Sonntag, 10. Juli 2016

Ich knittere nicht, ich lache nur

Oma Else zeigt, wie aktiv man auch im Alter noch sein kann!

 

Mit seinem Roman "Ich knittere nicht, ich lache nur" schrieb Thomas Letocha den 3. Band um seine Romanfigur Oma Else. Das Buch erscheint im Goldmann Verlag.


Oma Else ist wieder da! Die aktive und lebenslustige Frau ist mittlerweile 82 Jahre alt und hat einen jüngeren Lebenspartner gefunden: Rudolf ist drei Jahre jünger und beide verstehen sich blendend. Als Rudolf sich verändert und auf einmal recht seltsam benimmt, vermutet Else eine andere Frau dahinter. Doch sie kämpft um ihre große Liebe auf die ihr unvergleichliche Art. So eine Liebe findet sie nicht noch einmal!






Else ist eigentlich keine echte Oma, denn sie hat weder Kinder noch Enkel. Aber sie fühlt sich wie eine, denn sie hat ein Herz für Kinder.  
In diesem Buch geht es aber nicht um Kinder, sondern um Elses späte Liebe Rudolf. Ihr gemeinsames Leben mit Pflegehündin Tyra könnte so harmonisch und friedlich sein, wenn sich Rudolf nicht so merkwürdig benehmen würde. 


Else spioniert ihm nach, denn sie vermutet eine weibliche Konkurrenz als Grund. Sie wird eifersüchtig wie ein Teenager und begibt sich in Schwierigkeiten, die den Leser gut unterhalten.

Als dann noch Rudolfs Bruder auftaucht, ein Dandy mit Rolls Royce und elegantem Auftreten, und ihr den Hof macht, ist sie völlig verwirrt. Die jugendlichen Schmetterlinge flattern auf einmal wieder und Else erlebt aufregende Abenteuer. Dabei bringt sie sich in schräge Situationen, die mich schmunzeln lassen. Ihre Autofahrt ist allerdings schon grenzwertig, gerade solche Fahrer braucht man im Straßenverkehr nicht.

Else spricht den Leser persönlich an, das schafft eine gewisse Vertraulichkeit, als ob man sie schon länger kennt. Dadurch bekommt die Sprache aber auch einen locker, flapsigen Ton, der zwar zu Elses sympathischer Art passt, mir aber etwas zu seicht erscheint.



Dieses Buch ist eine nette, leichte Geschichte über die Liebe im Alter und wie man trotz aller Hindernisse optimistisch bleibt. Denn wenn man an etwas glaubt, kann man alles schaffen.   


 ***Dies ist ein Rezensionsexemplar vom Blogger-Portal - Vielen Dank für die freundliche Bereitstellung des Buches!***

Samstag, 9. Juli 2016

Neuzugänge

Hallöchen meine lieben Bücherfreunde!

Auch in der letzten Woche erreichten mich wieder ein paar tolle Bücher! - "Ach was?" Werdet ihr nun sagen! 
Na ja, zugegeben, so ungewöhnlich ist das ja nun auch wieder nicht! :-)

Auf jeden Fall habe ich schon fast zwei Bücher der Neuen gelesen, weggeatmet sozusagen! Eine Rezension ist sogar schon fix und fertig geschrieben und damit der Post noch eine Überraschung wird, muss er heute noch raus! 

"Rapidamente!"- Wie der Italiener so schön sagt! 

Es sind folgende 4 Bücher bei mir eingetroffen: 

- Ziemlich unverhofft von Frauke Scheunemann:
Eine tolle Familienkomödie, die ich heute auf der Terrasse im Sonnenschein fast ganz gelesen habe. Leider musste ich für so profane Dinge wie: Einkaufen, Kochen und Rasen mähen (ich leere nur die Körbe aus, Göttergatte mäht wegen meines Heuschnupfens*hihi) immer wieder das Buch unterbrechen. 

- Ich knittere nicht, ich lache nur von Thomas Letocha: 
Eine nette Geschichte von Oma Else, die im Alter von 82 Jahren noch einmal total verliebt ist und auch noch eifersüchtig dazu!


- Nach einer wahren Geschichte von Delphine de Vigan:
Ein anspruchsvolles Buch über zwei Frauen und ihre Gespräche über das Leben, Freunde und über Bücher, denn hier ist die Protagonistin eine Schriftstellerin. 

- Von Männern und Menschen von Olli Jallonen: 
Zu diesem Buch des finnischen Autors gibt es auf lovelybooks eine Leserunde. Der Protagonist ist 17 Jahre alt und wird durch Probleme in der Familie schlagartig erwachsen. Ich bin schon sehr gespannt auf seine Erlebnisse! 

Hier sind die Schätzchen auf einen Blick!


Nun lese ich mal flott weiter und wünsche euch ein schönes Wochenende! Endlich Sonne und etwas Wärme, ach, tut das gut! 

Fast hätte ich es noch vergessen! Ihr könnt noch an meinem Gewinnspiel teilnehmen, bislang gibt es nur wenige Teilnehmer! Vielleicht sind auch alle schon im Urlaub! 

Liebe Grüße
Sommerlese! 

Dienstag, 5. Juli 2016

3. Gewinnspiel

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Wie schon im Vorfeld versprochen, verlose ich mein Leseexemplar von "BOY IN THE PARK"!
 

Dieser Sommer scheint ja kein echter Freibadsommer zu werden. Wie sieht es bei euch aus, kommt schon der Sommerblues mit schlechter Laune durch? Um euch eine kleine Freude zu machen, starte ich mal mein 3. Gewinnspiel! Frei nach dem Motto: Lesen geht ja immer!

Damit es aber nicht nur einen Gewinner gibt und nicht nur Thrillerleser auf ihre Kosten kommen, lege ich noch ein Buch dazu! 

Es gibt zusätzlich den unterhaltsamen Frauenroman "In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt". Ein Klick auf den Titel und ihr kommt zu meiner Rezension. 

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Ihr könnt bis zum 12.07.2016 um 23:59 Uhr mitmachen, die Auslosung findet dann am 13.07.2016 statt und die Gewinner gebe ich auf meinem Blog bekannt. Bitte kommentiert mit Angabe des Wunschtitels und eurer gültigen E-Mail Adresse oder schickt die Adresse über das Kommentarfeld an mich.


Teilnahmebedingungen:

  1. Der Teilnehmer muss über 18 Jahre sein, oder eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten vorzuweisen haben.
  2. Teilnahmeschluss ist der 12.07.2016.
  3. Gewinnen können ausschliesslich Follower meines Blogs.
  4. Der Versand erfolgt ausschließlich an Teilnehmer aus Deutschland.
  5. Die Daten der Teilnehmer werden nicht gespeichert und lediglich zur Gewinnermittlung benutzt.
  6. Die Adresse des Gewinners wird nach Versand umgehend gelöscht.
  7. Für Gewinne, die auf dem Postweg verloren gehen wird keine Haftung übernommen.


Ich wünsche euch viel Glück, 

Eure Sommerlese!

Beichtgeheimnis - Wolf Schreiner

Lange nicht so spannend wie Teil 6 der Reihe!


"Beichtgeheimnis" ist der 1. Band einer Krimireihe aus dem Bayerischen Wald von Wolf Schreiner. Dieser Krimi erschien 2012 im Goldmann Verlag.


In einer kleinen Gemeinde in Niederbayern geht ein Racheengel um.  Baltasar Senner ist der neue Pfarrer in der Gemeinde, ein spezieller Typ, der Bestattungen samt Leichenschmaus liebt, Rockmusik und den Duft von Weihrauch. In seinem Beichtstuhl erfährt er von den Mordabsichten einer Frau. Durch das Beichtgeheimnis ist er zur Verschwiegenheit verpflichtet. Als der Sparkassendirektor getötet wird, gerät er selbst in den Kreis der Verdächtigen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. 



Nachdem mir "Lammfromm" so gut gefallen hat, habe ich mir den ersten Band dieser Krimireihe aus dem bayrischen Wald vorgenommen.

Baltasar bekommt eine neue Haushälterin, die Polin Teresa. Doch leider sind ihre Kochkünste nicht gerade großartig, die alten Rezepte ihrer Großmutter finden bei Baltasar nicht auf großen Anklang. 
Da geht er lieber zum Leichenschmaus und der wöchentlichen Bibelrunde und hört dem Tratsch und Klatsch seiner Gemeindeschäfchen zu. Als er für den geplanten Jugendtreff ein Haus der Gemeinde erwerben will, macht ihm der Sparkassendirektor Veit einen Strich durch die Rechnung.
Kurz darauf stirbt Veit. 

Diese Krimireihe erinnert an die legendären Fälle des Pater Brown. Auch hier ermittelt ein Pfarrer, steckt seine Nase in die kriminellen Handlungen seiner Gemeinde und wird durch sein häufiges Auftreten am Handlungsort verdächtigt, selbst in die  Kriminalfälle verwickelt zu sein.

Auch wenn Pastor Senner mit seiner Vorliebe für ausgefallene Weihrauchsorten an einen Junkie erinnert, so bleibt doch sein Charakter recht unauffällig und unglaubwürdig gezeichnet. Wie er einem Sterbenden seine Hilfe verweigert und lediglich die Sterbesakramente verteilt, passt nicht zu seinem Amt. Auch die anderen Charaktere haben nicht die Ecken und Kanten, dass sie dem Leser bildhaft vor Augen stehen. 


Mir fehlt auch der regionale Hintergrund und die landschaftliche Schilderung der Umgebung. Es ist mit Straßennamen nicht getan. Man lernt eine Dorfgemeinschaft kennen, die schnell ihre Probleme typisch männlich mit Fäusten ausdiskutiert. Allerdings halten sich die Frauen dabei zurück und agieren mehr im Hintergrund. So ist die Täterin eine gläubige Katholikin, die ihre Mordabsichten in der Beichte ankündigt. Aber ohne Absolution kein Mord. 


Senner erkennt natürlich die drohende Gefahr, recherchiert, um die Täterin zu finden, nicht aber, um weitere Mordfälle zu verhindern.
Daher kommt auch die Spannung nicht so recht in Fahrt. Das ist schade, denn die Geschichte bietet hier eigentlich viel Potential. 



Ein unterhaltsamer, relativ gemütlicher Krimi um einen von Weihrauch trunkenen Pfarrer! Hätte spannender sein können!


 

Montag, 4. Juli 2016

Über uns der Himmel, unter uns das Meer

Eine Seefahrt ist nicht immer lustig! 

Jojo Moyes schrieb ihren Roman "The Ship of Brides" bereits 2005. Die deutsche Ausgabe erschien 2016 bei Rowohlt Polaris unter dem pathetisch klingenden Titel "Über uns der Himmel, unter uns das Meer".

Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf die Reise in ihre neue Heimat. Ein Flugzeugträger soll sie nach England zu ihren Verlobten oder Ehemännern bringen. Es sind englische Soldaten, die sie im Krieg in Australien kennen gelernt hatten.
Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances, eine Frau, die so gar nicht in die Gruppe ihrer Schicksalsgenossinnen zu passen scheint. Sie versucht vor einem Geheimnis ihrer Vergangenheit zu fliehen und findet in dem Marinesoldaten Henry Nicol einen Vertrauten. 
 


"Wenn der Krieg sie eines gelehrt hatte, dann die Wahrheit, dass ein Leben nur allzu leicht ausgelöscht werden konnte." Zitat Seite 437
 

Mit diesem Buch habe ich Jojo Moyes nach einer für mich unbefriedigenden Lektüre von "Weit weg und ganz nah" noch eine Chance gegeben und wurde nicht enttäuscht. Ich bin tief eingetaucht in diese berührende Nachkriegsgeschichte, die einen authentischen Hintergrund hat und war von dem angenehmen Erzählstil der Autorin und der emotionalen Handlung sehr angetan. Es gab den Flugzeugträger HMS Victorious wirklich, Moyes Großmutter reiste damit seinerzeit von Australien nach England.



Das Herzstück der Geschichte ist die Schiffspassage einer Gruppe junger australischer Frauen: Frances, Jean, Margaret und Avice. Sie werden als Kriegsbräute englischer Soldaten nach England gebracht, wo sie ihr neues Leben beginnen wollen.  
Das Schiff ist jedoch kein Passagierdampfer, sondern ein Kriegsschiff, ein in die Jahre gekommener Flugzeugträger, der mit über 1000 Mann Besatzung und 19 Flugzeugen beladen ist.
Damit ist auch schon klar, dass es bei der hohen Personenzahl zu Wasserknappheit kommt und auch zwischen den Geschlechtern nicht immer ruhig hergeht und Vorfälle vorprogrammiert sind. Das Durcheinander, dass die Bräute auf dem Flugzeugträger zwischen der Schiffsbesatzung und den Soldaten auslöst ist, wird unterhaltsam näher gebracht.

"Hören sie, Sir, viele meiner Männer waren mehrere Monate lang ohne weibliche Gesellschaft. Das hier ist, als ob man ein Streichholz in eine Kiste mit Feuerwerkskörpern halten würde." Zitat Seite 139
 

Die Frauen sind allesamt unterschiedliche Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Aber hier werden sie eine "Reisegruppe" mit gleichen Hoffnungen und Wünschen, sie alle wollen nach der langen Trennung ihre Männer endlich wiedersehen.

Hier prallen menschliche Schicksale in berührender Art und Weise aufeinander, die vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund eindrücklich dargestellt werden. Es ist die gemeinsame Hoffnung auf ein normales glückliches Leben ohne Krieg, das diese in einer Kabine lebenden Frauen zusammen schweißt. Das gemeinsame Ziel stellt nicht nur Familiengründung, sondern auch ein ziviles Leben in Friedenszeiten in Aussicht. Dafür verlassen die australischen Frauen ihre Familien und brechen im Grunde mit ihrer alten Heimat.

Jojo Moyes gelingt mit diesem Buch ein sehr emotionaler, berührender Roman, den ich gern gelesen habe. 

Mit einem Augenzwinkern und dann doch wieder mit alltäglichen Geschehnissen erlebt man die Situation der Frauen an Bord des Schiffes mit. Es gibt nicht genug Waschwasser an Bord, die allgemeine Situation ist von den jeweiligen Ängsten und Sorgen geprägt. Nicht nur die Frauen haben ihre Probleme, auch die Offiziere und der Kapitän machen sich so ihre Gedanken über diese nautische Passage. Dabei ist gerade ihre gegenseitige Lebensauffassung durch die vielseitigen Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftskreisen äußerst gelungen und vermittelt ein umfassendes Bild der Rolle der Frau zur damaligen Zeit und der Stellung von Mann und Frau.  

Der Roman ist schwungvoll und voller Leben, seine Protagonisten liebeswürdig bis herzzerreißend und die Idee ist einen Bestseller wert! Mich hat dieser Roman mitgerissen und ich bin völlig eingetaucht in die Handlung. 

                     

Sonntag, 3. Juli 2016

Rosenblütengelee selbstgemacht


„Der Rose süßer Duft genügt,
man braucht sie nicht zu brechen.
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
den wird ihr Dorn nicht stechen.”
Friedrich von Bodenstedt 1819 - 1892 deutscher Philologe, Meiningen



Meine schöne Duftrose William Shakespeare blüht in diesem Jahr besonders üppig und weil die Blütenköpfe so schwer sind, hängen die schönen Blüten immer nach unten und finden nicht die Beachtung, die sie verdienen. 
Außerdem braucht es nur ein kräftiges Regenschauer und die rote Blütenpracht liegt verstreut am Boden. Das ist wirklich zu schade und so kam mir die Idee, mal Rosengelee zu kochen. Ich habe es schon einmal bei einer Freundin gekostet und fand es köstlich. Man benötigt nur Gelierzucker im Verhältnis 1:1, duftende Rosenblüten und eine Zitrone. 

Los geht es mit den Rosenblütenblättern.
Ich pflücke die Köpfe der Rosen, wenn sie vollkommen geöffnet und trocken sind und gerade etwas Sonne genossen haben, dann verbreiten sie ihren Duft am schönsten. 

Dazu fülle ich einen Messbecher bis zur 1-Liter-Marke locker mit Rosenblüten, bitte nicht stopfen! Ich zupfe die Blütenblätter ab, achte darauf, dass keine Tierchen enthalten sind und werfe verwelkte und damit trockene äußere Blütenblätter weg. Die Herzblätter auf dem Blütenboden enthalten das meiste Duftaroma, also nicht wegwerfen! 
  
Zutaten für mein Rezept:
800 ml Wasser
1 l duftende Rosenblüten 
Saft von 1 großen Zitrone  ( 50 ml)
1 kg Gelierzucker 1 : 1

 
Die Farbe der Rosen spielt übrigens keine Rolle, auch bei zartrosa Blüten wird durch den Zitronensaft das Gelee rötlich.  
Die gesammelten Blütenblätter gebe ich in einen Kochtopf, übergieße sie mit 800 ml kaltem Wasser, rühre kurz um und lasse den Topf bei Raumtemperatur zugedeckt über Nacht stehen. Die Blüten schwimmen zwar oben auf, geben aber über Nacht ihren Duft an das Wasser ab.  
  


Am nächsten Tag koche ich das Ganze auf, der Sud mit den Blütenblättern wird nun rosafarben und die Blüten verblassen. Etwas abkühlen lassen, dann über ein Sieb in einen Messbecher abseihen. Die Blüten drücke ich etwas aus, sie werden nicht mehr benötigt. Es duftet schon herrlich!  




Man benötigt davon 750 ml Flüssigkeit, inclusive dem Zitronensaft. 
In einen Kochtopf geben, den Gelierzucker hinzu und unter Rühren aufkochen. Vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Gelierprobe machen. 

Tipp: Lieber mit weniger Rosenwasser beginnen und noch Flüssigkeit zufügen! Unbedingt Gelierzucker 1:1 verwenden!
Die Masse in vorbereitete Gläser füllen und schon ist das rote Gelee fertig.

Damit habe ich den unvergleichlich schönen Duft eingefangen und die Rose erfreut mich auch noch im tiefsten Winter!


  

Wenn ihr nun auf den Geschmack gekommen seid, schreibt mir doch mal wie euer Rosen-Gelee geworden ist. Ich würde mich freuen! 


Eure Sommerlese



Samstag, 2. Juli 2016

Boy in the Park – Wem kannst du trauen?

Spannendes psychologisches Verwirrspiel


A.J. Grayson schrieb mit dem Spannungsroman "Boy in the park - Wem kannst du trauen?" sein Debüt. Der Thriller erscheint 2016 im Droemer Verlag.


Dylan Aaronsen lebt ein ruhiges Leben in San Francisco. Er arbeitet in einem Naturkostgeschäft und verbringt seine Mittagspausen am liebsten im Botanischen Garten an einem kleinen Teich. Dort genießt er den Ausblick und schreibt kleine Gedichte. Über einen längeren Zeitraum beobachtet er einen kleinen Jungen, der ebenfalls täglich erscheint. Bis er bemerkt, dass dieser Junge blutet und vor seinen Augen entführt wird. Ohne Namensnennung kann die Polizei nicht ermitteln und so beginnt Dylan auf eigene Faust. Dabei kommt er seiner eigenen Vergangenheit auf die Schliche. 


"Dichter schreiben oft, ..., dass die Morgendämmerung neue Offenbarungen mit sich bringe, und an diesem Morgen ergeben solche Worte sofort und ganz konkret einen Sinn. Etwas Neues ist offenbart worden." Zitat S. 306

Selten habe ich so ein einnehmendes Buch gelesen, ich habe es in Wahrheit an einem Tag verschlungen. Dieses Buch ist unglaublich, es zeigt eine Familie, die durch die Brutalität des Vaters zugrunde gegangen ist. Man liest und weiß nicht, was die handelnden Personen mit dieser Familie zu tun haben. Eine fesselnde Geschichte und echt erstklassig geschrieben.

Der Schreibstil hat mich umgehauen, er ist sagenhaft flüssig  geschrieben und wirkt wie ein psychologisches Charakterprofil. Über die Handlung kann und möchte ich nichts erzählen, genauere Kenntnis würde dem Leser den Spaß am Lesen vorwegnehmen. Man muss sich diesem Buch ohne vorherige Informationen nähern, dann ist der überraschende Effekt umso größer.

Denn man wird in verschiedene Richtungen geschickt, die echte Wahrheit offenbart sich erst am Ende. Vorher erliegt man einem Verwirrspiel, das seinesgleichen sucht.  


Man wird Zeuge von häuslicher Gewalt und schwierigen Lebensumständen, es kommt aber auch zu wunderschönen Natur- und Pflanzenbeschreibungen und einer Art Roadtrip-Erfahrungen, die in dieser Ausprägung für einen Thriller unüblich sind. Dennoch passt es zu diesem Buch und A.J. Graysons Erzählstil. Er besitzt die schriftstellerische Fähigkeit, zwischen romantischen Naturbeobachtungen und poetischen Anklängen, pure Gewaltszenen einzubringen, die den Leser erschüttern, aber dennoch ausgesprochen gut unterhalten.   

So ergeht es auch dem Leser, der allmählich die Geschichte in seiner ganzen Tragik begreift und am Ende die Person genau versteht. 


Dieser Thriller ergreift, überrascht und erschreckt, aber er ist vollkommen anders als andere Bücher! Unbedingt lesen!


     ***Dieses Buch ist ein Leseexemplar von vorablesen! Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches! ***

     



Weil mir dieses Buch so gut gefallen hat, werde ich mein Leseexemplar die nächsten Tage an meine lieben Leser verlosen! Wer die Chance auf dieses tolle Buch nicht verpassen möchte, sollte die kommenden Posts im Auge behalten!