Einfaches Kochen mit gesunden Zutaten
Das Kochbuch Pur genießen: natürlich und gesund von Pascale Naessens erscheint im 2015 Zabert Sandmann Verlag.
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Gesunde, leckere und einfache Kreationen präsentiert die in zahlreichen Ländern erfolgreiche Autorin in ihrem neuesten Titel.
"Essen,
das glücklich macht", umschreibt sie ihr Thema, bei dem Ernährungs- und
Gesundheitsbewusstsein ohne Verzicht oberstes Prinzip sind.
Hauptzutaten ihrer Rezepte: naturbelassene, unverarbeitete Basics und
gute Fette. Die Fisch-, Fleisch- und Gemüsekreationen sind raffiniert
und leicht zuzubereiten.
In ihrem Kochbuch zeigt Pascale Naessens ihre eigenen Rezept-Ideen
für gesundes Kochen. Sie legt Wert auf natürliche Lebensmittel in Form
von Gemüse und Salat, gutes Fleisch und frischen Fisch und vermeidet
Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot. Damit
verfolgt sie eine Ernährungsphilosphie auf der Basis der Trennkost und
stellt ihre Grundgedanken zu dieser Ernährung mit anschaulichen
Beispielen vor. Diese sind auf ernährungswissenschaftliches
Hintergrundwissen aufgebaut und werden dem Leser logisch näher gebracht.
Auch auf die Kombination der verschiedenen Lebensmittel geht sie
genauer ein.
Pascale Naessens war Modell und wollte nicht nur schlank, sondern
auch gesund bleiben. Also suchte sie nach geeigneten Mahlzeiten, die sie
fit und gesund erhalten, aber trotzdem auch noch gut schmecken und satt
machen. Ihre Devise lautet: einfach, gesund, lecker und schön muss
Essen sein.
Außerdem ist ihr der gemeinschaftliche Aspekt des geselligen Essens
sehr wichtig. Wenn man sich streng nach ihrer Ernährungsweise richtet,
nimmt man nicht zu und kann sogar ein paar Pfunde verlieren ohne zu
hungern. Dabei ist die Bandbreite ihrer Rezepte wirklich umfangreich und
vielfältig. Da ist von Gemüse und Kräutern, Fleisch, Fisch und
Meeresfrüchten eigentlich alles vertreten, auch süße Speisen findet man
unter den Rezepten. Die Gerichte werden mit verführerischen Fotos und
hübschen Locations toll in Szene gesetzt und machen schon beim Ansehen
gute Laune und Lust zum Nachkochen.
Nach 30 Seiten der Einführung in ihre interessante
Ernährungsphilosophie geht es mit den Rezepten los, die sich in 8
Kapitel aufteilen:
- Schnelle und einfache Mittagsmahlzeiten
- Köstliche
Gemüsegerichte
- Überraschendes mit Käse
- Aus Flüssen und Meeren
- Krustentiere und Muscheln
- Kurkuma: das goldene Gewürz
- "Echtes Fleisch"
- Mit Genuss zu sündigen ist eine Kunst
Ich habe Einiges nachgekocht und bin von der einfachen Zubereitung
und den wenigen Zutaten sehr überzeugt. Hier wird kein ausgefallener
Schnickschnack verwendet, der danach nicht mehr benötigt wird, sondern
es wird Wert gelegt auf frische Produkte, die mit simplen Kochmethoden
einfach zubereitet werden. Mein liebstes Rezept aus dem Buch ist ein
Ofengericht, dass ich selber schon seit Jahren in ähnlicher Form mache.
Es heißt "Tomaten, Auberginen und Zucchini mit Mozzarella aus dem
Ofen". Für mich als Allergikerin nicht geeignet sind die einige Rezepte
mit Nüssen.
Besonders interessant zu wissen sind auch die den Rezepten
zugeordneten ernährungswissenschaftlichen Hinweise für gesunderhaltende
und evtl. Krebs hemmende Lebensmittel wie beispielsweise Kurkuma,
Spinat, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln.
Gerichte mit Kurkuma (Gelbwurzel) sollen vor Krebs und Demenz schützen und bei Gelenkbeschwerden gute Dienste tun.
Als Schlusswort erklärt Pascale Naessens, wie wichtig es ist, sich
selbst und seine Gesundheit zu respektieren. Viele Menschen ernähren
sich zu sehr von Kohlenhydraten und raffinierten Lebensmitteln, die der
Körper in dem Maße auch bedingt durch Bewegungsmangel, nicht verbrauchen
kann, sondern zum Fettaufbau des Körpers nutzt.
Die Autorin hat
auch ein Händchen für Ästhetik, so richtet sie die Gerichte wunderschön
auf von ihr selbst hergestellten Keramiken effektvoll an. Auch die
ausgewählten romantischen Naturplätze sind gelungen und schön anzusehen.
Dieses Kochbuch ist mehr als eine reine Rezeptsammlung!
Zu
der hochwertigen Ausführung mit ansprechenden Fotos kommen die
interessanten Informationen hinzu, die eine gesunde Ernährungsgrundlage
erklären. Die Rezepte sind einfach zuzubereiten, schmackhaft und zeigen
wie einfach frisches Kochen sein kann.
***Rezensionsexemplar von vorablesen-
Vielen Dank für das Leseexemplar!***
Übersichtliche Vorstellung der Urlaubsinsel im Atlantik
Der ADAC Reiseführer Teneriffa ist eine gute Vorbereitung auf den anstehenden Urlaub. Nana Claudia Nenzel hat die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefassst.
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Im
Atlantik, auf Höhe der Sahara, liegt vor der Westküste Afrikas
Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln. Der Tourismusboom auf dem
vielfältigen Eiland mit Spaniens höchstem Berg, dem Teide (3717 m), ist
ungebrochen. Hier fühlen sich Wanderer, Sonnenanbeter und Naturfreunde
gleichermaßen wohl, und Jahr für Jahr genießen Tausende Badespaß und
Sonne satt.
Dieser Reiseführer punktet durch die kompakte handliche Ausgabe, die
Gegenden werden im Groben vorgestellt und man erhält einen Überblick
über die vielfältigen Ziele auf der Insel Teneriffa.
Natürlich kann
hier nicht auf jedes noch so kleine Detail eingegangen werden und
dennoch werden Kirchen, Freizeitparks und Wandertouren angesprochen.
In sechs Kapiteln werden die verschiedenen Küsten- und Inlandsabschnitte vorgestellt.
- Santa Cruz de Tenerife: Hafen , InselhauptstadtL
La Laguna: viele Prachtbauten, Carneval
- Nordosten: Wanderparadies und Strandvergnügen
Playa de las Teresitas: toller Strand
San Andrés: Fischerdorf
Taganana: Weinanbau
Anaga-Gebirge : Wanderparadies
- Nordwesten:
Puerto de la Cruz: alte Hafenstadt mit Vulkansand- Stränden, lebendige Altstadt
Lido San Telmo von Cesar Manrique geschaffen.
Loro Parque: bekannter Vogel- und Tierpark
La Orotava: Bergstädtchen in 345 m Höhe
Icod de los Vinos: Winzerstädtchen über Lavaküste, ältester Drachenbaum der Welt
Garachico: Vulkanausbruch 1706 sorgte für die Entstehung dieser Landzunge. romantisches Städtchen
-
Südwesten: Strandleben, Urlaubsfreuden. Tenomassiv wirkt als
Wetterscheide. Daher gibt es hier immer viel Sonne. Vergnügungsparks und
Touristenhochburgen entstanden hier in Hülle und Fülle.
Los
Gigantes, Puerto de Santiago: schwarzer Lavasandstrand, San Juan:
kleiner Naturhafen und im Hinterland Bananenplantagen, große Blumenzucht
vor allen Chrysanthemen für Export. Guia de Isora: Bergstädtchen
600m hoch gelegen. Tomaten, Kartoffeln Mandelbäume.
Adeje:
Wanderparadies zur Höllenschlucht. Playa de las Americas, Costa Adeje,
Los Christianos, Las Galletas, El Medano: Urlaubszentren
-
Südosten: Trockenfeldbau durch Tuffstein, auch Bimsstein genannt, zwei
Ernten im Jahr möglich: Kartoffeln, Weizen und Hülsenfrüchte.
Fasnia: Paraglider
Güimar: Stufenpyramiden aus alter Zeit
- das Zentrum
Vilaflor: malerisches Dorf, Ausgangsort für Wanderungen
Pico del TEIDE: Höchster Berg Spaniens mit 3718m
Wandergebiet mit bizarren Tuffsteinkegeln in Paisaje Lunar TeideNationalpark
Die
Top Tipps verweisen jeweils wie bei ADAC Reiseführern üblich auf
Sehenswürdigkeiten, schöne Strände und beste Hotels oder Restaurants.
Auf
den letzten Seiten stellt sich Teneriffa aktuell von A bis Z vor. Hier
erfährt man alles über Reiseinformationen, Essen und Trinken,
Fährverbindungen, Feste, Klima, Nachtleben, Sport, Unterkunft. Ein
kleiner Sprachführer für Spanisch schliesst sich an. Ein alphabetisches
Register und ein Stadtplan von Santa Cruz de Tenerife beenden das Buch.
Dieser
Reiseführer macht schon einmal mit den wichtigsten Einzelheiten der
Insel vertraut und gibt einen allgemeinen Überblick über die
Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Insel. Auch Hotel- und
Restaurantvorschläge, sowie eine geschichtliche Einführung versorgen den
Reisenden mit Informationen.
Mysteriös, bedrückend und fesselnd erscheint dieser Thriller
Von Schuldgefühlen verfolgt
Agnes Ravatn wurde 1983 geboren und arbeitet als
Journalistin bei einer großen norwegischen Tageszeitung. 2007 schrieb
sie ihren ersten Roman. Das Vogeltribunal ist ihr zweites Buch und wurde mit einem wichtigen norwegischen Radiopreis ausgezeichnet. Das Buch erscheint im btb Verlag.
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Die
Dozentin Allis hat für eine Affäre alles aufs Spiel gesetzt – und
verloren. Ihre Ehe besteht weiterhin, doch sie flieht aus ihrem
bisherigen Leben. Sie antwortet auf die Anzeige von Sigurd Bagge, der
für den Sommer jemanden sucht, der ihm in Haus und Garten hilft. Sie
rechnet mit einem älteren pflegebedürftigen Mann, doch Bagge entpuppt
sich als in sich gekehrter wortkarger Mittvierziger. Er bestimmt die
Spielregeln von Allis Arbeit, die sich auf drei Mahlzeiten und Garten-
und Hausarbeit beschränkt. Er sucht keine Konversation oder Zerstreuung
und geht Allis aus dem Weg. In dem einsamen Haus am Fjord sind beide
aber aufeinander angewiesen und kommen sich zwangsläufig immer näher –
doch wer sich zu nahe kommt, kann nichts mehr vor dem anderen verbergen.
Dieser Thriller hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen.
Dabei
geht es sehr ruhig los, aber die Autorin schafft gerade mit dieser
vermeintlichen friedlichen Ruhe eine Ruhe vor dem Sturm. Man ahnt, hier
wird noch etwas passieren. Es macht sich eine bedrohliche Ahnung breit,
die Gefährliches ankündigt.
Die Charaktere geben langsam
Geheimnisse preis und stellen sich dennoch nicht wirklich dem Leser vor.
Man ahnt mehr als man von ihnen weiß. Das liegt auch an den Dialogen
zwischen den Protagonisten, die mehr fragen als antworten. Doch gerade
das macht den Reiz dieser Geschichte aus.
Das friedlich wirkende
Leben am Fjord in der Abgeschiedenheit zeigt wie einsam die beiden
Menschen hier leben. Dabei nimmt ihr Alltagsleben von Garten- und
Hausarbeit den Großraum des Tages ein. Ansonsten gehen sich Allis und
Sigurd mehr oder weniger aus dem Weg.
Allis findet immer mehr über
Sigurds Vergangenheit heraus. Sie kommt ihm langsam näher und entwickelt
Gefühle für Sigurd. Dieser wirkt schon sehr wortkarg und einsiedelhaft,
man freut sich schon, wenn er mal lächelt oder Humor zeigt. Er macht
Allis klar, dass er das Sagen hat. Allis fügt sich und macht ihre
Arbeit. Doch sie sitzen auch häufiger zusammen und trinken viel Alkohol.
Das sind dann gemeinsam verbrachte, gemütliche Zeiten.
Allis
erzählt ihm eine nordische Heldengeschichte über den Gott Balder, die
sich inhaltlich um Töten, und daraus folgernd um Schuld und Buße dreht.
Damit bezieht sich Allis auch auf ihr eigenes Leben und Sigurd scheint
aus für sich Wichtiges aus der Geschichte zu ziehen.
Diese Einbindung schafft die Aussage des Verbüßens von Schuld, die auf den Schuldigen früher oder später immer zurück kommt.
Diese
Sage hat mich erst etwas verunsichert, aber dann doch inhaltlich
erschlossen. Zu dieser Mythologie passen auch die Angriffe von Vögeln,
die am Fjord geschehen.
Sigurd Bagge wird von Geschehnissen
verfolgt, die Erinnerung an Schreckliches lässt ihm gedanklich keine
Ruhe. So kreisen auch die Vögel wie drohende Erinnerungen über ihm.
Die
manchmal nicht einzuschätzende Stimmung der beiden Personen
untereinander, beängstigt, baut bedrohliche Spannung auf und lässt Böses
ahnen. Ich möchte an dieser Stelle nicht das Ende verraten.
Dieser
Thriller ist ein wenig bedrückend, wirkt mythisch und ist mal ein Buch,
das in der Ruhe des Erzählstils seine Spannung aufbaut. Ein Buch für
die dunkle Jahreszeit, mit Gewitter und Hagelschauer sicher noch besser
wirkend.
***Rezensionsexemplar vom Bloggerportal - Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches!***

Der Chinese ist eines der zahlreichen Werke von Henning Mankell aus dem Jahr 2008.
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An
einem frostigen Januartag 2006 macht die Polizei in Schweden eine
grausige Entdeckung. In dem kleinen Dorf Hesjövallen gab es ein
Massaker, bei dem achtzehn Menschen auf bestialische Weise getötet
wurden. Der Tatort gleicht einer Hinrichtung, die meisten Bewohner waren
ältere Menschen. Lediglich drei Dorfbewohner haben das Massaker
überlebt.
Als Richterin Birgitta Roslin von der Tat liest, wird
ihr sofort klar, dass die Pflegeeltern ihrer Mutter, August und Britta
Andrén, unter den Mordopfern sind. Und mehr noch: So gut wie alle
Ermordeten haben etwas mit ihr zu tun. Sie erkennt, dass die Polizei
eine falsche Spur verfolgt, und beginnt zu recherchieren. Ihre Suche
führt sie nach China, wo sie auf die grausamen Machenschaften der
politischen Führungselite stößt.
Der Chinese ist ein packendes Buch auf höchstem Niveau. Allerdings
gelingt die genremässige Einordnung nicht eindeutig: es gibt eine
kriminalistische Handlung, historische Episoden und thrillerhafte Teile
im Buch.
Die Handlung wird gewohnt souverän von Wallander
erzählt, es gibt einige Nebenstränge, die Licht in die Hintergründe
bringen, aber den Autor auch etwas abschweifen lassen. Trotzdem ist
diese Geschichte atemberaubend spannend und hat mich gepackt.
Zu diesen Hintergrundinformationen gehört auch die Einsetzung von
chinesischen
Strafgefangenen beim Eisenbahnbau quer durch Nordamerika Mitte des 19.
Jahrhunderts. Ähnlich der Sklaverei in Afrika wurden die Chinesen als
Arbeitskräfte entführt und skrupellos ausgenutzt.
Ein weiterer
Handlungsstrang zeigt eine chinesische Konferenz im Jahr 2006, die Pläne
ausarbeitet, wie die arme Landbevölkerung nach Afrika übergesiedelt
werden soll, um dort als Bauern das Land zu bearbeiten.
Diese
Fiktion ist Mankell in Hinblick auf sein Afrikaengagement wichtig und er
stellt die Theorie im Roman vor und lässt sie auf den Leser wirken. Die
Verbindung zu seinem schwedischen Massaker gerät dadurch etwas ins
Hintertreffen.
Dennoch hat mich das Buch in seiner Vielfältigkeit begeistert und nachdenklich gemacht.
Dieses
Buch zeigt nicht nur eine fesselnde Handlung, sondern sie erzählt auch
von der wirtschaftlichen Supermacht Chinas, die im Inneren ihre
Bevölkerung politisch unterdrückt. Auch der Eisenbahnbau in Nordamerika
wirft ein ganz anderes Bild auf die Amerikaner.

Vom Zauber des Lesens
Der 11-jährige Bastian Balthasar Bux ist leicht verträumt und ziemlich
ungeschickt. Er liebt Geschichten und wird er von seinen Mitschülern
ausgegrenzt und gehänselt.
Eines Tages flüchtet Bastian sich in ein
Antiquariat und gelangt in den Besitz eines Buches. Dessen Held Atreju
hat viele Abenteuer zu bestehen. Gemeinsam mit diesem stellt er sich dem
Kampf gegen das Nichts, um die kindliche Kaiserin und letztendlich ganz
Phantasien zu retten. Unbewusst gerät er immer tiefer in den Bann des
Buches, doch als er dies erkennt, ist es zu spät. Er ist längst ein Teil
der unendlichen Geschichte.
Michael Ende erschafft hier eine ganz wunderbare fremde Welt, in die man eintauchen und sie genießen kann.
Dieser
Fantasy-Roman ist inzwischen schon längst ein Klassiker der
Jugendliteratur und kann mit Recht gelobt werden. Auch für Erwachsene
ist die Geschichte durchaus sehr lesenswert.
Bastian erlebt
mit seinen Freunden Atréju und Fuchur großartige Abenteuer im Land
Phantasien und muss dafür recht viel Mut beweisen.
Michael Ende
erschafft hier eine fantastische Parallelwelt, die für Bastian immer
mehr Realität wird und ihn die Bekanntschaft mit vielseitigen
Charakteren machen lässt.
Die alte Morlar und der Glücksdrache Fuchur
sind dabei für mich die schönsten Figuren, die ich mir immer lebhaft
vorstellen konnte.
Hier wird die Fantasie des Lesers angeregt
und mit einer Fülle von Figuren und Schauplätzen bedient. Dabei löst
sich die Trennung von Lebens- und Vorstellungswelt langsam auf und man
erlebt die Parallelwelt gleich der Realität.
Eine wunderbare Geschichte, die die Fantasie entfesselt und fliegen lässt.
Mittlerweile ein Klassiker des Fantasy-Genre und ein tolles Buch des erfolgreichen deutschen Autors Michael Ende.
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Fantastischer Mix aus Historie, Krimi und Drama
Rose und der falsche Schein von Glamour
Die amerikanische Autorin Suzanne Rindell schrieb 2013 mit ihrem
Roman Die Frau an der Schreibmaschine ihr Debüt. Das Buch erscheint
2015 als deutsche Übersetzung im btb Verlag.
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Rose Baker lebt
1923 in New York, der zweite Weltkrieg ist überstanden. Sie ist
alleinstehend, teilt sich mit einer Frau ein Zimmer in einer kleinen
Pension und arbeitet als Stenotypistin im New York City Police
Department. Auch Frauen verdienen jetzt ihr Geld selbst. Doch es ist
Prohibition und die Polizei hat viel zu tun mit den Protokollen um den
verbotenen Alkoholkonsum. Rose bekommt eine Kollegin, Odalie, die gern
raucht, Alkohol trinkt und schon emanzipierter ist als Rose. Das fällt
Rose auf, die eher das bescheidene ruhige Mädchen geblieben ist. Wird
sie wie Odalie werden?
Wie entwickelt sich Roses Leben, wird auch sie ein mondänes Frauenzimmer werden?
Dieser Roman hat mich sehr überrascht und beeindruckt, er stellt eine
gelungene Mischung aus Krimi, Drama und Historie dar, der man sich nicht
entziehen kann.
Rose ist ein sittsames Mädchen, in einem
Waisenhaus aufgewachsen und recht intelligent. Sie ist keine auffallende
Erscheinung und hängt den alten Moralvorstellungen mit kniebedeckenden
Röcken und langen Haaren nach. Ihre Arbeit im Verhörraum erledigt sie
sehr gewissenhaft und gründlich und ihren väterlichen Seargent himmelt
sie heimlich an, doch zu mehr Gefühlen ist es in ihrem Leben noch nicht
gekommen.
Sie bekommt eine neue Kollegin, Odalie, die mit ihrem
glamourösen Auftreten alle in ihren Bann zieht. Odalie raucht, trägt
einen Bob und trinkt Alkohol, außerdem wohnt sie in einem luxuriösen
Appartment und trägt kostbare Kleidung. Rose fühlt sich von Odalie wie
magisch angezogen und die Frauen freunden sich an. Gemeinsam ziehen sie
in die Nachtclubs der Stadt und teilen sich Odalie Wohnung. Odalies
Lebensstil färbt auch bei Rose ab, sie genießt die Freundschaft und
erledigt Botengänge für Odalie. Dabei erkennt sie zu spät die
Lügengebilde Odalies. Als ein mysteriöser Mord geschieht, ist es zu
spät, um ohne Schaden aus der Sache heraus zu kommen. Rose wurde in ein
übles Spiel verwickelt, sie hängt in einem Spinnennetz, das Odalie
langsam, aber sicher aufgebaut hat.
Der Zeitgeist der 20er Jahre
findet sich im Buch durch die Beschreibung der speziellen Atmosphäre
der Nachtclubs und der Prohibition, die einfache Wohnsituation in
Zweierbelegung von Privatzimmern und die unterwürfig wirkende
Arbeitssituation im Policeoffice. Man kann sich die Zeit gut vorstellen
und taucht in diese stimmungsvolle Welt ein.
Die handelnden
Personen sind zeitgemäß sehr passend beschrieben. Ihre Sprache, die
Kleidung und ihre Ansichten stimmen mit den Moralvorstellungen der 20er
Jahre exakt überein. Die Röcke der Frauen und ihre Haare waren noch
lang, die Emanzipation beschränkte sich auf die Arbeit als Schreibkraft
in der Berufswelt der Männer.
Die Sprache ist mit einer
zeitlichen Anpassung versehen, die nicht übertrieben wirkt, der
Schreibstil ist etwas gehoben, sehr unterhaltsam und flüssig gehalten.
Im
Roman wirkt eine unterschwellige ansteigende Spannung wie ein Sog auf
den Leser. Man bemerkt die Veränderung von Rose und sieht wie sie in
Odalies Fänge gerät, fühlt eine Wendung der Geschichte auf ein
tragisches Ende hin und liest gefesselt weiter. Ein wirklich
überraschendes Ende gibt der Handlung eine tragische Facette, die
aufklärt, aber auch Fragen aufwirft.
Die beiden Frauen sind sehr
genau und mit besonderem Stil beschrieben, auch hier ist das Frauenbild
passend zum historischen Handlungsrahmen eingehalten worden. Ich konnte
mir Rose und Odalie ausgezeichnet vorstellen.
Zusammenfassend
kann ich nur sagen: die Autorin hat hier großartige Arbeit geleistet
und einen erstklassigen Roman abgeliefert, der durch seinen
ungewöhnlichen Mix von Krimi und Roman auffällt und eine Scheinwelt
beschreibt, in der die glitzernde Welt von Glanz und Glamour Menschen
beeinflusst. Höchste Leseempfehlung von mir!
***Rezensionsexemplar von vorablesen -
Vielen Dank für das Leseexemplar!***
Sonderbare Geschichten zum Schmunzeln
Die Erzählungen Der Geist der Mirabelle schrieb Autor Siegfried Lenz im Jahr 1975. Das Büchlein erscheint im DTV.
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Bollerup,
ein fiktives Dorf an der Ostsee: Sven Feddersen war acht Jahre verlobt,
als er endlich den Hochzeitstermin bekanntgab. Von den 214 Personen,
die er sogleich in den Mühlenkrug einlud, hießen 198 Feddersen - von
einigen dieser tapferen Leute handelt dieses Buch.
Siegfried Lenz kennt das Leben und beschreibt es so wie es ist, auch
seine Charaktere sind erfüllt von wahrem Leben. Sie sind arbeitssam,
schrullig und manchmal auch nur einfach gutherzig und hilfsbereit.
Lenz
vermittelt dem Leser durch die Ansprache "Nachbar" eine ausgesprochene
Nähe zu seiner Geschichte. Fast meint man die verwandten und
zerstrittenen Feddersens auch persönlich zu kennen.
Die Vielfalt
an gleichnamigen Personen der Feddersens ist nur durch ihre
Namenszusätze zu unterscheiden. Da wäre zum Beispiel die Kneifzange, der
Schinken-Peter, der Dorsch oder die Schildkröte.
Aber eines haben
sie zusätzlich zum Namen alle gemeinsam: ihre Liebe zum selbstgebrauten
Mirabellengeist. Unter diesem Einfluss entstehen merkwürdige Vorgänge
und erstaunliche Einfälle, die Siegfried Lenz auf wunderbare Weise mit
großer Sprachgewalt schildert. Diese einzigartige Erzählweise macht das
Lesen zu einem großen Vergnügen und die Landschaftsbeschreibungen kann
man nur genießen.
Die Geschichten sind:
Ein Bein für alle Tage-
Das unterbrochene Schweigen- Ein teurer Spaß- Ursachen eines
Streitfalls- Hausschlachtung- Frische Fische- Der Denkzettel- Ein sehr
empfindlicher Hund- Hintergründe einer Hochzeit- Die Bauerndichterin-
Die älteste Einwohnerin im Orte- Der heimliche Wahlsieger
Lenz
lässt den Leser teilhaben an den Problemen und auch Ereignissen des
Dorfes. Man taucht ein in eine Zeit, die noch nicht der Technik
verfallen war und das Leben trotz der harten Arbeit noch beschaulich und
gediegen. Manche der Geschichten sind sehr komisch, wirken aber nie gehässig.
Siegfried Lenz ist ein wunderbarer Erzähler,
dessen Geschichten seine Leser einfach verzaubert und in schmunzelnder
Weise zurücklässt.