Super Unterhaltung mit einer flotten Mischung aus italienischem Temperament und friesischer Schweigsamkeit
Krimiautorin Gisa Pauly hat ihren 6. Band ihrer Sylt-Krimi-Reihe Küstennebel genannt. Der Regionalkrimi erschien erstmalig 2012 im Pieper Verlag.
Auf Sylt hat Kommissar Erik Wolf einen Fall zu klären. Das kommt ihm
ganz gelegen, denn so kann er der Einladung zu einer
Silberhochzeitsfeier von Verwandten seiner italienischen Mamma Carlotta
in Umbrien entgehen. Die hat gerade Besuch von ihrem Neffen und seiner
Freundin und steckt trotzdem immer wieder ihre Nase in den neuen Fall.
Lobend erwähnen muss ich als erstes die wunderbaren Cover dieser
Krimiserie. Sie sind wirklich witzig gemacht und haben einen großen
Wiedererkennungswert, der mich schon vom bloßen Anschauen in
Urlaubsstimmung versetzt.
Mit Küstennebel habe ich mich sofort in
die Handlung dieses Regionalkrimis hineinversetzen können. Was auf Sylt
beginnt, endet mit einer Reise ins ferne Umbrien, das ist echte
Abwechslung und gute Unterhaltung.
Gisa Pauly gelingt es mit
ihren liebevoll gezeichneten Charaktern, einem unterhaltsame Lesestunden
zu verschaffen. Ihre Figuren veranschaulichen mal nordfriesischen Geist
und Witz und mal italienisches Temperament.
Der Krimi liest sich leicht und flüssig und man hat mit den Personen seinen Spaß.
Die
Schreibweise ist für diesen Regionalkrimi absolut stimmig, häufig zum
Schmunzeln und gewohnt ausdrucksvoll formuliert. Die Situationen und
Verhöre sind gut verständlich, die raffinierte Art Mamma Carlottas kommt
prima zur Geltung. Mal wird auf die friesische Mentalität eingegangen
und dann wieder erlebt man einen temperamentvollen Redefluss und eine
Kochorgie nach italienischer Art. Gerade die leckeren Gerichte haben dem
Buch einen besonderen Kick verliehen und mir als Leserin den Mund
wässrig gemacht. Man findet sich sowohl auf Sylt als auch in Umbrien
gleich wohl und geniesst die spezielle Atmosphäre in Mamma Carlottas
Großfamilie und Heimat. Besonders gut haben mir auch die Balletteinlagen
von Carlottas Enkelin Carolin gefallen.
Die Krimihandlung
verläuft parallel zur Familiengeschichte, was der Spannung aber nicht
schadet, sondern sie angenehm begleitet. Gerade die Mischung macht
dieses Buch zu einem lockeren Lesevergnügen. Allerdings hätte ich mir
Kapitel gewünscht, den fliessenden Übergang empfinde ich als schwierig,
Situationswechsel wären mit Kapiteltrennung eindeutiger zu erfassen.
Ein
humorvolles Buch für ein paar unterhaltsame Stunden, in denen man abschalten
kann, sich in diese Familie hineinlesen und noch nebenbei auf manchmal
merkwürdige Weise einen Kriminalfall lösen möchte.
Tagebuch für Bücherfans
Unter dem Titel Bücher sind treu kommt dieses Büchertagebuch aus dem Atlantik Verlag. Die Illustrationen stammen von Nikolaus
Heidelbach.

Dieses kleine Büchlein hilft leidenschaftlichen Lesern, wichtige Daten
und Eindrücke gelesener Lieblingsbücher zu notieren und damit dauerhaft
zu erfassen.
Es können Einträge für bis zu 50 Büchern vorgenommen
werden, die Angaben enthalten über: Buchdaten über Autor und Verlag,
Kauf- oder Geschenkanlass, liebste Sätze und Zitate, Lesezeitraum,
Leseeindrücke und Bewertung in Form von 1-5 Knochen.
So gelingt
es wunderbar, die liebsten Bücher zu notieren und individuelle Daten
einzutragen, denn damit erhält jedes Tagebuch eine ganz persönliche
Note. Dauerhaft wird es auch durch die hochwertige Hardcover-Version,
ein rotes Lesebändchen komplettiert den Effekt noch.
Auch ich
habe dieses Buch geschenkt bekommen und muss mich nur noch entscheiden,
ob ich besonders eindrucksvolle Bücher aktuellen Lesedatums oder aber
die Best-of-Bücher meines Lebens eintragen werde. Vielen Dank an dieser Stelle der lieben Irene aus der Schweiz!
Für
Leseeindrücke besteht die Möglichkeit über zwei Seiten eigene Texte
aufzunehmen, für Lieblingszitate ist auf einer halben Seite Platz. Das
ist ausreichend für die wichtigsten Notizen, die das gelesene Buch
wieder in Erinnerung rufen.
Am Ende des Buchs gibt es noch Seiten für die Wunschliste, Lieblingsbücher etc.
Eine
ganz wunderbare und persönliche Geschenkidee für Bücherfreunde und
Leser, die ihre eigenen Eindrücke für sich selbst unvergesslich machen
möchten. Hiermit kann man sich unvergessliche Leseerlebnisse festhalten
und als Tagebuch der bibliophilen Art verewigen.
Westerwald-Krimi mit Tiefgang
Der Westerwald-Krimi Tödliche Heimkehr ist ein neuer Fall von Autor Volker C. Dützer. Das Buch erscheint 2015 im Sutton Verlag in der Krimireihe.
Shadi Seeger erreicht der Hilferuf ihrer alten Freundin Gudrun Holt.
Diese hat ihren Vergewaltiger Kronberg angezeigt, der allerdings über
Geld und großen Einfluss in Hachenburg verfügt. Shadi kehrt in den
Westerwald zurück. Doch Gudrun ist bereits ermordet. Da Shadi von
denselben Männern vor fünfzehn Jahren ebenfalls vergewaltigt wurde, eine
Verurteilung aber aus Gründen der Korruption und Machtausübung nicht
stattgefunden hat, will Shadi nun endlich für Gerechtigkeit sorgen. Ihre
Rache wird neu entfacht und sie ist bereit zuzuschlagen. Ehe sie die
Männer zur Rechenschaft gezogen hat, werden diese umgebracht. Wer
übernimmt an ihrer Stelle die blutigen Taten?
Dieser Krimi vereinigt in rasanter Abfolge die Themen Rachegefühle, Sinn
von psychiatrischen Gutachten, Korruption und Geldwäsche und zieht den
Leser in einen Strudel voller actionreicher Handlungen mit hinein.
Dabei
gelingt dem Autor mit diesem Krimi beim Leser den Wunsch nach
Gerechtigkeit zu wecken und so die Handlung gefesselt und interessiert
zu verfolgen.
Immer weiter dreht sich die Spannungsspirale, die
vielen falschen Fährten und Wendungen sind genau richtig gesetzt, um den
Leser zu verwirren, aber auch um die letzten Hinweise zu geben.
Flüssig
und präzise formuliert Volker Dützer die ereignisreiche Handlung, die
Überfälle und Verfolgungen wirken bildreich nach und man hat das Gefühl,
direkt dabei zu sein.
Bei den Charakteren wird genauestens auf ihre
psychischen Probleme und ihre Vergangenheit eingegangen. Es gibt einige
Gute, mit denen man treu mitfiebert, aber auch eine Menge Ganoven, die
man mit Abscheu verfolgt und sehen möchte wie sie zur Strecke gebracht
werden.
Shadi ist als Protagonistin von impulsiver Wut gesteuert
und kommt ein wenig "rambomäßig" daher. Ihr Verhalten ist mir etwas zu
dramatisch geschildert, auch wenn sie in ihrer Vergangenheit viel
Schlimmes erlebt hat.
Mir erscheinen die maffiös anmutenden
Zustände in Hachenburg etwas zu drastisch und vielleicht doch zu
übertrieben dargestellt. Auch wenn dieser Krimi Fiktion ist, ein paar
ehrenhafte Bürger und Vertreter des Rechts wird es doch dort mehr geben
als uns hier erzählt wird. Die psychiatrischen Gutachten kommen
ebenfalls alle manipuliert daher, wobei mir die Idee der Manipulation
und Fragwürdigkeit solcher Beurteilungen durchaus am Herzen liegt.
Die
Handlung empfinde ist als schnelle Abfolge von Momentaufnahmen, die
plötzlich abreissen, sich dann im Ereignisstaumel regelrecht
überschlagen und hinterher nicht mehr so wichtig erscheinen.
Diese
Abfolgen überraschen ungemein, die Ergebnisse sind dann aber schnell als
Nebensache abgegolten. Trotzdem finde ich diese "Brüche" toll, es gibt
mir nur zu viele davon. Auch die körperlichen Übergriffe werden immer
brutaler, die Folgen sind aber den Verletzten kaum anzumerken.
Dieser
Krimi ist kurzweilig und actionreich und stellt eine gelungene
Unterhaltung mit interessanten Themen wie Manipulation, Korruption und
Rache dar. Er ist gut geschrieben und fesselnd konstruiert. Spannung ist
vorprogrammiert!
***Leserunde von lovelybooks: Vielen Dank an den Autor und den Sutton Verlag für die Bereitstellung des Buches!***
E-Mail-Roman
Das Jahr des Rehs ist ein E-Mail-Roman, der aus der Idee eines Schreibexperiments zweier Freundinnen und Autorinnen mit dem Inhalt:
2 Frauen, 1 Jahr und 1000 Gedanken heraus entstanden ist. Stephanie Jana und Ursula Kollritsch sind die Autorinnen. Der Roman erscheint im List Verlag.
Nach siebzehn Jahren Funkstille sucht Bella Becker, Journalistin in
Berlin, per E-Mail den Kontakt zu Sabine Born, Architektin in der
Kleinstadt Engbach. Früher unzertrennlich, hatten sich die Freundinnen
aus den Augen verloren. Es beginnt ein reger Schriftverkehr und sofort
ist die alte Vertrautheit wieder da. Gemeinsam teilen sie sich ihr Leben
mit und sind sich gegenseitig Stütze und Ratgeberin über mehr als ein
Jahr lang.
Ein E-Mail-Buch zum Abschalten und Weglesen, über die Midlife-Crisis von zwei Freundinnen.
Bella und Sabine sind beide 40, beruflich erfolgreich und leben in festen
Partnerschaften mit Mann und Kindern. Die häufig in Romanen beschriebene
Midlife-Crisis ist auch hier ein Inhaltsthema und die Frauen stehen
dadurch vor neuen Fragen, Ängsten und Sorgen. Besonders auf die Frage
nach einem Neuanfang und nach den Wünschen, die sie noch an ihr Leben
stellen, wird im Buch eingegangen. Dieses Thema ist ja generell nicht
neu, wird hier aber in einem lockeren Rahmen mit Gedichten und
Liedtexten gut umgesetzt.
Dabei geben die Lieder auch bewusst die Gefühlswelten wieder, die
man mit ihnen verbindet. So gibt es nachdenkliche Lieder, zum Tanzen
verführende und einfach romantische Liebeslieder dabei, wirklich schöne
Songs, die im Anhang noch einmal aufgeführt werden.
Dieser Roman zeigt sicherlich Themen, die Frauen dieser Altersklasse
von 40 Jahren und aufwärts interessieren. Die Wahl des Wohnortes in
Bezug auf Kleinstadt oder Großstadt, die Partnerwahl für Dauer oder für
ein Abenteuer oder aber die Kindererziehung und deren Abnabelung gehören
zum Leben der Leserinnen dazu und so gibt es hier viele Denkanstösse
oder auch gemeinsame Interessen zu beobachten.
Der Erzählstil ist durch die Mails sehr privat gehalten und man
fühlt sich wie die dritte Freundin, so dicht und hautnah nimmt man an
ihren persönlichen Zeilen und ihren Gedanken und Sehnsüchten teil.
Unterhaltsam werden im Austausch der Mails teilweise philosophisch
klingende Sätze über Gefühle, witzige Sprüche über Erlebtes und
nachdenkliche Fragen über die anstehenden Veränderungen ausgetauscht und
man spürt sehr deutlich die innige Verbundenheit der beiden
Freundinnen.
Ein wenig haben mich die Mails an Tagebucheinträge erinnert oder an
die früher üblichen Brieffreundschaften, daher ist diese Idee in
keinster Weise neu, ist aber dem jetzigen Zeitgeist angepasst und mit
den Einwürfen von Gedichten und Liedern gut aufgelockert.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist zwar ein leichter
Frauenroman, er hebt sich aber deutlich ab von den üblichen seicht
gehaltenen Romanen. Denn die Fragestellungen werden hier diskutiert und
nicht einfach nur präsentiert. Eine schöne Idee für Freundinnen und als
Entspannung für einen Urlaub.
Der Roman "Gegenspiel" von "Stephan Thome" erreichte mich als Rezensionsexemplar aus dem "Suhrkamp Verlag". An dieser Stelle meinen herzlichen Dank!
Die Nelkenrevolution ist vorüber als die Portugiesin Maria Ende nach
Berlin zieht und dort ein Studium beginnt. Es ist die Zeit der
Hausbesetzerszene in Kreuzberg, eine Zeit mit Joints und philosophischen
Betrachtungen des Lebens. Auch Maria versucht, ihren selbstbestimmten
Weg zu gehen, möchte unabhängig sein und verliebt sich in den
Theaterregisseur Falk. Bis sie schließlich eine Vernunftehe mit Hartmut,
einem Philosophieprofessor, eingeht. Sie ziehen in die nordrhein –
westfälische Provinz, bekommen eine Tochter und Maria bekommt
Depressionen. Dies ist nicht das Leben, das sie sich vorgestellt hatte.
Als die Tochter erwachsen ist und auszieht, beginnt Maria erneut, ihrem
Leben einen selbstbestimmten Weg zu geben. Sie geht nach Berlin und
arbeitet mit Falk am Theater. Die Ehekrise ist eingeläutet und Maria
besinnt sich auf ihr bisheriges Leben. Ist das die Parodie ihrer Träume?
Dieser Roman zeugt von einem wunderbaren Schreibstil Stephan Thomes und
enthält viele philosophische Gedankengänge und Gespräche, die nach der
Selbstverwirklichung im Leben fragen und die Möglichkeiten dafür am
Leben Marias verdeutlichen.
Es gibt viele Schlüssel-Szenen, die
ihren Aufbruch, ihre Verstörtheit und ihr Aufbegehren gegen ihr
Familienleben aufzeigen. Ihre Suche nach den gelebten Träumen wird
spürbar. Das berührt und zeigt eine große Empathie mit dieser
Protagonistin. Richtig sympathisch wird sie mir allerdings nicht, zu
sehr ist sie mit sich selbst beschäftigt und gibt gern die Verantwortung
für ihre Tochter, die relativ ungewollt beschrieben wird, aus der Hand.
Ihr Fremdgehen und ihre beinah lieblos geführten Affairen scheint
sie als Ausweg aus ihrer Situation zu sehen und hofft scheinbar dadurch
auf ein erfülltes Leben. Was ihr allerdings fehlt ist eine ordentliche
Portion Selbstvertrauen, Zufriedenheit und Angekommensein im Leben. Ihr
fehlendes Berufsleben macht ihr in dieser Rolle als Frau und Mutter zu
schaffen und auch mit Hartmut redet sie nicht über ihre Wünsche. Daher
versucht sie einen Neustart als die Tochter auszieht. Aber was will sie
wirklich? Wie haben sich diese Wünsche und Sehnsüchte des Lebens
gewandelt? Hat sie den Mut, ohne die Gefährten ihres Lebens, einen neuen
Weg zu beschreiten?
In diesem Buch wird häufig die
Zeitebene gewechselt, die Gegenwart und Rückblicke in Marias Jugend
werden etwas ungeordnet gemischt. Diese Übergänge haben mich anfangs
verwirrt, später konnte ich sie vom Kontext her einordnen. Hier hätte
ich mir eine einsichtigere Lösung gewünscht.
Dieses Buch
setzt ein Zeichen für Lebensträume und ihre Verwirklichung auch unter
Einbeziehung der Wünsche anderer Mitmenschen. Denn man lebt nie nur
allein, auch die Partner haben Wünsche und die Verantwortung für das
eigene Leben zieht immer auch die Verantwortung für andere nach sich.
Ein
nachdenklich machender Roman, der das Leben, die Freiheit des Einzelnen
und die Gemeinschaft hinterfragt. Einige Längen haben mir das Lesen und
Geniessen jedoch erschwert.
Psychothriller

Leon leidet seit seiner Jugend an massiven Schlafstörungen, die auch
psychiatrisch behandelt werden. Als seine Frau unter merkwürdigen
Umständen verschwindet, hat er den Verdacht, dass er ihr gegenüber im
Schlaf gewalttätig geworden ist.
Er überwacht sich selbst in der
Nacht durch eine bewegungsaktive Kamera auf der Stirn und entdeckt
schreckliche Dinge über sich...
Sebastian Fitzeks „Nachtwandler“ habe ich völlig gespannt mit
angehaltenem Atem gelesen. Dieses Thema des gewalttätiges Verhalten
während des Schlafwandelns hat mich anfangs sehr beeindruckt und
mitgenommen.
Schnell ist man in der Geschichte gefangen, ohne jedoch
mehr über Leons "normalen" Charakter und sein Alltagsgesicht zu
erfahren. Es geht gleich mit den schrecklichen Ereignissen los und gibt
lediglich Einblicke in Leons Probleme in seiner Kindheit, die ihn
gewaltsam zeigen.
Leider wird nur dieser verwirrte Mensch gezeigt,
wie er mit seiner Angst vor einer Veränderung im Schlaf zu einem
grausamen und brutalen Menschen wird.
In diesem Bewusstsein
überschlagen sich die Ereignisse im Laufe der Handlung, man kann das
Buch nicht mehr aus der Hand legen, die kurzen Kapitel tun ihr Übriges
dazu.
Genau wie Leon kann der Leser aber in dieser Geschichte
nicht mehr genau unterscheiden, was Wirklichkeit ist und was ein Traum.
Man hat das Gefühl, dass er wahnsinnig wird und in einer Art
Parallelwelt gefangen zu sein scheint.
Das verunsichert, ist aber
sehr fesselnd und wirkt schliesslich zum Ende hin etwas stark
konstruiert. Zu unwahrscheinlich kommt mir diese Geschichte vor und zu
wenig erschliessen sich mir die Zusammenhänge in logischer Konsequenz.
Die gesamte Story wirkt sehr an den Haaren herbei gezogen und hat mich
zwar schaurig verwirrt, in die dunklen Abgründe der menschlichen Seele
schauen lassen, aber leider nicht überzeugt.
Dabei war die
Intensität des Erzählten und die schnelle Abfolge von Horrorszenarien
durchaus erfolgversprechend. Die aufgeworfenen Fragen nach den Gründen
dieser schrecklichen Erlebnisse scheinen mir im Strudel der Wirrungen
mit abhanden gekommen zu sein.
Leider nicht in gewohnter
Fitzek-Manier geschrieben, aber durchaus fesselnd und psychologisch
gesehen aufregend. Mir erscheint alles jedoch sehr unglaubwürdig.

Hallo liebe Bücherwürmer,
ich wurde heute zum ersten Mal getaggt von Nicoles Bücherwelt .
Es gibt interessante Themen, bei denen ich sehr gerne mitmache.
Mit den folgenden Fragen
wird wohl jeder Buchblogger oder Buchliebhaber einmal konfrontiert:
1. Du hast 20.000 Bücher auf deinem SuB. Wie um alles in der Welt entscheidest du dich, was du als nächstes liest?
Also 20.000 Bücher, nee, die würden mich rein psychisch ziemlich belasten. So viele möchte ich dann doch nicht haben! Es kommen ja immer so viele tolle neue dazu, die interessieren mich dann ja durch die aktuellen Leserunden und neuen Rezensionen ebenfalls. An meinen SuB gehe ich immer, wenn ich gerade mal keine aktuellen Bücher zur Hand habe oder aber im Urlaub bestimmte Autoren oder Folgebände einer Reihe lesen möchte.
2.
Du bist halb durch ein Buch und es kann dich einfach nicht begeistern.
Brichst du ab, oder bist du entschlossen, das Buch zu beenden?
In der Regel beende ich Bücher, auch wenn sie mir nicht gefallen. Es ist aber auch so, dass ich sie dann nicht so gründlich lese, d. h. ich überfliege auch schon mal einige Seiten.
3.
Das Ende des Jahres naht und du bist soo dicht dran, die Anzahl der
Bücher, die du dir für das Jahr vorgenommen hast, zu schaffen und doch
so weit entfernt... Versuchst du aufzuholen und wenn ja, wie?
Da habe ich keine Zielvorgaben, denn es ist ja ein Hobby und muss auch Spass machen.
4. Die Titelbilder einer Reihe, die du liebst, PASSEN.EINFACH.NICHT.ZUSAMMEN! Wie gehst du damit um?
Der Inhalt ist wichtig, die Cover sind zwar oft schönes schmückendes Beiwerk, ändern aber nichts am Geschriebenen.
5.
Jeder - aber auch absolut JEDER! - liiiieebt ein Buch, dass du
wirklich, wirklich nicht magst. Bei wem heulst du dich aus? Wer versteht
dieses Gefühl?
Wenn ich eine andere Meinung habe, vertrete ich sie auch und schreibe die Gründe in meinen Besprechungen, da gibt es keine Ausnahmen. Ich bin auch niemandem böse, nur weil er meinen Geschmack nicht teilt.
6. Du liest ein Buch und plötzlich schießen dir die Tränen in die Augen - in der Öffentlichkeit. Wie gehst du damit um?
Bisher habe ich nur Tränen gelacht, da habe ich auch keine Scheu sie zu zeigen.
7.
Die Fortsetzung eines Buches, das du geliebt hast, ist gerade
erschienen - aber du hast eine ganze Menge der Handlung des Vorgängers
schlicht vergessen. Was jetzt? Liest du den letzten Band einfach
nochmal? Suchst du eine Zusammenfassung der Handlung im Internet? Sparst
dir die Fortsetzung? Heulst frustriert?
Heulen, wieso? Da grinse ich nur und lese die alte Rezi, schon bin ich wieder voll im Bilde.
8. Du willst deine Bücher nicht verleihen. Niemandem. NIEMANDEM. Wie lehnst du höflich ab, wenn dich jemand darum bittet?
Ehrlich währt am längsten, so auch in diesem Fall!
9.
Leseflaute! Du hast im letzten Monat 5 Bücher angefangen und direkt
wieder aufgegeben. Wie überwindest du diesen furchtbaren Zustand?
LESEFLAUTE: was ist das? Ich lese immer weiter und weiter und weiter und weiter...
10. Es gibt diesen Monat so viele Neuerscheinungen, die du unbedingt lesen willst - wie viele davon kaufst du tatsächlich?
Man kann nicht alle Neuerscheinungen lesen, wie verlockend die Vorstellung davon auch sein möge. Ich bewerbe mich auf Leserunden und erhalte schon so unfassbar viele schöne Bücher. Sehe ich dann im Geschäft Bücher, die ich zeitlich noch lesen kann, kaufe ich sie mir. Da gibt es keine statistisch belegten Zahlen.
11.
Tja, nun hast du sie gekauft und du konntest es ja kaum erwarten, sie
zu lesen - wie lange sitzen sie jetzt wirklich auf deinem Regal rum, bis
du sie wirklich liest?
Immer der Reihe nach: erst die Leserundenbücher, die sind für mich als kostenlose Dankesgaben schon eine Verpflichtung, dann die Geschenke und die Lieblingsgenres. Manchmal aber auch alle gleichzeitig, ich bin da manchmal unberechenbar und wundere mich selbst etwas! :-)
Es hat mir Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten! Vielleicht habt ihr mich dadurch auch ein bißchen näher kennen gelernt.
Ich tagge nun mal folgende Bloggerin:
Martina's Buchwelten
Würde mich freuen, zu lesen wie sie diese Fragen beantwortet!