Montag, 10. August 2015

Die Prinzen von Irland - Edward Rutherfurd

Spannendes und facettenreiches Epos über die Geschichte Irlands und Dublins 

 

Edward Rutherfurd schrieb die grosse Dublin-Saga Die Prinzen von Irland. Der historische Roman erschien im Jahr 2007 als Taschenbuch im Heyne Verlag.  

 

 Bildergebnis für edward rutherfurd die prinzen von irlandDer historische Roman "Die Prinzen von Irland" zeigt die Geschichte Irlands von den Kelten bis ins 16. Jahrhundert. Dies schildert Rutherfurd anschaulich anhand verschiedener Figuren und Familien und ihrem jeweiligen Werdegang. 
Es beginnt mit der Liebesgeschichte zwischen Deirdre und dem keltischen Krieger Conall um 430 n. Chr. Die Nachfahren dieser Verbindung begleitet man im folgenden Roman und erfährt so einiges über die religiöse Entwicklung Irlands und die Entstehung Dublins. 

Die keltische Mythologie wurde bestimmt durch Opferkult, Weissagungen und Totengedenken. Dabei waren die Druiden die kultische und geistige Elite und für die Durchführung der kultischen Bräuche zuständig.
Die Christianisierung durch den Missionar St. Patrick brachte den katholischen Glauben nach Irland. Die Besiedelung durch Wikinger und Engländer wurde von den Iren in zahlreichen Kämpfen zu verhindern versucht. 

In diesem Roman gelingt es dem Autor durch Einbindung historischer Fakten einen interessanten Abriss dieser Zeitspanne darzustellen. Dazu ist laut Nachwort des Autors eine umfangreiche Recherche von über hundert Büchern nötig gewesen. 

Sein umfassendes Werk wird dem Leser unterhaltsam und fesselnd mit einem gut lesbaren Schreibstil näher gebracht. An die keltischen Namen muss man sich erst einmal gewöhnen, ein Familienstammbaum erleichtert die Namensorientierung und die verwandtschaftlichen Beziehungen.

Die Protagonisten sind zum Teil frei erfunden, teilweise aber auch historische Persönlichkeiten, die wirklich gelebt haben. So reist man durch den Roman und erlebt die jeweiligen Epochen hautnah mit. 


Die geschilderten Schlachten und Blutfehden sind spannend, die jeweiligen Lebensumstände der Fischer, Bauern, Mönche und Adeligen werden anschaulich erklärt, sodass man direkt in die damalige Zeit mit eintaucht und die bittere Armut und auf der anderen Seite das prunkvolle Leben gut miterleben kann.  


Wenn Geschichte so vielschichtig und anschaulich dargestellt wird, kann man auch üppige 854 Seiten gefesselt weglesen. Dieser historische Roman ist eine mitreißende Verarbeitung von Geschichte und Fiktion, die sehr gelungen ist und die geschichtliche Entwicklung Irlands näher bringt. 



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