicenza und beginnt ihre berufliche Laufbahn in einer Werbeagentur. Ihr Chef Paolo ist bekannt für seine Frauengeschichten und entdeckt schnell die neue Mitarbeiterin. Es kommt zu einer heißen Affäre, die aber ebenso schnell wieder endet. Das wird in Italien als eine alltägliche Sache angesehen, die Camilla locker sehen soll, so sagt sogar ihre Mutter. Camilla fühlt sich zwar etwas gekränkt, nimmt es aber als gegeben hin. 
Später ist Camilla glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und liebt ihren Gianni über alles. Bis sie Paolo wiedersieht. Sofort fällt ihr die Kränkung wieder ein und sie befürchtet, dass Gianni ebenfalls wie Paolo ein großer Schürzenjäger sein könnte.

Brigitte Beil entführt in ihrem neuen Roman gefühlsmäßig so genau in die Welt der Eifersucht, dass man mit der Protagonistin Camilla sofort mitfühlt. Auch wenn man ihr Misstrauen gegen ihren Mann für grundlos und übertrieben hält, wird man unweigerlich mitgenommen auf eine Reise nach Vicenza und München und versinkt im Sog dieser Geschichte. Das liegt einerseits am wunderbaren Schreibstil der Autorin und andererseits an den liebenswürdig angelegten Charakteren, die einem schnell ans Herz wachsen. Aber auch die landestypischen Besonderheiten wie zum Beispiel die italienische Lebensfreude und die kulinarischen Genüsse verlocken zum Verschlingen der Lektüre. 

Mit ganz viel italienischer Leidenschaft, Familienzusammenhalt und  dramatischen Ereignissen wird man von der Geschichte angezogen und sieht wie die ziemlich spröde wortwitzige Camilla zunächst recht unbedarft in die Affäre mit Paolo hineinschlittert und es dann auch genießt. Einmal auf den Geschmack gekommen, lernt sie die Liebe ihres Lebens kennen. 
Doch aus ihrer Sicht könnte auch ihr Mann Gianni zu solchen treulosen Taten fähig sein. Mit ihren haltlosen Verdächtigungen, beginnend durch ihre Einsamkeit und das Warten auf den Ehemann, steigert sich Camilla in regelrechte Eifersuchtsdramen hinein, die letztendlich die Ehe zerstören. Das Vertrauensverhältnis ist zerrüttet und Gianni geht. Camilla wagt einen Neuanfang in München. Erst diese Zeit lässt Camilla reifen und ihre Fehler einsehen und verstehen. 

Diesen Erfahrungsprozess fängt Brigitte Beil mit Menschenkenntnis und überzeugenden Worten gut ein und gibt den Gefühlen einen Raum für Melancholie, Einsamkeit, Kränkung, aber auch für Freude in einer Ehe oder Familie. 
Es ist ein warmherziger Roman, der die Entwicklung einer jungen Frau zeigt. Ein Roman, der durch Gefühle gefangen nimmt und gut unterhält. Das Einzige was mich gestört hat, sind einige Längen im Mittelteil, die sich um Randfiguren drehen. Ansonsten habe ich den wunderbaren Erzählstil der Autorin wieder sehr genossen.

Ein schön erzählter Roman mit viel italienischer Atmosphäre, echten Machos und einer Frau, die auf Irrwegen ihren Platz im Leben findet.

    ***Rezensionsexemplar vom Bloggerportal - Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches!***

                 

Dienstag, 4. August 2015

Männer sind die besseren Väter - Beatrix Mannel

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!

 

Der heitere Frauenroman Männer sind die besseren Väter ist das Erstlingswerk von Autorin Beatrix Mannel, der im Juli 2015 erstmalig im dotbooks Verlag aufgelegt wird.

 

Titel: Männer sind die besseren Väter Eva und Nick haben ein Baby bekommen und nun ist die Kunst des Papa-Seins für Nick das große Ereignis. Seine Rolle als stolzer Vater von Max  nimmt er sehr ernst. Er schreibt  Eva sogar vor was sie essen und trinken soll, damit der Stammhalter ja keinen Schaden nimmt. Das geht Eva dann doch zu weit. Sie möchte trotz Kind weiterhin in ihrem Wäscheladen arbeiten. Ihre Krankenhausfreundin Carla ist ebenfalls Mutter eines Sohnes und ihr eine große Stütze als Tagesmutter. Doch wieso verstehen sich Nick und Carla so gut? Und warum sehen sich Max und Joshua eigentlich so sehr ähnlich?



Diese Geschichte ist sehr erfrischend geschrieben, es gibt viele lustige Szenen über die man schmunzeln kann und die Probleme und Erlebnisse von jungen Müttern sind anschaulich beschrieben. Hier findet sich jede Mutter in Bezug auf einige Erlebnisse aus ihrer eigenen Baby-Pause wieder. Sei es der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel mit blähender oder wund machender Wirkung, der Kräfte zehrende Schlafentzug oder die unstylische Schlabberkleidung einer stillenden Mutter. So oder so ähnlich hat es jeder mal erlebt der Kinder hat.

Doch bei Eva und Nick stecken noch mehr Dinge dahinter. Die möchte ich aber nicht verraten, sonst ist die ganze Spannung dahin. Ich kann aber versprechen, dass es zu turbulenten Aktionen kommt, einer spontanen Reise nach Amerika und im Baby-Chaos immer wieder Überraschungen folgen, die man so nicht erwartet.

Die Charaktere unterhalten ungemein gut. Da gibt es einerseits schräge Typen, über die man eher den Kopf schüttelt und dann eben Eva, die sehr natürlich erscheint und als sympathische Protagonistin einfach gut gefällt, weil sie es allen recht machen will.

Besonders genossen habe ich den schönen Schreibstil, der locker und mit viel Humor durch die Geschichte führt. Hier erlebt man hautnah mit, wundert sich über manche Personen oder freut sich einfach nur über die jeweilige Situation im Buch.

Ein heiterer Roman, der den Leser in die schwierige Phase der Familiengründung führt und Problematiken aufzeigt, die vielleicht nicht jeder schon einmal erlebt hat. Gute Unterhaltung ist vorprogrammiert!


                           ***Rezensionsexemplar von lovelybooks - Vielen Dank   für die schöne Leserunde mit der Autorin!***  

 [Werbung]

Montag, 3. August 2015

Der namenlose Tag - Friedrich Ani

Friedrich Ani begibt sich in seinem Kriminalroman Der namenslose Tag auf die Suche nach dem wahren Grund einer angeblichen Selbsttötung. Der Krimi erscheint 2015 im Suhrkamp Verlag.   [Werbung]

Anspruchsvoll geschriebener Kriminalroman mit melancholischer Sicht auf das Leben! 


Kurz nach seiner Pensionierung erwacht in Ex-Kommissar Jakob Franck wieder sein ureigener Ermittlerinstinkt. Eigentlich will er jetzt nichts mehr mit Toten zu tun haben, denn seine berufliche Aufgabe, Familien Todesnachrichten zu überbringen verfolgt ihn gedanklich noch immer. Doch gerade jetzt holt ihn ein alter Fall von vor 20 Jahren ein. Der Vater eines erhängten Mädchens, Ludwig Winther, meldet sich bei ihm und bittet ihn um erneute Untersuchung des Todesfalles. Er glaubt nicht an Selbstmord. Wie geht es nun weiter? Kann sich Franck noch einmal mit dem Tod auseinandersetzen? Oder geniesst er lieber seine wohlverdiente Ruhe?


Friedrich Ani hat in diesem anspruchsvollen Krimi mit seinem Ex-Kommissar Jakob Franck eine ungewöhnliche Figur beschrieben, die besondere Charakterzüge und Angewohnheiten besitzt. Franck, seit 2 Monaten pensioniert, ist jemand, der von Berufs wegen den Tod der Opfer übermittelte und den Angehörigen in ihrer Trauer beistand, indem er einfühlsam ihren Geschichten zuhörte.
Er nennt es Gedankenfühligkeit, wenn er die Gedanken der Täter oder Opfer nachvollzieht. Ich würde es Bauchgefühl nennen und vielleicht eine psychologische Aufarbeitung der Geschehnisse. Auf jeden Fall verfolgen ihn diese Gedanken über die Todesfälle bis in sein Heim, seine Ehe ist seit längerer Zeit geschieden und richtige Hobbies hat Franck bis auf Internet-Poker auch nicht. So hat er viel Zeit und schnell erwacht sein Ermittlerinstinkt und sein Interesse an dem Fall und er nimmt die Nachforschungen im Fall der 17jährigen Esther Winther auf.

Mit Einfühlsamkeit und Fingerspitzengefühl kommt Franck an Wahrheiten heran, die eigentlich verschwiegen wurden, baut Barrieren ab, wenn Angehörige die Mauern ihres Schweigens nicht brechen wollen. Er fühlt tief in ihr Innerstes, ohne auszufragen oder zu bedrohen. Manchmal ist er einfach nur da und die Personen öffnen sich ihm. 

Auch im vorliegenden Fall von Esther gibt es viel Schweigen und den Verdacht eines sexuellen Missbrauchs als Motiv für den Selbstmord. Feinfühlig werden auch nach 20 Jahren in den Beteiligten Erinnerungen geweckt und so kommt langsam Licht ins Dunkel. 

Der Erzählstil des Autors ist sprachlich brillant und zeigt deutlich seine literarischen Fähigkeiten. Er verwendet eine unaufgeregte Sprache und füllt die Geschichte mit einer melancholisch wirkenden Atmosphäre. Ruhig, mit tiefgründigem Blick auf und hinter die Fassade der Menschen und mit fast philosophischen Betrachtungen ergründet der Protagonist den vorliegenden Fall. Dazu gibt es lange verschachtelte Sätze, es werden Personen befragt, die in irgendeiner Form mit der Toten zu tun hatten. Diese Fülle ist manchmal etwas erschwerend zu lesen, denn nicht alle Befragten haben Kenntnis von weiterführenden Spuren. Aber so ist die Realität bei Ermittlungen nun mal. 

Jakob Franck wird mir mit seiner Art wie er auf fremde Menschen zugeht und für sie da ist, sympathisch. Man bewundert ihn für diese Fähigkeit. Dabei ist er kein fröhlicher oder positiv wirkender Mensch, sondern einfach ein ruhiger Zuhörer. Eigentlich wünscht man ihm privates Glück, doch das passt stilistisch nicht in die düstere Szenerie der Mordermittlungen des Friedrich Ani hinein. Hoffen wir auf weitere Fälle, die Licht in dunkle Geheimnisse bringen. 

Dieser außergewöhnliche Krimi besticht durch den speziellen Ermittler und seine beeindruckende individuelle Sprache. Ein Hauch von Melancholie schwebt über der Geschichte, auf die man sich lesetechnisch einlassen sollte.  

                       ***Rezensionsexemplar von vorablesen - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!***    

                    

Sonntag, 2. August 2015

Am Samstag kam das Sams zurück - Paul Maar

Witzig, unterhaltend und eine Menge Chaos mit dem unvergleichlichen Sams und seinem Papa!

Gestern habe ich in einer Kinderbuchkiste beim Aufräumen dieses wunderbare Buch wieder entdeckt. Meine Kinder hatten damit viel Spaß und wir waren alle Fans vom Sams. 

Paul Maar hat mit der Folge Am Samstag kam das Sams zurück einen weiteren lustigen Band seiner erfolgreichen Reihe geschrieben. Das Kinderbuch erscheint im Oettinger Verlag.
[Werbung]



Das Sams kehrt zu Herrn Taschenbier zurück, natürlich an einem Samstag, der Name sagt es ja schon!
Das Glück ist auf beiden Seiten spürbar, wie Vater und Sohn kommen sie wieder zusammen und haben Spaß miteinander. Wie gut, dass das Sams eine Wünschmaschine hat, die es mit seinem Papa munter nutzt. Aber leider verpuffen wieder viele Wünsche im Nichts und so reiht sich eine Katastrophe an die andere. Ich will nur so viel verraten, sie landen auf einer einsamen Insel. 



Mit dieser Geschichte ist Paul Maar erneut eine witzige Fortsetzung seines Sams-Klassikers gelungen, der Alt und Jung gleichermaßen begeistert. Die unmöglichen Dinge zu lesen oder vorgelesen zu bekommen, macht unheimlich viel Spaß und vergnügt die ganze Familie.


Beste Unterhaltung ist garantiert!


                

Samstag, 1. August 2015

Blaues Blut - Felicitas Gruber

Mordsgaudi mit Sofie

Blaues Blut ist der dritte Band nach Die kalte Sofie und Vogelfrei von Felicitas Gruber. Hinter diesem Pseudonym verbergen sich die Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Der Krimi erscheint 2015  im Gmeiner Verlag.  [Werbung]

 

Es ist Hochsommer in München und der Asphalt glüht.  Genauso wie die neu erwachte Liebe zwischen der Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth und Hauptkommissar Joe Lederer.

Leider platzt der Leichenfund einer Adligen in diese Romanze. Nun ist erst einmal arbeiten angesagt. Zu den Angehörigen gehört auch noch ausgerechnet Sofies Verehrer, Charly Loessl. Er war der Ex-Gatte der Toten und steht nun dringend unter Mordverdacht.
Warum versteckt sich der smarte Polizeireporter, hat er noch mehr zu verbergen als seinen Adelstitel?


                                                           

Dieser Fall belastet Sofie wirklich: einerseits sind die Mordfunde wirklich ziemlich grausam, andererseits steht sie mal wieder zwischen mehreren Männern. Joe, ihr Ex-Mann, für den sie im Moment wieder tiefe Liebe empfindet, Charly, der ihr auch sehr sympathisch ist und den sie für unschuldig hält und dann auch noch ein Schwarm aus ihrer Berliner Zeit, Erik, ebenfalls Arzt und Pathologe. Für wen soll sie sich jetzt entscheiden und wie geht die Aufklärung des Falles vonstatten?

Dieser dritte Band ist mal wieder gespickt mit interessanten pathologischen Untersuchungen, viel bairischer Mundart und flotten Sprüchen. Dabei sind die Erlebnissen von Sofie, ihrem halben Mops Murmel (die andere Hälfte gehört Kollegin Elke) und anderen Charakteren des Buches erheiternd und unterhaltend.
Die Figuren dieser Reihe wachsen einem wirklich ans Herz.
Besonders gefreut habe ich mich über Sofie mit ihrer sie ermahnenden inneren Stimme, die für eine Gewichtsabnahme durch Bewegung und Zurückhaltung bei Kalorienbomben sorgen will.
Das gelingt Sofie natürlich nicht sehr gut, den für gute ländlich bayrische Küche sorgt mal wieder Tante Vroni, die gute Seele dieser Krimireihe und Helferin von Mensch und Tier.

Die Autorinnen präsentieren mal wieder eine humorvolle, aber dennoch spannende Geschichte, die Rätsel aufgibt. Alle Spuren deuten ganz klar auf Charly hin, der ein echter Adeliger ist und laut Ausweis Karl Maria Ritter zu Loessl heißt. Die Sache klärt sich allmählich auf und man ahnt schon die näheren Zusammenhänge und damit den Täter. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch, die Lösung gefällt trotzdem und die Unterhaltung ist mal wieder eine Mordsgaudi.
Die Münchner Schauplätze und der Dialekt machen den Krimi zu einem regionalen Erlebnis. Die Dialoge sind gut verständlich, sind mir aber einen Hauch zu viel.
Schön eingebaut sind aber auch die Tiergeschichten und die amorösen Abenteuer Sofies und anderer Figuren. Dabei gelingt die Schilderung in amüsanter und unterschwelliger Weise, die die Geschichte angenehm bereichert und belebt.
Der Humor kommt auch dieses Mal nicht zu kurz und so liest man gern und geniesst.

Ein unterhaltsamer Krimi mit viel Lokalkolorit, einer sympathischen Pathologin, Tierfreunden und Einblicken in die Welt des Adels. Gelungene Fortsetzung einer tollen Krimireihe!
    

                        
***Rezensionsexemplar vom Bloggerportal - Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches!***

                         
                                 

Lesemonat Juli 2015

Hallo liebe Lesefreunde!

Im letzten Monat habe ich wirklich eine Menge und auch viele tolle Bücher gelesen. Dabei waren spannende Leserunden von Lovelybooks dabei, ein paar Bücher vom Blogger-Portal und Vorablesen und auch einige Bücher von meinem SuB kamen endlich mal an die Reihe.

Und hier ist die Auflistung für Juli: 

18 gelesene Bücher:


-    Die Lagune des Löwen von Charlotte Thomas
-   Nudelsalate neu angemacht GU Just Cooking von CorneliaTrischberger
-   Lügenmädchen von Luana Lewis
-   Der Tote am Kirchturm von Alexander Bálly
-   Herzanzünder von Ali Mitgutsch
-   Der Jungfrauenmacher von Derek Meister
-   Jeremy James oder Das beste Dingsbums aller Zeiten-David H.Wilson
-   Noch so eine Tatsache über die Welt von Brooke Davis
-   Treuetat von Elke Pistor 
-   Extinction von Kazuaki Takano
-   Ismaels Orangen von Claire Hajaj
-   Eine Geschichte von Land und Meer von Katy Simpson Smith
-   Hasenpfeffer von Ralf Waiblinger
-   Die Minions von Sadie Chesterfield (Hörbuch)
-   Bei Zusage Mord von Tatjana Kruse
-   Das große Schweigen von Katja Montejano
-   Feder im Sturm von Emily Wu
-   Das Hexenmädchen von Max Bentow

Dabei waren meine Highlights:


 Das Hexenmädchen   Feder im Sturm  Bei Zugabe Mord!  Bärenklau  Extinction  Jeremy James oder Das beste Dingsbums aller Zeiten   Der Jungfrauenmacher    Der Tote am Kirchturm

Trotz des nicht so sommerlichen Wetters also doch ein echter Lesesommer! Wie ist es euch denn lesetechnisch so ergangen?

Liebe Grüße, 

Eure sommerlese!

[Werbung]