Montag, 3. Oktober 2016

Montagsfrage # 10





 

Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!

Bist du eher ein geduldiger Schnäppchen-/

Mängelexemplarjäger oder Neu-Käufer?

Da kann ich mich gar nicht eindeutig einer bestimmten Art zuordnen! Ich betrachte mal die Kategorien jede für sich allein und unterscheide mal zwischen Schnäppchenkäufer und Mängelexemplarjäger.

Ich liebe Mängelbuchtische und wo ich einen solchen finde, wühle ich auch total gern herum, finde aber meistens nichts was mich wirklich interessiert. Dabei ist es gar nicht der Zustand, der mich von Kauf abhält, sondern eher der Inhalt. Oft sind es uralte Thriller oder Romane, die auf Kunden warten. 


Schnäppchen sind immer toll, da habe ich schon eher Glück mit gebrauchten Büchern von Medimops oder rebuy. Wenn ich dort die besten erhaltenen Bücher auswähle, ist das zwar die teuerste Kategorie, aber immer noch weit unter Ladenpreis. Für Urlaube kaufe ich gerne die günstigste Variante, dann kann ich die Bücher auch im Urlaub liegen lassen, was ja andere Besucher freuen dürfte. 

Wenn man aber mal genau zählt, sind die Neukäufe die überwiegende Anzahl und damit zähle ich wohl zu den Neu-Käufern. In Buchhandlungen werde ich eigentlich immer fündig. Dank der Buchcommunities sind es aber doch so einige Bücher, die ich kostenlos als Reziexemplare bekommen.  


Zu welcher Art von Käufertyp gehört ihr denn?

Liebe Grüße
eure Sommerlese!

Himbeeren mit Sahne im Ritz - Zelda Fitzgerald

Frauenfiguren in den Roaring Twenties


Diese Kurzgeschichten von Zelda Fitzgerald haben den wohlklingenden Titel "Himbeeren mit Sahne im Ritz" und erscheinen als deutsche Übersetzung von Eva Bonné 2016 im Manesse Verlag.


Die Erzählungen führen in die Zeit der Roaring Twenties in New York und damit an den Broadway und in die glamouröse Welt der Tänzerinnen und Schauspielerinnen. Es ist die Rede von starken Frauen, allesamt Persönlichkeiten, die sich als Frau behaupten und ihre Lebensziele vor Augen haben. Hier gibt es Frauen, die von der Südstaatenprovinz in die weite Welt ziehen wollen oder als eigenständige Frau auf Mann und Kind verzichten und auf den Bühnen dieser Welt Erfolge feiern.  





Zelda Fitzgerald (1900-1948) war nicht nur die Lebensgefährtin des amerikanischen Erfolgsschriftstellers F. Scott Fitzgerald (sie heirateten im April 1920 in New York), sondern auch der Inbegriff der modernen Frau. Sie galt als eine der schönsten und lebenshungrigsten Frauen der verrückten 1920er Jahre.

Zelda lebt als Ehefrau von Schriftsteller F. Scott Fitzgerald zur Zeit der Roaring Twenties in New York.
Zeitgenossen beschrieben sie als unkonventionell, lebenshungrig und klug und so kommen auch die Frauen in ihren Bücher rüber. In Wahrheit war Zelda zwar tänzerisch und schriftstellerisch begabt und sehr kreativ, aber auch divenhaft, depressiv und schwierig. Sie war eine ausdrucksstarke Künstlerin mit ganz eigenem Stil. In ihren Erzählungen fängt sie das glitzernde Leben zwischen Partys, Liebe und Selbstverwirklichung ein und zeigt wie Frauen zu der Zeit ihren Weg suchten und gingen. Eigentlich wirken die Schicksale und
Lebenswege wie der Beginn der Emanzipation der Frau, denn alle Frauenfiguren suchen ihren Platz im Leben und das Ziel ihrer Wünsche. 

Da ist zum Beispiel Gracie, ein einfaches Mädchen, die den Wunsch hat, aus ihrem Schattendasein hervorzutreten. Wie sie das schafft, hat sie ihrem Verehrer zu verdanken. Eine Geschichte, die belustigt und überrascht.
Oder aber "Das Südstaatenmädchen": eine schöne Geschichte, die das Flair und die Hitze der Gegend toll wiedergibt.

Es gelingt Zelda Fitzgerald mit wohlformulierten Sätzen, atmosphärische Stimmungen und genaue Beschreibungen fast bildhaft werden zu lassen. Hier ist ein beeindruckendes Beispiel:

Zitat Seite134:
"Dann unternahmen Miss Ella und... ihre nachmittägliche Spazierfahrt und überließen die süße, laue Brise des alten Gartens den duftenden Büschen, den Glühwürmchen und den Spinnen, die im Buchsbaum ihre Netze webten, den Grillen, die ihre Luftsaiten für das nächtliche Konzert stimmten, und drei verträumten Kindern, die jeden Nachmittag darauf warteten, dass die Kutsche verschwand und sie sich daranmachen konnten, die Gartenmauer an ihrer höchsten Stellen zu erklimmen."


Dennoch konnten mich nicht alle Erzählungen überzeugen.

Wer sich für diese Zeit interessiert und in schönen Geschichten vom Braodway-Leben schwelgen möchte, für den ist dieses Buch ein besonderes Leseerlebnis.


 ***Dies ist ein Rezensionsexemplar vom Blogger-Portal - Vielen Dank an den Manesse Verlag für die freundliche Bereitstellung des Buches!***


Apfelkuchen

Herbstzeit ist Apfelzeit 

...und was liegt da näher, als einen Kuchen zu backen, indem auch Äpfel Platz finden. 

Dieser Kuchen ist gut zu verdoppeln und reicht dann für eine 28er Backform. Die jeweils rechte Mengenangabe ist dafür gedacht.  

                          

Zutaten:

2/4 Eier  

2/4 Eßl. Wasser     

150/300 g Zucker

1 P. Vanillezucker

150/300 g Mehl
2/4  Teel. Backpulver

Zitronenaroma oder Zimt

4/7 Äpfel 

Wahlweise Rosinen oder Cranberries


Zubereitung:

Die Eier mit dem Wasser schaumig schlagen, Zucker dazugeben, rühren bis es eine weißliche Masse ergibt. 

Nun das Mehl mit dem Backpulver hinzugeben. In eine gefettete, mit Paniermehl ausgestäubte Form geben (das geht mit der doppelten Menge gut in einer Springform, die kleine Menge reicht auch für eine Auflaufform). 

Die Äpfel schälen und in Scheiben schneiden und evtl. mit Rosinen in den Teig stecken und den Kuchen 45-55 Minuten bei Mittelhitze backen. 







Dieser Grundteig eignet sich ebenfalls wunderbar für Kirschen, Pflaumen, Heidelbeeren oder Rhabarber. Er ist einfach zuzubereiten und gelingt immer, man sollte zur Sicherheit die Stäbchenprobe machen. Wer möchte, kann noch ein paar Mandelblättchen und braunen Zucker obenauf geben und dazu etwas geschlagene Sahne reichen. 

 
Hier noch einmal gebacken in der Springform!

             








 Viel Spaß beim Nachbacken! 

Sonntag, 2. Oktober 2016

Cold Coffee: Tango - Henry W. Milles

Flotter New York Kurzkrimi bildet den Auftakt einer neuen Reihe!

 

"Cold Coffee: Tango" von Henry W. Milles verfasst und erscheint im Suma Verlag. Der Krimi ist der Auftakt einer Reihe um Ermittlerin Harper.


Harper ist die neue leitende Ermittlerin im New York Fire Department und ist zuständig für Fälle, die mit Feuer zu tun haben. Sie bekommt auch gleich ihren ersten Fall zu lösen. Der zuständige Detective der Mordkommisson ist ihr neuer Freund, Detective Jennings, der sie zu diesem Mordfall gerufen hat. Es wurde ein Brandopfer gefunden, es handelt sich um einen superreichen Anwalt und Kunstsammler.

Dieser Mord führt ins Milieu der Kunstszene, hier kennt sich Harpers Ex-Verlobter Adrian gut aus. Er ist Meisterdieb und kennt die Szene nur zu gut. Hängt Adrian mit in dem Mordfall oder hängt er mit drin?



Gleich zu Beginn lernt man Harper und ihre Vergangenheit als Feuerwehrfrau kennen. Beim Löschen eines Brandes in einer Lagerhalle kam ihr alter Freund Theo ums Leben, als er versuchte, Harper das Leben zu retten. Damit verlor Harper einen guten und väterlichen Freund, der ihr nach dem Tod ihrer Eltern geholfen hatte und ebenso als ihr Ex-Verlobter Adrian vor der Hochzeit einen Rückzieher machte.
Doch durch den aktuellen Mordfall des Kunstsammlers kommt ihr Ex Adrian ins Spiel. Dabei ist doch Jennings inzwischen der Mann an Harpers Seite.


Die Charaktere gefallen mir gut, wobei mir Harper trotz allem recht fremd blieb. Interessant war die Tatsache, dass sie gemeinsam mit Freund und Ex-Freund in die Ermittlungen einsteigen muss. Eine nicht so einfache Situation, die für allerhand Unterhaltung sorgt.
Den richtigen Spannungseffekt habe ich allerdings etwas vermisst, die Handlung erschien mir etwas oberflächlich und ich hatte mir mehr Tiefgang erhofft.

Dieser Kurzkrimi ist genau das Richtige vor dem Schlafengehen und weckt durch das offene Ende das Interesse auf den nachfolgenden Band. 
Dieses Buch ist in einem lockeren, fast schon saloppen Sprachstil verfasst, was aus dem Krimi ein flottes und kurzweiliges Lesevergnügen macht.
Die Handlung hat mich aber nicht ganz so mitgerissen, es trifft nicht so meinen Geschmack, auch wenn die Suche nach dem Mörder sich durch einige falsche Spuren doch rätselhaft gestaltet hat.


Ein ausbaufähiger Krimi, der durch seine lässige Sprache punktet, inhaltlich aber nicht so meinen Geschmack trifft.



 



Neuzugänge # 24

Hallöchen meine lieben Bücherfreunde! 

 

Jetzt ist es schon richtig herbstlich geworden, das Laub färbt sich bunt und es wird deutlich später hell und eher dunkel. Ich freue mich jetzt wieder auf einen warmen Tee und die gemütliche Zeit, die man mit einem guten Buch verbringen kann. 
Ein wenig Büchernachschub habe ich auch in dieser Woche erhalten. 




Diesen Kurzkrimi hat mir eine Freundin geliehen, ich habe ihn gestern beendet und der Rezensionspost erscheint hier noch heute. Danke liebe Sarah, wie schön, dass wir bei diesem Hobby gleich ticken! :-)






Auch "Das vermisste Mädchen" habe ich geliehen bekommen, ein weiterer Krimi, auf den ich schon sehr gespannt bin.

Von Vorablesen bekam ich den Roman "Brüder für immer" von dem  Niederländer Autor Rindert Kromhout. Es ist ein Jugendbuch und erzählt von den beiden Neffen Virginia Woolfs.
Die geschichtliche Einbindung ist aber gerade für Erwachsene interessant. Ich habe das Buch schon begonnen und bin richtig angetan, wie hier aus Kindersicht geschrieben wurde. 


Das waren die Neuzugänge und nun mal ich mir mal einen faulen Sonntag mit Freunden!


Ich wünsche euch ein schönes langes Lesewochenende mit guten Büchern!
Eure Sommerlese!   

Samstag, 1. Oktober 2016

Lesemonat September 2016

Meine gelesenen Bücher im September 2016! 

 

Nun war der September noch schöner als der August. Viele angenehme warme Tage mit purem Sonnenschein, das war einfach herrlich und dabei kühle Nächte, so könnte es das ganze Jahr weiter gehen. Dazu noch die farbenprächtigen Astern, bunte Zinien und gelber Sonnenhut in den Gärten und weithin leuchtende Äpfel an den Bäumen. So schön verabschiedet sich der Sommer von uns. 
Das war für mich wunderbares Lesewetter und ich habe auch wieder eine ordentliche Zahl von Büchern gelesen. 
   

Hier ist erst einmal die Genre - Übersicht:
 

Krimi:                     7
Thriller:                  3
Roman:                  4
Histor. Roman:        
Kochbuch:              3
Sachbuch:              2 
Gedichtband:          1    
Kinderbuch: 
            

Insgesamt habe ich 21 Bücher gelesen, hatte ich diese Zahl nicht schon mehrmals erreicht? Egal, darunter war "nur" eine Leserunde von lovelybooks, aber insgesamt 5 Bücher von vorablesen.
Den Thriller "Das Böse in euch" bekam ich vom Blogger-Portal.
Ansonsten sind mal ein paar Bücher vom SuB weggelesen, muss ja auch mal sein.

Man merkt, dass es mit dem Einzug des Herbstes auch wieder mehr in die Küche geht. Mit der kühleren Jahreszeit kommen auch die Kochbücher wieder verstärkt auf den Buchmarkt. Ich habe 3 Kochbücher über mediterrane Küche, LCF-Küche und Suppen bzw. Brühe gelesen. Ein paar Rezepte und Anregungen übernehme ich daraus für meine Küchenroutine und freue mich über neue Rezepte. 
Die Sachbücher beschäftigen sich ebenfalls mit der Ernährung und Gesundheit: Darm mit Charme ist ein interessantes Buch, dass ich gern empfehle und das Thema des Buches Basisch Fit für Einsteiger gibt viele interessante Hinweise auf gesunde Ernährung. Man kann mit Büchern wirklich immer noch eine Menge lernen und Wissenslücken schliessen. 

 
Was mich am meisten freut ist, dass diesen Monat kein Buch weniger als 4 Sterne bekommen hat. Es waren alles interessante Bücher und ganz viele waren richtig toll! Von den insgesamt 21 Büchern habe ich 9 Titeln 5 Sterne gegeben.
Hier sind die Monatssieger zu sehen.





Mit einer Gartenimpression aus dem September beschliesse ich diesen Post und wünsche euch eine schöne Lesezeit im Oktober!



Viele Lesegrüße und einen schönen Herbstbeginn,

Eure Sommerlese!

 

Meine Schwester, die Hummelkönigin - P. Zannini

Eine fesselnde Familiengeschichte mit Wohlfühlcharakter 


Der Roman "Meine Schwester, die Hummelkönigin" von Patrizia Zannini erscheint 2016 als Taschenbuchausgabe im Droemer Knaur Verlag.

Diese Familiengeschichte spielt auf Bear Isle, einer kleinen Insel vor der Küste Maines an der Ostküste der USA.
Nach zehn Jahren Abwesenheit kehrt Ally zur Beerdigung ihrer Mutter nach Bear Isle zurück. Auf der kleinen Insel wachsen Kiefern und wilde Blaubeeren und die Menschen leben von dem Tourismus und der Hummersaison. 
Auch wenn Ally sich hier wohl gefühlt hat, gab es doch auch Situationen, die sie weggehen liessen.
Doch nun muss sie sich um Emma kümmern, ihre Schwester, die so anders ist, keine Veränderungen erträgt und feste Strukturen braucht. Was soll jetzt aus ihr werden? Eigentlich wollte Ally nur zwei Wochen bleiben, doch mit jedem Tag spürt sie ein bisschen mehr, wie sehr sie ihr Zuhause vermisst hat. Und ihre besondere Schwester.




Eine Mischung aus Kiefern, einsamen Buchten, Granitformationen, Feldern voller Wildblumen und Blaubeeren, Hummerbooten, Windjammern und glitzerndem Wasser, das alles ist Bear Isle.
Zitat  S. 331/332



Bei diesem Buch wird man langsam aber sicher auf Bear Isle gefangen. Das liegt am einnehmenden Schreibstil von Patrizia Zannini, aber auch an der Handlung und der darin wunderschöne beschriebenen Natur. Man erlebt den Hummerfang mit, sieht die endlosen Blaubeerbüsche und den farbenprächtigen Indian Summer, der auch die Touristen magisch anzieht.

Die Geschichte dreht sich um Ally, die sich fern von Bear Isle in LA ein eigenes Leben aufgebaut hat und um ihre Schwester Emma, die sehr speziell und anders ist und mit Veränderungen schlecht klar kommt. Ihr Leben braucht immer gleichbleibende Rituale und feste Strukturen. Sie kann nicht allein leben, das wird Ally nun nach dem Tod der Mutter selbst bewusst. Wie oft hat sie selbst als Kind hinter Emmas Bedürfnissen zurückstecken müssen und als jüngere Schwester mehr Verständnis zeigen müssen als ihr lieb war. Jetzt wird ihr klar, dass sie erneut Verantwortung übernehmen muss, dabei will sie ihr eigenständiges Leben fernab von Bear Isle eigentlich nicht aufgeben. Dort sieht sie ihre Zukunft mit Stan, ihrem Freund. Doch es kommt alles anders. Allmählich fühlt sich Ally wieder heimisch, trifft alte Bekannte wieder und findet neue Freunde. Langsam aber sich bewältigt sie ihre eigene Vergangenheit und setzt sich neue Ziele. 

Die Charaktere haben mir besonders gut gefallen. Hier gibt es besondere Typen, liebenswürdige Menschen und natürlich Emma, die so ist wie sie ist. Man gewinnt sie alle gern und möchte gar nicht mehr abreisen aus dieser landschaftlich schönen Gegend in Maine.

Besonders der einnehmende und bildhafte Erzählstil hat mich begeistert. Er lässt mich an den Gefühlen und Erlebnissen der Schwestern hautnah teilnehmen. Ich komme mir wie ein stiller Beobachter vor, und sehe, wie Ally vom unangepassten Verhalten Emmas genervt ist, lache aber auch über Emmas trockene Bemerkungen und frage mich, was wohl das Beste für sie wäre.

Langsam nähern sich die Schwestern einander an und es entwickelt sich eine enge Bindung, die Ally dazu bringt, Emma mehr zuzutrauen. Sie entdeckt bei ihr das Talent für das Kochen und findet damit genau die Nische, in die Emma sich einbringen kann. Sie gibt ihr Flügel, um ihre Wünsche ausleben zu können und bekommt zum Dank eigene Zukunftsträume erfüllt.


Dieses Buch zeigt, wie Menschen Flügel bekommen können, die sie weit über sich hinaus wachsen lassen. Ein Wohlfühlroman vor der einzigartig schönen Kulisse Maines.  



***Leserunde von lovelybooks - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches und an die nette Leserunde!***