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Mittwoch, 30. März 2022

Mord zur Apfelblüte - Daniel E. Palu

Spannendes Lesevergnügen und volle Leseempfehlung 

Im Emons Verlag erscheint Daniel E. Palus zweiter Band "Mord zur Apfelblüte" um Kommissar Berlotti.

Es ist gerade wunderschön im Alten Land, denn die Obstbäume stehen in voller Blüte. Nach dem Brand ihres Hauses sind die Berlottis hochherschaftlich in einem Schloss untergekommen und Mamma Carmela sucht weiter nach einer Schwiegertochter für ihren Sohn, dieses Mal sogar mit übersinnlichen Methoden. Das hat Kommissar Berlotti gerade noch gefehlt, denn er hat einen Mordfall zu bearbeiten, bei der die seltsam zugerichtete Leiche ihm einige Rätsel aufgibt. 

 



Schon vom ersten Teil "Tod im Alten Land" war ich begeistert und habe mich deshalb umso mehr gefreut, nun auch den zweiten Band lesen zu dürfen. Auch dieser sorgt mit einem kniffeligen Fall für spannende Unterhaltung, erzählt noch mehr von Berlottis Privatleben und geht sogar auf seine verschwundene Schwester ein.   

Besonders schön finde ich die den Kapiteln übergeordneten Sprüche. "Der Zufall geht Wege, da kommt die Absicht gar nicht hin." Zitat S.126 oder "Wir müssen sowieso denken, wieso denn nicht gleich positiv?" Zitat S.170 

Von Beginn an steckt man mit Berlotti und seinem Team in der schwierigen Ermittlung und verfolgt gebannt die Nachforschungen um den rätselhaften Mordfall. Sehr außergewöhnlich und interessant erwies sich die Spurensuche nach den "Mordwerkzeugen", auf solche Idee muss man erst mal kommen. Die spannend aufgebaute Krimihandlung wird mit privaten Erlebnissen des sympathischen Ermittlers und seiner Familie unterbrochen, was mir sehr gut gefällt und etwas von der grausamen Tat ablenkt. Man erfährt etwas mehr über die Familie und es ist schön zu erleben, wie sich Berlottis neue Freundschaft entwickelt und leider auch in den Fall verstrickt wird. Insgesamt gesehen, bleibt man kontinuierlich am Fall und die Spannung wird bis zum Finale gut gehalten.  

Der Sprachstil ist wieder großartig, der Autor sorgt mit facettenreichem Erzählstil, der flüssig, humorvoll und bildreich unterhält und teilweise poetische Anklänge aufzeigt. Ganz nebenbei zeigt er die landschaftliche Schönheit des Alten Landes und versetzt uns mitten in diese Idylle, vor der der Mord umso grausamer erscheint. Ein toller Schreibstil mit etwas Humor, ein fesselnder Fall und Berlottis Privatleben unterhalten wunderbar. 

Für mich hat sich Gabriele Berlotti zu einer Krimikultfigur entwickelt, die ich nicht missen möchte. Gespannt warte ich auf den nächsten Fall und kann diesen gelungenen Krimi aus vollstem Herzen empfehlen. 


***Herzlichen Dank an den Autor für dieses persönliche Leseexemplar !***


                      

 

Palu, Daniel E. - Tod im Alten Land

Samstag, 16. Oktober 2021

Altes Land und neue Liebe - Greta Holm

Unterhaltsame Geschichte mit schöner Atmosphäre aus dem Alten Land

"Altes Land und neue Liebe" von Greta Holm ist ein unterhaltsamer Roman aus dem Knaur Verlag.

In Hamburg Eppendorf hat der Tierarzt Pieter Kreuzfeld seine Praxis und kümmert sich liebevoll um seine Schützlinge. Als seine Frau Janine angetrunken einen Blindenhund anfährt, behauptet Pieter, er wäre gefahren. Es spricht sich schnell herum und viele Tierhalter meiden von nun an Pieters Praxis. Da die Ehe mit Janine gerade nicht gerade rosig läuft, nutzt Pieter das Angebot einer Tierarztpraxis aus dem Dorf Elbwerder im Alten Land, wo gerade dringend ein Tierarzt gesucht wird. In dem hübschen Ort mit vielen Obstplantagen kommt er aber nicht zur Ruhe, denn die Dorfgemeinschaft steht ihm ablehnend gegenüber.   

 

Bei diesem Roman habe ich mich auf eine Wohlfühl-Reise ins Alte Land gefreut und konnte mich wunderbar in die beschriebene Gegend hineinfühlen.

Die Geschichte ist schnell erzählt, Pieters Ehe schwächelt, er lügt für seine Frau, verliert seine Patienten und startet im Alten Land eine Auszeit aus seiner Ehe. Dort fühlt er sich sofort wohl und er könnte sich sein zukünftiges Leben in Elbwerden durchaus vorstellen, wären da nicht einige Widrigkeiten, die ihm das Leben weiterhin schwer machen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Auf dem Hof, den Pieter in Elbwerder gemietet hat, gibt es einige merkwürdige Zwischenfälle, die beim Lesen für Unterhaltung sorgen. Er lernt die sympathische Pferdewirtin Nadja kennen und wird durch den Unfall näher an die Besitzerin des Blindenhundes gebunden, denn er pflegt ihren verletzten Hund gesund. 

Die Beschreibungen der Handlung hat Greta Holm sehr bildhaft in Szene gesetzt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Figuren sind unterschiedliche Charaktere und wirken wie aus dem Leben. Sie haben Ecken und Kanten, was bei einer Person schon sehr übertrieben wurde. Diese Person wird so unsympathisch dargestellt, dass man als Leserin automatisch fragt, warum Pieter sie jemals für sich gewinnen wollte. 

Die Tatsache, dass die Tierhalter nach dem Unfall Pieters Praxis meiden, fand ich etwas übertrieben. Schließlich hat er sich sofort um den Hund gekümmert. Durch die vielen Charaktere entsteht eine handlungsreiche Geschichte, in die man wie bei einem Besuch im Dorf eintauchen kann. Auch Pieters Gefühle Pieters bezüglich seiner Kinder konnte ich gut nachvollziehen und habe mich besonders über das positive Ende des Romans gefreut.

Ein unterhaltsames Buch über das Alte Land, mit etwas Zwist und Liebe abwechslungsreich gespickt. Für einen dunklen Oktobertag genau die richtige Lektüre.  

 

***Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

 


 

Dienstag, 22. Dezember 2020

Ein Winter im Alten Land - Julie Peters

Gefühlvoller Winterroman mit Honigduft und vielen Infos über Imkerei

Der Roman "Ein Winter im Alten Land" von Julie Peters erscheint bei rütten & loenig.

Bea ist Chefärztin in der Onkologie einer Hamburger Klinik, ihr Mann Stefan ist ebenfalls Arzt und sie haben sich gerade getrennt. Die Arbeitszeiten und Beas Ablehnung für ein Kind auf den Job zu verzichten, waren ein Grund für die Trennung. Bea lernt die kranke Margarete Zeidler und deren Neffen Tom kennen, als Frau Zeidler nach einer Chemositzung verschwindet, lässt sie ihre Kladde mit der Geschichte ihrer Imkerei zurück. Bea übergibt Tom die Kladde und lässt sich von der Imkerei und der Liebe für die Bienen anstecken.   




Julie Peters Erzählstil ist sehr schön zu lesen und man ist schnell in der recht emotionalen Geschichte gefangen. Sie beschreibt die jeweiligen Szenen sehr bildhaft und stimmungsvoll, sodass man automatisch in die vorweihnachtliche Atmosphäre von Weihnachtsmärkten im Alten Land eintaucht und diese Szenen sehr genießen kann. Mit kursiv gedruckten Rückblenden erhält man nicht nur Einblicke in Margarete Zeidlers Lebe, man bekommt auch ihr Wissen um Bienen und ihre Sorgen und Hoffnungen um die Bienenhaltung mitgeteilt. Die Imkerei ist kein einfaches Thema, welche Probleme auftreten können und welche Arbeitsschritte nötig sind, hat man spätestens nach dieser Lektüre begriffen. Tom hat jedenfalls so seine Schwierigkeiten, denn auch wenn der die Bienen liebt, lässt er doch einiges schleifen und droht seine Völker zu verlieren. Bea versucht, ihm zu helfen und findet damit eine Aufgabe, die ihr Spaß macht und der Natur näher bringt.

Die Charaktere wirken sehr authentisch, man kann sich in die Figuren gut einfühlen, bekommt ihre Gefühle und Stimmungen allerdings auch sehr ausführlich beschrieben. 

Vorrangig dreht sich die Geschichte darum, wie sich Bea und Tom näher kommen. Bea entdeckt als Ausgleich zu ihrem stressigen Job die wohltuende Nähe zur Natur und auch die Nähe zu Tom. Doch etwas weigert sich in ihr, die Nähe zu Tom zuzulassen. Diese recht lange Unentschlossenheit hat mich etwas gestört. Ansonsten konnte ich die typische Adventsstimmung genießen, habe gerne die Arbeitsschritte und Neuerungen mit dem Honighandel verfolgt und hatte meinen Spaß an Cockerspaniel Bud Spencer.

Dieser warmherzige Roman passt wunderbar in die Adventszeit und bringt neben einer gefühlvollen Liebesgeschichte auch das Wirken und Leben von Bienen näher. 

 

***Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*** 



Sonntag, 4. Oktober 2020

Tod im Alten Land - Daniel E. Palu

Lesevergnügen pur!   

Richtig spannender Politkrimi mit einem tollen Ermittler!

Der Kriminalroman "Tod im Alten Land" von Daniel E. Palu erscheint im Emons Verlag.

Gabriele Berlotti zieht zurück zu seinen Eltern ins Alte Land und fängt seinen Dienst als Hauptkommissar in Hamburg an. Kurz vor der Bürgerschaftswahl wird der Mord an einem bekannten Journalisten zu seinem ersten Fall. Es ist Berlottis Bewährungsprobe und er gerät in einen Strudel von politischen Intrigen, Korruption und Fremdenhass.   

 

"Es gibt Kamele mit einem Höcker, und es gibt welche mit zwei Höckern, die größten Kamele aber haben keinen." Zitat Seite 256 

Um es gleich vorweg zu nehmen, das ist ganz großes Krimikino. 

Daniel E. Palu konnte mich von Anfang an mit seinem hervorragenden Schreibstil begeistern und auch die fesselnde Ermittlung nahm mich bis zum Ende gefangen. Der Ermittler Gabriele Berlotti ist ein sympathischer Charakter, der mit seiner klugen, einfühlsamen Art für mich ein neuer Stern am Krimihorizont geworden ist. 

Die italienischen Wurzeln des Ermittlers sorgen für einige Vorfälle, die teilweise amüsant, aber auch sehr bedrohlich sind. Auch unter seinen Kollegen muss sich Berlotti mit Spott über seine Herkunft herumärgern. Er hat eine kluge und lässige Art, dazu eine Neigung zu Lebensweisheiten und Sprüchen, die für Unterhaltung sorgen. Gleichzeitig bringt der Ermittlungshintergrund interessante Einblicke in die Politszene, die Machenschaften von Journalisten und Politikern aufdecken. Die Tatmotive können politische Hintergründe haben oder aus Eifersucht geschehen sein, hier rätselt man gerne mit.

Ausgesprochen gut gefällt mir das besondere Sprachtalent des Autors und die rasante Handlung. Auch Szenen mit Belottis Mutter muss ich hier erwähnen, sie sucht händeringend nach einer Frau für Gabriele, was ihm natürlich überhaupt nicht recht ist. 

 

Ein ernsthafter Politkrimi der Fakten und Fake News thematisiert und mit den humorvollen Sprüchen des Ermittlers zu einem spannenden Lesevergnügen wird.

 

***Herzlichen Dank an den Emons Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***  



Dienstag, 28. Juli 2020

Zauberblütenzeit - Gabriella Engelmann

Wenn die Freundschaft Blüten treibt

Der Roman "Zauberblütenzeit" von Gabriella Engelmann ist der dritte Band der "Alte-Land-Reihe" und erscheint im Knaur Verlag

Mit diesem Roman erlebt man eine Freundschaft dreier Frauen mit, die sich mit ihren lebensnahen Problemen und Sorgen gegenseitig austauschen und hilfreich unterstützen. Es geht um die realen Dinge des Lebens, um die Probleme des Alltags. Nina muss erst einmal verkraften, dass sie nun ohne Alexander ihr Leben in die Hand nimmt. Der Umbau von Leonies Pension Apfelparadies war kostspielig, das Geld muss erst einmal wieder mit Gästen eingespielt werden. Auch Stellas Patchwork-Familie ist mit ihrem Job nicht einfach zu händeln und Robert hat genug Arbeit in seiner Praxis. Ob Liebeskummer oder finanzielle Schwierigkeiten, man wird als Leserin Teil dieser sich nah stehenden Freundinnen und erlebt ihre Freundschaft aus allererster Nähe mit. Diese Story spielt wie im echten Leben und das macht das Buch so lesenswert und nahbar.  


"Wir dürfen nicht zu Opfern unserer Ängste werden." Zitat Seite 174

Gabriella Engelmann sorgt mit ihrem eingängigen und lebendigen Schreibstil für eine unterhaltsame Lektüre, die man einfach so weglesen kann. Ihre liebenswerten Charaktere sind vielfältig angelegt und werden einem schnell vertraut. Hier ist an Emotionen von lustig, traurig, romantisch bis hin zu ernsthaften Problemen alles vertreten, was es auch im normalen Leben gibt. Und das schätze ich an dieser Geschichte sehr.

Die Kapitel sind kurz und erfolgen aus jeweiliger Sicht einer der drei Protagonistinnen, sodaß man ihren Gedanken und Gefühlen gut folgen kann.
Die Charaktere sind vielfältigen Stimmungen unterworfen, es gibt lebensnahe und unterhaltsame Szenen, durch die man die Freundinnen gerne begleitet und sich mit ihnen freut oder bangt. Die Handlung dreht sich um die Lebenswege der Frauen, wie sie sich neu entwickeln, andere Pläne verfolgen oder neue Wege einschlagen. Die gemeinsame Freundschaft ist dabei ein wichtiger Unterpfand, der alle drei stärkt.

Vom Alten Land hätte ich mir noch mehr bildhafte Beschreibungen gewünscht, dafür wurde die kulinarische Seite gut bedient, mit angehängten regionalen Rezepten wie u.a. Quitten-Sellerie-Suppe, Elisas Pflaume-liebt-Apfel-Marmelade und Gefüllte Kohlwickel kann man die Region allerdings auch zuhause auf den Tisch bringen. 


Eine Frauenlektüre, die die Menschen mit ihren alltäglichen Sorgen, mit ihrer Liebe und der Freundschaft unterhaltsam beschreibt und die Figuren dieser Reihe weiter entwickelt. Liebenswerte Figuren und eine lebensnahe Geschichte machen dieses Buch zum kurzweiligen Wohlfühlroman.


***Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***



Donnerstag, 25. April 2019

Der Gutshof im Alten Land - Micaela Jary

Diese bewegende Familiensaga aus dem Alten Land hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.

    

Micaela Jarys historischer Roman "Der Gutshof im Alten Land" erschien im August 2018 im Goldmann Verlag.

Im Frühling 1919 liegt der Gutshofbesitzer Edzard von Voss im Sterben. Da seine Söhne wahrscheinlich im Krieg gefallen sind, versucht sein raffgieriger Neffe Roland, den Hof durch eine Hochzeit mit Edzards Tochter Finja in seinen Besitz zu bringen. Doch plötzlich taucht Clemens auf, ein Bekannter und optischer Doppelgänger von Finjas Bruder Lennart. Caroline von Voss nutzt diese Chance und gibt Clemens als ihren Sohn aus. Was zunächst wie eine rettende Idee aussieht, ist aber in Wahrheit ein Lügengebilde, welches mehrfach aufzufliegen droht. Kann diese Scharade aufrechterhalten werden?


Micaela Jary versetzt ihre Leser in ihren Romanen gern ins vergangene Jahrhundert, dieser historische Roman führt auf einen Gutshof im Alten Land.  
Zu diesem Roman gibt es die Vorgeschichte der Familie von Voss als Ebook, für das bessere Verständnis der Charaktere empfehle ich es sehr, es ist aber nicht zwingend erforderlich.

Die Geschichte dreht sich um die Familie von Voss. Der Hoferbe Lennart ist im Krieg verschollen, sein Bruder Gerrit ist als Journalist nach Amerika ausgewandert. Weil ihr Vater und Gutsbesitzer im Sterben liegt, versucht seine Frau alles zu unternehmen, um das Gut in der Familie zu halten. Dafür ist sie sogar bereit zu einer Lüge. Diese sorgt für dauerhafte Spannung und Dramatik, weil sie immer wieder zu verschiedenen Gelegenheiten aufzufliegen droht. Lennarts Doppelgänger Clemens ist kriegsmüde und macht das Spiel mit, diese neue Heimat nimmt er gern an. Besonders spannend macht es die Tatsache, dass sich beide Männer zwar ähnlich sehen, aber beide völlig unterschiedliche Charaktere haben. 

In diesem Roman erlebt man mit den hervorragend und sehr unterschiedlich gezeichneten Charakteren deren Lebensumstände, Wünsche, Träume und Nöte mit und nimmt daran gefesselt teil. 
Finja, die statt einer Heirat eher eine Laufbahn als Tierärztin anstrebt, fällt zur damaligen Zeit schon einmal völlig aus dem gewohnten Rahmen. Und auch die Humanmedizinerin Christine, ist eine Frauenfigur, die die Emanzipation im Roman aufzeigt. Finjas Mutter Caroline sieht eher die gesellschaftliche Stellung als Maß aller Dinge und ist dafür sogar zu einer Lüge bereit. Andere Frauen wünschen sich ebenfalls gesellschaftlichen Aufstieg, zu welchem Preis erfährt man im Verlauf der Geschichte. 

Die Autorin schreibt in einem sehr einnehmenden und flüssigen Erzählstil, sie baut ständig kleine Cliffhanger ein, die mich gezwungen haben, weiter zu lesen. Die Kulisse des Alten Landes erlebt man ebenso wie das Leben in Hamburg zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Dort gab es schon mehr Reichtum als im Alten Land, die Kleidung der Frauen war eher schick als praktisch. 

Im Handlungsverlauf kommt es mehrfach zu kleinen Überraschungen, sodass man wirklich gut unterhalten wird.  

Diese sehr lebendig erzählte Familiensaga lässt am Ende noch einige Dinge offen, vielleicht kann man daraus schließen, dass es einen Folgeband geben wird.


"Der Gutshof im Alten Land" hat mich gefesselt, bildhaft in diese besondere Zeit und Gegend hineinversetzt und dazu noch wunderbar unterhalten. Was will man mehr von einem historischen Roman? 


***Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***



Vorgeschichte zum Roman

Donnerstag, 23. August 2018

Vorgeschichte zu Der Gutshof im Alten Land - Micaela Jary

Ein tolles Lockmittel für den folgenden Roman

 

Die Vorgeschichte zu Micaela Jarys großer Familiensaga "Der Gutshof im Alten Land" erscheint als E-book im Goldmann Verlag.

Frühling 1914: Der Gutshof im Alten Land ist seit Jahrhunderten im Besitz der Familie von Voss. Der Erbe Lennart von Voss wird volljährig, doch er interessiert sich nur für die junge Fabrikarbeiterin Jenny. Sein älterer Bruder Gerrit will sich verloben. Doch alles kommt anders als gedacht, denn der 1. Weltkriegs wirft seine Schatten voraus. 

Der Gutshof im Alten Land  
 

Wenn man schon in einer Vorgeschichte nicht aufhören kann zu lesen, sagt das nicht nur über den Inhalt einiges aus, sondern auch über das  besondere Sprachvermögen der Autorin.
Micaela Jary hat ein Händchen für interessante und abwechslungsreiche Figuren und bringt sie einfühlsam und gut nachvollziehbar in historische Hintergründe und Handlungen ein.

Richtig nahe an den Figuren konnte ich eintauchen in ein spannendes Geschehen und erlebte die unterschiedlichen Charaktere und ihre Werdegänge auf dem Gutshof mit. Es wird klar, dass Lennart mit seinem Schürzenjägerverhalten nicht der geeignete Erbe für den Hof sein kann und Gerrit plant einen Neubeginn in Amerika.
In einem zweiten Handlungsstrang lernt Lennart einen Soldaten kennen, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht. 

Mit dieser einleitenden Geschichte konnte ich meine Neugier auf den folgenden Roman nur steigern. Der fesselnde Erzählstil ist durch spannende Momente interessant aufbereitet und die Figuren versprechen viel Handlungsspielraum für weitere Entwicklungen auf dem Gutshof. 

Dieser Vorgeschichte gebe ich 4 Sterne, denn es ist kein komplettes Buch, sondern nur eine Einführung und ein Lockmittel für den Roman.