Die Anreise per Bahn verlief glatt mit einer unbedeutenden Verspätung, die mich aber nicht weiter gestört hat. Ich hatte einen netten Reise-Sitznachbarn, mit dem ich über Bücher, Bloggen, sowie Gott und die Welt geredet habe. Mit dir, @doppel.zeh verging die Zeit wie im Flug oder besser gesagt wie im Zug! Danke!
Der restliche Mittwoch stand mir zur eigenen Verfügung und nachdem ich mir erst die ausgestellten Bücher der Buchhandlung Ludwig angesehen habe, machte ich mit meinem Koffer im Schlepptau noch einen kurzen Bummel über das holperige Kopfsteinpflaster von Leipzigs Innenstadt. Das war auf Dauer nix, also fuhr ich weiter ins Hotel und nahm nach dem Einchecken ich die nähere Umgebung in Augenschein. Es ist nicht gerade ein Stadtteil wo ich gerne leben würde, aber es gibt eine tolle Eisdiele, einen Supermarkt und war tagsüber ganz ok. Da die Sonne schien und ich genügend Zeit hatte, habe ich mein erstes italienisches Eis in 2026 gegessen. Es war köstlich, ich kann euch Dubai Schokolade und Mango sehr empfehlen!
Später am Abend hatte ich Hunger und brauchte nur die Treppe nach unten nehmen, um im hauseigenen Restaurant leckere asiatische Küche zu genießen. Das Restaurant bietet auch Sushi an und war insofern für mich ein Volltreffer. Besonders an den Messetagen musste ich nicht mehr in die Stadt düsen, sondern konnte bequem eine super leckere Mahlzeit einnehmen. Das Menue 1 wurde mit Dampf und Pomp serviert und schmeckte super frisch und einfach delikat. Auch die Cocktails sind lecker und zur Happy Hour sehr erschwinglich.
An die quietschende Straßenbahn bis in die späten Nachtstunden musste ich mich erst gewöhnen. Die Geräusche sind anders, haben mich aber an die Straßenbauarbeiten zu Hause erinnert.
Am ersten Messetag gab es erst einmal einen Kaffee im Pressehaus und ich sah schon einige Bloggerinnen und einen Blogger, die ich kenne. Schnell waren genügend Stühle am Tisch organisiert und es wurde erst einmal geplaudert. Getroffen habe ich viele bekannte Gesichter, darunter Ulla Leuwer, Findo, Tanja und Patno, außerdem meine zweimalige YUMA-Begleiterin Manuela @daskleinebuecherhaus und Daniela @ursuladanielamaria samt Family.
Danach hatte ich volles Programm bei vier Verlagen, die Treffen fanden alle im CCL statt und so konnte ich mir das Hin- und Hergelaufe zwischen Halle und Congress Center sparen. Ärgerlicherweise überlappten sich leider zwei Termine, was ich vorab mit den Verlagen geklärt hatte und doch verließ ich mit schlechtem Gewissen den Raum.
Das erste Bloggertreffen begann mit Sabine von @Buchmomente bei Penguin Randomhouse, dort bekamen wir in einer angenehmen Moderation einen Überblick über die kommenden Titel aus der Sparte Literatur. Ich machte mir reichlich Notizen in meiner Kladde, was mich auf jeden Fall von der jüngeren Instagramgeneration unterscheidet. Auch die Selfie- und Fotografiersucht ist bei mir nicht so ausgeprägt, wie bei anderen Anwesenden. Jede musste sich gefühlt mit jeder fotografieren. Für mich stehen die Bücher im Mittelpunkt und Fotos mache ich nur mit Auserwählten bzw. Bekannten. Aber das muss jeder selbst für sich entscheiden.
Auf zwei Tischen waren etliche Neuerscheinungen ausgestellt, von denen man sich nach der Veranstaltung ein Leseexemplare aussuchen konnte. Ich entschied mich für "Die Riesinnen" von Hannah Häffner. Die leibliche Versorgung fand ich sehr gelungen, dafür und für die schöne Präsentation der Bücher gebührt dem Verlag und den helfenden Mitarbeiter:innen herzlicher Dank!
Anschließend folgte das Treffen mit Kiepenheuer & Witsch, wo ich neben Anke @svanviete einen Platz fand. Newcomerin Marie Menke las eine Stelle aus ihrem Roman und stellte sich gemeinsam mit ihrer Lektorin den Fragen zu ihrem Debüt "Spielverderberin". Beide erzählten uns, wie so ein Lektorat einen Roman noch einmal durcheinander wirbeln kann. Im Buch geht es um eine obsessive Freundschaft zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität und über die Kraft, die drei junge Frauen zusammenhält.
Zum Signieren konnte ich leider nicht bleiben, weil der nächste Termin bei Rowohlt anstand. Der Verlag hat den großen Vortragsraum 11 gebucht, der rappelvoll war. Zum Glück hat mir Sabine einen Platz naben sich frei gehalten. Auch hier ist das von Anne-Claire und einer Kollegin vorgestellte Herbstprogramm überaus reizvoll, meine Kladde füllte sich Seite um Seite.
Auch hier gab es Gäste zu begrüßen. Iryna Fingerova stellte uns gemeinsam mit ihrer Lektorin ihr Werk "Zugwind" vor und Till Raether las aus seinem neuen Thriller "Meeresdunkel". Beide Bücher waren in den bereit gelegten Bloggertaschen enthalten und so füllte sich nicht nur meine Kladde, sondern auch meine mitgebrachte Büchertasche.
Danach ging es in den nächsten Raum, es folgte die Programmvorschau bei Diogenes moderiert von der sympathischen Susanne Bühler.
Hier stellte uns @shellykupferberg ihr Buch "Stunden wie Tage" vor. Hier mal die Kurzinfo:
Berlin, in den 1940er-Jahren: Martha ist fleißig und äußerst sparsam und arbeitet als Hausbesorgerin im Schöneberger Mietshaus der Brüder Berkowitz. Liane Berkowitz lernt mitten im Krieg die Liebe kennen und den Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Jahrzehnte später sieht man Martha zerlumpt und abgerissen durch die Straßen Schönebergs gehen. Jeder kennt sie, doch keiner weiß, wer sie wirklich ist: eine Millionärin und Zeugin von Lianes schicksalhaftem Leben.
Wir bekamen außerdem noch Jane Taras Buch: Mit anderen Augen.
Nach diesem Treffen schlenderten Sabine und ich noch ein wenig durch die Hallen, um noch ein paar Eindrücke von der Messe zu erhaschen und die Zeit bis zur Afterparty zu überbrücken. Dort klönten wir miteinander und mit anderen, besahen die Selfie-Besessenen, machten zur Abwechslung auch mal ein gemeinsames Foto und tranken erst mal einen Sekt bzw. Cola auf unseren 1. Messetag.
Danach war ich echt messemüde, brachte meine üppige Messeausbeute zurück ins Hotel und genoss mein Abendessen bestehend aus einer Suppe und Hähnchen Curry. Ein schöner Tag voller bunter Eindrücke fand seinen Abschluss.
































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