Ein tolles Lockmittel für den folgenden Roman
Die Vorgeschichte zu Micaela Jarys großer Familiensaga "Der Gutshof im Alten Land" erscheint als E-book im Goldmann Verlag.
Frühling
1914: Der Gutshof im Alten Land ist seit Jahrhunderten im Besitz der Familie von Voss. Der Erbe Lennart von Voss wird volljährig, doch er interessiert sich nur für die junge Fabrikarbeiterin Jenny. Sein älterer Bruder Gerrit will sich verloben. Doch alles kommt anders als gedacht, denn der 1. Weltkriegs wirft seine Schatten voraus.
Wenn man schon in einer Vorgeschichte nicht aufhören kann zu lesen, sagt das nicht nur über den Inhalt einiges aus, sondern auch über das besondere Sprachvermögen der Autorin.
Micaela Jary hat ein Händchen für interessante und abwechslungsreiche Figuren und bringt sie einfühlsam und gut nachvollziehbar in historische Hintergründe und Handlungen ein.
Richtig nahe an den Figuren konnte ich eintauchen in ein spannendes Geschehen und erlebte die unterschiedlichen Charaktere und ihre Werdegänge auf dem Gutshof mit. Es wird klar, dass Lennart mit seinem Schürzenjägerverhalten nicht der geeignete Erbe für den Hof sein kann und Gerrit plant einen Neubeginn in Amerika.
In einem zweiten Handlungsstrang lernt Lennart einen Soldaten kennen, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht.
Mit dieser einleitenden Geschichte konnte ich meine Neugier auf den folgenden Roman nur steigern. Der fesselnde Erzählstil ist durch spannende Momente interessant aufbereitet und die Figuren versprechen viel Handlungsspielraum für weitere Entwicklungen auf dem Gutshof.
Dieser Vorgeschichte gebe ich 4 Sterne, denn es ist kein komplettes Buch, sondern nur eine Einführung und ein Lockmittel für den Roman.
Eine neugierig machende Einführung
"Der Sommer der Erinnerung" ist die Vorgeschichte zu Marie Matiseks Roman "Ein Sommer wie Limoneneis" aus dem Knaur Verlag.
Es
geht um die Kindheit des Anwalts Marco Pantanella, der von der
Amalfi-Küste stammt und nun als erfolgreicher Anwalt mit seiner Familie
in München lebt.
Bei einem Geschäftsessen trifft er einen Italiener und sie entdecken, dass sie beide aus der selben Gegend stammen.
Daraufhin
kreisen Marcos Gedanken um seine Jugend in Süditalien, als er nach
einem Erdbeben mit seinem Freund Pippo eine Ziege suchte und sich dabei
verirrte. Die Landschaft, die vertrauten Personen seiner Familie und das
Gefühl der kindlichen Freiheit kommen ihm wieder in den Sinn.
Diese
kleine Vorgeschichte soll auf den Roman vorbereiten, mit der
Schilderung eines Erdbebens wird die stetige Bedrohung der Bevölkerung
an dieser wunderschönen Küste überdeutlich. Die Menschen sind relativ
arm, ihre Zitronenhaine oder der Fischfang sichern ihnen ihr Überleben.
Das treibt viele junge Leute dazu, sich Berufe zu suchen, die sie aus
dieser Gegend führen. So auch Marco, der es geschafft hat, sich als
angesehener Anwalt in München zu etablieren.
Doch Reichtum und
Wohlstand allein machen noch lange nicht glücklich, das wird ihm klar,
als er sich mit Wehmut an seine alte Heimat erinnert. Dort konnte er
nach Herzenslust durch die Gegend streifen, mit seinem Freund Pippo
Ziegen hüten und fühlte sich geborgen im Kreis seiner Familie.
Es überkommt ihn eine ungeahnte Sehnsucht nach seiner Kindheit und sein größtes Abenteuer kommt ihm wieder in den Sinn.
Die
eigenen Wurzeln sind in jedem Menschen tief verankert, man muss sich
immer mal wieder bewusst machen, welchen wichtigen Stellenwert sie für
das eigene Leben bedeuten.
Diese Vorgeschichte macht Lust auf
den Roman und ich vergebe trotz der Kürze 4 Sterne, weil ich gespannt
auf die Fortsetzung von Marcos Story bin.
Eine neugierig machende Einleitung zum Buch, die das Leben in der Erdbebenregion rings um den Vesuv deutlich macht. Eine Geschichte über die Sehnsucht nach der Kindheit und die Suche nach den eigenen Wurzeln.
***Diese Geschichte gab es auf Amazon als Gratisdownload für meinen Reader!***
[Werbung] Ich möchte darauf
hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus
freien Stücken veröffentliche.